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Mittwoch, 3. März 1957

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Kr.52 Drittes Blatt

Aus der Provinzialhauptstadt.!Ackt Wochen Soldat beim E.-Bataillon in Gießen

Marmelade ein Volksnahrungsmittel.

Reserve hat Ruh'!"-Reue Rekruten dienstbereit.

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NSG. Während eine ausreichende Beschaffung und Verteilung von Fettstoffen zu denjenigen Fra­gen unserer Ernährungswirtschaft gehört, deren Lösung mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist und vielleicht auch für die nächste Zukunft verbun­den sein wird, weil der Stand der Devisenwirt- ; schäft und die Lage der Eigenerzeugung in Fett- : stoffen uns Beschränkungen auferlegen, ist Die Her­stellung und Verteilung von Marmelade in dem ! erforderlichen Umfang gesichert. Es wäre zu wün- ! schen, daß die Marmelade in wesentlich größerem Umfang bei der Verbraucherschaft als Brotauf­strichsmittel Verwendung findet, als dies bisher der Fall war. Gerade jetzt, in der fettärmeren Zeit, gehört die Marmelade, auch in der sonstigen Verwendung im Haushalt, zu den Nahrungsmitteln, die die Lücke im Bedarf ausfüllen helfen.

Die Aelteren unter uns erinnern sich sicherlich ohne Freude noch der Kriegsmarmelade. Was wir damals als Marmelade gegessen haben, verdient eigentlich gar nicht die Bezeichnung Marmelade; es sah nur so aus. Was kam damals nicht alles als Marmelade auf den Markt. Von Nährwert keine Spur! Und daher war nichts natürlicher, als daß der Mangel an Fettstoffen während und nach dem Kriege in den letzten Jahren aufgeholt wurde durch eine übermäßige Inanspruchnahme von Fett. Die Folge davon wiederum war in Verbindung mit den Erfahrungen, die der Verbraucher mit der Kriegsmarmelade gemacht hatte eine Abkehr von der Marmelade. Es ist ein Verdienst unserer Marmeladenindustrie, daß sie durch die Herstellung hochwertiger Ware die Bevölkerung wieder mit Vertrauen zu ihren Erzeugnissen greisen ließ. Trotz­dem blieb der übermäßige Verbrauch von Fettstof­fen, obwohl die einheimische Erzeugung den Be­darf nicht voll zu decken vermag.

Aus der Erkenntnis heraus, daß gute Marme­lade ein vollwertiges Brotaufstrichmittel ist, hat die Hauptvereinigung der deutschen Garten- und Wein­bauwirtschaft die Verbilligungsaktion für Marme­lade eingeleitet, die seit November 1936 bis Oktober 1937 durchgeführt wird. Zucker, steht uns für die Ernährung in genügenden Mengen zur Verfügung. Und so wird die jetzt in Gang gekommene Verbllll- qungsaktion einmal die Bedutung der Marmelade als Volksernährungsmittel wieder besonders her­vorheben und der Bevölkerung ein wichtiges Brot­aufstrichmittel sichern, dazu zu einem Preise, der auch für die minderbemittelten Volksgenossen er-

tierte. rr .

Das außerordentlich schlechte, nasse Wetter m den letzten beiden Monaten tonnte die Ausbildung wohl erschweren, durfte sie aber nicht aufhalten, denn wenn das Ziel, in zwei Monaten aus einem wehr- ähigen deutschen Mann einen feldverwendungs- ähigen Soldaten zu machen, erreicht werden soll,

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Der gemeinsame Vogelbauer und dergerammte Torpedoboots-Lokus Don Korveiten-Kapiiän a D.Irhr. v. Iorstner.

Ortsgruppe Gießen-Aord, MnterhilfSwerk 1936/37.

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Gute Möbel bei Koos

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Die Kohlenhändler werden aufgefordert die m Zahlung genommenen Kohlengutscheme bis zum 5. März täglich in der Zeit von 17 bis 19 Uhr auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, gegen eine Wert­quittung umzutauschen. Später eingereichte Kohlen­gutscheine können nicht mehr in Zahlung genom- werden.

schäften, die in früheren Lehrgängen als beste Sol­daten ausgesucht wurden und in einem zweiten Zweimonatslehrgang eine weitere Ausbildung er­halten, die sie befähigen soll, als Führer kleinster Einheiten Verwendung zu finden Von diesen wer­den wiederum die Besten als Unteroffizier- oder so­gar Offizier-Anwärter des Beurlaubtenstandes ent­lassen, während fast alle als Gefreite der Reserve 1,1 Die Krönung der gesamten ^usb^dung ttndet ihren sichtbaren Ausdruck tn den Schluhbesichtlgan­gen, die in den letzten Tagen, teilweise lN Anwesen­heit des Kommandeurs des Jnf.-Rgts. 116, Oberst H e r r l e i n , vorgenommen wurden. Hierbei kann jeder zeigen, was er gelernt hat, und es ist anzu- erkennen, mit welchem Eifer die jüngsten Waffen­träger ihr Können, das ihnen das Stammpersonal vermittelt hat, unter Beweis stellen. Schlußfeiern der Kompanien, bei denen der Geist der gewonne­nen Kameradschaft und der Verbundenheit zwischen Vorgesetzten und Untergebenen zutage tritt Schluß. Untersuchung, Waffenreinigen, Waffenabgabe Aus­kleidung erfüllen die letzten Tage, und schon ziehen die Kolonnen wieder im bürgerlichen Gewände mit fröhlichem Gesang zum Bahnhof.

Jedoch nur wenige Tage sind dem

nal zur Erholung vergönnt, in denen auch noch die Unterkunft zum Empfang neuer Rekruten vorbe­reitet wird. Am kommenden Montag, 8. Marz, rücken neue Vaterlandsverteidiger em. Die ihrer Dienstpflicht für Führer, Volk und Vaterland ge­nügen wollen.

Musterung

für die SS -Derfügungstruppe.

am 11. März in Wiesbaden.

NSG. Auf die vielen Anfragen aus unserem Gau bei der SS.-StandarteGermania" über Ein­stellung in die SS.-Verfügungsttuppe wird darauf hingewiesen, daß am 11. März, 10 Uhr, bei dem SS.-Oberabschnitt Rhein, Wiesbaden, Dienststelle Uhlandstraße 4, eine Musterung für Einstellungen »um 1. April bzw. 1. Oktober 1937 stattfmdet Zur Musterung, die auch gleichzeitig für die SS.-Toten- kopf-Verbande vorgenommen wird, können Frei­willige erscheinen, die nachfolgenden Bedingungen entsprechen:

1. Der Bewerber muß deutscher Staatsangehö­riger sein, vr . .

2. sittlich, geistig, körperlich einwandfrei und zu­verlässig im Sinne des Nationalsozialismus,

Jakob-Sprenger-Stiftung" als rechtsfähige Stiftung genehmigt.

Ebenso wurden nachstehende Schenkungen ge­nehmigt: 35 OOO Mark Schenkung der Frau Karo- line Werner, geb. Storch, in Friedberg für die Stadt Friedberg; etwa 15 000 Mark der Verelnl- qunq von Freunden der Technischen Hochschule in Darmstadt als Schenkung zum Ankauf des Grund­stücks Magdalenenftraße 4 zu Hochschulzwecken und vonUngenannt" 6500 Mark als letztwillige Zu­wendung für die Technische Hochschule Darmstadt, Uebereignupg des ProvinzlalkmderheimsEinsiedel in Lindenfels durch die Provinz Darmstadt an die Gauamtsleitung Hessen-Nassau der NS.-Volkswohl- fahrt (Wert etwa 60 000 Mark), sowie eine Scheu- kunq von 12 000 Mark der Frau Elisabeth Mayer, Mainz, an den Bischöflichen Seminarfonds der Diözese Mainz.

Zu der kürzlich an dieser Stelle erschiene­nen schönen Geschichte vom aemeinsamen Vogelbauer teilten wir dem Verfasser, Herrn Korvetten-Kapitän a. D. Frhr. v o n F o rjt = - ""ach dem

der, nicht das Vogel- Manuskript geschrieben

darf in der sorgfältigen und überlegten Methodik des Ausbildungsstoffes ein Ausfall nicht emtreten. Selbstverständlich muß der Stoff beschrankt werden, abgesehen davon, daß jede Sonderausbildung sort- sällt. So werden die Ergänzungs-Mannschaften vor­wiegend in dem geübt, was sie zur Beherrschung der Waffe und ihrer Anwendung im Kamps benöti­gen. Dazu treten hin und wieder Marschubungen, bei denen die Anforderungen nach dem Enoe nattir- gemäß gesteigert werden. Schon nach fünf Wochen mußten die Kompanien des Erg.-Bataillons ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, als sie An­fang vorigen Monats an der Standortubung Gie­ßen gegen Wetzlar-Marburg teilnahmen und bei Daubringen auch gefechtsmäßig zum Einsatz ge-

Nächst der Vereidigung bildete einen zweiten Höhe­punkt im soldatischen Leben dieser jungen Vaterlands­verteidiger die Teilnahme an der Parade am Hel- dengedenktage auf dem Trieb bei Gießen, bei der sie ebenso wie die anderen Truppenteile des Stand­orts vor dem Standortältesten und Dlvistonskorm mandeur, Generalleutnant Oßwald, wenn auch nicht im Exerziermarsch, so doch mi Gleichschritt vor- beimarschierten. Kurz vorher hatte das Schulge­fechtsschießen, diesmal bei Wißmar, stattgefunden, das ebenso wie die gesamte Ausbildung infolge der Nässe des Bodens schon einige Anforderungen stellte und den Schlußstein in der Schießausbildung dar- ft<?än' diesem Schießen nahmen auch die sogenann­ten Unterführeranwärter teil, das sind solche Mann-

Wünsche?"Wenn ich bloß eine Tasse Kaffee kriegen könnte, wäre ich schon glücklich." Dann bekam er durch das kleine Fenster, dessen Glas ge- prungen war, seinen Kaffee, eine Stulle und zwei Eier im Glas dazu. Bei hellem Morgen lag das Boot am Kai in Swinemünde und der stille Dulder konnte durch sein Fenster mit frischen Brötchen ver­argt werden. .

Leider war seine Befreiung aber hier auch noch nicht möglich, das Boot mußte weiter nach Stettin zurVulkan-Werft", da die Panzertür mit Wasser- toff-Sauerstoff-Gebläse aufgebrannt werden mußte, was in Swinemünde damals noch nicht möglich war.

Der arme Zahlmeister mußte daher auf feinem Throne auch noch sein Mittagessen einnehmen. Dann erft konnte er in Stettin befreit werden. Er war mit einem blauen Auge achtern glücklich davon­gekommen. Seit dieser Zeit hatte er den Bordlokus tüchtig im Magen.

Es war daher kein Wunder, daß er diesen Ort von jetzt ab nur noch mit gewissen besonderen Vor­sichtsmaßnahmen betrat. Diese bestanden dann, daß er die Tür nicht mehr schloß und den Vorreiber zum Einklinken der Tür krampfhaft in der HanÄ behielt, um bei Wiederholungsfällen ähnlicher Art auch schon vor dem Erreichen einer Werft die gol­dene Freiheit selbständig wiederaewinnen zu können.

Leider trieben die bösen Leutnants nun ein schlimmes Spiel mit ihm. Kaum hatten sie gemerkt, daß der Herr Zahlmeister seinen Ort des Schreckens wieder einmal hatte aufsuchen müssen, als sie auch schon von außen an die blecherne Wand des Raumes mit einem Bleilot kräftig gegenschlugen. Dann kam der Geängstigte hastig und verstört an Deck heraus- gesprungen. Dieses war immer ein großer Spaß für die gesamte Besatzung. Unmöglich konnte es aber so weiter gehen, schon aus Rücksichten auf die Disziplin. v .... ,

Ein netter Kontrakt beendete dann endlich des Zahlmeisters Leiden. Er versprach den Leutnants, künfttg in dringenden Fällen schon am 28. jeden Monats bis zu zehn Mark Vorschuß auszuzahlen und hatte von da ab seine Ruhe, wenn er sie 1 brauchte. Die Tür hat er aber trotzdem nie wieder geschlossen. ----------

Hochschulnachrichten.

hört im Winde verhallte. L r ,

Bald hatte aber die eingehende Unter uchung er­geben, daß das Boot nur wenig Wasser machte, das von den Pumpen gehalten werden konnte. Niemand war bei dem Stoß über Bord geschaudert oder verletzt worden. Mit langsamer Fahrt konnte das Boot daher den nahen Hafen von Swinemünde aufsuchen. Schließlich wurde jedoch voller Schreck estgestellt, der Zahlmeister fehlte, gerade sollte die Kriegsflagge im dämmernden Morgenlicht aus Halbstocks" gesetzt werden, als die Hilferufe des Zahlmeisters durch das kleine Seitenfenster des arg zusammengedrückten Raumes an Deck endlich be­merkt wurden.

Mensch, Zahlmeister, leben Sie noch?"3a= wohl, aber wie!" klang es jammernd zurück.Ich kann nicht raus, die Tür geht nicht auf!Sind Sie verletzt, brauchen Sie ärztliche Hilfe? ,Jiur am Achtersteven habe ich einen ordentlichen Stotz bekommen, sonst sind alle Knochen gottlob an­scheinend heil. Was ist denn bloß passiert? Das Nachbarboot hat uns gerammt, mir laufen nach Swinemünde ein. Das Boot schwimmt. Wir müssen aber auf die Werft."Könnt Ihr denn nicht von außen die Tür aufkriegen?"

Mes wurde versucht. Die schwere, druckfeste, eiserne Tür war aber derartig verbogen, daß kein Stemmeisen und Vorschlaghammer half. Der arme Zahlmeister blieb gefangen, und, was beinahe ebenso schrecklich war, auch allen anderen blieb der Ort des stillen Glücks verschlossen.Da hilft nichts wie abwarten, Zahlmeister. In einer guten Stunde find wir in Swinemünde, haben Sie irgendwelche

Bär. Kohlenabrechnung.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie r, und S) bis spätestens Freitag, 5. 3., 20.30 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, emzurei- chen. Später eingehende Gutscheine können nicht mehr angenommen werden. Auf der Rückseite des Gutscheines ist die Art des gelieferten Brennmate­rials anzugeben, gleichzeitig müssen die Gutscheine den Stempel oder Namen der Kohlenhändler und die Unterschrift, Straße und Hausnummer des Hilfsbedürftigen tragen.

Hitter-Iugend Sann 116 Gießen.

Bär.: Boxkurs.

Der angesagte Boxkurs (siehe Sonderrundschrei­ben der Stelle KS. vom 16.1.1937) beginnt unter der Leitung des Boxlehrers Feld hus am Mon­tag 8 3., 20 Uhr, in der Turnhalle der A l t e n Pestalozzi-Schule. Eingang Kirchstraße Teilnehmer können noch in beschränkter Anzahl zugelassen werden.

Bär.: Führertagung des Gebietes Hessen-Nassau.

Die große Führertagung des Gebietes Hessen- Nassau beginnt am 21. Mörz, 11 Uhr, im Schu- mann-Theater in Frankfurt a. SOI. Der Reichs­jugend,ührer. der hier zur Führerschaft vom Ge- folgschasts,ührer auswärts spricht, wird Selegenhei nehmen die Ausstellung des Gebietes tzeßen-Nassau zu besichtigen, ferner auf einer Großkundgebung m der Festhall- sprechen und am Abend de- 21 Marz die Weihe der Gefolgschaftsfahnen bzw. Fahnlem- fahnen vornehmen. Alles Nähere über die Gesamt­veranstaltung ergeht Ende dieser Woche.

Genehmigte Stiftungen.

Ein Kapitel für sich waren auf unseren alteren Torpedobooten die bewußten kleinen Oertlichketten, die feinere MenschenW. C." nennen, manch nette Geschichte wäre von ihnen zu erzählen.

Die damaligen Torpedoboote hatten die fragliche, äutzerst wichtigeGelegenheit vorne in öeni Unter­bau der Kommandobrücke, hier war FrhfJlÄfr eben noch für einen MenschenRaum m der kle n- ften Hütte", und das Unangenehmste bei dieser Bauart war dazu noch der weite Anmarsch von den achtern im Boot gelegenen Ofstzierraumen Über das lange meist glatte Oberdeck. Bei °,Niger- maßen Seegang war es außerDern kaum möglich, übi>r Deck trocken bis zum demOrt des Glucks w gelangen. Der darunter liegende Kesselraum sorgte auch noch dafür, daß es dort meistens der­artig knuffig heiß war, daß ein leder Besucher froh mar9 wenn er den Ort wieder möglichst schnell ver­lassen konnte, selbst auf die Gefahr hm, daß ihn sogleich beim Heraustreten eine wilde Sturzsee übergoß oder sogar über Bord zu schleudern drohte.

Man kann sich denken, daß besonders tn winter­licher Sturmnacht der Entschluß, sich . aus der warmen Koje über das von Wogen ^spulte Ober­deck hindurchzuschlagen, schon den ganzen Mut eines ^Jn^einer^^kalten Winter-Sturmnacht hatte sich unser Zahlmeister aufG 132", trotz aller ihm hier-

Dem Dozenten Dr. Walter H ah land an der Universität Würzburg ist unter Ernennung zum außerordentlichen Professor der archäologische Lehr­stuhl an der Universität Jena übertragen worden.

Der Dozent Dr. Hans Schaefer an der Uni­versität Leipzig ist als außerordentlicher Pro- fessor für alte Geschichte an die Universität Jena berufen worden.

können und wollen.

Oft weiß man nicht, wie, wann, wo, was Man richtig sagtder",die" unddas , So mußt' ich auch genauer

Nicht, wie ein Vogelbauer

Sich nennt, und ob wohldas" undder Die richtige Benamsung wär'.

Ich bin nun mal ein alter Mann, Der viel umlernen nicht mehr kann, Drum schrieb ich so, wie ich's gelernt. Als ich mich von der Schul' entfernt, Auf unfern Schüler-Buden Gab's da noch keinenDuden", Weshalb uns gar nichts übrig blieb, Als daß man nach dem Lehrer schrieb: Der Bauer, der das Feld bestellt. Stets ,Der als Prädikat erhält, Beim Bauer, wo ein Vogel drin, Schreibt immer ,das< davor ihr hin". So blieb ich nunkonservativ", Doch ging bei euch die Sache schief, Denn eure Korrektoren Gar keine Zeit verloren, Um in demDuden" nachzusehn, Was dort für Prädikate stehn.

So knobelten die dann heraus, Daß auch vor einem Vogelhaus, In dem ein kleiner Piepmatz singt, Der" richtig sei ganz unbedingt,

So hab' ich mich Dann eben Auch hierin nun ergeben, Zumal auch kein B-1 chauer Jetzt mehrdas Kaffee Bauer In BerlinUnter n Linden Noch heutgentags kann finden.

Das Kaffee Bauer" ging auch em,

In den Vormittagsstunden des heutigen 3. März bringen die Züge die Rekruten des j ün g ft e n Lehrganges des Erg. - Bataillons I n f. - R e g t. 116 wieder in ihre Heimat. Schnell find die zwei Monate, die die Ausbildung der älte­ren Freiwilligen und der jüngeren Erfatzreferviften dauert, verstrichen, und doch liegt eine unendliche Arbeit, Energie und Aufwand der Ausbildenden und der Ausgebildeten in dieser kurzen Zeitspanne.

Am 4. Januar rückten die Söhne aus Hessen und der Rheinprovinz zur Erfüllung ihrer Dienstpflicht in ihren neuen Standort ein. Für ärztliche Unter­suchung, Einkleidung, Ausgabe der Waffen blieb nur wenig Zeit, sie erfolgten sozusagen am laufen­den Band. Schon am zweiten Tage begann die Ausbildung, zunächst, um den jungen Waffenträ­gern die nötige militärische Haltung beizubringen, denn schon am 9. Januar erfolgte die feierliche Ver­eidigung durch den Bataillons-Kommandeur, Major Junker, die bei diesem Lehrgang wiederum auf dem Schiffenberg stattfand. Nach der feierttchen Handlung erfolgte dort anschließend Die erste Spei­sung aus Feldküchen und hielt die jungen Rekruten noch einige Stunden dort zusammen, währenddessen die Regimentskapelle des Jnf.-Regts. 116 konzer-

Am Donnerstag, 4., und Freitag, 5. 3., wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord die Pfund­sammlung durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen berettzulegen.

Der Kaffee Bauer" aber fein Baut weiter uns den braunen Trank, Durch den man leicht am Herz wird krank. Ach, bei den Prädikaten Muß leider oft man raten, Drum suchte ich bei mir 311 Haus Für euch heut' 'nen Artikel raus, Und glaube, in dem Falle war , Als Prädikat wohl richtigder , Doch stehen Lokus-Buden Vielleicht nicht mal imDuden,, Zwar ist der Ort wohlsachlich , Wo man oft ganz gemächlich Des Morgens fitzt zu Haufe In feiner stillen Klause, Doch hat man damit grotzre Not Auf schwankendem Torpedoboot, Besonders aber, gottverdammt, Wenn bann ein andres Boot uns rammt. Ihr könnt in Ruhe lesen, Wie das bei uns gewesen, Wenn euch der Beitrag dann gefallt, Dann druckt ihn ab und schickt mir Geld. Heut' froh auf euch in Gießen Die Gläser an wir stießen!!!

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n e r in Greifswald, mit, es müsse nai unfehlbarenDuden" der, nicht das bauer heißen, wie im

stand. Darauf erhielten wir nicht nur eine gereimte Empfangsbestätiaung, sondern so­gar noch eine neue Geschichte dazu, was beides wir unfern ßefern nicht vorentyalten

Film-Bolkstag.

Aus Anlaß der Jahrestaguna der Reichsfilm­kammer findet in den beiden hiesigen Theatern, Gloria-Palast und Lichtspielhaus Bahichofstraße, am 7 März, 11.15 Uhr, eine kostenlose Fflm^Vor­führung statt. Zutritt gegen Erwerb der Zeitschrift Film und Volk" zum Preise von 20 Pfennigen.

Winterhilfswerk 1936/37 Ortsgruppe Gießen-Süd

Kohlenabrechnung.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheme der Serie und S am Freitag, 5. März, von>19.30 bis 20^30 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureichen. Später eingereichte Gutscheine werden nicht mehr angenommen.

NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Süd.

httfskasse.

Alle Angehörigen der SA., SS., Warine-SA., Reiter-SA. und des NSKK., die im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd wohnen, zahlen ihren Bei­trag zur Hilfskasse für die Monate April, Mai und Juni am .

Mittwoch, 3. Marz, und Donnerstag, 4. März, jeweils in der Zeit t>om 20 bis 22 Uhr auf der Ge- schäftsftelle der Ortsgruppe, Frankfurter Straße 29 Hinterhaus.

NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Ost.

Bär.: kohtenverforgung.

schwinglich ist.

Dornotizen.

Tageskatender für Mittwoch:

Stadttheater 19.30 bis 22.15 UhrDie verkaufte Braut" Gloria-Palast, Seltersweg:Ich lebe mein Leben". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Premiere". Oberhessischer Kunstverein, Turm­haus am Brandplatz, 17 bis 18 Uhr Ausstellung Forscher als Künstler". Gießener Hochschul­gesellschaft 20 Uhr in der Aula der Universität Vor­trag von Prof. Schilling:Im Kampf um Deutsch­lands Faserstoffversorgung".

Stadttheater Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung der komischen OperDie verkaufte Braut' von Friedrich Smetana statt. Musikalische Leitung: Kapellmeister Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung Tanzmeisterin Irmgard Zenner. Leitung und Einstudierung der Chöre: Ernst Brauer.

Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen Landes­regierung hat auf Grund der vorgelegten Stt - tungsurkunde die zwecks Vornahme früh geschicht­licher Ausgrabungen auf dem Glauberg (Kreis Büdingen) errichtete Stistung^^Reichsstatthalter^ bei drohenden und ihm bekannten Gefahren, doch zu diesem Entschlüsse durchgerungen. An den zum Schutze gegen ein Ueber-Bord-schleudern gespann­ten Strecktauen hatte er sich endlich glücklich bis nach vorne durchgeschlagen, eine volle See nach der andern war über ihn unterwegs hinweggebrandet, jetzt schien er im stillen Raume gerettet und hoffte, Dem Drange seines Herzens nachgehen zu können.

Doch mit Des Geschickes Mächten ist kein ew'ger BunD zu flechten!" Kaum hatte Der Herr Zahl­meister sich nämlich in Gesechtsstellung niederge­lassen, als ein starker Rammstoß eines Nachbar­bootes genau in Der Höhe Der Kommandobrücke gegen deren Unterbau an Der ©teuerborDJeite er­folgte, wo unser Zahlmeister saß. Eilige Komman­dosSchottendicht!" undKlar bei Schwimm­westen!" erschallten über Deck, wahrend aus Der stillen Klause jammernde Hilferufe ertönten unter aeroaltigem, todesahnenden, verzweifelten Klopfen, das immer stärker wurde, aber bei dem heulenden Sturme und Der ersten Aufregung an Deck unge-