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Kr.ZZ vierter Blatt_____________ Siebener Anzeiger (Geiieral-Aiizeiger für GberWen) Samstag, Z.AprII IM

Llmzugssorgen leicht gemach».

Tage des Wohnungswechsels.-Möbelwagen überall.Helfer der Hausfrau.

Wichtige Vorarbeit: Porzellan wird verpackt.

Umzug! Das bedeutet Revolution im Reiche der Hausfrau und ist schlimmer als Großreinemachen. Umzug bedeutet nach üblicher Meinung für die Hausfrau eine Fülle der Arbeit, der Unruhe, der Sorge, bedeutet heftige Störungen der gewohn­ten Ordnung und Umstellung auf neue Verhältnisse, auf andere Räume und hot mancherlei Umständlich­keiten im Gefolge immer dann, wenn es nicht nur aus einer Straße in die andere geht, sondern be­sonders dann, wenn mit Kind und Kegel in eine andere Stadt umgezogen werden soll. Die Hausfrau ist gefühlsmäßig gegen Umzug, und nur ein Umstand kann sie trösten und ihre Energien ver­vielfachen: wenn die neue Wohnung schöner, son­niger, geräumiger und vielleicht gar billiger ist!

Aber was dem einen die Eule ist, das ist dem anderen die Nachtigall! Dem Möbeltransport-Unter­nehmer kann gar nicht genug umgezogen werden, ja, er wartet geradezu darauf, daß die Leute um­ziehen. Solche Volksgenossen, die 40 oder gar 50 Jahre lang unverrückbar fest in einer Wohnung vor Anker gegangen sind, erfreuen sich nicht seiner

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Möbelversand im Eisenbahnwaggon.

Zuneigung. Gegenwärtig werden die Möbeltrans- port-Unternehmungen allerdings nicht über man­gelnde Beschäftigung zu klagen haben Die Woche um den ersten April bringt immer Großkampftage. Spater im Jahr zu Anfang Oktober ist noch- mols große Umzugszeit, aber auch zu Anfang Ja­nuar und zu Beginn des Sommermonats Juli gibt es Umzüge zu bewerkstelligen. Gerade in diesen Tagen des April also sind wieder viele Möbel­wagen unterwegs, und ihre großen Flächen rufen Namen in das Straßenbild, die Namen der Unter­nehmer und Städtenamen aus allen deutschen Gauen. Da liest man Hamburg, Leipzig, München oder Kottbus aber, kurios! wenn man die Möbeltransporteure fragen würde, ob tatsächlich die Möbel nun aus Hamburg oder Leipzig kom­men, dann würden sie vielleicht lachen und sagen: Nee! Aus Freiburg i. Br. und nicht aus Hamburg;

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Mit vielgeübter Technik wird der Schrank getragen, oderNicht aus Leipzig, sondern aus Trier!" Wo mag da des Rätsels Lösung stecken?

Jeder Möbeltransport-Unternehmer, aber auch fast jeder Möbeltransporteur, kann Aufschluß geben. Die Sache ist folgendermaßen: Die Möbeltransport- Unternehmungen sind alle in einer Fachschaft zu- sammenaeschlossen und pflegen dabei eine geradezu ideale Zusammenarbeit. Jeder kann jedermanns Wagen verwenden! Sie tauschen gegenseitig ihre Wagen aus! Angenommen, eine unserer hiesigen Firmen bringt die Möbel eines hiesigen Professors, der in München ein Lehramt übernommen hat, nach München. Für den Rücktransport des leeren Wagens wäre ein stattlicher Betrag aufzuwenden, mit dem der Umziehende belastet werden müßte. Der Leer-Rücktransport wird aber vermieden. Er wird deshalb in einer in kurzen Abständen erscheinendenWagenliste" (von der Reichsfachschaft herausgegeben) ausgeschrieben, und wenn nun ein Münchener Spediteur einen Trans­port nach Frankfurt, Gießen oder Marburg (oder nach einem beliebigen Ort in der Nähe von Gießen) zu bewerkstelligen hat, so wird er sich des Wagens bedienen können, in dem die Möbel des Professors nach München gebracht worden waren. Die Fracht­gebühren (Reichsbahn) für den leeren Wagen sind sehr niedrig, wenn die Strecke unter 100 Kilometer Entfernung beträgt. So kann es also sein, daß die Wagen der Gießener Spediteure in ostpreußischen Städten rollen, an der Wasserkante oder am Boden­see. Von den etwa 30 großen Möbelwagen, mit denen die Gießener Unternehmen ihre Transporte bestreiten, ist immer eine stattliche Anzahl unter­wegs; daß einmal alle im Stall des Besitzers stehen, kommt kaum vor. Selbstverständlich verfügen die hiesigen Möbeltransport-Unternehmen ebenso über

auswärtige Wagen, wie überall im Reiche über die Gießener Wagen verfügt werden kann.

Das Möbeltransportwesen ist im Laufe der Zeit schon so weit ausgebaut worden, daß sich die Haus­frau keine Sorge um ihren Umzug zu machen braucht. Erstens kann man sich schon einmal den Packer ins Haus bestellen, der alles Glas und Por­zellan nach vieljähriger Erfahrung in besondere mit­gebrachte Kisten packt, daß es kaum Scherben geben kann. Und wenn dann am anderen Morgen der Möbelwagen vor der Tür steht, schon um 6 Uhr, dann beginnen die kräftigen Männer ihr Werk, die seit Jahrzehnten geschult und durch Erfahrung ge­witzigt, Stück für Stück der Möbel von noch so hohen Stockwerken unbeschadet auf die Straße in den Wagen bringen. Unbeschädigt immer dann, wenn es der Schreinermeister mit den Ausmaßen des Möbelstückes nicht allzu monumental beabsich­tigt hat, oder wenn der Baumeister eines vergange­nen Jahrhunderts in sündhaftem Unverstand nicht eine Treppe gebaut hat, die auch den geduldigsten Möbeltransporteur zur Verzweiflung bringt.

Unvorstellbar und nicht auszumalen, wenn ein solcher Möbeltransporteur und ein solcher Bau­meister noch aneinandergeraten könnten! Aller­dings sind die Möbelträger in den älteren Teilen unserer Stadt Kummer gewöhnt und es bleibt ihnen wahrhaftig und, menschlich verständlich, häufig nichts anderes übrig, als sich zum Frühstück mit einer Flasche Bier zu trösten. Die meisten umziehen­den Volksgenossen lassen es deshalb in der Er­kenntnis dieser Sachlage an einer Flasche Bier und einigen Zigaretten nicht fehlen. Es beruhigt beide Teile! Außerdem erhält jeweils die Gruppe der Möbelträger ihrMetergeld" (früherTrinkgeld" genannt), das ihnen nach alter eingebürgerter Sitte gerne zugebilligt wird, da ja gerade der Möbel­transporteur bei seiner Arbeit viel seiner eigenen Kleidung zerreißt und sie immer wieder ersetzen muß.

Unter den Möbeltrans­porteuren in unserer Stadt gibt es manchen, der schon seit 25 und 30 Jahren sein Brot auf diese sicherlich nicht leichte Art verdient. Sie sind ihren Unternehmern alte treue, zuverlässige Helfer; unter ihnen ist manche ehrliche Haut, auf die man sich sorglos verlassen kann. Die Firmen wissen, was sie an solchen Mitarbeitern haben! Sie wissen auch, daß der Ruf des Unter­nehmers nicht zuletzt von jenen abhängt, die uner­müdlich mit schweren La­sten treppauf und trepp­ab steigen.

Diana und der Möbeltransporteur. Mit solchen Schätzen wird besonders sorgfältig umgegangen. (Aufnahmen |6J: Neuner, Gießener Anzeiger.)

stab wäre sonst allzu ungenau! Uebrigens kommt im Umfang der Umzüge eine aufschlußreiche Zeiterschei­nung zum Ausdruck: diegroßen" Umzüge von zwanzig und mehr Meter werden immer seltener. Die gegenwärtig heiratende Generation kommt mit weitaus weniger Einrichtungsgegenständen aus, als es der Generation vorher möglich erschien. Die Um­züge der jüngeren Generation bewegen sich zwischen fünf und zehn Meter.

Wenn auch der Großteil der körperlichen Arbeit

Wenn alles vorher ein­gehend besprochen wor­den ist, von der Hausfrau mit dem Spediteur, vom Unternehmer mit seinen Helfern, dann rollt ein Umzug wie am Schnür­chen. Wer heute z. B. von der Grünberger Straße in die Frankfurter Straße ziehen will, morgens bei guter Zeit aufsteht, kann am Abend in der fix und fertig eingerichteten neuen Wohnung zu Bette gehen, ohne von seinem Umzug sonderlich viel bemerkt zu haben. Dabei ist es gleich­gültig, ob es sich um einen Fünf-Meter- oder um einen Zwanzig-Meter- Umzug handelt.

Die Möbel - Transport­unternehmungen rechnen nämlich nach Wagen­metern! Nicht etwa nach so- und soviel Zimmer- Einrichtungen! Der Maß­

Flügeltransport: Hier müssen dis Männer ihr ganzes Können beweisen.

Spiegel, Bilder und Uhren werden gesondert untergebracht.

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GIESS

Skandal um Dr.Vandergruen Boman von Hans Hirthammer.

Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S.

7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

6.

Als Dr. Vandergruen dann so unversehens dieser von Grund auf verwandelten, bezaubernd aussehen­den Gisch gegenübersteht, kann er vor Verblüffung zunächst feine Worte finden.

Er zählt gewiß nicht zu der Sorte von Män­nern, die wegen einem Paar hübscher Augen das Gleichgewicht verlieren. Nem, sowas kann ihm nicht gefährlich werden.

Vielleicht hätte damals, als er in der Tiefe um Leib und Leben kämpfte, eine kommen müssen, eine, die sich mit allen Fasern ihres Seins ihm zum Beistand gegeben hätte, keine Fordernde, sondern eine bedingungslos sich Verschenkende.

Es ist ihm manches blanke Gesicht vor die Augen gekommen und hat ihn verlangend ange- lächelt, manch lockendes Wort ist an sein Ohr ge­drungen. Aber da ist er schon zu sehr verhärtet gewesen, hingereckt seinem Ziel, ein strenger Steuermann seines Schiffes. Und das Leben ist an ihm vorbeigesprüht.

Er muß jedoch, wenn auch widerwillig, aner­kennen daß dieses junge Mädchen hier etwas Be­sonderes darstellt. Keineswegs eine Schönheit, be­wahre, aber eine Frische und Anmut, nicht übel anzuschauen!

Mit dieser Feststellung scheint die Angelegenheit für ihn erledigt. Er nimmt Platz Maria schenkt Kaffee ein, schön, man wird also dieses Frühstück über sich ergehen lassen.

Gischt sitzt wie auf Kohlen Der Herr mochte sie ja am liebsten hinauswerfen, das merkt man ihm an. Erst hat er sie zwar angestarrt als wäre sie ein Mondkalb, aber jetzt ist sie überhaupt nicht mehr für ihn da. ... ...

Auch wegen der Arheitsversaumnis macht |ie sich Vorwürfe. Das Fräulein hat zwar vorhin angeru­

fen, in dieser Hinsicht ist nichts zu befürchten, aber welch ein Leichtsinn, welch ein Frevel, mir nichts dir nichts einen vollen Tagelohn hopsgehen zu lassen, noch dazu, wo man alles versuchen müßte, den Geldverlust wieder einzubringen.

Sie greifen ja gar nicht zu, Fräulein Amelung!" wundert sich Maria.Und ein Gesicht machen Sie, Gottegott, so viel Sorgen?" Lachend türmt sie einen beträchtlichen Berg von Kuchenstücken auf Gischs Teller.So, das muß gegessen werden!"

Gisch nickt ergeben, und das sieht so komisch aus, daß Dr. Vandergruen unversehens zu grinsen an­fängt.Meine Schwester scheint Ihnen allerhand Fähigkeiten in dieser Hinsicht zuzutrauen. Werden Sie's denn schaffen?"

Gisch richtet einen hilfesuchenden Blick auf Ma­ria, dann nickt sie ein mutiges Ja.

Nun muß Stefan aber wirklich losplatzen, er kann sich nicht helfen. Und da so etwas auf Gisch immer ansteckend wirkt, lacht sie mitunter mit.

Sonderbar, Dr. Vandergruen empfindet plötzlich eine recht behagliche Laune. Unsinn, denkt er, das Kind ist genau besehen gar nicht übel, warum hat man sich eigentlich geärgert?

Sie können von Glück reden, Fräulein, daß meine Schwester heute nacht dazwischenkam. Ich hätte Sie wirtlich erbarmungslos fortgejagt!"

Gisch senkt den Kopf.Ja", meint sie,das wäre ja wohl auch verständlich und durchaus tn Ordnung gewesen." _ , ,

Will ich jetzt, da ich Sie bei Tageslicht sehe, keineswegs mehr behaupten. Sie sind ein ganz ent­zückendes junges Mädchen!"

Maria wendet überrascht den Blick zu ihm. Oyo, denkt sie, sieh mal an!

Gisch aber lächelt, und dies Lächeln geht dem Mann irgendwie ans Herz. So lächeln kleine Mäd­chen, wenn man sie lobt, weil sie tn der Schule fleißig waren. Weiß sie denn noch nichts von galan­ten Redensarten? Hat noch niemand zu ihr gesagt: Du bist ein entzückendes Mädel!?"

Nun muß ich meiner Schwester dankbar fein, daß sie mich hinderte, einen groben Mißgriff zu begehen. Ich hoffe, daß Sie meine unfreundlichen Worte vergessen werden."

Ach, es war gar nicht so schlimm Wissen Sie, in der Fabrik werde ich auch manchmal ordentlich

angepfiffen. Wenn man das immer gleich tragisch nehmen wollte, pah!"

DiesesPah!" am Schluß gibt den Ausschlag. Sogar Maria bekommt ein heftiges Zucken um die Mundwinkel. Von Stefan gar nicht zu reden, es ist eine Explosion geradezu, er kann sich nicht mehr halten. DiesesPah!" wird sich einbürgern im Hause, Stefan Vandergruen wird es immer ge­brauchen, wenn es gilt, das Bewußtsein erhabener Ueberlegenheit kundzutun. (Man will mir wegen dieser Geschichte mit dem japanischen Geheimtext meine Laufbahn vernichten, pah!")

Jetzt lachst du noch darüber, Stefan Vandergruen, aber vielleicht wirst du diesesPah!" einmal bitter nötig brauchen können.

Gisch kann sich nicht recht vorstellen, warum ihre Worte solche Heiterkeit erregen. Es sind eben ko­mische Leute, die über alles lachen müssen, denkt sie. Und wendet sich mit großem Ernst der Vertilgung ihres Kuchens zu.

Dr Vandergruen beginnt von dem gestrigen Abend zu berichten.Ein heißer Kampf! Wenn es um die Vorteile Japans geht, kann Otfuki direkt ekelhaft werden. Uebrigens habe ich ihm von diesem Text erzählt, eine kurze Andeutung allerdings bloß. Er will mir bei der Übersetzung behilflich sein."

Maria macht ein sehr ernstes GesichtIch weiß nicht, Stefan, mir ist, als ob du dich da in eine etwas unheimliche Geschichte eingelassen hättest. Hof­fentlich erwächst dir kein Unheil daraus!"

Aber Mädel, du phantasierst ja! Unheil, pah!"

Er hat den Tonfall von Gisch genau getroffen, und nun lachen sie alle drei.

Im Gegenteil!" fährt Stefan fort.Du wirst dich vermutlich auf durchaus angenehme Über­raschungen gefaßt machen müssen. Ich will dir noch nichts weiter verraten, jedenfalls war Direktor Ker­stens äußerst liebenswürdig, wir haben eine Flasche Wein mitsammen getrunken und uns sehr angeregt unterhalten."

Nun, das ist ja wirklich--" Mitten im Satz

hält sie inne und sieht verwundert auf Fräulein Amelung, die auf einmal bleich und verstört auf ihrem Stuhl sitzt.

Was haben Sie denn? Ist Ihnen nicht gut?"

Vielleicht hat sie wirklich zu viel Kuchen gegessen, denkt sich Stefan. Wer's nicht gewohnt ist--?

Nun, mit dem Kuchen hat das nichts zu tun. Son­

dern die beiden Dunkelmänner sind ihr eingefallen, die in dieser Nacht ihr soviel Schreck einjagten, und deren spukhaftes Erscheinen jetzt ein höchst geheim­nisvolle Bedeutung gewinnt. Sicher waren das gar keine gewöhnlichen Einbrecher, sondern ihr Tun hing irgendwie mit den Dingen zusammen, von denen das Fräulein gesprochen hat.

Ganz nahegerückt, ganz gegenwärtig sind wieder die Geschehnisse. Wie das Auto in die Straße ein­biegt und eine Strecke vom Haus entfernt hält, wie die beiden Kerle auf sie zukommen.Sie gehören zu Koltschew, erraten?" Dieser Satz ist gerade wegen seiner scheinbaren Sinnlosigkeit fest in ihrem Ge­dächtnis hasten geblieben, und auch die gräßliche Fratze des Mongolen wird sie nicht mehr verscheu­chen können.

Und jetzt hört sie da von einem geheimnisvollen Schriftstück, das sich anscheinend im Besitz des Dok­tors befindet und dessen Dasein dem Fräulein Angst einflößt.

Da bestehen Zusammenhänge, ganz sicher. Den beiden Nachtschwärmern ging es um dieses Schrift­stück.

Wer aber ist dieser Koltschew, mit dessen Namen man sie selbst. Gisch Amelung, in Verbindung brachte?

Sie möchte brennend gern den Doktor fragen, ob ihm der Name Koltschew bekannt ist. Aber sie bringt kein Wort über die Lippen, ihre Zunge ist von Angst gelähmt.Wenn Sie sagen jemand', wir Sie machen kaputt." Und der Mann sah nicht nach einem Spaßvogel aus.

Sie weiß- wenn sie ein Wort nur sagt, dann wird sie rettungslos in dieses Schicksal hineingezogen, dann muß sie ihre Rolle üvemehmen.

Aber ist sie denn nicht schon in das Netzwerk geraten? Zappelt sie nicht schon?

Ja, sie fühlt es als sei's ein dumpfer, lähmender Traum: es ist etwas geschehen etwas, was sie noch nicht fassen kann, eine Nacht hat ihre Abgründe vor ihr aufgerissen und ihrem Dasein eine andere Bahn beschrieben.

Als Marias besorgte Frage an ihr Ohr klingt, reißt sie die schweifenden Gedanken zusammen. Mir fehlt wirklich nichts Es ist bloß ich habe es ist dies hier alles so neu für mich." Nein, sie kann nicht davon sprechen, vor ihrem Blick schattet drohend ein fratzenhaftes Gesicht.