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Gedenket der hungernden Vöoel!
fuhrung für Kinder, die sich ebenfalls eines Besuchs erfreute.
Tödlicher Sturz auf der Treppe.
Oer Kompaß der Käfer.
Von Dr. Alexander Richter.
Beschattet man eine Ameise, einen Mistkäfer oder (ine Lausspinne, wie sie im Sommer zu Tausenden len Weg des Wanderers kreuzen, und läßt gleich- !eitig mit Hilfe eines Spiegels das Sonnenlicht von
ter entgegengesetzten Seite auf das Tier fallen, so ceschieht etwas Ueberraschendes. Das Insekt hält iinen Augenblick still, macht dann kehrt und läuft
folgt es mit Hilfe des Lichtes.
Versuche mit den Wasserflöhen zeigen, daß der Lichtsinn die kleinen Tiere nicht nur bei der Nah. rungssuche unterstützt, sondern sie auch vor vielerlei Gefahren bewahrt. Dieser winzige Krebs, den man eh „Wasserfloh" bezeichnet, hat eine besondere Vor- liebe für das Licht, die man erst versteht, wenn -man seine Lebensbedingungen genau untersucht. In -ungeheuren Mengen tummelt er sich in der warmen Lahreszeit in Tümpeln und Teichen, wo er mühe- los die notwendige Nahrung findet. Am Grunde der Gewäsier aber spielen sich ständia allerlei Der. wesungsprozesse ab. Die Zersetzung toter Tiere und Pflanzen läßt in großen Mengen giftige Gase frei w-'-den, die den Wasierfloh bedrohen. Es gilt also für ihn solche Stellen zu meiden. Spürt er die Gefahr, so strebt er dem Lichte zu, das in seiner natürlichen Umgebung sa stets von obeni m das Wasser fällt. So wird das Tier von den Gefahren am Grunde sicher zur Oberfläche geleitet.
„Hochzeitsreise ohne Mann" aufgeführt. Der Orts- wart begrüßte eingangs- die Schauspieler sowie die Besucher der Veranstaltung. Das flottgespielte Stück fand reichen Beifall bei der großen Zuhörergemeinde. — Seit Jahresbeginn wird die Stelle des hiesigen Ratsdieners durch Adolf Burk versehen. — Ab 1. Februar übernimmt Georg Stein II. die hiesige Postagentur.
* Lich 31. Januar. In der Nacht zum Mittwoch- gegen 24'Uhr stürzte die hier in der Butzbacher Straße wohnende 72 Jahre alte ledige Rentnerin Margarete S t e n g l e r in ihrem Hause bie Treppe vorn ersten Stockwerk ins Parterre hinab. Dabei fiel die bedauernswerte Frau so unglücklich, daß Der Tod auf der Stelle eintrat.
Gesundheitsschutz für werktätige Frauen
Bei dem vermehrten Einsatz von Frauen in der Wirtschaft muß Vorsorge getroffen werden, datz Frauen nur zu Arbeiten herangezogen werden die fiu ohne Schädigung ihrer Gesundheit verrichten können. Ausnahmen von den Beschäftigungsoer« boten sollen nur in besonders begründeten Einzel- fällen erteilt werden, wenn die Gewahr besteht, datz die Frauen bei der Arbeit gegen Gefahren für ihre Gesundheit ausreichend geschützt sind. Werdende Mütter sind in jedem Falle von Ausnahmen auszuschließen. Weiterhin sollen für die Beförderung der Roh- und Werkstoffe bei Bauten aller Art und I für Abraumarbeiten, Gewinnungs» und Verlade- I arbeiten sowie Aufbereitungsarbeiten in Tongruben, Lehm- und Sandgruben sowie Steinbrüchen keine Ausnahmen erteilt werden.
Sie Haftung her Straßenbahn bei Derdunklunasunfällen.
In der Zeitschrift Deutsches Recht" wird aus- geführt, daß zwar das Straßenbahnunternehmen genau wie in Friedenszeiten, so auch im Kriege während der Verdunklung grundsätzlich für die Folgen derjenigen Unfälle einzutreten hat, welche lich bei dem Betriebe ereignen. Indessen kann die Verdunklung nicht als Moment erhöhter Betriebsgefahr angesehen werden: ferner ist es kein Verschulden der Straßenbahn, wenn der Fahrer nicht auf der Strecke anhalten kann, welche er im Lichtkegel seiner vor- deren Waaenbeleuchtung zu Überblicken vermag. Dies wird vom Autofahrer verlangt. Der längere Bremsweg der Straßenbahn macht es jedoch un- | möglich, wenn eine Geschwindigkeit eingehalten wer. den soll, welche der Verkehr von eifern seinen Zwek- ten gerecht werdenden Straßenbahnbetrieb fordern muß. Diese Einhaltung einer normalen Fahrge-
Die Frage, unter welchen Umständen ein Schankgast nach Eintritt der Polizeistunde „Privatgast" des Wirtes werden und sich weiter in den konzessionierten Räumen aushalten kann, wird von der Fachzeitschrift „Die Deutsche Polizei" in folgender Weise beantwortet: Es besteht zwar die Möglichkeit, daß Schankgäste nach Eintritt der Pali, zeistunde Privatgäste des Wirtes werden. Solche Fälle sind ober mit größter Genauigkeit zu prüfen; denn es muß dann von Seiten des Wirtes eine unentgeltliche Bewirtung eintreten ohne jeden Eigennutz. Auch eine Bewirtung ohne Entgelt kann gewerbsmäßiger Ausschank sein, wenn für den Wirt ein indirekter Vorteil damit verbun- ! den ist oder in Aussicht steht, z. B. wenn sie mit Rücksicht auf zukünftigen Besuch erfolgt. Man svricht dann von „indirekter Gewerbsmäßig» Petr. In solchem Falle ist auch die unentgeltliche Bewirtung eine Fortf-ßunq des Schankbetriebes. Nur wenn derartige Gründe nicht vorliegen und die unentgeltliche'Bewirtung aus besonderen, rein persönlichen Momenten erfolgt, darf man annehmen, daß es sich tatsächlich um Privatgaste des Wirtes handelt.
schiert.
Bei den Frauen sind die Kampfe vollkommen offen, doch sollten Frl. Meilinger Im Weitsprung und Frl. Muhl im Kugelstoßen den Sieger stellen.
Die Leistungen werden für die Ausstellung einer starken Mannschaft maßgebend sein, die in den nächsten Wochen verschiedene Hallenklubkämpfe aus- tragen wird, so am 9. Februar in Kassel gegen C. T. Hessen-Preußen, cm 16. Februar in Gieße» gegen Betzdors, und andere mehr.
haben. Das Kugelstoßen sieht Dr. Luh in über- ragender Form, der nun auf die 16 m (!I) losmar-
bzw. Ufingen statt.
Nack kurzen Begrüßungsworten deS Bezirks- bauernführers Metzger-Rothges sprach (andeSbanernfüherDr Wasner in etwa einftündigen interessanten und aufschlußreichen Darlegungen zu der Versammlung. Er gab dabei die Richtlinien für die Erzeugungs-
Gond erveranstaliungen unserer Beamten für das WHW bei der 5. Reichsstraßensammlung am 1. und 2. Februar 1941.
toffeln muß das bereitgestellte alte Saatgut solang" in den Kellern vorrätig gehalten werden, bis neues Saatgut zur Verfügung gestellt wird. Weiterhin empfahl der Landesbauernführer dringend die Steigerung der Erzeugung wirtschaftseigenen Fut» ters und die Ausdehnung des Grünfutter-Silo» bau es, da nur auf diesem Wege eine gute wirtschaftseigene Futterreserve geschaffen werden kann. Für die Traktoren ist genügend Treibstoff vorhanden. Diese Maschinen dürfen natürlich nur für Betriebszwecke verwandt werden. Daneben ist es empfehlenswert, daß sich jeder Bauer und Landwirt noch mehr als bisher in jeder Hinsicht auf die Nutzbar- machuna der Elektrizität für seinen Betrieb em» stellt. Die landwirtschaftlichen Maschinen müssen schon jetzt hergerichtet und erforderlichenfalls zur Reparatur gegeben werden. Die Nachbarschaftshilfe und Gemeinschaftseinrichtungen, tote z. B. Dämpfkolonnen, Waschanlagen usw., sind noch mehr als bisher auszubauen. In der Bautätigkeit muß den Zeitverhältnissen Rechnung getragen werden. Durch die erfreuliche Entwicklung der Pferdezucht und durch eine Reche anderer Maßnahmen kann der notwendige Bedarf an Pfer-' den gedeckt werden, zumal vorläufig auch lerne weiteren Pferde aus den Betrieben herausgenommen werden sollen. Im Obstbau ist es erforderlich, die durch Winterschäden mitgenommenen Bäume zu entfernen und Neupflanzungen vorzunehmen, zu denen das Reich weiterhin Zuschüsse gibt. Im Gemüsebau muß die Anbaufläche um 25% erweitert werden. Die Ablieferung von Heu, Hafer und Brotgetreide ist gewissenhaft und pünktlich zu erfüllen, wobei die Bauern und Landwirte immer daran denken müssen, daß sie damit unter eigener Verantwortung der Volksgemeinschaft dienen.
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schwindigkeit ist aber um so bedeutsamer, als die Straßenbahn aus nationalwirtschaftlichen Gründen im Kriege nicht nur ihre eigene normale Aulgabe erfüllen, sondern noch die Aufgaben des stark gedrosselten Kraftwagen» und Radsahrerverkehrs über- nehmen muß. Andererseits ist für den Fußgänger die vordere Lichtquelle der Straßenbahn auf 100 Meter sichtbar, er bemerkt auch im Dunkeln die Schienen, sobald er sie betritt und hört die heran- I nahende Bahn. Die Verhältnisse verlangen von ihm, daß er auf diese Anzeichen achtet und Unfälle verhindert. Tut er dies nicht, lo wird damit zu rechnen sein, daß eine Haftung der Straßenbahn wegen eigenen Verschuldens des Verletzten entfällt
Privatgäste des Wertes.
Forstbchörden:
Am Samstag, 1. 2. 1941, Beginn 14 Uhr: Am Anlagenplatz - Plockstraße-Johannesstraße —amerikanische Versteigerung von Wildbret (Reh). Die Fleischmarken werden durch persönliche Einsparung I von den Forstbeamten bereitgestellt
Zollverwaltung.
Aufstellung von 2 Zollschranken am Selterstor. Die Volksgenossen werden gebeten, beim Passieren der Zollschranken eine Durchgangsgebühr in beliebiger Hohe zu entrichten. Beginn: 14 Uhr.
Alle Volksgenossen, die im Stadtgebiet die falsche Straßenseite benutzen, werden von den Sammlern angehalten, eine freiwillige Buße in beliebiger Höhe | dafür zu entrichten.
Führende Männer als Sammler für das WHW.
Kreisleiter Pg. Backhaus, Oberbürgermeister Pg. Ritter und Beigeordneter Pg. Nicolaus bitten am Samstag von 14.30 Uhr ab die Volksgenossen um ihr Opfer zum WHW. am Kreuz platz.
Der Rektor der Landesuniversität, Pg. Professor Dr. Kranz, und bet' Landgerichtspräsident Pg. Colnot bitten die Volksgenossen am Samstag von 14.30 Uhr ab am Bahnhofsplatz um ihr Opfer zum WHW.
Unrr.r 'n gema
hüt.
I-m weiteren Verlaufe seiner Rede wandte sich I der Landesbauernführer den wichtigsten Fragen der Versorgung der Landwirte und Bauern, sowie der Bevöllernng in den Städten zu. Auch hier konnte er mit seiner in aroßen Umritten gehaltenen Betrach, tung ein befriedigendes Bild der Lage geben. Daneben unterließ er es aber auch nicht, erneut darauf hinzuweifen, daß allenthalben strikte Disziplin im I Verbrauch und genaue Einhaltung der behördlichen Anordnungen erforderlich sind. Hinsichtlich der Beschaffung von Arbeitskräften für die Landarbeit aab er gute und praktische Winke, bei deren Verwirklichung auch auf diesem Gebiete befriedigende Er- gebnifse erzielt werden können. Dabei betonte er insbesondere, daß auch jüngere weibliche Kräfte nicht nur auf dem Lande, sondern auch in der Stadt die Verpflichtung haben, ihre bisher nicht in An- svruch genommenen Kräfte für die Landarbeit zur Verfügung zu stellen.
Am Schlüsse seiner Rede gab er noch einen Ausblick auf einige wichtige Aufgaben nach dem Kriege, bei denen, die Neugestaltung unseres Bauerntums durch die vom Reichsbauernführer bereits in die Wege geleitete Aktion der Aufrüstung | des Dorfes mit Hilfe einer zweckmäßigen und erfolgversprechenden Gestaltung der Betriebsstrukturen im Vordergründe steht. Sinn und Ziel dieser Maßnahmen sind auf die Schaffung eines gesunden und bodenständigen Bauernstandes gerichtet. Bei dieser Gelegenheit würdigte der Redner mit warmer Anerkennung die bisherigen Leistungen unseres Landvolles, insbesondere auch der Landfrauen, im Dienste der Volksgemeinschaft. Mit einem kurzen Ueberblick über die politische Lage , schloß der Landes- bauernführer seine von starkem Beifall unterstrichenen Ausführungen.
Bezirksbauernführer Metzger konnte hierauf die Tagung in der üblichen Weise schließen. B.
Das Landvolk in der Erzeugungsschlacht.
Landesbauernführer Dr. Wagner sprach auf dem Dezirksbauerntag in Hungen.
Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.
Vornottren.
TageSkalcndcr für Freitag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Wunschkonzert". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das bltnrnesblaue Abendkleid". — Foper des Stadttheaters. 17.30 biS 18.30 Uhr Ausstellung „Deutsche Graphik der Gegenwart".
Wie dieser Lichtfinn die mit Augen ausaeftatteten Tiere aus unbequemen ober gefährlichen Lagen befreit, und sie zu neuen Nahrungsguellen führt, so chützt der „Hautlichtsinn" ganz primitive augenlose Lebewesen, die das Licht nur dumpf roabmehmen tönten, etwa so, wie der Menfch Männe oberste. Der lfchtsch"ue Regenwurm dreht sich, wenn bei» spielmveise seine rechte Körperseite von der Sonne beschienen wirb, so, bis das Licht feinen Körper von hinten bescheint, und kriecht bann in bitfer Haltung weiter, um fo mit einiger Wahrscheinlichkeit wieder ins Dunkle zu kommen. Aber auch vor plößlich auftrefenben Gefahren vermag bet „Haut, lichtsinn" gewiß primitive Tiere zu schützen. Der Röhrenwurm, ber in verschiedenen G"wässern lebt, birgt seinen emvfinblichen Körper im sicheren Schutz einer Kalkröhre, nur sein gefieberter Kopf raat, jedem Angriff oreisgeneben, ins freie Wasser. Er muß also ftänbig aufnassen, baß ihm nicht em Fisch den Kopf mit sämtlichen Inttoroanert verspeist. Wenn er "lugen hätte, wäre die Sache ein» fach aber er verfügt nur über den Hautlichtsinn und bie gegen alle Vibrationen f-br emofindsichen Taft» vraane au feinem Schutz. Mit diesen beiden Hilfs» mitten kann er sich sichern. Kämmt ein F'fch von ber Schattenfeife, bann bemerkt er ibn an ber un» verm"iblichen Wafferbeweaung, kämmt er sidoch von ber Sonnenfeite, fo wirft er auf feine Beute einen Schatten Mit blitzartiger G-fchwindiake't zieht sich bann der Wurm in feine Röhre Aurü*. Dann wenn es vlößlich bimM wird, kann nicht eine ^oll" die Urfache fein. Alfa nabt sich, fo verm"tet der Rah» renrourm. iraend ein . großer Herr", mit d"m wahrscheinlich nicht aut RM^n essen ist. Es acht zwar auch viele fri-dliche Fifche. bie nichts R^es gegen ihn im Schilbe führen. Da aber ber bhnbe Wurm feine wirschen Feinde ja nicht erkennen kann, muß er sich lieber einmal zu oft al* einmal au wenia zurück-i-ben So forot bie Natur auch für bie "nsch-inbarsien ßcbem-fen. ind-m sie. was ibn-n an Kraft rnvb feineren ©innen fehlt, durch weise Fürsorge ausgleicht.
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Aus der Stadt Gießen.
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Reichsbahnbehörden:
1. Besichtigung einer großen Schnellzugloko- motive (03).
2. Besichtigung einer französischen „Leih"-Loko- motive als Gegenstück.
3. Besichtigung und Bedienung einer Läutewerk- anlage, desgleichen einer Morseanlage.
Beginn: Samstag 14 Uhr; Sonntag 10 Uhr. — Besichtigungsstand dieser Veranstaltungen: Eingang Bahnhofstraße zwischen Hotel Kühne und Hotel Lenz.
Stadtverwaltung:
1. Besichtigung des Modells des geplanten Sportstadions im Laden der früheren Firma Schulze, Seltersweg, Ecke Neuenweg. Geöffnet: SamStag ab 14.30 Uhr; Sonntag ab 10 Uhr.
2. Durchfahrt eines Stadtschreiberwagens mit dem Stadtschreiber aus „Anno Tobak" am Samstag ab 14 Uhr durch folgende Straßen: Neuen Bäue, Neuenweg, Kaplansgasse, Bahnhofstraße, Bahnhoss- platz, Liebigstraße, Seltersweg, Gartenstraße, Lud- wigsplatz, Kaiserallee, Moltkestraße, Hitlerwall, Wall- torstraße, Wernerwall, Neustadt, Kreuzplatz, Sonnen- straße, Ludwigstraße, Bleichstraße, Lindenburgwall.
3. Errichtung einer „Octroi-Erhebestelle" an dem Torhäuschen Neuen Bäue.
In Hungen fand am gestrigen Donnerstagnachmittag ein Bezirksbauerntag statt. Dem Rufe des Kreisbauernführers Ott von der Kreisbauern- schaft O)berhessen-Weft in Friedberg waren die Ortsbauernführer, viele Ortsgruppenleiter, Bürgermeister und zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht gefolgt, so daß der Saal int „Darmstädter Hof" vollbesetzt war. Der Landrat des Land» kreises Gießen, Dr. Lotz, und der Leiter des Arbeits- amtes Gießen, Oberregierungsrat Dr. Nonnenmann, nahmen an der Versammlung, die gestern nur dem Stadt- und Landkreis Gießen galt, teil. Weitere Tagungen dieser Art finden heute unb in den nächsten Tagen in Friedberg, Nidda und Büdingen für die Landkreise Friedberg bzw. Büdingen
schlacht 1941 bekannt.
Einleitend hob er hervor, England habe bei seiner , Kriegserklärung an uns gewußt, daß es diesen Krieg . gegen Deutschland nicht mit den Waffen gewinnen , werde, auch nicht mit Hilfe seiner Verbündeten. Es habe aber angenommen, Deutschland könne wieder durch den Hunger auf die Knie gezwungen werden. Deshalb habe es sogleich bei Kriegsbeginn bie Blockade gegen Deutschland begonnen und sie dann gegen ganz Europa ausgedehnt. Unter Hinweis auf die vom Reichsnährstand planmäßig durchgeführten Vorbereitungen unserer Landwirtschaft für einen Krieg mit England und die Ergebnisse der bisherigen Er- zeugunasschlachten konnte der Redner überzeugend 'nachweisen, daß diesmal die Blackaderechnung Eng- land? fehlschlagen wird, unser Volk unter kernen Umständen ausgehungert werden kann.
Die Erzeugungsschlacht müsse immer wieder mit allen Mitteln durchgeführt werden, auch in diesem Fahre, obwohl wir diesmal viel besser dastünden als im vorigen Jahre. Alle Kräfte des Bauern- tums müßten angespannt werden, um auch 'n diesem Jahre wieder eine gute Ernte herauszuholen. An den Grundlagen der Erzeugungsschlacht habe sich nichts geändert, es bleibe alles beim alten. Schwierig- feiten müßten überwunden werden, wie sie bisher ja auch gemeistert worden seien. Aufgabe der Orts- bauernführer unb der Bürgermeister fei es, in ihrem Bereich dafür zu forgen, daß alle Maßnahmen zur erfolgreichen Durchführung der Erzeugung^chlacht und die Anordnungen zur Verwertung der Erzeug- nisse von allen pünktlich und gewsisenhaft erfüllt werden, damit iederzeit die Versorgung unseres Volles sichergestellt sei.
Der Landesbauernführer besprach sodann eine Reihe von Fragen und Aufgaben der landwirtschaftlichen Praris. Dabei gab er den Ortsbauernführern unb ben Bürgermeistern bebeutsame Unterlagen für ihr Wirken im Dienste ber Gemeinschaft bei der Beratung unserer Bauern und Landwirte Hinsichtlich ber Dünge mit telversorguna ist frühzeitige Bestellung von Kall notwenbig. Phosphorsäurebungung steht in biesem Jahre mit 15 Prozent mehr als im Vorjahre zur Verfügung. Düngemittel sinb ausrei- chenb vorhanben, sie müssen aber zweckmäßig für ben Anbau verwanbt werben. Ausreichenb ist auch die Saatgutverforgung: auch hier kommt es !darauf an, die Vorräte bei der Aussaqt in zweckmäßiger Wette zu verwenden, daneben noch die erforderlichen Ablieferungen pünktlich zu erfüllen. Bei ben Kar-
mfmann ir . Der A ft unb fit: Am 13. L rwesem he ter der D । u r t bti: 1(5 Corner amen Nu: rben auch - irtenbud) c 5 Kinde;.: gen, datz k tauten, !*' \ jurüifa® > zum Geist eingetroK > taten hattt teilt, bkh t erklärt.!« bestimmen," und stetig zu.
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Gießener Bortragsring.
cym Rahmen bes Gießener Vortragsringes haben der Goetbe-Bunb, bie Kulturelle Vereinigung unb die Vollsbildungsstätte Gießen den bekannten Kunst Historiker Dr. Oskar Schürer zu einem interessanten Lichtbildervortrag für kommenden Montag gewinnen Knnen. Dr°Schürer, dessen fett^be .g.ortrgQ^eife auch in Gießen bekannt ist, wird über „Wiens deut cke Sendung" sprechen und seine Ausführungen durch zahlreiche Lichtbilder ergänzen.
Ortszeit für den 1. Februar.
S°nn-n<msganq: 9.09 Uhr; Mond°usA°»S-U>-48 Uhr. Sonnenuntergang: 18,09 Uhr, Mo gang: 0.02 Uhr.
W-SmelnMN fitoft W W
Sportamf
Deden Freitag von 16 bis 17 Uhr: SinbergymNaskir
Schillerfchule, Schillerstraße Anmeldungen im Kurs oder in der KdF.'GefchSst
stelle, Sellersweg. Diyu
Am kommenden Sonntagmorgen finden in der Halle des DjB.-R. interne Sichtungswettkämpfe als Auftakt für größere Veranstaltungen statt. Es werben spannende Kämpfe zu erwarten fein, da der Verein über mehrere gleichwertige Athleten verfügt. Gespannt darf man auf das Abschneiden feines besten Sprinters H. M ö l l fein (Gaujunioren- meifter über 100 Meter, Bestzeit 10,9 Sek ), der ben Feldzug in Frankreich mitmachte und nun zum l Medizinstudium in Gießen weilt. Ferner sind im 30-m-fiauf zu beachten der hervorragende Weit- fpringer Weiler, Altmeister Zerndt und der jugendliche Dietrich. Im Weitsprung sieht Weiler auf einsamer Höhe, es fei denn, daß Möll sich un !Weitsprung versucht. Im Hochsprung wird Schwarz
Beförderungen im
Km Bereich ber Motorgruppe Hessen würben zum 30 Januar 1941 beförbert: Zum Obergruppenführer Richarb Prinz von Hessen, Führer ber Motor- gruppe Hessen, zum Oberführer ber Führer ber Motorstanbarte 47, Karl Schäfer, unb zum Stan» darienführer Oberftafselführer Hans Solbach, Mo- torsportschule Helsa.
©er Landd'enst wirbt.
NSG. Der Melbeschluß für bie Einreichung von Lanbbienftanmelbungen ist bis auf weiteres ver» schoben worben. Jungen unb Mäbel auS Stabt unb Kleinstabt, bie Lust und Liebe zum Lande haben, können sich daher noch bei den Arbeitsämtern und HI.-Dienststellen für den Landdiensteinsatz 1941 melden. Voraussichtlich werden jedoch nach dem 25. Februar keine Anmeldungen mehr entgegengenommen.
Landkreis Gießen.
4- Garbenteich, 29. Jan. Hier wurde im Saale Steup im Rahmen einer ,,K.d.F."-Beranstaltung von der Darmstädter Volksbühne das Lustspiel
)__c Ruppertsburg, 29 Ian. Unsere BDM » « xv*J,“'*y** ."v*" »
msbels fammelt.H in (e^ter Woche dohier 10 den Sieger stellen Dr°l prunq w,rd D-ch-r
Kilogramm Fett und Sveck, di- der V-r> mit dem lugendlichen^ E ngel tampfen
pllegungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes in Gießen zugedacht wurden. Auch die von den Mädchen durchgeführte B ü ch e r f a m m I u n g für die Wehrmacht hatte ein gutes (Ergebnis —9m ^gelaufenen Jahre wurden in unserem Dorfe 14 Rin» der geboren Es ft ar ben 8 Personen davon 1 den Heldentod Getraut wurden 4 Paare. Unsere Gemeinde zählt zur Zeit 1 Einwohner über 90 Jahre, 8 Personen über 80 Jahre und 38 Personen über 70 Jahre. — Am letzten Samstag fand wieder eine Filmvorführung durch die NS.'Gemeinschast . Kraft durch Freiwe^ statt, die gut _ betucht mar.
Voraus ging am Nachmittag eine Märchensilmvor-
He Strecke zurück, die es vorher gekommen war. Zoch aufschlußreicher ist der Versuch eines Schwei- tx Forschers. Er fing eine Ameise auf ihrem Wege int) sperrte sie eine Stunde lang in eine dunkle Schachtel Dann setzte er sie an der Fangstelle wie- i ber aus. Die Ameise setzte nun nicht etwa ihren ge- V valtsam unterbrochenen Weg fort, sie schlug viel» nehr nach kurzem Zögern eine neue Marschroute Hn, die von der alten genau um ben Winkel ab» Dich, den die Sonne inzwischen durchmessen hatte.
Nicht nur die Bienen und Ameisen haben also ieste Ziele auf ihren Wegen, sondern auch andere Insekten, wie der Lauskäfer oder der Mistkäfer, die keine Häuslichkeit ihr eigen nennen und den größten Teil ihres Lebens „auf der Walze" sind, ftrol- chen nicht fo regellos herum, wie es oft den Anschein hat. — Warum ist es aber für ein kleines Geschöpf, das heimatlos in der Welt herumläust, fo wichtig, daß cs mit Hilfe des Lichtes längere Strecken geradeaus laufen kann? — Goethe hat Öiefe Frage voraussehend beantwortet: „Ich sag' es dir, ein Kerl, der spekuliert, — ist wie ein Tier auf dürrer Heide, — von einem bösen Geist im Kreis herumqeführt, — und rings herum liegt schöne grüne Weide," — übersetzt man dieses Dichterwort für den Alltag des kleinen Getiers, dann heißt das: „Wenn du dort, wo du gerade bist, nichts zu fressen findest, wirst du bestimmt verhungern, wenn du im Kreise herumläusst. Du mußt nerabeaus laufen, um auf neue Weidegründe zu stoßen". Diesen Merkspruch hat die Natur allem kleinen Getier mit auf den Weg gegeben, unb ihm
Frankfurter Scklachkvlehmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Ian. Es notierten je 50 kg Lebensgewicht in RM.: Ochsen a) 45—46,5, b) 39,5 bis 42,5: Bullen a) 43-44,5, b) 39-40,5; Kühe a) 43 bis 44,5, b) 38—40,5, c) 30—34,5, d) 18—25; Färsen a) 45—45,5, b) 40—41,5; Kälber (Sonder- klasse) 65—74, andere Kälber a) 59, b) 54—59, c)'45 bis 50, d) 30—40; Hämmel b2) 48—51, c) 37—44, d) 30—35; Schafe a) 41-44, b) 33—37, c) 22—31; Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5, gl) Sauen 57,5. Marktverlauf: alles i zugeteilt.
(9. A.-Sport.
D. f. B.-K.-Leichtathletik.


