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diesem Unfall erhöht sich die Zahl der Unfälle der britischen Luftstreitkraft in diesem Jahre auf 57 und die Zahl der dabei ums Leben gekommenen Flieger auf 91.

1000 Mark für eine Novelle!

Zum viertenmal veranstalten Verlag und Schrift­leitung von Velhagen & Klaslngs M o - n a t s h e f t e n ihr Nooellen-Preisausschreiben. Mit dem Septemberheft beginnt der 52. Jahrgang der Zeitschrift. Die in diesem neuen Jahrgang zur Ver­öffentlichung kommenden Novellen stellen sich dem Spruch ihrer Leser. Am Schluß des Jahrgangs wird die Arbeit, welche den Lesern am besten gefallen hat und die meisten Stimmen auf sich vereinigt, mit einem Ehrenpreis von 1000 Mark ausgezeichnet. Die bisher preisgekrönten Werke haben der Zu­verlässigkeit dieses Urteilsspruchs das beste Zeugnis ausgestellt. Es sind Werner BeumelsburgsFeig­ling", Bruno WellenkampsLauter Sonntage', Ruth KristekatsEnde eines Sommers".

Ausgezeichnetes Abfchneiden deutscher Flieger im Jtalienflug.

Die zum Zweiten Internationalen Jtalienrundflug entsandte deutsche Vertre­tung hat sich trotz der für sie nicht günstigen Aus­schreibungsbedingungen ausgezeichnet ge­schlagen. In dem NSFK.-Scharführer Eberhardt Schmidt stellte Deutschland den Sieger des ein­leitenden zweitägigen Langstrecken- und Dauerflugwettbewerbs. Drei deutsche Flieger endeten in der Gesamtwertung in der Spitzengruppe der ersten Acht. Als bester Deutscher belegte Schmidt hinter dem italienischen Flie­ger Parodi den zweiten Platz, Oberst Fischer wurde Fünfter, Schätze! Achter in dem starken internationalen Feld.

Schweres krastwagenunglück bei Arras.

In der Nähe von Arras (Nordfrankreich) stießen zwei Kraftwagen zusammen, in denen Gruben­arbeiter mit ihren Familien auf der Heimfahrt waren. Zwei Personen wurden auf der Stelle getötet und vier andere lebensgefährlich verletzt. Die Zahl der Derkehrsunfälle in Frankreich war am Sonntag besonders hoch. Allein bei zehn Kraftwagenunfällen gab es insgesamt 13 Tote und über 20 Schwerverletzte.

Der Wehrpaß.

Jeder Dienstpflichtige erhält bei der Musterung einen Wehrpaß, lieber die Bedeutung dieser wich­tigen Urkunde werden in der Zeitschrift des Soldatenbundes Mitteilungen gemacht, die für jeden Dienstpflichtigen von Bedeutung sind. Der Wehrpaß ist eine Urkunde, die sorgfältig aufbe­wahrt werden muß. Wie früher der Militärpaß, so begleitet jetzt der Wehrpaß den wehrpflichtigen deutschen Mann sein Leben lang. Der Wehrpaß ist 52 Seiten stark. Auf seiner ersten Seite ist Raum für die Wehrnummer, den Namen des Paß- inhabers und die Nummer des Arbeitsbuches. Auf Seite 2 folgt das Lichtbild mit der Unterschrift des Paßinhabers. Die folgenden Seiten enthalten Ein­tragungen der Personalangaben auf Grund der Wehrstammkarte. Eigenmächtige Abänderungen wer­den streng bestraft. Der Wehrpaß muß dauernd auf dem laufenden gehalten werden, und der Wehr­pflichtige muß hierzu alle Aenderungen der Woh­nung binnen einer Woche, Aenderungen der per­sönlichen oder beruflichen Verhältnisse gelegentlich von Meldungen, Hebungen, Wehrversammlungen

usw. der vorgesetzten Dienststelle anzeigen. Zur Er­leichterung der Meldungserstattung ist vorgesehen, daß die Gemeindebehörden auf Ersuchen beim Ab­fassen schriftlicher Meldungen behilflich sind. Zu diesem Zweck sollen später bei den Ortspolneibe- hörden vorgedruckte Formblätter zur kostenfreien Benutzung bereitgehalten werden. Der Verlust des Wehrpasses ist unverzüglich dem Wehrmeldeamt anzuzeigen. Wird er nicht binnen vier Wochen wie­der aufgefunden, so ist eine Zweitschrift zu bean­tragen. Der Wehrpaß ist bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres vom Inhaber aufzubewahren. Ein­tragungen werden nach dem Ausscheiden aus dem Wehrpflichtverhältnis nicht mehr vorgenommen.

Kleine politische Nachrichten.

Zu seinem 4 0. Geburtstag erhielt Reichs­pressechef Dr. D i e t r i ch auf dem Obersalzberg zahl­reiche Glückwünsche. Der Führer übergab seinem alten Mitkämpfer sein Bild mit einer herzlichen Widmung. Die N S.-P resse überreichte durch

Burghausen a. d. Salzach, im August.

Gellendes Heulen und Kreischen kommt uns gleich aus der ersten Tür entgegen, die der Werkmeister der großen Bleikristallfabrik a. d. Waldnab vor uns öffnet. Vorgebeugt über eine rasend rotie­rende Scheibe stehen Schleifer und Schleiferinnen. Auf den Millimeter genau drehen die geschickten Hände die dicken Glasschalen mit den kaum merk­lichen Dorzeichnungen unter den scharfen Schleif­scheiben hin und her und buchstäblichim Hand­umdrehen" entsteht hier eine Distelrosette, dort eine Blume, drüben ein Stern. So geht es um die ganze Schale, in deren Rand schon vorher eine an­dere Scheibe die Schmuckzacken gesägt hat. Hier der junge Schleifer, noch keine 20 Jahre alt, legt ge­rade ein besonders schönes Stück beiseite, die prunk­volle Kristallschale ist fertig. Sie wandert ins Säurebad, wird mit Schlemmkreide abpoliert und strahlt nun im funkelnden Glanz.

Aber die schwerste Arbeit haben die Glasbläser hier vor den kreisrunden großen Oefen, in denen bei 1500 Grad Hitze die flüssige Glasmasse glüht, in die die Bläser die langen Eisenrohre tauchen. Selbst drüben in denKühl"-Oefen, in die die fer­tig geblasenen Stücke zuerst kommen, sind es im­mer noch 450 bis 500 Grad. Schwere Arbeit. Die Waren gehen in alle Welt. England etwa bezieht monatlich rund 30 000 geschliffene Glasleuchter, seit Jahrzehnten immer mit dem gleichen Muster.

In einer niederen Stube des winzigen Städt­chens P l e y st e i n treffen wir Mutter und Toch­ter beim Sticken. Es ist verblüffend, welche vielfältigen und feinen Muster die schweren Ar­beitshände der bäuerlichen Frauen entstehen lassen. 70 Heimarbeiterinnen verschaffen schon heute dem kleinen Ort im Walde den Ruf der Stadt der Stickerinnen. Nicht immer wurde hier so fleißig gestickt. Aber seitdem man die ersten Blusen, Klei­der, Decken usw. in der schönen Wasserburg Teu - p i tz ausstellte, hat man diesem uralten Handwerk der Frau neuen Geschmack abgewonnen. So rege

Hauptamtsleiter Dr. Dresl e r und Stabsleiter Sündermann eine künstlerische Ehrengabe mit einer Glückwunschadresse seiner Mitarbeiter, der Gaupresseamtsleiter und der Hauptschriftleiter der Parteizeitungen.

Kardinal B i s l e t i, Präfekt der Kongregation der Seminare und Studien und einer der einflußreichsten Berater des Vatikans, ist im Alter von 81 Jahren gestorben.

Dom 2. bis 5. September findet in Warschau eine Konferenz der baltischen Staaten und der Balkan st aaten statt, die Fragen der Luft­fahrt dient. An diesen Besprechungen nehmen außer Polen Vertreter Estlands, Lettlands, Rumä­niens, Bulgariens und Griechenlands teil. Die Be­sprechungen sollen dem Ausbau der Luftfahrtverbin­dungen zwischen diesen Ländern und anderen für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Luftfahrt wichtigen Fragen, wie Wetter- und Funkdienst, dienen.

war die Nachfrage nach den keiner Mode unter­worfenen Schöpfungen der Werkstatt, daß man sich nach Helferinnen umsehen mußte. Was lag näher, als die seit Jahrzehnten in gediegener Heimarbeit geübten Frauen der Oberpfalz, Oberfrankens und des Bayerischen Waldes heranzuziehen, die zahl­reiche Techniken der Stickerei beherrschen und sich leicht auf die neuen Muster umschulen lassen.

Begreiflich, daß die Frauen in diesen Notstands­gebieten, in deren Stuben früher oft genug das Elend hockte, dankbar die Hände nach dieser be­scheidenen Verdienstmöglichkeit ausstreckten. Fleißige Stickerinnen arbeiten an einer Bluse ein bis zwei Tage. In der Pleysteiner Sammel- und Schulungs­stätte, wo sich die Stickerinnen die jeweils neuen Muster zeigen lassen, sehen wir Arbeiten in den geschmackvollsten Farbenzusammenstellungen und hören dabei, daß man hier vor kurzem eine große Decke für den Haushalt des Führers fertiggestellt hat.

Eben rüstet der fröhlich geschmückte Wagen der staatlichen Klöppelschule in Tiefenbach zur Abfahrt nach Waldmünchen, um an dem Um­zug des Heimatfestes teilzunehmen. Nur die fast 60jährige Leiterin der Schule ist zurückgeblieben. Sie zeigt uns drinnen die Arbeiten ihrer Schüle­rinnen und der 75 Heimarbeiterinnen. Der Stolz der Schule ist eine Spitzendecke von einem halben Meter Durchmesser aus spinnwebfeinem Garn, ge­fertigt auf einem Muster, zu dem für fünfund­zwanzig Mark Stecknadeln nötig waren. Sieben Monate hat eine Frau mit unendlicher Geduld an dem Original gearbeitet es verbrannte 1931 im Münchener Glaspalast, der es roegep feiner Kost­barkeit erworben hatte. Kürzlich wurde es zum zweiten Mal hergestellt. Die Klöpplerin verdiente daran im ganzen 230 Mark. Schon mit acht Jahren lernen die Tiefenbacher Mädchen das Klöppeln, wobei mit einer Anzahl kleiner Holzspindeln, den Klöppeln, Fäden zu kunstvollen Mustern durch­einandergeschlungen werden. Bis zu 150 Klöppel

wirbeln für eine breite Spitze unablässig durch die Hände der Frauen. Die Schule hatte gerade einen Auftrag auf 17 000 Spitzendeckchen von einem Spe­zialgeschäft in einer Großstadt erhalten das will geklöppelt sein! *

Auch im 20. Jahrhundert kann der Reisende in Deutschland noch seine Entdeckungen machen. Da­mit ist noch nicht einmal diese riesige, über einen Kilometer lange Burg, die größte Deutschlands, oder diese entzückende kleine Stadt Burghausen a. d. Salzach mit ihren gotischen und barocken Hau­sern gemeint. Man betritt eine hübsche kleine Kon­ditorei und steht unvermutet vor der regelrechten Ausstellung einer wiedererwachten frühmittelalter­lichen Kunst: der W a ch s m o d e l e i. Die Wachs­zieher und Lebzelter, die Vorgänger unsres heuti­gen Konditorgewerbes, haben für Zuckergeback und Marzipankuchen wunderfeine Formen aus Holz ge­schnitzt, für die sie Kunstwerke des Mittelalters zum Vorwurf nahmen. Ihre Nachfahren gießen heute die wiedergedungenen Formen mit Wachs aus, kundige Kirchenmaler kolorieren sie so, daß sie Jahrhunderte alt erscheinen. Nur fünf Hersteller dieser zierlichen Reliefs gibt es heute in Deutsch­land. Sie wahren das Geheimnis der Anfertigung ebenso wie die Kirchenmaler, die allein wissen, welche Farben auf dem Wachs haften. So privat ist diese Kunst, daß sie in diesem Jahr erstmalig auf der Leipziger Messe ausgestellt wurde. Seitdem können sich die Hersteller vor Aufträgen nicht retten.

Dr. B u r e s c h.

Wetterbericht

des Reichswetterdlenskes. Ausgabeort Frankfurt.

Im Bereich instabiler Luftmassen gab es am Dienstag auch in unserem Gebiet vereinzelt Gewit- teibilbung. Bereits macht sich an der Vorderseite eines vom Atlantik in den Raum IslandEngland oorgestoßenen Luftwirbels mit abziehender Luft­bewegung heiteres Wetter geltend, doch wird sich mit dem weiteren Vordringen des Wirbels auch bei uns lebhaftetes und unbeständigeres Wetter durchsetzen.

Aussichten für Donnerstag: Wechselnd bewölktes Wetter mit vereinzelten Niederschlägen, bei lebhaften, nach West drehenden Winden tagsüber nicht mehr so warm.

Aussichten für Freitag: Sei Luftzufuhr aus West wechselndes Wetter mit einzelnen Nieder­schlägen ziemlich frisch.

Lufttemperaturen am 31. August: mittags 24,3 Grad Celsius, abends 16,4 Grad; am 1. September: morgens 10,4 Grad. Maximum 25,2 Grad, Mini­mum 9,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. August: abends 21,1 Grad; am 1. September: morgens 16,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 8,4 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A VII 37: 9076. Druck' und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R Lange. K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Ps Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr

Sur Seif iff Dreisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 gültig.

bayrisches Grenzvolk belebt altes Kunsthandtverk

Glutöfen der Glasbläser. Oie Stickerinnen von Pleystein. ES klappern die Klöppel von Tiefenbach.

Gestern morgen entschlief sanft mein lieber Mann

Gustav Duill, Gastwirt

im Alter von 59 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Elisabetha Duill, geb. Kröck.

Heuchelheim-Abendstern, den 1. September 1937.

Die Trauerfeier findet heute Mittwoch, den 1. September, um 17.30 Uhr, im Sterbehause Abendstern statt.

Von Kranzspenden bitte ich absehen zu wollen.

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329295 342971 354421 358216 362387 362653

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100022

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127479

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252703 256480 264709 270444

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275969 288486 293708 297372

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321876 325359 337344 337891

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50 Gewinne zu 1000 RM 20618 24598 28517

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243988 252320 263168 280228 283302 297115

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232893 240500 245024 255434 255801 265467

303422 307039 315130 320826 328037 332332

340363 343095 354484 355730 362659 393034

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43810

142119

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186641

205467

216564

246459

824049

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380633

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145388 167990

188633 207639 216629 259897 326507 363662 381078 393693

4036 13379 15413 17232

120864 138035 138717

147135 160564 162104

171140 178508 180798

192058 192893 195560

207656 210583 214081

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265758 306071 315548

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