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Handelsabkommen geebnet hätten.Daily Expreß" hält den Abschluß eines solchen Abkommens schon für sicher. Der erste Schritt werde ein Handel s- a b f o m ni e n mit niedrigen Zolltarifen sein. Es bestehe auf beiden Seiten der ehrliche Wunsch, daß dieses Abkommen zu einer politi­schen Verständigung führen solle.

Richtfest der Zeppelin-Siedlung.

Das Heim der Belegschaft des Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main.

LPD. Frankfurt a. M., 2 April. In der Siedlung, die in der Nähe des Flug- und Luft­schiffhafens Rhein-Main auf einem etwa 6,5 Hektar großen Gelände für die Angehörigen der Deutschen Zeppelin-Reederei erstellt wird, konnte das Richtfest begangen werden. Der erste Bauabschnitt umfaßt 92 Wohnungseinheiten, meist Einfamilienhäuser mit je 600 bis 1000 Qua­dratmeter Gartenanteil. Die Siedlung liegt etwa 1 Kilometer vom Luftschiffhafen entfernt, damit das Luftschiffpersonal wegen der teilweise nächtlichen Starts und Landungen der Luftschiffe jederzeit auf dem Luftschiffhafen zur Verfügung steht.

Nach der Flaggenhissung begrüßte Kapitän Carl C h r i st i a n s e n die Ehrengäste. Oberstleutnant H a r t.o g vom Luftamt Frankfurt überbrachte die herzlichen Glückwünsche des Reichsministers der Luftfahrt.

Gauleiter Sprenger dankte allen, die mitge­holfen haben am Bau dieser Siedlung. Die Man­ner, die besonders während der besseren Jahreszeit dauernd auf Fahrt begriffen seien und die manch­mal nur 24 Stunden, manchmal auch weniger oder mehr zu Hause sein können, müßten für diese Zeit Heimstätten haben, in denen sie Erholung und Stärkung ihrer Nerven und Körperkräfte finden. In diesen 92 Häusern seien wirkliche Familienwoh­nungen herauszubringen, die diesen Anforderungen genügen müßten. Auch die Gefolgschaften der Luft­hansa und des Zollamts sollten hier untergebracht werden, so daß die große Gemeinschaft, die drüben im Hafen die Luftschiffe und die Flugzeuge betreue, in dieser Siedlung wiederum als große Gemeinschaft, untergebracht werde. Der Gauleiter gab bekannt, daß er dieser Siedlung den NamenZeppelin- Heim" gegeben habe und nahm dann die Grund­steinlegung zu dem Gemeinschaftshaus des Zeppe­lin-Heims vor. Mit dem Wunsche, daß dieses Haus der nationalsozialistischen Weltanschauung unseres Führers Adolf Hitler jetzt und in ferner Zukunft dienen möge, vollzog er die drei Hammerschläge. Dann sprach ein Zimmermann den Richtspruch, während der Richtkranz am Mast emporstieg. Kreis­leiter Walther (Offenbach) übernahm die Sied­lung in die Obhut des Kreises Offenbach, der diesem jüngsten Kind des Kreises eine besonders pflegliche Behandlung angedeihen lassen werde.

Aufgaben der RGB.

Berlin, 2. April. (DNB.) In einem Abendlehr­gang für die Mitglieder der NSV. sprach Haupt­amtsleiter Hilgen feld über die Pegriffe natio­nalsozialistischer Wohlfahrtspflege. Er erklärte, daß sich die Arbeit der NSV. nicht auf eine Generation beschränkt, sondern auf die kommenden Geschlechter des Volkes gerichtet ist. Ihre Planung, die auf die Ewigkeit ausgerichtet sein muß, wird nicht, wie die frühere private und kirchliche Wohl­fahrtspflege nach partikularistifchen Grundsätzen aufgestellt. Hilgenfeld wies nach, daß in den 17 Jahren von 1919 bis 1935 nicht weniger als 1 310 000 Kinder, die irn Säuglingsalter starben, hätten am Leben erhalten bleiben können, wenn die frühere Wohlfahrtspflege ihre Aufgabe richtig er­kannt hätte, daß nämlich die Arbeit an der Quelle des Lebens beginnen müsse. Die Arbeit der NSV. sei im wesentlichen eine Erzie­hungsarbeit, nämlich aus den Menschen alle seine physischen und psychischen Kräfte herauszuholen und diese Kräfte freizumachen, damit der einzelne sich im Lebenskampf behaupten könne. Die NSV. müsse im Prinzip die Form behalten, die sie gegenwärtig habe. Immer werde es eine Aufgabe des National­sozialismus fein, die Menschen im Dienst und im Opfer bereitzuhalten. In dem WHW. der Zukunft werde sich die Arbeit immer mehr der Erhal­tung unserer Volkskraft durch Arbeit an den Wurzeln der Nation zuwenden. Im kommen­den Sommer werde die NSV. sich vor allem dem weiteren Ausbau des Hilfswerkes Mut­ter und Kind widmen. Die Fürsorge für die Mütter solle verbessert und die M ü t t e r Ver­schickung weiter gesteigert werden. Dann werde sich die Arbeit in immer stärkerem Maße der Für­sorge am Kleinkind zuwenden. Die Arbeit der Hilfs- und Beratungsstellen werde verbessert, die Zahl der Fürsorgeschwägerinnen und Schwe­stern, die zu praktischer Arbeit in die Familie ge­schickt werden, müsse erhöht werden. Das Tu­berkulosehilfswerk werde weiter ausgebaut. Kein Mensch in Deutschland brauche heute mehr Sorgen zu haben, woher er die hohen Kosten einer Tuberkuloseverschickung nehme. Durch zielbewußte Arbeit werde voraussichtliche die Zahl der Tuber­kulosekranken in zehn bis zwanzig Jahren auf die Hälfte, in weiteren zehn bis zwanzig Jahren auf ein Viertel herabgedrückt werden können.

Baupläne Groß-Hamburos.

Hamburg, 3. April. (DNB.) Senator Ahrens läßt imHamburger Tageblatt" ein Bild des neuen Groß-Hamburg, wie es nach der Durchführung der geplanten großen Aufgaben sich darbieten wird, er­stehen. Am Anfang steht die deutsche Aufgabe Ham­burgs: Tor des Reiches nach Uebersee zu sein. Die Einfahrt in den Hafen prägt im Fremden den ersten Eindruck vom neuen Deutschland. Die Größe und Würde des Reiches muß in diesem Bilde offen­bar werden. Das ist der Sinn der neuen Elb- u f e r g e st a l t u n g.Die neue Elb-Hochbrücke und die neue Ueberseeanlage sind die Kern­stücke dieser Umgestaltung. Zwischen zwei gewaltigen Türmen wird sich die Brücke in der Gegend des Al­tonaer Rathauses über den Strom schwingen. Ihre lichte Durchfahrtshöhe wird so groß sein, daß selbst die größten Ueberseedampfer ohne Rücksicht auf die Tide hindurchfahren können. Die neue Ueberseean­lage wird sich etwa 700 Meter elbabwärts ziehen. Das Wasser vor der langen Kaimauer wird auf eine Tiefe gebracht werden, die für die größten See­schiffe das Anlegen gestattet. Auf dem Pier werden sich die Abfertigungsgebäude erheben. Gekrönt sein wird die ganze Anlage von einem turmartigen Hochhaus mit beherrschendem Blick über die Stätten hamburgischen Schaffens. Elbabwärts wird sich an diese Ueberseebrücke die modernisierte Fischmarktanlage des jetzigen Altonaer Ha­fens anschließen. Eine wichtige Neuschöpfung wird ferner die hochliegende Elbverkehrsstraße barstellen. Der Staat wird sich weiter der Frage

der Sanierung alter Stadtviertel in weit größerem Maße als bisher annehmen. Der Ausbau der Hansischen Universität und der Bau eines Stadions find weitere Forderungen des wissenschaftlichen und sportlichen Lebens. Das Stadion wird in jenem Gebiet errichtet werden, das heute den Stadtpark trägt, ohne daß dem Stadtpark von feinem Charakter als Volkserho­lungsstätte etwas genommen wird.

Sechs Seehelden werden geehrt.

Berlin, 2. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat für die ZerstörerZ 11" bisZ 16" folgende Namen befohlen:Z 11" Bernd von Arnim, Kapitänleutnant, Kom-

Lpd. Frankfurt am Main, 2. April. Die Deutsche Kolonialausstellung wird am Sonntag im Bachsaal feierlich eröffnet. Beim Be­treten der Ausstellung grüßt uns ein Photo des Führers, flankiert von den Reichsfarben. Unter den Bildern der K o l o n i a l p i o n i e r e im Ehren­raum bemerkt man auch den Vater des Reichsluft­fahrtministers Dr. Heinrich G ö r i n g, der der erste Reichskommissar in Deutsch-Südwest-Afrika war. Besonders zu erwähnen ist noch die Büste des größten deutschen Kolonialpioniers, Dr. Carl P e - t e r s, die vor der alten Kolonialflagge einen Ehrenplatz gefunden hat. Eine Reihe von Vitrinen enthält eine reichhaltige und interessante Kolonial- Dokumentenschau, so Verträge mit den Eingebore­nen, Schutzbriefe des Reiches.

Von hier gelangt der Besucher in einen Raum, der eine eindringliche Darstellung darüber bringt, Warum wir Kolonien brauche n". In der Mitte des Raumes sieht man ein Höhenschichten­relief von Afrika, an dem man die gesunde klimatische Lage unserer Kolonien feststellen kann. In diesem Raum ist auch eine Sonderschau der Frankfurter Stadtbibliothek untergebracht, die das deutsche Schrifttum, das über den kolonialen Gedanken und die deutschen Kolonien bis 1918 erschien, in übersichtlicher Form aufzeigt. In zwei weiteren Räumen wird die geschichtliche Be­deutung Deutschlands als Kolonialvolk an Hand von guten Tafeln und Bildern aufgezeigt und auf die großen Leistungen der deutschen Schutz- truppe hingewiesen. Für sie wurde ein beson­derer Ehrenplatz errichtet.

MandantG 42", gefallen am 21. April 1917 bei der 3. Torpedobootsflottille in Flandern.Z 12" Erich Giese, Kapitänleutnant, Kommandant S 20 , Flottille Flandern, gefallen am 5. Juni 1917 bei einem Vorstoß in den englischen Kanal.Z 13" Erich Koellner, Kapitänleutnant, Chef der 8. Minensuch-Halbflottille, gefallen am 20. April 1918 in der Nordsee beim Flottenoorstoß nach Norden. Z 14" F r i e d ri ch Ihn, Kapitänleutnant, Kom­mandantS 35", 9. Torpedobootsflottille, gefallen in der Skagerrakschlacht.Z 15" Erich Stein­brinck, Kapitänleutnant, KommandantV 29", 9. Torpedobootsflottille, gefallen in der Skagerrak­schlacht.Z 16" Friedrich Eckoldt, Kapitän­leutnant, KommandantV 48", 3. Torpedoboots­flottille, gefallen in der Skagerrakschlacht.

In der AbteilungKolonialwirtschaft und Heimat" sind die einzelnen Kolonialpro­dukte wie Baumwolle, Sisal, Ramie, Kaffee, Kakao, Gewürze, Oelfrüchte, Hölzer, Mineralien usw. in ihrer Entwicklung von der Pflanze bis zum Fertig­fabrikat gezeigt. Sogar ein echter Gummibaum ist aufgestellt, an dem die Gewinnung des Gummis mit Messer und Zopfbecher bargestellt ist. Dem Verkehr nach und in den deutschen Kolonien ist die anschließende Abteilung gewidmet. Auch eine Sammlung der Münzen und des Papiergeldes aus den Kolonien ist zu sehen. Die nächste Abteilung gibt einen Einblick in die heutige Tätigkeit in unse­ren Kolonien. Die VereinigungKameruner Pflanzungen beweist, daß auch unter fremder Schutzherrschaft deutsche Pflanzungen gedeihen. 100 000 Hektar umfaßt der deutsche PflanzungÄe- sitz in Kamerun. In der darauf folgenden Abteilung wird von der JG.-Farbenindustrie Deutschlands Kampf gegen die Tropenkrankheiten gezeigt. Vier weitere Abteilungen geben einen Einblick in das Leben der Eingeborenen und der Tierwelt der deutschen Kolonien. Charakte­ristische Photos, ethnographische Gegenstände und Gehörne füllen neben Modellen diese Abteilungen. Anschließend führt der Weg zu den Darstellungen der Kolonialarbeit in der Heimat. Sodann zeigt der Reichskolonial b und die ihm obliegenden Aufgaben charitativer und kultureller Art. Den Schluß bildet eine Ausstellung der Kolonial- Literatur und ein echtes Expeditionszelt. Die Wände dieses Raumes, in dem das Zelt aufge­schlagen wurde, zeigen die von Professor Frobe- n i u s entdeckten Felszeichnungen.

den nationalen Truppen übergegan­gen.

An der B a s k e n f r o n t stürmten Einheiten des Heeres und der Requetes den über 1500 Meter hohen Berg G o r b e a nordwestlich von Vittoria. Die neugewonnene Stellung ist nur 25 Kilo­meter von Bilbao entfernt. Die Bolsche­wisten leisteten den von Südosten und Südwesten in zwei Marschgruppen vorstoßenden nationalen Truppen nur geringen Widerstand. Wichtige bolsche­wistische Stellungen an der Hauptstraße Vittoria Bilbao geraten durch die Eroberung des Gorbea in die Zange der von allen Seiten konzentrisch auf Bilbao vordringenden Nationalen. Das schwierige Gelände stellte hohe Anforderungen an die Trup­pen, die nach mehrstündigem nächtlichem Fußmarsch die Bergstellungen der Bolschewisten erreichten.

An der Madrid-Front ist bei Cuesta de Per- dices ein bolschewistischer Angriffsversuch abgewie- sen worden. Die S Ü d a r m e e hat an der Cordoba- Front und im Frontabschnitt Orgiva ebenfalls An­griffe der Bolschewisten zurückgeschlagen.

Wirtschaftliche Erschließung Lettlands

Riga, 2. April. (DNB.) Ministerpräsident Dr. Ulmanis hielt vor den Leitern der vom Staat ins Leben gerufenen Wirtschaftsunternehmungen eine Rede über die planmäßige Ausnutzung der Bodenschätze Lettlands. Er wies daraufhin, daß das durchschnittliche Einkommen, auf den Kopf der Be­völkerung gerechnet, in Deutschland etwa das Dreifache betrage als in Lettland. Wenn man die Grenze Ostpreußens Überschreite, nehme es wunder, wie hübsch dort alles aussieht. Das fei möglich, weil dort das Volkseinkommen wesent­lich höher fei. Wenn das durchschnittliche Volksein­kommen aber so niedrig liege wie in Lettland, dann sei es bedeutend schwerer, ähnliches zu leisten. Plan­mäßig müßten im ganzen Lande Ziegel und Kalk erzeugt werden, um dadurch Holz frei zu machen. In der Verwaltung der neuen Unterneh­mungen würden die Letten natürlich die Mehrzahl bilden. Es fei jedoch nicht daran zu denken, nur eine Wirtfchastsgruvve heranzuziehen. Die Aktien würden in kleinen Stücken zu je 100 Lat unter alle Bevölkerungsfchichten verteilt werden.

Wirtschastsankurbelung" im Z-ichen der Volke front.

Paris. 2. April. lDNB.) Der ..Elsässer" schreibt unter der UÜberschriftDie Wirtschaft wird tangefurbelf" u. a.: Die Streiks vom letzten Juni bis Ende Dezember 1936 kosteten Frankreich die nette Summe von 4 V2 Milliarden Fran­ken. Die Zahl der Streikenden belief sich auf sechs Millionen mit einer durchschnittlichen Streikdauer von zehn Tagen. Legt man einen Durchschnitts- stundenlohn von 5 Franken zugrunde, dann ergibt sich ein Verlust von 2 400 000 000 allein an ver­lorenen Arbeitsstunden. Dazu kommen die Verluste an leicht verderbliche Waren sowie die Aufträge, die wegen der Streiks an das Ausland gegeben werden mußten. Das macht nach ganz vorsichtiger Schätzung alles zusammen einen Verlust von 4V2 Milliarden aus, die für ganz Frankreich verloren gingen.Nur ruhig so weiter ,gekurbelt' und ge­wirtschaftet", schließt der Erlässer sarkastisch.

Zrispekt°orwfl"a Mussolinis über

Rom, 2. April. (DNB.) Am Vorabend des 14. Jahrestages der Gründung der Luftwaffe, die in Rom in Anwesenheit des Königs und des Duce unter Teilnahme von 8000 Fliegern feierlich begannen wird, hat Mussolini mit seinem breimotorigen Flugzeug einen dreiein - halbstündigen Jnspektionsflug ausge­führt, bei dem er die Fluganlagen von Siena, Florenz, Pistoia und Pisa in geringer Höhe berührte und auch über den Städten einige Runden flog. Mussolini, der feit vielen Jahren ein leiden­schaftlicher Flieger ist und vor einigen Monaten auch das Patent eines Kampffliegers erworben hat, wollte mit diesem Flug dem ganzen Lande feine starke Verbundenheit mit der Luftwaffe zeigen.

Kleine voliiische Nachrichten.

Der Reichsminister des Innern hat im Einver­nehmen mit dem Reichsschatzmeister der NSDAP., der Hitlerjugend und dem Reichsver­band für Deutsche Jugendherbergen am 17. und 18. April eine Haus- und Stra­ßensammlung genehmigt.

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Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blom­berg, hat sich nach München begeben, um am 3. April 1937 die Kriegsschule München zu besichtigen.

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Die nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit bestellten Treuhänder der Arbeit sind vielfach mit ähnlich benannten Stellen der Wirtschaft verwechselt worden. Um die Stellung der Treuhänder der Arbeit als Reichsbehörden zu be­tonen, führen sie ab 1. April die Amtsbezeichnung Reichstreuhänder der Arbeit.

Dem zum Senatspräsidenten im Reichsdienst er­nannten Ministerialrat Schäfer im Reichsfinanz­ministerium und dem zum Senatspräsidenten im Reichsdienst ernannten Reichsfinanzrat Dr. Hübsch­mann sind die Stellen eines Senatspräsi- benten beim Reichsfinanzhof übertragen worden.

Eine Proklamation der fübamerikanifchen Unionsregierung enthält weitreichende Maß­nahmen hinsichtlich der politischen Betätigung i m Mandatsgebiet Südwestafrika (früher Deutsch-Südwest). Allen Einwohnern mit A u s - nähme der britischen Staatsangehö­rigen ist verboten, sich in irgendeiner Weise an ber Tätigkeit öffentlicher Körperschaften ober poli­tischer Organisationen in dem Mandatsgebiet zu beteiligen.

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Gegen ben Wiener Vertreter ber Essener N a t i 0 n a l z e i t u n g" ist wegen angeblicher Verbreitung deunruhigenber Gerüchte bie' staats- anwaltschaftliche Voruntersuchung eingeleitet worben. Aus bem gleichen Grunde wurde auch ein Verfahren gegen die Wiener Vertreterin der D A Z. anhängig gemacht. Der Presfebeirat ber deutschen Gesandschaft ist bei der Leitung des Bundespresse« dienstes vorstellig geworden.

Wann tritt die Grenzkontrolle für Spanien in Kraft?

Es wirb bald Zeit, Wetten abzuschließen, ob bie vollständige Kontrolle der spanischen Küsten und Grenzen überhaupt einmal in Kraft treten wird. Eben hören wir von einer e r - neuten Verschiebung des Inkrafttretens ber Kontrolle auf ben 10. April. Vielleicht entsinnen wir uns noch, daß bereits am 20. März die Kon­trolleure ihre Posten bezogen haben sollten. Wir sehen zwar in den illustrierten Zeitungen und Zeit­schriften Photos der höchst eleganten Wohnwagen britischer Offiziere an der portugiesischen Grenze. Wir hören einiges über den Andrang holländischer Offiziere der Handelsschiffahrt für die gutbezahlten und sehr interessanten Kontrollposten in den Häfen und auf hoher See. Ein findiger Reporter hat so­gar schon angeblich den Kommandeur der Kontroll­organisation an der Pyrenäengrenze in Frankreich entdeckt. Allein, eine Schwalbe macht keinen Som­mer. Im Londoner Nichteinmischungsausschuß fehlt den Sowjets und ihren Mitspielern ständig ein neuer Punkt über dem i, der die Kontrollakten an ber Inkraftsetzung hindert. Indessen strömen die französischen und sowjetistischen Freiwilligen munter auf tausend geraden und ungeraden Wegen ins rote Spanien, dampfen die Sowjetschiffe zu Dutzen­den an ben türkischen Hafenkontrollbooten vorbei durch bie Dardanellen, um so viel Kriegsmaterial und Freiwillige wie nur irgend möglich den roten Gewalthabern zuzuschanzen. Ein Spielchen, an bem Auguren ihre Freube finben könnten, das aber Zehntausenden von Spaniern unnütz das Leben kostet.

Eine neue Valencia-Aoie.

Paris wünscht die Entspannung nicht zu stören.

Paris, 2. April. (DNB.) Die Bolschewisten von Valencia haben am Donnerstag gleichzeitig in Pa­ris und London eine Note überreichen lassen, in der behauptet wird, daß Italien den Grundsatz der Nichteinmischung verletzt habe. In Paris scheint dieser Vorstoß nicht ben in Valencia erhofften An­klang zu finben.Petit Parisien" erklärt, die Note enthalte nichts Neues. Valencia wolle offensichtlich bie Regierungen von Paris und London dazu be­wegen, die Angelegenheit vor ben Völker- bunbsrat zu bringen. Das aber liege nicht in ben Absichten ber französischen Regierung. Im Ge­gensatz bazu haben die Erklärungen des italienischen Propagandaministers Alfieri in französischen Kreisen einen guten Eindruck gemacht. Seine Ver­sicherungen hinsichtlich der Nichteinmischung in Spa­nien haben Zufriedenheit in Paris ausgelöst. Man spricht jetzt von einer wirklichen Entspan­nung in Europa.

nationale G folge an der baskischen ftronf.

Salamanca, 3. April (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet, daß die Trup­pen ber 6. Division an ber Santanber-Front bei Lolilla eine bebeutenbe Stellung erobert und ben Bolschewisten Verluste beigebracht haben. 28 Milizmänner sind zum Teil mit Waffen zu

Gebt mir vierIahreZeit."

Oie grotze Berliner Beichsausstellung im Werden.

Berlin, 2. April. (DNB.) Die große Reichs­ausstellungGebt mir vier Jahre Zeit!" (29. April bis 20. Juni in Berlin) wird sich auch in ihrer architektonischen Gestaltung von allen bisherigen Ausstellungen unterscheiden. Die Riesenhalle I wird einen festlich-repräsentativen Charakter erhalten. Ein gewaltiges Forum nimmt den Eintretenden auf. Vor ihm spannt sich das mächtige Hauptrund einer geschlossenen architektonischen Anlage von 120 Meter Länge! Eine sich über die ganze Breite ber Rundung ausdehnende Treppe vermag Tausende von Personen aufzunehmen. Hier versammeln sich bei der Eröffnung am 29. April bie Träger ber nationalsozialistischen Idee; dort können auch bei anderen feierlichen Anlässen die Massen Ausstellung nehmen.

Oas Buch der Geschichte.

Die Stufen der Treppe führen zu den Sockeln der vor dem Halbrund aufgestellten Postamente. Jedes hat eine Höhe von zehn Metern und bildet ein aufgestelltes riesenhaftes Buch, dessen Tafeln, wie von unsichtbarer Hand bewegt, u m g e b l ä t = tert werden. Auf ben Tafeln wird in Bildern zu­sammengefaßt, was in ber Ausstellung im Einzel­nen gezeigt werben soll. Musik und Wort verstär­ken die Wirkung dieser Darstellung. In der Halle II werden an der einen Breitseite dreieckig vorsprin­gende hängende Wände eingezogen, die ber Halle ihre Gliederung in die vier großen Sachgruppen: deutsche Arbeit, deutscher Sozialismus, deutsche Kultur und deutsche Politik geben. An ben hängenden Wänden werden außen Photos den Neuaufbau auf allen Gebieten umreißen, wäh­rend auf der Innenseite statistische Darstellungen gezeigt werden, die die Schau ber Gegenstände er­gänzen.

Die Nachbildung der großen Mangsall -

Brücke der Reichsautobahnstrecke MünchenLan­desgrenze, eine der schönsten der Welt, gibt der Halle einen besonderen Reiz. Auf ihren Pfeilern ruhend wird sie naturgetreu nachgeahmt und nimmt einen großen Teil der Breitwand der Halle ein. Eine an der gleichen Breitseite erbaute Treppe mit Unterbrechungen gewährt dem Besucher einen groß­artigen Ueberblick. Unter sich hat er das lebendige Bild der Halle, über sich die Brücke und um sich an den 20 Meter hohen Seitenwänden eindrucks­volle Aufnahmen. Sie stellen den Führer in­mitten der arbeitenden Menschen bar und zeigen symbolisch, wie bie friebliche Arbeit des neuen Dier- jahresplanes sich jetzt unter dem Schutz ber Wehr­macht vollzieht. Die Treppe führt zu ben auf ber Gallerie untergebrachten Sonderfchauen ber Berufs­photographen, Bildberichterstatter und Amateure. Alle Bilder sind dem Thema der Ausstellung am gepaßt. Der Raum zwischen Halle I und II wird sich in ein Kino für f a ft 2000 Besucher verwandeln, in dem ein auf ben Ausstellungsplan zugeschnittener Film in der Art einer Wochenschau lebendig durch bie letzten vier Jahre führt.

Auf dem Freigelände am Funkturm empfängt den Besucher das fröhliche Leben und Treiben der HI., die sich dort mit beimHaus ber I u- g e n b" ein vorbildliches Heim schafft. Hier finden wir ferner ein Arbeitsdienstlager, bas kleine St ab ion vor ben Terrassen wirb ber Schauplatz von KbF.-Veranstaltungen und sport­lichen Vorführungen sein, zu benen ber Reichs­bund für Leibesübungen sämtliche deutschen Olympiasieger nach Berlin ziehen wird. Der wirtschaftliche Teil nimmt bie übrigen Hal­len des Ausstellungsgeländes in Anspruch. Hier werden bie mit Photo, Druck und Reproduktion zusammenhängenden Wirtschafts-, Fachgruppen und Firmen ihre Erzeugnisse zeigen.

Warum wir Kolonien brauchen.

Ein Gang durch die Frankfurter Kolonialausstellung.