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etwas niedriger gelegenen als die beiden anderen Wasserbehälter in der Nachbarsgemeinde Michelnau angeschlossen ist. Man plante die verschiedensten Maßnahmen zur Behebung des Mißstandes, jedoch scheiterten alle Pläne ihrer Kostspieligkeit halber. Seitdem man jedoch mit dem 1. April d. I. die Anbringung eines Wassermessers bei jedem Haus­anschluß zur Pflicht des Hausbesitzers gemacht hat, ist endlich Wandel geschaffen. Wasser ist an sich hinreichend vorhanden, die Sammelbecken können sogar das Quellwasser nicht restlos fassen. Wenn nun trotz sehr langer Trockenheit der in Betracht kommenden Monate April und Mai das edle Naß in genügender Menge vorhanden ist, so dürfte un­zweifelhaft mit dem Wassermesser das Problem des Wassermangels gelöst sein, da sich nun die Kosten des Wasserverbrauchs nach der Kubikmeteranzahl richten. Die Bevölkerung wird damit zu einiger Sparsamkeit im Wasserverbrauch angehalten.

Kreis Wetzlar.

£ Launsbach, 1. Juli. Unser Mitbürger Jo­hannes Schmidt wird morgen 75 Jahre alt. Der Jubilar Schmidt ist noch bei bester Gesundheit und- verrichtet in Haus und Hof noch alle Arbeiten. Auch wirkt er noch aktiv im Gesangverein mit upd versäumt keine Singstunde.

* Dutenhofen, 30. Juni. Dieser Tage feierte der hiesige Männergesangverein sein 6 0 j ä h r i g e s B e st e h e n. Das Jubiläum, das in kleinerem Rahmen gefeiert wurde, fand in dem Ver­einslokal der GastwirtschaftJagdschlößchen" statt. Hierzu waren zwei Gesangvereine von auswärts ein­geladen und erschienen. Ferner waren sämtliche Orts­vereine eingeladen. Die Vereine wurden von ihrem Stammlokal bzw. vom Bahnhof abgeholt und unter Vorantritt einer Musikkapelle zum Kundgebungs­platz, zur Dorflinde, gebracht. Dort fand eine öffent­liche Kundgebung zur Pflege des deutschen Liedgutes statt. Viele Volksgenossen hatten sich eingefunden. Der gastgebende Verein sang zunächst ein Begrü­ßungslied. Dann hielt der Dereinsvorsitzende Karl A g e l eine Ansprache. Er schilderte den Werdegang des Vereins während der vergangenen 60 Jahre und ermahnte die Sänger, auch weiterhin dem deut­schen Liede treu zu bleiben. Nach einigen, von den einzelnen Vereinen vorgetragenen Liedern, die alle reichen Beifall unter ben vielen Zuhörern hervor­riefen, sprach dann auch der hiesige Bezirksführer

des Deutschen Sängerbundes. In seiner Ansprache stellte er besonders den deutschen Männergesang und das deutsche Liedgut als Kulturwerte unseres Volkes heraus. In dasSieg-Heil!" auf Führer, Volk und Vaterland stimmten alle Volksgenossen ein. Der Dirigent des gastgebenden Vereins, der auch die beiden auswärtigen Gesangvereine diri­gierte, leitete dann einen Massenchor, der zwei Lie­der brachte, deren eins von einem Trompetensolo begleitet wurde und besonderen Beifall fand. Ge­meinsam unter Vorantritt der Musikkapelle wurde nach dem Festlokal abmarschiert. Hier fand sich eine große, sangesfreudige Gemeinschaft zusammen. Bei Gesang und Tanz und weiteren Ansprachen verlebte man einige schöne Stunden.

Betriebssport marschiert!

Erste Kundgebung im Gau Südwest.

Der 30. Juni 1937 wird in Zukunft als ein Mark­stein in der deutschen Sportbewegung angesehen werden. Es ist der Tag, an dem auf Grund des zwi­schen dem Reichssportführer von Tschammer und Osten und dem Reichsleiter der Deutschen Arbeits­front Dr. Robert L e y getroffenen Abkommens zum erstenmal einheitlich in allen Gauen des Reiches Kundgebungen stattfanden, die dem Zweck dienten, den Sport innerhalb jedes einzelnen Betriebes fest zu verankern. Es ist das Ziel dieses Abkommens, künf­tig jeden schaffenden Deutschen in die allgemeine Sportbewegung emzugliedern und in Wahrheit ein Volk in Leibesübungen zu schaffen.

Die Frankfurter Adlerwerke waren da­zu ausersehen, im Gau Südwest die erste derartige Kundgebung durchzuführen und dabei die erste auf Grund des oben genannten Abkommens gegründete Betriebs-Sportgemeinschaft zu eröffnen. Dicht ge­drängt standen die Angehörigen des Betriebes am Mittwochnachmittag in der weiten, festlich geschmück­ten Halle, als unter den Klängen des Nibelungen­marsches die Fahnenträger und die bereits sport­treibenden Mitglieder der Adlerwerke einmarschier­ten. Nach kurzen Begrüßungsworten des Betriebs­obmannes an die anwesenden Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, der Be­hörden, und nicht zuletzt der Deutschen Arbeitsfront, überbrachte SA.-Truppführer Topp als Vertreter des Gausportführers die Grüße des Neichssportfüh-

rers und des Sportbeauftragten für den Gau Süd­west. Auf die Entwicklung der deutschen Leibesübun­gen und ihre Bedeutung für die Gesunderhaltung unseres ganzen Volkes eingehend, wandte sich Trupp­führer Topp anschließend den Betriebs-Sport­gemeinschaften selbst zu. In ihnen schlummere ein ungeheures Kräftereservoir, das auch im Hinblick auf die uns vom Führer gestellten Aufgaben im inter­nationalen Sport erschlossen werden müsse.

Ein Beispiel von den in den Betrieben noch un­entdeckten Sportgrößen gab der Gauobmann der DAF., Willy Becker, in seiner Rede. Aus dem Hause der Deutschen Arbeitsfront sei vor einiger

Zeit ein Mädchen, zukll erstenmal auf den Sportplatz gekommen, das unverkennbare Veranlagung zum Speerwerfen zeigte und nach wenigen Hebungen bereits dicht an die von Tilly Fleischer erzielten Lei­stungen herankam.

Im Namen des Betriebsführers der Adlerwerke erklärte der stellvertretende Betriebsführer Direktor B a f f o n g, daß selbstverständlich auch von der Lei­tung des Werkes der große Wert einer sporttreiben­den Gefolgschaft anerkannt und alles getan werde, um die neugegründete Betriebs-Sportgemeinschaft zu unterstützen und zu fördern.

Wieder deutsche Ruderer auf der Henley-Regatta

Der Olympia-Achter der RG. Wiking-Berlin ist bereits in Henley eingetroffen, wo er sich an der großen Regatta beteiligt. Hier sehen wir die Berliner, im Begriff, ihr Boot zu Wasser zu bringen, um für den / Kampf zu trainieren. (Atlantik-M.)

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Melange, franz., Bedeutung: Ge: misch, auf deutsch Milchkaffee.

Melanie, weibl. Vorname griech. Herkunft mit der Bedeutungdie Schwarze".

Mcldewefen. Jeder Wechsel der Wohnung oder des Wohnorts muß bei der Polizei angemeldet werden. S. An- und Abmeldung, Krankenversicherung.

Melitta, weibl. Vorname griech. Herkunft mit der Bedeutungdie Biene".

Meltau, fälschlich auch Mehltau, Schimmelpilz, der Blättern einen weißlichen Überzug anhaftet und sie kränkeln läßt. Man besprengt die betroffenen Pflanzen bei war­mem Wetter und bestäubt sie mit Schwefelblüte. Von Meltau be­fallene Rebstöcke müssen ausgiebig geschwefelt werden.

Menage, sranz., Bedeutung: Ver­pflegung: Gestell, in dem Eßtöpfe getragen werden, aber auch eine Zusammenstellung von Salz- und Pfeffernäpfen mit Essig- und Ol- flaschen.

Menagerie, Ausstellung leben­der, meist ausländischer Tiere.

Mendel, ein Augustinerpater aus Brünn, hat die Vererbung ge­wisser Anlagen genau studiert, und darüber bestimmte Gesetze aufgestellt, die später nach ihm

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benannten Mendelschen Gesetze. Diese Gesetze haben sehr große grundlegende Bedeutung für das Studium der Vererbung von Krankheiten von einer Genera­tion auf die andere. Sie besagen: Sind zwei gekreuzte Tier- oder Pflanzenarten in bezug auf ein Merkmal verschieden, so zeigen die Nachkommen der ersten Gene­ration fast alle nur das Merkmal eines der beiden Eltern. Diefes Merkmal ist dasdominierende", es vererbt sichdominant", wäh­rend das andere Merkmal schein­bar verschwunden ist, es beißt rezessiv". In der zweiten Gene­ration kommen aber die Merk­male beider Großeltern in einem bestimmten Zahlen - Verhältnis wieder zum Vorschein, siespal­ten sich auf".Spaltungsregel".

Mennige, giftige Bleiverbin­dung, deren Anstrich Eisen vor dem Verrosten schützt. Rohre, die einen anderen Anstrich erhalten, werden mit Mennige vorgestri­chen. Mennige mit Werg wird zum Abdichten von Rohrver­schraubungen benutzt.

Menthol, Pfefferminzölkampfer, ist im Pfefferminzöl enthalten, wirkt kühlend und lindert Husten­reiz. Menthol wird daher Husten­bonbons zugesetzt und ebenfalls Migränestiften, mit denen man bei Kopfschmerz die Schläfen ein­reibt.

Menu, entbehrliches französisches Fremdwort für Speisenfolge.

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