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Kraft schöpfen, das Erbe, das wir verwalten, weiter zu entwickeln.

3n diesem Zusammenhang nahm Dr. Goebbels gegen kleinliche Versuche gewisser bürgerlicher Betriebsmacher, die deutsche Sprache auf künstlichem Wege und mit ungeeigneten Mitteln zu verbessern, Stellung. Die Sprache werde nicht von Gelehrten erdacht, sondern vom sprechenden Volke und von der ewig in Entwicklung befindlichen Entwicklung gestaltet. Ls sei verfehlt, durch künstlich erdachte Wort­bildungen die ewige Entwicklung der Sprache aufhalten zu wollen. Es fei nicht Aufgabe von Gelehrten, über die Reinheit der Sprache zu wachen, sondern Angelegenheit derer, die für die Ration die deutsche Sprache sprechen und die im öffentlichen Gebrauch der Sprache auch die entscheidenden Sprachbildner seien.Die Grotzen der Ration haben die Sprache immer aus ihrem Geiste heraus gemeistert. Sie waren deutsch im Stil, weil sie auch deutsch in ihrem handeln waren. Unsere heuti­gen deutschtümelnden Sprachakrobaten ver­gessen meistens, datz die Deutschheit aus dem Wesen unseres Volkes und nicht aus einer erdachten Theorie abgeleitet werden mutz. Sie übersehen, datz zu allen Zeilen die gro­ßen Männer des Volkes seine großen Sprachschöpfer waren, und daß sie die Beispiele einer schönen und starken Sprache in ihren geschichtlichen Dokumenten und nicht etwa in gelehrten Abhandlungen über die Sprache niet)erlegten. Ihrem Sprech- und Schreibstil hat sich immer die Sprache des Volkes nachgebildet, und auch zu unserer Zeit noch formen sie durch ihr öffent­liches Dirken den Stil der Sprache, der bleibend sein wird.-

Auch die moderne Dichtung dürfe nicht krampf­haft nach einem neuen SM suchen. Denn nicht die äußere Form sei die primäre Voraussetzung der Modernität, sondern der Geist, aus dem heraus die Form geprägt werde. Ms zum heutigen Tage bilde das handwerkliche Können die Voraus­setzung für jede große Kunst. Es sei vom Uebel, wenn sich die platte Durchschnittsbegabung auf das Genie berufe, um der Pflicht einer soliden hand­werklichen Ausbildung enthoben zu sein. Dr. Goeb­bels betonte mit Nachdruck, daß man etwas lernen muffe, um etwas zu leisten. Jede Kunst habe ihre technische Seite. Es müsse daher in aller Eindringlichkeit die Forderung erhoben werden, daß unsere neuen Talente, anstatt zu diskutieren, sich ein solides handwerkliches Können aneigneten.

Der nationalsozialistische Staat ist der warmher­zige Beschützer aller Künste; er will sie fördern, und er hat den Ehrgeiz, ihr großzügiger Mäzen zu sein." Der Goebbels stellte anerkennend fest, daß vier deutsche Filme der letztjährigen Produktion mit den höchsten Prädikaten ausgezeichnet werden' konnten. Es handelte sich um die FilmeVer­rät e r",W enn w i r alle Engel wären", Der Kaiser von Kalifornien" undDei Herrscher".

Der Rationale Filmpreis 1936/37 wurde in Auswahl unter diesen vier Spitzenfilmen dem Mitglied des Reichskultursenales, Staatsfchau- fpieler Emil Iannings für feinen Film Der Herrscher" zuerkannt.

Emil Iannings gehöre zu jenen wenigen konse­quenten und kompromißlosen künstlerischen Kampf­naturen, die den Mut hätten, ein modernes Zeit­thema unbeirrt und sicher anzufassen und mit sou­veräner Hand formend zu gestalten. Hunderttau­sende hätten sich durch die mitreißende und erschüt­ternde Menschengestaltung desHerrschers" auf das Tiefste ergreifen lassen. Besonders lobenswert an diesem Film sei es daß er vor einem modernen Zeitproblem nicht zurückgewichen sei, sondern es in einer unerhört tapferen und angreifenden Weise zu lösen versuchte

Der Rationale B uchp reis 1936/37 wurde dem Mitglied des Reichskultursenates SS.-Sturmführer Friedrich Betbge aus Frankfurt a. M. für fein SchauspielM a r s ch der Veteranen" zuerkannt.

Friedrich Bethge gehört zur Alten Garde der Partei. Als Frontkämpfer wurde er viermal ver­wundet. Seine preisgekrönte DichtungDer Marsch der Veteranen" ist ein hohes Lied preußischer^Zucht und soldatischen Gehorsams. Die einzelnen Szenen haben dichterische Atmosphäre, sie sind getragen von einem außerordentlich plastischen Dialog. Sie ver­raten die feinste dialektische Geschliffenheit. Der Marsch der Veteranen" darf als eine erste glück­liche Erfüllung der von der nationalsozialistischen Kulturpolitik erhofften Bühnendichtung gelten.

Neichsminister Dr. Goebbels schloß seine Rede mit einem Dank and en Führer, der im rastlosen Wirken und ewig neuer Offenbarung seines be­flügelten Genius nicht müde geworden sei, die Kunst zum Volke, aber auch das Volk zur Kunst *,u führen. Darum möge er heute die Huldigung aller guten Deutschen entgegennehmen.

Die Verkündung der Preisträger, die sich unter der Festversammlüng befanden, wurden mit lautem Beifall ausgenommen Die Dankesworte des Mini­sters an den Führer rufen lang anhaltende Zustim­mung und eine stürmische Huldmung für den Füb- rer hervor. Die Lieder der Deutschen beschließen die Feierstunde, die aufs neue ein Zeugnis dafür ist, daß die Staatsführung des nationalsozialistisch"n Deutschland wie nie ein anderer Staat zuvor sich zur Kultur bekennt und alle Zweige der Kunst und Wissenschaft ihre Förderung angedeihen läßt.

Die Giaaispi-eistraqer.

Friedrich Bethge und Emil Iannings.

Es hat seinen tiefen Sinn, am Tag der Deutschen Arbeit, an einem "Festtag des ganzen Volkes, auch die deutsche Kunst zu ehren, denn sie ist ja nur wirkliche Kunst, wenn sie aus diesem arbeitenden Volk heraus geboren wird, wenn seine Ausgaben die der Kunst werden. Es liegt in der Ehrung dieses Tages eine heilige Verpflichtung für den Künstler: damit dokumentiert sich die Einheit aller Schaffen­den, es Aeigt fick am schönsten, daß der Künstler nicht mehr ein Abseitsstehender sein will, sondern daß er seinen Auftrag aus der Gemeinschaft emp­fängt.

In Friedrich Bethge ehrte man einen Dramatiker, der seit Jahren um die neue Gestalt des Dramas ringt, dessen Schaffen seit Jahren der Dichtung gilt, die würdig- ist, Ausdruck unseres Wollens zu werben. Die entscheidenden Impulse empfing.Bethge aus dem Erlebnis des Krieges. Dort wuchs ihm die Idee, zu der er sich in seinem

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Ein Blick in die Loge: in der Mitte der Führer, rechts neben ihm Generalfeldmarschall von Blomberg, links Reichsminister Dr. Goebbels, neben ihm Reichsorganisations­leiter Dr. L e y, ferner Reichsleiter Amann und Reichsminister R u st; rechts von Blomberg Staatssekretär Funk, Reichsminister Dr. Frick und Reichsführer-SS. Himmler.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

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Friedrich Bethge.

Werk verschrieb und so, wie er sein Leden gestaltete, sollte auch dieses Werk werden. Er sagt selbst, daß die Zukunft des Theaters davon abhänge, wieweit es dem Dichter gelinge, die Einheit zwischen Idee und Leben herzustellen, baß es nicht genüge, eine Vision zu haben, jondern daß das Entscheidende das Erlebnis eines Ethos fei, daß es nicht ge­nüge, dieses Ethos zu predigen, sondern vorzuleben. Erst in den letzten Jahren erfuhr Bethae die An­erkennung, die yym lange schon gebührt hätte. Sein M arsch der'Veterane" wird nicht umsonst eines der ersten vollwertigen Dramen des neuen Deutschland" genannt. Bethge verherrlicht in ihm den Geist der soldatischen Disziplin. Nicht der illegale, unsoldatische Legionär ist der Sieger, son­dern der von ihm erschossene Hauptmann, und1 es ist hier ähnlich wie in dem Werk Hymmens, Der Vasall", daß einige Wenige- die Träger des echten soldatischen Geistes werden, daß dieser Geist weiterlebe: bei Bethge in seinem Sergeanten, der berufen ist, die Veteranen in straffer Ordnung zu führen. Es ist gut, zu wissen, welch begeifterte Auf­nahme das Drama Bethges bis jetzt bei allen seinen Aufführungen erlebt hat, denn in ihm hatSol­datentum als Lebens st il" gültigen Aus­druck gefunden. Ebenfalls um wichtige Lebensent­scheidungen geht es in dem SchauspielPfarr P e d e r", zu dem Friedrich Bethge die Anregung durch die ErzählungHöhere Zwecke" erhielt. Bethge eignet die Kunst, in seinen Werken lebens­volle und echte Gestalten vor uns hinzustellcn, ihr Reden ist Bekennen und ihr Handeln ist eine tätige Entscheidung. So kommt auch seiner.KomödieDie Blutprobe" eine besondere Bedeutung bei. Es

geht Bethge bovin nicht um billige Effekte, seine über ollem schwebende Heiterkeit wird aus volk- hoften Quellen gespeist, in seinen Szenentum­melt sich ein gesundes, kraftstrotzendes Geschlecht". Ein Werk im Rhythmus des Trommelfeuers, des Marschierens und des Räderrollens der unaufhör­lichen Zuge an die Front schuf er in seinem (auch in Gießen gespielten) DramaReims", dessen Schluß sich zur gewaltigen Hymne echten Sol­datentums steigert.

Emil Iannings kam schon bei der Gestal­tung des im letzten Jahre ausgezeichneten Films T r a u m u l u s" entscheidende Bedeutung zu. Zum überragenden Darsteller und Filmkünftler er­wuchs er in dem FilmDer Herrscher". Es wird kaum einen Menschen geben, der sich der Ge­walt dieses Schauspielers, den wir aus der Stumm- Dlmzeit kennen, dann später aus seinemalten König", in dem neuen FilmDer Herrscher", ent­ziehen kann. Ihm gelingt es, durch die Kraft seiner Sprache und seines seelischen Ausdrucks den Zu­schauer die unerhörte Leistung des aus persönlicher Initiative geschaffenen Jndustviewerks erleben zu

Emil Iannings.

lassen. Hier erleben wir, daß das Werk nicht eine Sache ist, die nur um ihrer selbst willen da wäre, sie wird zu einer Angelegenheit, die das ganze Volk angeht. So entstand in Iannings' Film, in dem er Schauspieler und zugleich künstlerischer Lei­ter ist, ein Kunstwerk, das, aus der Gegenwart ge­boren, die Lebensg».setze dieser Gegenwart barstellt und richtungweisend für die Zukunft ist.

Erich Langenbucher.

Ve>m Führer zu Gail.

Die Ehrenabordnungen deutscher Arbeiter, die Sieger im Heichsberufs- weltkampf und die Staawprersträger.

Am Nachmittag des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes empfing der Führer, wie in jedem Jahre, die 96 Arbeiter, die als Ehren- abordnungen des schaffenden Volkes aus allen Gauen in der Reichshauptstadt weilen, und die 50 Reichssieger und -siegerinnen des Reichsberufs-Wettkampfes der deutschen Jugend im Garten des Hauses des Reichspräsiden­ten. Als weitere Gäste waren die S t a a t s p r e i s - träger, Staatsschauspieler Emil Iannings und der Dichter Friedrich Bethge, sowie der Regisseur des FilmsDer Herrscher", Veit Har­lan, anwesend. Der Führer unterhielt sich mit jedem einzelnen der Arbeitergäste über ihren Flug nach Berlin, über ihre Erlebnisse und Eindrücke, aber auch über ihre Arbeit in den Betrieben und die Fragen, die sie hier und da aus ihrem prak­tischen Betriebsleben an ihn richteten. Jeder Ar­beiter hatte dem Führer Bestellungen von seinen Arbeitskameraden, seiner Ortsgruppe oder auch sei­ner Familie auszurichten. Aus ihren schlichten und einfachen Worten sprach die unendliche Liebe und Treue gerade der ärmsten Volksgenossen zum Füh­rer. Einige Arbeiter stellten sich als Väter vor, für deren elftes oder zwölftes Kind der Führer die Ehrenpatenschaft übernommen hatte. Bei ihnen er­kundigte sich der Führer eingehend nach dem Be­finden des kleinen Erdenbürgers. Viele der Gäste waren Arbeiter von den Reichsautobahnen, die der Führer eingehend nach dem Stand der Bauarbei­ten an ihrer Strecke fragte. Genau so einfach und schlicht wie ihre Worte waren auch die Gaben, die einige Arbeiter dem Führer mitgebracht hatten: Es

waren Zeichen ihrer handwerklichen Fertigkeit und kleine Erinnerungsstücke wie etwa Photographien von ihren Familienangehörigen. Ein Textilarbeiter überreichte ein aus deutschen Werkstoffen angefer­tigtes Kissen, ein Seemaschinist ein kunstvoll aus Eisen gearbeitetes Hoheitszeichen, ein anderer wie­der eine wertvolle Schnitzarbeit eines Bergarbeiters. Das originellste Geschenk aber überreichte ein Ar­beiter aus der Lüneburger Heide: Einen alten Dach­ziegel, auf benf die WorteHitler Ziegel" einge­brannt waren. Der Ziegel stammte von einem Haus aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts und war jetzt bei einem Neubau gefunden worden.

Dann schritt der Führer durch die Reihen der Reichssieger und -siegerinnen des Reichsberufs- Wettkarnpfes. Nachdem er dem Schöpfer und Leiter dieses einzigartigen Berufswettstreites der deutschen Jugend, Öbergebietsführer Axmann, mit einem Händedruck für seine Arbeit gedankt hatte, begrüßte er jeden Jungen und jedes Mädel. Mit lochenden Augen und sttahlender Freude standen die Jungen und Mädel vor dem Führer. Er fragte sie nach Beruf und Alter und nach ihren Aufgaben im Reichsberufswettkampf und gab jedem von ihnen die Hand. Der schönste Lohn für diese 50 Jungen und Mädel, die hier als die Auslese von 1,8 Millio­nen Teilnehmern im Reichsberufswettkampf vor den Führer treten durften. Danach ließ der Führer sie alle, Arbeiter, Jungen und Mädel im Kreis um sich herumtreten und sprach noch einmal herzliche Worte zu ihnen über den Sinn des 1. Mai, als dem Festtag der Volksgemeinschaft. Mit begeisterten Heilrufen dankten die Arbeiter dem Führer für diese

unvergeßlichen Stunden. Sie hatten bei gemein­samem Kaffee und Kuchen und bei froher Musik in den Festräumen des Hauses des Reichspräsidenten noch lange Zeit, miteinander über die Eindrücke dieses großen Augenblickes zu sprechen.

Festlicher Abschluß im Lustgatten

Während sich nach dem strahlenden Sonnentag die Dämmerung langsam über die Reichshauptstadt senkte, füllte sich die weite Umgebung des Schlosses und des Lustgartens wieder mit vielen Zehntausen­den von Menschen, um das nächtliche Schauspiel zu sehen, das den Abschluß des Feiertages der Na­tion bildete. Von den Firsten des Schlosses und des Alten Museums aus wurde der mächtige Maibaum angesttcchlt; das Gold und die Buntheit seines Dänderwerkes hob sich wie ein glänzendes Gewebe vom dunklen Himmel ab, der den Aufmarschplatz überwölbte. In der Säulenhalle des Museums leuch­teten die bunten Freskomalereien in grünlich-hellem Licht auf und gab so dem nächtlichen Festplatz im Lustgarten einen besonders wirkungsvollen Abschluß. Kurz nach 21 Uhr hörte man von der Schlohbrücke her Marschmusik: Die Kolonne des Fackelzuges rückte an! Bald nachdem die Letzten des gewaltigen Zuges einmarschiert waren, tauchte aus dem Dunkel der Toreinfahrt des Schlüterfchen Schloßbaues leuchtendes Rot auf: im Lichte der Scheinwerfer wurden die Fahnen und Standarten zu den großen Freitreppen des Museums gebracht.

Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei, Himmler

schritt die aufgestellten Formationen ab und führte dann in seiner Rede u. a. aus:

Dieser 1. Mai, dieses Frühlingsfest, hat etwas ganz Eigenes in sich. Diese Maifeiern sind Früh­lingsfeste, Feste des Friedens und der Freude, Feste der Einheit und Kamerad- ch a f t. Und Feste des Friedens kann man nur eiern, wenn man stark in Wehr und Was- e n ist. Stark in Wehr und Waffen kann man nur ein, wenn bedingungslos Sicherheit im Innern, Friede und Freundschaft und Brüderlich­keit in den Reihen eines Volkes zu Haufe sind. Daß wir dieses Fest des Friedens wieder feiern dürfen, in Wehr und Waffen als ein Volk verdanken wir dem Mann, mit dessen Namen die Jugend am mor­gen ihre Feier begonnen und mit dessen Namen wir diesen Tag heute wieder schließen.

Wir wollen aber diesen Dank nicht nur mit den Lippen und leeren Worten abstatten. Es genügt auch nicht, daß wir bis zum nächsten 1. Mai die Dinge tun, die selbstverständlich sind. Es ist selbst­verständlich, daß wir gehorchen, nicht nur weil ge­horcht werden muß, sondern ausderTiefe un­seres Herzen heraus, willig und gern. Notwendig ist aber noch mehr: Notwendig ist, daß wir alles tun, dem Manne, der um Deutschland und um jeden von uns sorgt, sein Leben zu erleichtern und sein Werk, das Jahrtausende überdauern soll, leichter beenden zu können. Dazu gehört, daß mir immer, jeder an seiner Stelle, mag sie groß oder klein sein, mutig zu unserem Worte st e h e n. Dazu gehört, daß jedem einzelnen von uns das Wohl der Gemeinschaft heilig ist, ob im großen Rahmen der Wirtschaftsführung ober im kleinen, allerkleinsten Rahmen des einzelnen Arbeiters. Heilig sei uns diese Gemeinschaft, die wir bedingungslos schützen und unnachgiebig verteidigen werden, wenn es notwendig ist, einen Schaden für unser Volk, einen Angriff auf ein Lebensrecht ober Lebensgesetz unseres Volkes zu verhüten. Da dürfen und wollen wir niemals und an keinem Platz Barmherzigkeit ober falsches Mitleib kennen. In anberen Fällen aber können wir manches leichter machen, die Einigkeit unseres Volkes noch inniger gestalten. Wir wollen, wenn einer glaubt, da oder dort eine Unvollkommenheit feststellen zu müssen, alle Kraft 'darauf verwenden, mitzuarbeiten, solche Unebenheiten zu beseitigen. Das hilft mehr zu die­ser Einigkeit als alles Geschwätz. Und dann wird es Jahrhunderte geben und Millionen von Men^ schen auf dieser Erde, die uns glühend beneiden, daß wir zur Zeit Adolf Hitlers leben, unter ihm dienen durften und daß wir mit ihm dieses deutsches Mai­fest feiern konnten.

Begeistert stimmten die Massen in das vom Reichsführer SS. ausgebrachte Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler ein. Der Äroße Zap­fenstreich und die gemeinsam gelungenen Lie­der der Nation schlossen bann bie eindrucksvolle Abenbkundgebung ab. Langsam rückten bie Kolonnen ab, still wurde es bald im weiten Feld des Lust­gartens und in der Gegend des Berliner Schlosses, wo im Laufe des Tages so viel Leben und großes Erleben zu finden war.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausqabeort Frankfurt

Unter dem Einfluß des Hochdruckgebietes, das feit gestern über der Ostsee liegt, hält bei uns das hei­tere Wetter an. Die Tagestemperaturen stiegen in­folge ' der ungehinderten Sonneneinstrahlung im Laufe des Sonntags vielfach über 20 Grad. Zu­nächst ist bei abfinfenber Luftbewegung mit der Fortdauer der herrschenden Witterung zu rechnen. Die Tagestemperaturen nehmen im allgemeinen weiter zu, besonders im Süden ist mit der Aus­wirkung lokaler Wärmegewitter zu rechnen.

Aussichten für Dienstag: Meist heiter und nur geringe Bewölkung, Tagestemperaturen häufig über 20 Grad, besonders im Süden ist die Auswirkung lokaler Gewitter zu erwarten, Winde aus Süd bis Oft.

Aussichten für Mittwoch: Zunächst noch Fortdauer des ttockenen und vielfach heiteren Wetters.

Lufttemperaturen am 2. Mai: mittags 22,2 Grad Celsius, abends 12,9 Grad; am 3. Mai: morgens 12,4 Grad. Maximum 27,5 Grad, Minimum heute nacht 7,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Mai: abends 16,7 Grad; am 3. Mai: morgens 11,1 Grad. Sonnenscheindauer 11,6 Stunden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstagnach­mittag geschlossen.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für bie Bilber: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. 2). 21. III 37: 10 496. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steinbruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig