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Kunst und Wissenschaft

Das erste Bildtelegramm: Aufräumungsarbeiten an der Uyglücksstätte. (Scherl-M.)

kleine Raucher-Ups

Aus aller Welt

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Am Freitagmorgen ereignete sich in der Nähe der Londoner Vorstadt Vattersea Park ein schwerer Zugzufammenstotz, der bisher acht Tote, darunter eine Frau, und 30 bis 50 Verletzte ge­fordert hat. Ein Zug, der den Viclorla-Vahnhof verlassen hatte, stieß mit einem Vorortzug zusam­men, der von Llapham Junction, einem wichtigen Kreuzungspunkt außerhalb Londons, kam. Mehrere Wagen wurden aus den Geleisen gehoben und zer- kümmert Ein Teil des Zuges geriet in Brand. Mit großer Muhe konnten die Verwundeten und Toten aus den Trümmern der Wagen herausgeholt werden. Das Eisenbahnunglück hat um so größe­res Aufsehen erregt, als sich schon am Donnerstag ein Zugzusammenstoß auf der Londoner Vorort­bahn ereignet hat. Der Unfall war glimpflich ab­gelaufen und hatte keine Opfer gefordert Die Auf­räumungsarbeiten gestalten sich außerordentlich schwierig: die Zahl der Toten kann sich weiter er­höhen. Die geborgenen Leichen sind furchtbar ver­

stümmelt. Bisher konnten erst zwei von ihnen indentifiziert werden.

Oberst a. D. Immanuel 80 Jahre alt.

Am 9. April kann der in Wiesbaden wohnende, in weiten Kreisen bekannte und geschätzte Oberst a. D. Friedrich Immanuel seinen 80. Ge­burtstag begehen. Der Jubilar, in Frankfurt am Main geboren, hat neben seinem Wirken als militärischer Lehrer und Jugenderzieher eine frucht­bare Tätigkeit als Militärschriftsteller entfaltet. Be­reits vor dem Weltkrieg veröffentlichte er u. a. mehrere grundlegende Arbeiten über Taktik. Nach dem Kriege führte er in Wort und Schrift einen zähen Kampf gegen die Lüge von der deutschen Kriegsschuld.

Große Briefmarkenausstellung in Kassel.

Am 22. und 23. Mai d. I. findet der diesjährige Reichsbundestag sowie der 4 3. Philatelisten- t a g in der Kasseler Stadthalle statt. Aus Anlaß dieser Tagungen wird eine hervorragende Brief­markenschauKurhessen-Thüringen" stattfinden. An beiden Tagen wird in der Stadthalle ein Sonder­postamt eingerichtet, das mit Sonderstempeln aus­gerüstet ist. Lom Reichsbund der Philatelisten und vom Landesverband Thüringen werden drei Son- derpostkarten ausgegeben.

überDeutsche Austauschwerkstoffe". Prof. Bürgel wies u. a. darauf hin, die neuen deutschen Werk­stoffe seien heute bereits so hoch entwickelt, daß sie unbedenklich und ohne Güteminderung an Stelle der bisher benutzten devisenpflichtigen Werkstoffe benutzt werden könnten. Einen fesselnden Vortrag über das ThemaZellwolle Wolle" hielt Ober­studiendirektor K l i n g s ö h r. Er schilderte die Ver­sorgungslage der Welt und Deutschlands mit Tex­tilrohstoffen vor und nach dem Kriege, um dann die außerordentliche Aufwärtsentwicklung auf dem Gebiet der Zellwolle, die er als eine auf eine kurze Faser gebrachte Kunstseide bezeichnete, herauszu­stellen. Abschließend betonte er, daß das Problem der Versorgung Deutschlands mit Textilrohstoffen gelöst sei, wenn die Industrie lerne, den neuen Roh­stoff richtig zu verarbeiten, und wenn die große Zahl der Verbraucher Vertrauen zeige.

Der Deutsche Verein zur Förderung des mathe­matischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e. D. ist in das Reichssachgebiet für Mathematik und Naturwissenschaft des NSLB. übergegangen. In der Schlußsitzung gab Professor Dr. Gehrts (Berlin) einen Einblick in den heutigen Stand des Fernsehens.

nähme zu rechnen ist. Auch für die Folge setzt sich die Zufuhr milderer Meeresluft fort, so daß mit dem Auftreten einzelner Regenfälle, aber nicht durchweg unbeständigem Wetter zu rechnen ist.

Aussichten für Sonntag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber noch einzelnen Regenfällen, Temperaturen um etwa 10 Grad, Winde aus meist südlichen Richtungen.

.Aussichten für Montag: Fortdauer der milden und leicht unbeständigen Witterung, aber nicht durchweg unfreundlich.

Lufttemperaturen am 2. April: mittags 15,4 Grad Celsius, abends 10,3 Grad; am 3. April: morgens 9,5 Grad. Maximum 15,8 Grad, Minimum heute nacht 1,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. April: abends 9,8 Grad; am 3. April: morgens 7,4 Grad. Sonnenscheindauer 3,6 Stunden.

Rom und der vorangegangene Besuch der Avan- guaröia in Berlin haben dieses Verhältnis auch nach außen stark unterstrichen. Allerdings ist Ita­lien weniger ein Wanderland als es Deutschland von jeher war. Sicherlich läßt sich aber gerade auf dem Wege der Wanderung eine noch engere Ver­bindung Herstellen. Italien besitzt ja kein Jugend- herbergsnetz in unserem Sinne, dagegen eine stän­dig wachsende Zahl glänzend eingerichteter Heime der Balilla.

Die devisehtechnischen Schwierigkeiten wirken sich naturgemäß auch auf die Auslandreise- und Wan­derungsmöglichkeiten der HI. aus. Es gibt nur noch

Am schwersten von der Sitzstreikwelle, insofern als wirtschaftliche Auswirkungen in Frage kommen, wird der Detroit-Lansing-Di strikt im Staate Michigan betroffen, wo verhältnismäßig kleine Gruppen von Sitzstreikern etwa 90 500 Ar­beiter in den Chrysler-, Hudson- und Reo-Automo- bilwerken zur Untätigkeit zwangen. C h i k a g 0 war während der letzten paar Tage der Schauplatz von nahezu sechzig Sitzstreiks, die 20 000 Männer und Frauen einschließlich Kraftdroschkenfahrer betrafen. Im Anderson-Distrikt im Staate Indiana mußte die Indiana- Eisenbahn und die Straßenbahn den Dienst infolge eines Streiks von Angestellten und in den elektrischen Kraftwerken und Werkstätten ein­stellen. Der Philadelphia-Distrikt wird von 23 Streiks betroffen, die 16 500 Arbeiter und Arbeiterinnen berühren. Von dieser Zahl entfallen zwei Drittel auf den Generalstreik in den Strumpf­fabriken im Reading-Distrikt. Obwohl der Gouver­neur von New Jersey, Hoffmann, kürzlich er­klärte, daß Sitzstreiks in seinem Staate nicht ge­duldet werden würden, sind dort drei Streiks dieser Art ausgebrochen.

Bei allen Streiks in den verschiedensten Landes­teilen bilden Lohnerhöhungen, kürzere Arbeitsstun­den und Gewerkschaftsanerkennung die Hauptforde­rungen der Ausständigen. Wenn auch zahlreiche Ausstände nur von kurzer Dauer sind, so ist der Umstand, daß immer neue, wenn auch oft nur klei­nere Streiks erklärt werden, doch ein wirtschaftlich störender Faktor, welcher bereits an b e n ameri­kanischen Effektenbörsen infolge der durch ihn gezeigten Ungewißheit der wirtschaftlichen Ent­wicklung in der nächsten Zukunft, sich wiederholt in Kursverlusten widergespiegelt hat. Augen­blicklich ist ein Ende der Sitzstreikwelle noch nicht | abzusehen. ___

Der Tod in der Lawine.

Auf dem Wege zur Samoa-Hütte bei Dent im Oetztal wurde eine aus drei Männern bestehende Rettungsmannschaft, die einem verunglückten Eng­länder Hilfe bringen wollte, von einer Lawine überrascht. Während der Hüttenwirt aus Dent noch rechtzeitig zur Seite springen konnte, wurden seine Begleiter aus Heiligkreuz unter den Schneemassen begraben. Einer vom Wirt herbeigeholten Rettungs­kolonne war es bis jetzt nicht möglich, die Verschüt­teten aus den Schneemassen zu befreien, so daß man mit ihrem Tode rechnen muß.

Schottischer Fischkutter an der isländischen Küste gescheitert.

Der FischkutterLoch Morar" aus Aberdeen ist vor der Küste Islands gescheitert. Wegen der schweren See war es noch nicht möglich, an das Schiff heranzukommen. Es wird befürchtet, daß die gesamte Besatzung in den Fluten umgek 0 m - men ist.

Autobus-Unfall in London.

Während die Londoner Abendblätter noch unter riesigen Überschriften das schreckliche Eisenbahn­unglück bei Battersea Park schildern, ereignete sich am Piccadilly-Zirkus ein neuer Unfall. Auf dem schlüpfrigen Pflaster kam ein Autobus ins Schleu­dern und stieß gegen eine Verkehrsampel. Neun Insassen wurden verletzt, davon zwei schwer.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt

Begünstigt durch die derzeitige Luftdruckverteilung hoher Druck im Nordosten, tiefer Druck über West­europa hat sich über Deutschland eine Zufuhr milder Meeresluft eingestellt. Im Verein mit Son­neneinstrahlung ließ sie am Freitag bei uns die Temperaturen über 15 Grad ansteigen, brachte aber auch bereits leichte Unbeständigkeit, mit deren Zu­

läßt die neue deutsche Jugend nichts unversucht, um in einen engen Kontakt mit der Jugend anderer Länder zu gelangen, bzw. alte Verbind" ^--------

zubauen und durch Aufklärung und gute Kamerad- schäft die Verständigung und den Friedensgeist zu fördern, der nirgendwo leichter auf einen frucht­baren Boden fällt als gerade unter der politisch noch nicht festgelegten Jugend der Völker. Dr. Vo.

Ein Greuelnachrichten-Fabrikant verurteilt.

Die Große Srafkammer in Danzig verurteilte den polnischen Staatsangehörigen Konrad Rusch- kowski zu zwei Jahren Gefängnis, da er durch seine Tätigkeit für einen ausländischen Nach­richtendienst die Interessen des Danziger Staates in schwerster Weise geschädigt hat. Wie der Staats­anwalt hervorhob, hatte Ruschkowski u. a. auch die Verbreitung erlogener Greuelnachrichten in Danzig in der ausländischen Presse veranlaßt.

Das Gitzstreikfiebsr in USA

Von unserem E.K.-Äerichierstarier.

Jugend der Völker.

Durch Kameradschaft der Jugend zur Verständigung der Völker.

Schweres Eisenbahnunglück bei London

8 Tote, zahlreiche Verletzte beim Zusammenstoß zweier Borortzüge.

geschvß gliedert sich in die Ehrenhalle, drei Aus­stellungsschiffe, weiter in den Verwaltungsflügel und schließlich in den Trakt für Wirtschaftsräurne. Im Obergeschoß sind weitere Ausstellungsräume untergebracht. DasHaus der Deutschen Kunst" ist mit den modernsten technischen Errungenschaften ausgestattet.

Die Tagung der Mathematiker und Naturwissenschaftler in Nordhausen.

Im weiteren Verlauf der Reichstagung des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissen­schaftlichen Unterrichts e. V. in Nordhau­sen, hielt Prof. Dipl.-Jng. Bürgel einen Vortrag

werden von diesem Treffen her ihren Ausgang nehmen und dazu beitragen, in den Köpfen der englischen Jugend ein wahres Bild vom neuen Deutschland und seiner Jugend zu formen.

Die Statistiken des Jugendherbergsverbandes weisen eine immer größere Zahl von U e b e r n a ch- tunaen ausländischer Jugendlicher auf. Vor allem die englische Jugend sehen wir zahlreich vertreten. Sie hat den alten Reise- und Wandertrieb der Eltern geerbt und sieht m dem vorbildlichen deutschen Jugendherbergsnetz eine wundervolle Gelegenheit, billig Deutschland kennen zu lernen und immer mit gleichaltrigen Kameraden zusammen zu sein. Trotz aller Hetze und Greuelpro- paganda wirkt dieser direkte Austausch von Erfah­rungen stärker als bedrucktes Papier Deutsche Schuler und Schülerinnen, die aus England zuruck- kehren, können immer wieder diesen Eindruck be-

Während der Ostertage und der nachfolgenden Woche fand am Rhein entlang ein Treffen zwischen HI., PDM. und 670 Schuljungen und Mädchen der englischen School Journey Associa­tion statt. Diese englische Schülerreise-Organisa­tion, die seit 1911 alljährlich Tausende von engli­schen Kindern nicht nur nach Europa, sondern vor allem auf weiten monatelangen Seereisen für ein lächerliches Geld auch nach den Dominions sendet, ist eine Vereinigung von über 30 großen englischen Anstalten, der auch viele Stipendien und Stiftun­gen zur Verfügung stehen. Sie hat im vergangenen Jahr 60 000 englische Schulkinder in kleinen und großen Gruppen durch England, Europa und die Welt reifen lassen. 670 von ihnen besuchten in die­sem Frühjahr unter Führung von Lehrern und Lehrerinnen das Rheinland. Die HI. hatte ihnen 140 sprachkundige Führer und Führerinnen xur Verfügung gestellt und für eine mustergültige Organisation der Unterbringung und Führung Sorge getragen. Die englischen Kinder, 'm Alter von 11 bis 16 Jahren die sich aus allen Standen zusammensetzten, kamen auch mit den deutschen gleichaltrigen Kameraden an den Abenden in den Heimen unserer Jugend und auf vielen Sonde^r- anftaltungen im kleinen und großen Kreise zu am- men. Es hat sich bald ein inniger Kontakt zwischen den 140 Führern und der englischen Jugend her­ausgebildet, die eifersüchtig darüber wachk' Führer zu behalten. Viele Hundert Briefwechsel

Oie Berliner Chirurgen-Tagung.

Am dritten Verhandlungstag der Gesellschaft ü r Chirurgie in Berlin fand die Vitamin- orschung mit ihren letzten Ergebnissen volle Wür- ngung. Prof. Fromme (Dresden) sprach in sei­nem HauptreferatDie Bedeutung der Vitamine ür die Chirurgie" über die bisher bekannten Vi­tamine A bis K und gab einen Ueberblick auf ihre zur Zeit bekannten chemischen Eigenschaften und ihren strukturellen Aufbau, sowie über ihr Vor­kommen in der Natur, ihre giftigen Wirkungen und Ausfallserscheinungen. '

Es mag wohl an der unzulänglichen Organisation und der weniger stark ausgeprägten Wanderlust der französischen Jugend liegen daß ein ähnlich guter Kontakt bisher mit Frankreich nicht in dem Ausmaße hergestellt werden konnte, wie er angesichts der so engen Beziehungen beider Lander zueinander denkbar wäre. Mit der italieni­schen Jugend bestehen naturgemäß die stärksten Verständigungsmöglichkeiten. Die gegenseitigen Besuche geschlossener Gruppen, der offizielle Emp­fang der deutschen HJ.-Gruppe durch Mussolini in

Der Redner ging auf das Verhältnis der Vitamine zu chirurgischen Erkrankungen und ihrer Behand­lung ein. Vitamin A, das einen Schutzfaktor für die Haut und teilweise für die Schleimhäute enthält, gewinnt Bedeutung bei der Behandlung von schlecht heilenden Wunden und bei der Bildung von neuem Hautgewebe. Wichtig für den Chirurgen sind auch Vitamin D, bei dessen Mangel die bekannte Rachi­tis entsteht, und das Vitamin C, dessen Mangel den mit Hautblutungen auftretenden Skorbut erzeugt. Vitamin D hat besondere Bedeutung für die lokale Wundbehandlung Vitamin C ist für die Behand­lung von Magen- und Darmkrankheiten sowie bei Knochentuberkulose wichtig. Weiterhin betonte der Vortragende die Notwendigkeit, bei längerem Krankenhausaufenthalt dem Patienten eine aus­reichende vitaminhaltige Kost zu bieten. Professor Schneider (Freiburg) hat zwei verschiedene For­men von Vitamin-E-Mangelkrankheiten festgestellt, eine leichte und eine schwere, die mit Veränderun­gen des Vitamin A im Blut einhergeht.

Professor Kirschner (Leipzig) gab neue Er­gebnisse über die Funktion der Gallenwege und der Gallenblase, die er an Hand von Röntgenaufnah­men während einiger Operationen gewonnen hatte, bekannt. Fischer (Münster) berichtete über ex­perimentell erzeugte Entzündungen an der Gallen­blase beim Tier. Prof. Bernhard (Gießen) legte die Wechselwirkungen zwischen den Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse dar. Viele Kranke'kommen bei Gallenerkrankungen zu spät, so daß bereits die Bauchspeicheldrüse in Mit­leidenschaft gezogen ist. Viele operative Mißerfolge sind darauf zurückzuführen. Auch viele Nacherkran­kungen der Leber sind durch zu langes Hinaus­zögern von feiten des Patienten verursacht.

DasHaus der Deutschen Kunst" vor der Vollendung.

DasHaus der Deutschen Kunst" in München ist nun in seiner äußerlichen Gestalt fer­tig. Die größte Länge des Bauwerkes beträgt 175 Meter, die Breite 80 Meter, die Höhe 15,5 Meter. Jeder ßängsfront ist ein Säulenportikus mit 22 Säulen und zwei Eckpfeilern vorgelagert. Die Fassa­den weisen die edelsten Baustoffe auf. Auch im Innern ist das Gebäude bis auf einige Verputz- unb Aufräumungsarbeiten fertiggestellt. Die Er­öffnung mit der Großen Kunstausstellung findet vom 16. bis 18. Juli statt. Insgesamt sind 1500 Kunstwerke zur Ausstellung zugelassen. Das Erd-

Der Zusammenstoß, der sich a u f e i n e r Brücke ereignete, war so gewaltig, daß mehrere Reisende aus den Wagen herausgeschleudert wurden. Beide Züge waren elektrische Vorortzüge, die aus verschiedenen Richtungen nach dem Lon­doner Victoria-Bahnhof fuhren. Der erste hatte vor einem Signal, das die Strecke für ihn sperrte, ge­halten. Dabei fuhr die Maschine des zweiten Zu­ges in feine hinteren Wagen hinein. Zwei von den letzteren unö die beiden vordersten Wagen des fah­renden Zuges wurden vollkommen zertrümmert. Das Feuer, das ausbrach, führte zu einer Panik in den übrigen Wagen. Glücklicherweise gelang es, nach kurzer Zeit die Flammen zu löschen. Nur der Geistesgegenwart mehrerer Reisenden ist es zu danken, daß ein noch größeres Unglück verhindert wurde. Sie sprangen sofort nach dem Zusammen­stoß- aus dem Zuge, rannten einem, aus dem Vic­toria-Bahnhof herkommenden Schnellzug entgegen und veranlaßten ihn durch Zeichen zum Halten, da er sonst in die Trümmer hineingefahren wäre.

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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen» leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Neuy 0 rk, März 1937.

Seit Monaten vergeht kaum ein Tag, an dem nicht mehrere größere oder kleinere Streikbewegun­gen, besonders Sitzstreikerklärungen, zu verzeichnen sind, und fast täglich muß die Presse den Streik­entwicklungen einen größeren Raum widmen. Wenn auch die immer mehr um sich greifende Streikbewe­gung alle Landesteile, Großstädte wie Klein­städte, ersaßt hat, so ergibt eine Untersuchung der Streiklage, daß der Hauptherd des Streikfiebers sich auf die Bundesstaaten Michigan, Illi­nois, Indiana beschränkt. Die Stadt Neu- york, der größte industrielle Mittelpunkt und wahrscheinlich auch die stärkste Gewerkschafts-Stadt des Landes, scheint am wenigsten berührt zu sein. Abgesehen von einigen wenigen Sitzstreik- Kundgebungen, an denen weniger als 500 Arbeiter und Arbeiterinnen beteiligt waren, ist der Wirt­schaftsfrieden im Neuyorker Stadtgebiet seit dem kürzlich beendeten, längeren Seemanns-Ausstand, der von der Seemannsgewerkschaft als solcher nie­mals anerkannt worden war, durch keine Arbeiter- wirren größeren Umfanges gestört worden. Im Neuyorker Stadtgebiet bestehen Hunderte von grö­ßeren und kleineren Arbeitergewerkschaften, die eine Gesamtmitgliederzahl von über 700 000 haben, die aber in allen wichtigen Industriezweigen mit den Arbeitgebern auf Grund von Kollektiv-Lohn- verhandlungsoerträgen Zusammenarbeiten. Infolgedessen hat sich die Sitzstreikepidemie in keinem der wichtigeren Industriezweige der Groß­stadt Neuyork geäußert. Auch andere Großstädte an der Atlantikküste, wie Boston, blieben von größeren Arbeiterwirren verschont. San Fran­zisko, das kürzlich der Mittelpunkt eines großen Hafenarbeiterstreiks war, blieb von der jetzigen landesweiten Streikwelle, abgesehen von einigen kleineren Arbeitskonflikten, völlig befreit.

relativ begrenzte Möglichkeiten für große Auslands­fahrten. Die Reichsjugendführung ist darum dop­pelt bemüht, durch sorgsame Auslese der Jugend, umfassende Vorbereitung und Organisation die be­scheidenen Mittel gründlich auszunutzen. Umgekehrt

Unsere Jugend soll gesund erhalten werden! Stellt der NSV. Freiplähe zur Verfügung!