Ausgabe 
1.12.1937
 
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Hegeschau der Internationalen Jagdausstellung zu lesen. Seiner Weidmannspflicht kann aber nur der wirklich nachkommen, der rechtzeitig alle Vor­bereitungen trifft. Der Praktiker weiß, wie schwer es ist, Wild dann an Futterstellen zu bekommen, wenn die Not da ist. Haben aber Hühner und Fa­sanen, die ja unseres besonderen Schutzes im Win­ter bedürfen, schon einmal die Kaffhaufen gefun­den und Üurchscharrt, dann kommen sie bei Not von selbst zu ihnen zurück und können dort gefüttert werden. Und weiter wird sich der Jäger überlegen müssen, wie er seinem übrigen Wilde etwa helfen kann. Mast fehlt ja vollkommen. Drum merke er sich, wo Heidekraut steht, das er bei Schnee frei­legen kann, verständige er sich mit dem Förster, wo Weichholz geschlagen werden darf, drum sichere er sich das Holz, das auf den Feldern anfällt, wenn die Obstbäume geschnitten werden. Denn solche natürliche Aesung ist besser und gesünder als an­dere, die, wie Heu, Grummet, Haferstroh usw., erst gereicht werden wird, wenn die Aesung des Re- vieres selbst nicht mehr ausreicht. Glücklich das Revier, in dem viele Brombeeren und Efeu wach­sen. Wer dort im Winter mit offenen Augen sieht, wird vielleicht im Frühjahr bewußt dazu über­gehen, alte Sandgruben, Raine und Grabenränder mit Brombeeren zu bepflanzen. Einen größeren Gefallen kann er seinem Wilde kaum tun.

Das deutsche Volk spendet wieder für sein W i n- terhilfswerk. Reichs-, Gau- und Kreisjäaer- meister haben ihre Weidmänner wiederum oufge- rufen, in gleicher Weise wie seither ihre Pflicht

zu hm. Vks zum 20. Dezember soll die Wildspende der deutschen Jägerschaft abgeschlossen werden, da­mit sie dazu beitragen kann, Weihnachtsfreude in die Häuser bedürftiger Volksgenossen zu tragen. Eine Spende der gesamten Jägerschaft soll es sein, nicht nur der Eigenjagdbesitzer und Jagdpächter. Wer drum als Jagdgast, ohne ein eigenes Revier besagen zu können, Weidmannsfreude genießt, möge es als seinen Stolz betrachten, mitzuhelfen an dem Gelingen des schönen Werkes, das die Wildspende darstellt!

Schließlich seien die Jäger des Jagdkreises ©ie- ßen noch einmal darauf hingewiesen, daß durch den Kreisjägermeister eine Einrichtung geschaffen wurde, die ihre vollste Beachtung verdient. Am ersten Mittwoch jedes Monats werden sich die Jäger, ohne daß das Kommen Pflicht wäre, zu­sammenfinden, um gemeinsam jagdliche Fragen zu behandeln. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich im­mer eindringlicher aus der Arbeit der Jagdbehör­den und aus deren Erfahrungen. Die freudige Auf­nahme, die die Ankündigung gefunden hat, be­weist, daß auch in der Jägerschaft selbst das Be­dürfnis nach solcher Aussprache empfunden wird. Es werden daher Fragen des Jagdrechtes, der Jagdausübung u. a. m., die gerade im Vorder­gründe stehen, von dazu berufenen Jägern behan­delt werden. Möge sich im Interesse der Jagd, aber auch im wohlverstandenen Interesse der Jäger selbst der Besuch dieser Abende als Regel ein- bürgern! Hubertus.

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weiter als die meisten Jäger wissen. Wer aber ge­wohnt ist, bei jeder Nellen draußen zu sein, der weiß Bescheid darum. Anstrengend ist es zwar meist, bei Schnee einGelbkehlchen"auszu­neuen", aber ein schönes Jagen, besonders wenn es zum Erfolge führt. Zahlenmäßig kommt für die Strecke an Pelzträgem natürlich vielmehr der Fuchs in Frage, dessen Bejagung dazu so man­nigfaltig und vielseitig ist, daß er verständlicher­weise für gar manche Jäger der Liebling ist, dem sie manche Stunde bei Tag und Nacht opfern. Zum letzten Mal in diesem Jagdjahre ist im Dezember die Möglichkeit gegeben, Grimbart, den Dachs, zu jagen. Dann beginnt seine Schonzeit. Ob in (einer Bejagung überall genug geschieht, erscheint fraglich. Denn seine Zahl scheint wesentlich höher zu sein als der Niederjagd, vor allem dem Federwild, zuträglich ist.

Während das Feldhuhn nun wieder den Schutz der Schonzeit genießt, ist der Fasan noch offen". Auch Schnepfe, Ringeltaube und Bekassine sind dem Jäger freigegeben. Dazu kommen allerlei Enten, die aus dem Norden schon eingetroffen sind. Und ist es kalt, dann pfle­gen auch W i l d g ä n s e auf Saatäckern und Wie­sen einzufallen.

Vielerlei sind also die Jagdmöglichkeiten, die der Julmond dem Weidmanns bietet. Doch mit der Jagd muß die Hege Hand in Hand gehen.Wer überm eignen Mittagessen das Wild in Winternot vergessen, dem sollt auf allgemeines Drängen, man selbst den Brotkorb höher hängen" stand in der

" Dinker oder dem Frühjahr mit feinen mancherlei Krankheitserscheinungen zum Opfer. Sie bleiben dann völlig ungenutzt, während sie jetzt noch ver­wertet werden können. Das Fehlen strenger Winter hat ja leider das Durchkommen schwachen Wildes begünstigt. Fehlt aber die natürliche Auslese, dann muß in unseren Kulturrevieren dieHege mit der Büchse" einsetzen.

Die übrige Jagd aber ist meist ans dem Wald hinausverlegt auf die Felder. Die Zeit der großen Hasenjagden ist da. Werden diese Feldjagden auch so enttäuschen wie viele Waldjagden? Denn deren Ergebnisse waren zum großen Teil sehr mäßig, oft noch nicht 50 v. H. der vorjährigen Strecke, die doch auch nicht gut war. Grund genug, um den Abschuß mit Maß und Ziel vorzunehmen und dafür zu sor­gen, daß ein Teil des Reoieres vom Jagen ganz verschont bleibt. Denn nur wo Ruhe herrscht, fühlt der Hase sich wohl und heimisch. Hier hält er sich und wird die Lücken wieder zu schließen wissen, die die Herbstjagden seinem Geschlecht gerissen haben. Das Ueberbleiben eines ausreichenden Besatzes ist aber die Voraussetzung für ein besseres Hasenjahr im kommenden Jagdjahr, ein Verstoß dagegen wird auch durch das günstigste Wetter nicht ausgeglichen.

Der Balg des Raub wild es ist nun gut und vollwertig, so daß seine Jagd sich lohnt und, volks­wirtschaftlich gesehen, das beste Rauchwerk liefert. Obenan stehen da unsere Edelpelzträger, die Mar­der, von denen der Edelmarder und der Steinmarder im Dezember bejagt werden dürfen. Ihre Zahl ist größer und ihre Verbreitung

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Balsam, aus dem Arabischen stammendes Wort für ein harzi­ges Produkt des Balsambaumes, wird als Arzneimittel und zur Herstellung von Parfüms ver­wendet.

Balsame. Honigartige Gemische aus Harzen und ätherischen Ölen gewisser Bäume.

Balsamines, s.Fleißiges Lies­chen".

Balthasar, männl. Vorname nach einem der Heiligen drei Könige. Bambus, tropische Pflanze, die Zucker liefert und deren rohrarfi- aes Holz zu mannigfaltigen Zwek- ken, u. a. sehr gern zu Spazier­stöcken verwendet wird.

Banane Tropenfrucht, enthält die aufoauenden Kohlenhydrate, wie Stärke und Zucker, deshalb besonders nahrhaft für Säug­linge. Aus gesundheitlichen Grün­den Kindern nur entschälte Ba­nanen geben.

Bandmaß, Längenmeßapparat aus gefirnißter Leinwand oder aus Stahl mit aufgedruckten oder eingeätzten Meßzahlen. Viel­fach befindet sich das Band auf- gerollt in einer runden Dose, in die es nach Gebrauch selbsttätig zurückschnellt. Keinesfalls Spiel­zeug für Kinder, da scharfkantig. Bandwurm. Breiter, platter, aus einzelnen Gliedern bestehender Darmparasit. Anzeichen dafür: Großes Hungergefühl, Abmage­rung, Übelkeit, Erbrechen, Bauch­schmerzen. Bandwurmkur nur unter ärztlicher Leitung.

Barbara, weibl. Vorname, aus dem Griechischen, gleichbedeutend

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Baldur, männl. Vorname nach dem altgermanischen Sonnengott, dem Söhn Odins und Friggas, der durch seinen blinden Bruder Hödur getötet wird.

Balkonbepslanzung soll das ganze Jahr hindurch stattfinden. Im Frühjahr setze man Krokus, Stiefmütterchen, Vergißmein­nicht, im Sommer Pelargonien, Fuchsien, Salvien; beliebt und billig sind Einjahrsblumen wie Petunien, Lobelien. Studenten­blumen. 2m Winter setze man Fichten, Mahonien, Erika. Pfle­ge: genügend bewässern, Vorrats­dünger und Torf unter die Pflan­zenerde mischen, ab Juli mit Kunstdüngerwasser einmal in der Woche gießen und abgeblühte Blumen entfernen. Die Kästen sollen aus Holz sein, in wenig sonnigen Lagen kann man Ton­kästen gebrauchen.

Ball (von dem lat. Wort ballare, tanzen), gesellschaftliche Tanz- veranstaltung. Der Charakter des Balles ist bejtimmend dafür, wel­chen Anzug, oder welches Kleid man anzieht. Ball ist außer­dem das runde Spielzeug aus Holz. Stoff. Leder oder Gummi. Ballen. Polsterartige, oft sehr schmerzhafte Bildung unter der großen Zehe oder seitlich am Grundglied der großen Zehe. Meist entstanden durch sortgeietzte Reizung bei zu engem Schuh­werk. Gleichzeitig Abweichung der großen Zehe nach außen. Besserung durch entsprechendes Cchuhwerk, richtig passende^orn Ar^t verordnete Einlagen, Wech­selbäder, Bäder mit Staßfurter Salz. U. U. Operation.

SlaWe GieBeo Donnerstag, 2. Dezember, 20 Uhr Leipziger Soloquartett für Kirchengesang (Professor Röthig)

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