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Nr. ?82 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Zreitag.Z. Dezember IQ57

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Schudt, Amtsgerichtsrat;

Kirschbaum, Bürodirektor.

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39 Forttetzuna

(Nachdruck verboten.)

Wir sind eigentlich schon vor meiner Hochzeit

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Es war so peinlich, über Geld zu reden, als man verlobt war. Mutter und ich wußten nicht genau, was Walter verdiente."

Frau Hertel schüttelte den Kopf. 5o viel welt­fremde Feinheit ging über die Hutschnur, dachte sie. Aber die Frau Major hatte sie immer so ein­taxiert.

Das zweite Malheur ist", fuhr Ilse, geborene Gehrte, fort,Walter kannte meine Küche nur aus dem reichen Haushalt, in dem ich in Stellung war. Da konnte ich mit den besten Zutaten kochen und backen. Aber jetzt Margarine schmeckt eben nicht wie Butter." Sie seufzte.Wir helfen uns nun, indem wir oft in dem guten Kochbuch lesen, das Walter mir zur Verlobung geschenkt hat."

Kind, da wird man ja erst recht gieprig."

Man muß natürlich vorher schon gegessen haben, sonst geht es nicht. Und zu viel darf man nicht gegessen haben, sonst macht es keinen Spaß mehr. Das hat sich Walter ausprobiert."

Frau Hertel ging in die Küche, um das Kaffee- geschirr hinauszubringen. Sie holte etwas Obst.

Die hat auch nicht das große Los gezogen, dachte sie. Sie mußte mal von' etwas an'derm sprechen. Bei ihr war Butter Butter, und Schmalz war Schmalz. Und wenn man beides nicht hatte, dann man 'ne Stulle mit Pflaumenmus.

Für Ersatzmittel war sie nicht zu haben. Sie ver­stand, daß einer die Kartoffeln mitsamt der Schale futterte, wenn er mußte. Aber nicht, daß man, anstatt zu essen, im Kochbuch schmökerte.

Sie stellte das Obst vor Ilse hin. Und nachdem Ilse genommen hatte, zeigte sie ihr den Brief.

Könnte der wohl von Greta Schade sein?" fragte sie.

Sicher, ich kenne die Handschrift genau." Wissen Sie was von ihr?"

Wenig. Mein Mann mag sie nicht leiden. Er findet, sie sei nicht der richtige Verkehr für mich." Frau Hertel nickte, ohne es zu wissen. Sie fand das auch.

Sonntagabend fortgebracht hatte, vom Bahnhof zurückkam, ging ihr nüchterner Toqgenburg vor der Haustür auf und ab. Er hatte sich viel um sie ge­kümmert, seit Blandine fort war. Auch heute hatte

Am Samstag, 4. Dezember, demTag der natio­nalen Solidarität" sammeln, wie in den vergange­nen Jahren, alle führenden Männer der Partei, des Staates und der Wirtschaft für das Winterhilfs-

Die Kreiskapelle der ... o ________

von 15 bis 16 Uhr auf dem Bahnhofsplatz.

Die SA.-Kapelle der Standarte 116 von 16 bis

! Die gutmütige Ilse schwenkte auf ein anderes Thema über.

Frau Hertel aber ließ es keine Ruhe. Noch ein­mal drehte und beroch sie den eleganten Brief mit der manierierten Handschrift. Und als Ilse ging, stand ihr Entschluß fest. Dieser Wisch konnte nichts enthalten, was die wohlverdiente, paradiesische Ruhe ihrer Tochter erhöhen oder vertiefen konnte. Höch­stens etwas, was sie stören würde. Also würde sie ihn ihr nicht schicken. Das stand fest.

Nun kämpfte sie noch mit einem zweiten Ent­schluß: sollte sie ihn bis nach Blandines Heimkehr liegenlassen? tat sie gut, den Brief, der nicht an sie gerichtet war, trotzdem zu öffnen? Vielleicht ging es Greta Schade schlecht. Dann konnte man ihren Brief nicht wochenlang unbeantwortet lassen. Und überhaupt, was sollte sie sich lange damit rumquälen. Das beunruhiate sie nun schon den ganzen Tag. Sie riß den Umschlag auf.

Und als sie gelesen hatte, machte sie sich sofort auf den Weg.

Sie wußte, aus welchem Ort Greta Schade stammte. Sie wußte, daß ihr Vater dort eine Fabrik besaß. Sie ging zum ersten Bahnhof und erkun­digte sich, wann der nächste Zug dorchin führe. Dann löste sie eine Karte. Und danach ging sie zur lBahnpost und gab ein Telegramm auf:

er am Abend freundnachbarlich nach ihr sehen wollen. Als ihm niemand öffnete, sagte er sich, daß Frau Hertel wahrscheinlich nach dem Schluß der Sieben-Uhr-Kinovorstellung zurückkommen würde. Denn wenn die Dame seines Herzens etwas Be­sonderes vorgehabt hätte, wäre ihm das nicht ver­borgen geblieben. So war er vor der Haustür auf und ab promeniert Er setzte sie in geziemender Weise davon iri Kenntnis. Dann wartete er.

Nehmen Sie's nicht übel, Herr Schmittte. Aber ich habe eenen Aerjer jehabt, den ich ausschlafen muß."

Das fei ferne, Frau Hertel, daß ich Ihnen etwas ubelnehme", sagte er warm.Aber kann ich Ihnen irgendwie dienlich sein? Ich stehe mit allen meinen Kräften zu Ihrer Verfügung."

Danke herzlich, Herr Schrnittke. So treue Freund­schaft tut einn richtig gut." Sie drückte ihm fest die Hand.Aber heute abend kann ich nid) mehr. Ich trinke eenn Pfefferminztee und sehe zu Bett."

Die arme Frau, dachte Herr Schrnittke, als sie schwer und müde vor ihm die Treppe hinaufftieg. Es^ mußte schon doll kommen, bis es die so warf, daß sie den Humor verlor und auf Pfefferminztee abkam. Hoffentlich war es nichts mit der Tochter.

Als Frau Hertel am ersten Treppenabsatz ange­langt war, drehte sie sich noch einmal um und sagte gutmütig:

Aber woll'n Sie nicht morgen nachmittag ein Täßchen Kaffee mit mir trinken? Denn machen wir ein Plauderstündchen."

*

Schraders Wagen sauste schon in der Finsternis salab auf Wernigerode zu, während Blandine immer noch in ihrem Hotelzimmer auf der Couch lag und jämmerlich weinte.

17 Uhr am Selterstor.

Die Kapelle des HI.-Bannes 116 von 17 bis 18 Uhr am Selterstor, von 18 bis 19 Uhr auf dem Kreuzplatz.

I. Bahrihofskammlung.

Äber jute kleine Frau, haben fe denn das nich vorher jewußt?"

Tag der nationalen Solidarität" in Gießen.

Es sammeln nur die Politischen Leiter, die Füh- der SA., des NSKK. und der ff, und zwar:

die Politischen Leiter im Bereich der Orts­gruppe Gießen-Ost,

die SA.-Führer im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Mitte,

die NSKK.-Führer im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd,

die ff - Führer im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord.

Die Sammelbüchsen für die Gaststättensammlung sind um 20 Uhr auf der Dienststelle der NSV., Goethestraße 34, abzuholen und um 23.30 Uhr auf der Bezirkssparkasse wieder abzuliefern.

Alle Anfragen bezüglich der Sammlung sind zu richten an die Kreispropagandaleitung, Kreishaupt­stellenleiter Pg. H e t) m a n n. Dieser ist ab 14 Uhr im Cafe Leib (Fernruf 3792) zu erreichen. ____________Kreisleitung Wetterau der NSDAP.

Lüdtke nahm schon am Fuße des Harzes dis Schneeketten von den Rädern ab, als Blandine end- lich aufstand. Sie sah im Spiegel ihr ttänenüber- stromtes Gesicht und ihr zerdrücktes Kleid. Auch ihre Kleider hatte man ihr vorgeworfen! Es gab wohl nichts, woraus man einem armen Mädchen nicht einen Strick drehen konnte. Daß sie zu Haus fast nie ausging, nur sparte, so daß sie sich diese kurze Reise leisten konnte, auch das war ein Verbrechen. Was war eigentlich feine? Auch daß ihre Mutter seit Jahren massierte, um ihr eine anständige Er-

44. Bahnhof st raße - Löwengasser Pauly, Sturmführer;

Heep, Rechtsanwalt; Kinzenbach, Rechtsanwalt; Engisch, Rechtsanwalt; Dr. Krüger, Regierungsrat.

45. Frankfurter Straße - Alicenstr.r Hummel, Sturmführer; Hofmeyer, Amtsgerichtsrat: Schultze-Griesheim, Intendant; Becker, Rechtsan. walt; Dr. Möser, Rechtsanwalt; Dr. Fuhr, Reg.« Rat; Kirschbaum, Bürodirektor.

IV. Sondersammluna

von 16 Mr bis 23.O Mr:

1. Die Sammelbüchsen für diese Sammlung sind ebenfalls im Cafe Leib ab 15 Uhr erhältlich und bis 23.30 Uhr auf der Bezirksfparkaffe, Johannis- ftraße, abzuliefern.

2. Einteilung der Sammler: Der Kreisleiter Pg. Backhaus, der Oberbürgermeister Pg. Ritter, die Kreisamtsleiter der Kreisleitung Wetterau, die Ortsgruppenleiter der vier Gießener Ortsgruppen, Oberregierungsrat und Leiter des Finanzamts Gie- ßen, Schmidt.

V. (Haststäiiensammlung:

Dauer: 20 bis 23.30 Uhr.

werk des deutschen Volkes.

Auf den größeren Plätzen unserer Stadt werden ........ konzerte durchgeführt. Es spielen: reiskapelle der Kreisleitung Wetterau

Dauer: 12 bis 16 Uhr. Sie wird von den Politi­schen Leitern der OG. Gießen-Süd durchgeführt.

II. Haussammlung.

Dauer: 14 bis 16 Uhr. Es sammeln die Blockleiter innerhalb ihrer Blocks.

USttaßensammlung.

Dauer: 16 bis 19.30 Uhr.

Richtlinien für die Sammler:

1. Es sammelt jeder nur da, wo er eingeteilt ist.

2. Es sammeln nur diejenigen, die bei der Ein­teilung aufgeführt sind.

3. Die Sammelbüchsen werden, soweit kein Son­derauftrag gegeben wurde, um 15 Uhr im Cafe Leib abgeholt.

4. Die Sammelbüchsen werden um 19.30 Uhr auf der Bezirksfparkaffe zurückgenommen.

Einteilung der Gammler:

Straßenkreuzungen:

1. Frankfurter Straße - K l i n i k st r a ß e: Wrede, Direktor; Schmidt, Geschäftsführer; Schmidt, ---Scharführer; Spang, ---Scharführer; Reils, Kaufmann; Dr. Kruse, Direktor; Block, Truppfüh­rer; Haas, Univ.-Prof.; Locher, Landgerichtsrat.

2. Frankfurter Straße - Friedrich­straße - Wilhelm st raße: Karl Kraft, Kauf­mann; Rumpf, Staatsanwalt; Schultze, Univ.-Prof.; Reinwein, Univ.-Prof.; Lemcke,Truppführer; Schau­der, Univ.-Prof.; Leun, Landgerichtsrat; Naumann, ---Scharführer; Süß, ---Scharführer; folgende Mit­glieder des Stadttheaters: Forftner, Frickhöffer, Anneliese Garbe, Geiger; Ev. Benderoth, Jung- mädeltruppsührerin.

3. Friedrich st raße - Wetzlarer Weg: Weber, Kreishauptstellenleiter; Dr. Hoffmann, Staatsanwalt; Brüggemann, Univ.-Prof.; Ritzert, Truppführer: Dr. Kalbfleisch, Landqerichtsrat; Bolz, ---Scharführer; Evers, ---Scharführer; Gertrud Hochstätter, Jungmädeltruppführerin.

4. Leihgesterner Weg - L u dw i g st r a ß e: Vogt, Obersturmführer; Strauß, Truppführer; Krause, Univ.-Prof.; Schaeg, Landgerichtsrat; Loth, Kreishauptstellenleiter.

5. Hamm st raße - Gabelsberger st raße ° Horst-Wessel-Wall: Tank, Truppführer; Standfuß, Univ.-Prof.; Dr. Lotz, Reg.-Med.-Rat.

6. B a h n h o f st r a ß e - L i e b i g st r a ß e : Dr. Krämer, Rechtsanwalt u/ib SA.-Truppführer; Vogt, Truppführer; Geiß, Truppführer: Beller, Univ.- Prof.: Klahr, Reg.-Rat; Wilhelmi, ---Untersturm­führer; Baltzer, ---Oberscharführer; Dietz, ---Ober­scharführer.

7. Frankfurter St r a ß e - Li e b i g st r a ße: Hainbach, Kreishauptstellenleiter; Heß, Truppfüh­rer; Rauch, Universitäts-Professor; List, Ober-Regie- rungsrat; Wecker, Regierungsrat; Klöß, ---Ober­scharführer; Ruhl, ---Oberscharführer; Wolckewitz, Oberstudiendirektor.

8. Am Hauptpostamt: Käthe Pfeffer, Un- tergau-Führerin: Leonhardt, Oberstudiendirektor und SA.-Truppführer; Göres, Obertruppführer; W. Fi­scher, Universitäts-Professor; Dr. Trieb, Staatsan-

Blandine seht sich durch

Vornan von Hans-Joachim Freiherr» von Reihenstein Copyright by Carl Ouncker

Fabrikbesitzer Schade.

Ankomme morgen früh neun Uhr. Greta."

Erst dann suchte sie das Mädchen in ihrer möblierten Bude auf.

Sie sind be-i mir durch alles durch, Frollein Schade. Erst hab ich Sie bewundert, weil Sie ein schönes, elejantes Mädchen waren!ne feine Tochter feiner Eltern. Denn hab ick Ihnen jern gehabt. Wie Sie die Freundin meiner Tochter jeroorben sind. Denn hab ick Ihnen nich mehr verstanden, wie Sie das Leben am janz verkehrten Ende anjepackt haben. Denn" hab ick Ihnen helfen wollen. Und es ging nich. Zuletzt, da hab ick Ihnen nicht mehr leiden können. Und nu so aus der Bahn jeflogen, als Frollein in een Amüsierbetrieb. Da tun Sie mir leid. Aber wenn Sie die Stellung antreten, von der Sie meiner Tochter da schreiben, denn ver­dienen Sie nischt wie Knallschoten das kann ich Ihnen sagen. Un daß Sie die bekommen, dafür werd' ich sorgen. Det schwör ich Ihnen zu. Ich sagte Ihnen, Sie tun mir leid. Aber wenn Sie noch zwei Stunden länger hierbleiben, garantier ich für nischt mehr."

Sie griff in die Tasche.Hier is Ihr Billjett nach Hause. In jenau zwei Stunden jetzt Ihr Zug. Die Depesche an Ihre Eltern is schon unterwegs. An­komme morgen frist, neun Uhr. Greta."

Fräulein Schade wollte widersprechen.

Frau Hertel machte eine abwehrende Handbe­wegung.Jetzt kommen Sie freiwillig nach Hause und können sagen. Sie hätten Heimweh jehabt oder sonst was. Aber wenn Sie nach dem Telegramm nich kommen, denn bin ich verpflichtet, an Ihre Eltern zu schreiben. Denn bin ich verpflichtet, alles aufzuklären. Und denn werd' ich woll die armen Leute sagen müssen, was ihre einzige Tochter in Berlin für einen Lebenswandel führt."

Das dürfen Sie nicht tun!" schrie Greta auf.

Denn dürfen Sie man packen", sagte Frau Hertel.Ich will Ihnen ferne helfen und bringe Ihnen auf die Bahn. Aber sicher vor mir sind Sie erst, wenn Sie sicher zu Haus sind. Sie sind bei all Ihrer Klugheit zu dumm für Berlin, das is das Unglück."

Als Frau Hertel, nachdem sie Greta Schade am

walt; Pfeil, ---Oberscharführer; Meckel, ---Schar­führer; ferner folgende Mitglieder des Stadt­theaters: Greif, Geißler, Elfriede Grell, v. Gschmeid- ler, Emmi Güngerich, Hildegard Jachno.

9. Am Hotel Schütz: Zeller, Oberscharführer; Harfmann, Truppführer; Sch-'mbs, Obertruppfüh­rer; Bertram, Universitäts-Professor; Dr. Kiefer, Oberstudienrat; ßeubauer, Reichsbankdirektor; Karle, Vermessungsrat: Gravert, Baurat; Ewald, Ver- waltungsamtmann; Hilde Fink, Mädelgruppen­führerin ; Hedi Kuhl, Mädelgruppenführerin: ferner folgende Mitglieder des Stadttheaters: Kühne, Lindt, Markwardt, Maria Martzinger-Karden, Mar­garete Merian, Else Monnard.

10 Am C a f 6 Amend : Egner, Kreishaupt­stellenleiter: Ullrich, Kreishauptstellenleiter; Kaus, Kreishauptstellenleiter; Sauer, Truppführer; Grei- lich, Truppführer; Leipold, Sturmführer; Dr. Ru­dolph, Universitäts-Professor; Bleyer, Bankdirektor: Remane, Reichsbankrat; Kreutzburg, Reichsbank­kassierer.

11. 21 m Selterstor und Cafe Hettler: Kranz, Gauamtsleiter; Baader, Rektor der Landes- Universität Gießen; v. Jaschke, Universitäts-Profes­sor; Bley, Universitäts-Professor; Schwarz, Bri­gadeführer; Münker, Obersturmbannführer; Schmitt, Truppführer; Schäfer, Truppführer; Schütz, Trupp­führer; Dr. Hamm, Bürgermeister; Vogt, Beige­ordneter; folgende Mitglieder des Stadttheaters: Bandis, Bley, Böhlig, Dittmar, Ruth-Ines, Egge­mann, Friedel Fornallaz; Frick, RSKK.-Sturmfüh- rer; Knauß, Oberstaatsanwalt; Nicolaus, Beige­ordneter; Keller, Schlachthofdirektor.

12. Liebig st raße-Ludwig st raße: Sinne, Obertruppführer; Wagner, Truppführer; Fischer, Truppführer; Dr. Haenchen, Universitäts-Professor; Brückel, Amtsgerichtsrat; Wagner, Reichsbankober­inspektor; Max Bänninger, Geschäftsführer; Dr. Finke, Staatsanwalt; Albin Klein, Verleger; Keitzer, DerwaltungLamtmann; Rothamel, Verwaltungs­amtmann.

13. Bleich st raße-Ludwig st raße: Inge Wrede, Mädelgruppenführerin; Luise Fleischmann, Mädelgruppenführerin: Kurz, Obertruppführer; El­fenkahl, Obertruppführer; Vogelsang, Universitäts- Professor; Krausch, Leiter der Goetheschule; Strauch, Rektor; Stroh, Rektor; Lotz, Direktor der städtischen Betriebe.

14. Goethe st raße-Stephan st raße: Eli­sabeth Schunk, Jungmädeltruppführerin; Margot Bänderoth, Jungmädeltruppführerin; Richter, Ober­truppführer; Döll, Obertruppführer: Gmelin, Uni­versitäts-Professor; Karl Bänninger, Betriebsführer: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Hauptschriftleiter des G. A.; Schneuke, Forstsekretär.

15. Bismarck st raße-Stephan st raße: Althaus, Obertruppführer: Jöckel, Oberttuppführer; Frölich, Universitäts-Professor: Zollfranck, Postrat: Dr. Hans Thyriot, Schriftleiter des G. A..

16. Schiffenberger Weg-Bahnüber­gang: Fischer, Obertruppführer: Schneider, Truppführer; Dietz, Universitäts-Professor; Man­gold, Regierungs-Baurat; Bühler, ---Unterscharfüh­rer: Binz, ---Unterscharführer; Ruppel, Gefolg­schaftsführer; Berghöfer, Gefolgschaftsführer.

17. Goethe st raße-Ludwig st raße: Papst, Truppführer, Hartmann, Truppführer; Hall, Uni­versitäts-Professor; Elotz, Luftschutzführer: Beyer, ---Unterscharführer; Friedrich, ---Unterscharführer.

18. Bismarck st raße- Ludwig st raße: Arold, Truppführer: Linker, Truppführer; Elze, Universitäts-Professor: Jung, ---Unterscharführer; Schmitt, ---Unterscharführer: Papst, Luftschutz-Ober­truppmeister.

19. Ludwigsplatz: Schröder, Truppführer; Pfeil, Truppführer; Hildebrand, Univ.-Professor- Schmidt, Luftschutzobertruppmeister: Stohr, ---Un­terscharführer; Wilhelm, ---Unterscharführer; Thier- feldt, Verwaltungs-Oberscharführer; Schneider. Un- terbann-Führer: folgende Mitglieder des Stadt­theaters: Müller, Neuhaus, Paschen.

20. Hindenburgwall-Bismarckstraße: Schneller, Oberttuppführer; Kock. Truppführer; Herzog, Univ.-Pros.; . Magold, Obertruppmeister;

ser, Truppführer; Lehmann, Universitäts-Professor; Zeltmann, Bankdirektor.

34. Walltor st raße - Asterweg : Bötz, Truppführer; Eermak, Universitäts-Professor; Fischer, Bankdirektor.

35. Kirchenplatz - Lindenplatz: Burk, Obertruppführer; Andree, Universitäts-Professor; Stühler, Kreishandwerksmeister.

36. Neuen Bäue-Sonnenstraße: Gon« ter, Sanitäts-Obertruppführer; Schmidt, Obersturm­führer; Gerthsen, Universitäts-Professor; Berthold Kühne, Kaufmann.

37. An der ---Standarte: Leithäuser. Sturmführer; Hartmann, Obersturmführer; Bechert, Universitäts-Professor; Dr. Cngau, Obermedizinal­rat; Ernst Blumschein, Schriftleiter des GA.; Nagel, Standartenführer; Heinz Horn, ---Untersturmführer und Altgardist; Eifert, Altgardist; Müller, ---Ober­sturmbannführer; Nakat, ---Hauptsturmführer.

38. Hitlerwall-Moltkestraße: Schnei­der, Sturmführer; Walter, Obersturmbannführer; Geppert, Universiäts-Professor; Dr. Oßwald, Medizi« natat; Schäfer, Sturmhauptführer; Kaiser, Altgardift; Behncke, ---Untersturmführer.

39. Kaiserallee - Moltkestraße: Hetz, Sturmführer; Bender, Sturmhauptführer; Vogel, Univ.-Prof.; Kuhlmann, Reg.-Baurat.

40. Licher Straße - Stadt Lich: Geist, Sturmführer; Hermann Reinhold, Univ.-Prof.; Scharrer, Univ.-Prof.; Sussner, Forstmeister; Scho­ber, Forstassessor; Gerlach, Reg.-Baurat.

41. Walltor st raße - Marburger Str.r Schwender, Sturmführer: Gerhard Reinhold, Univ.« Prof.: Mickel, Amtsgerichtsdirektor: Dr. Groeling, Reg.-Rat; Weber, Regierungsrat.

42. Marburger Straße - Wiefecker Weg: Braun, Sturmführer; Bauer, Sturmführer; Grollpfeiffer, Univ.-Prof.; Jöckel, Amtsgerichtsrat; Dr. Hoffmann, Reg.-Rat.

43. Krofdorfer Straße - Rodheimer Straße: Emrich, Obersturmführer; Schmidt, Amtsgerichtsrat; Höning, Reg.-Rat; Zimmer, Rechts­anwalt; Kochs, Rechtsanwalt.

Schnickmann, ---Scharführer; Peters, ---Scharfüh­rer; Hanke, Unterbann-Führer; Rühl, Unterbann- Führer.

21. HindeNdurgwall - Goethe ft raße: Euler, Oberttuppführer; Gebauer, Truppführer, Feulken, Univ.-Prof.; Wilcke, Reichsbahnoberrat; Silbernagel, ---Unterscharführer; Weerth, Oberschar­führer; Körner, Gefolgschaftsführer: folgende Mit­glieder des Stadttheaters: Popelka, Helga Retschy, Seitz und Schorn.

22. Seltersweg-Goethe st raße: Liese! Göbel, JM.-Untergauführerin; Becker, Truppfüh­rer: Heyder, Truppführer; Riehm, Univ.-Professor; Pirrung, Bankdirektor: Manges, ---Unterscharfüh­rer; Krantz, ---Unterscharführer; Wiegand, Stamm­führer; Moos, Stammführer; folgende Mitglieder des Stadttheaters: L. Schubert-Jüngling, Dr. Schu­macher, Rose Stierl, Volck, Walter, Waltz, Weiland, Winfel.

23. Kreuzplatz: Frau Wrede, Kreisfrauen- schaftsleiterin; Müller, Verwaltungstruppführer; Winterhoff, Kaufmann; Seiser, Univ.-Prof.; Ses- sous, Univ.-Prof.; Orth, Ober-Jungzeugführer; Goß, Fähnleinführer; v. Zadow, Stammführer.

24. Johannes st raße - Plackst raße: Walter, Truppführer; v. Foullon, Truvpführer; Pitzen, Univ.-Professor; Dölzing, stellv. Bannfüh­rer; Naumann, Gefolgschaftsführer.

25. Schul st raße - Johannes st raße - Neuenweg: Vogler, Truppführer; Raab, Trupp­führer; Süß, Univ.-Prof.; Dr. Säubert, Amtsge­richtsrat: Heyder, Diplomhandelslehrer; Lutz, Reichs- bahnrat; Koch, Geschäftsführer der OT.; Dr. Lich, Schriftleiter der OT.; Treser, Altgardist.

26. Am Lichtspielhaus, Bahnhof- straße: Schütz, Truppführer; Richter, Truppfüh­rer: Glaser, Univ.-Prof.; Antony, Gerichtsassessor; Fritz Schuchardt, Kaufmann: Dr. Arno Schulz, Studienassessor; Niederstrasser, Reichsbahnrat; Poppe, Luftschutzhauptführer: Pfeil, stellv. Studen­tenführer.

27. Am Gloria-Palast: Hofmann, Trupp- sührer; Rothmann, Sturmbannführer: Mettenhei­mer, Sturmführer; Glöckner, Univ.-Prof.; Dröll, Gerichtsassessor; Dr. Hans Fröhlich, Syndikus; Thüre, Landgerichtspräsident, Otto Geyer, Geschäfts­leiter; Müller, Oberstfeldmeister; Braubach, Lust­schutzoberführer; Mattern, Bankdirektor, Bullmann, Gauredner und Altgardift.

28. Bahnhofstraße - Neustadt: ©riebe, Truppführer; Ernst, Truppführer; Heß, Truppfüh­rer: Pfähler, Universitäts-Professor; Reinheimer, Gerichtsassessor; Dr. Walter Kirchner, Diplom- Kaufmann; Dr. Brill, Landgerichtsdirektor; Weigel, Feldmeister; Grünewald, Dberbaurat; Wenderoth, Altgardist.

29. Neustadt-Wernerwall: Beinert, Truppführer; Plitt, Sturmführer; Bürkle, Trupp­führer; Gräfinholt, Truppführer; Stadelmann, Uni­versitäts-Professor^ Herzing, Gerichtsassessor; Dr. Speckhardt, Landgerichtsdirektor; Krabe, Feldmeister; Leinert, Baurat; ferner die NSDStB.-Kameraden cand. phil. Ohlemutz und Adam, Gerichtsreferendar.

30. Am Marktplatz: Henkelmann, Trupp­führer: Förster, Obersturmführer; Beckmann, Trupp­führer: Schmitz. Verwaltungstruppführer: Stade, Universitäts-Professor: Schneider, Landgerichtsrat: Angelberger, Oberstudiendirektor: Trümpert, Land- gerichtsrat; Schade, Unterfeldmeister: Groll, Regie­rungs-Baumeister; Frank, Studentenführer, und cand. med. Lindemeyer.

31. Turnhalle-Oswaldsgarten: Jung, Truppführer: Rietschel, Sanitäts-Truppsührer; Klute, Umversitats-Professor: Murrmann, Gerichtsassessor; Seiler, Oberstudienrat; Heid, Landgerichtsrat; Nier- mann, Reichsbahnoberrat; Enders, Regierungs- Baumeister; August Horn, Altgardist und.- Sturmsührer.

32. Wernerwall - Asterweg: Leidner, Obertruppführer; Feilung, Truppführer; Wüsten- höfer, Oberstudienrat; Dr. Seid, Landgerichtsrat; Schott, Regierungs-Baumeister; Jensen, Öberzollrat.

33. S ch i l l e r st r a ß e - W ernerwall: Häu-

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- Ziehung zu geben lächerlich!

6 * Fortsetzung folgt

Frau Hertel lachte einmal auf und quittierte so über die gesellschaftliche Liebenswürdigkeit, die ge­sagt worden war. Sie nötigte der kleinen Frau noch Kaffee und Kuchen auf.

Ihr Mann ißt sicher lieber was Herzhaftes."

Doch. Bloß, ich finde, gerade die herzhaften,, . , » -- ..........

Sachen sind so teuer. Wir müssen uns so sehr nachW wehr so viel zusammengekommen wie früher, der Decke strecken. Wissen Sie, Frau Hertel, ich, ^^^a hatte sich so verändert."

denke manchmal, wir hätten vielleicht ein Zimmer1 s "-olaudine hat sie auch nicht mehr gesehen, seit- roeniger nehmen sollen. So, wenn die Miete fort >ie '1$ um Frollein Georgi kümmern mußte, ist und Licht und Gas und Kohlen, dann bleibt Was macht sie denn? Bei wem ist sie? Hier steht fiir das Essen zu wenig übrig." | ^arwIeiTt]e ^Tbreffe draus.

Äber jute kleine Frau, haben se denn das nich > -Walter hat sie mal in der Elektrischen getroffen.

Seitdem hat er mir den Verkehr untersagt.."