Ausgabe 
2.8.1937
 
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Sängerchöre in der Mchnnderiballe

Chordirigenten Hermann

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halb auch nicht Wunder nehmen, daß die Einwohner der Provinz und vor allem die Bevölkerung des deutschen Ostens sich manchmal vom Reich ganz ver­lassen fühlten. Nichts aber war ungerechter als das. Denn wenn die großen Stürme über unser Land brausten, dann zeigte der deutsche Osten stets, was er für die Nation bedeutet. Der Osten ist für Deutschland nicht nur das große Soldaten-, sondern auch das große Talentreservoir gewesen. Es gibt kein Gebiet unseres öffentlichen Lebens, das nicht zu allen Zeiten auf das Stärkste vom deutschen Osten befruchtet worden wäre. Es gibt

Unser Bild zeigt eine Feierstunde des Gaues ThüringenWehrhaft Bolt" in der Jahrhunderthalle. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Der deutsche Osten eine Kraftquelle der Ration

Or. Goebbels dankt für den Ehrenbürgerbrief der Stadt Breslau.

Wir können uns Friedrich den Großen und feine Idee ohne Schlesien nicht denken. Was wäre die preußische Erhebung ohne Breslau? Wie könnten wir uns eine Bismarcksche Einigung des Reiches ohne benxDften, wie könnten wir uns einen Welt­krieg ohne schlesische oder ostpreußische Soldaten vorstellen?Und in der Gegenwart? Wie wäre die nationalsozialistische Revolution ohne den ak­tiven und revolutionären Beitrag des deutschen Ostens, der großen schlesischen Südostprovinz und ihrer Hauptstadt möglich gewesen? Der National­sozialismus hat die unantastbare Einheit des Reiches wiederhergestellt, aber auch dafür Sorge getragen, daß innerhalb der Einheit des Reiches sich nun die tausendfältige Vielgestaltigeit unseres Volkstums und unseres nationalen Lebens entwickeln kann. Deshalb habe ich es auch vollen Herzens begrüßt, daß das erste große Deutsche Sängerbundesfest im neuen Reich in Breslau statt­findet. Ich weiß, wie schwer diese Stadt noch mit den Widrigkeiten einer vergangenen Zeit zu kämp­fen hat und wie ungünstig gerade hier die Vorbe­dingungen sind, um diese Widrigkeiten allmählich zu überwinden. Ich weiß, daß sie überhaupt nicht über­wunden werden könnten, wenn die Bevölkerung dieser Stadt und dieses Gaues nicht das Gefühl hätte, zu einem dxt wertvollsten B e st a n d- teile d e s Reiches zu gehören. Niemand denkt heute daran, den deutschen Osten aufzugeben. Wir fühlen uns alle als Kinder eines'gemein- samen Vaterlandes. Wir alle schauen wie­der voll innerer Verbundenheit auf diese schöne Provinz, die immer ein Reservoir unserer Soldaten und unserer großen Männer gewesen ist. Mit stürmischem Beifall nahmen die'Vertreter der Stadt Breslau diese anerkennenden Worte des Ministers auf, der sich nach Abschluß der Feierstunde durch den Oberbürgermeister noch die Beigeordneten und Ratsherren vorstellen ließ.

Als Derfrefer bet ausländischen Delegationen sprach der Präsident der Union Federale, Henri

pichot (Frankreich):

Ich begrüße euch im Namen der ehemaligen Kriegs­teilnehmer von 14 Nationen, die einst im Felde standen. Wir haben der herzlichen Einladung eurer Führer Folge geleistet, um euch den kraft­spendenden Anblick der Friedensver­einigung der ehemaligen Frontkämp­fer aller Länder zu geben. Während des Großen Krieges haben wir unsere Pflicht für un­sere Vaterländer getan. Heute tun wir wieder un­sere Pflicht, indem mir für den Frieden unter den Völkern arbeiten.

3n jedem Lande sind die Opfer des Krieges und die Frontsoldaten in mächtigen Vereini­gungen zusammengefaßt, um sich gegenseitig zu helfen. Sie haben untereinander die Ka­meradschaft der Soldaten der Schützengräben bewahrt. Sie bilden die große heroische Familie der Generation, die im Feuer gestanden hat. Ueber die Grenzen und über die gräßlichen Erinnerungen der Schlacht reichen sich die Männer des Krieges die Hand: Jeder von uns achtel den Gegner von damals; jeder von uns steht heute i m Dienst der Verständigung der Völ­ker. Europa ist zu klein geworden für einen neuen Krieg. Ein neuer europäischer Krieg würde ein Chaos der alten Zivilisation herbei­führen. Kein Volk könnte solch eine Katastrophe überstehen.

Wir alle lieben unser Vaterland ebenso wie ihr euer deutsches Vaterland liebt. Wir wollen, daß sich unsere Länder verstehen und sich achten, wie wir, die Frontsoldaten, es tun. Wir sind aus 14 Nationen gekommen, um euch deutschen Kamera­den zu sagen, daß in jedem unserer Länder die alten Frontsoldaten, die Witwen der Gefallenen, die Kinder der Toten und der Ueberlebenöen des Krie­ges den Frieden wollen. Wir wollen den Frieden für alle unsere Völker und für euer Volk. Wir werden es in allen unseren Ländern sagen, damit sich überall die starke brüderliche Stimme der Frontgeneration erhebt. Ich grüße eure Fahnen! Ich grüße in euch das deutsche Volk! Und ich sage am Jahrestag des Großen Krieges: Es leben die im Frieden geeinten Nationen! Die französische Nationalhymne erklingt, und stehend entbieten die Teilnehmer der Kundgebung den ausländischen Frontkämpfern ihren Gruß.

Oer Reichsjugendführer Baldur von Schirach

rief dann den Frontkämpfern und Kriegsopfern zu: Es ist für uns ein ungeheures Erlebnis, mit euch gemeinsam uns hier erinnern zu dürfen eures großen und heldenhaften Kampfes. Wohl noch nie­mals hat zwischen den Vätern und Söhnen eine solche Kluft des Erlebens gestanden wie zwischen euch, die ihr im Felde wart, und euren Kindern; und doch schaut aufdie Jugend Deutsch­lands, schaut auf die jungen Pimpfe, die hinter uren Fahnen und Trommeln marschieren. Ihr indet euch in ihnen wieder. (Stürmischer Verfall.) Ihr findet in euren Söhnen eine Gemein- chaft, in der der Sinn eurer einstigen Kameradschaft der Front verkörpert ist. Ihr mußtet leiden, damit Deutschland und Deutschlands Jugend lebe. Das Erlebnis, das ihr draußen in einer für uns unvorstellbaren Zeit ge- ' habt habt, das ist von der Jugend Adolf Hitlers als Vermächtnis übernommen worden, und ich ge­lobe im Namen dieser Jugend, das Vermächtnis in ehrfürchtigem Herzen dankbar zu bewahren!"

An die ausländischen Frontkämpfer gewandt, widerlegte Baldur von Schirach die böswilligen

Zwei Mädchen überreichten dem Führer auf der Friesenwiese einen Blumenstrauß. (Scherl°M.)

fterfinger in ihrer bekannten Tracht und Ehren­jungfrauen in Weiß begleiteten ihn.

Im historischen Teil des Zuges, der nun folgte, ritten Seydlitz-Kürassiere und Ziethen-Husa­ren vorüber, die Grenadiere Friedrichs des Großen schreiten heran. Fahnenträar von 1813 mit dem Eisernen Kreuz im weißen Felde folgten. Den Zei­tenlauf überspringend marschiert die durch den Füh­rer geschaffene neue deutsche Wehrmacht heran. Der Kommandierende General, General der Kaval­lerie von K l e i st, meldet dem Führer und Ober­sten Befehlshaber der Wehrmacht die anrückende Truppe, und von stürmischem Beifall empfangen zieht eine Kompanie nach der anderen im Parade­marsch vorbei. Die Sturmabteilungen des Führers, angeführt von dem Block der Standarten und der Fahnen, ziehen vorbei. Arbeitsdienstmänner schrei­ten mit geschultertem Spaten vorüber, und die HI. mit Spielmannszügen bildet die Ueberleitung zur SS., die den Zug beschließt. Dann legt sich erwar­tungsvolle Spannung auf den weiten Platz: Die auslandsdeutschen Sänger sollen kom­men. Ihr Vorbeimarsch gestaltete sich dann zu jener ergreifenden Bekundung zum deutschen Volkstum, die immer in aller Erinnerung bleiben wird.

Hermann Be^r zum Professor ernannt.

Breslau, 1. Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichsministers für Dolksaufklärung und Propaganda den Breslauer

Am Sonntagvormittag fand im Rathaus in einer Sondersitzung der Gemeinderäte die feierliche Ueberreidjung des Ehrenbürgerbrie- f e s der Stadt Breslau an Reichsminister Dr. Goebbels statt. Oberbürgermeister Dr. F r i d r i ch s sprach Dr. Goebbels den Dank der Stadt Breslau dafür aus, daß er die Schirmherr­schaft über das 12 Deutsche Sängerbundesfest über­nommen und alle Kräfte zum Gelingen dieses Festes eingesetzt habe. Diese große Kundgebung sei ein Ereignis für das ganze deutsche Volk innerhalb und außerhalb der Grenze. Darüber hinaus gebe sie der Stadt Breslau unerhörten Auftrieb zu weiterer Arbeit im nationalsozialistischen Reiche. Danach verlas der Oberbürgermeister den Wortlaut des Ehrenbürgerbriefes, den er dem Minister feierlich überreichte. Reichsminister Dr. Goebbels erwi­derte darauf u. a.: ..Es hat eine Zeit gegeben, da im übrigen Deutschland der deutsche O st e n als ein zwar notwendiges, aber als ein Uebel ange­sehen wurde. Hatte ein Beamter sich etwas zuschul­den kommen lassen, so wurde er in den Osten ver­setzt. Das WortProvinz" hatte im deutschen Sprachschatz einen üblen Klang. Und es konnte des-

Ehrentribüne vorübergezogen waren, kündete sich der Bundesbannerwagen an. Fahnenträ­ger in Gold, zwei Kesselpauker und zehn Fanfaren­bläser, alle zu Pferde, bildeten die Vorhut. Weiß- gclld gekleidete Mädchen mit der Lyra gingen dem von sechs Rappen gezogenen Wagen voraus, und feierliche Stille empfing das oorüberfahrende Dan­ner, das von weiteren Ehrenjungfrauen umgeben war. In sämtlichen von vier schweren Pferden ge­zogenen Gauwagen folgten Trachtengrup­pen der betreffenden Gaue. Die Gruppe, die der Stadt Danzig gewidmet war und zwei markante Danziger Bauwerke als Modell mitführte, wurde von Fahnenschwingern zu Fuß eingeleitet. Den Ab­schluß dieses Teiles des Festzuges bildete d er W a - gen der Musik, von vier mit goldenen Decken

künstlerischen Ausgestaltung des 12. Deutschen Sän- ____

gerbunbesfeftes hervorragend beteiligt war, und der I kein großes Ereignis in unserer preußischen oder un Rahmen der deutschen Weihestunde die Massen- deutschen Geschichte, das nicht maßgebend vom chore dirigierte, zum P r o f e s s o r ernannt. ! deutschen Osten mitbeeinflufet wurde.

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fuljrte dann als letzter aus: Wir gedenken heute Tnnoc an dem wir vor 23 Jahren zu den in der heiligen Ueber-

?cr..anA^r Kundgebung vertretenen 14 Nationen in die Hohe.

vc:> jittiujsiuieyerDunoes, des NS.-Marine- und des NS.-Soldatenbundes des Kolonialkriegerbundes in den Uniformen der ehemaligen Schutztruppen, des Reichsluftschutzbun­des und des Roten Kreuzes mit ihren Fahnen ein. Mit lautem Jubel begrüßten die Massen den an­schließenden Einmarsch der Ehrenformationen des Heeres und der Luftwaffe mit ihren Truvpenfah- nen, des Reichsarbeitsdienstes, der SS.-Leibstan- darte, der SA.-Wachstandarte Feldherrnhalle und der Schutzpolizei Berlin. Während die angetretenen Formationen die Ehrenbezeugung erwiesen, gingen unter den Klängen des Präsentiermarsches an den Fahnenmasten rings um das weite Feld des Sta­dions neben der deutschen Reichsflagge die Fahnen

Frontsoldaten und Kriegsopfer in allen Ländern Vorkämpfer des Friedens. Große Friedenskundgebung der RSKOV. im Berliner Olympia-Stadion am Jahrestage der Mobilmachung.

Generalfeldmarschall v. Blomberg begrüßt den polnischen Botschafter in Berlin, Lipski; in der Mitte der Präsident des Verbandes der polnischen Vaterlandsverteidiger, General Dr. Roman Go­re c k i. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Behauptungen, die Heranwachsende deutsche Jugend werde in militaristtschem Sinne erzogen. Die Uni­form der Juaend sei nichts anderes als d a s K l e i d oer .deutfcben Kameradschaft. Der Ju- cx eir &ie Heranwachsende Generation auf, nad) Deutschland zu kommen, um mit der deutschen ^gend Kameradschaft und hoffentlich Freundschaft zu schließen.Hier wächst die Z u k u n f Euro­pas in den Zeltlagern der Jugend, wächst d i e m a b r e e rft ändigung heran. Hier reicht sich die Jugend ehrlich und aufrichtig die Hand. Denkt an das Opfer, das die Frontkämpfer einst brachten und jene zwei Millionen, die heute nicht mehr unter HP5 Gedächtnis an den Einsatz der beut»

B Solbaten und den Einsatz aller Soldaten der Welt bekennt sich die Jugend zu dem großen Ge- danken eines friedlichen Europas. Wir als deutsche m«r?,en unl-re Pflicht erfüllen: Ein fried.

liches Deutschland in einer friedlichen Welt!"

Berlin, 1. Aug. (DNB.) Das erste große Reichstre-ffen der Nationalfozialisti- fchen Kriegsopferversorgung erreichte am Sonntagoormittag seinen Höhepunkt in einer gewaltigen Kundgebung im Dlnmpiafta» 'öion. Viele Zehntausende oeutscher Frontkämpfer aus allen Gauen des Reiches vereinten sich am Jah­restage des Ausbruches des Weltkrieges mit den Vertretern der Frontsoldaten von 14 ausländischen Staaten zu einem macht­vollen Bekenntnis des Friedens. Der Reichskriegs­minister, Generalfeldmarschall von Blomberg, brachte durch seine Anwesenheit die enge Verbun­denheit zwischen der ruhmreichen Armee des Welt­krieges und der neuerftanbenen jungen Wehrmacht des Dritten Reiches zum Ausdruck, und der Ju­gendführer des Deutschen Reiches, Baldur von S ch i r a ch , schlug durch seine Teilnahme die Brücke von der Frontkämpfergeneration zur Heran­wachsenden deutschen Jugend. Vereint mit den Heranwachsenden Trägern der deutschen Nation füll­ten die ehemaligen Frontsoldaten, die Kriegshinter­bliebenen und Opfer des Weltkrieges das weite Oval des Stadions, das im Hellen Sonnenschein ein überwältigendes Bild bot. Den Müttern d e r Kriegsgefallenen waren inmitten von Hit­ler-Jugend und Mädeln des BDM. besondere Ehrenplätze eingeräumt worden.

Aus der Ehrentribüne sah man neben den Ver­tretern der ausländischen Frontkämpferorganisatio­nen aus Dänemark, England, Finnland, Frank­reich, Italien und Litauen, aus Oesterreich, Polen, Ungarn und Rumänien den Reichskriegsminifter, ferner Generaloberst Freiherrn von Fritsch, 66.= Gruppenführer Oberst a. D. Reinhardt vom Reichskriegerbund, Generalmajor Graf von der Goltz vom Reichsverband deutscher Offiziere, Fre­gattenkapitän Hintz mann vom NS.-Marine- bund, General Freiherr Seutter von Lötz en vom Solbatenbund und Generalleutnant Ziethen vom Waffenring, Vertreter des Reichs­führers SS., des Stabschefs der SA. und der Korpsführer des NSKK.

Unter den Marschklängen des Musikzuges der Wachstandarte Berlin zogen die Ehrenabordnungen

Gauamtsleiter Baltes eröffnete die Kund- ge&ung mit einem Gruß an den Frontkameraden 4öolf Hitler und alle anwesenden Frontkämpfer. Vor allem aber galt das Gedenken den zwei Mil­lionen, die vor 23 Jahren mit hinauszogen und

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Vaterland gebracht haben. Es galt den Keichskriegöopferführer Oberlindober Gefallenen der Bewegung und den Soldaten, die -

auf der anderen Seite für ihr Vaterland gefallen s

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