Ausgabe 
2.1.1937
 
Einzelbild herunterladen

Nr.1 Erster Blatt

Lricheim lüglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die 3Uu|trierte Gießener Familienblätter ßeimat im Bild Die Scholl»

monaiSBe$ugspret$:

Mil 4Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Sind), bei fttichterfcheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Hernjprechanlchlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Gieße« postfchecllonto:

Zranlfurt am Main 11686

Samstag, 2.3anuar 1957

187. Jahrgang

nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf .Familienanzei­gen. Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rps.

vnick und Verlag: vrghl'sche UniverfltStr-Such- und Steindruckerei «.Lauge in Netzen. Schristleitung und Geschäftrftelle: Schulstrahe 7 M°ng°n°bfchiüff-Staffel8

Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8' /.Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach Dort). 93ereittbg.25°/ mehr.

Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein-

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Jieujahrsausruse an die Wehrmacht

erfolgreich« Arbeit. Ich bin gewiß, daß auch im

Heeres-Ausbau 1936 Don ßauptmann (($) von Borstell, Meichskriegsministerium).

er noch erleben durfte. Das Heer, die Wehrmacht, das deutsche Volk trauert um diesen Mann, diesen großen Menschen und eisernen Soldaten, der einst den Grundstein legte zum Heer der Gegenwart. Sein Wirken wird fortleben im Heer, wenn es ins neue Jahr, in die Zukuft schreitet und, der Mah­nung des Verstorbenen folgend, immer bestrebt sein wird,das Schwert scharf und den Schild blank' zu halten.

Admiral F o e r st e r. der bis zum 21. Dezember die Dienststellung als Flottenchef innehatte, scheidet mit dem 31. Dezember 1936 aus dem ak­tiven Wehrdienst aus. Konteradmiral Carls ist mit Wirkung vom 1. Januar 1937 zum Vizeadmiral befördert und zum Flottenchef ernannt worden.

Führung und Truppe können mit Stolz auf das vergangene Jahr zurückblicken. Entschlossener und

Der Oberbefehlshaber des Heeres er­läßt folgenden Aufruf:

An das Heer!

neuen Jahr das Heer seine Pflicht Manneszucht und Treue erfüllen wird.

Berlin, den 31. Dezember 1936.

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Freiherr von Fritfch.

Berlin, 31. Dez. (DRV.) Der Führer unb' Oberste Befehlshaber der Wehrmacht richtet an die Wehrmacht folgenden Aufruf:

Soldaten!

Ein bedeutungsvolles Jahr deutscher Wehrge­schichte hat geendet. Seit dem 7. Wär; 1936 stehen unsere Regimenter wieder am Rhein. Die Einführung der zweijährigen Dienstzeit aber festigt das Gefüge der Wehr­macht und stärkt dadurch die Sicherheit des Reiches. Ich danke Euch für Eure treue Pflichterfüllung. Gehorcht auch im neuen Jahr der ewigen Losung: Alles für Deutschlandl

Berlin, den 31. Dezember 1936.

Der Führer

und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht Adolf Hitler.

Der Oberbefehlshaber der Kriegs- marine erläßt folgenden Aufruf:

An die Kriegsmarine!

Restlos ist im vergangenen Jahr, das uns den 20. Gedenktag der Skagerrakschlacht brachte, am Wiederaufbau der Kriegsmarine ge­arbeitet worden. Stolz erfüllt uns alle ob des Erfolges unserer Arbeit. Unser Streben sei, im neuen Jahr mit gleicher Hingabe und Entschlossen­heit die uns vom Führer gestellten Ausgaben zu erfüllen.

Berlin, den 31. Dezember 1936.

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine,

R a e b e r.

Berlin, l.Jan. (DRB.) Der Führer hat, wie bie RSK. melbet, zum neuen Jahre folgen­den Aufruf an bie NSDAP, gerichtet:

Nationalsozialisten! Nationalsozialistinnen! Parteigenossen!

Gebt mir vier Jahre Zeil!

So lautete die Bitte, bie ich am Tage ber Macht­übernahme 1933 an das deutsche Volk richtete.

Das vierte Jahr ist nun beendet.

Noch niemals aber konnte in der Geschichte ein Regime mit stolzerer Genugtuung auf bie Erfül­lung seines ^Programmes zurückblicken, als bie Nationalsozialistische Partei an der Wenbe bieses Jahres auf das ihre.

Ungeheures, ja kaum Faßbares Ist in diesen vier Jahren geleistet worden. Auf allen Gebieten unseres nationalen Le­bens, innen-, außen-, kultur- und wirtschaftspolitisch erlebten wir den Sturm der größten Revolution unserer deutschen Geschichte. Ein tief ged emü ti g t es, politisch und moralisch geschlagenes, wirtschaft­lich ruiniertes Volk hat sich wieder erhoben!

erfüllung unb bebingungsloser Hingabe bem beut- sch en Staat unb ber beutschen Nation bienten unb so mithalfen, den Verfall ber Vergangenheit zu überroinben und ben Aufbau ber Gegenwart zu förbern.

Das Jahr 1937 findet uns Rationalsozialisten entschlossen, den neuen gewaltigen Kampf für die Selbstbehauptung der Ration auf wirt­schaftlichem Gebiete aufzunehmen. Das politisch aus den Festeln des Versailler Vertrages er­löste Volk wird in den kommenden vier Jahren auch die wirtschaftlichen Fesseln lösen. Heber dem Gespött und Gerede der anderen wird wieder stehen die nationalsozialistische Tat. Das Bekenntnis zu ihr sei das feierliche Gelöbnis an dieser Jahreswende.

Wenn manche kleine Journalisten vier Jahre lang glaubten ben Erfolg ber nationalsozialistischen Al-beit einfach weglügen zu können, so haben sie ihre unzweideutige Widerlegung durch die Wirklichkeit erfahren. Wenn sie heute mit ben= selben Phrasen den Erfolgber fommenben vier Jahre anzuzweifeln versuchen, so werben wir bem Versuch dieser Irreführung ber öffentlichen Meinung bie gleiche nationalsozialistische Belehrung zuteil werben 'lassen: Arn Enbe ber vor uns liegen- ben vier Jahre wird sich erweisen, baß die Resultate eines entschlossenen Willens unb unentwegter fleißi­ger Arbeit stets größere sinb als bie Ergebnisse des Wirkens ewig nur schwätzenber Kritikaster!

Indern wir am Beginn bes neuen Jahres noch einmal rückblickenb bie gewaltigen Leistungen des alten an unserem Auge vorbeiziehen lassen, fassen wir ben Entschluß, in noch größerer Liebe zu unse­rem Volk keine Arbeit, kein Opfer und keine Mühsal zu scheuen, um feinen irbi- schen Lebensweg zu sichern vor feber Not unb Ge- fahr. Dann wirb uns aber auch in ber kommen­den Zeit so wie in den vergangenen Jahren b e r Segen bes Allmächtigen nicht verlassen, . den wir in Dankbarkeit unb Demut herabflehen auf ; unser beutsches Volk unb unser eigenes redliches 1 Sorgen, Tun und Schaffen.

Es lebe die nalionalfozialistifche Bewegung!

Es lebe unser einiges deutsches Volk und Reich!

Berlin, den 1. Januar 1937.

(Gez.) Adolf Hitler.

Der Reichskriegsminister unb Oberbe- fehlshaber ber Wehrmacht erläßt folgenben Aufruf:

An die Wehrmacht!

In einmütiger Anspannung aller Kräfte wurde im vergangenen Jahr ber Aufbau ber Wehrmacht zu Lande, zu Wasser unb in ber Luft fortgesetzt. Höchster Ansporn war uns babei bie Anerkennung bes Führers unb das Vertrauen des Volkes. Auch im neuen Jahr wollen wir ben alten Soldatentu- genben getreu für unser Deutschland arbeiten.

Berlin, ben 31. Dezember 1936.

Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber ber Wehrmacht, von Blomberg.

Der Oberbefehlshaber der Luft­waffe erläßt folgenden Aufruf:

An bie Luftwaffe!

Kameraden!

Ich danke Euch für Eure treue, fleißige und er­folgreiche Arbeit im Jahre 1936. Gemeinsam wollen wir auch im neuen Jahre Weiterarbeiten für unfe- ren geliebten Führer, für Ehre und Sicherheit un­seres deutschen Volkes.

Berlin, den Al. Dezember 1936.

(gez.)' Göring.

Deutschland wird auch die wirtschaftlichen FeWnlösen

Des Führers Botschaft zu Beginn des neuen Jahres.

Was bedeutet dieser gewaltigen geschichtlichen Tatsache gegenüber das stupide Beiseitestehen oder aar Kritisieren der einzelnen wenigen Unbelehr­baren in unserem Volk? Ihre Namen, ja die Er­innerung an sie werden vergehen, aber bie Tat­sache der deutschen Wiederauferstehung wird als ein Wunder eingehen in die Geschichte.

Dieses Wunder ist das Werk der Rational- sozialistischen Partei. Ihr gebührt das Ver­dienst, diese große Zeitwende der Ration vor­bereitet, herbeigeführt und vollendet zu haben.

Was sie in lljährigem phantastischen Kampf um bie Macht ankündigt'e, würbe in vier Jahren in einem wahrhaft seltenen geschichtlichen Ausmaß durchgesührt. Der Aufbau unseres neuen Heeres aber wirb bem nationalsozialistischen Reiche ber Deutschen die Kraft zur Behauptung in einer Welt geben, bie mehr denn je bedroht ist von den Schatten einer schweren internationalen Ge­fahr.

ber starb überraschend der Mann, dessen Name mit dem Aufbau des Reichsheeres für immer verknüpft fein wird: Generaloberst von Seeckt. An feinem 70. Geburtstage, am 22. April, führte Hans von Seeckt, straff und ungebrochen durch die Last der Jahre, das ihm verliehene Jnfanterie-Regt. 67 vor bem Oberbefehlshaber bes Heeres vorbei; vor wenigen Tagen noch weilte er zur Weihnachtsfeier im Kreise seiner Soldaten. Nun senken sich an sei­ner Bahre die Fahnen des Heeres, deren Stiftung

Im abgelaufenen Jahre stand im Mittelpunkt des wehrpolitischen Geschehens: der 7. März, an dem auf Befehl des Führers deutsche Truppen bie entmilitarisierte" Zone besetzten, bamit bas Rhein- i land von den Fesseln bes Friedensdiktates befreiten l unb bie beutsche Wehrhoheit auch in territorialer Beziehung völlig roieber herstellten. Nach bem Ein­marsch unserer felbgrauen unb stahlblauen Forma­tionen ein unerhörtes Erlebnis für bie rheinische Bevölkerung setzte sofort bie militärische Ver­waltungsarbeit ein. Es galt ein großes beutsches Gebiet, dessen Bewohner seit anderthalb Jahrzehnten 1 feinen Soldaten gesehen hatten, organisch zu ver­binden mit dem vielfach gegliederten Apparat ber Wehrmacht. Die an biefer Stelle geleistete Orga - nisations arbeit ist mit ihrem reibungslosen Ablauf Beispiel unb Symbol zugleich für ben Ge- famtaufbau ber Wehrmacht. Aufstellung, Gliebe- rung, Unterbringung, Verpflegung der durch vor­handene Polizeiformationen verstärkten Truppen, Aufnahme des Derwaltungs-, schleunige Fortsetzung des Ausbildungsbetriebes, Aufbau der für bas Rheinland neu zu schaffenden Ersatzorganisation all diese Aufgaben wurden mit ber bem deutschen Heerwesen eigenen Klarheit unb Genauigkeit in kürzester Zeit reibungslos bewältigt. Mit dem für das remilitarisierte Gebiet fortan zuständigen, neu errichteten Generalkommando b es XU. Armeekorps (Sitz in Wiesbaben) unb bem gleichfalls im Herbst 1936 geschaffenen General­kommando des XI. Korps in Hannover ist der § 1 des Gesetzes zum Aufbau der Wehrmacht erfüllt, wonach sich das deutsche Heer in 12 Korps- fommanbos und 36 Divisionen zu gliedern hat.

Im ganzen gesehen hat also der Aufbau des Heeres seinen Abschluß gefunden. Aber auch der innere Ausbau hat die erwarteten Erfolge gebracht. Die Aufgaben, bie hier vordringlich waren, muhten unter Einsatz eines Höchstmaßes von Energie und organisatorischem Können burchgefuhrt werden. Da ist an erster Stelle die Frage des Offizier- Ersatz e s zu erwähnen. Der durch bie Schaffung des Wehrpflichtheeres bedingte erhebliche Mehrbe­darf mußte mit allen Mitteln sichergestellt werden ohne daß dadurch bie Qualität der Fichrerschlcht Schaben leiben burfte. Man half durch Wieber- einfteüung ehemaliger aktiver, Hebernahrne von Polizeioffizieren und Beförderungen verdienter alter Unteroffiziere. Man verkürzte die Ausbildungsze t der Fahnenjunker und Fähnriche; gesteigerte dienst­liche Ansprüche unb schärfste Auslese mußten hier das Gegengewicht bilben. Die bewahrten Er­ziehungsstätten der künftigen Offiziere, bie Kriegs­schulen würben wieder eingefuhrt; schon seit 1935 bestehen solche in Dresden, Machen und Hannover, im Januar 1936 öffnete bie Kriegsschule in Potsdam ihre Pforten.

Die zweite Sorge galt ber Heranbildung eines ausreichend starken, vollwertigen Unter o ff i- zierkorps; in ber Erkenntnis, baß von ber Be- Währung der Unterführer zum wesentlichen Teil der Wert und die 6d)la8!roft einer Armee abhangm, ließ bas Oberkommando des Heeres eine Emnch- tung wieder aufleben, bie in ähnlicher Form schon Doriern Kriege bestanden hatte bie Unter9 offizierschule, bie im Herbst in Potsbam- Eiche eröffnet würbe. Hier werben besonders ge­eignete junge Leute in harter, zweijähriger Er­ziehungsarbeit zu Unterführern im Heere ausge- bilbet. Der größere Teil bes Unteroffizierkorps er­gänzt sich natürlich aus ber Truppe selbst. Es ist die verantwortungsvolle Aufgabe ber Kampame- usw. Chefs, mit klarem Blick bie richtige Auswah ihrer Unterführer nach Charakter unb Leistung zu treffen. Gerade auf diesem Gebiet ist, unbemerkt von ber Öffentlichkeit, viel wertvolle Aufbauarbeit

Dieses vierte Jahr kann nicht abschließen, ohne baß ich mich ber unenblichen Treue, aber auch der unendlichen Opfer erinnere, bie bie Millionen unserer Parteigenossen mir unb damit Deutschlanb gebracht haben.

Den gewaltigsten Ausbruck fanb biese national­sozialistische Erziehungsarbeit unseres Volkes in der Märzwahl 1 936. Wann hat sich jemals in unserer Geschichte bie Nation zu einem so einheit­lichen Willensausbruck erhoben wie in unserer heu­tigen Zeit.

Dies ist das Verdienst der National­sozialist ifchen Erziehung und Füh­rung unseres Volkes. And dies ist damit in erster Linie Euer Verdienst, meine Parteigenos­sen und Parteigenossinnen!

Indem ich dieses feststelle, weiß ich aber auch, daß wir ben Aufgaben ber Zukunft nicht schwächer, fonbern nur noch stärker gegenübertreten werben. Deutschlanb wirb immer mehr ein Bollwer k sein der europäischen Kultur und Zivili­sation gegenüber bem bolschewistischen Mensch- heits feind. Deutschland wirb bamit aber gerade da­durch auch sein ein sicherer Garant eines ft arten europäischen Friedens.

Wenn die Vorsehung dieses große Werk ber nationalen Wiederaufrichtung unseres Volkes ge­lingen ließ, bann banke ich am Enbe bes vierten Jahres all benen, bie mir durch ihre opferbereite unb gehorsame Treue bie Voraussetzungen für ben Erfolg meiner Arbeit gegeben haben. Ich banke all ben H u n b e r 11 a u f e n b e n meiner politischen Mitarbeiter in ber Partei unb in ihren gewaltigen eigenen unb ange­schlossenen Organisationen. Ich banke den Führern und Kämpfern in meiner SA., in der SS., im Arbeitsdienst, in ber Hitler-Jugend. Ich danke den Führern und Führerinnen ber Arbeits­front, ber Frauenschaft unb bes BDM. unb all der zahlreichen sonstigen Verbänbe. Ich danke den Männern unserer Propaganda unb unserer Presse! Ich danke aber wieder vor allem ben unzäh­ligen namenlosen Volksgenossen, bie als Nationalsozialisten die Träger des Willens ber ; heutigen Führung im Volke selbst sind!

Ich will aber auch in diesen Dank mit erschließen . all die unzähligen deutschen Volksgenossen in fütz- : r end en unb nichtführenben Stellen, die als Nicht­parteigenossen dennoch in treuester Pflicht-

motorisierten Truppen; die Soldaten inmitten einer jubelnden, begeisterten Bevölkerung, die trotz ihrer großen Armut ihre Liebe zum jungen deutschen Bolksheer mit rührenden Beweisen an Opferfreubig- teit bekundete.

Diese sich immer mehr vertiefende innere E i ri­tz e it zwischenVolkund Wehrmacht zeigte ich auch im vergangenen Jahre bei zahlreichen an­dern Anlässen. Es sei nur erinnert an die große Truppenparade am Geburtstage bes Führers; an die imposante Beteiligung der Wehrmacht am Reichsparteitag der Ehre, an das Auftreten von Teilen des Heeres und ber Luftwaffe beim Ernte­dankfest auf dem Bückeberg. Bei diesen und anderen Staatsakten und Kundgebungen hatten Hundert- tausende deutscher Volksgenossen Gelegenheit, sich von dem Geist unb bem Können der neuen Wehr­macht zu überzeugen.

Es ist hier nicht unsere Aufgabe, all der zahl­losen Maßnahmen Erwähnung zu tun, mit benen unb burch bie begonnen mit ben schöpferischen Planungen ber obersten Führung bis herab zur Vielfalt treu erfüllter Kleinarbeitder Aufbau des Heeres erweitert, durch Aufstellung neuzeitlicher Formationen ergänzt, durch Verordnungen ausbil- dungs- unb verwaltungstechnischer Art untermauert wurde. An einigen bedeutsamen Höhepunkten indessen dürfen wir nicht vorübergehen. Dazu gehört an erster Stelle bas Gesetz vom 24. August 1936, mit dem als notwendige Gegenmaßnahme gegen ben bolschewistischen Imperialismus bie Dienstzeit im Heere auf zwei Jahre verlängert mürbe. Gewiß, bies Gesetz bebeutet ein Opfer für das beutsche Volk. Aber dies Opfer wird freubig unb gern gebracht, weil bas deutsche Volk seine Not- wenbigkeit erkennt unb weil es in seiner übermiet genben Mehrzahl seinem Führer vertraut. Auch das Gesetz vom 26. Juni 1936, bas bie Einsetzung eines Ober ft en G e r i ch t s h o f e s b e r W e h r - macht verfügte, ist ein Symbol für bie folbatifche Haltung bes nationalsozialistischen Staats. Oberste Instanz für militärische Strafsachen ist hinfort das Reichskriegsgericht

Daß die Arbeit der Wehrmacht gelegentlich mit sichtbarem Erfolg auch in bie Bezirke bes bürger­lichen Lebens übergreift, zeiate besonders anschau­lich das große Ereignis vom August; die Vorbe­reitung ber XL Olympischen Spiele, Aufbau und Verwaltung bes Olympischen Dorfes, und die Teilnahme der Wehrmacht an ben Spielen selbst, haben ber Welt in einbringlicher Weise Gründlichkeit. Organisationsfähigkeit unb sportliches Können beutschen Soldatentums vor Augen geführt. Die Tatsache, baß von ben 33 goldenen Mebaillen, die Deutschland errang, 12 von Soldaten (von 26 silbernen unb 30 broncenen je 6) erftritten wurden, zeigt besser, als Worte es vermögen, den Kern un- V-lWsE. sich nicht vollenden ohne d«- Heer in tiefe Trauer zu versetzen: Am 27. Dezem- f . .

^^EndUch^muß^'einer Maßnahme gedacht werben, deren Durchführung für Deutschland von befonderer Wichtigkeit war. Da uns auf Grunb bes Versailler Diktats jebe Möglichkeit genommen war, R e ser- v e n auszubilden, mußte alles geschehen, bie Ver­säumnisse von anderthalb Jahrzehnten wenigstens bis zu einem gewissen Grade wieder gut zu wachem Auch hier mußte der Anfang bei ber Fuhrerschicht gemacht werden, b. h. mit ber .Schaffung eines hochwertigen R e s e r ve - Offiz i e r ko r p s Es ist der Klarheit ber Organisation auf ber einen unb der Einsatzbereitschaft wertvollster Dolkskrafte auf ber anderen Seite zu banken, baß heute bereits die große Masse ehemaliger aktiver und früherer Reserveoffiziere sowie ein großer ^ell bewahrter Unteroffiziere bes Reichsheeres in bie Reihen des Offizierkorps bes Beurlaubtenstandes emgeghebert werben konnte. , .

Die Ausbilbungsarbeitim Heere wurde unter Verwendung mehrerer neuer Vorschriften planmäßig durchgeführt. Infanterie Kavallerie, Artillerie und Kraftfahrkampftruppen steigerten ihre in ben Stanborten erarbeiteten Spezialkenntmsse auf Truppenübungsplätzen. Der Herbst brachte für alle Armeekorps Hebungen aller Truppen sowohl tm Verbände des verstärkten Infanterie-Regiments als auch im Divisionsverbanb. Den Abschluß ber Ma- nöoerzeit bilbeten bann bie großen Herbst- Übung e n , die bas Gruppenkommando 2 in Ober- hessen durchführte. Bei biesen Hebungen ben größten Manövern seit ber Vorkriegszeit - wur­den von allen beteiligten Truppenverbanben m ununterbrochener fünftägiger Kriegshanblung Lei­tungen erzielt, benen bie volle Anerkennung ber lebüngsleitung zuteil würbe. Den zahllosen Zu- chauern aber werben jene Manovertage am Vo­gelsberg in unvergeßlicher Erinnerung bleiben Der Führer inmitten der marschierenben, reitenben,