Hr.309 Zweites Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) 31. Dezember 1941/l.Zanuarl"42
Der Gau Wen-MW im EnWeidungskamps unseres Volkes.
Die Partei Trägerin des Giegeswittens — die Volksgemeinschaft als entscheidende Waffe der Nation.
Die Hilfsbereitschaft der Frauen
requngen des Gauamtes zur praktischen Versor- nungen und eige gung führten zu erfreulichen sozialen Verbesserun-1 wurde fortgesetzt. .
Die vormilitärische Ausbildung
Er. der
ihre Füh.
Deutsche Weihnachtsgrüße aus der Kriegsgefangenschaft.
Berlin, 29. Dez. (DNB) Ueber das Jnterna- ttonale Komitee vom Roten Kreuz in Genf hat das Britische Rote Kreuz dem Deutschen Roten Kreuz folgendes Telegramm übermittelt: „Ver- trauensmänner der deutschen Kriegsgefangenen, der Handelsseeleute, der Internierten und des deutschen Sanitätspersonals danken Deutschem Roten Kreuz für Weih, nachtstelegramme und senden Angehörigen ihre aufrichtigen Weihnachtsgrüße. Ihre Gedanken werden während der Festtage mit ihren Lieben in der Heimat sein."
Soldatische Haltung der Betriebe.
Die Deutsche Arbeitsfront setzte
im Gaugebiet konnten 62 881 Frauen Rat holen, in 2473 Kursen mit 29 450 Teilnehmerinnen und in 2693 Vorträgen mit 96 961 Teilnehmerinnen wurden wichtige hauswirtschaftliche Themen behandelt. In den Näh st üben der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks wurden für die Wehr- macht 1 089 993 Teile gewaschen, gestopft oder neu genäht. In dieser Zahl sind die für die NSV. genähten Stücke nicht einbegriffen. In den zu Be- ginn des Krieges eingerichteten Schuh-Aus- tausch st eilen wurden 23 843 Paar Schuhe ausgetauscht. Wenn man bedenkt, welche Schwierigkeiten die sich freiwillig zum Einsatz meldenden Frauen in ihren eigenen Haushalten zu bewältigen haben, wird die nationalsozialistische Haltung in der aufgezeigten Hilfsbereitschaft besonders deutlich.
Die Verwundeten werden umsorgt.
ganze Kraft ein, um durch ihre vielfältigen rungs- und Betreuungsaufgaben die Leistungsfähigkeit des schaffenden Menschen zu erhalte^ und sie nach Möglichkeit noch zu erhöhen. Bemerkenswert ist, daß die erweiterten Mutterschutzbestimmungen von etwa 90 v. H. der rhein-mainischen Betriebe übernommen wurden. Die Zahl der Sos
Die Partei sorgt für Gerechtigkeit in der Heimat
In vielfältigster Art zeigt sich an Hand dieser Er- folgsinekdungen das Aufgabengebiet der Heimat, wie es von der Partei geführt und betreut wird. Es muß dabei immer bedacht sein, daß sie diese Aufgaben bewältigte trotz der Verminderung der ihr zum Einsatz zur Verfügung stehenden Kräfte. Don der Gauleitung bis hinunter zu den Ortsgruppen gibt es im Gau Hessen-Nassau keinen Parteigenossen, der, obwohl kriegsverwendungsfähig, für die Partei uk. gestellt ist. Diese Tatsache, die an sich eine Selbstverständlichkeit und daher keines besonderen Aufhebens wert ist, aber böswilligen Schwatzereien gegenüber dennoch angeführt sei, entspricht nicht nur der Einstellung unseres Gauleiters, der als bewährter Frontsoldat des Weltkrieges den Gau voll auf die totale Kriegführung umgestellt hat, sondern den persönlichen Wünschen jedes Nationalsozialisten. Für ihn ist es Selbstverständlichkeit, daß er im Kriege dafür mit der Waffe eintritt, für das er im "Frieden gelebt und gearbeitet hat. Wenn die Partei dann trotz der Abgabe der überwiegenden Mehrheit ihrer Parteigenossen an die Wehrmacht die ihr gestellten Aufgaben dennoch bewältigen konnte, so ist dies ebenso den vielen in die entstandenen Lücken gesprungenen Mithelfern wie dem bereitwilligen Einsatz der gesamten Bevölkerung zu danken.
Ihre entscheidende Sicherung aber erfuhr dis Heimatfront des Gaues Hessen-Nassau in der Person unseres Gauleiters. In umsichtiger Pia- nung und initiativer Führung richtete er das Leben der Heimat auf die Notwendigkeiten unseres Frei- heitskampfes aus. Oberster Grundsatz aller von ihm getroffenen Maßnahmen, die sehr ost auch nicht vor Unpopularität Halt machen konnten, war allein, das Leben der'Heimat nach dem Grundsatz der G e r e ch t i g k e i t zu gestalten. In zahlreichen Versammlungen in den Städten wie in den Dörfern erläuterte der Gauleiter diesen Standpunkt und trug dazu entscheidend bei, die Volksgemeinschaft nicht nur zu erhalten, sondern für jede Belastungsprobe zu feftigen.
In der Widerstandsfront der Heimat hat der Gau Hessen-Nassau auch im Jahre 1941 einen bedeutenden Platz eingenommen. Er wird diese Stellung auch für die Zukunft zu halten wissen und damit seine traditionelle Gefolgschaft zum Führer und seiner Idee durch unermüdlichen Fleiß, durch rast- lose Arbeit und unwandelbare Treue erneut unter Beweis stellen.
Trotzdem b e i d e r S A. das Führer- und Aus- bilderkorps aufs Aeußerste zusammengeschrumpft ist und auch der Wehrmannschaftsbestand weiter zurückgegangen ist, so wurde es doch nicht nur in den städtischen Bezirken, sondern auch auf dem breiten Lande ermöglicht, die systematische Durchbildung der Wehrmannschaften auf allen Gebieten zu steigern. Neben dem hierbei entwickelten Geländedienst ist die größte Sorgfalt darauf gelegt worden, die Ausbildung der Sondereinhelten, rote Nachrichten, Pioniere, Reiter, Marine jifro. tm Hinblick auf die Erfordernisse der Wehrmacht zu pflegen. Auch der weitere Einsatz der SA. auf den verschiedensten kriegsbedingten Gebieten, wie Erntehilfe, Absperr- und Sanitätsdienst, Einsatz bei Luft- chutzmaßnahmen erfordern von den SA.-Mannern neben der Berufsarbeit weitere viele Stunden des Tages und der Nacht. Trotz der Kriegsverhälttiisse wurde ein stärkerer Fortschritt auf allen Gebieten des SA.-Einsatzes und insbesondere der Wehrmannschaftsausbildung durch eine Besichtigung der Obersten SA.-Führung in den letzten Tagen des Jahres besonders festgestellt.
Auch beim NSKK. stand im Vordergrund die Arbeit der Wehrertüchtigung. Wieder wurden Tausende in den Wehrstaffeln ausgebilbet Darüber hinaus erwarben etwa 50 v. H. der Wehrscheininhaber nach einer gründlichen motor- und fahr- technischen Schulung den Krieaskrastfahrschein. tfur die Sicherstellung des Kraftfahrernachwuchses wur- den Tausende Angehörige der Motor-HI. in den Lehrwerkstätten der NSKK.-Stürme und in zwei Sommerlagern motortechnlsch ausgebildet Eme neue Aufgabe stellte sich dem NSKK. m der Umstellung der Lastkraftwagen von Benzin aus den Generatorbetrieb. Es schulte dabei fast 1000 Kraftfahrer um. Der Kriegswirtschaft dienten ferner die Transportkontrollen des NSKK. Von den dazu besonders ausgebildeten Mannern wurden 1 941 855 Kontrollen ehrenamtlich durchgefuhrt^ das sind 7695 Arbeitsstunden, zusätzlich zur Berufsarbeit. In unserem Gau wurden 1759 Fahrzeuge im Fernverkehr und 14 553 im Nahverkehr nach Ladung und Fahrbeschaffenheit überprüft 1551 Meldungen wurden wegen Unregelmäßigkeiten erstattet, aber nur 69 mußten an den Nahbevollmachtigten zur Weiterverfolgung eingereicht werden. In allen^ anderen Fällen wurden die Fahrer und Fahrzeug Halter über die Mängel ihrer Fahrzeuge belehr^ und zur Abhilfe aufgefordert was in den meisten ^äOcn genügte. Der Verkehrshilfsdienst des NnKK. hat auch in diesem Ighre ferne 23 Zonen un Be reiche der Motorgruppe Hessen weiter vervoll- 'TnnW weniger «Wem erffiat »ar bU Tätigkeit der Gruppe 11 des NS.-FNeger
zialen Betriebsarbeiterinnen hat sich mehr als verdreifacht. 2250 Frauen wurden besondere Erholungskuren ermöglicht. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" vermittelte 19423 Rüstungsarbeitern einen Erholungsurlaub im Gau Hessen-Nassau. Die Veranstaltungen ihres Amtes „Feierabend" zählten bei 978 Theateraufführungen 402 010 Besucher. Bei 960 Veranstaltungen der Wanderbühnen wurden weiteren 285 750 Volksgenossen besondere Stunden der Unterhaltung bereitet. Die von der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" durchgeführten 510 Konzerte konnten 256 435 Besucher verzeichnen. Am eindrucksvollsten . wird das gewaltige Programm der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" an der Gesamtzahl der Feierabend-Veranstaltungen im Gau Hessen-Nassau, sichtbar. In 10 013 Veranstaltungen wurdest dabei 2 980 497 Besucher erfaßt! Auch das Deutsche Volksbildungswerk verdreifachte die Besucherzahlen und verzehnfachte die Zahl der Veranstaltungen gegenüber dem letzten Friedensjahr. 1068 236 Volksgenossen besuchten Kurse und Vorträge. Nicht weniger rührig war im letzten Jahr auch das Sportamt. Neben der Veranstaltung von 65 588 Sportkursen für die Schaffenden des Gaues wandte es sich besonders auch der Wehrmachtbetreuung zu. Mit 2850 Veranstaltungen erfaßte es dabei 727 935 Teilnehmer. Für verwundete Soldaten wurden eine große Anzahl von Sportkursen durchgeführt.
Die DAF.- Propaganda in den Betrieben stand unter der Parole „Soldatische Haltung des deutschen Arbeiters". In 1446 Betriebsversammlungen und 5430 Betriebsappellen sowie Arbeitstagungen für Betriebsführer, Betriebsobmänner und Vertrauensratsmitglieder wurde dieser Leitsatz von namhaften Rednern der Partei, an deren Spitze sich der Gauleiter gestellt hatte, behandelt. Außerdem sprachen in einer Sonderaktion 'Soldaten sprechen zu Arbeitern" Wehrmachtangehorige in Betriebsversammlungen und stellten damit aus dem unmittelbaren Erlebnis der Front eine Verbindung zur arbeitenden Heimat her. Darüber hinaus vergaß die Deutsche Arbeitsfront zu ferner Stunde die sozialpolitischen Belange des deutschen Arbeiters. Der Erfolg drückt sich besonders m der Tatsache aus, daß zu den elf nationalsozialistischen Musterbetrieben des Gaues vier neue kamen, uno die Zahl der Gaudiplome von 187 auf 252 fteigen konnte. Weiter wurden acht neue Leistungsabzel- chen verliehen. Die Zahl der Teilnehmer am Lei- ftungskampf der deutschen Betriebe stieg von 4700 auf 5600. . s ,
In der Sorge um den Nachwuchs wurde von der
DAF. auf dem Gebiete der Begab t e n f o r 6 e • rung zum erstenmal die Vorauslese durchgettihrt. 33'/, v. H. der ausgelesenen Jungen und Madel konnten zur Reichsauslese geschickt werden, wahrend den übrigen andere Förderungsrnöglichketten erschlossen wurden. Bei der Reichsauslese konnten 75 v.H. auf Hoch- und Fachschulen ^schickt und 9 v. H. für Vorbereitungskurse für die Meister- und Werkmeisterprüfung vorgesehen werden. 16 wy. erhielten Hinweise zu ihrer persönlichen Welterbil- düng. Einen nicht unerheblichen Beitrag sur die Wahrung des Friedens in der deutschen Volrsge- meinschaft konnten die Rechtsberatungsstellen oe Deutschen Arbeitsfront liefern. Von 8200 Streitfällen, die ihnen vorgetragen wurden, brauchten nur 350 zur arbeitsgerichtlichen Entscheidung Gefahr werden. Der Wert der außergerichtlichen Vergleiche, die durch den Appell an die Vernunft und die nationalsozialistische Kameradschaft erzielt werden konnten, beläuft sich auf etwa 420 000 RM.
Gesteigerte Leistungen der RS -Volkswohlfahrt.
k o r p s. In unermüdlichem Einsatz der wenigen nicht an der Front eingesetzten Männer wurde die Schulung der Jungen auf allen fliegerischen und fliegertechnischen Gebieten durchgeführt und so nicht nur ein Weiterführen der Arbeit der Gruppe gewährleistet, sondern ein stetes Vorwärtskommen auch im Krieg erzielt. Im Rhein-Main-Gebiet konnten größere Wettbewerbe und Veranstaltungen der Gruppe durchgeführt werden. So fand im Juli das Ausscheidungsfliegen für Motorflugmodelle der Gruppe 11 auf dem Standortübungsplatz bei Hanau statt Anfang November der Gruppen-Wettbewerb für 'Saalflugmodelle in Offenbach. Im September wurde das erste in der Werkstatt für Segelflugzeugbau des Telegraphenbauamtes Mainz fertiggestellte Segelflugzeug getauft, während im Oktober die Weihe von sechs weiteren in den Reichsbahnausbesserungswerken Darmstadt und Frankfurt erbauten Segelflugzeugen stattfand. Neben den Werkstattleitertagungen in Babenhausen und Aßlar bei Wetzlar berief die Gnwve als Schlußveranstaltung des Jahres sämtliche Funklehrer der Gruppe zu einer Tagung nach Wiesbaden-Erbenheim ein. Die Arbeit der' 1941 angelaufenen Bordfunkervorausbildung, die heute eine besondere Bedeutung in der vormilitärischen Ausbildung der Jugend besitzt, fand hier ihren Niederschlag. Wenn der größte Teil der Gruppe als Flugzeugführer, Beobachter. Bordfunker und Bordmonteur im Felde eingesetzt ist — unter ihnen befindet sich bereits ein Eichenlaubträger — so kann die Gruppe mit Stolz sagen, daß sie auch im vergangenen Jabr nur das eine Ziel hatte, der besten Luftwaffe der Welt den besten Nachwuchs sicherzustellen.
Die Jugend in Kameradschaft zur Front.
Das beherrschende Grundthema ber Arbeit der Hitler-Jugend war ebenfalls die Wehrertüchti- gung. Der „Tag der Sonderformattonen" in Mainz, an dem der Gauleiter die neue Seesportschule des ! Gebietes, die die zukünftige Ausbildungsstätte der Marine-HI. wurde, ihrer Bestimmung übergab, zeigte, daß die junge Führerschaft der HI. ihre Bewährungsprobe auf dem Gebiete der Wehrertüchti- aung bestanden hat. In zäher Kleinarbeit wurde die Nachwuchsführerschaft in Sommerlagern und Ausbildungslehrgängen, die zum Teil mit der Wehrmacht 'durchgeführt wurden, herangezogen. Die sportliche Breitenarbeit sand ihre Krönung bei den Deut- leben Juaendmeisterschaften in Breslau, bei welchen sich das Gebiet Hessen-Nassau in Leichtathletik, Tennis und Rollschuh die erste Stelle erkämpfte. Be- sondere Ausgaben traten an die HI. heran, als sie
NSG. Wenn zum Jahreswechsel ein Ueberblick auf den Kriegseinsatz des Gaues Hessen-Nassau der Oeffentlichkeit darstellt, in welch umfassender Weise die Heimat in den vergangenen Monaten den Notwendigkeiten unserer Kriegführung verbunden mar, so deshalb, weil die Heimat, für die hier ein bedeutender Teilausschnitt zu Worte kommt, damit Rechenschaft ablegen will, ob sie ihr Möglichstes zur Unterstützung der kämpfenden Front getan hat. Er legt also dar, wie die Bevölkerung der Heimat ihr stilles Gelöbnis, zu jeder Stunde in der Kameradschaft der Frontsoldaten zu stehen, mit Gesinnung und Handeln erfüllte.
Die Partei, vom Führer zum Träger der Wrderstandsfront in der Heimat bestimmt, schuf auch im Gau Hessen-Nassau im Kriegsjahr 1941 die ideellen und organisatorischen Fundamente zur Erfüllung dieser Aufgabenstellung. Beide waren die notwendigen Voraussetzungen für den dann von der Volksgemeinschaft erfüllten praktischen Einsatz. Die politisch führenden Gauämter haben am Aufbau und der Sicherung der ideelen und organisatorischen Grundlagen der Heimatfront in ihrer Zweckbestimmung des Instrumentes der Kriegführung wiederum wertvollste Arbeit geleistet. Ihr Verdienst ist es, wenn sie es verstanden, durch Propaganda, Presse und Schulung, durch Lenkung und Betreuung von Wirtschaft und Kultur die nationalsozialistische Idee in der Volksgemeinschaft lebendig zu erhalten, und somit die ideellen Grundwerte unseres Volkes aus dem Bereich des Abstrakten in den des blutvollen Lebens zu führen.
Don nicht geringerem Umfang und gleicher Wirkung waren die Aufgaben, die der N S. - V o t r - Wohlfahrt gestellt waren. Ihr erhöhter Einsatz war durch die kriegerischen Ereignisse bestimmt un stellte größte Anforderungen an die ^^^siLssahig- keit ihrer Organisation. In über 12 000 Hilfsstellen „Mutter und Kind" wurden werdende Mutter uno Kinder insbesondere die unserer Soldaten betreut. Die Mütterverschickung wurde tm selben Umfang durchgeführt wie in Friedenszeiten. Vor-
Die gesteigerte Hilfsbereitschaft äußerte sich vor allem auch auf dem Gebiet des Arbeitseinsatzes der Frauen. 172 374 Frauen waren im Laufe des Jahres im Gau an irgendeiner Stelle viele Stunden für die Nachbarschaftshilfe eingesetzt. 63133 Frauen standen bei Behördenstellen, Ernährungsämtern, Bezugscheinämtern zur Der- ügung. Wie alle andere Tätigkeit erfolgte auch liefet Einsatz ehrenamtlich. Der Mütterdienst im Deutschen Frauenwerk erfaßte in 872 Kursen 16 273 Teilnehmerinnen. In 348 Beratungsstellen
fern, Säuglingsstationen und in den Gemeinden gestellt. Für Verwundete in Lazaretten wurde in Verbindung mit der Lazarettbetreuung der NSKOV. gegen eine Million RM. an Werten durch die NZV. zur Verteilung gebracht. Don besonderer Bedeutung haben sich weiterhin die Anstrengungen des Ernährungshilfswerkes erwiesen. Wenn normalerweise im Gau Hessen-Nassau durch die Verwertung der Küchenabfälle in zwei Sammelperioden rund 24 000 Schweine jährlich gemästet werden konnten, so wird die Anzahl der in diesem Jahr zur Schlachtung kommenden Schweine diese Ziffer erheblich übersteigen. Das Kernstück des Aufgabengebietes der NSV. war wiederum das Winterhilfswerk. So wurden im Jahre 1941 im Rahmen des Winterhilfswerkes im Gau Hessen-Nassau allein 7 334 850 RM. an die WHW.-Betreuten in Form von Wertscheinen ausgegeben.
Unterstützt von der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung konnte das Gauamt für Kriegsopfer eine umfassende und durchgreifende Fürsorge unserer Verwundeten durchführen. Besonders aktiv war dabei die berufliche Umschulung in den Betrieben. Vor noch nicht allzu ferner Zeit waren die Kriegsbeschädigten in überwiegendem Maße in Berufsfragen auf sich selbst angewiesen. Die nun eingerichteten Institute für die berufliche Umschulung lassen im Hinblick auf die Ergebnisse des letzten Jahres größere Erfolge erwarten. Neben der umfangreichen Betreuung der Verwundeten wurden auch die Hinterbliebenen der Gefallenen mit besonderen Fürsorgemaßnahmen bedacht. Viele An-
Das Landvolk im Gau Hessen-Nassau konnte die landwirtschaftliche Erzeugung auf der Höhe halten und die Saatgutbeschaffung durch die Aufbringung der doppelten Saatgutmenge steigern, i Die gesamten Anbauflächen des Gaues Hessen-1 Nassau waren bis aus den letzten Quadratmeter bestellt. Auch die Herbstaussaaten sind wieder in vollem Umfange erfolgt. Die Futtererzeugung wurde intensiv weiter betrieben. Auf dem Gebiet der Mechanisierung wurde die Ausbildung durch zahlreiche Kurse, insbesondere Schlepperkürse, fortgesetzt. Wenn auch die Tierzucht und Tierhaltung auf die Kriegsverhältnisse umgestellt werden mußten, so ist trotzdem auf sämtlichen tierzüchterischen Gebieten ein Aufstieg in der Leistung festzustellen. Das Gebiet der Landesbauernschaft konnte aus seinem wertvollen Zuchtmaterial Teile an die Aufbaugebiete im Osten und Westen des Reiches abgeben. An besonderen Leistungseinrichtungen sind die Milchleistungsausschüsse und die neu geschaffenen Gemüseleistungsausschüsse zu nennen. Im Dienste der Ernährung unseres Volkes kommt diesem Prinzip der Leistungssteigerung unter Einschaltung des Leistungswettbemerbs besondere Bedeutung zu. Wenn heute festgestellt werden darf, daß das Landvolk die ihm gestellte Ausgabe wiederum voll erfüllte, so ist dieses im wesentlichen ein Verdienst der Landfrauen, die wiederum in vorderster Linie als Betriebsleiterinnen die Kriegsarbeit auf der Scholle leisteten. Es war daher eine selbstverständliche Pflicht, daß ihnen die besondere Betreuung der Partei galt. Hier wurde vor allem versucht, durch Hilfskräfte die Bäuerin zu entlasten. Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit der NSV. eine Erholungsfürsorge eingeleitet. Der Bewährung der Landarbeiter, von denen eine große Zahl Treueauszeichnungen erhalten konnte, sei besonders gedacht. Ihre berufliche Fortbildung wurde gefördert. Der Ausbau der Qandarbeiterwoh- nungen und eigenwirtschaftlichen Einrichtungen
wiegend wurden Mütter und . Frauen verschickt, deren Männer und Söhne an der Front standen oder vor dem Feind gefallen waren. Eine besondere Berücksichtigung fanden Frauen aus der Rüstungsindustrie und aus kriegswichtigen Betrieben. Trotz kriegsbedingter Schwierigkeiten wurde auch die Kin- derheimverfchickuna weiter durchgeführt. Die N S V - Kindertagesstätten wurden ausgebaut und erweitert. Die gesundheitliche Betreuung der Kinder and in den Wintermonaten ihre Unterstützung durch die Ausgabe von Stärkungs- und Vitaminpräparaten. Im Rahmen der erweiterten Kinderlandverschickung wurde auch der Gau Hessen-Nassau im Jahre 1941 Aufnahmegau und hat als solcher über 5000 Mütter sowie über 10 000 Kinder zu Erholungszwecken ausgenommen. Höchste Anforderun- en wurden an die Tätigkeit, unserer Blauen und Braunen Schwestern in Lazaretten, Krankenhäu-
gen. Mit Mitteln der NSKOV. wurde die holungsfürsorge, die auch die Hinterbliebenen Gefallenen betreut, ausgebaut.
Das Landvolk erfüllt seine Aufgaben.
in Zusammenarbeit mit der NSV. für bie erweiterte Kinderlandoerschickung in kürzester Frist 14 Jungen» und 10 Mädellager zur Aufnahme bereit machen mußte. Die Arbeit auf dem kulturellen Gebiet wurde in keiner Weise vernack-lässigt. Durch den Ausbau der-Musikschulen in Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Darmstadt wurde die Grundlage für eins musikalische Ausbildung der Spielscharen und Orchester geschaffen. Die Errichtung ähnlicher Schulungsstätten auf dem Lande wurde vorbereitet. Auch in diesem Jahre standen die Spielscharen der Truppenbetreuung zur Verfügung. In Veranstaltungen und in Lazaretten wurden den Soldaten mit Liedern, Laienspielen und Orchesterstücken > einige frohe Stunden bereitet.
Unter der Parole „Wettrüsten für das WHW. arbeiteten die Einheiten des BDM. für das Winter- Hilfswerk. Kindergärten im Osten wurden taufend mit Spielzeug, Säuglingsausstattungen und Kleidungsstücken beschickt. Jrn Generalgouvernement und im Gau Danzig-Westpreußen kamen 100 BDM- Führerinnen sechs Wochen bei den rückgesiedelten Volksdeutschen zum Einsatz. Ihr Aufgabengebiet war Säuglingspflege, Kleinkinderbetreuung, Errichtung von Kindergärten, Schulunterricht ?ur Festigung der deutschen Sprachkenntnisse. Bei allem Arbeitseinsatz wurde jedoch auch die Erholung der Mädel sichergestellt. In 28 Lagern wurde es den Mädeln möglich, bei geringstem Lagerbeitrag in den schönsten Gegenden unseres Gmes Entspannung und Erholung zu finden. Erholungsbedürftige Mädel aus den Betrieben wurden während des ganzen Jahres in das Erholungslager Hofgeismar verschickt. In der Berufsnachwuchslenkung wurden bereits die 12» und 13jährigen Iungmädel erfaßt, um sie für bas Pflicht- I jahr für die zweijährige Haus- ober Landwirtschafts» lehre, den Landdienst, die VDM-Haushaltungs« schule' und die VDM.-Landfrauenschule vorzubereiten. Die Pflichtjahrmädel wurden weiter in Appellen zusammengefaht, bei welchen jeweils Fachkräfte über die spätere Berufsausbildung in hauswirtschaftlichen, ländlichen, sozialpflegerischen und erzieherischen Berufen zu den Mädeln sprachen.
Wenn die Mehrzahl der Studenten des Gaues iu erster Linie als Soldaten der Wehrmacht ihrs Pflicht erfüllten, so wurde die politische Arbeit an den Hoch- und.Fachschulen dennoch nicht vernach. lässigt. Als Kernstück des NSD-Studentenbundes darf der studentische Rüstungseinsatz gelten. In zahlreichen Betrieben des Rhein-Main-Gebietes wurden sämtliche verfügbaren und einsatzfähigen Studenten und Siudentinnen während der Semesterferien als zusätzliche Arbeitskräfte tm Rüstungseinsatz beschäftigt. Von den Leistungen der studentischen Jugend in den einzelnen Betrieben des Gaues zeugen viele Anerkennungsschreiben. Ihre besonders Würdigung aber fanden sie durch den Reichsstudentenführer, der den Rüstungseinsatz bei einem Betrieb in Frankfurt besichtigte und der studentischen Jugend dafür seine besondere Anerkennung aussprach.


