Glanzleistungen der Krlegsberichterflallung.
Oie Front im Osten in der neuen Wochenschau.
Aeußerlich gleichförmig zeigt die neue Wochen» Ichau den Ablauf der Kämpfe im Osten, indem sie von der finnischen Front im du&erften Norden über das Schlachtfeld vor Moskau den Beschauer nach dem eingenommenen Odessa blicken läßt. Aufregend ist diesmal die Tatsache von der irdischen Allmacht der Kamera. Sie zwingt uns, immer ganz dabei zu sein, ob sie nun eine Einzelheit ober die Wirkung großer Entscheidungen zeigt. Die Eroberung von D a g ö, der letzten baltischen In- sel, ist als geschlossene Szene gefaßt. Hier ergänzt ein Bild das andere: die feuernde Artillerie, die an» greifenden Zerstörer, der Einsatz eines Kreuzers und die Ankunft der ersten Sturmboote am Strand der Insel gehören alle zu einer Bildfolge, die die Eroberung dieses Eilandes von der Größe der In» sel Rügen im Querschnitt zeigt. Eine andere Manier ist bei den Bildstreifen angewandt, die von den Er» eignifsen um Leningrad und Moskau berichten. Hier ist auf die ausfallende Einzelheit Wert gelegt. Wir sehen Eisenbahnpioniere nicht arbeiten, wie das ein Standphotograph ausnehmen würde, son» dern erleben den Arbeitsvorgang.
Ein Bild von malerischer Gröhe ist eingesangen durch einen Blick aus ein Gefangenenlager, in dem sich Reste der Armeen Timoschenkos zu»
Erleben. Er hat als abenteuerlustiger Reporter die Tropen bereist und hat tropische Menschen wie auch tropische Schicksale gesehen. Aus all diesen Grund» lagen ist sein Stück gewachsen. Die Spielleitung hat Wilhelm Michael Mund, die Hauptrolle des Arztes Dos Passos spielt Intendant Hans Walter Klein. In weiteren Rollen: Renate Freihen, Kurt Bosny, A. W. Funke, Eberhard Kratz, W. M. Mund, Heins Roux, C. B. Schmidt, Hans Seitz, C. M. Zep» penfeld. Bühnenbilder Karl Löffler.
Erhebliche Einschränkung des Personenverkehrs.
Um die für die Sicherstellung der Ernährung des deutschen Volkes und die für die Kriegswirtschaft notwendigen Transporte an Kartoffeln, Rüben und Kohle in dem erforderlichen Umfange unbedingt durchführen zu können, werden in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November erhebliche Einschränkungen im Personenverkehr der Deutschen Reichsbahn eintreten.
Von diesem Zeitpunkt an wird ein großer Test der Reisezüge ausfallen. Die verbleibenden Züge stehen nur solchen Volksgenossen zur Verfügung, die aus beruflichen und dienstlichen Gründen dringend reisen müssen. Ihnen wird empfohlen, sich vor Neiseantritt bei den Bahnhöfen über die noch verkehrenden Züge zu erkundigen. __________
sammenfinden. Es ist mit diesem einzigen Bild die aanze Trostlosigkeit dieser Menschenschicksale festgehalten und in einer Weise mit der durch Krieg und Sowjetwirtschaft verwüsteten Landschaft verbunden, daß ein solches Filmbild genügen kann, um eine Millionenschar von Europäern durch ein inneres Erlebnis von der Furchtbarkeit des sowjetischen Ledens zu überzeugen.
Wieder ins einzelne geht die Kamera, wenn sie uns nach dem Einmarsch der rumänischen Truppen in Odessa Einblick gibt in einen Rudetag zwischen den Schlachten. Durch kleine sichtbar ohne Müde eingefangene Ausschnitte wird auf einfache, liebenswert schlichte Art deutlich gemacht, wie stark die Seele, die Innigkeit in der Veranlagung des deutschen Soldaten bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck kommt.
Diese Wochenschau, scheinbar ohne Höhepunkt, ist voll von Glanzleistungen gekonnter Photographie. Freilich lebt sie vom Rhythmus des ungeheuren Geschehens im Osten, aber sie gliedert es durch ihre im besten Sinne filmische Form, so daß uns schon jetzt aus diesen Bildern ein Hauch von dem in das Bewußtsein dringt, was unsere Zeit den künftigen Jahrzehnten bieten wird.
H. H. G.
Kämpfen, arbeiten, siegen!
Unter dieser Parole finden heute im Kreise W e t t e r a u folgende Versammlungen der NSDAP, statt:
Freitag, 31. Oktober, 20 Uhr: Allen- darf a. d. Lda., Alten-Buseck, Giehen-Klein-Linden, Lang-Göns, Langsdorf, Lich, Münzenberg, Saasen, Steinbckch, Treis a. d. Lumda, Wohnbach.
Deutsche Volksgenossen und deutsche Frauen!
3n diesen Kundgebungen hört Ihr, was unsere Feinde mit dem deutschen Volke vorhaben, welches grauenvolle Schicksal uns und unseren Kindern zugedacht ist. Darum kommt alle und stärkt Eure Kräfte und den willen zum Sieg, denn nur unser Sieg kann unsere Zukunft sein. Daher die Parole: Kämpfen — arbeiten — siegen!
In Gießen
wird am morgigen Samstag, 2 0 Uhr, der stellvertretende Gauleiter Linder In der Aula der Universität sprechen.
Oie ersten Kriegsfreiwilligen -1914.
Der heutige 31. Oktober weckt die Erinnerung an die Krieg^zelt vor 27 Jahren, an den 31. Oktober 1914, an dem zum erstenmal eine größere Anzahl Kriegsfreiwilliger aus unserer Stadt ins Feld zogen. Es handelte sich zum größten Teil um
vaterländisch begeisterte Jugend, vor allem Studenten, Schüler und junge Handwerker, die sich bald daraus In die Front unseres alten Gießener In- santerte-Rcgimentes 116 im Westen einreihten und dort bei Le Q u e s n o y ihre Feuertaufe empfingen. Die Gießener Bevölkerung bereitete den ins Feld ziehenden Kriegsfreiwilligen bei ihrem Ausmarsch einen überaus herzlichen Abschied.
*
Stadtbücherei. Im Monat Oktober wurden 1818 Bände verliehen. Es kommen auf: Romane 1146, Jugendschriften 304, Reisebeschreibungen
Am heutigen Freitag beginnen wir In den Familienblättern mit einem neuen Boman. Der Dichter Heinrich Z t l l t ch , tu Gießen auch persönlich nicht unbekannt, erzählt in seinem schönen Buche „Der w e t z e n st r a n ff. wie ?rau Renate von welch mit ihren beiden öchtern nach Kronstadt reist, um das Grab ihres im Weltkrieg gefallenen Mannes zu besuchen: wie sie, alle drei, dort In Siebenbürgen ein neues Stück deutschen Lebens fenncnlerneu und die Erfüllung ihres eignen Schicksals finden.
92, Geschichte und Kriegsgeschichte 147, Technik und Naturwissenschaft 61, Kunst ö, Seewesen 31; Politik 27, Sport 5 Bände.
** Kanin chenaus ft ellung in Gießen. Wie alljährlich, veranstaltet der Kaninchenzuchtver» ein Gießen feine Lokalschau am l. und 2. November wieder im „Burghof". Die Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, die vom Reichsnährstand anerkannten Rassen weiter zu verbreiten, da dies die besten Fleisch- und Fellkaninchcn sind. Aber auch das Angorakaninchen mit seiner blütenweißen, feinen, teuren Wolle hat viele neue Züchter gefunden; es ist diesmal stärker auf der Ausstellung vertreten als früher. Die anderen Rassen, wie Wiener in Blau und Weiß, Deutsche Widder, Helle Groß-Sil- der, Groß-Ehinchilla und Klein-Chinchilla, eine Lehr, schau über Angvrawollgewlnnung, Fellbehandlung und Stallbau sind ebenfalls In der Schau zu sehen.
Landkreis Gießen.
* Großen»Buseck, 31. Oft. Am Sonntag, 2 November, sind esöOIahre her, daß Fräulein Adele Bornoz als Erzieherin in den Dienst der freiherrlichen Familie von Nordeck zur Ravenau trat. In vorbildlicher Treue hat sie in dieser Zeit ihre Tätigkeit ausgeübt. Wir wünschen der Jubilarin, die noch heute, trotz ihres hohen Alters, recht rüstig ist, für ihren weiteren Lebensabend alles Gute!________________________________________
Verdunkelungszell
31. Oktober von 17.54 bis 8.14 Uhr.
ADOX MW
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Ins der Stadt Gießen.
VaS Buch als guter Kamerad.
ämpfen und Siegen be
unseren Weg zum
ammler an uns herantreten
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MILDE SORTE 4 Pf. III. SORTE 5 Pf. NIL 6 Pf.
Die Standardzigareite der österreichischen Tabakregie
uslöfchlich ein. nd wenn nun
gibt Finsternis und Entartung in Menschenart Menschenkultur. Und diese Untiefen sind das
»iet des Schundschristtums.
tzles Schrifttum, das uns wie ein guter Kame- im Leben begleitet, nimmt Kraft und Freude dem Guten und Positiven, um uns damit zu lenken. Es wird uns zu einer lodernden Fackel,
let. Bücher, aus solchem Geist geboren, sind von deutschen Menschen nicht Hinwegzudenken. Ort Stunde, in denen sie uns in die Hände fielen, «en sich unserem Gedächtnis und unserem Wesen
Handbuch Wr das Lohnbüro", - Ergänzbore Lose-Blott. .,ManaBUm 1200 Selten In 2 Klemmfeder-Mappen,
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gücher haben ihr Schicksal. Das ist ein alter c,uch Einige Bücher leben ein kurzes, aufgebläh- PDajein und verschwindeiz. ebenso, wie sie komet- g gekommen sind. Andere quälen sich mühsam ersttn Jahre ihres Lebens, setzen sich bann aber ch und haben einen langen, segensreichen Be» b. Noch andere müssen erst den Tod ihres Derrs abwarten, bis sie gelesen werden. Die wert- ten werden uns zu Kameraden, die an uns >n und formen, die uns begleiten auf den mit- r verschlungenen Wegen des Lebens, deren te in uns glühen und hämmern und treiben, n Gestalten uns lebendiger sind als mancher isch von Fleisch und Blut, der stumpf und unglos neben uns seine Tage verbringt. Dü- haben nicht nur ein Schicksal, sondern sie bilden , an unserem Geschick.
schlechte Bücher indessen haben manches Men» Mickfal auf dem Gewissen. Sie haben dumpf elendes Feuer entzündet und zur Flamme ent° t. Der Fluch des Schundschrifttums besteht bar» tzaß es grell hins^leuchtet in die dunklen Ab» ndc, die im Menschenwesen vorhanden sind. Es
Sie werden Ihren Kopf vergeblich plagen und Ihr Gedächtnis ohne Ergebnis bemühen I Die Rechtsnormen für die reibungslose Zusammenarbeit In den Betriebsgemeinschaften und für den Ausbau des Sozialrechts im Kriege sind so zahlreich, daß Sie das „Handbuch für das Lohnbüro“ — Auskunftswerk für Betriebsführer und Gefolgschaft — mitdenken lassen müssen. Im ergänzbaren Lose-Blatt - Aufbau bringt und erklärt das Handbuch das gesamte lewells geltende Sozial-, Arbeite- und Abzugssteuerrecht, die Grundsätze und Richtlinien der Reichstreuhänder sowie der DAF. und Oberhaupt alle Anordnungen, die für die Betriebsgemeinschaft von Bedeutung sind. Das Handbuch wird von Zehntausenden von Behörden, Dienststellen, Betrieben und Sozlalbearbeltern wegen seiner Verständlichkeit und Billigkeit bevorzugt benutzt und ergänzt.
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MEMPHIS
zur Front'Buchspende auffordern, dann wollen daran denken: Das Beste aus unserem Bücher- int soll für unsere Front gerade gut genug fein.
allein verdanken wir Heimat, Besitz und Ge» lenheit. Wir werden unsere Dankesschuld nie- 6 abtragen können. Aber was in unseren Kräf» steht, wollen wir tun, auch bei der Front»Buch» be, die Gruß und (Habe der Heimat in des Wor- efter Bedeutung sein soll.
lagcßfalenber für Freitag.
idttheater: 19 Uhr „Dschungel". — Gloria- t, Seltersweg: „Leichte Muse". — Lichtspiel» , Bahnhofstraße: „O diese Männer". — Ober» cher Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im r des Stadttheaters.
Erstaufführung „Dschungel" Im Theater der Universitätsstadt Gießen. Ute, Freitag, wird das Tropenstück in drei Akten lungel" von Josef Maria Frank erstaufgeführt. Autor kennt den Schauplatz des Stückes, eine nialinfel in Westindien, aus eigenstem, stärkstem
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