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Die ersten nationalsozialistischen Msterbetriebe.

Oer Führer auf der Tagung der Reichsarbeitskammer.

Berlin, 30. April. (DNB.) Am Tage vor dem nationalen Feiertag des deutschen Volkes trat die Reichsarbeitskammer im festlich geschmück­ten Saale des ehen. igen Herrenhauses zusammen. Einem musikalischen orspiel folgte ein Spruch der Werkscharen. Reichso^ nisationsleiter Dr. Ley er­innerte dann daran, das;, als er vor vier Jahren im Auftrage des Führers die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände übernahm, nur ein einziges großes Chaos vorhanden war. Heute können wir bereits in Deutschland Betriebe zu Musterbe­trieben ernennen, d. h. diese Betriebe haben die nationalsozialistischen Forderungen der Bettiebs- aemeinschaft: Kameradschaft, Fleiß und Leistung erfüllt. Diese Betriebe haben gezeigt, daß sie nicht allein gewillt sind, mit dem neuen Deutschland mitzugehen, sondern daß sie es auch konnten. Es genügt nicht, daß man von der Ueberwindung des Klassenkampfes rede, son­dern man muß die Gemeinschaft exer­zieren und zeigen, wie man Betriebssührer und Gefolgschaft zusammenbringt. Wir können heute stolz behaupten, daß wir nicht von oben nach 'unten etwas aufgebaut haben, sondern daß wir in der breiten Masse der schaffenden Menschen den Ge­danken der Betriebsgemeinschast fest verankert haben und daß es gelungen ist, den Betrieb zu einer lebendigen Gemein­schaft zu machen. Dr Ley verwies darauf, was in den vergangenen vier Jahren in Deutschland geschaffen wurde, um den Lebensstandard der schaf­fenden Menschen zu verbessern. Er erinnerte an die Schaffung großer Siedlungen und Heim- stätten, die Maßnahmen für die Berufs- erziehung, das große WerkKraft durch Freude", die Sorge um die Erhaltung der Volksgesundheit, die vielen Einrichtungen hygienislyer Art in den Betrieben und hob beson­ders die Wichtigkeit des kämpferischen Geistes her­vor, der seinen besten Ausdruck in den M u st e r - betrieben finde. Ab heute werde, jährlich wiederkehrend, Betrieb mit Betrieb ringen. Damit erhalte das deutsche Volk ein Fundament, daß noch

in 1000 Jahren dieselbe Freude an der Arbeit herrsche wie heute.

Der Stabsobmann der NSBO. H u p f a u e r ver­las anschließend die Liste der 30 deutschen Betriebe, die vom Führer die Auszeichnung Nationalsozialistischer Musterbetrieb" erhalten haben. Baden: Staatlicher Fernheiz-, Elektrizi- täts- und Wasserwerke, Karlsruhe. Bayerische Ostmark: Brasil Tabakfabrik Johann Weiß, Landshut (Bayern). Berlin: Berliner Kindl- Brauerei AG., Berlin-Neukölln; Fleischermeister Pg. Herbert Gräbner, Berlin-Lichterfelde; Schult- heiß-Patzenhofer Brauerei AG. (Berliner Betriebe), Berlin NW 49; R. Stock & Co., Spiralbohrer-, Werkzeug- und Maschinenfabrik, Marienfelde. Düs­seldorf: Weberei Becker & Bernhardt, Langen­feld (Rheinland); Zwirnerei und Nähfadenfabrit B. Hoogen & Co., Dülken (Rheinland). Halle- Merseburg: Papier- und Pappenfabrik F. M. Weber, Wehlitz bei Schkeuditz. Hamburg: Uhren- und Goldwarenhandel Gerhard Wempe, Hamburg, Kleiner Burgstah 2.

Hessen-Rassau: Deutsche Mlchwerke, Zwingenberg (Bergstraße); Portland - Zement- - werke, INainz-Weisenau.

Köln-Aachen: Gebr. Stollwerk AG., Köln. Magdeburg-Anhalt: Landwirtschaftlicher Be­trieb Schwerdtfeger, Hinzdorf; Schmidt & Sohn, Kakao- und Schokoladefabrkk, Oschersleben; Paul Liepe & Co., Autoreparaturwerkstätte, Magdeburg, Schönebecker Stxaße 106. Pommern: Gut Pennekow, Kreis Schlawe (Pommern). Sachsen: Helios Wirkmaschinen Zubehör G. m. b. H., Hohen­stein-Ernstthal; Krauß-Werke, Badewannen- und

Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG., Bochum; Bochumer Verein für Guststahlfabrikation AG., Bochum; Lippstädter Eisen- und Metallwerke G. m. b. H., Lippstadt; Schlegel-Scharpenseel-Braue- rei AG., Bochum. Thüringen: Berlin-Suhler Waffen und Fahrzeugfabrik in der Wilhelm-Guft- loff-Stiftung, Suhl.

In außerordentlich eindrucksvollen Worten sprach dann der Führer zu den versammelten Männern der deutschen Arbeit über das Wesen der wirtschaft­lichen und sozialen Neuordnung, die im national­sozialistischen Deutschland gegründet ist auf der Ein­heit und Geschlossenheit des politischen Willens, auf der vernunftgemäßen Erkenntnis der einfachsten volkswirtschaftlichen Grundsätze, und die getragen ist von der Gesinnungs- und Arbeitsgemeinschaft aller Schaffenden in den Bettieben. Der Führer bezeich­nete es als den Sinn der Auszeichnungen, daß sie der Anregung für immer weiter die­nen sollten, bis es einmal nur noch national­sozialistische Musterbetriebe in der deutschen Wirt­schaft gebe. Daraus werde dem deutschen Arbeit­geber ein ebenso großes Glück erwachsen wie dem deutschen Arbeitnehmer, denn beide würden dann erst immer mehr begreifen, daß sie an einem gewaltigen gemeinsamen Wertarbei­ten, jeder nach seiner Fähigkeit, jeder nach seiner Verantwortungsmöglichkeit, nach dem Umfang seines Könnens, seines Wissens und seiner Erfahrung; und sie'würden dann immer mehr verstehen, was aus der gemeinsamen Arbeit aller kommt: das tägliche Brot für die Millionenmassen unseres lieben deut­schen Volkes.

Nach Abschluß der feierlichen Sitzung der Reichs­arbeitskammer begab sich der Führer zu den in einem anderen Zimmer des ehemaligen Herrenhau­ses versammelten Betriebsführern und Betriebsobleuten und überreichte ihnen die für nationalsozialistische Musterbetriebe bestimmten Fahnen der D A F. mit goldenen Fransen und dem goldenen DAF.-Abzeichen.

Kunst und Wissenschaft.

medaille für Kunst und Wissenschaft dem Ar­chivar des Goethe- und Schiller-Archivs in Wei­mar, Prof. Dr. Max Hecker in Weimar.

Adolf Bartels, 1862 in Wesselburen geboren, schrieb Schauspiele (Martin Luther"), Geschichts- und Heimatromane (Die Dithmarscher") und wurde ein Vorkämpfer der Heimatkunst und der Literatur­geschichtsschreibung aus rassischer Grundlage. Prof. Max Hecker, geboren 1870 in Köln, hat sich als Archivar des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar, als Herausgeber desJahrbuchs der Goethegesellschaft" und der Briefbände der Wei­marer Goethe-Ausgabe, sowie als Verfasser zahl­reicher anderer Arbeiten zur deutschen Literatur der klassischen Zeit große Verdienste erworben.

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Adolf Barkels und 2Nax Hecker durch den Führer ausgezeichnet.

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