Schutz erhalten Gegen aufsteigendes Grundwasser ist eine verhältnismäßig billige Isolierung mit guten Isolierstoffen, wie Asphalt, Goudron, Walzblei usw. durchzuführen Oberflächenwasser kann eoenfalls durch verhältnismäßig einfache Konstruktion und geringe Geldausgaben oom Gebäude ferngehalten werden dadurch,'-daß die Gebäude mit Dachrinnen versehen und, wenn irgend möglich, mit einem Dränagestrang umgeben werden. Wenn dies aus technischen Gründen nicht möglich ist, so ist auf alle Fälle darauf zu achten, daß das Erdreich nach dem Gebäude au in etwa einem Meter Abstand angeböscht wird. Anfallendes Regenwasser versickert nämlich sehr oft in unmittelbarer Nähe des Gebäudes im Erdreich und steigt in dem Mauerwerk wieder hoch. Schwammschäden und Holzzer- störungen sind oft die Folgen. Allgemein ist die Feststellung zu machen, daß Die Dachüberstände der neueren Gebäude sowohl an den Giebeln, als auch an den Traufseiten weit geringer als bei älteren Bauten sind. Das dauernde Durchnässen der Umfassungswände, wenn auch nur in der äußeren Zone, zerstört diese allmählich. Der geringe Dachüberstand setzt das Gebäude sehr stark den Witterunaseinflüs- fen aus, so daß Reparaturkosten infolge Ausbesse
rung der Gebäude alljährlich die Wirtschaft stark belasten. Ebenso wenig wie unreife Früchte geerntet werden, muß auch aus alle Fälle vermieden werden, daß nichttrockene Hölzer zum Bauen zur Verwendung kommen.
Der Reichsnährstand wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Berufsorganisationen in Erkenntnis der zum Teil recht betrüblichen baulichen Verhältnisse in großem Umfange eine Werbeaktion zur einwandfreien Ausführung insbesondere von Kellern, Vorratsräumen, sowie der baulichen Anlagen im allgemeinen, durchführen. Pfuscharbeit und Uebervorteilung des Auftraggebers müssen ebenso sehr durch solide Ausführung und gerechte Preisbildung ersetzt werden, wie anoerseits an die Bevölkerung der Ruf ergeht, durch die Bewilligung gerechter Preise mitzuhelfen, die Voraussetzungen für die einwandfreie Ausführung der Arbeit zu schaffen Durch einwandfreie Gebäudeausführung muß die Techniker- und Handwerkerschaft zu ihrem Teil dazu beitragen, im Rahmen der Erzeugungsschlacht die Erträgnisse des Ackers und der Viehhaltung vor Verlust zu schützen und unproduktive Ausgaben zur Beseitigung von Bauschäden zu verhüten.
Berflörer 5 „Paul Jacobi" in Dienst nestelst.
Bei der A. G. Weser in Bremen wurde als erstes Schiff der 2.Zerstörer-Devision derZerstürerS „Paul Jacobi" durch den Chef der Division, Fregattenkapitän Bonte, feierlich in Dienst gestellt. Admiral Sö-uchon, der Ches der Mittelmeerdivision im Weltkriege, war als Ehrengast erschienen. (Scherl-Bilderdienst-M.)
SJL-^pont
Boxkampf Schmeling-Farr Ende August.
Der von der Internationalen Boxunion als Welt- meisterschaftskampf im Schwergewicht anerkannte Kampf zwischen Max Schmeling und Tommy Farr (England) ist vom 9. August um drei Wochen verlegt worden. Bei den mit den englischen Veranstaltern in Berlin geführten Verhandlungen hat Schmeling darauf gedrungen, daß der Kampf um den höchsten Titel, den die Boxsportwelt zu vergeben hat, erst Ende August stattfinden soll. Man kam schließlich überein, den Weltmeisterschaftskampf an einem der Tage zwischen dem 30. August und dem 1. September im Londoner White-Elty- Stadion durchzuführen.
Rosemeyer begeistert in USA;
Einen ganz ausgezeichneten Eindruck haben die deutschen Rennfahrer beim ersten Training zum Danderbilt-Pokal-Rennen in Neuyork hinterlassen. Bernd Rosemeyer setzte mit einer Geschwindigkeit von 252 km/st auf der Geraden der 5364 Meter langen Rundstrecke des Roosevelt-Field die Amerikaner in Erstaunen. Da die Bahn aber nur zwei furxe Geraden und sieben Kurven aufweift kam Rosemeyer über 30 Runden nur auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 143 km/st. Caracciola (Mercedes-Benz) rundete die Strecke 40maI und erreichte einen Durchschnitt von 143,05 km/st; der
Zweite Mercedes-Benz-Fahrer, Richard Seaman, brachte es auf 139,94 km/st. Die Deutschen wurden nur von dem kleinen, wendigen Alfa Romeo des Amerikaners May übertroffen, der schon 30 Tage auf der Strecke trainiert und einen Durchschnitt von 144,9 km/st erzielte. Die Spezialwagen der Amerikaner kamen an diese Geschwindigkeiten bei weitem nicht heran. Von den Italienern ging nur Sarina über die Bahn und fuhr über 20 Runden einen Durchschnitt von 142,42 km/st heraus.
17. und 18. 3ult:
Sporttag der GA.-Gtandarte 116.
Am 17. und 18. Juli findet auf dem Universitäts- Sportplatz der Sporttag der SA.-Standarte 116 statt. Der Tag wird auch die Ausfcheidungskämpfe für die NS.-Kampffpiele in Nürnberg bringen.
Es ist folgende Zeitfolge vorgesehen:
Samstag, 17. Juli: Schwimmwettkämpfe; 200- und 400-Meter-Hindernislauf; Einzelkampf in Pistolen- und Kleinkaliberschießen.
Sonntag, 18. Juli, vormittags: 15- Kilometer-Mannschafts-Gepäckmarsch; 10-Kilometer- Gepäckmarsch; Keulen-Weitwurf; Kleinkaliberschießen; 250-Meter-Lauf; Deutscher Mannschafts-Wehr- kampf, Klasse B (100-Meter-Lauf, Hochsprung, Keulen-Weitwurf, 3000-Meter-Lauf); 100-Meter-Hinder- nislauf mit anschließendem Keulen-Zielwurf.
Sonntag,18. Juli, nachmittags: Leichtathletische Einzelkämpfe, Tauziehen, deutsche Staffel.
Von Gramm zum dritten Male im Endspiel.
Sensation in Wimbledon.
Nach den großen Ueberraschungen, mit denen Wimbledon am Dienstag aufwartete, brachte gleich das erste Spiel am Mittwoch bei trübem, naßkal- tem Wetter ein neues unerwartetes Ergebnis. Hilde Sperling und Helen Jacobs, die am Vortage im Elnzel ausgeschieden waren, mußten sich nun auch im Doppel beugen. Beide hatten sich noch gar nicht wieder gefunden, und vor allem Frau Sperling machte nn ganzen Kampf nicht mehr als etwa ein halbes Dutzend Gutpunkte. So war es nicht verwunderlich, daß das französische Paar Henrotin- Andrus, das im vergangenen Jahr bereits in Forest H'Us das Doppel gewonnen hatte, sich erfolgreich durchsetzte und mit 7:5, 6:8, 6:2 eine Runde weiter tarn. Die Französinnen sind jetzt neben Mathieu- Vjorfe und den Engländerinnen James-Stammers Favoritinnen für das Frauendoppel.
Menzel-Hecht in großer Form.
Die größten Erfolge im Männerdoppel haben bisher die Tschechoslowaken Menzel-Hecht errungen In den gewiß nicht leichten Spielen gegen Cr'aw- ford-McGrath, Grant-Sabin und Pallada-Puncec haben sie bisher nur einen Satz abgegeben. Am fmitttDötf)। ftanben sie auf Platz 1 dem 'französisch- österreichischen Paar Jamain-Metaxa gegenüber und setzten sich überlegen 6:3 6:4 6:2 durch. Damit stehen Menzel-Hecht bereits in der Vorschlußrunde. Hughes-Tuckey, die Titelträger, sollten hier ihre Gegner sein. Im übrigen steht jetzt schon fest, daß Menzel-Hecht für das Doppel im Davispokalspiel gegen Deutschland bestens gerüstet sind.
Von Gramm seht sich durch.
Wie im Jahre 1936, lautete auch diesmal die eine der beiden Vorschlußrunden-Paarungen im Männereinzel G. v. Gramm — Austin. Und ebenso
wie im vergangenen Jahre schaffte es unser Meister in vier Sätzen. Wurde „Bunny", Englands Spitzenspieler, im Vorjahre mit 8:6 6:3 2:6 6:3 durch Gramm ausgeschaltet, lautete das Ergebnis am Mittwoch 8:6 6:3 12:14 6:1 für den Deutschen. Wieder war es also der dritte Satz, den Austin an sich brachte. Aber der Kräfteverbrauch für die 26 Spiele dieses Riesensatzes war für den Engländer Jo stark, daß der entscheidende letzte Satz mit G:1 eine leichte Beute unseres Meisters wurde.
Donald Vudge ist Gramms Gegner.
Verhältnismäßig leicht spielte sich der rothaarige Kalifornier Donald Budge gegen feinen Landsmann Frank Parker 2:6 6:4 6:4 6:1 in die Schlußrunde; allerdings gab Budge zum erstenmal m den Einzelspielen einen Satz ab. Und zum erstenmal steht der Amerikaner damit auch im Finale; denn 1935 wurde er in der Vorschlußrunde ourch v. Gramm ausgeschaltet, während im Vorjahre Fred Perry, der dreifache Wimbledon-Sieger, dem Kalifornier den Weg versperrte.
Kurze Sportnotizen
Georg von Opel gewann am Mittwoch bei > r Henley-Regatta auf der Themse seinen Vorlauf im Einer um die Diamond-Sculls in 9:13 Minuten mit Luftkastenlänge vor dem Engländer Tyler. ®e°r9 Dl?" xDpeL nun im Zwischenlauf mit öem Engländer R. Hope zusammen.
® f $ e.ib u n g in der Europameisterschaft der Starboot-Klasse auf der Kieler Förde ourfte nach den Ergebnissen des vierten Wettfahr- tages nur noch zwischen Dr. Bischoff (Berlin) und dem italienischen fit. Salata liegen, die mit je 50 Punkten zusammen das Feld anführen.
Ausklang der ZiOallspielzeii.
1900 — 1. Dail.
Ende gut, alles gut! Mit diesem Ausspruch darf man den Verlauf des gestrigen Spieles wohl bezeichnen, denn es war ein würdiger Abschluß des Spieljahres 1936/37. Beide Mannschaften, die in der Ausstellung:
l /I.-R. 116: Kornmann
Leutheuser Eberhard Pankok Horn Rüger Wilhelm Süßenberger Bach Schultheiß Möller Schmelz Heilmann Löbsack Schellhaas Bergmann Lehrmund Sack Erhard
Lippert Zeller
1900: Rahn
antraten, bei 1900 spielte also Schmelz für Schom- bert Linksaußen, zeigten trotz der vorgerückten Jahreszeit nochmals ansprechende Leistungen. Den Ausgang darf man als gerecht bezeichnen, denn die Vorteile des einen oder anderen waren nicht in dem Maße, daß der evtl. Sieg irgendeiner Mannschaft irgendwie verdient gewesen wäre.
1900 hat sich schneller gefunden und erlangt dadurch einige Vorteile im Feld. Verschiedene gefährliche Angriffe sind die Folge, aber Horn, der Mittelläufer der Soldaten, ^veiß von wo Gefahr droht und läßt Löbsack eine sorgfältige Bewachung zuteil werden. In der 20. Minute ist es Schellhaas, der die Platzbesitzer tn Führung Dringt, indem er mit einem weiten Schuß Erfolg hat. Die Soldaten werden jetzt etwas lebhafter. Ihre Aktionen werden geschlossener. Nur die Schüsse haben noch nicht die nötige Richtung. Bei einem neuerlichen Angriff der Blauweißen, als Sack Löbsack mit einer weiten Vor- laae auf die Reise schickt, scheint sich der zweite Erfolg einzustellen. Der Tormann läuft jedoch entschlossen heraus und kann klären, muß jedoch durch den harten Zusammenprall mit Löbsack vorüber-
3.^116 2:2.
gehend ausscheiden. Pankok übernimmt jetzt diesen Posten, und zwar mit einigem Erfolg. In der 32. Minute ist es Bergmann, der eine vom gesamten Innensturm und dem herausgelaufenen Pankok verpaßte Flanke zum 2-0 verwandeln kann. Horn tauscht mit Bach den Platz, wodurch etwas mehr Schwung in den Sturm der Soldaten kommt. Bei einem Angriff kurz vor der Pause gelingt es dann auch Schultheiß auf Zuspiel von Horn an dem ihm entgegeneilenden Rahn vorbei auf 2:1 zu verkürzen.
Nach dem Wechsel wird das Spiel noch spannender. Die äußerst schnelle Folge westselt schlagartig die Szenerie. Bei einem Angriff der Blauweihen täuscht Löbsack geschickt die Verteidigung, doch inzwischen war Schellhaas abseits gelaufen und l)er erzielte Erfolg wurde annulliert. Auf der Gegenseite ist es Schultheiß, der bei Aufnahme einer Vorlage von Horn abseits steht. Ein Strafstoß von Süßenberger hart an der Strafraumgrenze prallt von der gebildeten Mauer ab und eine Ecke kann Lippert wegköpfen. In der 80. Minute gelingt den Soldaten der Ausgleich. Bei einer Abwehr hindert Zeller Lippert beim Abschlag und der dazwischenfahrende Schultheiß kann für Rahn unhaltbar unter die Latte einschießen. Wenig später beschließt Schiedsrichter Gutmann, der seine gewohnte Tätigkeit entfaltete, ein jederzeit gutes und anständiges Spiel.
Die Soldaten brauchten eine gewisse Zeit bis sie in Fahrt kamen. Nachdem dies der Fall war, gaben sie einen jederzeit gleichwertigen Gegner ab.-Horn, Schultheiß, Pankok und Vach verdienen namentlich genannt zu werden. Die anderen paßten sich würdig ein. Bei den Blauweißen war die Leistung nicht so ausgeprägt wie gegen VfB.-Friedberg. In oer zweiten Hälfte schienen gewisse Ermüdungserscheinungen aufzutreten. Trotzdem ist die Leistung noch als recht gut zu bezeichnen, denn die Soldaten waren ein achtbarer Gegner.
Ausscheidungskämpse für das Gebietssportfest der HI.
Da noch in diesem Jahr bas Gebietssportfest mit etwa 1000 Wettkämpfern in Gießen stattfinden soll, hat sich die Bannführung entschlossen, fein großes Bannsportfest aufzuziehen. So wurden am vergangenen Sonntag in kleinem Rahmen die Bannsportwettkämpfe durcbgefährt, die als Aus- cheidungswettkämpfe für vas Gebietssportfest gemacht waren. Obwohl einige der besten Jgg. für Gauwettkämpfe in Düsseldorf beurlaubt waren, wurden bemerkenswerte Leistungen erzielt. Neben Einzelkämpfen kam ein Unterbann - Mannschaftsdreikampf zum Austrag, der vom Unterbann 1/116 gewonnen wurde. Die gute Witterung begünstigte die Durchführung, die in Händen der Stelle KS des Bannes 116 lag und glatt vonstatten ging. Erstmalig wirkten nur HJ.-Führer als Kampfrichter, die ihre Aufgabe ausgezeichnet lüften.
Ergebnisse:
Mannschafts-Dreikampf für Unterbanne (100 Meter, Weitsprung, Keulenweitwerfen): 1. Unterbann 1/116 257,9 P.; 2. Unterbann 11/116 233,3 P.
Fünfkampf für Einzelkämpfer (100 Meter, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen und Keulenweitwerfen): 1. A. Bergenhoff, 2/116, 4135 P-: 2. H. Ferber, 10/116, 4018 P.; 3. W. Schreier, 1/116, 3896 P.; 4. W. Rinn, 5/116, 3877,5 P.; 5. W. Schwarz, 2/116, 3677,5 P.
100-Meter-Lauf: 1. A. Bergenhoff, 2/116, 11,8 Sek.; 2. Helmut Keller, 8/116, 12 Sek.; 3. W. Parlow, 10/116, 12,1 Sek.; 4. Alwin Pletsch, MHI., 12,1 Sek.
800-Meter-Lauf: 1. Karl Röhm, Motor- HI-, 2:11 Min.; 2. Walter Rinn, 5/116, 2:12,4 Min.; 3. Ernst Löhr, 16/116, 2:14,3 Min. Die Zeiten der beiden ersten sind als vorzüglich zu bewerten.
3000-Meter-Lauf: 1. Walter Rinn, 5/116,
9:22 Min.; 2. Willi Stürmer, 2/116, 9:43,7 Min.; 3. Manfred Ruckelshausen, MHI., 9:59 Mn.;
4. Georg Schmidt, 10/116, 9:59,1 Min.
Weitsprung: 1. W. Bepperling, 10/116, 5,68 Meter; 2. A. Bergenhoff, 2/116, 5,66 Meter; 3. Erich Hochstein, 6/116, 5,56 Meter.
Hochsprung: 1. W. Schwarz, 2/116, 1,59 Meter; 2. E. Oehler, 2/116, 1,565 Meter; 3. Heinr. Ferber, 10/116, 1,565 Meter.
Kugelstoßen: 1. Wilhelm Keil, 7/116, 12,56 Meter; 2. Erich Opper, 6/116, 12,43 Meter; 3. Richard Römer, 14/116, 12,25 Meter.
Keulenweitwerfen: 1. Phil. Keil, 6/116, 60,5 Meter; 2. Walter Fäth, 6/116, 59 Meter; 3. Erich Opper, 6/116, 58 Meter.
Speerwerfen: Walter Fäth, 6/116, 44,75 Meter; 2. Richard Römer, 14/116, 43,82 Meter; 3. Otto Eger, 4/116, 39,23 Meter.
Alle Wettkämpfe wurden in einer Stufe durchgeführt. Es waren nur 16-, 17- und 18jährige startberechttgt.
Kurz zuvor hatten schon die Bann-Schwimm- roettf ämp f e stattgefunden, die auch als Ausscheidung für das Gebietssportfest galten. Start- berechtigt waren wiederum 16-, 17- und 18jährige.
10 0 M e t e r B r u st: 1. Walter Döpfer, MHI., 1:28,9 Min.; 2. Heinz Ortwein, 2/116, 1:32,8 Min.;
3. Willi Keiner, 1/116, 1:36,5 Min.
200MeterBrust: 1. Manfred Ruckelshausen, MHI., 3:20,5 Min.; 2. Heinz Ortwein, 2/116, 3:25,8 Min.
100 Meter Kraul: 1. Heinz Köhlinger, MHI., 1:17,4 Min.; 2. Otto Bentz, 4/116, 1:21,3 Min.; 3. Karlheinz Hofmann, 1/116, 1:23,6 Min.
200 Meter Kraul: 1. Otto Bentz, 4/116, 3:05,2 Min.; 2. Karlheinz Hofmann, 1/116, 3:06,1 Min.
100 Meter Rücken: 1. Otto Oßwald, MHI., 1:39 Mn.
Lokalkampf der Fußball-Jugend
VfV.-R. 1. 3gb. — 1900 1. Jgb. 0:1.
Am Dienstagabend standen sich beide Mannschaften auf dem Waldsportplatz gegenüber. Hatten die Zuschauer auf einen spannenden Kampf gerechnet, so wurden sie diesmal stark enttäuscht. Besonders die Platzbesitzer waren außer Form. Sie lieferten eines ihrer schlechtesten Spiele des Spieljahres. Die VfB.er machten einen überspielten Eindruck. Der Sturm, sonst das Glanzstück der Mannschaft, spielte zu langsam, und vergaß das Schießen. Die Gäste vorn Trieb waren schneller, spielten aber zu hoch. Kaum hatte das Spiel begonnen, da setzte ein starker Regen ein, ber nicht mehr aufhörte. Die Platzbesitzer hatten in der ersten Halbzeit weitaus mehr vom Spiel, aber der Sturm verpaßte die besten Torgelegenheiten. Mit 0:0 ging es in die Pause. Nach dem Wechsel kam 1900 auf, und konnte das Spiel anfangs ausgeglichen gestalten. Ein plötzlicher Vorstoß des Linksaußen führte zum einzigen Tor. Die Verteidigung der VfB.er war zu weit aufgerückt, so daß das Tor nicht verhindert werden konnte. Nun übernahmen wieder die Platzbefitzer das Wort, und das Tor der Gäste geriet öfters in Gefahr. Als der Regen immer stärker wurde, und der Ausgleich in der Luft hing, brach der Schiedsrichter 20 Minuten vor Spielende den Kampf ab. Das Spiel wird am Anfang der neuen Spielzeit nochmals in gleicher Besetzung wiederholt.
Kehraus im Handball.
Die SpVg. 1900 Gießen, die, trotzdem das Spiel gegen den MSV. auf heimischem Boden verloren ging, noch Ehancen hatte, wenigstens zu einem Entscheidungsspiel gegen die Hanauer Soldaten zu kommen, hat kampflos auf die Punkte gegen den Dv. Kirch-Göns verzichtet. Damit steht also fest, daß in der kommenden Spielzeit zum erstenmal ein Verein des Hanauer Kreises in die Gauklasse gekommen ist, während sich die Gießener 1900er ein weiteres Jahr gedulden mästen. Es ist schade um die Mannschaft, die in ihrer ursprünglichen Aufstellung auch in der Gauklasfe ein Wort hätte mitsprechen können.
Die Freundschaftsspiele waren am letzten Sonntag vor der Sperre durch eine Reihe anderer Großveranstaltungen auf ein Mindestmaß beschränkt. So kam es, daß nach der Absage der Treffen Niedergirmes gegen Münchholzhausen und Lich gegen Garbenteich nur anftanben
Tv.Allendorf (Lahn) — To. Lützellinden 3:10 (3:6).
Dv. Nauborn — Tuspo. Gr. -Rechtenbach 7:10 (2:5).
Das Spiel in Mendorf trug keinesfalls den Eha- rakter eines Freundschaftskampfes. Es wurde schon gleich von vornherein eine überaus harte Note hereingebracht, die leider von dem Schiedsrichter nicht rechtzeitig genug unterbunden wurde. Zudem waren die Platzbesitzer, die noch am letzten Sonntag so überaus erfolgreich waren, diesmal absolut nicht auf der Höhe, weshalb die hohe Niederlage voll und ganz zu Recht besteht. Gerade deswegen hätte man erwarten können, daß diese Tatsache auf der Gegenseite berücksichtigt und mehr Wert auf ein schönes, technisch durchdachtes Spiel gelegt worden wäre. — Nauborn hat nur knapp verloren, obwohl der Gegner in stärkster Besetzung antrat. Gin Zei- chen dafür, wie stark die Mannschaft zur Zeit ist.
Erfolge des Männerturnvereins bei den Gaufrauenmeisterschasten in Marburg.
Bei den am Sonntag in Marburg stattgefundenen Leichtathletik-Meisterschaften der Frauen des Gaues Hessen war auch der Männerturnoerein durch die Turnerinnen Erika R ö h m i g und Else Seim erfolgreich beteiligt. Nach dem ausgezeichneten Abschneiden der Mtverinnen bei den am vergangenen Mittwoch ausgetragenen Kreismeisterschaften' (der Mtv. belegte hier bei 14 Konkurrenzen insgesamt elf erste Plätze!) entsandte der Männerturnverein seine mehrfache Kreismeisterin E. R ö h m i g und die nicht minder erfolgreiche Iugendturnerin E. Seim zu den Gau-Meisterschaften. E. Röhmig belegte im Fünfkampf hinter der ausaezeichneten Stand, Limburg, den zweiten Platz. Hier gab es 3- T. sehr gute Leistungen der beiden Ersten. Stand sprang 1,55 Meter (!) hoch, lief 100 Meter in 13,6 und sicherte sich damit einen entscheidenden Vor- fprung, den E. Röhmig tro tzguter Leistungen im Kugelstoßen und im Weitsprung nicht mehr auf- holen konnte. Im Weitsprung des Fünfkampfes erreichte sie die Weite von 5,01 Meter, was Gaubest- leiftung für 1937 bedeuten dürfte! Bemerkenswert ist, daß beim Weitsprung (Einzelkampf) die Gan- meifterin nur 4,87 Meter erreichte. Im Kugelstoßen lag E. Röhmig bis zum letzten Wurf mit 11,03 Meter vorne, und erst beim letzten Versuch wurde sie von einer Kasselanerin mit nur drei Zentimeter geschlagen. Beim Diskuswerfen kam sie an die dritte Stelle.
Bei den Mädchen belegte E. Seim im Weitsprung mit auch nur zwei Zentimeter hinter der Ersten mit 4,63 Meter den zweiten Platz. Das ist ein schöner Erfolg.


