Das Deutsche Saus aus -er pariser Weltausstellung
Auslande
Berlin. 2. Febr. (DKB.) Am 30. Januar 1937 hat der Führer und Reichskanzler zur einheitlichen Betreuung der Reichsdeutschen im Ausland einen Chef der Auslandsorgani s a t i on im Auswärtigen Amt eingesetzt, dem zugleich die Leitung und Bearbeitung aller Angelegenheiten der Reichsdeutschen im Ausland im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes übertragen wird. Zum Chef der Auslandsorganisation im Auswärtigen Amt wird der Leiter der Auslandsorganisation der RSDAP.. Gauleiter Ernst Wilhelm Bohle ernannt. Er ist dem Reichsminister des Auswärtigen persönlich und unmittelbar u n t e r st e l l t. Sein Geschäftsbereich als Leiter der Auslandsorganisation der RSDAP. und seine Unterstellung als solcher unter den Stellvertreter des Führers bleibt unberührt. Er nimmt an den Sitzungen des Reichskabinetts teil, soweit sein Geschäftsbereich berührt wird.
der Landesverteidigung verlangt, die auf vier Jahre verteilt werden sollen. Um die Schlagkraft des Heeres an sich zu stärken, habe er bereits eine leichte Panzer-Division geschaffen, der in allernächster Zeit eine zweite und eine dritte folgen würden. Im Sommer werde er die ersten Versuche mit schweren Panzer-Divisionen machen. Der Kriegsminister sprach sich dann für den Ausbau des vorhandenen Straßennetzes parallel zur Grenze aus sowie für den Bau einiger neuer Zufahrtsstraßen.
Frankreich unterhalte augenblicklich ein Heer von 500 000 bis 600 000 Wann, das auch er als zu schwach ansehe. Wan müsse deshalb zum Windesten die Schlagkraft durch W e - chanifierung erhöhen. Das System der Befestigungsanlagen werde er im Korben b i s nach Dünkirchen und im Süden bis nach Bafel verlängern und außerdem die Befestigungsanlagen tiefer staffeln. Auf dem Gebiet des Kriegsmaterials feien die notwendigen Kredite verabschiedet worden, um Tanks, Flakbatterien und Tank-Abwehrge- schühe zu bauen sowie die Studien für die Erzeugung eines einheimischen Brennstoffes fort- zusehen.
Nachdem der Kriegsminister unter großem Beifall der Linken die Verstaatlichung der Rüstungswerke von Schneider-Creuzot angekündigt hatte, unterstrich er die Moral des Landheeres. Daladier verwahrte sich gegen das Hineintragen der Politik in das Heer, dessen Aufgabe es nicht sei, sich durch innerpolitische Kämpfe ablenken zu lassen. Auf das materielle Wohl der Soldaten richte er seine besondere Aufmerksamkeit. Das Ganze sei jedoch eine G e l d -
im Reich heranzuführen. Unter schwierigsten Verhältnissen ist es der Auslandsorganisation gelungen, den Deutschen draußen fast überall in der Welt in ihren Ortsgruppen und Gemeinschaften ein kleines Stück deutscher Heimat aufzubauen und auch sie teilnehmen zu lassen an den Erlebnissen der letzten Jahre, die der ganzen deutschen Nation
frage. Zum Schluß verwahrte sich der Kriegsminister gegen die Ansicht, daß das französische Heer von umstürzlerischen Elementen verseucht sei. — Die Vertrauensabstimmung in der Kammer nach Abschluß der Debatte über die Landesverteidigung ergab 413 Stimmen für die Regierung, gegen 124 Stimmen. 65 Abgeordnete haben sich der Stimme enthalten, 14 waren beurlaubt.
Opposition gegen den Russenpakt.
Kommunistischer „Generalstab" für Paris.
Paris, 2. Februar. (DNB.) Der rechtsstehende Senator Gautherot wies nach, daß die Kommunistische Partei von einer ausländischen Macht geleitet werde und folglich nicht Regierungspartei sein könne. Die kommunistische Gefahr bedrohe auch Frankreich. Die Kommunistische Partei bereite hier einen Gewalt st reich vor gegen die Sicherheit des Staates. Ich habe, so erklärte der Senator, seit acht Tagen Unterlagen über die Organisation der Kommunistischen Partei in der Hand mit den Namen der acht Mitglieder des Ausschus- s e s, der den kommunistischen „Generalstab" für die Leitung der Gesamtoperationen im Gebiet von Paris bilden soll. Als Aufmarschzentren der Bolschewisten seien die kommunistischen Vorstädte vorgesehen. Das bedeute eine offensichtliche Verletzung des französisch-sowjetrussischen Vertrages. Der Quai d'Orsay müsse in Moskau Vorstellungen erheben.
Ministerpräsident Blum erklärte, daß die Ordnung nicht gestört und die Freiheit der republikanischen Einrichtungen nicht beeinträchtigt worden sei. Die Regierung sei eine Regierung der Volksfront, zu der die Kommuni st ische Partei gehöre. Sie beabsichtige, dem durch das allgemeine Wahlrecht zustandegekommenen Willen treu zu bleiben. Er sehe nicht die Möglichkeit einer anderen Politik.
Der rechtsstehende Senator und Bürgermeister von Versailles, Henri H a y e, erinnerte daran, daß er bereits vor mehreren Monaten den Antrag gestellt habe, den französisch-sowjetrussischen Pakt einer Prüfung zu unterziehen. Die „Times" habe diesen Vertrag als unvereinbar mitder Festi- gung des europäischen Friedens bezeichnet. Friede und Krieg hingen von der Regelung dieser Frage ab.
Der deutschsprachige in Straßburg erscheinende „Elsässer" sagt u. a.: Nach einer Richtung sei die Rede Hitlers von besonderer Eindeutigkeit gewesen: In der Ablehnung jedes Paktierens und jeder Berührung mit Moskau und der politischen Umwelt Moskaus. Wir stehen nicht an, zu erklären, daß diese Forderung Hitlers auch eine Forderung zahlreicher Kreise Frankreichs ist. Sie hat Italien, Polen, Ungarn, die Schweiz und die meisten Balkanstaaten auf ihrer öeite. Der Ruf
19 Milliarden
für die französische Aufrüstung
Starke Mechanisierung. —Frankreichs Luftwaffe.
das neue Gesicht gaben. Daß dies stets im Zeichen des strengsten Gebotes der Nichteinmischung in die Verhältnisse des Gastlandes geschehen ist, ist eine bekannte Tatsache. Eine der Folgerungen aus den neuen Funktionen, die die Auslandsorganisation nun erhalten hat, wird es sein, daß die Gesetze, die bisher nur f ü r d i e Parteigenossen draußen wirksam waren, nun als Leitsätze für alle Deutschen im Auslande Geltung haben werden: Nichteinmischung in die politischen Verhältnisse des Gastlandes und aufrichtige Befolgung seiner Gesetze, Bekenntnis zu einem aufrechten und zur Mitarbeit bereiten Deutschtum, rückhaltlose Einfügung in die auslandsdeutsche Volksgemeinschaft. Die Parteigenossen in aller Welt werden in dem Erlaß des Führers eine stolze Anerkennung ihrer jahrelangen Arbeit erblicken dürfen, alle Deutschen draußen aber mögen in dieser bedeutsamen Regelung einen neuen Beweis dafür erblicken, wie sehr die Heimat an sie denkt und für sie sorgt. Das wird denen, die draußen oft Haß und Mißgunst zu spüren bekommen, neue Kraft verleihen, sich als aufrechte Nationalsozialisten zum Deutschland Adolf Hitlers zu bekennen.
NSDAP, am Werk gewesen, die Reichsdeutschen im an die nationalsozialistische Entwicklung
Einheitliche Betreuung der Reichsdeutschen im Ausland.
Gauleiter Bohle gleichzeitig „Chef der Auslands-Organisation im Auswärtigen Amt".
In Moskauer politischen Kreisen wird die beschleunigte Abreise von Litwinow-F in» k e l st e i n aus Genf in Zusammenhang mit der Möglichkeit der Verhaftung seiner Frau gebracht, die in engen Beziehungen zu Radek- Sobelsohn und Sokolnikow stand und deren Wohnung seit einiger Zeit ständig beobachtet wird. Andere wollen wissen, daß in die Hände der GPU. Dokumente gelangt seien, die Litwinow-Finkelstein beschuldigen, mehrfach im Auslande Vertrauensleute Trotzki-Bronsteins empfangen zu haben. „Daily Expreß" meldet, daß die 18jährige Tochter Radek-Sobelsohns, Marusia, von der GPU. in der Moskauer Universität verhaftet worden sei. Sie werde beschuldigt, die Studentenschaft gegen das Urteil, das ihren Vater ins Gefängnis schickt, aufgewiegelt zu haben. In verschiedenen Bezirken der Sowjetunion werden umfangreiche Verhaftungen auf dem Lande durch die GPU. durchgeführt in Zu- sammenhang mit Bauernunruhen, die in letzter Zeit infolge des ständig wachsenden Brotmangels, besonders in der Ukraine, ausgebrochen sind. In der Nacht zum 31. Januar hat die GPU. auch zahlreiche Verhaftungen unter der Arbeiterschaft verschiedener Fabrikstädte vorgenommen, um die Unzufriedenheit in dem städtischen Proletariat zu unterdrücken, die auf die schlechten Löhne zurückzuführen ist, die zur Befriedigung der dringendsten Lebensbedürfnisse nicht ausreichen. Nach den Feststellungen der GPU. soll innerhalb der städtischen Arbeiterbevölkerung eine großzügige Werbeaktion gegen das Regime Stalins in Angriff genommen worden sein.
fen. Außerdem erfolgte ein großer Teil des Transportes noch auf den zahlreichen Kanälen. Diese Befestigung war ein Wunderwerk deutscher Pionierkunst, ausgestattet nach allen Erfahrungen des bisherigen Schützengrabenkrieges. Rund 100 000 Menschen hatten vier Monate, vom November 1916 bis zum Februar 1917, daran gearbeitet.
Die deutsche Front verbrauchte insgesamt 600 Millionen Sandsäcke. 1500 Eisenbahnzuge zu je 50 Waggons waren erforderlich, um das Eisenmaterial für den Unterstandsbau an die Front zu schleppen. Ebenso viele Züge brauchte man für das Heranrollen des Zements für die Betonunterstande. 600 000 Tonnen Stacheldraht wurden geliefert. Im Höhepunkt des Stellungskrieges, Oktober 1916, hatte die deutsche Schützengrabenfront eine Lange von 2200 Kilometer. Dazu kam die österreichisch- ungarische Schützengrabenfront mit 400 Kilometer. Die Windungen, Zickzack-Anlagen, Schulterwehrumgänge sind hierbei ebensowenig mitberücksichtigt wie die Schützengräben, die hinter dem vordersten Graben angelegt worden waren. Elektrische Hindernisse wurden auf deutscher Seite Anfang 1915 vor den Stellungen angelegt. Die Hindernisse waren mit 1000 Volt geladen. Besonders bewährten sich die Starkstromhindernisse in der großen Abwehrschlacht an der Aisne im Frühjahr 1917. Der höchste Schützengraben lag 3909 Meter über dem Meeresspiegel auf dem Ortler. Das höchste Geschütz stand ebenfalls auf dem Ortlergipfel.
Dazu schreibt die „Nationalsozialistische Parteikorrespondenz" u. a.:
Alle Fragen der Betreuung der Deutschen draußen sind nun in der Heimat in einer Hand vereinigt. Ein neuer Schritt des Zusammenwirkens von Partei und Staat ist auf einem Gebiete unternommen worden, das allen Deutschen am Herzen liegt. Durch die staatlichen Aufgaben und Befugnisse, die der Gauleiter der Auslandsorganisation nunmehr übertragen erhielt, wird erreicht werden, daß die politische Betreuungstätigkeit der Partei sich mit den amtlichen Maßnahmen des Reiches und seiner Vertretung zur fruchtbaren Gesamtleistung im Interesse aller Reichsdeutschen im Auslande vereinigen. Aehnlich wie es bei dem Auftrage des Reiches an die Hitler-Jugend der Fall gewesen ist, so wird auch mit diesem Erlaß des Führers die langjährige und erfolgreichste Arbeit einer Parteieinrichtung durch die Uebertragung staatlicher Funktionen an ihren Leiter gekrönt und die Partei durch eine Erweiterung ihres sachlichen Wirkungskreises ausgezeichnet.
Seit 1931 ist die Auslandsorganisation der
Moskau, 2. Febr. (DNB.) Der mit größtem Zynismus eingeleitete Propagandafeldzug zeigt immer deutlicher auf, daß sich die Auswirkungen der zahlreichen Sabotageakte immer peinlicher bemerkbar machen und die notorischen Mißstände in der Sowjetwirtschaft bestätigen. Allerdings bedient man sich zur Bemäntelung dieser im Versagen des ganzen Systems begründet liegenden Mißstände wieder des höchst bequemen Mittels, summarisch „Trotzkiste n" verantwortlich zu machen. So schreibt am Dienstag z. B. die „Prawda", es sei erwiesen, daß an der Kostspieligkeit und Rückständigkeit der Kohlenindustrie im Donezbecken und des Kusnetzkerbeckens „trotzkistische Schädlinge" schuld seien. Ferner habe sich herausgestellt, daß der Bau neuer sogenannter „Giganten", — damit sind Jn- dustriekombinate im Ural gemeint — durch „Trotzkisten gehemmt" worden sei. Dabei nennt das Blatt auch neue Namen von „Trotzkisten", wie Marjassin und K o l e g a j e w , die für diesen Schlendrian verantwortlich seien. „Freche Sabotage" habe sich in der Industrie zur Herstellung synthetischen Kautschuks auch der frühere Chef der Hauptverwaltung der Gummiindustrie, B i t - k e r, geleistet, der natürlich — gleichfalls als „Trotzkist" angeprangert wird. Auch im Tr aji s - portwesen seien noch manche „Schädlinge" zu suchen, wie ebenfalls in der chemischen Industrie. Die „Jswestjia" ergänzt diese Lifte noch durch einen Hinweis auf die Metallindustrie, wo die „Trotzkisten" Julin und C h a r i k o w ihr Unwesen trieben. In der Presse werden noch viele weitere Fälle von Entlarvungen sogenannter „Trotzkisten" aufgeführt.
Gauleiter Sohle.
Gauleiter Bohle wurde als Sohn deutscher Eltern 1903 in Bradford (England) geboren und verbrachte seine Jugend in Kapstadt, wo sein Vater seit 1906 als Universitätsprofessor tätig war. Nachdem Bohle das englische Gymnasium in der Stadt Kapstadt absolviert hatte, kam er im Jahre 1920 nach Deutschland, um an den Universitäten Köln und Berlin und an der Handelshochschule Berlin Staats- und Handelswissenschaften zu studieren. 1923 legte er das Examen als Diplomkaufmann ab. Nach sechsjähriger Tätigkeit als Prokurist im Ex- und Jmporthandel im Rheinland und Hamburg gründete er 1930 in Hamburg eine eigene Großhandelsfirma und trat im November 1931 als ehrenamtlicher Mitarbeiter in die damals in Hamburg gegründete Ausländsabteilung der NSDAP, ein. Seit dem 8. Mai 1933 ist er mit der Leitung der Dienststelle betraut und wurde am 3. Oktober 1933 mit dem Dienftrang eines Gauleiters in den Stab des Stellvertreters des Führers berufen. Die Dienststelle erhielt 1934 die Bezeichnung „Aus- landsorganifation der NSDAP." und wurde im März 1935 von Hamburg nach Berlin verlegt. Am 30. Januar 1937, dem Tage, an dem die gesamte Betreuung der Reichsdeutschen im Auslande in feine Hand gelegt wurde, hat der Führer Gauleiter Bohle das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP, verliehen.
Paris, 2. Febr. (DNB.) In der Kammer wurde die Aussprache über die Landesverteidigung fortgesetzt. Luftfahrtminister C o t bedauerte, daß man den Wert des französischen Luftheeres herabzusetzen suche. Dieses Luftheer sei eines der stärksten der Welt und werde es bleiben. Das Material sei vorzüglich. Sicher müßten auf gewissen Gebieten noch Anstrengungen gemacht werden, wie beispielsweise hinsichtlich des S ch w e r ö I m o t o r s. Immerhin könne man sagen, daß das Material des französischen Luftheeres allen ausländischen Luftheeren mindestens ebenbürtig fei mit Ausnahme von Sowjetrußland, dessen Material, wie man anerkennen müsse, bes - s e r fei. Seit dem 1. Juni 1936 seien die modernen Apparate um 37 v. H., die Aufrüstung u m 7 0 v. H. erhöht worden. 1938 werde die französische Flugzeugindustrie 60 v. H. mehr Apparate herausbringen als augenblicklich. Man werde die Bombardierungsfähigkeiten im Frühjahr verdoppeln und 1938 vervierfachen.
firiegsminifter Daladier
erklärte, die Regierung fei immer bereit, jede Maßnahme zu prüfen, die geeignet fei, eine Rüstungsbeschränkung herbeizuführen und einen Krieg zu verhindern. Die Bemühungen gingen darauf hinaus, einen kommenden Krieg f o kurz w i e möglich zu gestalten. In Spanien habe man jedoch erlebt, daß große Hoffnungen, die man auf gewisses Kriegsmaterial gefetzt hatte, sich nicht verwirklicht hätten. Die Befestigungsanlagen sowie ein starkes Landheer nützten nichts, so erklärte er, wenn man nicht die notwendigen Mannschaften habe. Deshalb habe er ein Korps von 15000 Spezialisten sowie die pflicht- mäßige militärische Vorbereitung der Jugend und die Industrie-Mobilisierung gefordert. Er habe einen Kredit von 19 Milliarden Franken für die Bedürfnisse
zum gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewismus macht sich auch in den kleineren Demokratien West« und Nordeuropas immer mehr vernehmbar.
Reue Materialtransporte für die spanischen Bolschewisten.
P a r i s, 3. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Action Fran^aise" kann erneut mit Nachrichten aufwarten, die beweisen, daß die Belieferung der spanischen Bolschewisten aus Kreisen der französischen Volksfront weiter geht. Am 26. Januar verließen wieder etwa zehn Lastkraftwagen voll beladen Montreuil (eine örtliche Dorstadt von Paris). Die Abfahrt wurde der Gendarmerie von Montreuil vorher gemeldet. Trotzdem wurde sie nicht verhindert. Es konnten sogar am 1. Februar weitere 30 beladene Lastkraftwagen abfahren, deren Nummern genau angegeben wurden. Die Polizei wußte von diesen Transporten, aber sie wollte oder konnte nicht handeln.
Die Führer
der sowjetrussischen Kriegsflotte.
Moskau, 2. Febr. (DNB. Funkspruch.) Entsprechend den weitgehenden Plänen zur Auftüstung Sowjetrußlands zur See sind Umbesetzungen der höchsten Kommando st ellen in der Kriegsflotte erfolgt. Der bisherige Befehlshaber der sowjetrussischen Ostseeflotte Vizeadmiral („Flottenflaggmann zweiten Ranges") Haller wurde zum stellvertretenden Chef der gesamten Seestreitkräfte ernannt. Das Kommando der Ostfeeflotte übernahm an feiner Stelle der Admiral („Flottenflaggmann ersten Ranges") Siwkow. Als Stabschef wurde ihm Fregattenkapitän I f a k o w zugeteilt. Zum Chef der Seekriegsakademie wurde der Admiral Ludri ernannt. Der erst kürzlich zum stellvertretenden Kriegskommiffar beförderte Admiral Orlow bleibt Oberster Chef der gesamten Seestreitkräfte.
Gerichtsentscheid gegen den Sitzstreik bei General Motors
Flint (Michigan), 2. Febr. (DNB.) Am Dienstag erhielt die General Motors Corporation einen Gerichtsbeschluß zugestellt, der ihr Unterstützung gegen die sogenannten Sitzstreiker gewährt. Der Gerichtsbefehl verbietet es, Streikposten aufzustellen, und weist die Sitzstreiker an, die zwei besetzten Autowerke innerhalb 24 Stunden ZU räumen. Das Gericht erklärt, dies habe mit der Gesetzmäßigkeit von Sitzstreiks nichts zu tun. Es handele sich lediglich um die Eigentumsrechte der Firma. Die Polizei wurde angewiesen, den Sitzstreikern in den Autowerken von diesem Gerichtsbefehl sofort Mitteilung zu machen. Eine Stunde vor dem Entscheid des Gerichtes hatte die Nationalgarde die Straße vor einem Autowerk im Herzen des Streikgebietes geräumt,
Auf dem Gelände der Pariser Weltausstellung schreitet der Bau des Deutschen Hauses rüstig vorwärts. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Moskau bereite! den neuen Theaterprozeß vor
Oie Trotzkisten sind an allem schuld.
Auch Litwinow-Finkelstein hat sich verdächtig gemacht.
wehrpolitisches Verständnis für die Existenz der Nation ebenso wichtig ist wie die Lohntüte für den einzelnen Arbeiter. Eines Tages wird jede deutsche Frau die Antwort auf die Frage: Was ist Wehrpolitik?, eine Antwort, die sie vielleicht nie gehört hat, um so deutlicher fühlen. Eines Tages wird vielleicht — was Gott verhüten möge — jedem Deutschen die kriegerische Prüfung von außen her auf- gezwungen werden, die kein vernünftiger Deutscher wünscht. Aber bestanden werden wird sie nur, wenn aus dem Volke ebensoviel wehrpolitisches Verständnis von unten her heraufsteigt, als wehrpolitische Forderungen von oben her an das Volk herantreten
Oie größte
deutsche Feldbefestigung.
Vor 20 Jahren, im Winter 1916/17, wurde an der Westfront die rund 40 Kilometer lange Sieg- fr i e d st e l l u n g geschaffen. Sie kann als Vorläuferin der Maginot-Linie angesprochen werden, obwohl sie nicht mit mehrstöckigen unterirdischen Anlagen und mit schweren Geschützen ausgerüstet war. Sie stellte aber damals ein geradezu gigantisches Befestigungswerk dar. 1250 Eisenbahnzüge waren, wie Otto Riedicke in feinem Buch „W a s brauchte d e r Weltkrieg?" feftgestellt, notwendig, um allein das Baumaterial heranzuschaf-
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