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Offiziersabordnung unter Führung des Ge­nerals Conte Murari della Corte Bra und eine u n - g a r i f ch e Offiziersabordnung in Wien eingetroffen. Auch diese weilen bereits im Manövergelände.

Oie Aeugestaltung Berlins.

Neuer Platz an der Technischen Hochschule,

Berlin, 31. Aug. (DNB.) Nach einer Mit­teilung des Generalbauinspektors für die Reichs­hauptstadt ist mit der Neugestaltung des Ost-West- Straßenzuges vom Brandenburger Tor bis zum Adolf-Hitler-Platz im Zuge des Kaiserdamms (Weftend) nahe den Ausstellungs­hallen begonnen worden. Vom Jahre 1939 ab stehen dem Verkehr zwei getrennte Fahrbahnen in ver­doppelter Breite zur Verfügung. Im Nahmen dieser Arbeiten wird zur Zeit die Technische Hoch­schule in der Berliner Straße am Knie, eines der repräsentativen Gebäude Berlins, das bisher von Bäumen verdeckt wurde, durch Beseitigung der Baumreihen vor dem Mittelbau fr ei gelegt und damit zu der vom Erbauer beabsichtigten Wirkung gebracht. Durch den Bau des Berliner Aerzte- hauses an der gegenüberliegenden Seite und

durch eine würdige Ausgestaltung des Platzes vor den beiden Gebäuden wird hier eine eindrucksvolle Anlage entstehen. An diesem neuen Platz sollen, wie bereits im vergangenen Jahr, auch weiterhin die Paraden der Wehrmacht vor dem Führer stattfinden.

Bis heute eine Million Besucher in der Ausstellung »Entartete Kunsts

München, 31. Aug. (DNB.) Die Zahl der Be­sucher des AusstellungEntartete Kunst", in der noch einmal der dekadente und zersetzende Einfluß vergangener Zeit auf das deutsche Kunstleben ein­dringlich vor Augen geführt wird, hatDienstag eine Million erreicht. Seit der Eröffnung reißt der Strom der Menschen nicht ab, die einen umfassenden Einblick in die überwundene Verfalls­epoche der deutschen Kunst gewinnen wollten, um den Neuaufbau voll würdigen zu können. Das Urteil der durch eigene Anschauung zum Richter Geworde­nen ist eindeutig, so daß die in dieser Lehrschau gewonnenen Erkenntnisse der breitesten Oeffentlich- keit im Ringen des deutschen Volkes um eine aroße und edle Kunst wieder einen erheblichen Fortschritt bedeuten.

Schafft Heime für

Oer Reichsjugendführer eröffnet

Berlin, 31. Aug. (DNB.) Im Haus der Deut­schen Presse eröffnete der Jugendführer des Deut­schen Reiches, Baldur v. Schirach, die Wander­ausstellungSchafft Heime für die Hitler-Jugend". Wenn die Schau auch nur ein Teil der großen Aus­stellung ist, die vom 3. September ab während des Reichsparteitages in Nürnberg zu sehen sein wird, gibt sie doch einen Ueberblick über die große Heimbeschaffungsaktion der HI. in Modellen, Plä­nen und Bildern.

Der Reichsiugendführer sagte, die Bauten, die man in der Ausstellung sehe, stammten nicht von demArbeitsausschuß für die HJ.-Heimbeschaffung". Man könne den Heimbau nicht zentralisieren und den Landschaften keine Heimbauten aufzwingen. Die Aufgabe des Arbeitsausschusses sei es, die einzelnen Gemeinden anzuregen, von sich aus Ent­würfe zu liefern, die dann auf ihre Brauch­barkeit überprüft würden. So seien hunderte von Entwürfen eingegangen, die aus der Landschaft entstanden seien. Bei der Auswahl sei manche Ein­sendung eines berühmten Architekten zugunsten der

die Hitler-Jugend."

die Wanderausstellung der HZ.

Förderung einer jungen begabten Kraft zurückge­stellt worden. Anderseits seien auch Arbeiten von jungen Menschen, wenn ihre sachliche Schulung und ihr Können nicht Schritt mit ihrer künstlerischen Be­gabung hielten, zurückgestellt worden. Wo die HI. selbst gebaut habe, habe sie im Sinne des Führers Vorbildliches geleistet. Allein aus dem Idealismus der Jugend sei em Werk erstanden, das Bewunde­rung abnötige. Man müsse sich vor Augen halten, daß Heimeim Werte von 40 000 bis 60 000 Mark entstanden seien, bei denen die tatsächlichen Kosten nur bis zu 9000 Markbetrügen. Der übrige Wert sei durch den Fleiß von Volksgenossen eingebracht worden, die diese Heime als Stätten, wo ihre Kinder sich glück­lich fühlen sollen, erbauen halfen.

Ein Rundgang durch die Ausstellung zeigte eine große Anzahl HJ-Heime in Modellen, Plänen und Bildern, in Modellen der Inneneinrichtung, in Aus­stattungsstücken der Heime usw. Die Ausstellung wird nach dem Reichsparteitag in einer großen An­zahl Gaue gezeigt werden.

OieRechtssteilung der Ausländsdeutschen

Reichsleiter Or. Frank spricht in Stuttgart.

Stuttgart, 31. Aug. (DNB.) In einer ein­drucksvollen Kundgebung in der Liederhalle ent­wickelte Reichsrechtsführer Minister Dr. Frank den auslandsdeutschen Männern und Frauen die Grundsätze der nationalsozialistischen Rechtsauffas­sung. Er wandte sich einleitend gegen die Verdäch­tigungen und Verleumdungen, die von gewissen Kreisen des Auslandes gegen den nationalsoziali­stischen Staat und seine Rechtsauffassung erhoben wurden. Vom ersten Tage der Machtergreifung an sei es das Ziel des Führers gewesen, das politische Wollen der nationalsozialistischen Bewegung i n rechtlicher Form sicherzustellen. Recht könne nur sein, was dem ganzen Volke nutze. Eine Ver­drehung und Verfälschung dieses Satzes aber wäre es, wenn man im Auslande uns die Ansicht unter­stelle, Recht sei, was ausschließlich Deutschland sich wünsche. Reichsleiter Frank ging auch auf die im Ausland so oft erhobene Frage ein: Warum Pro­zesse gegen Priester in Deutschland? Das Gewissen vor unserem Volke zwinge uns, überall mit verbrecherischen Elementen aufzuräumen, in welchem Lager sie sich auch befänden. Der Natio­nalsozialismus ehre den Glauben jedes deutschen Menschen und sichere jeder christlichen Konfession die freie Religionsausübung. Der politisierende Geislliche aber dürfe in Deutschland niemals wie­derkehren. Dr. Frank erhob den Anspruch, daß die Reichsdeutschen im Ausland auf der Grundlage der Gegenseitigkeit das uneinge­schränkte Gast recht genießen dürften, wie es Deutschland den Angehörigen anderer Nationen seit je gewährt habe. Man müsse diese Reichs­angehörigen vor allem rechtlich sicherstellen und ihnen die Möglichkeit der Anteilnahme am Geschehen der Heimat sichern. Das Bekennt­nis zum Führer und zum nationalsozialistischen Programm sei heute Inhalt deutschen Bewußtseins geworden und könne daher in keiner Rechtsordnung eines Landes ein kriminelles Delikt darstellen. Ge­gen die verfälschte Auslegung des Parteiprogram­mes der NSDAP, wie der Reden des Führers im Ausland legte Dr. Frank Verwahrung ein. Er pro­testierte gegen absichtliche Fälschungen, mit deren Hilfe man im Ausland lebende Reichsdeutsche ge­richtlich wegen ihrer Teilnahme an dem Gemein­schaftsleben der Bewegung zur Verantwortung ziehen wolle. So sei es eine Selbstverständlichkeit, daß der Nationalsozialismus keine imperialistischen Ziele verfolge und nicht daran denke, Teile ande­rer Staaten abzusplittern. Wenn man ungerecht­fertigte Behandlungsmethoden gegen die Organi­

sation der Reichsdeutschen in anderen Ländern an­wende, dann zwinge man ja Deutschland gerade, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Dann legte der Leiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDÄP., Dr. Groß, die Grundsätze der deutschen Beoölkerungspolitik dar. Selbst böswillige Kreise des Auslandes müssen zugeben, daß die Steigerung der Geburtenziffer in Deutschland eine Leistung darstellt, die kein anderes Land aufzuwei­sen hat. Dieser Geburtenanstieg ist aber nicht das Ergebnis einer Zwangspolitik, sondern der Aus­druck des Vertrauens der Nation zur Sta­bilität der Verhältnisse und andererseits der Aus­druck des Wiedererwachens der gesunden Instinkte eines Volkes, des Wiedererwachens der Freude am Kinde. Klar kennzeichnete Dr. Groß den Stand­punkt des Nationalsozialismus, der lediglich auf die Bejahung der Verschiedenartigkeit der Rassen hinausläuft.Wir glauben, daß das Art­bewußtsein, der Stolz auf die eigene Art und der Wille zu ihrer Erhaltung nicht nur eine Pflicht eines jeden Volkes gegen sich selbst, sondern auch eine Pflicht aller Völker gegen den Schöpfer ist. Es kann nicht recht fein, wenn man die vom Schöp­fer selbst geschaffene Vielfältigkeit der Arten ver­mischt."

In der Stadthalle sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Jeder Deutsche, so sagte er, trage heute das Gefühl in sich, daß es eine Lust sei, im Deutsch­land Adolf Hitlers zu leben. Der BegriffKraft durch Freude" habe von jedem deutschen Men­schen so stark Besitz ergriffen, daß er heute nicht mehr wegzudenken sei. Deutschland habe mit diesem Wort seinen Lebensanspruch in die Welt hinausgesandt. Kein Mensch könne ohne Sorgen sein, aber der nationalsozialistische Staat betrachte als sein höchstes Ziel, jedem Volksgenossen die Kraft zu geben, seine Sorgen zu meistern. Der nationalsozialistische Staat gebe jedem Volksgenos­sen das Gefühl des Geborgenseins in der Volks­gemeinschaft. Es werde alles versucht werden, auch das Auslands deutschtum in den Genuß der Einrichtungen und Peranstaltungen der NS- GemeinschaftKraft durch Freude" zu bringen. Es fei hierbei u. a. an den Austauschverkehr durch die KdF.-Schiffe gedacht, damit auch die Volksgenossen in fernen Ländern, die aus Man­gel an Mitteln keine Gelegenheit haben, nach Deutschland zu kommen, wieder einmal ihr Vater­land sehen können.

Aus aller Welt.

Oer Atlantikflug derNordwind".

Die Neuyork vorgelagerte Insel City Island, wo das deutsche KatapultschiffSchwaden- land" ankert, war der Anziehungspunkt für viele Schaulustige, die von Segel- und Motorbooten aus den Abflug des deutschen SeeflugzeugesNord- meer" und die fast gleichzeitig erfolgende Ankunft derNordwind" mit großem Interesse verfolg- ten. Wie Flugkapitän von Enael erklärte, ist auch der Flug derNordwind" durchaus normal verlaufen. Abgesehen von einem Gewitterregen während des ersten Flugdrittels habe gutes Wetter geherrscht. Unprogrammäßig sei vielleicht lediglich die schnelle Flugzeit von etwa 153/< Stun­den. Der Abschuß derNordmeer" von dem Kata­pultschiffSchwabenland" sowie das Anbordheben derNordwind", welch letztere vorher noch einen kurzen Abstecher nach Port Washington zur Erle­digung von Zollformalitäten gemacht hatte, erfolg­ten völlig reibungslos. Commander Rosendahl, der Leiter des Flughafens Lakehurft, drückte feine Bewunderung über die neue große deutsche Leistung auf dem Gebiete des transatlantischen Flugverkehrs aus und bekräftigte erneut seine Ueberzeugung über

das Zusammenwirken zwischen Luft­schiffen und Flugzeugen. Beide Flugmittel ergänzten einander. Rosendahl stellte fest, daß sein Glaube an die Verwendbarkeit des Luftschiffes un­erschütterlich sei.

Dienstag mittag um 12.05 Uhr landete in Horta (Azoren) das NordatlantikflugzeugN o r Ö m e e r", das Montag abend um 20.07 Uhr in Neuyork ge­startet war. Die Besatzung benötigte für diesen Flug 15 Stunden 58 Minuten.

Oer Afrikaflieger Karl Schwabe abgestürzt.

Der bekannte Sportflieger Karl Schwabe ist am Montag während einer Hebung als Of­fizier des Beurlaubten st andes bei der Luftwaffe mit dem Flugzeug nordwestlich Stral­sund in die Ostsee gestürzt und ums Le­ben gekommen. Die Bergungsarbeiten sind noch im Gange. Der Tod Schwabes bedeutet für die deutsche Fliegerei einen herben Verlust, denn Karl Schwabe, der er ft 1932 das Fliegen erlernte, war durch seine

Schau der Erfinder aus derLeipzigerMesse

Don Regenwächtern und Tanzkapellen, Kinderwagen und Kettenrauchern.

Die Leipziger Messe gibt immer Gelegenheit, Neuerungen kennenzulernen, die aus den Ver­hältnissen der Zeit geboren sind. So steht auch, was man in diesem Jahr in den Messehäusern fin­det, unter dem Zeichen der Notwendigkeit, Werk­stoffe zu sparen und neue Baumaterialien auszu­nutzen. Jeder weiß, daß es schwer ist, für Kühl­schränke die erforderlichen Eisenbleche zu bekom­men. Hierdurch sah sich ein Fabrikant veranlaßt, die Wände eines Kühlschrankes aus A s b e st - zementplatten zu machen. Da die Wärme­leitfähigkeit dieser Platten sehr gering ist, erreicht er damit gegenüber dem Eisen den doppelten Vor­teil der Werkstoffersparnis und der Einsparung besonderer Isolierstoffe. Damit dieser Kühlschrank in Anschaffung und Betrieb billig bleibt, ist er nicht mit Antriebsmaschinen ausgerüstet, sondern macht sich die bei der Perdunstung von Wasser entstehende Kälte nutzbar. Auf den Abstellflächen im Kühl­schrank liegen saugfähige Stoffe, die mit* Wasser getränkt werden. Eine schnelle Verdunstung des Wassers wird dadurch erreicht, daß der Kühlschrank an den Schornsteinen angeschlossen wird und an seiner Bodenfläche eine siebartige Deffnung besitzt. Auf diese Weise entsteht im geschlossenen Schrank eine Zugluft, die das Wasser zum Verdunsten bringt unb eine gute Kühlung bewirkt. Bei einer anderen Ausführung von Kühlschränken, die im Haus der deutschen Werkstoffe^ ausgestellt ist, wird für den Bau des Kühlschrankes Beton ver­wendet. Im Inneren der dicken Betonwände liegen Rohrschlangen, die an die Hauswasserleitung ange­schlossen sind. Jedesmal wenn aus dem Wasser­hahn in der Küche Wasser entnommen wird, fließt dieses erst durch die Kühlschlangen und bann zum Zapfhahn. Dieser Kühlschrank verbraucht also kein Wasser unb wirb bann befonbers gute Dienste lei­sten, wenn bie Möglichkeit gegeben ist, ihn in klei­nen Eigenheimen dort anzuschließen, wo die Haus­wasserpumpe möglichst kaltes Wasser aus der Erde fördert.

In den Braunkvhlengebieten ist der Grude­koks ein wichtiger und billiger Hausbrand. Lang­jährige Erfahrungen haben die Entwicklung eines Zimmerofens mit Grudefeuerung er­möglicht. Hierbei handelt es sich um einen Dauer­brandofen, denn er brennt mit Siner Füllung vier bis fünf Tage. Um einen Angriff der Jnnenteile durch den schwefelhaltigen Grudekoks zu vermeiden, ist der Fülltrichter des Ofens emailliert. Ein an­deres Anwendungsgebiet der ®rube findet man in einem Küchenherd, der für Grude- unb Kohle­feuerung eingerichtet ist. Die Kohlefeuerung ist für die Schnellbereitung von Speisen bestimmt, während der Grubeteil die Bereithaltung von Warmwasser unb bie Raumheizung übernimmt. Auf dem Gebiet der Heizung vollzieht sich insofern eine Umwandlung, als mit allen Mitteln die Ein­sparung von Gußeisen unb Eisenblechen angestrebt wird. Die Messe zeigt handelsübliche Ausführungen von Kachelöfen, bereu Züge vollkommen aus Scha­mottesteinen gebaut sind, sogar der Feuerungsrost besteht aus keramischen Massen. Einen weiteren Fortschritt auf diesem Gebiet bedeutet die Anfer­tigung der Ofentüren aus feuerfester Keramik.

Blutdrucksen kui^durch Sprudelbäder! Man kann sie sich selbst bereiten durch Anbringung eines Zusatzgerätes im Badezimmer. Der Apparat sorgt dafür, daß aus den auf den Boden der Badewanne gelegten Röhrchen Millionen feinster Luftbläschen durch das Badewasser emporsteigen, die den Körper massieren und die Wirkung eines Heilbades Her­vorrufen. Jedes Badezimmer ein Kurort! Verläßt man bei schönem Wetter die Wohnung, bleiben unbesorgt Fenster und Balkontüren offen. Ein un­erwarteter Gewitterguß kann diesen Leichtsinn bitter strafen. Den Folgen solcher Unachtsamkeiten ent­zieht man sich durch einen Regenwächter. Er wird von außen an Fenstern und Türen ange­bracht und bewirkt selbsttätig die Schließung von Türen und Fenstern, sobald die ersten Regentropfen fallen. Auch soll er auf Schnee reagieren, was jedoch bei hochsommerlichem Messewetter nicht unter Beweis gestellt werden konnte.

Der lenkbare Kinderwagen ist verbessert worden! Man dreht einen kleinen Griff und schon stellen sich die Vorderräder in die gewünschte Kurvenlage. Da die Kinderwagen neuerdings auch in Stromlinienform gebaut werden, erweist sich die Verbesserung der Lenkung angesichts der hohen zu erwartenden Geschwindigkeiten als eine zeitgemäße Forderung fortschrittlicher Mütter. Das Rauchen von Zigaretten hinterläßt bei lasterhafter Aus­dehnung an den Fingern braune Stellen, die der folgsame Ehemann gerne vor den sorgenden Blicken seiner Frau verbergen möchte. Zur Vermeidung der Entdeckung von Kettenrauchern hat man für die Männer eine Art Fingerhut hergestellt, der über den mit der Zigarette am meisten in Be­rührung kommenden Finger gezogen wird. Er läßt sich auch als Zigarettenzange benutzen, damit man die Rauchware bis zum letzten Zentimeter aus­kosten kann. Die Neuheit beweist, daß es an Pro­blemen, die der Lösung harren, niemals fehlt. Auch für Tanzkapellen gibt es etwas Neues: Zur Schwächung des dröhnenden Widerhalles von Trommeln ist eine Dämpfvorrichtung ge­baut worden, die im Inneren der Trommel ange­bracht, aber von außen bedient wird. Die Gestalt einer Trommel braucht also in Zukunft nicht mehr durch die Auflage eines unansehnlichen Tuches be­einträchtigt zu werden.

Wie vielseitig die Tätigkeit der Erfinder fortge­setzt ist, beweisen ferner Kleiderbügel mit Vorrichtungen zum Aufhängen von Ueber- und Unterkleidern, Wäsche, Socken und Kragen, P a ß - strümpfe zur Behebung von Fußleiden, zwei­taschige Schlüsseltaschen, zusammenfaltbare Picknickkaffer und Durchschreibe-Füll- federhalter. Manchem mögen diese Dinge als Spielereien erscheinen, die Erfinder spekulieren eben auf den unverwüstlichen Spieltrieb des Menschen. Darum ist es eben selbstverständlich, daß auch Garnknäuelhalter, als Sofa, Bett und Couch brauch­bare Liegegelegenheiten, Kopfstützen mit Sonnen­dach, verstellbare Christbaumständer und unbieg­same Stockschirme zu den unentbehrlichen Bestand­teilen einer Mustermesse gehören.

Joachim Boehmer.

drei großen Slfrifaflüge und seine erfolgreiche Teilnahme am Oasenflug weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Höchste Anerkennung fand 1933 fein kameradschaftliches Verhalten beim Oasenflug, wo er dem mitten in der Wüste not­gelandeten Engländer R o b s o n zu Hilfe eilte und trotz des bei der Zwischenlandung erlittenen Zeit­verlustes die Etappe noch als Dritter beendete. Für seinen ebenfalls 1933 durchgeführten Afrikaflug nach Kapstadt wurde Schwabe mit dem für die beste fliegerische Leistung des Jahres ausgesetzten Hindenburg-Pokal ausgezeichnet.

Dr. Goebbels' Beileid zum Tode Adele Sandrocks.

Reichsminister Dr. Goebbels richtete an die Schwester der verstorbenen Schauspielerin Adele S a n d r o ck folgendes Beileidstelegramm:

Frl. Wilhelmine Sandrock, Berlin-Charlottenburg. Zum Tode Ihrer Schwester spreche ich Ihnen meine herzlichste und wärmste Teilnahme aus. Mit Ihnen trauern Millionen Deutsche um den Verlust dieser großen Darstellerin, deren reife Kunst viele Jahr­zehnte hindurch die Menschen beglückte und erfreute.

Mit Hitler Heil.

Reichsminister Dr. Goebbels.

Das Reichstreffen der Alloeleranen.

Nach Bad Ems sind etwa 150 Altvete­ranen zum Reichstreffen gekommen. 98 Jahre zählt der älteste von ihnen, der jüngste immerhin 86. Und doch find sie frisch und munter. Zwischen die Spaziergänge im Kurhof, durch die Anlagen zum Denkmal des Alten Kaisers, zu den Sehens­würdigkeiten des Bades schieben sich Ausflüge in die nähere und weitere Umaebung. Am Montag­nachmittag wurde von der LandesgruppeRhein" des Reichskriegerbundes für die Altveteranen die nun schon zur Tradition gewordene Dampfer­fahrt auf dem Rhein durchgeführt. Der fest­lich geschmückte DampferStolzenfels" fuhr von Koblenz nach Braubach, um die dort mit einem Sonderzuge eingetroffenen Altoeteranen zu froher Rheinfahrt abzuholen. Unter Vorantritt einer Ka­pelle des Reichskriegerbundes ging der Marsch dann vom Bahnhof Braubach zur Dampferanlege­stelle. Kurz nach 16 Uhr traf der Dampfer am Deutschen Eck in Koblenz ein, wo Landesgebiets­führer Oberstleutnant a. D. Bornhausen an die in den Stein des Denkmals eingemeißelten Worte erinnerte:Nimmer wird das Reich zerstöret, wenn ihr einig seid und treu." Dann ging die Fahrt wieder zurück' nach Braubach. Am 2. September wird eine Fahrt nach dem Petersberg veranstaltet, wo eine Sedanfeier stattfindet. Der älteste der am Reichstreffen teilnehmenden Veteranen Stefan Rhein aus Oberkassel, geboren am 13. Dezember 1839 hat den Sturm auf Düppel noch mitgemacht.

Die Luther-Ausstellung in Frankfurt.

Anläßlich der Jubiläumsgeneraloersammlung des Evangelischen Bundes wurde im Ge­meindehaus der deutsch-reformierten Gemeinde die Luther-Ausstellung eröffnet. Zuerst sprach Propst Trommershausen (Frankfurt) über die Be­deutung des kirchlichen Einsatzes für die Wertung der deutschen Reformation. Der Landesverbands- leiter des Evangel. Bundes, Pfarrer Dr. Ber­ger (Darmstadt) sprach über das Zustandekommen der Ausstellung und dankte besonders im Namen des Präsidiums Pfarrer Anthes (Lampertheim), der das Material für die Ausstellung zusammen­getragen und geordnet hat. Pfarrer Heinz Frank­

furt) eröffnete die Ausstellung, deren erste Füh­rung Pfarrer Anthes übernahm. In 70 ver­schiedenen Abteilungen erhält der Besucher einen Ueberblick über Luthers Leben und Wirken. Die Umwelt der Reformation und ihre Auswirkung auf das deutsche Leben wird in 1200 Bildern ver­anschaulicht. 650 Bibelübersetzungen sind aufgelegt und vieles andere mehr. Die Luther-Ausstel­lung findet in einer Sammlung5 0 Jahre Evangelischer Bund" eine glückliche Ergän­zung. Hier wird die Entwicklung des Evangel. Bundes und feine Tätigkeit dargestellt.

Baut Radfahrwege!

Lpd. Wie notwendig die baldige Inangriffnahme großzügiger Radwegebauten besonders in den Städten ist, geht daraus hervor, daß die Radfahrer bei V e r k e h r s u n f ä l l e n das weitaus größte Kontingent hinsichtlich der Verletzten und Toten stellen. So wurden im Jahre 1936 ins­gesamt 91 000 Radfahrer verletzt und 2300 Rad­fahrer getötet. Wie ausschlaggebend der Radwege­bau für die Minderung dieser Unfallziffern ist, wird von der Feststellung beleuchtet, die Professor Wolff (Halle) machte, wonach der Bau von Radwegen ein Sinken der Unfallziffer im Ver­hältnis 10:1 veranlaßt. Das heißt: gäbe es die in Deutschland als unerläßlich betrachteten rund 40 000 Kilometer Radwege, dann hätten im Jahre 1936 2070 rädfahrende Volksgenossen nicht ihr Leben lassen müssen und 91 000 radfahrende Volks­genossen wären nicht an Leib und Gut geschädigt worden.

Ein deutsch-englisches Iugendlager am Edersee.

In dem neuerbauten Bootshaus der Uni­versität Marburg am Edersee fand in den letzten 14 Tagen ein deutsch-englisches Jugendlager statt, welches vom Stellenleiter für Auslandsdeutsch­tum des HI.-Bannes Marburg geführt wurde. Deutsche und englische Jungen verlebten die 14- tägige Lagerzeit in echter Kameradschaft und unter­nahmen verschiedene Fahrten durch das Hessenland. Den Abschluß des Lagers bildete jetzt eine Fahrt nach Frankfurt a. M., wobei unterwegs die Ruinen von Kloster Arnsburg und Münzen- berg, die Saaldurg und eine im Bau befind­liche Teilstrecke der Reichsautobahn besichtigt wur­den.

100 000-Reichsmark-Gewinn gezogen.

100 000 Reichsmark fielen in der Mittwoch-Vor­mittagsziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassen­lotterie auf das Los Nr. 220 697. Das Los wird in der ersten Abteilung in einer Berliner Ein­nahme in Achtellosen und in der zweiten Abteilung in einer schlesischen Lotterieeinnahme in Achtel­losen gespielt.

Blutter und Tochter verbrannt.

In einer Scheune in Iramin bei Bozen brach tin Feuer aus, bas auch eine Wohnung des be­nachbarten Hauses ergriff. Dort schliefen eine 55 Jahre alte Witwe und ihre 23 Jahre alte Tochter. Sie wurden vom Brand überrascht und konnten sich nicht mehr retten. Beide erlitten den Vcrbrennungstod.

Bisher 91 Todesopfer der britischen Luftwaffe im Fahre 1937.

In Cambridge stießen zwei Kampfflugzeuge zusammen, wobei die eine Maschine in Stücke brach unb abstürzte. Der Flugzeugführer wurde getötet. Dem zweiten Flugzeug gelang es zu landen. Mit