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blick über seine bisherige Tätigkeit besprach den Aufbau im Reichskriegerbund und sprach weiter zur bevorstehenden Reichsstraßensammlung, die von dem Reichskriegerbund in Verbindung mit den an­deren beteiligten Organisationen am 6. und 7. Febr. durchgeführt wird und Dienst am Volke ist. Er wies ferner darauf hin, daß die geforderten Termine ein­gehalten werden müssen. Don allen Kameradschafts- sührern erwartet er eine rege, tatkräftige Mitar­beit.

Der Sozialreferent, Kamerad Professor Dr. Schmoll, behandelte in seinen Ausführungen das Unterstützungswesen und gab die letzthin vom Lan­desverband als Unterstützung bewilligten Beträge bekannt.

Hierauf sprach der Kreisschießwart, Kamerad Klein über Schützenversicherung und über das für das Winterhilfswerk durchzuführende Opfer- chießen, das auch als Zimmerschießen durchgeführt werden kann. Ferner gab er bekannt, daß der Kreisoerband Gießen im Schießen an fünfter Stelle des Landesverbandes steht. Er bat um rege Mit­arbeit der Unterverbandsschießwarte.

Als letzter Redner sprach der Propagandaobmann, Kamerad Köhres, über Propagandawesen, für das er Richtlinien zusammengestellt hat.

Der Kreisführer dankte allen Rednern für ihre Ausführungen und schloß die anregend verlaufene Tagung in der üblichen Weise.

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** Oe ffentli che Bücherhalle. Im Ja­nuar wurden 2311 Bünde ausgetiehen. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 16, Gedichte und Dramen 22, Erzählende Literatur 1363, Jugendschriften 370, Länder- und Völkerkunde 137, Kulturgeschichte 2, Geschichte und Biographien 272, Kunstgeschichte 12, Naturwissenschaft und Tech­nologie 45, Heer- und Seewesen 36, Haus- und Landwirtschaft 7, Gesundheitslehre 1, Religion und Philosophie 1, Staatswissenschaft 23, Sport 2 Bände. Nach auswärts kamen 22 Bände.

Amtsgericht Gießen.

Der minderjährige E. W. aus Gießen befuhr am 18. August 1936, gegen 20.50 Uhr mit einem Per­sonenkraftwagen in angeheitertem Zustande die

Senckenbergstraße in Gießen. Da er sich bei her' Angetrunkenheit nicht sicher im Verkehr bewegen konnte, verursachte er einen Verkehrsunfall. Er fuhr mit dem Personenkraftwagen gegen eine Mauer. Durch Strafbefehl wurde er wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung zu einer Haft­strafe von einer Woche verurteilt. In der Verhandlung, auf seinen Einspruch hin, wurde er im Sinne der Anklage überführt. Das Gericht ver­warf den Einspruch des Angeklagten und belastete ihn mit den weiter entstandenen Kosten des Ver­fahrens. Das Gericht betonte in seiner Urteils­begründung, daß in diesem Falle nicht auf eine Geldstrafe erkannt werden konnte, da sich die Fälle des Fahrens in angetrunkenem Zustande in Gießen häuften und das Gericht mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zum Schutze der anderen Ver­kehrsteilnehmer mit exemplarischen Strafen vor­gehen müsse.

Große Strafkammer Gießen.

Die Große Strafkammer hatte sich in ihrer gestri­gen Sitzung mit dem 51jährigen, in Frankfurt a. M. wohnhaften K. N. wegen fahrlässiger Tötung zu be­fassen. Im August vorigen Jahres hatte der An­geklagte durch Fahrlässigkeit den Tod eines Men­schen verursacht. Er wollte mit seinem Wagen in der Steigung bei der Bergkaserne in Friedberg einen Dreschmaschinenzug überholen. Da die Straße an der betreffenden Stelle 6,90 Meter breit ist, die Dreschmaschine aber schon 2,70 Meter und der Wa­gen 1,40 Meter breit war, so blieb nur noch sehr geringer Raum übrig. Dies mußte der Angeklagte erkennen und auch die den Tatort passierenden Rad­fahrer gesehen haben. Einer der Radfahrer kam zu Fall und starb an den Verletzungen. Auf Grund der sehr eingehenden Beweisaufnahme stellte sich einer­seits das Verschulden des Angeklagten heraus, zum andern aber auch das Verschulden eines im Ter­min vernommenen Zeugen. Wenn sich auch das Verhalten des Angeklagten als eine erhebliche Fahr­lässigkeit darstellte, so hielt dos Gericht doch in An­betracht des Mitverschuldens eines anderen Ver­kehrsteilnehmers eine Geld st rase von 600 R e i ch s m a r k als ausreichende Sühne für das Vergehen des Angeklagten.

Oberheffen.

Oer letzte Wiesecker Sandmann 80 Jahre alt.

£ Wieseck, 3. Febr. Wer kennt ihn noch, den Wiesecker Sandmann, wie er Ende des vergangenen Jahrhunderts im weiten Umkreis bis Westerwald und Marburg und zur Wetterau herumzog, um seinenechten weißen Wissicher Saand" anzubieten. Wurde doch dieses Wiesecker Naturprodukt damals von jeder Hausfrau benötigt. Entweder wurde er als Streusand für den Fußboden gebraucht, oder er land Verwendung zum Abreiben der Haushaltge­schirre, wie zum Blitz- und Blankmachen von aller­hand Gegenständen, wozu heute Industrie- und che­mische Erzeugnisse dienen. Waren es um dis Jahr­hundertwende noch einige Familien, die durch diesen Verkauf ihren Erwerb fanden, so ist es jetzt nur noch unser beliebter Mitbürger Christian Reuter, der am morgigen Donnerstag, 4. Februar, acht­zig Jahre alt wird. Bereits als Junge fuhr er den Sand mit seinen Eltern nach Lich, Butzbach und in die Wetterau. Noch sieht man ihn jede Woche einmal mit seinem Handwagen in unsere Nachbar­stadt Gießen, wo er seine Kunden mit demechten weißen Witzich?r Saand" beliefert. Der alte Herr, der geistig und körperlich noch sehr rege ist, er­zählt oft und gern von seinen Erlebnissen und denen seiner Berufsfreunde auf den Sandfahrten in der weiteren Umgebung. Aber nicht allein auf diesem Gebiet war Christian Reuter bekannt, auch in sei­ner Heimatgemeinde hat er segensreich gewirkt. Das

heimische Genossenschaftswesen hatte in ihm einen großen Förderer. Dem Landwirtschaftlichen Kon­sumverein gehörte er von der Gründung an als Auftichtsrat und fast 40 Jahre als Vorstandsmit­glied an. Der Aufschwung dieses Unternehmens ist seinem Weitblick mit zu verdanken.

Opfer der Arbeit.

LPD. Friedberg, 2. Febr. Im Tagebaube­trieb der He frag wurde der Arbeiter Max Josef B l e s s e r von herabfallenden Erdbrocken so schwer an der Wirbelsäule getroffen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Blesser war Vater von zwei Kindern.

Landkreis Gießen.

a Klein-Linden, 1. Febr. Im Gasthaus Zur Burg" hielt die Kriegerkameradschaft am Sonntagnachmittag ihre Generalversammlung ab. Kameradschaftsführer Friedrich S ch i m - m e l eröffnete mit herzlichen Begrüßungsworten an die Mitglieder und den der Versammlung bei­wohnenden Ortsgruppenleiter die gut besuchte Jah­restagung. Dor Eintritt in die Tagesordnung ge­dachte er in ehrenden Worten des im letzten Jahre verstorbenen Kameraden Wilhelm Jung XL, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Kame­radschaftsführer Schimmel erstattete hierauf den Jahresbericht. Der Kassenbericht wurde von dem Kassenwart Valentin Kehl vorgetragen: er zeigte in Einnahme 812,14 Mark, denen 626,29 Mark in Ausgabe gegenüberstehen, so daß ein Rechnungs­

überschuß von 185,85 Mark verbleibt. Die Rechnung war von den Kameraden Heinrich M a g o l d und Friedrich Lenz geprüft und für richtig befunden worden. Der Kameradschaftsführer sprach dem Kassenwart Dank und Anerkennung für die muster­gültige Rechnungsführung aus. Sodann wurde be­kanntgegeben, daß die Sammlung für das Winter­hilfswerk am 6. und 7. Februar gemeinsam von der hiesigen Kriegerkameradschaft, der NSKOV. und dem Reichsluftschutzbund oorgenommen wird, lieber das Schießwesen innerhalb der Kameradschaft be­richtete Schießleiter Gottfried B e n d e r o t h. Er bat die Kameraden, sich mehr als bisher am Schießsport zu beteiligen. Auch dem Schießleiter wurde der Dank der Versammlung ausgesprochen. Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann wüdigte in einer Ansprache die Aufgaben der Kriegerkamerad­schaften und bat die Kameraden, im besonderen den Arbeiten der nationalsozialistischen Jugendorgani­sationen ihre Unterstützung zuteil werden zu lassen. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Ver­sammlung geschlossen.

OO Klein-Linden, 2. Febr. Mit dem ver­flossenen Sonntag schied Herr Karl Rinn nach mehr als dreißigjähriger Tätigkeit als Kirchendiener aus den Diensten unserer evan­gelischen Kirchengemeinde. Im Gottesdienst sprach der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Pfarrer König, dem scheidenden Kirchendiener den Dank aus für die Treue und Gewissenhaftigkeit, mit denen er drei Jahrzehnte lang sein Amt versehen hat. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit wurde Herrn Rinn durch Pfarrer König ein Gedenkspruch überreicht, der die Inschrift trägt:Ich will euch tragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet." Nur ungern sehen alle Kirchengemeindeglieder den pflichtbewußten und treuen Diener, der wegen seines hohen Alters sein Amt niederlegte, scheiden. Während seiner Amtstätigkeit hat Herr Rinn unter elf Pfarrern in Diensten gestanden und bei rund 970 Taufen und 500 Trauungen mitgewirkt. 570 Gemeindegliedern läutete er zu Grabe. Als Nach­folger wurde Ernst Pfaff, Lahnstraße, durch den Kirchenvorstand berufen. Pfarrer König machte den neuen Kirchendiener auf die Schwierigkeiten seines Amtes, innerhalb und außerhalb seines Dienstes aufmerksam und wünschte ihm Segen in seiner neuen Arbeit.

<£ Leihgestern, 2. Febr. Die hiesige K r i e - gerkameradschaft hielt am Samstag einen Familienabend imLöwen" ab. Beim Vortrag von Gedichten, gemeinsam gesungenen Liedern, bei lebenden Bildern und der Aufführung eines Schau­spiels ging der Abend schnell vorbei. Um das Ge­lingen dieser Aufführung, bei der alle Mitwirken- don ihr Bestes gaben, hat sich Kamerad Held besonders verdient gemacht. Eine besondere Note erhielt der Abend durch die Anwesenheit einer Ab­ordnung der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 116 in Gießen unter Führung eines Offiziers. Auch der Kreisschießwart Kamerad Klein, Gießen, be­ehrte die Kameradschaft mit seinem Besuch. Nach­dem der offizielle Teil in üblicher Weise geschlossen war, blieben alle noch in echter Volksgemeinschaft beisammen.

< Holzheim, 2. Febr. Der hiesige Turn­verein hielt seine Generalversammlung im Ver­einslokal ab. Vereinsführer Heinrich Grieb III. gedachte zunächst des verstorbenen Mitgliedes H. M. Kuhl. Den Geschäftsbericht erstattete Schriftwart Zeiß, den Kassenbericht gab K. Reitz und über die sportlichen Erfolge sprach K. Buß. Dem Ge- samtoorstand wurde Entlastung erteilt. Anschließend wurde E. Zeiß einstimmig zum Vereinsführer bestimmt, der sogleich folgende Kameraden zu sei­nen Mitarbeitern ernannte: Heinrich Grieb, stell­vertretender Vereinsführer; K. Müll, Oberturn­wart; W. Glaum, Schriftführer; K. Reitz, Kassenwart; Gg. Sames, Dietwart; E. Jung, Werbewart, und K. Buß, Spielwart. Bei der ersten Holzversteigerung wurden hohe Preise erzielt. Für Buche nscheithvlz wurden 28 Mk., für Buchenknüppel 18 Mk., für Buchenstöcke bis zu

22 Mk. und für Buchenwellen 11 Mk. je 2 Raum­meter bezahlt.

<> Garbenteich, 2. Febr. Der hiesige Ge- s a n g o e r e i nViktoria" hielt in seinem 23er- einslokal eine kameradschaftliche Winteroer- anstaltung ab. Der Saal war überfüllt. 23er- einsführer Ludwig Stein gedachte einleitend der seit Jahresfrist steigenden Leistungen des Chores, dankte dem Chorleiter Sommer (Watzenborn) für seine Arbeit und den Sängern für ihren Eifer. Im weiteren Verlaufe des Abends sang der Chor Kom­positionen bekannter deutscher Liedschöpfer vom ein­fachen Volkslied bis zum großen Chorwerk. Die Darbietungen ließen erkennen, daß der Verein eine wertvolle Pflegestätte deutschen Liedgutes darstellt. Eine zum Teil aus Mitgliedern zusammengestellte Kapelle unterhielt während der Pausen mit guter Musik. Der Abend brachte außerdem die Auffüh­rung eines Volksstückes mit Gesang.

= Steinbach, 2. Febr. Der O b st - und Gartenbauverein hielt am Sonntag seine Jahres-Generalversammlung imRitter" ab. Der Vorsitzende Balthasar Jakob Haas begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder. Zunächst wurde der Kassenbericht durch den Rechner Wilhelm N e e b erstattet. Die Rechnung, die mit einem günstigen Kassenvorrat abschließt, wurde für richtig befun­den, dem Rechner und dem übrigen Vorstand wurde hierauf Entlastung erteilt. Der Verein hat 78 Mit­glieder, wie im Vorjahr. Die neu angeschaffte Süß­mostglocke wurde im ersten Jahr gut benützt, und das Spritzen der Bäume für Mitglieder und auch Nichtmitglieder durchgeführt. Hierauf wurden die neuen Satzungen des Vereins bekanntgegeben, so­dann erfolgte die Ernennung des Vorstandes. Der Ortsbauernführer Heinrich Ludwig Balser er­nannte den seitherigen Vorsitzenden, dessen gute Amtsführung anerkannt wurde, wieder zum Vor­sitzenden. Dieser berief als 2. Vorsitzenden Heinrich Atzbach, als Beisitzer Altbürgermeister Jakob Krämer und als Rechner und Schriftführer Wil­helm N e e b , so daß der alte Vorstand auch im neuen Jahr den Verein leitet. UnterVerschiedenes" wurden Fragen besprochen, die im Zusammenhang mit dem Dierjahresplan stehen. Ferner wurde auf Anregung des Vorsitzenden eine Besichtigung des Musterobstgutes Konradsdorf und der fürstlichen Obstanlage in Ortenberg für den Herbst beschlossen. Die Versammlung fand in der Üblichen Weise ihren Abschluß.

# M-ainzlar, 2. Febr. Der Schreiner Ludwig Fuchs von hier, beschäftigt bei den hiesigen Di­dierwerken, konnte auf eine 25jährige Dien ft- zeit im Werk zurückblicken.

* Harbach, 2. Febr. Dieser Tage hielt der hie­sige Obst- und Gartenbauverein feine erste Generalversammlung ab. Der Dereinsführer dankte zunächst allen Mitgliedern für die im ersten Jahre geleistete Arbeit und dankte ferner dem Bür­germeister für die Beihilfe zur Beschaffung der Spritze. Der Vereinsführer erläuterte ferner die Zwecke und Ziele des Obst- und Gartenbauvereins und dessen Bedeutung gerade in der Gegenwart. In weiteren Darlegungen' beschäftigte sich der Redner mit Fragen des Vogel- und des Naturschutzes. Der Rechner des Vereins konnte sodann mitteilen, daß der Verein bei einer Einnahme von 640 Mark und einer Ausgabe von 510 Mark einen Ueberschuß von 130 Mark zu verzeichnen habe. Ferner teilte er noch mit, daß im vergangenen Jahre in der Gemeinde Harbach insgesamt 2 600 Bäume gespritzt worden seien. Erfreulicherweise sei noch eine Anzahl Bauern dem Verein beigetreten. Mit einemSieg- Heil!" auf den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß.

Q] Queckborn, 2. Febr. Am Sonntag hielt der hiesige Gesangverein sein Wintervergnü- gen im Saale von Görnert ab. Ein schöner Drei­akter und ein Lustspiel in einem Akt wurden auf­geführt. Der Gesangverein trug einige Chöre vor, u. a. in Vereinigung mit dem Mandolinenklub den Donauwalzer. Dirigent Nicolai (Großen-Buseck) hatte die Darbietungen sehr gut eingeübt, so daß

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Verkalkung

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Verletzung

den die Versuche von Steinach und Voronoff gemacht, die durch Ueberpflanzung von Affendrüsen die Tätigkeit der Keimdrüsen neu anzuregen und dadurch eine zweite Jugend zu erreichen suchten. Lei­der haben diese Versuche nicht ge­halten, was sie versprochen haben. Die heute angepriesenen Derjün- gungsmittel sind meistens Extrakte aus Keimdrüsen. Die Erfolge sind aber alle sehr zweifelhaft. Am vernünftigsten ist es, von Jugend an durch eine vernünftige Lebens­weise sich den Körper jung und elastisch zu erhalten suchen.

Verkalkung der Adern, Adern­verkalkung, Arterienverkalkung, ist die Krankheit des hohen Alters. Manche Leute bekommen früher Arterienverkalkung, manche haben in ihrem hohen Alter noch keine Anzeichen dafür. Alle Adern des menschlichen Körpers können ver­kalken. Bei Verkalkung der Adern im Gehirn tritt Kopfschmerz auf, Schwindelgefühl. Verkalken die sog. Kranzgefäße des Herzens, so kommt es zu schweren Krampf­anfällen, sog. Angina pectoris, bei Verkalkung kleiner Schlagadern an den Gliedern kann der sog. Al­tersbrand entstehen; auch eine be­sondere Art des Hinkens mit Schmerzen in den Beinen ist eine Folge der Arterienverkalkung. Vorbeugung gegen vorzeitige Ar- terienverkalkuna ist naturgemäße vernünftige Lebensweise, Meiden von Alkohol und Nikotin. Ist be­reits Arterienverkalkung vorhan­den, so ist eine ruhige, gleich­

mäßige Lebensweise unter Ver­meidung aller Aufregungen, Ent­haltsamkeit von Alkohol und Ni­kotin geboten. Kuren in Bad Tölz, Bad Wiessee ober dergleichen sind zu empfehlen, doch hole man dar­über zuerst ärztlichen Rat ein.

Verkehr, ehelicher. Bei allen Zweifeln wende man sich ver­trauensvoll an einen Arzt oder an eine Eheberatungsstelle. Durch die guten Ratschläge von Nach­barn und dergleichen wird man oft erst recht verwirrt. Solche Rat­schläge sind meist recht gut ge­meint, aber es fehlt das rechte Verständnis. Verweigerung des ehelichen Verkehrs ist übrigens ein Scheidungsgrund.

Verkehr mif dem Kinde. Der ge­schiedene oder getrennt lebende Elternteil, dem die Sorge für die Person des Kindes nicht zusteht, hat Anspruch auf persönlichen Verkehr mit dem Kinde. Bei Streit regelt den Verkehr das Vormundschaftsgericht. (Siehe Sorgerecht.) Der uneheliche Va­ter hat keinen Anspruch auf Ver­kehr mit seinem unehelichen Kind.

Verlegenheit entsteht durch oft unbewußte Hemmungen, durch Minderwertigkeitsgefühle, und ist oft mit Erröten verbunden. Man versuche, durch Stärkung des Selbstbewußtseins diesen Mangel zu beheben.

Verletzung siehe Wunden.

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