Rundfunkprogramm
Sonntag, 4. April:
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelchoräle. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: Pflicht und Sendung des grenzdeutschen Dichters. Von Robert Hohlbaum. 10: Die Kraft des Gemütes ist es, welche Siege erkämpft. 10.30: Chorgesang. 11.15: Wir halten Einkehr: „Frei und einsam". Eine Funkfolge zum 40. Todestag von Johannes Brahms (3. 4.). 12: Musik am Mittag. 13: Tag des deutschen Rudersportes: Anrudern im ganzen Reich. 13.15: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. April — April. Ein lustiges Kasperlstück von W. Martinelli. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. Frondienst auf eigenem Boden! Vom großen Bauernsterben im Reich der roten Zaren. 16: Musik zur Unterhaltung. Zu Haus — bei Johann Strauß. 18: Bei den Erdmännlein in der Haseler Höhle. 18.30: „Zur Dämmerstunde". 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: „Rundherum um Paul Lincke", ein Abend voll Sang und Klang. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendegebiet. 22.15: Sportbericht. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.
ZHonlag, 5. April:
6 Uhr: Deutsches Wächterlied, von Urack — Mor- spruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten — Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Musikalische Rückantworten. 15: Volk und Wirtschaft. Ein Kunstharz-Bäcker erzählt. 15.15: Kinderfunk. Jetzt basteln wir wieder. 15.45: Kammermusik. 16.15: Das Mainschiff. Aus dem Schaffen südwest
deutscher Dichtung: Max Orth. 16.30: Unterhaltungkonzert. 17.30: In der Erzählerecke. 1. Eine Viertelstunde Balkan. Von Dr. Erwin Ulrich Mo- zer. 2. Ungarische Bilder. Von Kurt Hillmer. 18: Musikalischer Abendbummel. 19: Klaviermusik. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 19.50: Zeitfunk-Vorschau zum 12. Deutschen Sänger-Bun- des-Fest 1937 in Breslau. 20: Nachrichten. 20.10: Känge der Heimat. Und immer noch hör' ich die alten Lieder. 22: Nachrichten, Grenzecho.
Dienstag, 6. April:
6 Uhr: Choral. 6.30: Gymnastik. Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 9.30: Schrammelmusik. 10.45: Hausfrau hör
Stadlkinder wollen aufs Land!
Hessen-Nassauer, gebt der NSV. Freiplähe!
zu! 11.30: Sportfunk für die Jugend. Aus einer Turnstunde bei den Jüngsten der Schule. 11.45: Landfunkt. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musica zu Gast! Weber — Liszt — Schubert. 15: Volk und Wirtschaft. Wir exportieren die meisten Maschinen. 15.15: Das deutsche Lied. Lieder von Burgstaller, Pfitzner und Stiebitz. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Der Sozialdienst. 18: Konzert. 19: Aus dem RAD.-Lager 2/244 Kirchberg: „Lustig mit dem blanken Spaten ..." 19.30: Kampf dem Verderb. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Abendkonzert. 22: Nachrichten, Grenzecho. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Abholzen von hiebeiunreifen Walnußbäumen strafbar.
Fwd. Die Fälle mehren sich, daß hiebsunreife Walnußbäume, also solche unter 45 Zentimeter Brusthöhendurchmesser, gefällt und verkauft werden. Da das Schlagen der Walnußbäume in volkswirtschaftlich vernünftigen Grenzen gehalten werden muß, hat der Reichs- und Preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft eine Verordnung erlassen, die den Einschlag von hiebsunreifen Walnußbäumen unter 45 Zentimeter Brusthöhendurchmesser verbietet, und unter Strafe stellt. Durch diesen Erlaß soll der Einschlag hiebsreifer Walnußbäume nicht gehindert werden. Es wird auch von einer Preisbildung abgesehen, da nach der Ausführungsverordnung des Reichskommissars zur Verordnung über das Verbot von Rundholzverkäufen nach dem Meistgebot vom 10. Februar 1937 § 1 Ziffer 1, Wertholz allgemein nicht preisaebunden und Walnußbaumholz als Wertholz anzusehen ist. Der Reichsnährstand macht es seinen Stellen zur Pflicht, darauf zu dringen, daß für den eingeschlagenen hiebsreifen Walnutzbaum an geeigneter Stelle als Ersatz ein neuer gepflanzt wird.
Es fei noch darauf hingewiesen, daß in letzter Zeit mehrfach beobachtet werden konnte, wie Händler sich an Bauern und Landwirte, die Walnußbäume besitzen, heranmachten, um sie zum Verkauf zu veranlassen. Es besteht Veranlassung zu der Annahme, daß die Besitzer über den tatsächlichen Wert solcher Walnußbäume in der Regel nicht unterrichtet sind und die Stämme unter Preis abgeben. Deshalb wird empfohlen, in allen Fällen vor dem Kaufabschluß die zuständige staatliche Forststelle über den Wert des zum Verkauf bereitstehenden Walnußbaumes zu befragen. Auch die Ortsbauernfüh
rer sind in der Lage, entsprechende Auskunft zu geben.
Opfer der Arbeit am Motorprüfstand.
Lpd. Darmstadt, 2. April Als der seit Jahren im gleichen Betrieb beschäftigte 54jährige Georg Pius Roß köpf aus Münster am Prüfstand mit dem Einlaufen eines Motors beschäftigt war, erfolgte eine Explosion des Motors, wobei Roßkopf so schwer verletzt wurde, daß er an den erlittenen Wunden alsbald st a r b.
Amtsgericht Gießen.
Vor dem Amtsgericht hatte sich gestern der schon mehrfach wegen Bettelns und Landstreicherei vorbestrafte W. D., geboren in Geistenbeck (Rhld.), zur Zeit ohne festen Wohnsitz, zu verantworten. Der Angeklagte, der schon seit Jahren von einem Gefängnis in das andere wandert, der auch schon mit dem Zuchthaus Bekanntschaft gemacht hat und schon zweimal in einem Arbeitshaus untergebracht war, war kurz nach der Verbüßung einer Haststrafe wegen Bettelns in Klein-Linden wegen Bettelns und Landstreicherei aufgegriffen worden. Bei seiner letzten Bestrafung im Dezember 1936 hatte der Richter nur mit Rücksicht auf sein festes Versprechen der Besserung davon abgesehen, ihn in das Arbeitshaus zu stecken. Trotzdem war er wieder rückfällig geworden. •
In der gestrigen Verhandlung war er geständig. Das Gericht verurteilte ihn, da eine Besserung doch nicht mehr zu erwarten ist, zu der gesetzlichen Höchststrafe von 6 Wochen Haft. Außerdem wurde seine Unterbringung in ein Arbeitshaus an- geordnet. Bei so eingefleischten Bettlern ist die Unterbringung in dem Arbeitshaus die einzige Möglichkeit, sie von der Straße wegzubekommen.
Heute nacht um 3/412 Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine herzensgute Frau, unsere geliebte Mama, unsere HebeXDma. Schwiegermutter. Schwägerin undTante
Frau Elise Bock, geb. Stecher
im Alter von 69 Jahren.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Franz Bock, Tapeziermeister.
Gießen (Liebigstraße 93), den 2. April 1937.
Die Trauer feier findet in aller Stille statt
01716
Klein-Linden, den 2. April 1937
2327 D
im 54. Lebensjahre
Gießen, Bergneustadt und Bern, den 2. April 1937.
2273 D
Heuchelheim, den 3. April 1937
2329 D
Klein-Linden, den 3. April 1937.
01681
In tiefem Schmerz:
Kasper Panzer
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank
Die Beisetzung findet auf Wunsch der Entschlafenen in aller Stille statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.
Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 4. April, nachmittags um 2 30 Uhr vom Sterbehause, Lützellindener Straße 19. aus statt
Am Freitag, dem 2. April 1937, vormittags 6 Uhr, verschied nach langem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Schwester
Frau Käte Lerch, geb. Mai
Im Namen der Hinterbliebenen:
Heinrich Lerch, Verwalter i. R.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen .-
Friedrich Kreutzer
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Ufer.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen erwiesen wurden, danken wir herzlichst
Dem Henn über Leben und Tod hat es gefallen, meine treue, unvergeßliche Lebensgefährtin
Luise Panzer, geb. Reuschling
nach schwerem Leiden im 68. Lebensjahre zu sich in sein himmlisches Reich zu nehmen
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