glück
lichen Abschluß.
■
Hilmemann chgen Käserei schäftigt mar, ib brach dabei > Mann mußte Nieder-Weise!
60 Lahre Gesangverein „Lugendmuth" in Geilshausen.
Gienografentagung in Alsfeld.
Tagung des Kreisgebiets Giehen der Deutschen Stenografenschast.
,'X9 ,0< tihrfo* W°,Ve
Lied.»
'Mt
M
lnet hä
18 5** , r erlitt Z 1 dem Auto und „f*1" g int
i-b-n 8‘6”
entwickelte sich bei Gesang und Tanz beste Sängerstimmung und das Fest fand damit seinen
Der ßanbmiri lichen W .holt. Dem e iner iqen fjinuntt' eifer W i fiel mitb! M** ing fef*- . •urnie"1* jemarfung »' 3 mit d°°«» Wal« * erfptegrf * mrl t»n W i ad) obgelet^
Die Ortsgruppe Alsfeld bot den bereits erschienenen vielen auswärtigen Stenographen in einem
Bunten Abend
im „Deutschen Haus" eine abwechslungsreiche und schöne Unterhaltung. Ortsgruppenführer Karl Bellinger begrüßte die Gäste und Kurzschriftler, insbesondere den Bürgermeister der Stadt Alsfeld, Dr. V ö l f i n g, den Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, Herrn Höhl, den Kreisgebietsführer, Herrn Kuhl. Er gab einen kurzen Ausschnitt aus der Geschichte der Ortsgruppe Alsfeld.
Kreisgebietsführer Kuhl sprach den Alsfelder Schriftfreunden und der Bevölkerung herzlichen Dank aus für die liebevolle Aufnahme der Stenographen und gedachte in dankenden Worten der Männer, die an der Spitze der Alsfelder Ortsgruppe stehen, besonders des langjährigen Leiters Karl Bellinger. Eine besondere Ehre wurde den Mitgliedern Buchdruckereibesitzer Ferdinand Ehrenklau und Kreiskassenrechner Otto Et- l i n g zuteil, indem ihnen der Kreisgebietsführer im Namen der Reichsführung der Deutschen Stenographenschaft die goldene Ehrennadel für ihre langjährigen treuen Dienste, die sie der Kurzschrift geleistet haben, überreichen konnte. Auch Handelsstudienrat Barthel aus Lauterbach erhielt die gleiche Auszeichnung mit dem Ehrenbrief.
Der Ansager Fritz Lang verstand es, in humorvoller Weife die zahlreichen Gäste in Stimmung zu bringen. Den schönen Liedern des Gesangvereins „Liederkranz-Harmonie" unter Leitung von Rektor U s i n g e r, des Fräulein Elfried L o t h und Georg Klingel lauschten alle andächtig. Die wohlgelungene Kugelgymnastik einer Riege des Turnvereins und die „Sechs Lustigen" fanden großen Beifall. Das Gleiche galt von den musikalischen Dorträgen des Reichsarbeitsdienstlagers Alsfeld mit den Solovorträgen auf Xylophon und Accordeon. Mit Tanz schloß der Bunte Abend.
Ein Extrazug brachte am Sonntagmorgen Hunderte von Stenographen zu dem
Leistungsschreiben,
das in den Räumen der Stadtschule stattfand. 268 Personen maßen sich im Leistungsschreiben in Kurzschrift und Maschinenschreiben. Der Wettschreibausschuß unter Leitung von Prokurist Siebert, Gießen, und Prokurist Balken als Obmann des Maschinenschreibens hatte alle Hände voll zu tun, um die Prüfung und Wertung der 536 Arbeiten — jeder Teilnehmer muß auch ein Richtigschrerben ab- liefern — rechtzeitig fertigzustellen. Nach dem Mittagessen fand eine Führung durch die schöne Stadt Alsfeld statt, bei der besonders das Museum großes Interesse fand.
An das gemütliche Beisammensein im „Deutschen Haus" schloß sich um 7 Uhr die Verkündung der Ergebnisse der Leistungsschreiben. Den besten Schreibern konnten wertvolle Ehrenpreise zuerkannt werden," die in dankenswerter Weise vom Kreis Alsfeld, der Stadt Alsfeld, den Banken, der Industrie und Kaufmannschaft, Mitgliedern der Ortsgruppe, den Ortsgruppen selbst usw. gestiftet waren. Ueber die Ergebnisse werden mir noch berichten.
. uQjnleins
Darbte^ tIan9 mit J erevr ®em«J l der Hilden das & Drgelspiel °8en sie in ten Lankrch Qtten, vor "ner unb £ 'n,bzw. Am ,e rn die eW £d)emf)or iti. "ach dem @o‘, infam das V» fforbenen wm. Mittag sah fo 1 bei einer jt> y Jugenderii, m kommend» Evangelj. 5, etwa IW Burg. - L Zuchs ntba n I. von hin vier, esige Landes log sich bei le- he innere 8ti- uch, zu, so daß hirurgische Äti- nußte. ter der letzien e an den M> häftigt waren, Eine Baubude Flammen. Sa- inner, die das e Instrumente polizeilichen ng vor. - 1 auf unsrem apfe her
Mlegen. Dazu gehört aber neben der sicheren Auf- rmhme der Ansage auch eine gute Allgemeinbildung r-nd Auffassungsgabe, sowie sichere Kenntnis der Rutschen Sprache, damit eine vollständig fehlerfreie bebertragung gewährleistet ist. Um tüchtige Unter» »rrchtsleiter heranzubilden, hatte das Kreisgebiet cmen Dorbereitungslehrgang im Herbst in Gießen »gehalten, der unter Leitung der staatlich geprüfte Kurzschriftlehrer Prokurist Balken, Fachleh- I rar Graf, Studienassessor Kirschbaum und
Nubienrat Vetter stand. Mit sehr gutem Erfolg 1 h'.lt Handelsstudienrat Barthel, Lauterbach, die „ Prüfung in Bayreuth bestanden.
i Aus dem Bericht des Rechners Graoelius -my hervor, daß die Kasienverhältnisse des Kreis- glbiets in bester Ordnung sind, und daß erfreulicher- asife alle Ortsgruppen ihre Beiträge pünktlich be- jlhlen.
töeim,
«n d,r »3 b tt M ‘e?8? u' ^chwii^
Sodann berichtete Pa. M e r t e s von der Gau- inltuna der Deutschen Arbeitsfront Frankfurt über Käufer der Kurzschrift", das gemeinsame llnterrichtswerk der Deutschen Arbeitsfront und der L'utschen Stenografenschaft. Seine Ausführungen ;cDen Aufklärung über manche Fragen, über die ssiLN seither noch im Zweifel sein konnte. Arbeitsamt und Stenografenschaft erteilen jetzt gemeinte Unterricht in Kurzschrift und Mcrschinenschrei- » Die Kurzsckriftlehrgänge K 1, 2, 3 und 4 und iß" Maschinenschreibunterricht M 1 und 2 werden ' uler dem Titel „Häuser der Kurzschrift" durch- ! seiuhrt. Die gemeinsamen Uebungen, in der die ximner der Kurzschrift au hohen Leistungen trainiert virden, werden unter Leitung der Deutschen Steno- P fenschaft abgehalten.
| Mit dem Sieg-Heil auf den Führer wurde die! lettreterversammlung geschlossen. ।
Die diesjährige Tagung des Kreisgebiets Gießen der Deutschen Stenografenschaft hatte die Ortsgruppe Alsfeld übernommen. In der
Vertreterversammlung
am Samstag im „Deutschen Haus" erstattete Kreis- nebietsführer Kuhl Bericht über das abgelaufene Lahr. Daraus ging hervor, daß in allen Ortsgruppen rege Tätigkeit herrscht. Besonders hervorzu- jieben ist, daß das Kreisgebiet Gießen bei dem Lcistungsschreiben gelegentlich des Gautags in Gie- iten von allen Kreisgebieten des Gaues Hessen die größte Wettschreiberzahl stellte >und auch die meisten Ehrenpreise errang. Erhöhte Aufmerksamkeit muß ! em Maschinenschreiben geschenkt werden, weil Kurzschrift und Maschinenschreiben eng miteinander nerbunben sind. Deshalb werden auch in absehbarer Äeit die Uebertragungen bei den Prüfungen der Beschäftsstenografen an den Industrie- und Hcm- iLlskammern in Maschinenschrift erfolgen müssen. CHs kommt nur das 10-Finger-Blindschreiben in ^rage, denn nur diese Schreibweise ist die einzig mchtige und hat sich bei allen Wettschreiben die Siegespalme errungen. Leute, die mit 1 oder 2 Fin- -Zern „tippen", werden nie die Fertigkeiten eines Alindschreibers erreichen und ermüden auch viel s'üher. Da nach tüchtigen „Stenotypisten" immer schon starke Nachfrage geherrscht hat, auch während ter größten Arbeitslosigkeit, kann allen Kurzschrift- Irtrn dringend ans Herz gelegt werden, die Prüfungen an den Industrie- und Handelskammern ab-
; u-b-lA he« *e
. gfiil yss*^
Festzug zum Ehrenmal. Dort gedachte der Kreisführer zunächst der gefallenen Helden des Weltkrieges und der Bewegung, die auch bei einem Sänger- fest nie vergessen seien. Zum Liede vom guten Kameraden senkten sich die Fahnen, und die Sänger standen in stillem Gedenken mit der zum Gruße erhobenen Hand. Am Ehrenmal wurde ein prächtiger Kranz niedergelegt.
Kreis-Kundgebung.
Kreisführer Dönges hielt fodann die Festrede und sprach vom deutschen Lied, wie es in Freud und Leid, im Frieden und im Kriege gesungen werde. Er sprach ferner von der hohen Bedeutung des Liedes im Dienst für das Dritte Reich und erinnerte dabei an den Werkstudenten Horst Wessel. Äm Deutschen Sängerbund sei, so führte er weiter aus, daß das Deutschtum auch in schwieriger Zeit nie vergessen gewesen und es werde nie vergessen sein. Er schloß seine Worte mit dem Wunsch, daß alle Sänger auch weiterhin in der ihnen gemäßen Art dem Vaterlands weiter dienen möchten. Sodann gelangten unter der Stabführung des Kreisführers und ehemaligen Kreischormeisters Massenchöre zum Vortrag, die durch ihre Geschlossenheit tiefen Eindruck machten.
Ehrungen.
Im weiteren Verlaufe der Feier nahm der Ehrenvorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes I. Becker- Kesselback im Auftrag des Bundes die Auszeichnung einer Anzahl verdienter Sänger vor. Er schilderte zunächst die Sängerfreude all derer, die Jahrzehnte im Dienste der deutschen Sängerbewegung stehen. Für 50jährige aktive Sangestätigkeit wurden die Sänger Eberhardt S ch i l d w ä ch - t e r, Daniel Kraus, Friedrich Firnhaber und Heinrich Kuhl vom Gesangverein „Silcherchor" Homberg (Oberhessen) geehrt. Vom gleichen Verein wurde der Chorleiter Wilhelm V i e h m a n n für 25jährige segensreiche Chorleitertätigkeit zum Ehrenchormeister ernannt. Ludwig Görnert vom Gesangverein „Jugendtreu" Queckborn erhielt die Ehrennadel für 40jährige aktive Sangestätigkeit. Ludwig A u m a n n und Heinrich Fabel vom Gesangverein „Frohsinn" Londorf sowie Valentin Hill gärtner und Wilhelm Faulst ich vom Gesangverein „Liederkranz" Kesselbach erhielten Ehrungen für 25jährige Sangestätigkett.
Der Bürgermeister und Ortsgimppenleiter Seipp beendete die Kreiskundgebung mit einer eindrucksvollen Ansprache, die im Deutschlandlied und im Horst-Wessel-Lied ausklang.
Sodann formierte sich der Festzug wieder und im geschlossenen Marsch ging es zum herrlich gelegenen Waldfestplatz, der sich für die Feier und bei dem heißen Wetter des vergangenen Sonntags für die frohe Feier als geradezu ideal erwies. Bald
Geilshausen, 2. Juni. Der hiesige G e - fangverein „Iugendmuth" konnte am vergangenen Sonntag das Jubiläum seines 60jäh- ri gen Bestens festlich begehen. Die Feier, mit nl gleichzeitig ein Wertungssingen des Dym-Lumdatal-Sängerkreises verbunden war, wurde in der Form eines Waldfestes abgehalten, erfreute sich herrlichsten Wetters und wurde so zu einem vollen Erfolg. An der Veranstaltung nahmen die Mitglieder von 15 Vereinen des ^^.Zerkreises Ohm-Lumdatal teil, die durchweg er- beblid) zahlreicher erschienen, als man ursprünglich erwartet hatte. Darüber hinaus fanden sich aus der Umgebung zahlreiche Freunde des deutschen Liedes und der Vereine ein, um das Jubelfest des Gesangvereins „Jugendmuth" mitzufeiern.
Das Wertungssingen des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes.
Die Veranstaltung begann mit dem Wertungssingen im Hofmannschen Saal, das der Sängerkreisführer Dönges (Merlau) mit kurzen einleitenden Worten eröffnete. Am Wertungssingen beteiligten sich folgende Vereine: „Jugendmuth" Geilshaiffen, „Eintracht" Saasen, „Eintracht" Lumda, „Teutonia" Nordeck, „Liederkranz" Kesselbach, „Konkordia" Rüddingshausen, „Eintracht" Deckenbach,- „Eintracht" Reinhardshain, „Germania" Harbach, „Jugendtreu" Queckborn, „Liederkranz" Lehnheim, „Silcherchor" Homberg, „Männergesangverein" Al- lendorf und „Frohsinn" Londorf. Den Vereinen war die Aufgabe gestellt worden, aus der ersten Folge des „Hessischen Liederheftes" einen Chor als Pflichtchor zu fingen. Die Wahl des Chores war den Vereinen diesmal freigestellt worden. Außerdem wurde von den Vereinen noch der Vortrag eines freigewählten Chores verlangt. Die Vereine entledigten sich der ihnen gestellten Aufgaben in bester Weise. Diese Tatsache ging auch aus der Besprechung hervor, die der Wertungsrichter Dr. R. Werner (Frankfurt a. M.) nach dem Singen im Schulsaal abhielt. Er betonte besonders, daß die Leistungen in der Gruppe I des Ohm-Lumbatal- Sängerkreises auf beachtenswerter Höhe stünden und als sehr erfreulich zu betrachten seien. Chorleiter und Sänger hätten gleichermaßen an den Chorwerken gearbeitet. Was das ausgewählte Liedgut anbetreffe, so sei festzustellen gewesen, daß das neue gute Lied mehr und mehr gepflegt werden müsse, wenngleich dabei das gute alte Lied nicht vernachlässigt werden dürfe. In feinen weiteren Darlegungen ging der Wertungsrichter auf die Leistungen der einzelnen Vereine ein, denen im "übrigen eine schristnche Bewertung noch zugeht. Er gab abschließend dem Wunsche Ausdruck, daß der Kreis Ohm-Lumdatal im Hinblick auf die Leistungen ■feiner Sänger auch weiterhin im Zeichen des Aufstieges stehen möge. Kreisführer Dönges dankte än herzlichen Worten dem Wertungsrichter für feine Arbeit.
Festzug und Gefallenen-Ehrung.
Am frühen Nachmittag bewegte sich durch die festlich geschmückten Straßen des Ortes ein stattlicher I
70 3d6re Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz.
LPD. Darmstadt, 31. Mai. Der Hessische Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz beging am Sonntag die Feier seines 70iährigen B e st e h e n s und hatte aus diesem Anlaß feine Mitglieder, die Zweig- und Kreisvereine, die Schwesternschaften, Kriegspflegerinnen und Freunde zu einer Kundgebung geladen, die in der Festhalle zu Darmstadt stattfand.
Das Musikkorps des Infanterie-Regiments 115 leitete die Veranstaltung mit der „Rienzi"-Ouvertüre von Richard Wagner ein. Darauf gab die Landes- vorsitzende und Präsidentin des Vereins, die ehemalige Großherzogin vonHefsen, einen umfassenden Rückblick über die vergangenen sieben Jahrzehnte der Vereinsarbeit. Im Anschluß daran wurden mehrere Glückwunschansprachen gehalten. So sprach Staatsrat Reiner im Namen des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger, zugleich für den Hauptoorstand des Deutschen Roten Kreuzes und für den Hessischen Männeroerein vom Roten Kreuz. Generalleutnant Ritter von Schober als Vertreter der Wehrmacht betonte, daß sich die Soldaten eins mit den Schwestern vom Roten Kreuz fühlten. Für die Stadt Darmstadt drückte Oberbürgermeister W a m b o l d t Glückwünsche ans, für die NSV. Gauamtsleiter Haug, für das Deutsche Frauenw'erk Gaufrauenschaftsleiterin E. Wester- n a ch e r. Frau von Oerfeen überbrachte die Grüße der Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink, Ober- gausuhrerin G. Riefe die des BDM.
Nach der Festansprache, die Professor Lacroix (Heidelberg) über das Thema „Der Erziehungsgedanke des Führers" hielt, wurden zahlreiche Samariterinnen durch die Landesleiterin der weib- lichen Hilfskräfte des Deutschen Roten Kreuzes vereidigt. Die Feierstunde schloß mit dem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Gesang der nationalen Lieder.
Im Anschluß an die Feier fand ein gemeinsames Essen aus Feldküchen statt, die die Wehrmacht zur Verfügung gestellt hatte. Am Nachmittag wurde ein Feldlazarett besichtigt, das in einigen Schulräumen errichtet worden war.
Die im Jahre 1863 erfolgte Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf gab in ganz Deutschland den Auftakt zur Organisation und Förderung des Dienstes der freiwilligen Krankenpflege, vor allem auch im Hinblick auf die diesem zur Unterstützung des amtlichen Heeres- Sanitätsdienstes zugewiesenen Aufgaben. 1864 wurde der Hilfsoerein vom Roten Kreuz im Großherzogtum Hessen gegründet, 1867 der Frauenverein für Krankenpflege, der spätere Alice-Frauenverein, der sich die Ausbildung berufsmäßiger Krankenpflegerinnen zur Hauptaufgabe setzte. Die damalige hessische Prinzessin, spätere Großherzogin, Alice, trat an Die Spitze des Vereins. Es ist heute nur wenigen bekannt, wie sehr gerade die Ausbildung berufsmäßiger Krankenpflegerinnen im Interesse eines sachgemäßen Sanitätsdienstes der Förderung bedurfte, womit zugleich für viele Frauen eine Lebensaufgabe im Dienste edler Menschlichkeit eröffnet wurde. Im Jahre 1869 wurde die erste Gemeindekrankenpflegestation in Offenbach gegründet, 1870 der Zweigoerein Mainz. Der deutsch-französische Krieg 1870/71 bot dem Alice-Frauenverein erstmalig Gelegenheit, seine eigenste Aufgabe auf dem Gebiet der Kriegskrankenpflege zu betätigen. In enger Zusammenarbeit mit dem Männer-Hilfsoerein vom Roten Kreuz waren der Alice-Frauenverein und seine 28 Zweigvereine damals in 8 Feld-, 18 Reserve- und 10 Vereinslazaretten tätig.
Im Jahre 1872 erweiterte der Hessische Alice- Frauenverein seine Friedensaufgaben durch Errichtung einer besonderen Abteilung für Ueberwachung der Waisenkinder. Später entstand die Abteilung für Pflegekinderüberwachung. Mit der 1872 erfolgten Uebernahme des Hospitals in der Mauerstraße
in Darmstadt erhielt der Verein die erste eigene Ausbildungsstätte für Krankenpflegerinnen. 1883 konnte der Neubau an der Mathildenhöhe zu Darmstadt eingeweiht werden. Im gleichen Jahr übernahm die älteste Tochter des Großherzogs, Prinzessin Viktoria, den Vorsitz des Vereins. Das Jahr 1886 gab Gelegenheit zur Entsendung von Schwestern nach Sofia im serbisch-bulgarischen Krieg. Im Jahre 1900 wurde die Einrichtung besonderer, theoretisch-praktischer Lehrgänge für freiwillige Kriegspflegerinnen ins Leben gerufen. Im Jahre 1912 entsandte der Hessische Alice-Frauenverein im Balkankrieg Schwestern nach dem griechischen Kriegs- schauplatz. In diesem Jahr übernahm die derzeitige Präsidentin, ehemalige Großherzogin Eleonore von Hessen, den Vorsitz des Vereins.
Der Weltkrieg brachte eine 41/2jäl)rigc Kriegsarbeit, an beiden Fronten im Westen und Osten, in der Türkei, in Lazarettzügen, in der Heimat und in der Kriegsgefangenenfürsorge in Rußland. Nach dem Weltkriege widmeten sich der Alice-Frauen- verein und seine Zweigvereine hauptsächlich sozialen Ausgaben.
1926 wurde Reichspräsident von Hindenburg Schirmherr des Deutschen Roten Kreuzes. 1934 übernahm der Führer unb Reichskanzler Adolf Hitler die Schirmherrschaft. Der Herzog von Sachsen Koburg unb Gotha wurde Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, das gleichzeitig eine neue Satzung erhielt. Im gleichen Jahre schloß sich der Verband Hessischer Wohlfahrtspflegerinnen als außerordentlicher Zweigverein dem Alice-Frauenverein an.
Im Jahre 1934 wurde das Deutsche Rote Kreuz dem Deutschen Frauenwerk angeschlossen, und Frau Scholtz-Klink übernahm die Leitung als Reichs- Frauenführerin im Deutschen Roten Kreuz. Aus diesem Zusammenschluß hat sich bis zum heutigen Tage ein immer engerer Austausch zwischen der NS.-Frauenschaft und dem Alice-Frauenverein ergeben. 1934 übernahm der Hessische Alice-Frauen- verein das Eleonorenheim als Säuglings- und Kinderheim mit Säuglingspflegerinnenschule.
Das Jahr 1936 erfüllte durch die Errichtung des neuen Alice-Hofpitals auf der Mathildenhöhe zu Darmstadt einen jahrelang gehegten Wunsch nach Erstellung eines allen Anforderungen entsprechenden neuzeitlichen Krankenhaus-Neubaues.
Aus der Tätigkeit des Hessischen Roten Kreuzes.
Darmstadt, 2. Juni. (Lpd.) Auf der Tagung des Hessischen Landesoorstandes des Roten Kreuzes und der Jahrestagung des Hessischen Landesmänner- vereins vom Roten Kreuz, die durch «Staatsrat Reiner mit einer Ansprache eröffnet wurden, trat das segensreiche Wirken der freiwilligen Helfer deutlich in die Erscheinung. In 44 Sanitätskolonnen und 8 selbständigen Sanitätszügen waren 4862 (i. 93. 4726) aktive Kolonnenmänner unb 559 inaktive (i. 93. 505) Kolonnenmänner tätig. Der Zuwachs kommt aus der Gründung kleinerer neuer Ortsgruppen. 31 Ortsvereine unb 19 Kreis- Männervereine umfassen 7114 Mitglieder, was gegenüber dem Vorjahre einen Zuwachs von rund 1500 Mitgliedern ausmacht. Die Tätigkeit der Kolonnen erstreckte sich u. a. auf 42 804 erste Hilfeleistungen, davon 10 280 bei größeren Veranstaltungen. 22 742 mal wurden die Transportmittel in Anspruch genommen.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen.
Omelelle
349
Optimismus
Haaröl, Hautölen und Salben verwendet wird. Feines Speiseöl wird leicht trüb, wenn es kalt wird, verliert die Trübung aber bei Erwärmung. Echtes Olivenöl muß nach dem Schütteln eine glatte Oberfläche haben.
Omelette, franz., Eierkuchen öder Pfannkuchen, vielfach mit gehacktem Fleisch, Geflügelleber oder Marmeladen gefüllt.
Omnibus, lat., Bedeutung: für alle. Auto mit vielen Plätzen.
Ondulation, das Wellenlegen in Haare mit warmem Brenneisen (Brennscheren).
Onyx, Halbedelstein, gestreifter heller oder dunkler Achat, aus dem vielfach Gemmen geschnitten werden. Als Monatsstein wird der Onyx dem Juli zugerechnet.
Opal, Edelstein. Die wertvollsten Opale, Firmamentstein, Goldopal und Flimmeropal sind wasserhell oder milchweiß und schillern eigenartig. Weniger wertvoll sind die farbigen Opale und Halbopale. Eine Abarta das „Weltauge", glänzt bei der Berührung mit Del oder Wasser in bunten Farben und wird von abergläubischen Menschen als Amulett getragen, während ihnen der Pechopal als Unglücksbringer gilt.
Opakglas, nach dem lateinischen Wort opak-dunkel, nur durchscheinendes Milchglas.
Opanken, Pantoffeln aus gefärbtem Ziegenleder ohne Absätze,
mit buntgesticktem oder gestricktem Oberteil, die auf dem Balkan getragen werden. Opanken haben sich in geänderter Form als Sttaßenschuhe für den Sommer bei uns eingesührt, da sie sehr bequem sind.
Operation. Man versteht darunter einen größeren wundärzt- Uchen Eingriff. Ist oft die ein- zige Möglichkeit, um einen kranken Menschen zu heilen. Bei der heutigen, wirklich auf hoher Stufe stehenden Operationstechnik ist den Operationen viel von ihrer früheren Gefährlichkeit genommen. Die Operation darf der Arzt regelmäßig nur- mit Ein- roilligung des Patienten ausführen, bei Minderjährigen müssen die gesetzlichen Vertreter die Einwilligung geben.
Opium, Milchsaft aus unreifen Mohnkapseln, der sehr giftig ist und im Orient als nervenzerrüt- tendes Rauschmittel mißbraucht wird. Aus Opium werden viele Arzneien gewonnen, die aber nur von Aerzten verschrieben werden dürfen, wie Morphium und Codein.
Opossum, australische und amerikanische Beutelratte, deren Fell als Pelzwerk verwendet wird.
Optiker, griech., Handwerker, der optische Instrumente, Brillen, Ferngläser usw. herstelll und in- standsetzt.
Optimismus, lat., die Eigenschaft eines Menschen „das Beste", d. h. alles durch eine rosa Brille zu
Hier abschneiden!


