Ausgabe 
3.6.1937
 
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die

Aus alter Welt

den Jungen geschildert werden. Ein junges Mab- chen, mit dem Bruder Januarius in der Kloster. Zelle zu Fulda gleichfalls sexuell verkehrt haben soll ist bereit, ihre Aussage zu beschwören. Der Ange- klagte behauptet, es sei kein wahres Wort an den Aussagen der Zeugin. Der Oberstaatsanwalt wies darauf hin, daß die Zeugin sicherlich nicht derart präzise Angaben im Gerichtssaal gemacht haben wurde, wenn sie nicht den Tatsachen entsprechen würden. Daß der Angeklagte auch hier alles ab. streite, gebe seinen Erklärungen vollends den «Stern« pel der Unglaubwürdigkeit. Das Urteil lautete auf Zuchthaus von 4 Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren.

Fl?5' bürgerlich August Lauer heißt, be- a en. Der Angeklagte war in der Klosternieder­lassung der Barmherzigen Brüder in Fulda oem Herz-Jesu-Heini, als Aufseher in der Oeko- nomie tätig.

Man wagt es kaum zu glauben, wenn man hört, oas; 13 junge arme körperlich behinderte Menschen­kinder, die zu der damaligen Zeit im Herz-Iosu- ^eim m Fulda untergebracht waren, um dort ein WöroerE zu erlernen, nacheinander auf das schänd- llchste verfuhrt wurden. Bruder Januarius jedoch gibt trotz der präzisen Zeugenaussagen nur hier unö da sittliche Verfehlungen mit den Jungen zu, und auch in diesen Fällen reicht sein Eingeständnis de: weitem nicht an die Schandtaten heran, die von

kam aber auch noch zur Annahme anderer Klauseln, reichlich viel Wasser in den Nativnalisierungs.

Zukunstspläne der französischen Lustfahrt

Vorbereitungen für einen Nordamerika-Dienst. Der Rückgang in der Klugindustrie infolge der Dierzig-Gtundenwoche.

Die seit einiger Zeit umgehenden Gerüchte über die Gründung einer neuen Hauptstadt Aethiopiens werden vonStefani" demen­tiert. Es heißt in dieser Meldung:Addis Abeba bleibt die Hauptstadt Aethiopiens."

Drei weitere Gitilichkeits- prozesse gegen Klosterbrüder.

Koblenz, 2. Juni. (DNB.) Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Koblenz fanden am Mittwoch wieder drei Sittlichkeitsprozesse gegen Ordensbrüder statt, denen, wie am Vortage, zahl­reiche Vertreter der Auslandspresse beizuwohnen Gelegenheit hatten. Angeklagt war im ersten Ver­fahren der 37jährige Bruder Kilian aus der Ge­nossenschaft der Barmherzigen Brüder in Monta­baur. Er war beschuldigt, an einem Zögling unsitt­liche Handlungen vorgenommen zu haben. Das Verfahren endete mit einem Freispruch man­gels Beweisen.

In dem zweiten Verfahren erschienen die Opfer des 54 Jahre alten Johann Lang (Bruder Fried­rich), die er in den Ordensniederlassungen in Eberach und Waldniel mißbraucht hat. Schleppen­den Ganges, mit zuckenden Gliedern und körperlich deformiert standen diese armen Opfer stammelnd und lallend vor dem Richter. Bezeichnend für die Methode der Verschleppung und Vertuschung der Klosteroberen ist auch in diesem Fall, daß der von Grund auf verkommene Angeklagte von der Klo­sterleitung einfach in die Irrenanstalt Ensen bei Köln überwiesen wurde, womit man die ganze Angelegenheit für erledigt hielt, aber nicht sehen wollte, daß mit diefenVersetzungsverfahren" die Seuche nur von einem Ort zu einem anderen ver­schleppt wurde. Unglaublich ist es, wie die Leitung der Franziskanergenossenschaft in dem schrecklich be­kannten Waldbreitbach heute noch über dieses Scheusal denkt. Vom St. Joseph-Haus ging am 11. Mai 1937 (!!) ins Gefängnis nach Wittlich ein Schreiben, in dem es heißt:Lieber Bruder Friedrich! Ihren Brief vom 3. d. M. habe ich erhalten. Wie ich aus demselben entnommen habe, geht es Ihnen gesundheitlich noch so weit gut. Leider kann ich dasselbe nicht von mir berichten. Die Vorgänge der letzten Jahre haben meiner Ge­sundheit sehr zugesetzt. Was unsere liebe Genossen­schaft anbetrifft, so kann ich auch hierüber nicht gut berichten. Die Koblenzer Verhältnisse haben uns sehr viel Leid und Kummer bereitet. Doch wir wol­len keinem der Schuldigen Vorwürfe machen (!) und gerne der Bitte im Vater Unser entsprechen: ,mie auch wir vergeben unfern Schuldigem*. Auch wir wünschen Ihnen alle ein recht frohes Pfingst­fest und wollen gerne Ihrer im Gebet gedenken. Gedenken Sie auch bitte unser und unserer so schwer geprüften Genossenschaft (!) im Gebet. Es grüßt Sie ergebenft (gez.) Bruder Erhard."

Das Urteil gegen Bruder Friedrich lautete aus drei Jahre Zuchthaus und zwei Jahre Ehrenrechts- ^Jn^der dritten Verhandlung mußte sich das Ge­richt mit dem Barmherzigen Bruder Janua-

Vis seht über 200 000 Besucher der Reichsnährslandsschau in München.

Auch am dritten Tage riß der Besucherstrom zur 4. R e i ch s n ä h r st a n d s a u s st e 11 u n g in Mün­chen nicht ab. Es wurden erneut 65 000 Besucher gus allen Gauen des Reiches gezählt. Damit haben an den ersten drei Tagen weit über 200 000 Volks­genossen die Schau besichtigt. Einen Massenbesuch weisen nach wie vor die großen Tierzelte auf. Viel bestaunt werden die Schafe, deren sämtliche Rassen auf der Ausstelluna vertreten sind. Die vom Ver­band Provinzialsächsischer Schafzüchter ausgestellte Sammlung erhielt den ersten Preis, den Ehren­preis des Reichsernährungsministers und für die beste Wollsammlung den Ehrenpreis der Reichs­wollverwertung Berlin. Das Reit- und Fahrturnier brachte den Preis des Reichsnährstandes, ein Jagd­springen der schweren Klasse. Die Kavallerieschule Hannover und die SS.-Hauptreitschule in München waren hervorragend beteiligt. Als «Sieger ging Hauptmann von Barnekow von der Kavallerie- schule Hannover hervor. Zweiter wurde SS?iUnter- sturmführer Lothar S e y f e r t von der SS.-Haupt- reitschule München.

Die deutschen Dorfbüchereien".

wand zu geben, den Rest der noch nicht oerstaat- lichten Flugzeugindustrie in anderer als in der Kammer beschlossener Form zu nationalisieren, denn in puncto Rüstung, Aufrüstung und Bewaff­nung sind die Herrschaften von der Volksfront genau fo scharf wie die französischen Chauvinisten. Nur daß die Volksfront mit ihren Maßnahmen den Moskauer Wünschen Rechnung trägt. Moskau hat aber die Derstaatlichungskampa gne nicht in Fluß gebracht, damit sie in Halbheiten stecken bleibt. Sie miri) ihre Fortsetzung erfahren, wobei es schließlich keine Rücksichtnahme auf Entschädigungshindernisse geben kann, wenn man die Reste der Flugzeug­industrie unter staatlicher Aufsicht zu sehen wünscht.

Ev.

Paris, 3. Juni. (DRB. Funkspruch.) Luftfahrt- minister Pierre C o t äußerte sich vor dem Luft­fahrtsausschuß der Kammer über die Folgen der Berstaatlichung zahlreicher Flug­zeugfabriken und bezeichnete dabei die Ge­rüchte als falsch, wonach durch die Einführung der 40°Stundenwoche ein erheblicher (!) Rückgang in der Herstellung der Flug- maschinen eingetreten sei. Dabei mußte Pierre Cot selbst zugeben, daß die Herstellung von Flug­zeugmotoren um 10 v.H. nachgelassen und die von Flugzeugrümpfenum nur" 2,7 5 v.H. zurückgegangen sei. Die Durchführung der Sozialgesetze werde der Verwirklichung seiner Pläne mcht im Wege stehen. Er habe sogar die Hoffnung, so erklärte Pierre Cot in seinem Optimismus wei­ter, daß sich die Herstellung der Maschinen, für die vier Jahre vorgesehen seien, in drei Jahren verwirklichen lasse.

Der Minister äußerte sich auch über die französi­schen Vorbereitungen für einen regelmäßigen Flugdienst nach Nordamerika. Eine in­ternationale Zusammenarbeit sei die einzig mögliche Lösung. Die meisten Staaten, mit Ausnahme von England, ständen dieser in­ternationalen Verständigung freundlich gegenüber. Fran trete ch werde in den nächsten Monaten für den Ausbau dieser Luftlinie 16 Millionen Franken ausgeben. Die vorbereitenden Arbeiten sähen einen Transozean-Lufthafen in der Pari- s e r Umgebung und dem Ausbau des Flugstütz­punktes Brest vor. Die Azoren stellten in dem französischen Plan lediglich einen Nothafen dar. Das Flugzeugmaterial für den Nordamerikadienst bestehe aus einem großen Flugboot und den drei Apparaten, die für den Rekordflug Paris Neu- york gebaut worden feien. Außerdem fei eine Liore- Oliver Maschine im Bau, die für 40 Fluggäste und 2000 Kilogramm Fracht ausreichend fei und 1942 in Dienst gestellt werden könne.

*

Frankreich hat den größten Teil feiner Flugzeug­industrienationalisier t". Mit dieserNatio­nalisierung" kam man den Sozialisierungsfanatikern in der Volksfront entgegen. Ihnen mußte irgend etwas geboten werden, schließlich mußte aber auch die Volksfront selbst nach außen hin Zeugnis da­von ablegen, daß sie wirklich ein überwiegend sozia­listisches Gebilde im Sinne marxistischer Enteig­nungslehren ist. Am bequemsten war es selbstver­ständlich, sich auf die Rüstungsindustrien zu stürzen, die man dauernd in den Augen der breiten Massen herabgesetzt hatte. Immerhin konnte man sich nicht entschließen, einfach zu enteignen, also die Werke entschädigungslos in den Besitz des Staates übergehen zu lassen, obwohl aus dem kommunistischen Lager heraus heftig dafür Propa- ganda gemacht mürbe. Es kam zur Annahme der Entschädigungsklausel im Parlament, es

Die politische Bedeutung des internationalen Reiseverkehrs. Berlin, 2. Juni. (DNB.) Der Führer emp­fing in Gegenwart von Reichsminister Dr. G o e b ° bels und Präsident Esser die Teilnehmer an Dem XI. Kongreß der Union Internationale des Organes Officiels de Propaganda Touristique. Nach einer Begrüßungsansprache des Präsidenten d-r Union Oberst Pnlinx (Belgien, äußerte sich der Führer m einer längeren Unterredung mit den Delegierten überdieBedeutungdesinter- nationalen Reiseverkehrs für die Förde­rung der friedlichen Gesinnung der Volker untereinander. Deutschland würde es aus diesem Grunde begrüßen, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse es ihm bald gestatten würden, von jeder Einschränkung des internationalen Reiseverkehrs Abstand nehmen zu können.

Große Lustschutzkundgebung in Berlin.

SB erlin , 2. Juni. (DNB.) Aus Anlaß der vierten Wiederkehr des Gründungstages des Reichsluft­schutzbundes findet am Samstag, 5. Juni, 20 Uhr, in der Dietrich-Eckardt-Bühne auf dem Reichssport- felb in Berlin eine Kundgebung statt, bei der der Reichsluftfahrtminister Generaloberst Göring eine Ansprache halten wird. Ueberall im Reiche werden die Amtsträger und Mitglieder des Reichsluftschutz­bundes die durch Rundfunk übertragene Rede hören.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat Dr. jur. Schniewind , bisher Ministerialdirektor im Reichswirtschaftsministerium, Kretzschmann, Brinkmann, Blesjing, alle bisher Vortra­gende Direktoren beim Reichsbankdirektorium, zu Mitgliedern des Reichsbankdirektoriums ernannt.

Ende dieser Woche wird der d ä n i s ch e Außen- minifter Munch auf feiner Rückreise von Genf nach Berlin kommen und bei dieser Gelegenheit dem Reichsaußenminister Freiherrn von Neu­rath einen Besuch abstatten.

Der Tob in den Bergen.

Am Ruchenfensterstock in den Wind gälten sind drei Mitglieder des schweizerischen Alpenclubs tödlich abgestürzt. Mitglieder der Sektion Gotthardt des schweizerischen Alpenclubs fanden die Leichen der drei Touristen.

Riesiger Waldbrand in England.

In der englischen Grafschaft Surrey entstand aus bisher unbekannten Gründen ein Waldbrand, der, vom Winde angefacht, riesige Ausmaße an« nahm. Feuerwehr, Pionierabteilungen und tech­nische Nothilfe mußten eingesetzt werden. Nach fünf» tünbigem Kampf gelang es, den Brand einzudäm­men und mehrere bedrohte Ortschaften vor der

verurteilte Schwarzhörer.

In den Monaten Januar bis März 1937 sind 224 Fälle von nichtgenehmigten Funk- empfangsanlagen strafrechtlich verfolgt worden. Verurteilt wurden 170 Personen, davon 163 zu Geldstrafen von 5 RM. bis 200 RM. und 7 zu Gefängnisstrafen von einer Woche bis zu 2Vi Monaten. Wegen Beihilfe oder Mittäterschaft sind 2 Personen bestraft worden.

Am Dahmann verstiegen und abgestürzk.

Zwei Bergsteiger unternahmen von St. Bartho- lomä aus ohne jegliche Ausrüstung eine Besteigung des Watzmann. Sie verstiegen sich in den steilen Felswänden und kamen weder vor- noch rückwärts. Als einer der Touristen erschöpft zurückblieb, wollte sein Begleiter Hilfe holen, stürzte aber etwa 150 Meter tief ab und blieb zerschmettert liegen. Er wurde von Bergführern in tausend Meter Höhe aufgefunden. Der tödlich Verunglückte ist ein ge­wisser Johann Süß aus der Oberpfalz. Der zweite Tourist konnte aus den Felsen klettern und nach St. Bartholomä zurückkehren.

Mutter mit vier Kindern

bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen.

In der an der Weichsel Gelegenen Ortschaft Kozielic bei Neuenburg im Kreise Schwetz ereignete sich ein Erdrutschunglück. In einer Breite von etwa 100 Meter rutschte das gesamte Weichsel-- ufer ab, wobei die Erdmassen das am Ufer gelegene Wohnhaus des Wärters der Wafferwegeverwaltung in Dirschau, Bojanowfki, vollkommen begru­ben. Frau Bojanowski und ihre vier Kinder, die im Schlaf von dem Unglück überrascht wurden, sind getötet.

Folgenschwere Explosion in einer österreichischen Munitionsfabrik.

In der Munitionsfabrik Hirtenberg in Nieder­österreich ereignete sich eine schwere Explosion, ©in Arbeiter und vier Arbeiterinnen erlitten lebens« refährliche Verbrennungen. Sieben weitere Irbeiterinnen wurden schwer verletzt. Der Sachschaden ist bedeutend, da auch Maschinen be- chädigt wurden.

Drei Tote bei einem Verkehrsunglück.

Mn von Hirschberg kommender Triebwageneilzug tieß zwischen Lohbrück und Breslau-Freiburger Bahnhof mit einem beladenen Lastkraftwagenzug zusammen. Dabei wurden drei Reichsbahnbedien- tete getötet und mehrere Reisende leichter ver­letzt. Der Kraftwagenführer blieb unverletzt. Den verletzten Reisenden wurden sofort Notverbände an­gelegt. Da es sich nur um leichte Fälle handelte, onnten sämtliche Verletzte nach Hause entlassen werden.

stwie die geistigen und kulturellen Grundlagen der Parteiarbeit in der Gegenwart und für die Zukunft umrife. «Seine tiefgreifenden Ausführungen waren .von dem Gedanken, daß nicht allein die Waffenstarke, sondern auch die moralische Führerschaft eines Volkes ?Äerrrffi-'?ie Voraussetzung der geistigen und see­lischen Wiederaufrichtung und damit auch das An­sehen der deutschen Nation in der Welt ist Der starke Glaube an die mit der nationalsozialistischen Partei untrennbar verbundene Zukunft unseres Volkes, der aus den Worten des Führers sprach fand tiefen Widerhall in den Herzen der Männer der Partei, die dem Führer am Schluß eine ein­drucksvolle Kundgebung bereiteten.

fchaft Ronnenberg in Hannover, vertreten durch die HJ.-Arbeitsgemeinschaft, 4. die Dorfgemeinschaft Poppengrün-Neudorf im Vogtland, ver­treten durch die Arbeitsgemeinschaft der Ortsgruppe der NSDAP. Außerdem wurden an 15 weitere Preisträger Büchereien im Werte von 40 Mark ver- teilt und an eine weitere Anzahl Gewinner in dem Preisausschreiben Duchpreise im Werte von 12 Mk.

Das größte Hirschgeweih auf der Königsberger Iagdausstellung.

Auf dem Gelände der Ostmesse in Königsberg (Pr.) findet die Ostpreuhische Jagdausstellung statt. Die Ausstellung ist die erste umfassende Schau Die­ter Art in der Provinz. Man will den Bewohnern der Provinz durch diese Ausstellung Gelegenheit geben, eine Auslese dessen kennen zu lernen, was die Heimat an starken Geweihen, Ge­hörnen und Keilerwaffen hervorgebracht hat. Gelegentlich einer Ansprache erklärte Gau­jägermeister Graf Fincken st ein, daß der jagd­liche Aufbau in der Provinz sehr rasch vor sich gegangen sei. Die Wildbestände in Ostpreußen wären gut. Oberstjägermeister Scherping (Ber­lin) erklärte, Ostpreußen gelte jagdlich als Spit - zenprovinz. Die Ausstellung zählt rund 200 Jagdtrophäen: unter anderem sieht man hier das größte bisher bekannte Hirschgeweih Deutschlands. Es erhielt bei der Bewertung 213 Punkte. Der beste R e h b o ck der Ausstellung ist der von Graf Kanitz - Podangen im Kreise Mohrungen, den er vor 27 Jahren geschos- s e n hat. Er ereichte die Höchstsatz! von 166,6 Punk­ten. Mit der Schau ist eine Ausstellung von Ge-

Wolf haben ausgestellt. Dann findet der Besucher hier noch eine Lehrschau der Vogelwarte Ros­sitten, eine derrnoplastisch dargestellte E 1 ch - gruppe und eine Bücherschau.

Aus der Ehrentafel des nassau-hessischen Pfarrstandes.

Wie in anderen Kirchenaebieten so hat man auch in unserer Landeskirche Nassau-Hessen mit der Aufstellung einer Ehrentafel unseres Pfarrstan­des begonnen. Die Erhebungen sind noch im Gange. Abgeschlossen sind erst die Feststellungen für die Propstei Nassau. Zur Zeit sind in diesem Ge­biet etwa 280 Pfarrer tätig. Don ihnen standen 67 mit der Waffe im Feld und 30 Amtsbrüder waren Heeresgeistliche oder im Lazarettdienst eingesetzt. 28 Nassauer Theologen sind gefallen, unter ihnen 6 als Offiziere und 5 weitere als Kriegsfreiwillige. Don den Pfarrerssöhnen, die im Felde standen, sind 60 gefallen. Unter diesen 60 waren 6 aktive Offiziere, 16 Reserveoffiziere und 11 Kriegsfreiwillige.

Für die Spanienflüchtlinge.

Zur Unterstützung der Spanienflüchtlinge hat der La nde s k i r ch e n a u s s ch u ß von Nassau- Hessen eine Kollekte ausgeschrieben, die 4612,25 RM. einbrachte. Dieser Betrag wurde als­bald der zuständigen Stelle überwiesen. In einem Dankest,vief schreibt der Leiter der Auslandsorgani­sation der NSDAP., Gauleiter Bohle, u. a.: Mit dieser dankenswerten Tat hat die Landeskirche Nassau-Hessen einen herrlichen Beweis national­sozialistischer Volksgemeinschaft erbracht und, wie ich mit stolzer Genugtuung feststellen kann, zu er­kennen gegeben, daß sie sich mit den auslandsdeut- scheu Volksgenossen, die unter so unglücklichen Um­ständen Hab und Gut, zum Teil auch ihre Gesund­heit, verloren haben, engftens verbunden fühlt."

Totale Sonnenfinsternis am 8.3uni.

Am 8.Juni erleben wir auf der Erde eine to­tale Sonnenfinsternis, d. h. der Mond tritt bei seinem Umlauf um die Erde zwischen diese und die Sonne und verdeckt so das Tagesgestirn. Allerdings kann diese Erscheinung nur von einem kleinen Streifen der Erdoberfläche beobachtet wer­den, während andere Gebiete die Finsternis nur als teilweise Verfinsterung sehen oder gar nicht. In Heu- rigem Fall ist Europa ausgesckaltet. Nur in Poly­nesien, im Stillen Ozean mit Ausnahme des nörd­lichen und westlichen Teils kann man die Verfinste­rung sehen, außerdem im Südwesten Amerikas, in Mittelamerika, auf den Antillen und im nordwest­lichen Südamerika. Beachtenswert ist die besonders große Dauer der Totalität (im Höchstfall 7 Minuten 4 Sekunden).

wein gossen. Trotzdem blieb die Verstaatlichung selbst grundsätzlich bestehen. Um den französischen Patrioten zu beruhigen, wurden die Kriegsgefahren besonders dick unterstrichen, es wurde ihm einge­redet, daß Frankreichs Sicherheit nur dann garan­tiert ist, wenn Vater Staat in den Rüstungsbetrieben selbst für Ordnung sorgt, diese Betriebe also im Frieden bereits kriegsalarmbereit macht. So ging denn die Verstaatlichung ohne nennenswerten Widerstand über die parlamenta­rische Bühne. Am schärfsten ist sie nun vom Luftfahrtmini st er vorwärts getrieben wor­den, der einer der prominentesten Verfechter der Volksfrontideale ist. Er wollte nicht nur Luftsahrt- minifter, sondern gleichzeitig auch Chef der ge- samten französischen Flugzeugindu­strie sein. Die Dlertelmilliarde an Entschädigungen für die Werke, die er sich hat bereitstellen lassen, ist aber, mie aus verschiedenen Betrachtungen in der französischen Presse hervorgeht, nicht nur verpulvert, andern auch weit überschritten, ohne daß das ge= teckte Ziel ganz erreicht worden ist.

Eine Reihe von Werken erfreut sich nach wie vor der privatwirtschastlichen Unabhängigkeit. Völlig un­angetastet -ist aber die Motorenindustrie, das Herzstück der ganzen Flugzeugindustrie. Die Motorenfabrikation wird noch nicht staatlich betreut. Vielleicht ist das aber schon binnen kurzem der Fall, sobald neue Sozialisierungsgelder flüssig ge­macht worden find, vielleicht will sich aber auch die Volksfrontrepublik auf andere Weise eine Ueber« nahmemöglichkeit schaffen, etwa auf dem Umwege über die nachlassende Leistung der Motorenwerke. Es ist gerade nicht erfteulich, was über die ein­zelnen Werke berichtet wird. Die Produktion be­findet sich in rapidem Rückgang, was teils auf die Arbeitszeitverkürzung, teils auf die wachsende Arbeitsunlust, teils auf Streiks und au andere die Leistungsfähigkeit einengende Momente zurückzuführen ist. Wenn im gleichen Atemzug be­hauptet wird, daß die französischen Flugzeuge gegen­über ausländischen Fabrikaten an Geschwindigkeit um 100 bis 150 Kilometer in der Stunde zurück­bleiben, dann ist das entschieden maßlos übertrieben. Hier spricht aber offenbar nicht der besorgte fran­zösische Patriot, sondern der Sozialisierungsfana­tiker, der daran arbeitet, dem Staat einen Dor-

Reichsbauernführer Darrs empfing in München Vertreter der vier ersten preistragenden Dorfge­meinschaftsgruppen des PreisausschreibensDie deutsche Dorfbücherei" und überreichte ihnen die mit dem Preisausschreiben verbundenen Preise. Die Preisträger sind: 1. Die Dvrfgemeinschaft Rühn in Mecklenburg, vertreten durch die KdF.-Gruppe, 2. die Dvrfgemeinschaft Sausgörken, Ostpreu- ,

fjen, vertreten durch Jungbauern und Jungbäuerin- mälden verbunden. Die Iagdmaler Kallmeier, Frei- nen' der Sing- und Spielschar, 3. die Dvrfgemein- > Herr von Ungern - Sternberg, Baron Jürgen von

reiner Schmierstoff!