Ausgabe 
31.12.1941
 
Einzelbild herunterladen

in

Mutter eines seiner Bleylekleidchen zerschneidet und daraus wärmende Brustschützer anfertigt für die

lieben Soldaten. Aber wenn Ihr glaubt, damit sei

Pullover, Socken, Schals und Westen dienen nicht nur Dir zum Vesten! Gib sie unseren Frontsoldaten Als Dank für ihre Heldentaten!

pur,ei und die WoMammlutm.

Purzel ist tief betrübt! Tante und große Schwester schenken den Soldaten (mit einem ganz leisen Schmerzgefühl) die geliebten Schneeschuhe, und der Purzel man denke soll die seinen nicht geben dürfen. Denn ach, der Purzel mag messen, so oft er will, seine Skier werden nun einmal nicht länger als sechzig Zentimeter, und, das sieht er auch schließ­lich ein, auf solchen Liliputanern kann ein deutscher Soldat nicht durch das große, weite Rußland kommen.

der Purzel zufrieden, so irrt Ihr Euch gewaltig! Wenn Mutti, Tante und die große Schwester eifrig stricken, nähen und schneidern für die Soldaten, so darf doch das Purzelchen nicht zurückstehen. Und so

Aber bei der Wollsammlung läßt sich der Purzel nicht lumpen: er gibt nicht eher Ruhe, bis die

stattete Meldung."

(Fortsetzung folgt.)

So machen Wir das!

praktische Winke für die Umarbeitung und Anfertigung von Wollsochen.

Theater -er Universitätsstadt Gießen

Franz Lehar: »Der Zarewitsche

Explosion inRaumS

Roman von H. C. Hansen

| I: pyrlfht by Prometheus-Verlag Dr.Elchadrer, Gröbenzell b.MOndien lil Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

I Mit besonders interessierten Blicken musterte Bär- l bit. am nächsten Vormittag die Sekretärin des Ms. Ein Mädchen, das ihrem Bruder wenigstens h Ltzerlich zu gefallen schien, obwohl man sie m tf em mehr als schwerwiegenden Verdacht hatte, M0e füglich ein Gegenstand besonderer Neugier

; !em. Leider waren die Minuten allzu kurz, die man iij eine solche Musterung verwenden konnte. Kurz rtiotb zehn Uhr empfing Bärbel telephonisch den Auftrag, zu Herrn Kaspar zum Diktat zu kommen. 5« war darüber baß verwundert. Das geschah me- rnls, wenn die Barkow im Hause war.

Noch mehr Erstaunen bemächtigte sich des Mad- hms, als sie ihrem Chef gegeniibersaß. Er war Wallend blaß, sichtlich erregt und spielte nervös j E den Papieren, die vor ihm lagen, hier war "|i it etfellos etwas passiert. Ob das mit der Barkow ;| ^ammenhing? Nur mühsam folgte sie dem Dik- ||c., erhob sich sofort, als Kaspar erklärte, das sei || al«9, wollte in ihr Zimmer eilen und wurde noch vor || ^reichen der Tür angerufen.Fraulein Barkow 1 hm ... augenblicklich verhindert. Bitte, neh- J J*n Sie vorläufig ihren Platz ein und empfangen ^eine Besuche! Sie wissen doch einigermaßen I ^'!cheid, Fräulein Eberhard-?"

! . jawohl, Herr Kaspar", stammelte sie unbe» »üfen und machte schleunigst, daß sie aus dem kam. Fünf Minuten später wußte sie ent- Slltig Bescheid. Einer der männlichen Angestellten »'2chte die Nachricht, Aenne Barkow sei von einem IC rrn abgeholt worden. Der Vorgang habe sich rnlich abgespielt wie seinerzeit die Verhaftung »'ispars. Allgemein wurde vermutet, daß jetzt die kmkow hinter Schloß und Riegel sitze. Daran wur- sofort die unsinnigsten Vermutungen ange- i Wft die aber manchmal hart an die Erkenntnis I ^Elsien, die von Bärbel und Michel gewonnen

h ynb geradestehn kann, automatisch ausscheidet. !-. diese Weise hat jeder für seine Person die Mög- EU aufzuhören, indem er einfach sitzenbleibt. |Ra. Spiel läßt sich durch Einzelgratulationen an LiereweUigen Geburtstagskinder noch ausfchweifen- 2>f aeftalten. Aber das Jahr ist meist ohnedies lang. Man versteife sich nicht darauf, bis R Dezember zu gelangen, wenn sich gar kein Ver- 'E,vnis für solche Seemannsbräuche zeigt.

Men Spielzweck erreichen Sie immer: Ihre Gäste i Altjahrsabend auf gute Weise ein wenig an- lij^itern. E-H-

Schulbeginn am 5. Januar.

ßie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, h uint der Unterricht in den Schulen des Landes ! iHen am Montag, 5. Januar 1942. Es Sri et also vorläufig keine Verlängerung der hnachtsferien im Lande Hessen statt.

Vornotizen.

ziresier im Theater der Universitätsstadt Gießen.

t a9 Dramaturgische Büro teilt mit: Am Sil- aeisrabenb gelangt unter der bewährten Spiel« ?Ljnq des Seniors des Theaters, Karl Dolck, L trabitionelle Silvesterschwank zur Aufführung. »r diesem Jahre ist es die NeuinszenierungDer m^fterborer". Es wirken mit: Elly Bamberger, TA henzky, Hilde Kneip, Anja Rau, Edith« »iwmae Hans Bergmann, Kurt Bosny, Walter kfdrich Carl Bruno Schmidt, Karl Volck. Wie in L Jahre gibt es auch diesmal dazu die froh« La Silvesterplatte eines bunten Allerleis mit den Dnien Possinke und Schwind, den Herren Kratz

Payer und den Tanzsolisten.

Liebe den Sieg davon.

Die vielfältigen klanglichen Reize der Lehärschen Partitur kamen unter Herrn Hergerts Stabfüh­rung in melodischer Fülle mit schöner dynamischer Steigerung heraus; auch die Chöre klangen voll und frisch. Inszenierung: Hans Walter Klein; Spiel­leitung: Max Schwarze die Formulierung des Programmheftes läßt zwar nur undeutliche Schlüsse *

sitzt er bald da, bewaffnet mit einer dicken Häkel­nadel und einem dicken Knaul schöner Wolle (der einmal ein Pullover war) und häkelt mit heißen Bäckchen und unendlichem Eifer an einem Paar Ohrenschützer. Und alle zehn Minuten muß der Vatt die Schützer anprobieren, damit der Purzel sieht, ob sie noch nicht bald groß genug sind; und er betrachtet mit liebenden Augen das Werk feiner fleißigen Hände, dabei mit der Schwester über­legend, was alles noch zerschnitten und aufgetrennt und für die Soldaten verarbeitet werden könne. Und es ist ein wahres Glück, daß es noch allerhand Klei­dungsstücke gibt, die nicht zu wärmenden hüllen für unsere Feldgrauen werden können, denn sonst würde die Familie bald allgemeinen Anstoß er­regen durch das wahrhaft paradiesischeKostüm", in dem sie genötigt wäre, durch die Straßen Gießens zu wandeln. L. B.

Das Silvester- und Neujaßrsprogramm des Großdeutschen Rundfunks.

Am Silvesterabend sendet der Großdeutsche Rundfunk, zwei große Rückblicksendungen: Berichte von Front und Heimat aus demM)r des euro­päischen Aufbruchs" von 18.00 bis 19.15 Uhr. Die schönstenRundfunk-Melodien 1941" werden von 20.20 bis 23.30 Uhr gesendet. Eine besinnliche Sen- bungzur Jahreswende" von 23.30 bis 0.30 Uhr

IT rnifn und festen Stoffen und Resten gearbeitet irrrben, wie Mantel-, Anzug- und Hausjoppen- Soffreften, Deckenresten, Zeltbahn-, Rucksackstofs U'd Segeltuch, Lodenstoff, Plüsch, Fries und ©am» nti und aus derAffenhaut" vertragener oder zu flin gewordener BDM.-Westen! Man füttert b fe Handschuhe mit Resten von bereits verarbei- Iren Strumpfschäften, Unterkleidern, Pullovern o!er mit Pelzresten. Sehr leicht stellt man sich selbst ' t en Fausthandschuhschnitt her durch Auflegen r er großen Hand mit gespreiztem Daumen auf j r Stück Papier. Man umzeichnet die Hand, gleicht d Schnittform aus, gibt die Nähte zu, schneidet g ich ober setzt extra eine Stulpe an. Zum besseren V lt näht man im Gelenk ein Stück Gummiband (Üer einfaches Band zum Einengen ein.

Dhrenschützer können aus vermotteten Woll-

Der .Zarewitsch", vor fünf Jahren hier zuletzt gegeben, gehört vielleicht nicht zu den allerbekann- testen Operetten Lehärs, hat aber mit dem Wolgalied einen der populärsten Schlager der letz­ten Jahre hervorgebracht, der bei kaum einem Wunschkonzert schien durste, und überdies, genau wie dasLand des Lächelns", einen fast sensationei- len Erfolg über die geheiligte Tradition der Operette baoon getragen. Die Librettisten Ienbach und Reichert hatten in ihrem Petersburger Kronprin. zenmärchen am Ausgang des vorigen Jahrhunderts den Mut, auf das geheiligteEnde gut alles gut" zu verzichten. Der Zarewitsch, männlich, straff und körpertüchtig, fühlt sich imgoldenen Käfig" gefan­gen und will von Frauen nichts wissen. Als man ihm eine zuführt, um ihn auf die künftige Ehe aus Staatsräsonvorzubereiten", lehnt er erst ab, fängt aber schnell Feuer, und als dierichtige" Prinzes­sin kommt, ist es ernstlich um ihn geschehen. Die Flucht des Liebespaares nach Neapel bedeutet nur einen kurzen Aufschub; der Traum vom Glück im sonnigen Süden ist schnell zu Ende: man holt den Zarewitsch heim auf den verwaisten Thron seiner Väter. Das Pflichtgefühl trägt über die gebrochene

sacken ober Badeanzügen angefertigt werden Form von Skikopfbändern. Man schneidet dazu einen Streifen von 40 Zentimeter Länge und 15 Zentimeter Breite als Schutz für Ohren und Nacken und einen von 5 bis 6 Zentimeter Breite und 22 Zentimeter Länge als Stirnband. Diese beiden werden an ihren Schmalseiten zusammenge­näht und erhalten zum besseren Sitz noch zwei schmale Bänder kreuzweise über dem Kopf.

Westen von zivilen Männeranzügen werden durch Abfuttern mit warmen Wollstoffen ober Pelz, aber auch mit Kapock, Watte, Wattelin und selbst weichen Federn noch fabelhafte Dienste tun. Die mit Watte, Federn und dergleichen leicht verrutsch- baren Stoffen gefütterten Westen müssen jedoch

Jetzt galt es, Kurt zu verständigen. Sie hatten zu Hause kein Telephon. Bärbel fand einen Aus­weg, ließ einen der Boten des Werkes kommen, steckte ihm eine Mark und einen verschlossenen Brief zu, in dem nur geschrieben standDie Barkow' ist eben verhaftet worden. Gruß Bärbel." Der Bote versprach, bei seiner nächsten Stadtfahrt in einer Viertelstunde, den Brief persönlich abzuliefern und dafür zu sorgen, daß Kurt ihn persönlich empfing. Mehr war im Augenblick nicht zu tun, überlegte Bärbel und grübelte während ihrer Arbeit so stark über die Zusammenhänge nach, daß sie sich reichlich oft vertippte. Kurt traf die Nachricht, die er um halb zwölf Uhr empfing, .wie ein Donnerschlag.

Zuerst meldete sich Kriminalassistent Schneider. Schon sein Gesicht lieh nichts Gutes ahnen. Am angenehmsten wirkte noch die knappe Kurze des Berichts, während der Inhalt den Kommissar bei­nahe zur Verzweiflung brachte.

Ich habe Samstag um drei Uhr früh meinen Posten vor dem Hause bezogen in dem die Bar- kow wohnt. Sie kam um 7.35 Uhr auf die Straße, ging zur Haltestelle der Linie 7, bestieg die Dahn und fuhr mit ihr bis vor den Eingang der Fabrik von Kaspar, Wand und Kobelt. Sie verschwand um 7 50 Uhr im Eingang. Abends um 20 Uhr loste ich Barkow ab Er meldete mir, sie sei zu Hause. Die Nacht über habe ich nichts bemerkt und ließ mich früh um 8 Uhr wieder von Pistor ablosen. Sonn- taa um 19 Uhr begab ich mich weisungsgemaß ms Präsidium, wo ich die Meldung meines Kollegen entgegennahm, der telephonisch Bescheid gegeben batte die Barkow halte sich noch zu Hause auf. Ich noch schnell Abendbrot und begab mich erneut ... Wohnhause, wo ich Punkt 19 50 Uhr ein- Af Bon d-m Krimm°l<-ss'st-nt-n,Mst°r wm w frfwn, weshalb ich °°n der nächsten 5?rnfP£

neigt. > .

Er sprach die Barkow an, wurde von ihr zurück- gewiesen und belästigte sie trotzdem etwa zwei Mi­nuten lang. Dann tauchte der erste Mann auf, mischte sich ein, spielte den entrüsteten Kavalier und ging plaudernd mit der Barkow weiter. Anschei­nend stellte er sich vor und suchte mit ihr zusammen das Restaurant Weidmüller auf, wo sie zu Mittag aßen. Hinterher begleitete der Mann die Barkow bis zu dem Hause, in dem sie wohnt, und verab­schiedete sich gegen 15 Uhr von ihr. Ich stand bann bis 19.30 Uhr vergebens auf meinem Posten. Erst bann tauchte der Mann wieder auf, den ich in Be­gleitung der Barkow gesehen hatte. Sie bestiegen bte Straßenbahn der Linie 4 am Kaiserplatz und fuhren bis zur Endstation am Stadtwald. Bis da­hin konnte ich ihnen gut folgen. Auf den von sehr vielen Spaziergängern belebten Wegen hielt ich nur mit Mühe Anschluß. Die beiden wanderten zuerst über den Elisenweg bis zum BuchenwaU», machten bann einen Haken und gingen in Richtung Forsthaus weiter. Ich folgte ihnen in einem Ad- stand von fünf bis breifeig Meter, je nachbem bte Wege belebt waren. Dann verlor ich sie plötzlich um 20.40 Uhr aus ben Augen. Ich suchte sofort die in der Nähe befindlichen Seitenstraßen ab, ohne die beiden zu finden. Dann lief ich zum Restaurmtt Forsthaus, wo sie aber nicht waren, und begab mim anschließend sofort zum Restaurant WaDfrieben und zum Caf6 Silier. Da ich die Barkow und ihren Be­gleiter nirgends entdecken konnte, rief ich vom Caf6 Silier um 21.30 Uhr das Präsidium an und er-

haus der Barkaw. Ick war um 21.40 W hort und , hellgrauen Anzug und^ist M-if-ttos. b-II-r-r H°r- wartete bis um 0.45 Uhr, ohne etwas zu bemerken. Erst um diese Zeit kam die Barkow in Begleitung eines Mannes zurück. Sie waren offenbar in an­geregter Stimmung, lachten laut und verabschiedeten sich bald voneinander. Der Mann war etwa 1,75 Meter groß, schlank, bartlos, vielleicht 26 bis 28 Jahre alt, mit einem bräunlichen Anzug bekleidet, ohne Hut. Sein Gesicht ist schmal. Er gehört an- scheinend den gebildeten Ständen an. Was sie ge­sprochen haben, konnte ich nicht verstehen. Ich blieb auf meinem Posten, bis die Barkow um die ge­meinte Zeit kam, um ins Büro zu fahren. Ich folgte ihr bis zum Tor der Fabrik und fuhr bann hierher, um Bericht zu erstatten."

Das haben Sie großartig gemacht , höhnte Kammin.Warum finb Sie dem Mann nicht ge­folgt, der die Barkow nach Hause brachte?"

Weil meine Instruktion dahin ging, die Barkow iU überwachen und vor dem Hause zu bleiben, bis sie wieder auftauchte."

Man soll Befehle befolgen, aber ihren Sinn nicht vergessen. Jede Wahrscheinlichkeit sprach da­für, daß die Barkow nach ein Uhr nicht nochmals fortgehen würde. Sie hätten deshalb Ihre sache am besten gemacht, wenn Sie dem Mann gefolgt wären. Aber das ist ja jetzt nicht mehr zu ändern. Schicken Sie mir nun Herrn Pistor herein!"

Eine Minute darauf stand Pistor vor seinem Vorgesetzten. Er hatte offenbar schon vorher mit seinem Kollegen gesprochen und ein sichtlich noch schlechteres Gewissen als dieser.

Samstag mittag habe ich die Barkow nach dem Verlassen des Werkes bis zu dem Restaurant Weid­müller begleitet, wo sie. Sie ging dann in bte etabt, kaufte in einem Geschäft ein Paar Strümpfe und Uchte einen Friseur auf, bei dem sie sich zwei- einhalb Stunden aufhielt. Um 17.50 Uhr kam sie zu Hause an und hat dieses nicht verlosten, bis ich von Kriminalassistent Schneider abaelöst wurde. Am Sonntagfrüh bezog ich meinen Posten von neuem. Um 11 50 Uhr kam die Beobachtete aus dem Hause und entfernte sich in Richtung Stadtzentrum Dabei bemerkte ich, baß ihr ein Mann folgte, Alter 25 bis 27 Jahre, etwa 1,80 Meter groß, schlank, mit buntelblonbem, gescheiteltem Haar. Er trug einen

wird mit dem Geläut der deutschen Glocken am Rhein in das Jahr 1942 überleiten, unb eineFrohe Fahrt ins neue Jahr", an der viele beliebte Künstler teil nehm en, beschließt die Silvesterscndefolge.

Das Neujahrsprogramm beginnt um 6.00 Uhr mit demHafenkonzert" und überträgt von 8.00 bis 9.00 UhrNeujahrsmusik der Hitler-Ju- gend" mit einer Neusahrsbotschaft des Reichsjugend- führers. ImSchatzkästlein" von 9.00 bis 10.00 Uhr sprechen Else Petersen, Paul Hartmann unb Bern­hard Minetti Dichtung und Prosa: dazu Musik von Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert und Haslin­ger. Clemens Krauß dirigiert einJohann-Sttauß- Konzert" von 11.30 bis 13.15 Uhr undKleine Stücke großer Meister" werden von 15.30 bis 16.00 Uhr bargeboten.Die Heimat grüßt die Front" in einer bunten Folge von 16.00 bis 18.00 Uhr. Die Münchner Philharmoniker unter Leitung von Prof. Oswald Kabasta spielen die V. Sinfonie von Beet­hoven zwischen 18.00 und 19.00 Uhr. Das Abend­programm beginnt um 20.20 Uhr mit dem Meister« singer-Dorspiel und bringt eine Fülle schöner Opern­melodien.Auf den Schwingen des Frohsinns und der guten Laune" klingt das Neujahrsprogramm aus.

Gießener wochenmarktpreise.

Gießen, 31. Dez. Auf dem heutigen Wochen- marft kosteten: Molkereibutter, VA , kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 12, rote Rüben 10, Unter- kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, ^10 10, Endivien, bas Stück 20, Rettich 15 Rpf.

Kreis Dehlar.

Hörnsheim., 31. Dez. Am 1. Januar wirb unser Mitbürger, ber Zimmermeister Anton En ael 7 5 Iahte alt; gleichzeitig finb es 50 Jahre, bafe er sein Zimmergeschäft gründete. Der Jubilar, ber beruflich weit über bie Grenzen seiner Heimat- gemeinbe bekannt ist, erfreut sich größter Wert- schätzung. Dem noch rüstigen Fünfundsiebziger gel­ten auch unsere Glückwünsche.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17' Uhr Samstagnach. mittags geschlossen.

sorgfältig abgesteppt werden!

Leib- und Nierenwärmer, Bru st­und Lungenschützer sind von den Soldaten sehr begehrt. Man kann sie besonders gut aus altem Flanell ober Barchent nähen. Für Lungen» und Brustschützer schneidet man zwei rechteckige Stücke in Breite von Männerrücken unb Brust als Vor­der- und Rückenteil unb schneibet einen Halsaus­schnitt aus, näht sie oben auf einer Schulter zu­sammen, richtet bie anbere zum Knöpfen ein. An den unteren vier Ecken näht man Bänber an, bie in ber Taille zusammengebunden werben. Hat man reichlich Stoff, schneidet man bas Rückenstück länger, so baß bie Nieren gleich mit geschützt sind. Leib- unb Nierenwärmer kann man aus dem unteren Teil non z. B. oben verschlissenen Wollhemden, aber auch aus zusammengesetzten Strumpfschäften unb Stutzen sehr einfach Herstellen.

Keiner in ber Heimat stehe zurück! Es ist keine Zeit mehr zu verlieren. Am 4. Januar muß alles versandfertig sein! Denn unsere ©olbaten sollen nicht frieren! 3. B.

Oie Gießener Gammelstellen.

Die Sammlung erfolgt bis zum 4.Januar 194 2. Die Gegenstände werden von Beauftragten der NSDAP, in den Wohnungen gegen Quittung abgeholt, können aber auch in Gießen an folgenden Sammel ft eilen täglich (auch sonntags) von 9 bis 11 und 15 bis 17 Uhr abgegeben werden, und zwar:

Ortsgruppe Witte: Goetheschule, pari

Ortsgruppe Nord: Schillerschule, parL

Ortsgruppe 0 st: Ortsroaltung der DAA., Licher Straße, und der Geschäftsstelle der NSDAP., Kaiserallee 6,

Ortsgruppe Süd: Clebigbau, L Stock, Zimmer 5.

auf die personelle Verteilung der Regiefunkttorren zu, aber die Aufführung mar, wie uns schien, eine der farbigsten und ausgewogensten Operettenvorstel­lungen dieser Spielzeit. Musik, Darstellung und Herrn Löfflers großzügige, sttlvolle Ausstattung (besonders das Kronprinzenpalais, II. Bild, machte Eindruck) waren gleichmäßig an der frischen The­aterwirkung beteiligt. Für das von Herrn V o l - p e r t straff und taktsicher geführte Ballett bot der Kosakentanz lohnende Anregungen. Die Titelpartie hatte Herr Ecsy, der sich in vorzüglicher Form be­fand und eine geschmackvolle, persönlich belebte Dar­stellung mit einer sehr schönen, klaren, wohlakzentu­ierten Gesonglichkeit verband, die an den Höhepunk­ten auch müheloser Steigerungen fähig war. Die Sonja gab Hildegard Leeb (a. G ), eine geschmei­dige Erscheinung, schauspielerisch mit Takt die Waage haltend zwischen Koketterie und echtem Gefühl; bie nicht sehr große, aber gepflegte und biegsame Stimme entsprach ben Anforderungen der Partie durchaus. Herr Payer und Annemarie Schwind bewirkten mit der handgreiflichen Komik des La­kaienpaares eine dankbar auf genommene Entlastung der unheilschmangeren Atmosphäre und mußten ihr Tanzduett prompt wiederholen. Herr Fischer gab den großfürstlichen Oheim mit angenehm humanen Tönen; Herr Kratz als blutdürstiger Neapolitaner und Herr Roux als Ministerpräsident feien vom spieleifrigen Ensemble noch genannt. Es gab ausdauernden Beifall und allerlei Blumenspenden zum Schlufe. Hans Thynot.

** Dienstjubiläum. Herr August Lehn- hausen, RrankenpsDeger in ber Universitäts- Hautklinik Gießen, feiert am 2. Januar 1942 sein 25jähriges Dienstjubiläum. Herr Lehnhausen erfreut sich bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern Des besten Ansehens.

** Fettverbilligung. Im heutigen An­zeigenteil veröffentlicht das Sozialamt eine Be­kanntmachung über die Ausgabe der Reichsver- billigungsscheine für die Monate Januar bis März 1942. Interessenten feien auf bie Bekanntmachung hingewiesen.

** Führung des Wareneingangs­buches. Im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht das Finanzamt Gießen eine Bekanntmachung über die Führung des Wareneingangsbuches ((Eintragung von Nebenkosten). In ber Führung bes Waren­eingangsbuches tritt ab 1. Januar 1942 eine Aende- rung ein. Das Nähere ist aus ber Bekanntmachung zu ersehen.

Landkreis Gießen.

wg G r o fe e n - B u f e ck, 30. Dez. Der Gefreite Wilhelm Harbach, Sohn ber Kriegerwitwe Marie Harbach, geb. Becker, wohnhaft Anger, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Panzer-Sturmabzeichen ausgezeichnet. Der Gefreite Karl Schwalb, Sohn bes Wagner­meisters Konrab Schwalb III., würbe wegen Tapfer­keit vor dem Feinde im Osten im Regiment Grofebeutschland mit dem Eisernen Kreuz II Klasse ausgezeichnet unb zum Obergefreiten beförbert

Betbunfelungsjeil:

31.12. von 17.15 bis 9.31 Uhr.

i hellgrauen Anzug uno zweiseuos oejierei funft. Er überholte die Barkow einmal unb musterte sie von der Seite. Die Barkow suchte dann bas CafS Weifebach auf, setzte sich auf bie Terrasse und trank Kaffee. Der Mann, der ihr gefolgt roar, nahm m einiger (Entfernung an einer Litfaßsäule Aufstellung unb traf dort wenig später mit einem zweiten Mann zusammen, mit dem er eifrig sprach Als bie Barkow um 12.50 Uhr das Cafö verließ, folgte ihr der zweite Mann, ber im gleichen Alter wie der erste steht, aber nur etwa 1,70 Meter groß ist. einen leberfarbenen Anzug trug unb leicht zur Fülle

Ropfjchützer lassen sich aus vielerlei Sachen fcdfteUen. Sv aus Damen- unb Kinberstrickjacten ) .Pullovery, bie in ihrer alten Form einem «^gewachsenen Manne nicht passen, aber auH aus el»n Wollstutzen. Man verarbeitet sie so, bafe Länge ir.3 Breite eines solchen Kopfschützers ber Gröfee le bekannten Kopfschützers in Schlauchform ent- ßv-chen. Kann man ein wenig mehr Zeit her- i lt<n, bann schneidet man ben Kopfschützer so ! et daß bas Aermelloch bes Pullovers oder ber I Kefe bas Loch für bas Gesicht wirb, währenb die - x,ulternaht über bet» Kopf wie ein Mittelscheitel ich hinten verläuft und sich in den beiden zusam- Wnzunähenben Schnittkanten bis zum unteren |jl:mb des Pullovers, der den Nacken schützt, fort» Lt. Denn ber Pullover eine genügende Breite auf- i®xft, kann man auch zwei Kvpfschützer anfertigen, tgu schneidet man in ber oorberen unb hintexen glitt in einer Maschenlinie vorsichtig unb gerade «r:. Jebes Aermelloch gibt bann einen Gesichts- «nsschnitt ab. Nicht zu verachten ist auch der Kpfschützer aus einem alten Kaffeewärmer. Hier Kieibet man ben Kaffeewärmer vorn etwa fünf- ftn Zentimeter in Gesichtslänge auf, vernäht bie eynitttanten sauber und bringt an den unteren tz-sschnittkanten Bänder an, die dann unter dem Ihm zusammengebunden werden!

3nie- und Pulswärmer sind sehr gut cis alten Wollstrümpfen herzustellen, deren Schafte gtr, deren Füßlinge aber zer chlissen sind. Auch aus firmeln eines zum Kopfschützer verarbeiteten Pal- lc ers lasten sich je nach Weite und noch vorhan- freier Haltbarkeit Kniewärmer ober Pulswärmer trertigen. Alte Wollhandschuhe, beren zerrissene ßiger man abschneidet unb die Schnittfläche be­reit ober beschlängt, geben ebenfalls brauchbare P lswärmer.

ss Fausthanbschuhe können aus fast allen v rm$n und festen Stoffen unb Resten gearbeitet

ItaKn&ijensmut

bei Jlsthma « oroncnius ^mtlire^AStlWa-Tu^^ Einnehmen Wirkt anfallbeseitigend - lösend - beruhigend - guter Nachtschlaf. Best begutachtet - langjähr, erprobt - begelst. Anerkennungen. Überzeugen Sie sich von der Wirkung - Packg. RM 1.46 In Apoth. , Falls nicht erhaltLoder wegen BtOlChÜre schreibe man an Herste»« L Breitkreutz K. O., Berlin-Tempelhof 803 Rumeyplan 46