Einzelbild herunterladen

Nr. 203 Erstes Matt

187. Zahrgang

Mittwoch, 1. September 1037

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

Monats-Vezugspreir:

Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Gießen poftschecktonto:

Sronlfurt am Main 11686

GiesMer Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange in Stehen. 8chrtstleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 50Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/o mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Das Programm des Reichsparieitages.

Oie Folge der Veranstaltungen in Nürnberg vom 6. bis 13. September.

Berlin, 31 Aug. (DNB.) DieNationalsozia­listische Parteikorrespondenz" veröffentlicht das fol­gende Programm des diesjährigen Reichspartei­tages.

Montag, den 6. September.

15.30 Uhr: Empfang der Preffe im Kultur­vereinshaus durch den Reichspreffechef der NSDAP.. Dr Dietrich.

16 Uhr: Eintreffen des Führers.

17.3018 Uhr: Einläuten des Parteitages durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs.

18 Uhr: Empfang des Führers und Reichskanzlers in Anwesenheit der Vertreter der NSDAP und der Reichs- und Staatsbe­hörden im Großen Rathaussaal.

19.30 Uhr: Im Opernhaus Festaufführung Die Meistersinger von Nürnberg".

Dienstag, den 7. September.

9.30 Uhr: Vorbeimarsch der HI.-Bannfahnen vor dem Führer am Deutschen Hof

11 Uhr: Feierliche Eröffnung des Par­teikongresses der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in der LuitpoldHalle.

16 Uhr: Eröffnung der A u s st e l l u n gNürn­berg, die deutsche Stad 1". Von der Stadt der Reichstage zur Stadt der Reichs­parteitage. Im Germanischen Museum, Kornmarkt 1.

16 Uhr- Tagung des Fachamtes NSBO und des HauptamtesHandel und Handwerk" im Gro­ßen Rathaussaal.

16 Uhr: Beginn desKr a f t - d u r ch-Freude"° Volksfestes am Valznerweiher in der KdF -Stadt. (Das KdF.-Volksfest findet bis Samstag, den 11. September, täglich von 16 Uhr statt.).

20 Uhr Kulturtagung im Opernhaus.

Mittwoch, den 8. September.

10 Uhr: Appell des Reichsarbeits- d i e n st e s auf der Zeppelinwiese

13.30 Uhr: Abrücken zum Marsch durch die Stadt.

16 Uhr: HJ-Führertagung im Großen Rathaus­saal

18 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses 2021.30 Uhr: Stand ko nzert am Adols-Hitler-Platz, ausqeführt von dem Musikkorps der 1. und 2 Marineunteroffizier-Lehrabteilung.

Donnerstag, den 9. September.

8 Uhr: Tagung des Amtes für Kommunalpoli­tik in der Kongreßhalle.

10 Uhr: Eröffnung der NS.-Kampf­spiel e und Grundsteinlegung des neuen Stadions durch den Führer.

10.30 Uhr: Vorkämpfe zu den NS-Kampfspielen im Stadion, auf dem Sportplatz Zabo, auf dem Ererzierplatz Tennenlohe bei Erlangen, auf dem Schießstand in Feucht und auf dem Schießstand in Erlenstegen

11.30 Uhr: Tagung des NS.-Studentenbundes im Kulturvereinshaus.

11.30 Uhr: Tagung des Hauptorganisations-, Haupt- schulungs- und Hauptpersonalamtes im Opern­haus

11.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Erzieher fNS.-Lehrerbund) im Herkulessaal.

16 Uhr: Fortsetzung des Parteikongreffes.

20 Uhr: Antreten des Fackelzuges derPo - l i t i s ch e n Leiter auf der Deutschherrn- wiese.

21 Uhr: Vorbeimarsch vor dem Führer am Deut­schen Hos.

Freitag, den 10. September.

7.30 Uhr: Arbeitstagung des Reichsrechtsamtes der NSDAP, im Kulturvereinshaus.

8.45 Uhr: Polizei-Auf- und Vorbei­marsch vor dem Führer am Deutschen Hof.

9 Uhr: Tagung der Gauschatzmeister und Kreis- Kassenleiter der Partei (Rechenschaftsbericht 193'6) im Opernhaus.

9 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Beamte im Herkules-Saal.

ab 10 Uhr: Fortsetzung der Dorkämpfe zu den NS.- Kampfspielen.

10.30 Uhr: Fortsetzung des Parteikongreffes.

13 Uhr: Tagung der Presseamtsleiter und Presse- referenten im Großen Rathaussaal.

14.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Volksge­sundheit im Herkules-Saal.

14.30 Uhr: Tagung der NS-Kriegsopferversorgung im Kulturvereinshaus.

14.30 Uhr: Tagung der Parteigerichtsvorsitzenden im Opernhaus.

16 Uhr: Tagung der NS.-Frauenschaft in der Kongreßhalle'

20 Uhr: AppellderPolitifchenLeiter auf der Zeppelin-Wiese

Samstag, den 11. September.

9.30 Uhr: Appell der HI. in der Hauptkampf­bahn des Stadions.

11.30 Uhr: 5. Jahrestagung der DAF. in der Kongreßhalle.

15 00 Uhr: Hauptkämpfe der NS. - Kampf­spiel e in der Hauptkampfbahn des Sta­dions in Anwesenheit des Führers.

16.00 Uhr: Haupttag des K d F. - V o l k s f e st e s am Valzner-Weiher in der KdF -Stadt.

18.00 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses.

20.00 Uhr: Feuerwerk am Dutzendteich.

Sonntag, den 12. September.

8.00 Uhr: Appell der SA., SS., NSKK. und NSFK. in der Luitpoldarena.

11.30 Uhr: Vorbeimarsch am Adols-Hitler-Platz.

Montag, den 13. September.

5.00 Uhr: Erste Vorführung der Wehrmacht.

8.30 Uhr: Tagung der Gauamtsleiter des Haupt­amtes für Technik im Sitzungssaal des Rat­hauses.

9.00 Uhr: Tagung der NSV. in der Kongreßhalle.

9.00: Tagung des Amtes für Agrarpolitik im Katharinenbau

9.00 Uhr: Tagung der Kommission für Wirt­schaftspolitik im Kultur-Vereinshaus.

10.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Technik im Großen Rathaussaal

11.00 Uhr: Tagung der Gau- und Kreispropa­gandaleiter im Herkules-Saal.

11.30 Uhr: Tagung der Gau- und Kreisleiter im Opernhaus.

14.00 Uhr: Vorführungen der Wehr­macht. Paradeaufstellung der Truppenteile. Meldung an den Führer. Gefechtsvorführun­gen der Wehrmacht. Es werden u. a. gezeigt:

Abwehr von Luftangriffen durch Flakartille­rie. Vorbeiflug aller teilnehmenden fliegenden Verbände der Luftwaffe. Vorführungen eines Kavallerieregimentes. Einfahren und Gefecht eines Panzerregimentes. Nachrichtendienst auf dem Gefechtsfeld. Kampf von Kradschützen und Panzerspähwagen. Auffahren und Darstellung der Feuerart bespannter und motorisierter Artillerie. Vorführungen einer Panzerabwehr­abteilung. Gefecht der Infanterie und Einsatz von schweren Waffen, Panzerabwehr, Pio­nieren und Panzerkampfwagen. Vorbei­marsch vor dem Führer.

19.00 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Par­te i k o n g r e s s e s.

24.00 Uhr: Großer Zapfenstreich der Wehrmacht, ausgeführt von sämtlichen am Reichsparteitag teilnehmenden Musik­korps vor dem Führer am Deutschen Hof. Programm: Anmarsch mit Badenweiler Marsch, 1. Marsch Bayerischer Defiliermarsch, 2. Marsch Fridericusmarsch. Großer Zapfen­streich. Deutschlandlied und Horst-Wessel-Lied. Abmarsch: Zapfenstreich-Marsch.

Modell der Konareßhalle in Nürnberg.

Ein Blick in den Jnnenraum der Kongreßhalle in Nürnberg nach dem Modell, das der Führer genehmigt hat. (Scherl-Bilderdienst-M.)

V.

W

Moskau hetzt in aller Welt?

Eine antibolschewistische Schau auf dem Neichsparteitag in Nürnberg.

Nürnberg, 31. August. (DNB.) Im Rahmen des Reichsparteitages 1937 veranstaltet die Reichspropagandaleitung der NSDAP, vom 5. bis 26. September in der N o r l s h a l l e in Nürnberg eine große Antibolschewistische Ausstellung, die bisher noch nie gezeigtes Material bringt, das in gründlicher und langwieriger Vor­arbeit von maßgebenden Stellen der Partei, der Behörden und Sachkennern zusammengetragen wurde. Allen Volksgenossen soll klar und eindeutig ein Bild von der verderbenbringenden Wühlarbeit der kommunistischen Internationale gegeben wer­den. Mit der Ausgestaltung der Schau wurde der Leiter des Instituts für Deutsche Kultur- undWirt- schaftspropaganda, Architekt Parteigenosse Walde­mar Steinecker, betraut

Streik, Terror und blutige Aufstände setzen die Welt in Brand. Hinter ihnen steht eine Macht, die sich drohend über die Geschicke aller Völker erhebt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, durch ein wahnsinniges Zerstörungswerk die Weltherrschaft aufzurichten. Mit zynischer Offenheit hat der Kom­munismus immer wieder seine wahren Absichten unverhüllt zu verstehen gegeben. In der Sitzung der kommunistischen Internationale auf dem 6 Weltkongreß der Komintern im Jahre 1928 wurde erklärt:Die kommunistische Internationale (Komintern) ist eine einheitliche kommu­ni st i s ch e Weltpartei. Sie setzt sich zusam­men aus den kommunistischen Parteien der ver- chiedenen Länder." Die furchtbare Bedeutung die- es Satzes für die Völker der ganzen Welt wird dem Besucher der Ausstellung sofort eindringlich nahe gebracht, wenn ihm in der Eingangshalle diese Worte entgegenleuchten. Die kommunistische Internationale hat sich das Ziel gesteckt, in allen Ländern der Erde immerwährend Unruheherde zu schaffen und Zwiespalt und Bruderhaß in die Völker zu tragen. Eine Erdkugel von zehn Meter im Durchmesser gibt in plastischer Weise die Erdteile und Länder wieder, die der Bolschewis­

mus mit seiner Blutherrschaft bedroht. Leicht sind die Drahtzieher zu erkennen, die von Moskau aus ihre Fäden über die ganze Erde spannen.

In einem anderen Raum wird auf die Wahn­vorstellung hingewiesen, daß das Judentum das auserwählte Volk Gottes fei. Das Judentum, entstanden in Palästina, hat nicht nur Recht, Sitte, Kunst und Kultur im Sinne seiner asiatisch-orienta­lischen Rassenmischung verfälscht, sondern auch das Blut seiner Wirtsvölker zersetzt. In einem anderen Ausstellungsraum wird auf die Entstehung der kommuni st ischen Irrlehre eingegan­gen. An geschichtlichen Einzelbeispielen zeigt sich überall das gleiche Bestreben des Judentums nach Verwirklichung seiner Weltherrschaft. Ein großes Bild stellt den Verkünder derHeilslehre", den Ju­den Karl M a rx - Mardochai, dar. Bilder Le­nins und seiner jüdischen Helfershelfer, Bild­berichte und Zeitdokumente geben einen Einblick in die Not und Verzweiflung, die die rote Blutwelle mit sich gebracht hat und in vielen Ländern der Welt noch mit sich bringt.

Ein aufsteigender Bilderfries veranschaulicht die fortschreitenden Aktionen in allen Erdteilen und Ländern. Nur wenige Völker haben den Mut zum Kampf gegen den Bolschewismus. Der Rufer in diesem Kampf um die Freiheit der Erde, um die Reinheit ihrer Kultur aber ist Adolf Hitler, der auf dem Reichsparteitag der Ehre das Mahn­wort an alle Völker zu einer geschloffenen Abwehr­front gegen den Bolschewismus richtete. Wie sich dasSowjetparadies" auswirkt, das zeigen in einem großen Raum nüchtern und klar erschütternde Dokumente und Bildberichte aus Sowjetruß­land. Die Aufbauarbeit des Führers wird dieser Schreckensherrschaft gegenübergestellt. Großphotos zeugen von dem Glück und der Zu­friedenheit, die in allen Teilen des Reiches anzu­treffen sind. In einer Sonderabteilung wird auch her Abwehrkampf zur Darstellung gebracht, ben 9taHen gegen den Bolschewismus fuhrt.

(Snqlanb und her Kerne Osten.

Schon vor Ausbruch des japanisch-chinesischen Konfliktes kam in der englischen Öffentlichkeit un­verkennbar die Sorge darüber zum Ausdruck, wie in Zukunft das englische Imperium seine Welt­machtstellung auch auf der östlichen Halb­kugel aufrechterhalten könne. Die jetzigen Vor­gänge in China beweisen, wie brennend diese Frage unter Umständen sehr schnell einmal werden kann oder besser gesagt, schon geworden ist. Die Erörte­rungen gehen darauf hinaus, daß, abgesehen vom Ausbau von Singapore, Hongkong und Port Darwin, auf die Dauer eine schlagkräftige Ferno st-Flotte nötig sein werde, um den Bestand des britischen Imperiums zu gewährleisten.

In diesem Zusammenhänge verdienen die Dar­legungen, die Hector B y w a t e r , ber als Marine­mitarbeiter besDaily Telegraph" oft als Sprach­rohr ber Admiralität gilt, in der MonatsschriftThe Navy" macht, besondere Beachtung. Einmal, weil in ihnen auch die deutschen Seeinteressen berührt und weiter die britischen Seestreitkräfte im Fernen Osten kritisch beleuchtet werden. Er gliedert seine Gedankengänge in zwei Teile: Die Lage im Atlantik und die Lage im Großen Ozean. Zur Lage im Atlantik führt er u. a. aus: Deutschlands Flotten­rüstungen und seine kolonialen Ansprüche übten schon heute auf die strategische Lage im östlichen Atlantik einen tiefgehenden Einfluß aus. Jrn west­lichen Atlantik gebe die Lage infolge der stets guten Beziehungen Englands mit den Vereinigten Staaten keinerlei Anlaß zu Besorgnissen.

Dagegen ist die marinepolitische Lage im Stil­len Ozean durchaus unbefriedigend. Wenn der Flottenstützpunkt Singapore im Jahre 1939 fertig sein wird, betragen die Gesamtkosten mindestens 16 Millionen Pfund. Die Marineanlagen in Seletar sind so außerordentlich umfangreich es besteht allein gleichzeitige Dockungsmöglichkeit für drei Schlachtschiffe jeder Größe, daß logischerweise hier eine erstklassige Flotte stationiert werden muß. Das erfordert schon die strategische Lage des Platzes. Damit erhebt sich die Frage: Woher nehmen wir die Schiffe für die neue Flotte? Von unseren 15 Schlachtschiffen kann man jeweils immer mindestens drei als in Reparatur ober Um­bau befindlich und daher als nicht verfügbar an­nehmen. Die verwendungsbereiten Schiffe sind je zur Hälfte auf die Heimat- und Mittelmeerflotte verteilt und sind dort kaum entbehrlich. Die fünf in Bau befindlichen bzw. bewilligten Schlachtschiffe finb nicht vor 1940 fertig. Dann erst, d. h. in vier Jahren, haben wir einige Schlachtschiffe ver­fügbar, die den Kern einer auf Singapore sich stützenden pazifischen Flotte bilden könnten."

Dann fährt Hector Bywater besorgt fort:So einfach aber ist die Lage leider nicht." Und er zählt mit besorgter Miene die großen Schiffe zusammen, die im Jahre 1940 Deutschland und Ita­lien haben werden, um zum Schluß zu gelangen, die britische Heimat- und Mittelmeer­flotte müsse noch st ä r k e r gemacht werden. Weiter heißt es:Die britischen Interessen im Fernen Osten sind heute in keiner Weise geschützt. Im Falle eines Krieges würden die Seestreitkräfte im Fernen Osten zweifellos zusammengezogen wer­den, d. h. sieben schwere Kreuzer mit 20,5-Zenti- meter-Geschützen, acht leichte Kreuzer mit 15,5- Zentirneter-Geschützen, zwei Flugzeugträger, sechzehn Zerstörer, fünfzehn Kanonenboote und vierzehn U- Boote. Auf dem Papier eine ganz ansehnliche Streitmacht, der es aber an Rückgrat fehlt in Form von Schlachtschiffen. Die Möglichkeit der Detachierung von Schlachtschiffen aus den euro­päischen Gewässern nach dem Fernen Osten würde von ber politischen Lage in Europa abhängen. Mit anberen Worten: Das schwächste Glieb in der Kette der Reichsverteidigung liegt im Fernen Osten, und bie Schaffung einer Schlachtflotte in jenen Ge­wässern ist von überragenber Bebeutung."

Die Ausführungen in berNavy" kranken dar­an, daß sie mit einer Gegnerschaft Deutschlands wie mit einer naturgegebenen Selbstverständlichkeit rechnen. Eigentlich hätte schon das deutsch-englische Flottenabkommen vom Jahre 1935 die Engländer eines Besseren belehren können, in dem Deutschland aus freien Stücken den einzigen bisherigen wirk­lichen Beitrag zum Weltfrieden geliefert hat. Dor allem aber würde ein Eingehen auf den Friedens- plan des Führers vom 31. März 1936 auch dem englischen Imperium viele Sorgen ersparen. Das Weltecho auf die Vorschläge des Führers ist aber leider bisher ausgeblieben. Wenn England in seine militärische Rechnung die Gegnerschaft von Deutschland und Italien ohne weiteres einstellt, so müßte es eigentlich den MachtfaktorFrank­reich" als Äkttvposten für sich buchen. Aber bei allen englischen und auch französischen Erörterun­gen militärpolitischer Art in der jüngsten Zeit kann man beobachten, daß zwar Deutschland und Italien immer als Gegner von England oder Frankreich figurieren, die enge Freundschaft zwischen England und Frankreich aber einfach, als ob sie nicht vor­handen wäre, übergangen wird. Dieses System ist zwar bequem, aber doch sehr anfechtbar. Es hat für England und Frankreich den Vorteil, immer dasböse Deutschland" und Italien für die eigene Ausrüstung verantwortlich zu machen. Die welt­politische Lage im Jahre 1940 ober 1941 kennt fein Mensch. Unter diesem Gesichtswinkel gewinnen die vorstehenden Darlegungen über die Stellung Eng­lands im Fernen Osten erhöhte Bedeutung.

Nauticus.

Englische Bevölkeruncissorgen

London, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf einer Tagung derVereinigung der Gesundheits­inspekteure" in Brighton hielt der Vorsitzende Leonhard Hill eine Rebe über bas Bevölkerungs-