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Des deutschen Volkes Maifeier.

Oer deutsche NaNonalfeiertaq ein Fest des Friedens und der Freude, der Einheit und Kameradschaft.

Eine gesunde, stolze und männlicheLugend."

Oer Führer spricht im Olympia-Stadion zur deutschen Lugend.

120 000 Hitler-Jun aen, Jungoolkpimpfe und BDM.- Mädel vor ihrem Führer aufmarschiert und bereite­ten ihm überwältigende Kundgebungen ihrer Treue und Begeisterung. Auf der Führertribüne hatten sich die Ehrengäste eingefunden. Man sah hier fast die gesamte Reichsregierung, die Reichsleiter der NSDAP., die Mitglieder des Diplomatischen Korps, das Führerkorps der Partei, die Generali­tät der Wehrmacht und die Amtschefs der Reichs­jugendführung. Unterhalb der Führertribüne hatten die italienischen G ä st e der Feiern des 1. Mai die Journalisten, die Führer der Balilla und die Industriellen in ihrer schwarzen faschi­stischen Uniform Platz genommen, die von den Teil­nehmern der Kundgebung besonders herzlich be­grüßt wurden.

Das weihevolle LiedAufhebt unsere Fahnen", das von der Jugend gemeinsam gesungen wurde, leitete über zu der Rede des Reichsjugendführers. Er führte u. a. aus:

Meine Kameraden, meine Kameradinnen! Jugend Adolf Hitlers!Euer Anblick erfüllt heute unser ganzes deutsches Volk mit einer stolzen Zuversicht, aber diese Zuversicht und das Vertrauen, das die Millionen deutscher Menschen in Euch setzen, meine Kameraden und meine Kameradinnen, es gründet sich nicht auf Eure Zahl. Nicht weil Ihr viele seid, seid Ihr die Hoffnung Deutschlands, sondern Ihr seid die Hoffnungen unseres deutschen Volkes, weil Ihr in Eintracht und Kameradschaft zusammenhaltet. Unter uns stehen heute die fünfzig Kameraden und Kameradinnen, die als d i e besten deutschen Jungarbeiter dieses Jahres sich aus 1,8 Millionen Berufsrvettkämpfern heraus- und emporgearbeitet haben als die Elite, als der Höch st e Adel unserer Jungar­beiterschaft. Wir ehren in ihnen das gesamte deutsche Arbeitertum. Wir ehren in ihn'en den so­zialistischen Gedanken unserer Zeit, den wir, in der größten Jugendgemeinschast aller Zeiten verkörpert haben. Wir wollen uns dieser Zeit würdig erwei­sen und wollen versuchen, des großen Führers wert zu sein, dessen Namen wir in Ehrfurcht und Dank­barkeit tragen dürfen, indem wir auch in aller Zu­kunft in unseren Reihen lebendig erhalten dieses starke und mitreißende Gefühl der Zusammenge-- hörigkeit und dieses bedingungslose Bekenntnis zur Leistung, zur Arbeit und damit zu unserem deut­schen Volk.

Die AeichshauWadl im IeMmukk

Ein herber taufrischer Maienmorgen! Silbergrau spannt sich die Wolkendecke des Himmels, um nur vorübergehend einem Stückchen Blau oder einem flüchtigen Sonnenstrahl Raum zu geben. Die Reichs­hauptstadt strahlt heitere Festlichkeit aus. Der ein­heitlichen, künstlerischen Formgebung der offiziellen Feierstätten und -Plätze, dem repräsentativen ein­drucksvollen Fahnenschmuck des Regierungsviertels, der farbenfrohen Gestaltung der Charlottenburger , Chaussee paßt sich würdig die umfassende Aus­schmückung aller Stadtteile durch die Bevölkerung an, die sich naturgemäß in den Hauptstraßen der Innenstadt und insbesondere längs derVia trium- phalis" vom Lustgarten bis zum Reichssportfeld am reichsten entfaltet. Kilometerweit spannen sich die Girlanden. Frisches Birkengrün leuchtet aus Tor­einfahrten und Fenstern. Fahnen über Fahnen! Auch die Botschafts- und Gesandtschaftsgebäude haben aus Anlaß des Deutschen Nationalfeiertages die Flaggen ihrer Länder gesetzt. Ueberall grüßen weit sichtbare Spruchbänder mit den Parolen des fest­lichen Tages:Achte den Arbeiter, so ehrst Du Dein Volk", Hilf dem Führer helfen" oder Hier mar­schieren die Träger der Nation!"

Da schon im erwachenden Morgen halb Berlin auf den Beinen ist, ist man auch nicht sonderlich verwundert, bereits um 7 Uhr eine große Men­schenmenge vor der Reichskanzlei und in der Wilhelmstraße anzutreffen. Kleine Birken­stämme flankieren die Eingänge zur Reichskanzlei und die Auffahrt zum Propagandaministerium, des­sen Front wieder stilvoll geschmückt ist. Girlanden aus Tannengrün umwinden das Gitter der alten Reichskanzlei und den Balkon. Bewegung kommt in die Menge, als die SS.-Männer die Feldmützen mit dem Stahlhelm vertauschen, und wenige Minu­ten später können die Tausende als erste dem Füh­rer ihren Heilaruß entbieten. Schnell war die Wagenkolonne aber schon den Blicken der Menge entzogen. .

Wieder stand am Anfang des Nationalen Feier­tages des deutschen Volkes die machtvolle Kund­gebung der Hitler-Jugend, in diesem Jahr zum ersten Male imOlympiastadionauf dem Reichssportfeld. In prachtvoller Haltung waren

Relchsminisier Dr. Goebbels sprach dann zu der Jugend der Reichshauptstadt und durch den Rundfunk zur Jugend Deutschlands. Deutsche Jungen und deutsche Mädchen! Es ist das fünfte Mal im nationalsozialistischen Reich, daß ihr zum 1. Mai ackfmarschiert seid. Das erste Mal stan­det ihr am 1. Mai 1933 im Lustgarten, und damals sprach zu euch, zur nationalsozialistischen Jugend, zum ersten, aber auch zum letzten. Male der Reichspräsident Generalfeldmarschall von Hindenburg. Es war uns allen, als wollte er damals der Heranwachsenden deutschen Jugend sein letztes Vermächtnis übergeben, das Testament eines Scheidenden an die kommende Ge­neration. Er prägte damals das Wort: Wer be­fehlen will, muß gehorchen lernen.

In diesen vier Jähren nun, ihr Jungen und Mädchen, habt ihrgehorchen gelernt, und uns alle erfüllt es das Herz mit tiefer Freude, wenn wir euch in eurer stolzen Organisation, die als einzige im nationalsozialistischen Reiche den Namen des Führers trägt, vor uns aufmarschiert sehen. Ihr habt das Vermächtnis Hindenburas wahr­gemacht: durch Fleiß, Disziplin, Arbeit und Leistung wachst ihr als junge Generation in das Reich der Deutschen, in den Staat Adolf Hitlers hinein. In diesem Sinne seid ihr auch heute hier aufmarschiert und in diesem Sinne verpflichtet ihr euch wieder zu Volk, Bewegung, Staat und Füh­rer, indem ihr zur Eröffnung des Nationalen Feier­tages des deutschen Volkes Führer undNation grüßt mit dem Ruf Mwlf Hitler Sieg-Heil!"

Begeistert stimmten die 150 000 in das Sieg-Hell auf Deutschland und seinen Führer ein. Jetzt er­klingt der Badenweiler Marsch: Der Führer ist da! Ein einziger, unbeschreiblicher Jubelsturm schlägt ihm entgegen, als er, aufrecht in seinem Wagen stehend, langsam durch das Marathontor auf die Laufbahn des Stadions fährt. Als der Führer dann auf der Ehrentribüne erscheint, begrüßt ihn erneut Begeisterung aus hunderttausend jungen Kehlen. Der Reichs,ugendführer erstattet Meldung: Mein Führer! Ich melde Ihnen die größte Ju­gendkundgebung der Welt. Ich melde Ihnen den freiwillig vollzogenen Eintritt von 917 445 Jugend­lichen im zehnten Lebensjahr am 20. April d.J.l" Nach dem LiedNur der Freiheit gehört unser Le­ben" und erneut minutenlang aufbrausenden Heil­rufen nimmt der Führer das Wort.

Meine Jugend!

Das deutsche Volk, dessen Jugend ihr seid, feiert an diesem 1. Mai seine Auferstehung als Volk. Was viele Jahrhunderte vor uns ersehnt hatten, ist heute Wirklichkeit geworden. Die natio­nale Einheit, die wir im Laufe dieser Jahr­hunderte mit Blut und Opfern erobern muhten, ist für uns mehr als sie vielleicht für manche anderen Völker sein mag, denen sie leichter gegeben wurde. Wir haben um sie gerungen, haben sie erobert, und wir werden sie nun festhalten für alle Zukunft. Und dafür seid ihr, meine deutschen Jungens und Mäd­chen, die Garanten. Denn diese Zukunft seid ihr. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe ge­stellt, unserer Jugend den Gei st der Volks­gemeinschaft schon frühzeitig einzuimpfen, in dem Alter, in dem die Menschen noch unverbildet und damit unverdorben sind. Damit ihr sie behaltet, seid ihr von uns zusammengefügt, um in den kriti­schen Jahren des Lebens nicht auseinander zu stre­ben, sondern äußerlich und auch innerlich für im­mer beieinander zu bleiben.

Es gibt nur ein deutsches Volk, und es kann daher auch nur eine deutsche Jugend geben! (Stürmischer Beifall.) Und es kann nur eine deutsche Jugend­bewegung geben, weil es nur eine deutsche Jugenderziehung und Ju­gendbildung gibt! (Brausende Zustimmung.) Und die Wenigen, die vielleicht noch im Innern irgendwie glauben, daß es doch noch einmal gelingen könnte, das deutsche Volk von der Jugend her beginnend wieder auseinander zu bringen, sie werden sich täuschen. Dieses Reich steht, und es baut sich weiter auf auf seiner

Jugend! (Tosender Beifall.) Und dieses neue Reich wird seine Jugend niemandem geben, sondern sie selbst in feine Erziehung und in feine Bildung nehmen! (Beifall.)

Wir wollen erstens eine gesunde Jugend! Gesund am Körper und gesund in der Seele. Was wächst in unserem Volke heute für ein wunder­bares, gradliniges, gesundes Geschlecht heran! Man kann stolz sein, diese neue deutsche Jugend zu sehen. Sie trägt in sich und auf ihren Gesichtern Lebens­freude, Lebenslust und auch Leben s- aesundheit. Und zweitens: Wir wollen eine stolze Jugend! Sie soll nicht mit gebeugten Köpfen durch die Lande schleichen, sondern sie soll stolz darauf sein, Söhne unseres Volkes, Töchter unseres Volkes fein zu dürfen! (Stürmischer Jubel). Und wir wollen drittens eine männliche I u - gend und wir wollen weibliche Mädchen. Wir wollen eine tapfere Jugend. Wir wollen in der Zukunft nicht die Standhaftigkeit des einzelnen Jungen ermessen nach seiner Trinkfestigkeit, sondern nach seiner Wider st andskraft. (Stürmi­scher Beifall.) Nicht trinkstark sollt ihr werden, son­dern schlaghart und scylagfett. Das er­fordert die heutige Zeit. Und daher wollen wir diese Jugend schon früh zum Ertragen von kleinen Op­fern, von Härten und Strapazen erziehen. Es wird ihr zugute kommen. Sie wird einmal fest im Leben stehen. Und wir wollen weiter diese Jugend offen erziehen, zu keinerlei Heimtücke, zu keiner Hin­terhältigkeit. Sie soll lernen, gerade zu stehen und gerade zu gehen und jedem frei und offen ins An­gesicht zu blicken. (Tosender Beifall.) Wir wollen keine Duckmäuser, keine Schleicher und keine Krie­cher, sondern wir wollen, daß unsere deutsche Ju­gend einmal ein offenes und gradliniges

Geschlecht ergibt. Sie soll in diesem Sinne höchste Kameradschaft pflegen, sie soll schon in ihren jungen Jahre d.i e Treue üben; sie soll aber vor allem eines wissen: Jeder von euch soll in diesem Staat den Marschallstab im Tornister tra­gen können, politisch und militärisch!

Allein jeder, der einmal irgendwo und irgend­wie führen will, muh auch gelernt haben, zu gehorchen. (Beifallssturm.) Niemand kann befehlen, der nicht selbst gehorchen gelernt hat. Niemand könnte befehlen, wenn nicht andere ihm gehorchen würden. Es gibt nicht nur einen Stolz des Befehlens, sondern es gibt auch einen Stolz des Gehorsams, des Glückes, sich hinter einen Wann zu stellen! (Langanhaltender Beifall.) Männliche und ge­sunde Völker werden diesen Gehorsam als etwas Selbstverständliches empfinden. Es ist nichts anderes, als unsere altgermanische Ge­folgschaftstreue, die die Hlänner an Einen ket­tete bis zum letzten Atemzuge. (Stürm. Beifall.)

Aber wir wollen auch, daß ihr eine fröhliche und freudi ge Jugend fein sollt. Ihr sollt nicht mit vergrämten Gesichtern herumgehen, son­dern ihr sollt lachend in die Welt hineinblicken. Und ihr habt Grund dazu, denn diese Welt, eure Welt, unser Volk, unser Reich: sie sind schöner ge­worden, als sie je zuvor waren! (Jubelnde Zu­stimmung.) Und daher sollt ihr auch diese Schön­heit kennenlernen. Ihr sollt und ihr müßt Deutsch­land kennenlernen, damit ihr es so ganz in eure jungen Herzen aufnehmen und es ganz lieben könnt. So sollt ihr sein und so seid ihr! Und der junge Jahrgang, der mit fast einer Million

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Am Morgen des 1. Mai im Olympia-Stadion. (Schetl-Bilderdienst-M.)

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Reichsjugendführer meldet die angetretenen Formationen dem Führer.

Knaben und Mädchen jetzt in eure Reihe am 20. April eingerückt ist, auch er wird sich ganz in diese Gemeinschaft hineinleben. Er wird m sie hineinwachsen, und es wird ihm so selbstverständ­lich sein, daß er nur in ihr allein leben kann. Und er wird aus dieser Gemeinschaft einst entlassen werden in die Organisationen der Par­tei, in die des praktischen Lebens; und er wird dann einrücken in den Reichsarbeitsdienst und schließlich werden die Männer Soldaten sein und werden damit die letzte Weihe zum Dienst für ihr Volk empfangen. Und so wie Generationen diese Pflichten erfüllt haben, so wird diese Jugend diese Pflichten einst erst recht erfüllen! Sie wird stärker sein als die Jugend der Vergangenheit, denn sie hat schon von Kind auf nichts anderes gelernt als gehorchen, treu fein, anständig, offen, tapfer, mutig, entschlossen, aber auch jung sein. (Jubelnde Kundgebungen.)

Und deshalb wird und muh, fo wie ihr meine lieben Jungen und Mädchen dieses unser Deutschland liebhabt, auch dieses Deutsch­land euch liebhaben. (Brausender Bei­fall.) Ihr seid für uns alle der weitaus größte Schah, den es gibt Ihr seid für uns alle das Unterpfand des Glaubens und der Hoffnung für unser Volk. Indem wir euch sehen, haben wir ein unbändiges Vertrauen und eine unermeßliche Zuverficht in die Zukunft unseres Volkes, des Volkes, dessen Jugend ihr seid, dessen lUännet und Frauen ihr einst sein werdet, dem wir alle gehören jetzt und bis an das Ende aller Tage. Und damit bitte ich euch nun, stimmt mit mir ein in unseren deutschen Ruf, den Ruf unserer Bewegung, des nationalsozialistischen Deutschen

Reiches: Unser deutsches Volk Sieg-Heil!

Die Lieder der Nation rauschen durch den Rund­bau. Der Wagen des Führers setzt sich wieder in Bewegung und durchquert langsam die Kampfbahn. Immer wieder grüßt der Führer herzlich zu feiner Jugend hinauf, die feine Fahrt mit unbeschreiblichem Jubel und überschäumender Begeisterung begleitet. Es ist eine einzige Triumph fahrt Adolf Hitlers durch seine Jugend, die stolz darauf ist, daß sie als einzige Organisation des nationalsozialistischen Staa­tes feinen Namen trägt.

Oie Festsitzung

der Reichskulturkammer

Zwischen dem großen Jugendaufmarsch im Olympiastadion und der Riesenkundgebung des ge­samten schaffenden Volkes im Lustgarten liegt wie in jedem Jahre die große Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opern­hause, in deren Mittelpunkt die Verkündung des nationalen Film- und Buchpreises durch den Prä­sidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, steht.

In der großen Ehrenloge im ersten Rana nimmt der Führer zusammen mit Reichsminister Dr. Goebbels, Reichskriegsminister Generalfeldmar- schall von Blomberg, Reichsorganisattonslei- ter Dr. Ley und dem stellvertretenden Präsidenten der Reichskulturkammer Staatssekretär Funk Platz. In einer anderen Loge sitzt neben dem Ju­gendführer des Deutschen Reiches der Führer der italienischen Jugend, Staatssekretär Ricci. Im ersten Rang sieht man u. a. zahlreiche Reichsminister und Reichsleiter, die Präsidenten der Einzelkammern in der Reichskulturkammer, die Reichskulturwalter und Mitglieder des Kultursenats sowie Staatssekretäre, Reichsstatthalter und Gauleiter, Offiziere und Füh­rer aller Parteigliederungen sowie Persönlichkeiten des künstlerischen und wissenschaftlichen Lebens. Das Diplomatische Korps ist fast vollzählig erschienen.

Die feierlichen Klänge der 3. Leonoren» Ouvertüre von Beethoven, gespielt vom Orche­ster des Deutschen Opernhauses unter Leitung von Generalmusikdirektor Rother, leiten die Feierstunde ein. Dann bringt Staatsschauspieler Friedrich Kayßler einen länqeken Abschnitt aus der gro­ßen Kulturrede des Führers auf dem Parteitag der Freiheit zu Gehör. Das Orchester des Deutschen Opernhauses und der Kittelsche Chor übermittelten unter Leitung von Professor Bruno Kittel das Heldenrequiem" des jugendlichen Komponisten Gottfried Müller. Dann betritt der Präsident der Reichskulturkammer Reichsminister Dr. Goebbels die Bühne.

Reichsmmifier Dr. Goebbels vettündet die Staatspreife.

Der Führer habe, fo erklärte Dr. Goebbels ein­leitend, schon im Jahre 1922 das prophetische Wort vom Arbeiter der Stirn und der Faust geprägt, die sich gegenseitig wieder ach­ten lernen müßten, damit sich aus ihnen der neue Mensch herauskristallisieren könne. Damals gähnte noch zwischen dem Hand- und Kopfarbeiter eine unüberbrückbar scheinende Kluft.Dieser Zu­stand ist nun längst überwunden. Wir Deut­schen sind unterdes eine geeinte und arbeitende Ge­meinschaft geworden. Wir feiern den 1. Mai, der früher dem Klaffenkampf und der Aufspaltung un­serer Volksgemeinschaft gewidmet war, heute als nationalen Feiertag der deutschen Arbeit." Dr. Goebbels wies mit Nachdruck darauf hin, daß an einem solchen Tage auch der Künstler nicht fehlen dürfe. Denn feinem Beruf und seiner Be­rufung nach sei er der erste geistige Arbeiter des Volkes. Er müsse mit dem Volk gehen, denn sein Werk entspringe aus dem tiefest Boden unseres Volkstums und seine Kunst stelle die höchste und edelste Blüte des völkischen Nationalwillens dar. Kunst und Künstler müßten im Volke bleiben und aus dem Geist des Volke heraus schaffen. Dr. Goeb­bels betonte, daß jede lebende Generation die Auf­gabe und Pflicht habe, den Kulturdesitz ihres Volkes in feiner ganzen umfassenden Weite und Bedeutung zu erhalten und ihn ihrer Art und ihrem We­sen gemäß zu vermehren. Niemals dürfe die Vergangenheit Experimentierobjekt für die Geaen- roart fein. Wir, nie wir von dem Glauben erfüllt eien, daß die Ereignisse unserer Zeit einmal Ge- chichte sein und deshalb in den Traditionsbesitz um eres Volkes ausgenommen würden, hätten um so mehr die Pflicht, den Werten der Vergan­genheit gegenüber ft ä r f ft e Pietäk zu 1 üben. Nur aus dieser Pietät heraus können wir die