vor allem dokumentiert durch das Ausscheiden des Deutschen Reiches. 300 Jahre lang hat es ein Deutschland praktisch nickt gegeben. Während die Briten wohl von Gott reoeten, aber ihre wirtschaftlichen Interessen im Auge hatten, hat das deutsche Volk aus einer Ueberfpannung religiöser Streitfragen heraus jahrhundertelang innere Kriege geführt, was mit die Voraussetzung war für die Möglichkeit der Entstehung des britischen Welt, reiches.
In eben dem Maße, in dem das deutsche Volk seine Kraft im Innern verbrauchte und damit als Machtfaktor nach außen ausschied, konnte England sein Weltreich zusammenräubern. Aber nicht nur Deutschland war in diesen drei Jahrhunderten praktisch vom Wettbewerb dieser Erde ausgeschaltet. Das gleiche galt auch von Italien. Dort waren es ähnliche Erscheinungen wie in Deutschland, weniger religiöser, dafür staatlicher und dynastischer Art. Und wieder aus anderen Gründen kam das Ausscheiden weiterer großer Nationen in O st a s i e n , die ebenfalls seit 400 Jahren sich von der übrigen Welt abzusetzen begannen und, den eigenen Lebensraum nicht beachtend, sich in ihre freiwillige Zurückgezogenheit versenkten.
So entstand in Europa eine politische Konstellation, die England als sogenanntes Gleichgewicht der Kräfte bezeichnete, die aber In -Wirklichkeit eine Desorganisation des europäischen Kontinents zu Gunsten des britisä)en Jnselreiches war. Daher war es auch das Ziel der britischen Politik seit Jahrhunderten, diese Desorganisation aufrechtzuerhalten; natürlich nicht unter diesem Wort, sondern unter einem schöneren. Man redete, wie gesagt, nicht von Kattun und nicht von der Desorganisation der Völker, sondern von Gott oder vom Gleichgewicht der Kräfte. (Stürmischer Beifall.) Und nur dieses sogenannte Gleichgewicht der Kräfte, d. h. in Wirklichkeit d i e innere Ohnmacht Europas, hat es England ermöglicht, immer wieder von Fall zu Fall und je nach Bedarf Staat gegen Staat auszu- spielen, um dadurch die europäische Kraft stets in innere Kämpfe zu verwickeln und feinerseits nun in aller Ruhe in verhältnismäßig Widerstands- ärmere Räume der Welt vorzustoßen.
Und doch, wenn wir heute von einer Weltmacht oder von England als Herrn der Welt sprechen, so ist das nur ein Wahn. England ist im Innern trotz seiner Welteroberung der sozial rückständigste Staat, den es in Europa gibt! Ein Staat, dessen gesamte Ausrichtung nach den Interessen einer verhältnismäßig kleinen und dünnen Oberschicht hin erfolgt und einer mit ihr verbundenen jüdischen Genossenschaft. Die Interessen der breiten Massen spielen bei der Ausrichtung dieses Staates überhaupt keine Rolle. Auch hier behilft man sich mit Phrasen, man redet von Freiheit, man redet von Demokratie, man redet von Errungenschaften eines liberalen Systems und versteht darunter doch nichts anderes, als die Stabilisierung des Regimes einer Gesellschaftsschicht, die dank ihres Kapitals die Presse in ihre Hand bekommen hat, sie organisiert und damit die „öffentliche Meinung" bildet. So ist es möglich, daß in einem von der Natur so gesegneten Gebilde, in einem Staat, der über die größten Reichtümer der Erde verfügt, dem gigantische Lebensräume zur Verfügung stehen, der im gesamten gesehen kaum einen Menschen auf den Quadratkilometer besitzt, Millionen Menschen an diesen Segnungen keinerlei Anteil haben, sondern armseliger leben als die Menschen in unseren übervölkerten mitteleuropäischen Staaten. Das Land, das für einzelne wenige ein Paradies ist, ist für die Masse in Wirklichkeit nur ein endloses Elend; ein Elend in der Ernährung, ein Elend in der Kleidung, ein Elend vor allem in der Wohnung, in .der Sicherheit des Verdienstes und der gesamten sozialen Gesetzgebung.
Und wenn heute plötzlich ein britischer Arbeitersekretär, der aber nebenbei als „Oppositioneller" von Staats wegen bezahlt wird, nun auf tritt und sagt: „England wird nach diesem Krieg, nach seinem Sieg, beginnen müssen, soziale Fragen in Angriff zu nehmen uyd soziale Probleme zu lösen, wir werden uns auch um die breite Masse kümmern, müssen usw.", — so kann ich diesem Sekretär nur sagen: Das istbeiunsschonlängst geschehen! (Brausender Beifall!) Es ist dies für uns nur deshalb interessant, weil es unsere Behauptung bestätigt, daß England das sozial rückständigste Land der Welt ist. So ist also, nach innen gesehen, dieser gigantische äußere Reichtum ein unfruchtbarer, wenn man von einigen wenigen Menschen absieht und die breite Masse zum Vergleich heranzieht.
Aber auch nach außen ist diese Wettdeherr- schung ein Schein! Die Welt hat neue Zentren er- halten. Riesenstaaten sind außerhalb dieses europäischen Kontinents oder weit über ihn hinausgreifend entstanden, die von England weder angegriffen, ja nicht einmal bedroht werden können, die ganze britische Weltbeherrschungsidee basiert jetzt nur noch darauf, immer wieder die Hilfe Fremder zu bekommen, um gegen den Kontinent vorzugehen. Außerhalb dieses europäischen Kontinents kann die britische Diplomatie höchstens durch den Versuch des Ausspielens anderer Kräfte ihre Stellung zu halten versuchen. Das heißt also, sie muß schon jetzt sich bemühen, das sogenannte Gleich- gewicht der Kräfte in Europa zu einem Gleichgewicht der Kräfte der Welt zu erweitern. Mit anderen Worten, Weltstaaten gegeneinander aus- zuspielen, um wenigstens einen Teil ihrer Weltmacht aufrechtzuerhalten.
In Europa hat das Erwachen der Völker die sogenannte Gleichgewichtstheorie, also das Prinzip der Desorganisation des Kontinents, bereits beseitigt. In diesem desorganisierten Kontinent hat die Volkwerdung der deutschen Nation und damit die Bildung des neuen Reiches begonnen. Im Süden von uns ging Italien den gleichen Weg. Damit sind neue Elemente gekommen, die das Gleichgewicht der Kräfte zu einer Schimäre werden lassen. Und darin sehen wir nun den wirklichen und tieferen Grund zum Weltkrieg.
Seit 1871, feit sich die deutschen Stämme zu organisieren begannen und unter Führung eines großen genialen Staatsmannes wieder ein Reich bildeten, feit also die sich schon langsam ankündigende nationale Wiedergeburt des deutschen Volkes die staatliche Einheit fand, seitdem begann England dieses neue Gebilde mit seinem Haß zu verfolgen. Schon 1871, sofort nach der Schlacht von Sedan, begannen britische Zeitungen darauf hinzuweifen, daß dieses neue Gebilde für England schädlicher sei, als es das alte Frankreich gewesen war. Man hatte schon damals gehofft, daß es Preußen gelingen könnte, in einem langen Krieg Frankreich zwar wieder zurückzuwerfen, aber man wollte nicht, daß aus Preußen heraus eine nationale deutsche Wiedergeburt ober gar ein neues Deutsches Reich entstehen würde. So kam jene Zeit von 1871 bis 1914, in der England unentwegt gegen Deutschland zum Kriege hetzte, bei jeder Gelegenheit Deutschland an
feindete, bis endlich ö et Weltkrieg ausbrach, das Werk einer ganz kleinen Gruppe internationaler gewissenloser Strolche.
Auch diefen Weltkrieg hat England nur führen können mit fremder Hilfe. Es ist dabei in- teressant, den ganzen Entwicklungsgang trief er britischen Weltmachtspolitik seit etwa vierhundert Jahren festzustellen. Erst Kampf gegen Spanien mit Hilfe der Holländer, dann Kampf gegen die Holländer mit Hilfe anderer europäischer Staaten, dar. unter auch Frankreich, dann Kampf gegen Frankreich mit Hilfe Europas, dann endlich Kampf gegen Deutschland mit Hilfe Europas und der zur Verfü- gung stehenden anderen Welt. Der Weltkrieg, der 1914 bis 1918 Europa erschütterte, war ausschließlich das gewollte Produkt britischer Staatskunst.
Trotzdem nun damals die ganze Dell gegen Deutschland mobilisiert war, ist Deutschland tatsächlich nicht besiegt worden. Dir können das heute ruhig aussprechen. Ich möchte nicht Kritiker der Vergangenheit sein, solange ich eine Sache nicht besser gemacht habe. (Stürmischer Beifall.) heute aber kann ich als einer der
Das deutsche Volk l
Und wenn nun heute die Engländer kommen und glauben, daß es genügt, die alten Propaganda- walzen des Jahres 1917/18 wieder in das Grammophon einzulegen, um eine neue Wirkung zu erzielen, dann kann ich nur sagen, sie haben nichts vergessen, aber auch — zu ihrem Unglück — nichts gelernt! (Langanhaltender Beifall.) Und darin unterscheiden sie sich vom deutschen Volk! Das deutsche Volk hat seitdem gelernt, aber es hat auch nichts vergessen! (Aufs neue brausender Bei. fall.) Wir wollen dabei nicht kleinlich fein. In der Geschichte sind einige Wortbrüche schon geschehen, was aber im Jahre 1918, 1919, »1920, 1921 statt- fand, ist nicht ein Wortbruch, sondern das waren Wortbrüche am laufenden Band! (Wie. der tosender Beifall.) Nicht ein Wort hat man ge» brachen, sondern kein Wort hat man gehalten! Noch nie ist eine große Nation fer betrogen worden wie damals das deutsche Volk. Was hat man uns zugefichert, was hat man diesem gutgläubigen Volk versprochen — und was haben sie un- serem Volk angetan! Man hat es ausgeplündert und ausgepreßt. Man hat sich dabei eines fremden Staatsmannes bedient, eines Amerikaners, um eine größere Gläubigkeit beim deutschen Volk zu erzielen. Und vielleicht war das wohl auch die Ursache, warum das deutscke Volk auf diese Manöver hereinfiel. Es ist daher auch in dieser Hinsicht nun immunisiert gegen alle ähnlichen Versuche der Zukunft. Das deutsche Volk hat Jahr für Jahr oa»
Als ich 1918 aus dem Lazarett nach Haufe kam und den Winter 1918 auf 1919 nun erlebte, da wurde mir natürlich wie vielen anderen klar, daß von der vorhandenen politischen Welt in Deutschland eine Erneuerung nicht mehr erwartet werden durfte. Und ich begann daher, wie so viele andere, zu suchen. Damals entstand die Konzeptton, die päter als Nationalsozialismus das beut- che Volk eroberte, ausgehend von der Erkenntnis, saß die deutsche Nation gefallen ist, weil.sie sich den Luxus erlaubte, ihre Kraft im Innern zu verbrauchen. Nach einem ewig gültigen Gesetz hat dieser Kräfteoerbrauch im Innern die Kraft nach außen beseitigt. Die Demokratie von damals hat natürlich gehofft, die freundlichen Sympathien der anderen zu erringen, aber sie hat nichts als den nackten Egoismus grausamer, niederträchttger Finanzinteressen kennengelernt, die nun auszuplün- dem anfingen, wo nur etwas auszuplündern war. Man durfte nichts anderes erwarten.
Aber die Würfel waren gefallen, eines schien mir klar zu fein, jeder wahre Aufstieg konnte nicht von außen seinen Anfang nehmen, sondern nur von innen. Erst mußte die deutsche Nation eine Neu- aestaltuntz ihres inneren politischen Lebens erfahren, die es ermöglichte, die ganze Kraft Deutschlands, und zwar vor allem feine idealistische, wieder zusammenzufassen. Diese idealistische Kraft befand sich, wie die Dinge damals lagen, in zwei Lagern, im sozialistischen und im nationalistischen. Gerade diese beiden Lager, die sich aufs schwerste befehdeten und aufs schärfste bekämpften, mußten zusa mmengefügt werden zu einer neuen Einheit.
Heute, meine Volksgenossen, da hn Zeichen dieser Einigung Millionen und Millionen marschieren, gilt das so selbstverständlich. In den Jahren 1918
Wir haben damals eine Erkenntnis vertreten: Wenn die deutsche Nation nicht ihre Stellung der Welt gegenüber repariert, d. h. wieder ein Machtfaktor wird, dann wird sie in kurzer Zeit tatsächlich zwanzig Millionen Menschen weniger haben. Denn das mar auszurechnen. Die Erwerbslosigkeit griff Jahr für Jahr um sich, damit kam erst recht die Ziellosigkeit in die nationale Konzeption und die wirtschaftliche Planung. Der ewige W'echsel des Regimes verhinderte jede Voraussicht auf längere Zeiten. Projekte über drei Monate Dauer hatten keinen Sinn mehr, weil der Betref- sende schon wissen konnte, daß er in drei Monaten nicht mehr regieren würde. Der eine sagte: „War. um soll ich das wegräumen, was andere schlecht gemacht haben?" Uno der andere sagte: „Warum soll ich das besser machen, wenn sich ein anderer dann hineinsetzt." — Es wurde kein Grund mehr gefunden, um überhaupt zu durchgreifenden wirk- lichen Lösungen zu schreiten. Damit aber mußte die nationale Ohnmacht zwangsläufig zunehmen, der Verfall sich ausdehnen, die Zahl Der Erwerbslosen vergrößern und die Zahl Der im Erwerbsleben Stehenden sich vermindern. Die Belastung auf die. fen Schultern mußte sich noch erhöhen, ihre Trag- fähigkeit sich weiter verringern und endlich konnte nur der Zusammenbruck kommen, dessen Ende nicht abzusehen war. Und so war vorauszusehen, daß sich die gemütvolle und humane Prophezeiung des großen französischen Demokraten Clemenceau, daß wir 20 Millionen zu viel hatten, verwirklichen würde.
Demgegenüber entstand das Programm einer Zusammenfassung der deutschen Kraft mit der Zielsetzung, unser Lebensrecht nach allen Seiten hin zu wahren. Wir hatten damit einen Weg gewählt, der zwischen zwei Extremen lag. Vorerst waren wir einem Extrem schon verfallen, dem liberalen, individualistischen, das das
Männer, die die Sache besser gemacht haben (langanhallender, brausender Beifall), auch die Vergangenheit kritisch betrachten und beurteilen. Und ich kann nur sagen: der Erfolg des Jahres 1918 ist das ausschließliche Ergebnis einer seltenen Anhäufung persönlicher Unfähigkeiten in der Führung unseres Volkes, eine einmalige Anhäufung, die in der Geschichte bisher weder da war, noch in der Zukunft sich wiederholen wird, das können Sie mir glauben! (Erneuter stürmischer Beifall.) Und trotzdem hat der deutsche Soldat vier Jahre lang dem Ansturm einer feindlichen Welt slandgehalten. Und er hätte noch länger standgehallen, wenn nicht als weiteres Moment die damals noch vorhandene Gläubigkeit des deutschen Volkes in die Ehrenhaftigkeit einer übrigen demokratischen Welt und ihrer Staatsmänner hinzugekommen wäre. Diese Gutgläubigkeit des deutschen Volkes, die von vielen damals bedauert wurde, hat einen furchtbaren geschichtlichen Lohn erhalten.
mals Gelegenheit gehabt, über die Ehrenhaftigkeit demokratischer Zusicherungen, Versprechungen, demokratischer Worte und demokratischer Staatsmänner nachzudenken, Vergleiche anzustellen und das praktisch am eigenen Leibe nun zu spüren. Und aus dieser Zeit ist schließlich die nationalsozia- listische Bewegung hervorgegangen.
Wenn man nun fragt: „Warum haben Sie sich auf eine ganz neue Ideologie gestürzt?" Weil die alte jammervoll versagt hat! Nicht nur im In. nern. Die Demokratie war ja bei uns ein miferab- les Gebilde. Wenn 40 bis 50 Parteien konkurrier- ten mit ihren Weltanschauungsinteressen, die vorn Besitz aus, von dem Niveau von Radsahrervsreini- gung'cn bis zu Hausbesitzern ausgingen, dann ist das schon an sich ein sehr schlechtes Bild. Aber davon ganz abgesehen, — wenn wir nun wenig, stens für diese erbärmliche innerdemokratische Miß- geftoltung unseres Lebens nach außen hin belohnt worden wären, so könnte man sagen, gewiß, im Innern hat das Zeug ja versagt, aber nach außen hin bekam man doch wenigstens eine anständige Behandlung! Im Innern war das Ganze nur ein Witz; aber man hat doch wenigstens in der Umwelt so getan, als wenn man uns ernst nehmen wollte. Man hat wenigstens etwas erfüllt von dem, was man versprach. Aber wen haben sie denn 15 Jahre lang ausgeplündert, wen haben sie bann betrogen und erpreßt? Etwa den nattonalsozialisttschen Staat? Nein, Die deutsche Demokratie!
und 1919 aber erschien das als Ausgeburt einer kranken Phantasie. Man bemitleidete mich höchstens. Vielleicht aber, meine Volksgenossen, war bas ein Glück! Hätte man mich damals ernst genommen, dann würde man mich wahrscheinlich vernichtet haben. Denn die Bewegung war ja viel zu klein, um einer Vernichtung Widerstand entgegensetzen zu können. So war es vielleicht nur natur- gewollt ober auch gottgewolltes Schicksal, daß man uns damals auslacyte, verspottete und daß eine gewisse Propaganda sich über uns luftig machte und alles als einen Witz ansah. So gelang es allmählich, den ersten Keim einer neuen Volks- gemeinfdjaft in unserer Bewegung zu bilden und — eine fast unglaubliche geschichtliche Erscheinung — eingeleitet durch lauter unbekannte Menschen, Anhänger in erster Linie aus der breiten Masse zu gewinnen.
Es ist nur in einem zweiten Staat dieser Prozeß bisher als gelungen anzusehen, in Italien, sonst bisher noch nirgends in Europa. In vielen Staaten sehen wir vielleicht einen Beginn. In einigen Demokratien erkennt man wohl die Bedeutung eines solchen Prozesses, und man glaubt nun durch Schwindeleien ein ähnliches erreichen zu können. Man vergißt darüber vor allem eins, eine solche Neugeburt eines Volkes ist wirklich ein wunderbarer Vorgang, ein Vorgang, der mehr Glauben voraussetzt als abstraktes geistreichelnbes Wissen. Und daß uns in den Jahren 1918, 1919, 1920 und 1921 allmählich dieser primitive Glaube der breiten Masse zuströmte, das bildete den ersten Kern unserer Bewegung, bas ließ diese kleinen Menschen, die aus den Bettieben, aus den Fabriken, aus den Bergwerken, von den Bauernhöfen, aus den Kontoren usw. kamen, bas ließ diese kleinen Menschen für die Zukunft dieser Idee, dieser Bewegung und ihren späteren Sieg kämpfen.
Jndividium in den Mittelpunkt nicht nur der Betrachtung, sondern auch des ganzen Handelns stellte. Auf der anderen Seite stand die Theorie der Menschheit als universaler Begriff. Zwischen diesen beiden Extremen stand nun unter Ideal. Das Volk, in dem wir eine seelische und körperliche Gemeinschaft erblicken, die die Vorsehung gewollt und gestattet hat, in die wir gesetzt sind und in der wir allein unser Dasein meistern können. Bewußt haben wir alle unsere Gedanken diesem Ziele untergeordnet, die Interessen diesem Ziele angepafct, alle Maßnahmen mit ihm in Uebereinftimmung gebracht. So entstand die nationalsozialistische Gedankenwelt, die eine Uebenmn- bung bes Individualismus barstellt, nicht etwa in dem Sinne, daß.sie die individuelle Fähigkeit be- schneidet oder die Initiative des einzelnen lähmt, sondern nur in dem Sinne, daß über der individuellen Freiheit und über jeder Initiative bes einzelnen das gemeinsame Interesse steht, daß dieses gemeinsame Interesse das Regulierende, das Bestimmende, wenn notwendig, das Hemmende, wenn notwendig aber auch bas Befehlende ist.
Damit begannen wir damals einen Kampf gegen alle, gegen die Anhänger des individualistischen Prinzips genau so wie gegen die Anhänger des Menschheitsgedankens. Und in diesem Kampf haben wir in 15 Jahren die deutsche Nation erobert. Ich habe dabei immer die Auffassung vertreten, meine Mitbürger au gewinnen. Und wenn diese Bewegung nach einem Jahr die ersten zehntausend Anhänger zählte und bann später immer weiter wuchs, bann waren diese Anhänger ja doch Volksgenossen, die früher etwas anderes geglaubt hatten. In den Reihen meiner Partei marschierten |a doch nur Deutsche, die auch schon früher bei Bewegungen waren. Hunderttausende Manner meiner SA., ff waren früher Kämpfer in anderen Organisationen gewesen. Cs war der größte See
lenkampf, der vielleicht je in unserer Geschich, ausgefochten worden war. Ich konnte ja Feinen zwingen, mit mir zu gehen, in meine Organisation einzutteten; sie alle mußten innerlich überzeug werden, und nur aus ihrer inneren Ueberzeugune heraus haben sie dann die großen Opfer auf sjj genommen. (Minutenlanger Beifall.)
Dieser Kampf sollte wirklich mit dem Geist, d. h. mit der Kraft der Rede, des Wortes, der Schrift und damit der Ueberzeugung geführt werden. Und nur dort, wo ein böswilliger Gegner sagte! „Im Geiste kann ich euch nicht widerstehen, aber ich bin stärker als ihr. Und weil ich euch im Geiste nicht widerstehen kann, werde ich euch mit der Gewalt Widerstand leisten" — nur dort allerdingz habe ich als einstiger Frontsoldat auch die Anttvon gewählt, die der Gewalt gegenüber allein am Platz« ist: Gewalt gegen Gewalt! (Tosender mit nutenlanger Beifall.) So entstand die streitende Be, wegung, die mit dem Geiste focht, solange der an- bere bereit war, ebenfalls mit geistigen Waffe« anzutreten, die aber auch nicht davor zurückschreckte an die Gewalt zu appellieren, sobald der ander« seinerseits glaubte, mit der Gewalt den Geist toter, zu können. Wir hatten dabei diejenigen als Gez, ner, die uns auch von außen immer entgegengetrt. ten sind: ein Gemisch aller international fühlende^ denkenden und handelnden Personen aus allen Läir. dern. Sie, meine Volksgenossen, kennen die dann., ligen Koalitionen, die gegen uns antraten, und ich kann heute wohl sagen: In diesem Geisteskampf fini wir ihrer überall Herr geworden, denn als ich er* lich zur Macht gerufen wurde, da kam ich untn der Reichsprästdentschaft des Generalfeldmarschalls von Hindenburg auf legalem Weg, infolge der stärksten Bewegung, die hinter mir stand, zur Macht! (Erneuter tosender Beifall.)
Das heißt also: Die sogenannte nattonalso- ziallskische Revolution hat in der Demokratie mit der Demokratie die Demokratie besiegt! (Minutenlanger Beifallssturm.) Sie hat sich auf streng legalem Wege alle Machtmittel gesichert. Auch heute stehe ich vor Ihnen auf Grund des Mandats der deutschen Ration. Und zwar eines Mandats, das umfassender ist, als es irgendein fogenannter demokratischer Staatsmann zur Zeit besitzt.
Als ich 1933. zur Macht kam, war unser Weg klar vorgezeichnet. Er war im Innern genau be- stimmt durch einen 15jähvigen Kampf, der uns in tausend Kundgebungen dem deutschen Volke verpflichtet hatte. Und ich wäre ehrlos und würde pet. dienen, daß man mich steinigt, wenn ich auch liui einen Schritt von diesem Programm zurückge- wichen wäre oder zurückweichen würde, (©türmti scher Beifall.) Dieses Programm besagte, gesell- schaftlich gesehen, Herstellung der deutschen Volk-" gemeinschaft, Ueberroinbung aller Klassen- und Standesvorurteile, Erziehung bes deutschen Menschen zur Gemeinschaft, wenn notmenbig Brechung des Widerstandes derjenigen, die sich dieser Gemein« schäft nicht fügen wollen. (Erneuter brausender Beifall.) Es besagte wirtschaftlich gesehen: Ausbau einet deutschen Nationalwirtschaft, die unter Anerkennung der Bedeutung der privaten Initiative doch bas getarnte wirtschaftliche Leben den allgemeinen Interessen unterstellt und unterordnet. (Aufs neue stürmischer Beifall.) Und glauben Sie mir, auch hiev ist eine andere Zielsetzung nicht mehr denkbar. In Zeiten, in denen die Völker gezwungen sind, auf den Schlachtfeldern zur Verteidigung ihrer Inter-- essen anzutteten, und dabei keine Ausnahme machen können zwischen solchen, die viel, oder solchen, bi« wenig zu vertreten haben, in solchen Zeitläuften sind wirtschaftliche Vorteile oder Vormachtstellungen zu Ungunsten der Jnteresien der Allgemeinheit nidri mehr aufrecht zu erhalten. Wie überall, so ging ich auch hier den Weg der Belehrung, der Erziehung bes langsamen Anpassens, denn es war mein Stolu, diese Revolution durchzuführen, ohne daß in Deutschland auch nur eine Fensterscheibe zerstört! wurde, eine Revolution, die zu den größten Umwälzungen führt, die jemals auf der Erde geschahen,, und die nicht das geringste an Werten vernichtete.-, sondern alles nur allmählich ausrichtet, die Weich« um Weiche umstellt^ bis endlich die große Gemeinschaft ihre neue Form gefunden hat. Das war uns« Ziel.
Mnb genau so war es auch auhenpoll- ttsch. Hier habe ich das Programm aufge- stellt: Beseitigung von Versailles. Wan soll heute in der anderen Welt nicht so blöde tun, als ob das etwa ein Programm wäre, das ich tm Jahre 1933 oder 1935 oder 1937 erst entdeckt hätte. Die Herren hätten bloß, anstatt sich ein dummes Lmigrantengefchwafel anzuhören, einmal das lesen sollen, was ich geschrieben habe, und zwar tausendmal geschrieben habe. (Heuer tosender Beifallssturm.) Oester hat kein Mensch erklärt, und kein Mensch niedergeschrieben, was er will, als ich es getan habe, und ich schrieb immer wieder „Beseitigung von Versailles". Vicht darum, weil ich mir das in den Kops gesetzt habe, sondern weil Versailles das größte Unrecht und die niederträchtigste Mißhandlung eines großen Volkes war, die die Geschichte überhaupt kennt, und weit ohne Beseitigung diese» Zwangsinstruments der deutschen Vernichtung jede künftige Lebenserhaltung unseres Volkes unmöglich gewesen wäre.
Mit diesem Programm bin ich im Jahre 191® noch als Soldat aufgetreten und habe barüben zum erstenmal gesprochen. Und dieses Programm habe ich unentwegt als ein feierliches, verpflichten' des Gebot vor mir getragen die ganzen Jahre de« Kampfes um die Macht. Und als ich zur Macht kanr. da sagte ich mir nun nicht wie die demokratische»' Politiker: Nun hat der Mohr seine Schuldigkeit! getan, fetzt kann er gehen, sondern in dem Augen- blick gelobte ich mir: Ich danke dir, mein Herrgott, daß du mich fetzt dorthin gebracht hast, wo ich end" lich mein Programm verwirklichen kann.
Aber ich wollte auch hier dieses Programm nicht mit Gewalt verwirklichen, sondern ich habe geredet, was ein Mensch nur reden konnte. Meine Reiche tagsreben, bie nicht irgendein demokratischer Staatsmann vor der Geschichte wegschwindeln kann, fi^ Zeugnis dafür. Was habe ich ihnen für Angebote gemacht! Wie habe ich sie gebeten, Vernunft angn* nehmen und einem großen Volke nicht die Leben» und Existenzmöglichkeiten zu beschneiden. Wie hab« ich ihnen nachgewiesen, daß das für sie selber keinen Nutzen bringt und sinnlos ist, ja, ihnen selbes nur schadet? Was habe ich in diesen langen Jahren alles getan, um ihnen den Weg zu einer Verstand!' gung zu erleichtern! Es wäre nie nötig gewesen, int dieses Wettrüsten zu kommen, wenn bie anderen " nicht gewollt hätten. Ich habe ihnen Vorschlag unterbreitet. Aber es war doch so, daß jeder Do» schlag, nur weil er von mir lam, genügte, um


