Berlin, 1. Jan. (DNB.) Die Oberste 621.= Führung wendet sich mit folgendem Appell an alle Volksgenossen:
Weihnachten, Silvester und Neujahr sind kaum vorüber, und schon befindet sick das deutsche Volk wieder mitten in der Arbeit des Alltags, im Kampf um das Leben der Nation. Und das ist gut so. Ein Volk, das nicht täglich im Kampf um und für sein Leben steht, wird schwach und weich. Hart, stahlhart muß das deutsche Volk sein und bleiben. Nur dann wird der Gedanke an die Ewigkeitsbestimmung auch Tat werden können. Die nationalsozialistische Bewegung hat in den Jahren des Kampfes vor der Machtüber- nähme den Grundstein gelegt für ein machtvolles Wachstum der deutschen Nation, sie hat seit dem 30. Januar 1933 ungeheure erfolgreiche Anstren- aunaen gemacht, um diesem Grundstein auch den Aufbau zu schaffen und zu sichern. Es wäre müßig, alle diese Dinge aufzuzählen, wo Taten dem Volk täglich zeigen, was der vom Nationalsozialismus getriebene Wille des deutschen Volkes zum Leben an positiven Zukunftswerten aller Art bereits geschaffen hat. Wir wollen aber nie die Ursache unseres.wiederaufblühenden Lebens vernachlässigen oder gar vergessen: Die Stimme des Blutes, die der Führer wieder wachgerufen und die im deut- chen Volk das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit, der unlösbaren Gemeinschaft neu geweckt hat. Gerade weil die Männer der Sturmabteilungen mit ihren Kameraden von der SS. und vom
SA. appelliert an den Opferwillen der Nation.
Erfreuliche Jahresbilanz
-er Verkehrseinrichtungen.
Die Reichsbahn im Zahre 1936
Berlin, 31. Dez. (DNB.) Einem vorläufigen Jahresrückblick über die Tätigkeit der Deutschen Reichsbahn im Jahre 1936 entnehmen wir folgende Angaben: Der starke und ständige Wirtschaftsauf- chwung während des ganzen Jahres 1936 hat auch die finanzielle Entwicklung der Reichsbahn im abgelaufenen Geschäftsjahr günstig beeinflußt. Die Verkehrseinnahmen werden im Personen - und Gepäckverkehr 1936 mit etwa 1065 Millionen RM. gegenüber 989 Mill. RM. in 1935 um 7,7 v.H. höher liegen als im Vorjahre. Im Güterverkehr, auf den es entscheidend ankommt, da er in der Regel zwei Drittel der gesamten Betriebseinnahmen der Reichsbahn erbringt, kann mit einer Einnahme von rund 2620 Mill. RM. gegen 2324,5 Mill. RM. in 1935 gerechnet werden; das bedeutet einen Zuwachs um 12r7 v. $). Die Gesamteinnahmen der Vetriebs- rechnung stellen sich 1936 mit voraussichtlich 3960 Mill. RM. gegen 3586,1 Mill. RM. in 1935 um rund 374 Mill. RM. oder 10,4 v. H. höher als im vorigen Jahre. Dieser weitere Einnahmezuwachs wird es voraussichtlich ermöglichen, die Betriebsrechnung Mit einem Heberschuß von rund 46 0 Mill. RM. abzuschließen; 1935 betrug der Betriebsüberschuß nur 152,2 Mill. RM. Die Ausgaben für die Betriebsführung sowie für die Unterhaltung und Erneuerung der Bahnanlagen und Fahrzeuge werden sich 1936 auf rund 3,5 Milliarden Reichsmark belaufen. Der Personal- b e st a n d ist um annähernd 8000 Köpfe vermehrt worden.
Der Güterverkehr hat weiter zugenommen. Die Wagenstellungszahlen ergaben im arbeitstäglichen Durchschnitt einen Verkehrszuwachs von schätzungsweise 8V2 v. H. Im Personenverkehr wird die Zahl der beförderten Personen etwa um 7,7 0.5). und die Zahl der Personenkilometer etwa Um 9,1 v. 5). über 1935 liegen. Etwa 68,5 v. 5). aller Reisenden wurden zu ermäßigten Sätzen befördert. Der Personenverkehr stand zeitweise stark unter dem Einfluß der Olympischen Spiele. Die Zahl der Unfälle ist in den ersten 9 Monaten mit 1768 Fällen um 13 gleich rund 1 v. H. niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Bautätigkeit konnte dem Voranschlag entsprechend durchgeführt werden. Die baulichen Anlagen konnten im notwendigen Umfange unterhalten und erneuert werden.
Die ReHsaulobabnen.
Berlin, 31. Dez. (DNB.) Die Gesellschaft „Reichsautobahnen" konnte einschließlich der bereits seit dem Jahre 1935 betriebenen Strecken (108 Kilometer) bis Ende 1936 1088 Kilometer für den Verkehr freigeben. Auf 1600 Kilometer Strecken sind darüber hinaus die Bauarbeiten in vollem Gange. Die Höchstzahl der auf den Baustellen beschäftigten Unternehmerarbeiter betrug 121 668 im Monat Juni. Insgesamt wurden rund 2 8 Millionen Tagewerke geleistet. Bisher sind insgesamt 2610 Brückenbauwerke fertiggestellt, davon 1100 im Jahre 1936, während zur Zeit rund 1000 Brücken im Bau sind. Die Ausgaben stiegen auf rund 720 Millionen RM., so daß seit Beginn des Baues rund 1415 Millionen RM. aufgewendet worden sind. Für die weitere Finanzierung wurden im
Englische Kommunisten werben Freiwillige für das rote Spanien. Ausbildung in Perpignan. — Reiche Geldmittel für die Ausrüstung.
NSKK. am ersten Sonntag im neuen Jahr wieder zum Opfer auf rufen für die Gemeinschaft des deutschen Volkes, für das Winterhilfswerk, wollen wir uns dieser Tatsache besonders erinnern.
Freiwillig und uneigennützig, heute wie früher, materielle und ideelle Opfer bringend, versieht der SA.-Mann seinen Dienst. Ohne Anspruch auf klingenden Lohn bestreitet er die Kosten seiner Uniform, seiner Ausrüstung und Ausbildung aus eigenen ost kärglichen Mitteln. Und wenn diese Männer am Sonntag zum Sammeln antreten und ihren Appell zum Opfer an das deutsche Volk richten, dann sollte dieses Vorbild Ansporn sem.
Gewiß — der Zeitpunkt zum Sammeln ist nicht günstig, die Feiertage sind gerade vorüber. Feiertage aber, die das deutsche Volk in einem bisher nie gekannten Maße der Einheit, der Zusammengehörigkeit und im Bewußtsein verleben konnte, daß nicht nur der Friede im Innern gewährleistet ist, sondern daß der Führer auch den Frieden nach außen hin gesichert hat. Diese Feiertage verpflichten zum verstärkten Bekenntnis zur Volksgemeinschaft, sie müssen Impuls sein zu neuer Tat und neuem Opfer. Und so wird auch der erste Sammeltag im Jahre 1937 für das große sozialistische Werk der gegenseitigen Hilfe eines ganzen Volkes zu einem Erfolg werden, der dem Opferwillen des deutschen Volkes für 1937 als Richtschnur dienen kann.
Jahre 1936 wesentliche Grundlagen geschaffen. Dabei wurde endgültig davon abgesehen, Benutzungsgebühren zu erheben. Als gerechteste Maßnahme wurde eine allgemeine Zollerhöhung für Kraft st 0 f f e betrachtet, da auf diese Weise die deutsche Kraftfahrt in ihrer Gesamtheit für die Schaffung eines vollendeten Straßennetzes beisteuert. Die Tankstellen auf den Reichsautobahnen werden von der eigens dazu gegründeten Reichsautobahn - Kraftstoffgesellschaft (RAK.) betrieben.
Die Deutsche Reichspost.
Berlin, 31. Dez. (DNB.) Die aufsteigende Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft brachte der Reichspost eine Verkehrssteigerung in allen Dienstzweigen. Die Postverbindungen auf Eisenbahnen konnten durch die erhöhte Geschwindigkeit der Züge sowie durch Einrichtung neuer Bahnposten vielfach verbessert werden. Für die glatte Abwicklung des Massenoerkehrs bei Großveranstaltungen von Staat und Partei wurden weitere sechs fahrbare und vier zerlegbare Postämter in Betrieb genommen. In einer Reihe von Orten wurde die Zahl der Brief- zustellungen erhöht. Die Postversorgung auf dem Lande hat durch neue Kraftpostlinien und neue Poststellen verbessert werden können. Der Kraftwagenpark der Reichspost zählte Ende 1936 über 16 000 Kraftfahrzeuge, darunter rund 3900 Kraftomnibusse. Der Reiseverkehr mit den Kraftposten zeigte eine beachtliche Zunahme, eine Folge des -durch den Aufschwung der Wirtschaft gesteigerten Berufsverkehrs und des Fremdenbesuches aus Anlaß der Olympischen Spiele.
Das Luftpost netz umfaßte im Sommer 1936 108 Linien und verband das Deutsche Reich mit allen europäischen Staaten sowie mit Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay. Die deutschen Linien hatten eine Gefamtausdehnung von 46 600 Kilometer. Hinzuzurechnen ist das rund 8100 Kilometer umfassende Netz des Condorsyndikats in Rio de Janeiro, das den in Südamerika liegenden Teil der Linie Berlin—Santiago de Chile betreibt.
Die Zahl der P 0 st s ch e ck k 0 n t e n ist gegenüber dem Vorjahre um etwa 26 000 auf 1 093 000 (Ende November) gestiegen. Der Telegraphenverkehr ist um rund 2 v. H. gestiegen. Das Teilnehmerfernschreibnetz umfaßt nach weiteren Einbau elf Vermittlungsämter mit zusammen 266 Teilnehmern, die sich gegenseitig selbsttätig anrufen und Nachrichten austauschen können. Auck Dänemark, die Niederlande und die Schweiz sind an diesen Verkehr angeschlossen. Auf dem Gebiete der Bildtelegraphie sind die Arbeiten für die Hebung der Wirtschaftlichkeit thres Betriebszweiges und die Güte der Bildtelegramme hervorzuheben. Beim Fernsprecher stieg die Zahl der Sprechstellen um 150 000 auf 3,38 Millionen. Beim Rundfunk stieg die Teilnehmerzahl um 750 000 auf über 8 Millionen. Im Dezember waren 11,91 v. H. der Bevölkerung des Reiches am Rundfunk beteiligt. Damit steht das Deutsche Reich hinsichtlich der Rundfunkdichte unter den Ländern Europas nächst Schweden, Großbritannien und Dänemark an vierter Stelle. Beim Fernsehen war die Eröffnung des praktischen Fernsehsprechbetriebes Berlin—Leipzig ein wichtiger Markstein.
Görings Parole für 1937: Aeußerste Kraft voraus!
Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Beauftragte des Führers für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, hat nachstehenden Neujahrsaufruf veröffentlicht:
„Ein Jahr harter Arbeit und herrlicher Erlebnisse liegt hinter uns. Der Führer hat uns teilnehmen lassen an den Erfolgen seiner unermüdlichen Arbeit, die allein dem Wohl des Volksganzen dient. Es war auch im vergangenen Jahre unser Stolz — jeder nach seinem Können und seiner Kraft —, mitzuarbeiten am Aufbau des nationalsozialistischen Deutschlands. Die Vergangenheit liegt hinter uns; wir haben keine Zeit, bei ihr zu verweilen. Jeder errungene Erfolg, jede Leistung bedeutet für uns nur die Verpflichtung, noch mehr zu arbeiten, alle Kräfte zu erhöhter Leistung anzuspannen; denn die Weltgeschichte jüirb uns einmal nicht danach beurteilen, was wir schaffen wollten, sondern ihr Urteil danach sprechen, was wir geleistet und geschaffen haben.
Der Führer hat uns durch den neuen Vier- jahresplan eine Aufgabe gestellt, die alle Kräfte des deutschen Volkes umfaßt und von allen getragen werden muß. Es gilt, das Werk der politischen Freiheit der deutschen Nation zu krönen durch die wirtschaftliche Unabhängigkeit Deutschlands für heute und für die Zukunft. Jedem einzelnen von uns find die Aufgaben seiner Arbeit gestellt und klar umrissen. Wir wollen und werden unseren Stolz allein darein setzen, von der Arbeit und ihren Schwierigkeiten möglichst wenig zu sprechen und mit um so größerer nationalsozialistischer Energie und Tatkraft alles für das Gelingen einsetzen.
Darum kann die Parole für 1937 nur lauten: Aeußerste Kraft voraus! Für Sicherung der deutschen Ehre und des deutschen Lebens.
An GG. und Polizei.
Berlin, 1. Jan. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler hat nachstehenden Neujahrsaufruf an die Polizei erlassen:
An die deutsche Polizei! Das Jahr 1937 wird das erste Jahr der Reichspolizei Adolf Hitlers sein. Es wird und soll ein Jahr eifrigster Arbeit an uns selbst werden. Eine der größten Aufgaben, deren Lösung dieses Jahr verlangt, ist das Herabdrücken der ungeheuren Verluste wertvoller deutscher Menschen durch die mannigfaltige Art von Unglücksfällen, insbesondere Straßenunglücken. Das Ziel der deutschen Polizei ist, zusammen mit der Schutzstaffel ebensosehr der Garant der Sicherheit des Deutschen Reiches im Innern zu sein wie der Freund jedes einzelnen deutschen Volksgenossen. In diesem Sinne wünsche ich allen Angehörigen der deutschen Polizei ein gutes Jahr 1937. Ich wünsche uns allen, daß wir vorbildlich sein mögen in der Erfüllung unserer Pflicht.
Der Reichsführer SS. hat an die Schutzstaffel folgenden Neujahrsaufruf erlassen:
An alle SS.-Männer! In diesem Neujahrsbefehl wiederhole ich das, was ich schon des öfteren zu euch SS.-Männern gesprochen habe. Ich wünsche uns, wir mögen auch im Jahre 1937 die guten Tage ebenso anständig bestehen, wie die schlechten. Ich wünsche uns, daß wir für den Führer und für Deutschland sein mögen: Immer die Gleichen.
An die deutschen Frauen.
Eine Neujahrsansprache der Reichsfrauenschaftsführerin.
Berlin, l.Jan. (DNB.) Beim Eintritt ins neue Jahr hielt die Reichsfrauenschastsführerin Frau Gertrud Scholtz-Klink eine Ansprache, in der sie unter anderem folgendes ausführte:
Wir Deutschen grüßen das Jahr 1937 mit dem Gefühl einer unendlichen Dankbarkeit gegenüber dem Schicksal, das uns ausersehen hat, in einer großen Zeit zu leben. Deshalb gilt auch unser allererster Gruß dem Führer, der unserer Zeit ihre Größe gab, und dem an irgendeiner Stelle zu helfen Sinn unseres Lebens geworden ist. Er hat uns gelehrt, daß nicht das das Wesentliche ist, wo wir stehen, ob in der Familie, an der Maschine, in der Erziehungsgemeinschaft des Arbeitsdienstes oder in der Lehr- und Forschungsgemeinschaft einer hohen Schule, entscheidend ist einzig und allein das Maß der Kraft, die wir in die Waagschale zu werfen haben, und das Zutrauen, das wir zu dieser unserer Kraft haben. Uns Nationalsozialisten hat man in der Kampfzeit nachgesagt, daß wir unverbesserliche Idealisten wären, man sagt es uns heute noch nach, und — so Gott will, sagt man es uns nach, bis die Erde uns deckt! Sehr oft meinen aber die Menschen, die uns Idealismus nachsagen, etwas anderes, als wir darunter verliehen^ unstr Idealismus ist gegründet auf Der Wirklichkeit des Lebens, ist gewachsen aus unserem gläubigen Erkennen von der Kraft des menschlichen Herzens, das unser Tun und Handeln für unser Volk befehligt hat. So gilt mein Gruß zum neuen Jahre nächst dem Führer all denen, die den Mut haben, weiter Idealisten zu bleiben, all denen ganz besonders, die es im neuen Jahre mit uns werden wollen.
Internationale Auiomobil- und Motorradausftettung in Berlin.
Die Große Berliner Internationale Automobil- und Motorradaus st ellung 1 9 3 7 findet in der Zeit vom 20. Februar bis 7. März in sämtlichen Ausstellungshallen am Kaiserdamm in Berlin statt. Wie der Reichsverband der Automobilindustrie EV., Berlin, mitteilt, sind die Anmeldungen der Aussteller in so großer Zahl eingelaufen, daß wiederum wie im Vorjahr der Bau einer weiteren Halle erforderlich wurde. Die Ausstellungsleitung hat beschlossen, die Ausstellungszeit auf 16 Tage zu bemessen, da die vielen Anmeldungen aus dem In- und Auslande mit Sicherheit darauf schließen lassen, daß die vorjährige Besucherrekordziffer weit überschritten wird. Durch die Ausdehnung der Gültigkeitsdauer der Sonntagsrückfahrkarten und den Einsatz zhlreicher Sonderzüge hat die Deutsche Reichsbahn, unterstützt von dem Norddeutschen Lloyd, der Sonderfahrten aus allen großen Städten des Deutschen Reiches nach Berlin durchführt, Vorsorge getroffen, daß jeder Volksgenosse bei weitestgehenden Fahrpreisermäßigungen die Ausstellung besuchen kann. Darüber hinaus gewährt die Deutsche Reichsbahn allen Auslandsbesuchern Fahrpreisermäßigungen in Höhe von 60 vom Hundert bei siebentäKgom Aufenthalt ht Deutschland.
London, 1. Jan. (DNB.) „Daily Mail" weist darauf hin, daß das Anwachsen der Anwerbung von Engländern für den spanischen Bürgerkrieg in Großbritannien beträchtliche Sorge Hervorrufe. Die Kommunistische Partei Englands habe auf die Befehle Moskaus hin eine organisierte Werbung insbesondere in den Industrie- gebieten von Südwales und am Clyde begonnen. Die Werbung werde so gerissen durchgeführt, daß die einfchlägigen Gesetze umgangen werden. Infolgedessen überleae die Staatsanwaltschaft nunmehr, wie man diesem Treiben Einhalt gebieten könne. Es sei nicht zu bestreiten, daß die Kommunisten mit einem gewissen Erfolg gearbeitet hätten. Einige hundert Engländer würden im Januar in den Reihen der spanischen Roten kämpfen. In Liverpool habe man versucht, ehemalige Artilleristen anzuwerben und habe etwa 50 Mann nach Spanien schicken können. In Schottland beläuft sich die Zahl der Angeworbenen auf etwa 200. Aus Südwales feien etwa 50 Mann geschickt worden, imö aus London ebenfalls 50.
Die Kommunisten hätten offenbar reichliche Geldmittel, da die Angeworbenen nicht nur beträchtliche Vorschüsse erhielten, sondern auch voll ausgerüstet würden. Sie würden nach Paris geschickt. Von dort gingen sie nach Perpignan, wo die Rekruten ausgebildet würden. Sodann gelangen sie nach Barcelona, wo sie der roten Brigade beitreten. Auch über Bilbao ging eine Anzahl von Freiwilligen. Für britische Flugzeugführer würden 40 Pfund in der Woche gezahlt und eine Prämie von einigen hundert Pfund für jede abgeschossene Maschine. Es sei bemerkenswert, daß sich auch die unabhängige englische Arbeiterpartei für die Rekrutierung gewinnen lasse, wie das aus einem Artikel des „New Leader", der Zeitschrift der Partei, hervorgehe.
Oer Kontrollplan für die Waffeneinfuhr
London, 1. Jan. (DNB.) Lord Plymouth, der Vorsitzende desNichteinmischungsausschusses, übermit- telte dem englischen Außenminister den Plan für
eine W a f f e n e I n f u h r k 0 n t r 0 l s e für Spanien. Der Plan wird in Spanien beiden Parteien übermittelt. Gleichzeitig werden beide aufgefordert, sich innerhalb von zehn Tagen zu äußern.
Die Opfer des roten VlutterrorS.
50000 „Hinrichtungen" in Madrid.
L 0 n d 0 n, 2. Jan. (DNB. Funkspruch.) Heber die rote Schreckensherrschaft in Madrid veröffentlicht die konservate „Morning Post" den Bericht eines Korrespondenten, der die Zahl der „Hingerichteten" oder richtiger hingemordeten Personen in der spanischen Hauptstadt bis Anfang Dezember auf insgesamt 50 000 beziffert. Als Nachweis für die Richtigkeit der Schätzung macht der Korrespondent daraus aufmerksam, daß allein schon die amtlichen Angaben des sog. „Jdentifizierungs- büros" des Madrider Polizeipräsidiums, wo die Personalien und Photographien jedes Opfers registriert werden, eine Ziffer von 36 000 angeben. Hinzugerechnet werden müßten diejenigen, die während der ersten drei Wochen der Revolution getötet worden seien, wo noch nicht „Buch geführt" wurde, und die Zahl derjenigen, die in den Vororten ermordet wurden. Unter den Opfern befänden sich Hunderte von Frauen und selb st einige Kinder. In zahlreichen Fällen seien die Frauen vor ihrem Tode aufs schwerste mißhandelt worden.
Vorläufige Aufbringung eines roten spanischen Dampfers durch deutsche Seefireitkräste.
Berlin, l.Jan. (DNB.) Nachdem die roten Machthaber in Bilbao es abgelehnt haben, den bei Freigabe des deutschen Dampfers „Palos" zurückgehaltenen Teil der Ladung und den ebenfalls zurückgehaltenen Passagier an den deutschen Kreuzer „Königsberg" auszuliefern, sah sich, wie angekündigt, die deutsche Regierung gezwungen, ihrer Forderung durch Gegenmaßnahmen Nachdruck zu verleihen. In Verfolg dieser Aktion zur Verteidigung deutschen Hoheitsrechles gegen den Akt von Piraterie ist heute ein roter spanischer Dampfer von deutschen Scestreitkräften in den Gewässern um Spanien vorläufig aufge- b r a-ch t worden. Es ist einwandfrei festgestellt, daß der Dampfer „Palos" seinerzeit weit a u ß e r* halb der Hoheitsgewässer der spanischen Küste, und zwar 23 Seemeilen nordöstlich von Cap Machichaco aufgebracht wurde. Der Kapitän der „Palos" hat sich deshalb auch geweigert, ein Protokoll zu unterschreiben, wonach die „Palos" fünf Seemeilen von der Küste aufgebracht sein sollte. Dieser angebliche Aufbringungsort liegt im übrigen ebenfalls außerhalb der Drei-Seemeilen- Grenze und damit außerhalb des Hoheitsgebietes.
Weitere Erfo'ge
der nationalen Eüdarmee.
Salamanca, 2. Jan. (DNB. Funkspruch.) In den Prooin^.n Cordoba und Jaen konnte die verkehrswichtige Ortschaft P 0 r c u n a erobert werden. Die Kommunisten mußten ihre schwere Niederlage wieder mit starken Verlusten bezahlen. In den Olivenhainen wurden zahllose Leichen sowjetrussischer, französischer und tschechischer bolschewistischer Söldner aufgefunden, darunter viele von jungen Leuten unter 18 Jahren. Der schwerverletzte Kommunist Alfred Durand gestand, kurz vor seinem Tode, daß er in Frankreich Sowjetwerbern ins Garn gegangen sei, die ihn betrunken gemacht und in diesem Zustande nach Spanien verpflichtet hätten. In dem neu eroberten Gebiet wurden weitere unvorstellbare Verbrech-en der roten Horden aufgedeckt. In dem Dörfchen Pujerra wurden alle Einwohner, die sich weigerten, mit den roten Banditen vor den nationalen Truppen zu entfliehen, ermordet, darunter auch viele Frauen und Kinder.
Der Ausbau
-er britischen Luftwaffe.
London, 2. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der am 31 März 1935 in Angriff genommene britische Zweijahresplan, der eine Verdreifachung der in England stationierten Luftstreit- k r ä f t e vorsah, ist, soweit es sich um die Auffüllung der Mannschaftsbestände handelt, bereits heute, drei Monate vor der festgesetzten Zeit, durchgeführt. Die zusätzlichen 2500 Flugzeugführer, sind teils völlig ausgebildet, teils noch in der Ausbildung begriffen. Bonden 20 000 Mann zusätzlichen Bodenpersonals fehlen noch tausend Mann. Der Plan sieht eine Frontlinien • Flug- zeugstärke von 1 500 Maschinen vor. Während im Mai 1935 die Zahl der in England stationierten Frontlinienflugzeuge noch mit 580 Maschinen angegeben wurde, beziffert sie sich Ende Dezember 1936 auf 1040 Flugzeuge. Von den 4 9 neuen Flughäfen sind bis jetzt 40 entweder fertig oder im Bau. Die Zahl der Reservema- s ch i n e n wird geheim gehalten.
Japans Festlan-spoliiik.
Neujahrsbotschaft der Kwantung - Armee.
Dairen, 31. Dez. (DNB.) Der Oberbefehlshaber der Kwantung-Armee, General Heda, erließ eine Neujahrsbotschaft, in der er feststellte, daß Europa in zwei Lager gespalten sei. Die Kluft zwischen den Staaten mit „Volksfronten" und nationalsozialer Regierungsform vertiefe sich täglich, so daß eine Entladung zu befürchten sei. Die S 0 w j e t i \ i e • rung im Fernen Oft en gefährde China, Japan und Mandschukuo. Die Nanking-Regierung sei unfähig, die Hrsacken für Chinas Hnglück zu beseitigen. Sie schiebe die Schuld auf die Nachbarstaaten, die keinesfalls verantwortlich gemacht werden könnten. Darüber hinaus beabsichtige Nanking eine Zusammenarbeit mit dem Kommunismus herbeizuführen, wodurch die Existenz aller Rassen im Fernen Osten gefährdet werde.
Die japanische Politik lehne es ab, halb oder nur wenig zivilisierte Länder als koloniale Ausbeu» tungsobjefte zu erobern, rote dies andere Mächte getan hätten. So sei auch Mandschukuo nur gegründet worden, um die Wohlfahrt seiner Bevölkerung sicherzustellen und vor Ausbeutung durch die chinesischen Marschalle zu retten. Aus den gleichen Gründen verfolge die Kwantung-Armee mit großer Sorge die soziale Etwicklung in Nordchina, „wo das Volk in gleicher Weise ausgepreßt und unterdrückt" werde. Seine Lage xu bessern, sei Japans uneigennützig« Absicht. Diese Absicht wolle


