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(Statt Karlen
Oie Verlobung unserer Tochter Dagmar mit Herrn Oiplomland» wirt Frih Schumacher geben wir hiermit bekannt.
Fabrikdirektor
Wilhelm Hollmann und Frau Dagmar, geb. Osiermcmn
Gießen
Meine Verlobung mit Fräulein Dagmar Hollmann zeige ich hiermit an
Fritz Schumacher
Oiplomlandwirt
Mal 1937
Lad Lippspringe
3047 D
Ihre Verlobung geben bekannt
Waltraud Weber
Adolf Friedrich Neubecker
Wachtmeister, 3. Äatt. Art.-Regt. 36
Gießen, Heffenstraße 16 — Mainz, den 2. Mai 1937
______________________________3033D
Skandal
um Dr Vandergruen
Komon von Hans Hirthammer.
Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S.
31. Fortletzung. (Nachdruck verboten.)
„Ach so, darf ich Ihnen meinen Verlobten oor- stellen. Herr Knack! Herr Imhoff. Und das ist Herr Emil Knack, Fleischkonseroen oder so ähnlich, wie war es gleich, Herr Knack?"
„Fleischkonserven — und — und — oh, ich will nicht stören, entschuldigen die Herrschaften!"
Mary hält den Entfliehenden am Rockzipfel fest. „Sie stören gar nicht, Herr Knack! Wir können ein Stück zusammen gehen, nicht wahr, Bert?"
„Warum nicht, ich muß mich sowieso noch bei Herrn Knack wegen des Vorfalls in Leipzig entschuldigen. Sie werden beunruhigt gewesen sein, als Ihre junge Dame plötzlich verschwunden war. Aber sie bat mich so flehentlich, sie mitzunehmen, daß ich mich erweichen ließ."
Herr Knack wußte später nicht mehr, wie er die Treppe hinab und ins Freie gekommen war. „Selbstverständlich! Durchaus korrekt, mein Herr, durchaus korrekt!" f
„Ihre Braut, höre ich, ja? Ein nettes Madel, man kann Ihnen gratulieren!"
„Danke!" knurrt Emil. „Tja, ich — ich habe meinen Wagen hier, wenn Sie gestatten wollen, daß ich mich verabschiede--"
„Bitte, bitte, natürlich, lassen Sie sich mcht aushalten, Herr Knack!"
„Uebrigens, Fräulein Hauck, ich — hm — ich wollte Grsch aufsuchen, Breite Straße, nicht wahr? Wie war gleich die Nummer?"
Mary gibt ihm Auskunft. „Nun, sagen Sre selbst, war meine Methode, den Easanova, den Lustmörder unschädlich zu machen, nicht fabelhaft?"
nichts dergleichen hören. Es war nicht notwendig daß du noch einmal zu mir kamst, aber vielleicht ist es gut so. So können wir uns die Hand geben und uns in aller Freundschaft Lebewohl sagen. Ist es dir recht so, Emil?"
Es hätte eine anständige Trennung werden können, ohne bitteren Beigeschmack, ohne unfreundliche Worte.
Aber Herr Knack, besessen und verblendet von einem Wunschbild, sieht nicht, daß Gisch ihm helfen will, einen guten Abgang zu finden. Er sieht nur, daß alles anders gekommen ist, als er's sich ausgemalt hat und plötzlich — wie es die Art kleiner Menschen ist, wenn sie mit ihrem Latein zu Ende sind — beginnt er zu schimpfen.
Er wird häßlich, ausfallend, er schämt sich nicht, ihr sein Wurstpaket vorzuwerfen. 1
Gisch blickt auf ihre Fingernägel und hört sich das Geschrei eine Weile schweigend an. Im Grunde ist sie ihm dankbar, denn wenn er schweigend fortgegangen wäre, hätte er den Stachel begangenen Unrechtes in ihr zurückgelassen.
„Bildest dir wohl ein, daß du jetzt auf einmal zu fein für mich geworden bist. Wer ist denn der noble Kavalier, dem du jetzt dein Herz geschenkt hast? Da springt wohl mehr dabei heraus, wie? Das rentiert sich besser. Oder willst du mir etwa einreden, Öa®ifcf) steht auf. „Es ist wohl besser, wenn Sie fetzt gehen, Herr Knack!" Im nächsten Augenblick hat sie das Zimmer verlassen. Sie sieht Else über den Flur gehen und winkt ihr. „Der Herr drinnen will gehen. Bitte, bringen Sie ihn hinaus!"
Es bleibt Herrn Knack nichts anderes übrig, als sich von Else an die Haustür führen zu lassen.
Wenigstens habe ich's ihr noch gründlich gesagt, denkt er, als er seinen Wagen besteigt. Das wird sie so schnell nicht vergessen.
In der gleichen Minute umfängt Gisch mit glücklichen Augen Marias Hals. „Nun bin ich ihn los, endgültig!'Maria, ich könnte Purzelbäumeschlagen!"
„Tue es, mein Kind!" sagt Maria.
(Fortsetzung folgt!'
Gisch ist ein junger, lebendiger Mensch, und es geschieht, daß sie heimlich vor Stefans Schreibtisch steht und ihren verspielten Gedanken nicht mehr Einhalt gebietet. Es geschieht, daß ihre Hände über seine Bücher gleiten, daß ihre Lippen heimlich seinen Namen formen, und daß sie zu nächtlichen Stunden am Fenster steht und sich in den Anblick der flimmernden Himmelssterne verliert...
Und nun kommt Emil Knack, ein fremder Mensch, dessen Name ihr kaum mehr eine Erinnerung bedeutet. „
Das Mädchen Else führt Herrn Knack ins Besuchszimmer, ein Empfang, dessen Förmlichkeit ihm offensichtlich unbehaglich ist.
Gisch hat sich ein dunkles, langarmeliges Kleid angezogen, eines von Marias Kleidern, und als sie nun ins Zimmer kommt, hätte Emil sie beinahe nicht erkannt, so reif und fraulich sieht sie aus.
„Na, da bist du ja!" sagt Emil, und dann hat er bereits den Faden verloren. Don all den Vorwürfen, mit denen er sie bedenken wollte, wird kein einziger ausgesprochen.
Gisch setzt sich ihm in einiger Entfernung gegenüber und schaut ihn prüfend an. „Ich nehme an, daß du meinen Brief erhalten hast?"
„Ja gewiß, aber ich — schau mal, Gisch, das ist doch Unsinn, was du dort geschrieben hast! Ich verstehe nicht einen Satz! Sieh mal, wir haben uns doch immer so gut verstanden, nie hatten wir einen Streit--V*
„Weil ich mich immer zu deiner Meinung bekannt habe, weil ich nie gewagt habe, dir zu widersprechen, auch wenn ich wußte, daß du im Unrecht warst. Ich war dein Geschöpf, dein Spielzeug, mit dem du prahlen und dich sehen lassen wolltest! Oder hast du dich vielleicht ein einziges Mal um meine Dinge, um meine Arbeit, um meine Freuden und Schmerzen gekümmert?"
„Aber Gisch — ich begreife nicht, was ist bloß für ein Geist in dich gefahren?"
„Der Geist des Aufruhrs, mein Junge! Verstehe mich nicht falsch! Ich mach dir keine Vorwürfe, denn schließlich kannst du so wenig aus deiner Haut, rote wie ich aus der meinen. Ich will aber auch von dir
Herr Knack gibt keine Antwort, sondern Gas und entschwindet.
„Eine ulkige Nudel!" lacht Bert und nimmt Marys Arm. „Was wollte er denn bei dir?"
„Sich beklagen wegen eines gewissen Herrn, den ich allerdings nicht näher kenne, auf den er aber besonders geladen zu sein scheint. — Dort drüben steht ein Fernsprechautomat. Ich will mal rasch Gisch verständigen, damit sie Zeit hat, sich auf den Empfang ihres Emil festlich vorzubereiten. —
Gisch, von Fräulein Bandergruen an den Apparat gerufen, legt ratlos die Hand vor den Mund. „Was soll ich bloß machen, Mary? Emil ist imstande und macht mir hier einen Krach!"
„Das möchte ich bezweifeln. Er befindet sich augenblicklich nicht gerade in Siegerstimmung. Wenn du dich fest auf die Beine stellst, wirst du sicher mit ihm fertig werden."
Der Aufenthalt im Haus des Dr. Dandergruen ist für Gisch Amelung wie ein Aufgenommensem in ein neues friedvolles Zuhause. Sie hat in Maria einen Menschen gefunden, um den sie sich kümmern kann und der sich in gleicher Weise um sie kümmert.
Es scheint, als ob Maria ihr vereinsamtes Herz, ihre zurückgedrängten Empfindungen nun gänzlich an dies fremde und doch so nah verwandte Menschenkind verschenken wollte.
Vielleicht darum, weil Stefan ihr genommen ist. Nun kann sie dem Mädchen nicht genug von dem Bruder erzählen. Sie zeigt Gisch seine Bücher und seine Sammlungen, gibt ihr Einblick in seine Arbeit, schaut mit ihr die verblichenen Bilder an, die ihn als Säugling, als Kind, als jungen Studenten, als Arbeiter im Bergwerk zeigen.
Ahnt sie nicht, daß sie damit eine Flamme schürt, die höher und höher lodern und eines Tages dies junge Menschenherz verzehren wird?
Oder will sie es so?
Gisch nimmt an allem Anteil, und überall begegnet sie Stefan. Seine Gestalt, sein Tun, sein Denken, seine Größe und seine Schwächen, alles’ wird ihr vertraut, als sei er ihr Bruder, mehr als ihr Bruder.
LICHTSPIELHAUS
■ Heute Montag
I ein Paramountfilm in deutscherSprache I
Statt Karten
Willi Weber
Berta Weber, geb. Felk
Vermählte
Gießen (Landgraf-Philipp-Plah 12), im April 1937
__02219
Oie Geburt eines zweiten Zungen zeigen mit dankbarer Freude an
Zahnarzt Or. K. Corner und Frau Helene, geb. Weide
Großen-Linden, am 29. April 1937.
3042D
2474 V
Rechtschreibung
400
Rauscher
Rauscher, Federweißer, gärender Most.
Rauschgifte sind für den Körper schädliche Stoffe, Die Rausch- und Dämmerzustände mit besondere« Träumen und Gefühlen erzeugen. Besonders gefährlich sind Morphium, Opium und Kokain. Bekämpfung der Rauschgiftsucht ist nur unter ärztlicher Leitung und in einer Anstalt möglich.
Rauschgold, Flittergold, dünn geschlagenes Messingblech, mit dem Rüste und anderer Christbaumschmuck vergoldet wird. Bekannt sind die Nürnberger Rauschgoldengel.
Räuspern: ein mit kratzendem Geräusch verbundener Versuch, störenden Schleim oder Fremdkörper aus dem Rachen oder dem Schlund nach außen zu befördern. Die häufigste Ursache des Räusperns ist ein Rachenkatarrh H. d.), kommt aber sehr häufig vei nervösen Menschen ohne körperliche Ursache allein aus Aufregung vor (vgl. das Räuspern -von Leuten, die öffentlich reden sollen!).
Ravigote, kalte, kräftige Tunke, die mit Essig, Öl, Eidotter und Gewürzen zubereilet wird.
Ravioli, italienisches Gericht, mit Fisch oder Fleisch gefüllter Nudelteig, der als Suppeneinlage dient.
Reaumur, Wärmegrad bei der Einteilung des Thermometers vom Gefrierpunkt bis zum Siedepunkt in 80 Grad.
Rebhuhn, schmackhafter Hühnervögel, rotbraun gesprenkelt, mit
grauem Halsfleck. Nur junge Vögel können gebraten werden, ältere werden gekocht oder zu Ragouts und Pasteten verarbeitet.
Rebus, lat. Bedeutung „hurdi Dinge dargestellt". Bilderrätsel.
Rechenmaschine, Kindersvielzeug, mit bunten Kugeln Die auf Drähte aufgereiht sind ist sehr handlich, um Kindern die Anfangsgründe des Rechnens beizubringen. Verfeinerte Rechenmaschinen werden in kaufmännischen Büros, Banken usw. verwendet.
Rechnung. Der Mann muß die Rechnungen für Einkäufe und Bestellungen der Frau, die diese im Rahmen ihrer Schlüsselgewalt gemacht hat (z. B. Rechnung des Bäckers, Milchrechnung. Schuster- und Schneiderrechnung) bezahlen. Die Frau kann um Ausstellung der Rechnung auf den Namen des Mannes ersuchen. S. Mahnung, Schlüstelgewalt. Portoabzug.
Rechte bei Ehegatten, s. Ehegatten, Ehe, Ehemann, Ehefrau, Mutter.
Rechteck, Viereck mit vier rechten Winkeln, aber nur paarweise gleichlangen Seiten.
Rechtschreibung, Orthographie, die Wiedergabe der Sprachlaute nach der amtlichen Festlegung. Wer auf Bildung Wert legt, muß die R. beherrschen. Auch der Erwachsene sollte sich nicht scheuen, vorhandene Lücken durch gelegentliches Wiederholen aus- zufü'llen.
Die zweite Mutter
3045 A
mit
Gladys George, ArlineJudge John Howard
Die Geschichte einer Frau, die freiwillig die schweren Pflichten und Opfer einer „zweiten Mutter“ auf sich nimmt und trotz aller Schwierigkeiten und Prüfungen ihrem besseren Selbst und „ihren“ Kindern treu bleibt.
Beiprogramm - Fox-Ton-Woche
Gloria-Palast
SETSUKO HARA die zauberhafte Japanerin, die alle Besucher entzückt, in Dr. Franks Meisterwerk
Die Tochter des Samurai
3064a1 Täglich 4.00, 6.00, 8.30 Uhr
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Am Samstag, dem s. Mai, 16 Uhr, aus der Äurg Gleiberg MtoMlMlIllig zu der hiermit alle Mitglieder emgeladen werden. 3034d Kreisdireltor Or. l.Vors.
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Dienstag, 4. Mai, nachmittags 2 Uhr,sollen i.Verfteigerungslokal, Wciicutocö 28, bezw. an Ort nnd Stelle (Bekannt«, in ob. Lokal), Nvangsweisegegen soforttgeBar- zablung versteigert werden;
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Schavmann
Gerichtsvollzieher in Gießen Wernerwall 33, Ruf 8108
V/ie gut-
daß ich Sie
hier freffe 1
Sie sind doch Chemiker, Herr Dr. Borgmann — und daher werden Sie mir auch sagen können,warum Fewa in seiner Wirkung so neu und andersartig ist. Ich bin nämlich durch den Fewa-Waschersolg immer wieder so überrascht, daß ich mir schon den £op{ darüber zerbrochen habe, wieso das möglich ist. — Nun, das ist ganz einfach! Fewa ist eine vollkommen neuartige deutsche Erfindung — es wäscht absolut neutral, greift weder Darben noch Gewebe an und schäumt auch im härtesten Master. Daher sagt man auch: Fewa wäscht und pflegt zugleich.
Bekanntmachung.
Die Erd-, Pflaster- und Ehaussierungsarbeiten zum Ausbau der Straße Am Alten Friedhof sollen auf Grund der Reichsverdingungsordnung für Bauleistungen öffentlich vergeben werden. 3038D
Die Verdingungsunterlagen und Angebotsvordrucke sind ab Montag, den 3. Mai 1937, bei uns erhältlich. Die Angebote tznd spätestens zum Eröffnungstermin am
Montag, dem 10. Mai 1937, vormittags 10 Uhr, an das Städtische Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg Nr. 9, abzugeben, wo die Oeffnung der Angebote erfolgt. '
Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen.
Gießen, den 30. April 1937.
Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. G r a v e r t.
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In Gießen: Univ.-Augenklinik,FriedrlchstraßetB, v. 12. bis 14. Mai 1937.
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