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Aus dem Reich
Hanna Reitsch. —
im Alter von 67 Jahren.
Londorf, Bersrod, Aliendorf (Lda.), Offenbach und Gießen.
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Gießen (Hammstraße 14), den 31. März 1941.
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Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 1. April 1941 nachmittags 3 Uhr, statt.
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Am Samstag entschlief plötzlich und unerwartet unsere Hebe, herzensgute Großmutter, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Bliese Stadtler, geb. Burkhardt
Das Staatsbegräbnis für Generaloberstabsarzt Professor Waldmann
Die trauernden Hinterbliebenen: Die Enkelkinder Liselotte Gerhard und Erika Kretschmann und alle Angehörigen.
oaupnchurüetter: Dr -Friedrich tßtibel* La»ge gteUbemetti Mt vauptitfinrtieiiro: Ernst Blsmschet». Beton toortti» fäx Soittii unb Süd«. Tr. Sri. W. Lange, für das Feuületoa: Tr. Hans Thyriot; Lr Stad? Qtefcen, Prvvtn-, Wirttchafr u. Sport: (irali Brumsche r .
Druck anv t'enan vrühl.che thtfoeriltätibtutfetti SL Lange ft. G. Herioqsleiter: Dr.-^ng. tnch Hamann ifliueiflenLrter Havr Leck. ^TTF’tDortr!* kstr den ^nkml« d«^N'etoen: Theodor ftümme! $L3tr.S.
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Das Ritterkreuz für tapferen Bataittonsführer. Berlin, 30. März. (DNB.) Der Führer
Lleberweisung der Vierzehnjährigen in HI. und BdM.
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Flugkapitän Hanna Reitsch, die Frau mit dem Eisernen Kreuz
Von Kriegsberichter Georg Brütting.
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Danksagung.
Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei dem Heimgang unseres 1b. Entschlafenen
Herrn Gottfried Leididi, Lehrer i. Ruhe
sagen wir allen auf diesem Wege unseren allerherzlichsten Dank. Insbesondere Dank Herrn Pfarrer Heymann für seine trostreichen Worte und Herrn Bürgermeister Kneipp für seine liebevollen Worte und Kranzspende im Namen der Gemeinde. Besonderen Dank auch dem Gesangverein „Concordia** für seinen erhebenden Gesang und Kranzspende.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Emma Matthes, geb. Leldlch Ludwig Matthes, Lehrer Emil Leldlch Evelyn Leldlch, geb. Louis
Philipp Leldlch, Enkel.
Leeheim, Detroit, den 28. März 1941.
Lnd nach wenigen Sätzen beginnt sie zu erzählen: „Stell Dir nur vor, vorgestern ruft mich der Herr Reichsmarschall ganz unverhofft nach Berlin, empfängt mich und überreicht mir das goldene Flugzeugführer-Abzeichen der Luftwaffe mit Brillanten. Er hat es mir so-
Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. April, um 14 Uhr, v auf dem Neuen Friedhof statt.
01150.
Lelstungsaözeschen fm Segekflug, nun das Flugzeugführerabzeichen in Gold mit Brillanten und schließlich das Eiserne Kreuz durch den Führer persönlich. — Hanna, du hast recht, es ist wirklich der Höhepunkt!!
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Dr. Eckinger, Bataillonsführer in einem Schützen-Regiment. Beim Uebergang über die Maas bei Sedan gelang es ihm, durch Einsatz feiner schweren Waffen mehrere Bunker außer Gefecht zu fetzen. Seiner Energie und geschickten Führung im Verband der Stoßgruppe der Division war zum großen Teil der Durchbruch durch die Maginotlinie bei Sedan zu verdanken. Beim Vorstoß von Besancon auf Belfort zwang
Berlin, 30. März. (DNB.) In allen Gauen des Großdeutschen Reiches ist am Sonntagvormit- tag auf Anweisung des Stellvertreters des Führers die feierliche Ue-berführung der Vier, zehnjährigen des Deutschen Jungvolkes und des Jungmädelbundes in die HI. und den B D M. vorgenommen worden. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand eine vom Rundfunk aus der Hauptfeier in Berlin übertragene Ansprache des Reichsjugendführers Axmann. Der Feier wohnten Vertreter der Gauleitung und ihrer sämtlichen Gliederungen und angeschlossenen Verbände, der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes, der Polizei lund be$ Reichsluftschutzbundes bei. Führerwopte von Glauben und Bekenntnis zu Deutschland, umrahmt burch weihevolle Musik, sowie das gemeinsam gelungene Lied »Heilig Vaterland" leiteten zur An- jprache des Reichsjugendführers Axmann über.
Er erinnerte die Jungen und Mädel jener Zeit, da ßiOgeboren wurden, einer Zeit der politischen 93er- crmung und Ohnmacht, und verwies auf den wunderbaren Wandel, der sich seitdem vollzogen habe. Gr zeigte die neuen Aufgaben in einer höheren Verantwortung für die kommenden Jahre, deren Erfüllung diese Jugend befähigen wird, lebenstüchtige Bürger des Dritten Reiches zu fein. Er wandte sich an die Jugendlichen, die in den nächsten Tagen in das Berufsleben eintreten und richtete an sie den Appell, sich bis ins hohe Alter hinein nützlich zu machen und dienend tätig zu sein. Es sei die Sendung der jungen Generation, sich nicht nur durch den guten Willen allein, sondern durch das tatsächliche Können auszuzeichnen. Die Arbeit sei gleichzeitig ein politischer Dienst am Volk. Er sagte: Ihr lebt in einer einmaligen Zeit. Aus ihrer Größe ergibt sich für Euch das Ausmaß Der Verpflichtung. Ihr entzündet Euch nicht nur in der Begeisterung an den heldischen Gestalten Der deutschen Geschichte, heute leben diese Helden mitten unter Euch. Es ist wieder der graue Frontsoldat, der schon einmal in den Schlachten des Weltkrieges stand, und es ist der junge nationalsozialistische Soldat, der sich tm Einsatz an der Front täglich bewährt. Es sind Eure eigenen Väter, Brüder und Ka- meraben. Aus sie könnt Ihr unermeßlich ftoh sein. Sie geben Euch das Beispiel und leben Euch die höchste Tugend vor: sein Leben zu opfern für Das Volk. Seid daher auch Ihr tapfer und mutig, wie sie es im Kampf um Eure Zukunft sind. Be- wahrt Ihr Euch dieselbe kämpferische Gesinnung, die
nen sich senkten, legte Generaloberst Fromm den Kranz des Führers am Katafalk nieder.
Dann wurde der Sarg auf eine bespannte Lafette gesetzt, Generalleutnant v. Ginkel eröffnete die Trauerparade. Hinter dem Musikkorps schritten die Fahnen, ein Bataillon und eine bespannte Batterie. Es folgte der Kranz des Führers. Dem Sarge voraus wurden die beiden Ordenskissen getragen. Hinter dem Sarg schritten die Generalität und die anderen Trauergäste. In der Höhe der Residenz wurde der Sarg von einer motorisierten Lafette übernommen, um durch ein motorisiertes Ehrengeleit zum Waldfriedhof gebracht zu werden. Während dort eine Ehrensalve gelöst wurde, senkte sich der Sarg in die Tiefe. Wehrmachtoberpfarrer Subaa- scher legte seiner Ansprache das Wort: „Treue um Treue" zugrunde, jene deutsche Treue, die der Verewigte gegenüber seinem Führer und Vaterland, seinem Beruf und seiner Familie bezeugt habe. Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Hanoiocher pries des Heimgegangenen Hingabe zur Wissenschaft, seine Liebe zum Arzttum und zur Menschheit, erinnerte an seine großen Leistungen im Frieden wie im Kriege. Unter den Klängen des Niederländischen Dankgebetes legte bann General der Artillerie W a ch e n f e l d den Kranz des Oberkommandos der Wehrmacht nieder. Es folgten die Kränze des Oberkommandos des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, des Stellvertreters des Führers und zahlreicher anderer führender Persönlichkeiten.
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er bei der Säuberung von M o n t b e l i a n i nach zähem Häuserkamvf zwei französische Infanterie- regimenter und ein Artilleriereaiment zur lieber- gäbe. Er schuf so die Voraussetzung zur Einnahme der Festung Belfort, wo er beim Sturm auf die Forts sich selbst in der vordersten Linie beteiligte und als erster in das Fort La Miette eindrang. In den Vogesen stellte er als erster die Verbindung mit den vom Elsaß heranrückenden Infanteriedivisionen her.
Ausreichender Hausratnach dem Kriege
Um die Befriedigung des im Kriege angewachsenen und aufgestauten Bedarfs an Hausrat zu gewährleisten, hat der Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau, Reichsleiter Dr. Ley, den Leiter des Reichsheimstättenamtes der DAF., Dr. Steinhäuser, mit der Durchführung vorbe- reitender Maßnahmen beauftragt, die der Sicherung einer mengenmäßig, qualitativ und kulturell ausreichenden Produktion deutschen Hausrats sowie der Regelung der Preise und des Absatzes nach dem Kriege dienen soll. Damit wird den verstärkten Eheschließungen, die zum großen Teil erst nach dem Kriege zu Haushaltsgründungen führen werden, die Gewähr gegeben, daß der große Bedarf an Hausrat in normalen Friedenszeiten voll gedeckt werden kann.
Die zweite Säuglingstarte.
Der Sonderbeauftragte für die Spinnstoffwirt- fchaft hat der Reichskleiderkarte für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr eine neue Form gegeben. Die „zweite Säuglingskarte" enthält 150 Be- zugsabfchnitte (Punkte), drei Bezugsrechte auf je 0,25 RM. Nähmittel (Sonderabschnitte 9—11), zwei Bezugsrechte auf je eine wasserdichte Unterlage in den Größen von 30 X 40 cm bzw. 60 X 80 (Son- derabschnitte 12 und 131 und vier weitere Sonder- abschnitte 14—17. die für den Bezug von Waren vorgesehen sind, die gegebenenfalls besonders bc- tanntaegeben werden. Die Bewertung der einzelnen Waren ist hoher als in der alten Karte, die nur 90 Bezugsabschnitte (Punkte) enthält. Trotz der höheren Warenbewertung kann die werdende Mutter mehr Waren einkaufen als bisher. Außerdem ist die Bezugscheinregelung für Bettwäsche und Bett- waren für Säuglinge verbessert worden. So kann für die Schlafdecke für Säuglinge, die bisher auf Punkte der Säuglingskarte gekauft werden mußte, nun auch ein Bezugschein erteilt werden. Die Zweite Säuglingskarte wird vom 1. April 1941 ab an werdende Mütter ausgegeben, sobald diese den fünften Monat der Schwangerschaft erreicht haben. Sie muß bei den Markenstellen von der werdenden Mutter beantragt werdens Das Dorliegen der Schwangerschaft ist durch eine Bescheinigung eines Arztes
Arbeit, und ich war immer wieder erstaunt, wie ernsthaft unser Führer alle diese Fragen behandelt".
Wofür Hanna Reitsch als erste Frau dieses Krieges das Eiserne Kreuz erhielt — im Weltkrieg wurde eine Rote-Kreuz-Schwester mit diesem Kriegsorden ausgezeichnet: Hanna Reitsch hat sich unter fortge» setztem Einsatz ihres Lebens besondere Verdienste um die Entwicklung von Luftwaffengerät erworben. Die Männer bom Bau können sich sehr wohl ihre Leistungen vorstellen. Aber diesmal auch nur zum Teil, da ihre Arbeit und Leistung über das Gebiet ihrer friedensmäßigen Tätigkeit hinausgeht. Davon zu berichten ist einer späteren Zeit vorbehalten. Heute können wir nur glauben, daß diese hohe Auszeichnung für eine Frau eine wohlverdiente war. Wir können heute nur d i e sportliche Hanna Reitsch in Erinnerung rufen. Geachtet als Pionierin des motorlosen Flugwesens in aller Welt, geschätzt und geehrt von allen Fliegern als der gute Kamerad.
In Hirschberg im Riesengebirae wohnt der prat- bische Arzt Dr. Reitsch, 'der im Jahre 1931 oft den Leiter der benachbarten Segelflugschule ©runau als Gast bei sich hatte. Und das war Wolf H i r t h. So stieg denn eines Tages im Frühherbst 1932 die kleine Hanna mit ihm den Hageberg hinaus, setzte sich zum ersten Male in eine Schulmaschine und war von diesem Tage an ganz dem Segelflug, in den letzten Jahren dazu dem Motorflug, verschrieben. Im Winter 1932/33 folgte Hanna Reitsch ihrem Meister zum Hornbera in Württemberg und war dort bis zum Rhön-Wettbewerb als bisher einzige Frau Deutschlands Segelfl uglehre- rin. Im Wettbewerb flog Hanna Reitsch ganz ordentliche Leistungen. Anschließend, in dem Fliegerfilm „Rivalen der Luft", der auch in Rossitten — Ostpreußen — spielt, «fiel Hanna einmal das Wetter so gart, daß sie zehn Stunden in der Luft blieb und gar nicht recht bemerkte, daß sie einen Frauenweltrekord im Sauerfliegen aufgestellt hatte.
Dm Frühjahr 1934 Mite sie zu den Teilnehmern der Seaelflug-Expedition nach Südamerika, wo sie sich als erste Frau das internationale Lei- stungsabzeichen erwarb und zu gleicher Zeit mit einer Hohe von 2200 Meter einen weiteren Weltrekord holte. Nach Deutschland zurückgekehrt, erwarb sie sich mit einem Streckenflug von 160 Kilometer schließlich noch den dritten Weltrekord für Frauen. Diesen verbesserte sie 1936 auf 200 Kilometer und im internationalen Segelflugwettbewerb auf der Wasserkuppe im Juli 1937 mit einem Flug nach Hamburg auf 351 Kilometer. Daneben war Hanna immer wieder im R h ö n - W e tt b e w e r b zu finden. Nie aber ist sie für lange Zeit in Darmstadt, denn immer wieder wurde Hanna zu Expe-
schließlich begeisterte sie in den Vereinigten Staaten für den motorlosen Flug.
Mit dem „Sperber Junior" hat sie ihre über- raaenben Segelflugleistungen aufgestellt. Noch berühmter aber wurde sie mit der Kunstflugmchchine des Segelfluges, die sie erstmals 1935 in München flog. In wahnsinniger Fahrt drehte sie Loopings und erstmals im Segelflug auch Loopings nach vorn, machte Männchen und Turns, über dem Boden nochmals Loopings und Rollen, Steilkurven und was man sich sonst noch alles in der Beherrschung eines Segelflugzeuges denken kann.
In den letzten Jahren zog sie sich mehr und mehr vom Sport zurück zur Erprobung und Erforschung, zur Konsttuktion und Wissenschaft. Und in diesem Gebiet hatte Hanna Leistungen vollbracht, die selbst ihre männlichen Fliegerkameraden zu höchster Achtung zwangen. Sie kennt keine Starallüren, Weltrekordmanieren, trotz all der zahlreichen Ehrungen, die ihr zuteil wurden. 1938 verlieh ihr der Reichsmarschall Hermann Göring als bisher einziger Frau das Flugzeugführerabzeichen der deutschen Luftwaffe. Als erste Frau besitzt sie das internationale
yar in einer Extraausführung, etwas kleiner an» ertigen lassen. Nach längerer Unterhaltung über alle Gebiete meiner Tätigkeit wurde ich dann leftem zu unserem Führer in die Reichs.
1 anglet gerufen. Er empfing mich allein und überreichte mir — ich war ganz weg — das siferne Kreuz. Kurz darauf kam der Herr Reichsmarschall dazu, und nun unterhielt sich Der Führer noch etwa 15 bis 20 Minuten mit mir. 5s war geradezu phantastisch, so überwältigend. Ls war wirklich der Höhepunkt. Ich begreife es selber noch nicht. Links neben mir faß her Führer unb rechts der Herr Reichsmarschall. Wir haben iber vieles gesprochen, lieber alle Probleme meiner^
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Heute nachmittag 18 Uhr entschlief nach schwerem mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Otto Bötz, Schmiedemeister
im 86. Lebensjahr.
Im Namen aller Trauernden:
Elisabeth Bötz, geb. Koch und Kinder.
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München, 30. März. (DNB.) Am Sonntag fand in München das Staatsbegräbnis des ersten Sanitätsinspekteurs Großdeutschlands, Generaloberstabsarztes Professor Dr. Waldmann, statt. Don der Feldherrnhalle bis zur Universität säumten schwarzumkleidete Pylonen die Ludwigstraße, in der Wehrmacht Spalter bildete. Kurz vor dem Sieges- tor schloß eine von zwei Reichskriegsflaggen flankierte und von einer schwarzen Fahne mit dem Eisernen Kreuz und dem Hakenkreuz überwehte Tribüne die Straße ab. Mit dem Befehlshaber des Ersatzheeres, Generaloberst Fromm nahmen an dem Staatsakt teil der stellvertretende Kommandierende General des 7. AK., General der Artillerie Wachen seid, der jetzige Generaloberstabsarzt Professor Dr. H a n d l o s e r, Admiralstabsarzt Fikentscher, der Reichsstatthatter in Bayern, Retchsleiter General Ritter von Epp, der bayerische Ministerpräsident, Gauleiter Adolf Wagner, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Herzog von Cobura und Reichsgesundhettsfüh- rer Dr. Conti. Der Befehlshaber des Ersatzheeres, Generaloberst Fromm, gedachte der Verdienste des Verewigten. Ein Leben, reich an Arbeit und Erfolgen habe hier geendet, unvergeßlich in feinen Leistungen für Heer und Wissenschaft. Unermüdlich sei seine Schaffenskraft und seine Treue, Kamerad- fchaft und Hilfsbereitschaft gewesen. Er werde als leuchtendes Vorbild weiterleben. Die Trauerparade präfentierte. Während das Lied vom guten Kameraden erklang, 17 Salutschüsse dröhnten, und die Fah-
sich vor allem auch in den kleinen Dingen des Alltags bewähren muß. Bewältigt die Schwierigkeiten, die Euch das Leben bringt und wachst an den Widerständen, die euch hart machen. Sprecht zu dem Kampf des' Lebens ein mutiges und bekennendes „Ja".
„Gesegnet ist diese Jugend", so sagte der Reichs- jugendführer, „die wieder aus vollem Herzen lachen kann, gesegnet sind die Augen, die soviel Schones sehen und gesegnet die Menschen, die diese große Zeit erleben. Dankt dieser Segnung durch Eure Treue und Zuverlässigkeit! Ihr besitzt in der jüngsten Geschichte ein leuchtendes Mahnmal der Treue. Es ist der Blutsonntag von Bromberg. Die Volksdeutschen haben ihrer Heimat trotz Haß und Verfolgung bis in den Tod die Treue gehalten. Seid so treu wie die Volksdeutschen der (Stimme ihres Blutes treu geblieben sind. Seid Idealisten: denn der Idealismus ist die stärkste geschichtliche Kraft. Seid h e h o r s a m! Nur wer gehorchen kann, ist zum Führer berufen. Seid ver- chwiegenl Denn in der Verschwiegenheit äußert ich das Maß der Selbstbeherrschung. Seid b e - cheiden! Eure Bewäyrung im Leben liegt noch vor Euch. Die Jugend will nicht nur ein Vorrecht, sie muß zuerst' ihre Pflichten kennen. Seid dankbar Euren Eltern! Eure Väter stehen an der Front ober erfüllen in verstärktem Ausmaß ihre berufliche Pflicht. Eure Mütter haben über die häusliche Sorge hinaus Aufgaben im Kriegseinsatz übernommen. Sie haben Euch den Weg ins Leben bereitet und immer Euer Bestes gewollt. Schenkt diese Dankbarkeit auch unserer Bewegung. Sie hat Euch bas Erlebnis ber Gemeinschaft geschenkt und Euch im wahrsten Sinne eine Heimat bereitet. Vor allem aber versprecht an Eurer ßebensroenbe, Euch ständig zu bemühen, dem Namen des größten Deutschen aller Zeiten würdig zu sein. Diese Verpflichtung ist zugleich Eure schwerste. Aber ich bin überzeugt, daß Ihr im Hinschauen auf unfewp Führer ohnehin erfüllt, was Euch das Herz befiehlt.
Dann wurde die Verpflichtunasformel verlesen. Die 1200 Jungen und Mädel hier und die Hunderttausende draußen im Reich vernahmen sie stehend und sprachen die Worte des Gelöbnisses nach: „Ich verspreche, in der HI. allezeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Führer und unserer Fahne." Mit der Ehrung des Führers und den Liedern der Nation fanden die Feiern chren Abschluß.
einer Hebamme ober der Schwangerenfürsorge bei den öffentlichen Gesundheitsämtern nachzuweisen. Die alten Säuglingskarten bleiben gültig; ihre Be- gugsmöglichkeiten bleiben unverändert. Ein Umtausch finbet nicht statt. Um Härten für die Inhaber alter Säuglingskarten zu milbern, können vom 1 April ab auch die Inhaber alter Säuglingskarten die verbesserte Bezugscheinregelung in Anspruch nehmen. Sie brauchen also die Schläfdecke nicht mehr gegen Punkte der Säuglingskarte zu kaufen, sondern können einen Bezugschein beantragen. Außerdem rönnen sie auf die Sonderabschnitte VI und VII je drei Mullwindeln bzw. 7,50 Meter Windelmull erwerben, während diese Vergünstigung für Inhaber der zweiten Säuglingskarte nicht gilt.
Die Ausbildung von Krastfahrzeugführern.
Kraftfahrzeuge für Ausbildungsfahrten von Fahrschülern werden nur zur Verfügung gestellt, wenn ein öffentliches Interesse vorliegt. Nach einem Erlaß des Reichsverkehrsministers ist künftig gleichzeitig mit dem Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis zu berichten, aus welchen Gründen ein öffentliches Interesse anzuerkennen ist. Bejaht auch die Verwaltungsbehörde das öffentliche Interesse, so wird dem Antragsteller eine Bescheinigung ausgestellt. Diese Bescheinigung muß jeder Fahr- schüler dem Fahrlehrer vorleaen und während der Ausbildungsfahrten mit sich führen. Für die Führerscheinklasse 2 wird ein öffentliches Interesse in der Regel angenommen, wenn der Antragsteller einen Lastkraftwagen, Kraftomnibus oder eine Zugmaschine fahren soll. Jeder Mißbrauch dieser Ausbildung zum Fahren von Kraftfahrzeugen von Klasse 3 soll unterbunden werden. Die Ablehnung eines Antrags auf Zulassung zur Ausbildung während bes Krieges gilt nicht als Versagung der Fahrerlaubnis und ist daher nicht mit den in diesem Falle gegebenen Rechtsmitteln anfechtbar.
DNB. ..., 29. März. (PK.) Wie oft habe ich im Frieden über Hanna, wie sie in Fliegerkreisen n Jul ! eenannt wird, geschrieben. Daß ich aber einmal als 7 Kriegsberichter über Hanna berichten mühte, kam mir nie in den Sinn. Hanna Reitsch ist hocherfreut.
bi Honen und Fkugoorfichrungen gerufen. Nach dK Südamerikaveise weilte sie im Hearst 1934 in Finnland, zu Pfingsten 1935 in Portugal, im Herbst wiederum m Finnland. Bei der Olympiade in Garmisch-Partenkirchen begeisterte sie di« Menge durch ihren überragenden motorlosen Flug. Im Juli 1936 pog sie auf der Tagung der internationalen Studie nkommtssicm für Segelflug in Budapest von dort nach Stockholm. 1937 war fit wiederum bei der internationalen Studienkommission in Salzburg, und


