auch
Pläne auf weite Gicht
Australien fordert Sicherheit
Starke feindliche Angriffe an der Ostfront zerschlagen
gegebenen Kürzungen der Automobilproduktions- Quoten nach sich ziehen. Die Abstriche betragen bei Personenwagen und leichten Lastwagen für Dezember 25 v. $)., für Januar 50 v. h. Im Dezember dürfen nur noch 6042, im Januar 12 084 Lastkraftwagen hergestellt werden. Selbst für diese beschränkte Produktion kann eine Bereitstellung der notwendigen Rohstoffe nicht in Aussicht gestellt werden.
Oer Wehrmachtbenchi.
D7lB. Aus dem Führerhauptquartier, 30. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.
An verschiedenen Abschnitten der O st f r o n t wurden starke feindliche Angriffe in engem Zusammenwirken des Heeres und der Luftwaffe zerschlagen.
3m Schwarzen Meer versenkten Kampfslug, zeuge einen sowjetischen Zerstörer und beschädigten einen Kreuzer.
An der Wurmanfront schlugen deutsche Truppen in der Zeit vom 21. bis 22. Dezember hartnäckige Angriffe der Sowjets bei strengstem Frost und Schneestürmen mit vollem Erfolg ab. Der Feind hatte schwere blutige Verluste.
Starke Verbände von Kampfflugzeugen griffen in der Nacht zum 30. Dezember einen kriegswichtigen Versorgungshafen an der englischen O st k ü st e mit guter Trefferlage an. Del Tage wurde westlich der Färöer ein Handelsschiff durch Bombenwurf versenkt.
3m Geteltzug eingesetzte llnterseebootjäger schos
sen drei von sechs angreifenden britischen Bombern ab. Alle geleiteten Schiffe erreichten sicher ihren Bestimmungsort.
3n Nordafrlka erzielten die deutsch-italienischen Truppen im Raum um Agedabla wettere örtliche Erfolge. Die Zahl der beim Gegenangriff abgeschossenen feindlichen Panzer hat sich auf 74 erhöht. Einige hundert Briten wurden gefangengenommen.
Auf der 3nsel Walto wurden Flugplätze des Feindes bei Tage und bei Rächt angegriffen.
Vor La Valetta versenkten deutsche Kampfflugzeuge ein gröfzeres Segelschiff. 3n Luftkämpsen schossen deutsche Zäger fünf britische Flugzeuge ab, ein weiteres Flugzeug wurde am Boden zerstört.
Neun Britenflugzeuge an der weflfranzösischen Küste abgefchoffen. Berlin, 31. Dez. (DBB. $unffprud).) Bet An- griffsversnchen britischer Flugzeuge am Rachmittag des 30. Dezember auf die Küste Westfrankreichs wurden nach bisherigen Weldungen von deutschen 3Sgern und Flakartillerie fünf Spitfire und vier viermotorige Bomber abgeschossen.
Vergebens sucht die „Times* ebenso wie andere englische Blätter den Australiern zuzureden, doch in der Betrachtung des Krieges einen weiteren Blick zu entwickeln und zu bedenken, daß der Krieg ein „Ganzes* fei und der Einsatz der australischen Trupven auf jedem Schlachtfeld diesem Ganzen, also auch Australien, zugute käme. Der Krieg in Oftafien hat heute mit rauher Wirklichkeit den Selbst - erhaltungstrieb der Dominien aufge- weckt und ihnen die Wahrheit des englischen Sprichwortes vor Augen geführt, daß „Wohltätigkeit zu Haufe beginnt*. Rach diesem Sprichwort fordert Australien jetzt allerdings vergeblich die Rückkehr feiner Trupven aus Aegypten, um die eigene Heimat zu schützen.
Zur Berichterstattung nach Berlin berufen.
Berlin, 30.Dez. (DRV.) Der deutsche Botschafter in Argentinien. Dr. Freiherr, von Thermann. ist zur Berichterstattung nach Berlin I berufen wurden.
Krieg ohne Fronten
Von Kriegsberichter Claus Dörner.
Der flanke Rummel um Churchills Besuch in Washington und Edens Besuch m Moskau ist Fassade. Die USA. und England können die Sowjetunion praktisch nicht oder nur in ganz unzureichendem Maße beliefern; Stalin schreit aber nicht nur nach unmittelbarem Kriegsmaterial, sondern auch nach Derbrauchswaren im weitesten Umfang. So hatte er noch vor dem Ausbruch des ostasiatischen Krieges durchgesetzt, daß die englische Textilindustrie die Hälfte ihrer bisherigen Gefamtousfuhr an die Sowjetunion liefert. Dank der eigenen Jerstörungs- Politik, die nun ihren Herrn und Meister schlägt, schreit Stalin auch nach Getreide und Dauerkonserven an Fleisch, Fisch und Molkereiprödukten. heute kann ihm weniger denn je geliefert werden. Ferner hat Stalin selbst am 9. November 1941 die baldige Sck-affung einer zweiten Front in Europa gefordert. Nichts von alledem ist geschehen. Die Worte aus Moskau oder Washington oder London interessieren uns nicht. Sie sind ein Schleier, den sich Pankees, Briten und Bolschewisten selbst vor die Augen halten. Wir halten uns nur an das, was hinter den Worten steht. Wenn Stalin und Eden jetzt versichern, sie hätten sich darüber unterhalten, wie Europa nach der Besiegung der Mächte des Dreierpaktes zu organisieren sei, so lachen wir über die Dummdreistigkeit dieser Tarnung. Sie ist ein Verzweiflungsakt, um von der Bettachtung der sow- jeto-anglo-ameri tonischen Blöße abzulenken. Sie gleichen dem Zweckverband eines Blinden und Lahmen, wobei der Blinde den Lahmen trägt und dafür mit den Augen des Lahmen sieht.
Britische Panzer, die die durch die Ausbruchsversuche bereits hart bedrängten vor Tobruk liegenden deutschen und italienischen Einheiten von hinten zu fassen suchten, wurden von den deutschen Panter- [treitträften im Rücken angegriffen, so daß sich eine bereits vierfache Schichtung der Linie ergab: Sowohl deutsche und italienische wie auch die britischen Truppen mußten frontal und im Nü ck e n, die Briten bei der folgenden Umfassung sogar auch in den Flanken kämpfen. Um die Seltsamkeit eines nur auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz möglichen Schlachtenbildes vollständig zu machen, erschienen im Rücken des deutschen Afrikakorps noch vorgeschobene Aufklärungs- ft r e i 11 r ä f t e der Briten, augenscheinlich in der Absicht, ihre zum Teil bereits von der eigenen Stoßlinie abgeschnittenen Panzer zu verstärken. Flakbatterien "und Panzerjäger erledigten in den Abendstunden des 21. November eine Anzahl von ihnen.
Starke Regenfälle und auch tagsüber bedeckter Himmel bildeten für die Kampfhandlungen dieser Tage einen für den Afrikaner ungewöhnlichen Rahmen. In schweren Kämpfen wurde bereits eine große Anzahl schwerer und mittlerer britischer Panzer vernichtet. Ihre brennenden Wracks säumten als Helle Fackeln den Horizont. Die schnell einsal- lende frühe afrikanische Nacht wird voq den in allen Himmelsrichtungen aufsteigenden Leuchtzeichen erhellt, während die Männer sich mit Picke und Spaten in den steinigen Boden ihre Deckungslocher kratzen.
Der große Orlog ist im Gange, ein unerbittlicher Krieg, Dor stoß und Umgehung, Abschneidung der Nachschubstraßen, Bildung von Igelstellungen und Üeberrafd)ung beißen feine Mittel, und Munition, Verpflegung, Sprit und nochmals Sprit sind feine häufigsten Vokabeln,
Australiens strategische Politik sich mehr nach der Sowjetunion und Amerika als nach Großbritannien hin ausrichten solle, werden als Warnungs- fiqnal dafür angesehen, daß die Australier nicht länger in blindem Gehorsam gleich Schafen vom Mutterland abhängig sein können. Der Artikel hat in London zu einer lebhaften Diskussion geführt, die teils offen dem australischen Standpunkt ent- qeqenfommt, teils in vorsichtiger Farm die britische Auffassung mit der (Turtins in Einklang 3ui brin« gen versucht. In diesem Sinne verdient em Artikel bet Times* besondere Beachtung, der von dem sich augenblicklich in London aufhaltenden größten Zeitungsverleger Australiens, Keith M u r d och, geschrieben ist Keith Murdoch meint, daß Churchill M ein sehr gefährliches Spiel tre.be, wenn er Australien vorn Obersten Krie^rat ausschließe. Murdoch fordert, daß „neues J-n
1 in die strategische Leitung der
Alliierten fließen müsse. Diese Forderung wird von der „Times* vorsichtig unterstützt. Das Blatt weist darauf hin, daß eine große Anzahl australischer Truppen der Sache der Alliierten im Nahen Orient und an anderen Orten diene. „Australien ist keineswegs stärker geworden dadurch, daß diese ausgezeichneten Truppen auf andern Schlachtfeldern kämpfen*, heißt es in der „Times". Doch kann die „Times* nicht umhin, dem australischen Ministerpräsidenten Curttn eine „mangelnde Perspektive' in der Beurteilung des Krieges vorzuwerfen, denn — so schließt der Artikel — „ber Hauptfeind ist und bleibt Deutschland*.
Der Vertreter der australischen Regierung in London, Sir Earl Page, und der australische Oberkommissar Bruce hatten eine Besprechung mit Lordsiegelbewahrer A 11 l e e über die Wünsche der australischen Regierung nach einer stärkeren Berücksichtigung der australischen Sicherheit im Rahmen der alliierten Kriegsziele. Auch in Melbourne trifft man dort bereits Vorbereitungen, Australien zur Operationsbasis für amerikanische und nieder- ländisch-indische Kampfverbände zu machen. Alle Hotels, Pensionen und eine große Anzahl von Privatpersonen haben ihre Gebäude zur Evakuierung bereitzuhalten für den Fall, daß für die Gin« nuartierung von Truppen der alliierten Mächte Platz geschaffen werden müsse. Als ein weiteres Zeichen in der gleichen Richtung wird die von Roosevelt dem australischen Premierminister gegenüber gegebene Erklärung angesehen, daß die Vereinigten Staaten alles tun werden, um Australien zu helfen. Curtin hat mitgeteilt, daß zwischen den USA. und Australien vollständige Einigkeit in allen militärischen Fragen herrsche. Die Vereinigten Staaten sollten im Stillen Ozean die Hauptlast tragen, während England in Europa aushalten solle, erklärte Curtin.
Stockholm, 31. Dez. (DNB. Funkspr.) Wenn auch der Kriegsschauplatz im Pazifik Tausende von Seemeilen vom amerikanischen Kontinent entfernt ist, so machen sich die Rückwirkungen des Krieges doch schon im öffentlichen Leben der Vereinigten Staaten bemerkbar. Der Verbrauch von Benzin und die Verwendung der verschiedenen Metalle wie Eisen, Kupfer und Aluminium für die Derbrauchsgüterindustrie waren bereits zugunsten der Englandhilfe empfindlichen Beschränkungen unterworfen. Auch die Kraftwagenproduktion für den Privatbedarf wurde erheblich herabgesetzt. Um so größere Rückwirkungen werden die nun bekannt-
DNB. ...,30. Dez. (PK.) Die Gesetze des W ü • stenkrieges fino feit Jahrtausenden unverändert. Immer waren es schnelle Truppen, früher die rasenden Reiterhorden der Numidier, der hyksos, der Araber, heute die auf beiden Seiten in großer Zahl eingesetzten Panzer. Immer aber auch gab es einzelne zäh verteidigte Stützpunkte, die von den Waffen schneller Verbände nicht überwunden werden können, und die dann zum Ausgangspunkt für den Gegenstoß werden sollen. Ein Gelände, das keinerlei Verteidigungsmöglichkeiten bietet und die Riesenhaftigkeit des Raumes schließt die Bildung ge- schlossener Fronten in der Marmarica aus.
Die deutsche Führung hat immer mit der Mög« lichkeit überraschender britischer Vorstöße von Südosten her gerechnet. Unsere Luftaufklärung meldete die verstärkte Ansammlung von Truppen und die Anlegung von Dorratslagern in den briti- chen Stützpunkten ©iarabub und Oase Siwa. Es hieß abwarten! Auch als fick stärkere britische Verbände am 18. und in der Nacht zum 19. November aus südlicher Richtung gegen die um Tobruk liegende Belagerungsfront und gegen die D i a B a l b i a im Rücken der von Sollum bis Sidi Omar führenden ägyptischen Front in Marsch setzten, schien der Zeitpunkt für eine Gegenaktion noch nicht gekommen. Raumgewinne spielen iy der Wüste keine Nolle, Räume werden so schnell verloren, wie sie gewonnen sind. Erst am 20. November faßte eine deutsche Panzerdivision in kurzem aber schnellem Zupacken die im Rucken der deutschen Stellungen bis fast auf die höhe des bereits früher hart um« kämpften Forts Capuzzo vorgedrungene britische Panzerbrigade, die sich nur durch schnellen Rückzug der Vernichtung entziehen konnte. Damit begann sich jenes großartige Spiel der Kräfte zu entfalten, das nur dem Wüstenkrieg, einem Krieg ohne Fronten, eigen ist.
England verrät Europa dem Bolschewismus
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Berlin, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Loi^on :int allen Grund zur Beunruhigung über die Hal» iiing, die A u st r a l i e n angesichts der immer - edrohteren Lage Singapurs einnimmt. Der Lon- • oner Korrespondent der schwedischen 3eitung Dagens Nyheter* erklärt, daß die australische Re- Gierung und die Presse ihre Kritik an der eng« Aschen Regierung nicht verhehlen und daß Austra- Ken jetzt an dem Punkt angelangt ist, wo es er« »artet, daß die Vereinigten Staaten mehr ür die Verteidigung Singapurs tun als Großbritannien. Die Australier beschuldigen die Engländer, polittsche Fehler begangen zu haben und versichern, daß die Briten, nicht fähig gewesen wären, aus der Hilfe der eingeborenen Bevölkerung und' besonders der Chinesen in dem Konflikt in Ostasien Nutzen zu ziehen. * „
Die im „Melbourne Herold* veröffentlichten Vor-> - -- . ..
Wäge des Premierministers Curttn, daß Domentons
Stockholm, 30. Dez. (Europapreß.) Die Pläne, die Churchill und Roosevelt zusammen in Washington ausgearbeitet haben, sehen vor, daß die Alliierten sich während des Jahres 1942 darauf beschränken werden, die für sie lebenswichtigen Stutzpunkte und Verbindungslinien in halten, während sie gleichzeitig ihre Aufrüstung durchführen, um im Jahre 1 943 mit überwäl- igenben Kräften eine große Offensive einzuleiten. Das. ist der Hauptinhalt der Nachrichten über die ? ritisch-nordamerikanischen Verhandlungen. Auch Iber das Schicksal der von Deutschland besetzten Länder habe man beraten. Großbritannien und die Bereinigten Staaten hätten diesen Ländern zwar ür die Zeit nach dem Kriege ihre unabhängige Lxistenz zugesichert, aber gleichzeitig mitgeteilt, daß Uefe europäischen Staaten in jedem Falle bereit ein müßten, auf manche Souveränitätsrechte zu verzichten. Diese Einschränkung der Souveränität oerbe zugunsten eines Europas verlangt werden Nüssen, das „wirtschaftlich gesund und militärisch itart" sein werbe. Zu den Verhandlungen in Moskau wird berichtet, daß die Ansichten Edens und Stalins zwar weitgehend übereingestimmt hätten, ! aß aber dennoch mehrere Probleme u n • 1 elöst geblieben seien. Dies gelte insbesondere Don der Frage der britisch-sowjetischen Zusammen- irbeit nach dem Kriege. In Berichten aus Moskau oerbe jedoch darauf hingewiesen, daß diese Fragen augenblicklich von geringerer Bedeutung seien als die Aufgaben der Kriegführung. Eden selbst habe diese Ansicht betont.
sich mit einer solchen tödlichen Krankheit herumexperimentieren lassen? Das hieße ein Reptil zum Haustier machen ober eine Kobra streicheln.* Wenn ber gleiche Churchill schon am 25. September 1921 gejagt hatte, eine verhältnismäßig kleine Banbe von Berufsrevolutionären, meistens Juben, habe das russische Volk in ein furchtbares Elend gestürzt, und noch 1927 den City-Kaufleuten in Mansion- House erzählte, England und seine Verbündeten und auch, wie Churchill sich ausbrücfte, „unsere ehemaligen offenen und tapferen Feinde hätten mit btefem unmenschlichen Barbarismus nichts Gemeinsames, sondern ihm gegenüber nur Feindschaft, dann werden diese Aeußerungen durch unzählige Artikel der britischen Presse von ehedem erweitert, die im Bolschewismus geradezu die Höllensöhne des Chaos erblickten.
heute hat ber gleiche Churchill sein Land diesem Bolschewismus geöffnet, heute hat er dieses „bolschewistische Reptil* zum Haustier gemacht und streichelt es, um seine Worte von 1930 zu gebrauchen, „wie ein Kobra*, heute gibt England dem Bolschewismus freie Hand in ganz Europa. Die „Times* entblödet sich nicht, zu schreiben, die Menjchheit ginge heute nicht nur durch bas Feuer eines universellen Krieges, sondern auch durch den Brand einer sozialen Revolution, und deshalb müsse England vom Bolschewismus lernen. Die amerikanische Nachrichtenagentur United Preß weiß beqn auch zu berichten, baß Roosevelt und Churchill in Washington die Ausdehnung ihrer Atlantikcarta auf das Stalinreich beschlossen hätten. Nichts kann die Mission des Dreierpaktes, die abendländische Kultur und die Grundbedingungen unseres Lebens gegen den Bolschewismus und eine verkommene Plutokratie zu schützen, besser erhärten, als die Auslieferung Englands an den Bolschewismus, der, wie einst Churchill schrieb, in der Polarnacht seine Klingen wetzte und mit vor hunger und Askese starren Lippen seine Philosophie des Hasses und des Todes predigt.
Der britische Außenminister Eden ist, wie aus London berichtet wird, von seinem Bittbesuch bei Stalin nach London zurückgekehrt. Die Briten hab len sich zu feinem Empfang mit Fähnlein bewafs« T-et, die Hammer und Sichel zeigten, und fünf Mimten die Sowjetinternationale gesungen. Ein be= Irogenes, mißleitetes Volk hält die Augen zu, wenn ib in den bolschewistischen Abgrund springt. Die mglische Politik hat sich mit haut und haaren dem Aolschewismus überantwortet und damit ein Verzechen gegen die abendländische Kultur unternommen, das zu furchtbar ist, um in feinen Auswir- lungen von der törichten Plebs in London erlern nt zu werden. Churchill hat das europäische Festland dem Bolschewismus überantwortet, um sich !-lbst zu retten. Das Blatt Edens, der „Daily Telegraph , schreibt, Stalin habe in Moskau gegenüber eben das von diesem gebilligte Verlangen gestellt, toß England und die US2l. für den Fall eines Sieges der Alliierten dem Bolschewismus freie Hand in Mittel-, West- und Südeuropa belassen mühten. .
Mit anderen Worten: England hat eingerouligt, für den Fall eines Sieges ganz Europa dem Aolschewismus auszuliefern. Was das heißen Ditt, t)at einst Churchill höchstselbst gejagt. Wir wollen nicht auf seine antibolschewistischen Steuerungen der Jahre nach 1920 eingehen. Es genüge, daß er am 14. Dezember 1930 roch den Bolschewismus folgendermaßen charakterisierte: „Der Bolschewismus ist wie ein fremdartiges Ungeheuer, das in unserer modernen Weltordnung lebt. In feinen Adern fließt das kalte Blut eines solchen Reptils. Es arbeitet unter Ausnutzung nie« berfter menschlicher Instinkte und Leidenschaft und sieht in ihrer Befriedigung sein höchstes Ziel, ohne ts erreichen zu können. Was wir in Sowjettußland beobachten, ist eine Abwärtsentwicklung zur Kultur- i’.ufe niederer Lebewesen. Der Kommunismus gleicht einem Krebsgeschwür, das sich von einem ent« Iräfteten Körper nährt und diesen quält und zu- runde richtet. Welcher gesunde Körper möchte an
hatte es sich mit den sogenannten „Fliegenden F e ft u n g e n", die in Zusammenarbeit mit den U-Booten die japanischen Operationen und vor allem die Materialzufuhren stören sollten. Angesichts der verhältnismäßig geringen Tonnage, die die USA. im Pazifik besitze, müsse das bisherige (Ergebnis des japanischen U-Bootseinsatzes als besonders groß bezeichnet werden.
Oie USA. spüren den Krieg.
Einschränkungen der Berbrauchsgüter- herstellnng. — Kraftwagenproduktion für
Januar um 50 vH. gesenkt.
«bracht worden sei. Dort habe er dann zu seinem Erstaunen die Ergebnisse der Kämpfe auf Hawaii mfr in den malaiischen Gewässern erfahren.
Amerikas Schifisverluste im Pazifik.
Tokio, 31. Dez. (Europapreß.) Daß die 93er- toten Staaten jetzt dem U-Boot-Krieg tuf beiden Flanken ausgesetzt sind, be- oeijt der erste zusammenfafsende Bericht ber japanischen Admiralität über die erfolgreiche Tätigkeit [er japanischen Unterseeboote gegen die See- Verbindungen Nordamerikas. Der Bericht zeigt zugleich baß Japans Seekrieg über hawai hinaus jis unmittelbar an bie Westküste der bereinigten Staaten vorgetragen wird. Die von der ilbmiralität veröffentlichten Ziffern lassen ferner rtennen, daß es sich bei den amerikanischen Der- uften um besonders wertvolle und ;r o 6 e Einheiten der amerikanischen handels- lotie handelte, da bie versenkten 70 000 BNT. sich tuf nur zehn Schiffe verteilen, während die schwer eschäbigten und wahrscheinlich für dauernd un- Rauchbar gemachten drei Schiffe zusammen 30 000 ZRT. ausmachen und weitere fünf beschädigte Handelsschiffe 40 000 BRT. haben.
Kapitänleutnant Tominaga von der Presseabtei- ung ber Marine stellte fest, daß die Serbin- )ung der USA. mit dem West Pazifik praktisch abgeschnitten sei. hierdurch zeige ich. wie sinnlos der Versuch Roosevelts gewesen ei, Japan zu blockieren und wirtschaftlich auf die $nie zu zwingen. Schätzungsweise 20 nordamerika- tifefje U-Boote, die sich zu Kriegsbeginn in den »estpazifischen Gewässern aufhielten, seien zum zrößten TeU bereits vernichtet. Ebenso ver-
Aus aller Wett.
Das O-Zug-Vnglück Berlin — Warschau.
Der Unfall des Nachtfchneilzuges Berlin —Warschau in der zweiten Morgenstunde des 27. 12. 41 im Streckenabschnitt Frankfurt/Oder — Posen ist nach dem (Ergebnis der amtlichen Untersuchung darauf zurückzufuhren, daß der D-ßug infolge der schlechten Sichtverhältnisse ein auf halt stehendes Signal überfahren hat. 3 8 Tote sind zu beklagen. Zwölf 93erletzte befinden sich noch im Krankenhaus.
Von einer Lawine verschüttet.
Bei Oberstdorf im Allgäu wurden vier Personen von einer vom Nebelhorngipfel herunterkommenden Lawine verschüttet. Dem 15jährigen Ludwig henge aus Blaichach gelang es, sich aus dem Lawinenfeld herauszuarbeiten und Hilfe zu holen. Die Bergwacht durchsuchte bann bas 2a« Minenfeld in einem Ausmaß von 4000 Quadratmeter, konnte aber die Verschütteten nicht finden. Es handelt sich bei ihnen um einen Dr. Bahl aus Frankfurt a. M., einen Blaichacher und einen Bekannten des Dr. Bahl, dessen Name noch nicht festgestellt ist. Es besteht keine Hoffnung mehr, daß die Verschütteten noch am Leben sind. Im Nebelhorngebiet werden noch weitere drei Skiläufer vermißt, so baß bie Vermutung besteht, baß sechs Personen unter ber Lawine am Nebelhorn begraben liegen. Eine Bergungsexpedition von 200 Mann wird die Suche nach den Verschütteten wieder aufnehmen.
60 3ahre Odenwaldklub.
Der 1882 am Fuße des Otzberges in dem kleinen Weiler Zipfen gegründete Odenwaldklub, der sich große Verdienste um die Erschließung des Odenwaldes für den Wander- und Fremdenverkehr erworben hat, kann im neuen Jahre auf ein KOjähriges Bestehen zurückblicken. In Anbettacht der Zeitverhältnisse sieht man von einer größeren Jubiläumsfeier ab. Die 60. Hauptversammlung soll in der Nähe des Gründungsortes Mitte Juni in Reinheim abgehalten werden.
IHufifprels der Stobt Solingen.
Zur Förderung des zeitgenössischen Musikschaffens und zur Bereicherung der Literatur für die nationalsozialistische Feiergestaltung hat die Stadt So. tingen einen Musikpreis gestiftet, der zum ersten Male für bas Jahr 1942 verteilt werden soll. 1500 RM. sind aus-gesHt für einen Männerchor mit Orchester, 600 RM. für einen A-capella-TRän- nerchor und 400 RM. für einen HI.-Chor mit Orchester. Allen Werken muß ein zeitnaher Text zugrundeliegen.
funiotlcfirtfHeiter Dr.ssriedrich Wilhelm Lange Stellvertreter de« Hauptickristleiters: Dr Hans Thhriot. Brrantwortlich für Volitik und Bilder Dr ^r W t'annc: für das Feuilleton: Dr. Hans Tbnrict; für ctaöi Äieken, 'Provinz, Wirtichaft u. <5von iSrnft Blumichetn-beuti.), I.B.: Dr.Hans Thyrtot.
Truck und Verlag: Brühlfche UnfoerfltMbruderet R. Lange ». V-rlag-letter: Dr.-Ing. Erich Hamann; «üueiaenleiter Han» Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Au,eigen:Theodor Kümmel. Pl.Rr.S»


