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sich dessen Interessen mit denen ten, und die kleine Minderheit begreiflicherweise der Irredenta österreichischen Patriotismus.
seines Volkes der Italiener geneigter als
deck- war dem
im letzten Jahr über eine Million Tonnen. Inzwischen hat Belgien seine Schrottausfuhrmenge auf die Hälfte des Jahres 1936 verkürzt, Frankreich hat Prohibitivzölle auf Schrott eingeführt, die USA. haben eine Wiederbelebung der Roheisen- und Stahlproduktion zu verzeichnen, die etwa 90 v. H. ihrer Kapazität umfaßt und demnach auch zu größerem Schrottverbrauch führt. Es ist daher verständlich, wenn die zentrale Erfassung des gesamten internationalen Schrottaufkommens und die Verteilung der Quoten auf die einzelnen Länder auf Schwierigkeiten stößt.
In Verfolg des neuen Friedenspaktes zwischen Italien und Jugoslawien ist auch ein neuer Wirtschaftspakt von beiden Ländern geschlossen worden, um den Warenaustausch zu steigern. Die jugoslawische Einfuhr aus Italien ist von 555 Millionen Dinar im Jahre 1934 auf 370 im Jahre 1935 und 101 im Vorjahre gesunken, die Ausfuhr nach Italien von 797 im Jahre 1934 auf 137 Millionen Dinar im Jahre 1935, während die entsprechenden Zahlen für 1936 noch nicht vorliegen. Jugoslawiens Handel mit Italien war lange Zeit durchaus aktiv, aber die Absicht, die italienische
, , usfuhr sehr schnell auf etwa 20 v. H. der jugoslawischen Einfuhr zu steigern, begegnet doch gewissen Schwierigkeiten, zumal Italien nur einige wenige Stapelartikel nach Jugoslawien aus- sührt, aber kaum im Gegensatz zu Deutschland, Maschinen, Chemikalien, Farben, optische Geräte und
leicht eben aus einer deutschen Eigenschaft heraus, die ihm seit Jahrtausenden im Blute stak, der Lehenstreue, eine Eigenschaft, die alle ritterbürtigen Rationen tragen und die neben dem Deutschen im österreichischen Heer in erster Linie den Kroaten auszeichnete und schädigt?. Der Tscheche, dem man seinen Adel nach der Schlacht am weißen Berge samt und sonders geköpft hatte, ging unbeschwert und nüchtern denkend an seine Aufgabe, faßte als nachten Beruf auf, was selbst dem geistlosesten Deutschen noch so eine Art Sendung war, der Pole war Revolutionär von Beruf, der national durchgebildete Magyare ging solange mit Oesterreich, als
Unterdessen war im deutschen Stamme Oesterreichs eine neue Volksbewegung herangewachsen, von Schönerer entfesselt und geführt, die als Antwort auf die Entdeutschungsmethoden der Regierung die radikale Forderung „Los von Oesterreich, hin zu Deutschland!" aufstellte. Eine ideologische Forderung, gewiß, in dieser Zeit unmöglich zu verwirklichen. Aber sie hatte das Verdienst, ein in die Ferne wirkendes Ideal aufgestellt zu haben, und die ganze Generation dieser Zeit trug es mit sich in fernere Zeiten und vererbte es den Jungen bis auf den heutigen Tag. Es war eine Volksbewegung, die freilich später im 'akademischen Standesdünkel erstarrte, in ihren Anfängen aber weiteste Kreise ergriff. Unzählige Handlungsgehilfen, Kellner und Arbeiter trugen die Kornblume und sangen die „Wacht am Rhein", und es ist die Schuld des bürgerlichen Kastengeistes, daß sie in andere Lager getrieben wurden, daß diese Bewegung im Sande verlief. Der deutsche Offizier schloß sich von dieser Volksbewegung aus, ja er wurde ihr Gegner, er ließ gegen seine eigene Volksgenossen feuern, er war der Todfeind der radikal- nationalen Studentenschaft, und so konnte es zu dem unseligen Erlaß der neunziger Jahre kommen, der jeden Couleurstudenten, also die in erster Linie physisch und psychisch für den ritterlischen Offiziersstand Vorausbestimmten — von der Würde des Reserveoffiziers ausschließen wollte. Zahllose nationale Studenten wurden degradiert und erhielten ihre Charge erst zurück, als man bereits im Weltkriege die gefährlichsten tschechischen Hochverräter pardonniert hatte.
Dennoch, das österreichische Heer war das Beste und Kraftvollste, was dieses Oesterreich zu bieten hatte. Er war, wenn auch eine manchmal leerlaufende, dem Selbstzweck dienende Mäschine, doch die beste, die diese dem Bankrott bestimmte Fabrik in ihrem Lagerraum besaß. Die Disziplin und Organisation war gewiß nicht so straff wie im reichsdeutschen Heer. Aber sie funktionierte. Das Offizierkorps brachte nicht nur so hochwertige Männer uneigennützigster Art wie Conrad von Hötzen- dorff, Alfred Krauß und Karl Bardolff hervor, auch der Durchschnitt war gut, und jene jungen Menschen, die in einem galizischen Judennest oder einem taten dies, trotz Saufen und Weibergeschichten, doch herzegowinischen Fort ihre Jugend vergeudeten, die taten dies, trotz Saufen und Weibergeschichten, doch aus einem gewissen Idealismus heraus, aus einem Standesstolz, der primitiv aus dem bunten Rock und einer etwas nebulösen Vorstellung vom Kaiser und Doppeladler erwuchs, aber doch so fest war, daß er die Probe des Ernstes im furchtbaren Kriege bestand. Freilich waren die Reserveoffiziere den Aktiven an Zahl überlegen, aber das Heer hatte doch eben die Grundlage geschaffen, auf der eine solche Fülle von Heldentaten, wie die zwölf Jnsonzo- schlachten und die Wunder des Hochgebivgskrieges möglich waren. So ging der deutsche aktive Offizier nur als Soldat und Standesperfon in den Krieg, während der Reserveoffizier, frei vom österreichischen Sonderbewußtsein, wußte, daß es um mehr ging: um das Bestehen des Deutschtums in der Welt. • . .
Jene Reichsdeutschen, die so herbe Kritik an den Leistungen unserer Soldaten geübt haben, hielten sich gewiß nicht vor Augen, mit welchen Schwierigkeiten der Kommandant einer österreichischen Abteilung zu kämpfen hatte. Da stand bei derselben Batterie etwa der hochintelligente und kultivierte Deutschböhme neben dem huzulischen Fahrkanonier, der in Zivil mit Hühnern und Schweine in einem Raum schlief, da stand ein sogenanntes „schwarz-rot-goldenes" Regiment — die Farben im nationalen Sinne Schönerers gemeint — neben einem slawischen, das auf die Gelegenheit des Uebergehens lauerte, da stand der brave deutsche Landsknecht neben einem Tschechen, der bereits iip
Oesterreich" erhielten im Augenblick Flügel und sind heute noch im Zitatenschatz verzeichnet und nicht daraus wegzudenken. Aber damals stand das Heer schon im Gegensatz zu der Meinung des überwiegenden Teils des Volkes, es bildete schon eine abgeschlossene Kaste, die ideell in sich selbst Genüge fand, obwohl „Vater Radetzky" einer der populärsten Gestalten der österreichischen Mythologie wurde. Mag sein, daß hier im national gesinnten Teile der österreichischen deutschen Bevölkerung atavistische Regungen ^naßgebend waren, daß ein letzter Schimmer der Staufenzeit auf dem ruhmgekrönten Feldherrn ruhte, daß der Südlandtraum noch nicht ausgeträumt war, obwohl natürlich die Franze und Metternichs diese Blüte ihres romantischen Schimmers entkleidet und zum nüchternsten Hausmachtgedanken entblättert hatten. Dieser Rest des Südlandtraumes schwand, aber der Mythos vom Vater Radetzky blieb und der hinreißende Marsch des älteren Johann Strauß lebt heute noch in seinem Feuerrhythmus, wie der Machtgesang vom Prinzen Eugen, der die „Brucken schlagen ließ", und wurde bis in den Weltkrieg immer wieder beschworen, wenn es galt, im Sinne der Tradition für eine Siegeshoffnung der Zukunft Zeugnis abzulegen.
Das Heer Radetzkys war noch kein Volksheer, sondern bestand aus Konskribierten, die nicht so glücklich waren, sich loskaufen zu können, und aus Berufsoffizieren, war also ein Söldnerheer. Dieses Söldnerheer schlug die Siege von Novara und Custozza, erlebte aber auch die Niederlagen von Magenta, Solferino und Königgrätz. Das weitere Volk hatte keinen Teil am Ruhm, aber auch nicht an dem Mißerfolg, es stand beiden kritisch ferne und trug somit, wie ihm die Lorbeeren des Sieges versagt waren, auch nicht die Last der Schmach mit. Es war ein weitverbreiteter Irrtum im Deutschen Reiche, die Niederlage von 1866 sei eine Wunde des Volkskörpers, sie war nichts als eine Prestigefrage des Militärs. Die Einjährigfreiwilligen, die nach der Umgestaltung der österreichischen Wehrmacht in ein Volksheer den bunten Rock anlegten, waren völlig frei von bitteren Erinnerungen, für sie war dieser Bruderkrieg nichts als eine dunkle Angelegenheit, die einmal in traumhafter Zeit vorgefallen war und die man am besten der Vergessenheit, weihte. Und auch die jüngeren aktiven Offiziere dachten kaum anders, sie feierten in den Grenzstationen ihre Liebesmähler mit den reichsdeutschen Kameraden als Freund mit Freund, ohne jedes Revanchegelüste, das höchstens noch in den Köpfen einiger alter Unbelehrbarer spukte, welche die Forderung der Zeit verschlafen hatten.
Wer jedoch diese freundliche Gesinnung des Berufssoldaten auf eine nationale (9runban = schauung zurückführen wollte, der würde sich in einem großen und grundlegenden Irrtum verfangen. Der aktive Offizier der österreichischen Armee gebrauchte dse deutsche Kommandosprache, er entstammte zum Teil alteingesessenen deutschen Familien, er war hi den Grenzstationen in Galizien, der Bukowina, in Bosnien, im Küstenland und im italienischen Lande Träger und Stütze deutschen Kolonialgedankens, aber ohne sich dessen bewußt zu werden, er fühlte sich nur als Oesterreicher, als Soldat, und kannte keinen anderen Herrn — neben seinem Vorgesetzten — über sich als den Kaiser. Solange die Sendung Oesterreichs eine deutsche war, lief seine Lebenslinie klar und unbehindert in reiner Harmonie. Der Diener eines Kaisers, der im Jahre 1859 Napoleon das berühmte Wort „Sire, ich bin ein deutscher Fürst!" entgegenschleuderte, der erfüllte noch eine deutsche Sendung, der Mitkämpfer von Königgrätz konnte noch immer sich dessen bewußt fein, daß es ein Kampf um die Vorherrschaft in Deutschland, also eine deutsche Angelegenheit sei, der Besieger der bosnischen Insurgenten in diesem Kampfe noch immer so etwas wie einen deutschen Kreuzzug erblicken, der bewaffnete Helfer der Ta affeschen Regierung, die den traurigen Ruf hat, den antideutschen Kurs in Oesterreich eröffnet zu haben, mußte, wenn er sein Gewissen erforschte, mit f e im e m Volkstum in Konflikt kommen. .
Die wenigsten taten dies. Der aktive Offizier war schon zu sehr in seine Kaste eingeengt, er der in dieser Zeit noch zumeist einer Offiziers- oder traditionsbewußten Beamtenfamllie entstammend oft schon in zartester Jugend den bunten Rock trug, hatte die Fühlung mit dem Begriffe Volkstum im politischen Sinne verloren. Daß es dem Militär verboten war, Politik zu treiben, war ja ein vom
Vom altösterreichischen Heer
Von Robert Hohlbaum.
kaufsverbände und trotz der steigenden Preise die Nachfrage außerordentlich stark. Zum Teil versuchte man durch Einräumung von zusätzlichen Preisen eine Abkürzung der Lieferfristen zu erreichen. Man nimmt an, daß sich diese Marktlage für die nächste Zeit nicht ändern wird. Bis in Öle letzten Tage hinein nahmen die internationalen Verbände Ei s e n p reiserhöhungen vor, so in P a - ris für Grobbleche und Mittelbleche und in Brüssel für Stabeisen und Formeisen. Eine anhaltende Knappheit an Roheisen wird aus der französischen Eisen- und Stahl- inbuftrie berichtet, die auf der unverändert knappen Versorgung der Hochöfen beruht. Die Förderung von Eisenerzen ist infolge der 40stündigen Arbeitswoche vorläufig etwas zurückgegangen, und die Erzgruben begegnen bei dem Versuch, weitere geeignete Arbeitskräfte zu finden, großen Schwierigkeiten. Auch in England besteht, wohl zum Teil wegen der starken Aufrüstung, ein außerordentlicher Eisenbedarf. Als erste Maßnahme hat das englische Schatzamt den 33V2 Prozent betragenden Einfuhrzoll für Roheisen auf = gehoben. Ferner ist der Zoll für Eisen- und Stahlerzeugnisse, die im Rahmen der Kontingente und mit Ursprungszeugnissen versehen nach England eingeführt werden, von 20 auf 10 Prozent herabgesetzt worden. Man trägt sich sogar mit dem Gedanken einer wesentlichen Erhöhung der britischen Eisen- und Stahlpreise, um für fremde Länder einen Anreiz der Versorgung Englands zu bieten. Das Ausfuhrverbot für spanischen Schwefelkies trifft die französische Eisenindustrie und das französische Aufrüstungsprogramm an einem ihrer empfindlichsten Punkte — die internationale Schrottgemeinschaft, die infolge der Ausweitung der Weltstahlproduktion gegründet wurde, ist nur ein Notbehelf, der den Engländern wenig nützt. Die englische Schrotteinfuhr hauptsächlich aus den Schrottüberschußländern wie Frankreich, Belgien, Holland und den USA. gedeckt, betrug bereits
dergleichen. Im übrigen wird die Einfuhr von Textilwaren aus Italien sich um fo weniger steigern lassen, als inzwischen Verbindungen mit Textilfabrikanten anderer Länder für Jugoslawien gut funktionieren. Man kann also erwarten, daß sich die italienisch-jugoslawischen Wirtschaftsbeziehungen zwar nicht sprungweise bessern werden, immerhin' aber mit dem Ansteigen der jugoslawischen Konjunktur Schritt halten werden.
In seinem berühmten Gedichte an Radetzky rühmt I Standpunkt des Staates aus verständlicher Befehl. Grillparzer die österreichische Armee als das'Der deutsche Offizier hielt sich strenge daran, vielletzte Bollwerk im Chaos der Auslösung des Iah-......
res 1848. Die Worte „I n deinem Lager i st
Kunst und Wissenschaft
Aus aller Welt
der beiden Kinder wurden ge-
von und
September 1914 — den Fall habe ich selbst erlebt — die Dienstbestimmung für den tschechischen Eventualstaat in der Tasche trug. Daß diese Organisation so viel geleistet hat, daß überhaupt die ganze Jrredenta der Nichtdeutschen gezwungen werden konnte, mehr als ein Jahr lang neben Begeisterten ihre primitivste Pflicht zu tun, das zählt vielleicht zu den größten Wundern der Kriegsgeschichte aller Zeiten und Völker.
Als österreichische farblose Lehensträger zogen die deutschen Offiziere in den Krieg, in der Hölle bit-
Eine Frau aus Oberhilbersheim bei Bingen, die ihren Mann im Verdacht hatte, ein Verhältnis mit einem jungen Mädchen zu unterhalten, ließ sich aus Verzweiflung zu einer furchtbaren Tat hinreißen. Die Frau nahm ihre beiden Kinder, ein Mädchen von sieben und einen Jungen von sechs Jahren und fuhr mit ihnen an den Rhein. Nachdem sie eine größere Menge Alkohol zu sich genommen hatte, warf sie die Kinder in den Flutgraben. Als der Frau zum Bewußtsein kam, was sie angerichtet hatte, stürzte sie besinnungslos zusammen. Sie wurde dem Krankenhaus und später dem Gefängnis in Mainz zugeführt. Der Mann bestreitet, seiner Frau Anlaß zur Eifersucht gegeben zu haben.
terfter Enttäuschung, inmitten fremder Völker und Feinde, im eigenen Lager wurden sie sich ihres Deutschtums bewußt. Für uns, die wir diese Ueberzeugung seit frühester Jugendzeit in uns tragen, hatte dieses Frühlingshafte im bittersten Sturm erwachende Volksbewußtsein dieser Ehrlichen etwas rührend Erschütterndes. Die ganze Treue, die der österreichische Offizier dem Phantom der alten Monarchie dargebracht hatte, weihte er später dem großen Gesamtvolke und zählt heute zu seinen treuesten Söhnen.
ner, die Brüder Louis und Albert Felgner sowie der Sohn des einen an M e t h y la l k o h o l Vergiftung. Sie waren von einem Verwandten zu einem Glas selbstgebrauten Likörs eingeladen worden. Ein junger Mann liegt schwer krank darnieder. Der Gastgeber hatte mir wenig von dem Likör getrunken und begab sich dann zur Arbeit. Die Polizei ist mit den Ermittlungen beschäftigt, wer für die nicht einwandfreie Beschaffenheit des Likörs verantwortlich ist.
durch Methylalkoholvergiftung.
Bitterfeld starben drei Män-
— Die Leichen ländet.
Drei Todesopfer
Im Roitzsch bei
Die Berliner Chirurgen-Tagung.
Auf der 61. Tagung der Deutschen G e - sellschaft für Chirurgie in Berlin sprach Prof. Magnus (München) über „Wesen und Behandlung der Pseudarthrose". Unter Pseudarthrose versteht man die Bildung eines sogenannten „falschen Gelenkes", das bei Knochenbrüchen infolge mangelhafter Heilung auftreten kann und eine bewegliche Verbindung an der Bruchstelle entstehen läßt, die nach normaler Heilung fest und unbeweglich sein müßte. Magnus glaubt in erster Linie örtliche Störungen im Heilungprozeß als Ursachen einer Pseudarthrose feststellen zu sollen. Er faßte die wesentlichen Methoden zur Heilung des falschen Gelenkes zusammen. Professor Brandt (Mainz) führte die Pseudarthrosebildung auf anatomische Lageveränderungen zurück. Eine eingehende Aussprache belebte den Vortrag von Professor Magnus, an der auch der Altmeister der Chirurgie "Professor Bier teilnahm.
„Ueber die Grenzen chirurgischer Verantwortlichkeit" sprach Prof. Gulecke (Jena). Er ging aus von den begrenzten Möglichkeiten des zu plötzHhem Handeln gezwungenen Operateurs. Selbstverständlich ziehe der Arzt alle Hilfsmittel heran, um einen unglücklichen Ausgang zu verhindern.,Das Wesentlichste sei die persönliche Verbindung mit dem Kranken, die der Arzt für seine Hilfe brauche. Es ist deshalb von den juristischen Sachverständigen volle Einsicht in die Arbeitsweise des Operateurs zu fordern.
Die Frage der Lungenblutungen behandelt Professor Sauerbruch (Berlin). Es sei schon lange bekannt, daß die Blutverhältnisse in der Lunge andere sind als in den übrigen Organen. Hier herrscht eingeringerer Druck und eine Blutung ist deshalb viel einfacher zu stillen. Aber es gibt Ausnahmen, wenn die Blutungen von Gefäßen ausgehen, die die Ernährung der Lunge zur Aufgabe haben. Diese Gefäße haben einen höheren Druck, und bei Schußverletzungen z.B. treten in diesen Fällen viel stärkere Blutverluste ein. Sauerbruch gab den Rat, bei solchen Blutungen diese Blutgefäße zu unterbinden und, wenn sie nicht auffindbar sind, sogar einen Lungenlappen teilweise oder ganz zu entfernen.
Professor fiäroen (Königsberg) erläuterte ein neues Operationsverfahren bei Blutgefäßverstopfungen. Im Anschluß an einen Vortrag von Prof. Fischer (Gießen) über die Entfernung des Brustteils der Speiseröhre, entwickelte sich eine lebhafte Aussprache über Technik und Erfolgsmöglichkeiten bei Speiseröhrenoperationen.
Mathematiker und Traturwissenfchafller tagen in Nordhausern
In Nordhausen begann die 39. Hauptversammlung des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts in Verbindung mit dem Reichssachgebiet Mathematik und Naturwissenschaften im NSLB. Die Tagung steht im Zeichen der Schulreform und erhält ihre Bedeutung durch die Teilnahme von Vertretern der Wehrmacht und der Wirtschaft. Der Vorsitzende, Studienrat Petersen, kennzeichnete den Zweck der Tagung dahin, daß die Lehrer der höheren Schule von den Männern der Praxis lernen wollten, was der künftige Offizier, Techniker und Ingenieur an mathematischem und naturwissenschaftlichem Rüstzeug brauchten.
Frühlingsfest
der rheinmainifchen Presse in Wiesbaden.
Das F r ü h l i n g-s f e st der rhein-maini« scheu Presse, das im vorigen Jahre mit großem Erfolg in Bad Homburg durchgeführt wurdet findet in diesem Jahre am 29. Mai in? Kurhaus Wiesbaden statt. Das Fest, das gemeinsam von den Landesverbänden der Zeitungsverleger und Schriftleiter gestaltet wird, erhält in diesem Jahr einen noch größeren Rahmen.
densverhandlungen teil. Nach der Revolution Kemal Pascha zog er sich aus dem politischen militärischen Leben zurück.
Verzweiflungstat einer Mutter.
Eine Giftmörderin.
Im Dezember 1936 ist der Schreiner Johann Leupold in Fürth plötzlich verstorben. Nach zwei Monaten wurde die Leiche exhumiert. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, daß Leupold mit A r - senik vergiftet worden ist. Daraufhin wurde die Ehefrau und der ledige Johann Schmi11ham - mer wegen Verdachtes des Giftmordes bzw. der Mittäterschaft verhaftet. Nun hat die Ehefrau gestanden, daß sie ihrem Ehemann eine größere Menge Arsenik zum Essen gegeben hat.
Der Storch und die Windel.
In Schlobitten (Ostpr.) kamen einer Frau verschiedene Wäschestücke abhanden. Aus einem Storch e n n e st hing ein weißer Zipfel. Man sah nach und fand im Nest eine Jacke, ein Hemd und — eine Windel.
Marschall Achmel Izzet Pascha gestorben.
Istanbul, 1. April. (DNB.) Jrn Alter von 73 Jahren starb der ehemalige Großvesir Marschall Achmet Izzet Pascha, einer der großen Heerführer der alten Türkei. Als Hauptmann der Kriegsakademie wurde er dem General von d e r Goltz- Pa f ch a zugeteilt und machte später eine vierjährige militärische Ausbildung in Deutschland durch. 1913 wurde er Kriegsminister. Im Weltkrieg war Izzet von 1916 an Oberbefehlshaber der Truppen an der Ostfront und im Kaukasus. Nach dem Zusammenbruch wurde Izzet Großvesir und unterzeichnete als solcher den Waffenstillstand mit den Alliierten, wobei er mit großer Entschlossenheit den freien Abzug der deutschen Militär- und Zivilpersonen aus der Türkei bei der Kleinen Entente durchsetzte. Später nahm er an den Londoner Frie-
Generalleutnant Karlewski, Kommandeur der Lusttechnischen Akademie in Berlin-Gatow entwarf ein Bild von dem innigen Zusammenhang zwischen den Naturwissenschaften und der Wehrmacht, insbesondere der Luftwaffe, und bekannte sich zur Zusammenarbeit zwischen Wehrmacht und Wissenschaft, um die deutsche Rüstung auf eine solche Höhe zu bringen, daß jedem die Lust zu einem Angriff vergehe. In weiteren Dorträgen wurden von Vertretern des Reichskriegsministeriums die Zusammenhänge zwischen der Artillerie, der Fernsprech- und Telegraphentechnik sowie der Funktechnik und den verschiedenen Zweigen der Mathematik und Physik behandelt. Professor Dr. Hamel behandelte das Thema: „Was erwartet die Wissenschaft, insbesondere die Technik, von dem mathematischen Un-
Gesunde Drillinge.
Die Frau eines Kaufmanns wurde im Krankenhaus in Schleswig von d r ei gefunden und kräftigen Jungen entbunden. Mutter und Kinder sind wohlauf.
Banditenüberfall
auf einem Veuyorker Untergrundbahnhof.
Die Reihe der in letzter Zeit sich häufenden Raubüberfälle auf Neuyorker Untergrundbahnen fand in einem neuen verwegenen Banditen stück ihren Höhepunkt, wobei drei Räubern Schmucksachen im Werte von 10 000 Dollars in die Hände fielen. Die Banditen hielten den Boten eines Juweliergeschäfts mit Revolvern so lange in Schach, bis der Zug auf dem Brooklyner Bahnhof Kenmar hielt. Ehe die Türen automatisch geschlossen wurden, sprangen die Banditen aus dem Zuge. Auf dem Bahnhof kam es zu einer Schießerei zwischen Banditen und Polizeibeamten. Unter den Fahrgästen brach eine Panik aus, die die Banditen benutzten, um unerkannt zu entkommen.
terricht der höheren Schule?" Hierauf sprach Dr. O. Wahl von der JG.-Farbenindustrie über künstlichen Kautschuk, dem dem Naturgummi ebenbürtigen, teilweise sogar überlegenen Buna, Professor Dr. Riebesell (Berlin) über Wirtschaft und Mathematik.
Ein Planck-Institut.
Am 23. April, dem 79. Geburstag des bedeutenden Physikers Geheimrat Max Planck, des Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, wird auf dem Gelände der Gesellschaft in Berlin-Dahlem ein Gebäude eingeweiht, das für physikalische Forschungen bestimmt ist. Es erhält den Namen „Planck- Institu t". Das Gebäude ist mit Hilfe der Rocke- fcller-Foundation errichtet worden. Ein achtzehn Meter hoher fensterloser Turm dient Versuchen auf dem Gebiete der Atomzertrümmerung unter Leitung von Professor Debye.
Spaniens berühmte Ballettmeisterin gestorben.
Spaniens berühmte Ballettmeisterin, lange Jahre hindurch Leiterin des Balletts der Oper von Barcelona, Paulette Pamies, ist im Alter von 87 Jahren in Barcelona gestorben. Die größten spanischen Tänzerinnen, so die Argen ti na und die Teresina, waren ihre Schülerinnen. Auch die Pawlowa kam zu ihr, um spanische Tänze zu erlernen.


