Ausgabe 
29.4.1941
 
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Gießener Anzeiger

Dienstag, 2Y. April Ml

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wir

Aeue Schläge gegen die britische Transporlfloite

Lemnos und Smnothraki gäben den Deutschen die

K'iqi uun yen uaiyiunui i n .....

«'nen englischen Waffen sieg über Dillaret gebracht,

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Seit Beginn dieses Krieges hat Churckill als Churchill versuchte dann d i e B ° l k « n n > e d e r. "rinemimster als Wehrmacht-Minister, schlietzlich lag- zu bagate ststeren wabei ihm ein pemliches s Ministerpräsident nach jede einzige der schwe. Eingeständnis entschlupst ist Er Zagte nämlichi daß

ein Teil der Nilarmee nach Griechenland geschafft

bis in seinen talus. damit etwas

unsere Zeit nachwirkt. Der Peloponnes führt Namen nach Pelops, ein Sohn des Ton- Diese Sage zu erzählen, ist interessant, weil das Leben vor der Einwanderung der Dorer deutlicher wird: Tantalus setzte seinen Sohn

Oie Aufbringung feindlicher Handelsschiffe. Werte von über 100 Millionen NM. der deutschen Kriegswirtschaft zngeführt.

Berlin, 29. April. (DRV. Funkfpruch) Zu der bereits gemeldeten Aufbringung von 8 7 2 feindlichen Handelsschiffen seit kriegs- beginn durch die deutsche Kriegsmarine wird er­gänzend mitgeteilt: Durch diese Aufbringung auf den Weltmeeren und Beschlagnahme feindlicher handelsschiffe^ln besetzten Häfen werden der deut­schen Kriegswirtschaft wichtige Güter, wie Lebensmittel, Gold, Oel, Zellulose, Holz und zahl­reiches andere Banngut zugeführt. Der Wert dieser Gütermengen überschreitet 10 0 Millio­nen Re ichsmark erheblich.

Churchill hat das Wort von der Schlacht im At­lantik geprägt und gleichzeitig prahlerisch eine große Aktion der englischen Flotte gegen die in dem dor­nigen Gebiet erschienenen deutschenPiratenschiffe"

schwer.

In der letzten Nacht bombardierten Kampfflug­zeuge bei guter Erdsicht das Verftgelände und die

das Aegäische Meer nicht mehr durch die Marine ,Seiner Majestät' kontrolliert wird."

Ur aller Klassen und Größen im Mittelmeer stano- nert, um den ungeheuren Nachschub fiir seine oor- lizen Truppen sicher heranzubringen.

Statt wie einst im Weltkriege vom sicheren Stutz­

punkte Scapa Flow bzw. von Dover aus die deut­sche Schlachtflotte in der Nordsee auch ohne Schlacht, die England vermied, mattzusetzen, hetzt heute die kül>ne und angriffsfreudige deutsche See- triegführung die englischen Kriegsschiffe bis zur Ermattung und zum Verschleiß ihrer Maschi­nen über den Atlantik. Wie gemeldet wurde, waren unsere Schlachtschiffe von dem englischen Schlacht- schiffRenown" bei den Neufundlandbänken, also weit im Westen, und dann wieder von anderen englischen Schlachtschiffen in der höbe der Kap­verdischen Inseln gesichtet worden. Die deutschen Schlachtschiffe haben keine Veranlassung zum Waf­fengang, ihr Kampfpreis sind die englischen Geleitzüge, unter denen sie reiche Ernte ge­halten haben. Der englischeglorreiä-e 1. Juni", dessen Glanz schon durch den ruhmreichen deutschen 31. Mai vor dem Skagerrak gelitten hat, wird sich daher im Atlantik nicht wiederholen.

Das Bild des Seekrieges und das Gewicht der eingesetzten Seekriegsmittel hat sich verschoben. So­lange die enge Nordsee und das Küstenvorfeld um England selbst das Kampfgebiet waren, lag der Schwerpunkt auf den deutschen U-Booten und auf

Oer ÄZehrmachiberichi.

Berlin, 28. April. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Luftwaffe führte wie zum Teil durch Son­dermeldung bekanntgegeben weiter vernich­tende Schläge gegen die im Seegebiet zwischen Piräus und Kreta zum Abtransport brr ge­schlagenen britischen Truppen zusammengezogenen Transport-, Material- und Bewachungsschiffe. So wurden am 26. April in den griechischen Gewässern elf S ch i f f e mit zusammen 48 000 BRT. versenkt. Ferner ein britischer Kreuzer nördlich Kreta und 19 weitere Schiffe durch Bombentreffer beschädigt. Lin Teil dieser Schiffe kann als ver­nichtet angesehen werden. Am 27. April versenkte die Luftwaffe einen Kreuzer sowie ein Han­delsschiff von 5000 BRT. und beschädigte zwei weitere Kreuzer und zwölf Handels­schiffe schwer.

Die Bewegungen der Truppen des deutschen Heeres zur Säuberung der restlichen Gebiete Mit­telgriechenlands und des Peloponnes verlaufen planmäßig. Verbände der Luftwaffe grif­fen feindliche Kräfte im Raume um Argos- Tripolis mit guter Wirkung an.

In Rordafrika brachen feindliche Vorstöße aus Tobruk heraus unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge griffen am 27. April unter Jagdschutz britische Artilleriestellungen um M a r s a M a t r u k an und brachten durch Bombenvolltreffer

Kontrolle der Dardanellen-Durch-

den Mitteln des Kleinkriegs, vereint mit der Luft­waffe. Seitdem der Schwerpunkt bis weit in den Westen und den Süden des Atlantik verlegt und damit der weite Seeraum zum Kampfgebiet gewor­den ist, hat auch wieder das Schlachtschiff das Wort. Aber bei Churchill ist es über die so laut an­gekündigte, Schlacht im Atlantik merkwürdig still geworden.

Hafenanlagen von Portsmouth. Spreng- und Brandbomben richteten vor allem in der Slaals- werft neue große Zerstörungen an. Ferner wurden Hafenstädte in E o r n w a t I und an der Süd- o st k ü st e Englands angegriffen.

Gestern gelang es zwei feindlichen Kampfflug­zeugen unter dem Schuh einer tiefhängenden ge­schlossenen Wolkendecke nach Westdeutschland vorzu- stoßen. Durch Bombenwurf wurden in einer Fabrik einige Personen gelötet oder verletzt. Es entstand nur geringer Gebäudeschaden, der keinen produk- tionsausfall zur Folge hatte.

In der letzten Rächt fanden Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet nicht statt.

In der Zelt vom 23. bis 27. April verlor der Feind insgesamt 100 Flugzeuge, von diesen wurden 26 im Luftkampf und durch Rachtjäger, 8 du7ch Marineartillerie und leichte Seeslreitkräfte, 3 durch Flakartillerie abgeschossen: 63 Flugzeuge wurden am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gerieten 9 eigene Flugzeuge in Verlust.

Wer kontrolliert dieAegäis?

V i ch y, 28. April. (Europapreß.) DerPetit Dauphinois" schreibt im Zusammenhang mit der Einnahme von Athen und Der Besetzung des Golfs

für die Mlttaaönunimer biS8»/.Ubr deSBormitlaaS

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Anzeigenteil 7 Stof, te mm bei 22 mm Reilerrbreite,

Tertteil 50 Stof, te mm bei 70 mra Keilenbreite

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Wiederholung Malftaffel l Hbfcblüffc Mengenllaffel B Plavvoricbrift (vorherige Vereinbarung) 25"/« mebr

Enttäuschungen und Irrtümer."

Churchill sucht nach Entschuldigungen für die britischen Niederlagen.

Von unterer Berliner Schriftle'tung

.Lt UI lein Sie wolle siegen oder sterben in einem Kampf, her bis zum Ende ausgetampft werden müsse.

Marineminister, als Wehrmachtsmln.ster, s.

als Ministerpräsident noch jede einzige der schwe­ren englischen Niederlagen in einen Erfolg urnzu- lügen versucht. Es erlaubt Rückschlüsse auf die Der- stimmung in Großbritannien und im Empire, wenn er in seiner letzten Rede dergleichen Sieges- Phrasen nicht mehr vorzubringen wagt Ja er traute sich noch nicht einmal vor d'.e Oeffentlichke.t des Parlaments, sondern beschränkte sich auf Den Mißbrauch des 'Mikrophons, wo ihm niemand widersprechen kannte

von Patras, den Engländern bleibe nur noch üb­rig, auch ihre auf dem Peloponnes befindlichen Truppen schleunigst einzuschifsen. Nach hier vor­liegenden Informationen sei diese Aktion schon im Gange, werde aber durch die deutsche Luftwaffe gestört, der sich die RAF. nur schwer widersetzen könne, da sie alle auf dem Balkan gelegenen Flugbasen verloren habe. Im Aegäischen Meer zeige sich die Lage für die Briten

General-Anzeiger für Gbechessen 7-S

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ständigen Strom von KriegsUe erungen nach Eng- and in Sang gesetzt hat. Jwstchendurch redet er den Obdachlosen, den Hungernden und^ Frierenden ein ihre Moral seiam grabartigsten , ja, er fei aerod-iu erfrischt" aus den bombardierten stad- i^n Mrückgekommen. Er hab- schreckliche S;-n-n aesthen sagte Churchill jedoch im gleichen Atem- irn Di- Haltung der Beoälkerung sei -INTri. uniph der Widerstandskraft" des englischenBalkes. Die gante Bevölkerung sei auf dem Schlachtfeld, ba« froher den Soldaten Vorbehalten gewesen fei, aas ftugci, vy« des Hemdes

l-l. Jahrgang fit. w!

Ericbemi tunlieb, außer Sonntags *mb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener F amilienblatter Heimat imBild DieScholle

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zwei Batterien rum Schweigen.

Deutsche Jagdflugzeuge vernichteten in einem O..H. PW ~.v -------

Hafen der Insel Malta ein viermotoriges britl- äußerst ungünstig. Die Besetzung der Inseln fches Flugboot vom Muster Sunderland.

Im Seegebiet um England versenkte die Luftwaffe am gestrigen Tage und in der letzten Nacht xnei fian eWiiffe mit zusammen 11000 VRT und beschädigte fünf weitere große Handelsschiffe

Amerikas im Westen über etwa 115 Breitengrade von Island im Norden bis zu den Falklandinseln im Süden, und in seiner größten Ost-West-Aus- dehnung über 80 Längengrade von der Straße Do­ver-Calais bis Florida erstreckt, stellt ein Kampf­gebiet dar, größeralsganzAfrika. Etwa in der Höhe des Aequators liegt seine engste Stelle, die gleichzeitig den Seeraum in den Nord- und den Südatlantik teilt.

Obwohl die See, die niemandem gehört, frei ist, "und obwohl Deutschland einen gegensätzlichen Standpunkt niemals anerkennen wird noch kann, Stauben andere Mächte gewisse Ansprüche zu haben. )ie USA. z. B. sprechen gerne von der west- I Cid) en Hemisphäre und von ihrem ideellen, I aber auch praktischen Herrschaftsanspruch über sie I unb verstehen darunter die westlich des I 3 0. Breitengrades liegende Welt, also das I Gebiet westlich einer Linie, die die Gruppe der zu I ^Portugal gehörenden Azoren durchschneidet. I ^Neuerdings hört man drüben sogar in dieser Ver­bindung den 25. Breitengrad nennen, wo­durch die Grenze der westlichen Hemisphäre bis zu den zu Spanien gehörigen Kapverdischen Inseln vorgeschoben wird. Dieser Anspruch der USA. ist völlig willkürlich, ist nirgendwo inerkannt und steht in schroffem Widerspruch zu der einst so gepriesenen Monroedoktrin. Bringt man diese Linie trotzdem mit der neuerdings in USA. |o laut betonten angeblich von Europa her drohen­den Jnvasionsgefahr in Verbindung, so wäre man vielmehr berechtigt, den Spieß herumzudrehen und iu erklären, daß eine Jnvasionsaefahr für Europa »der für Afrika seitens der USA. droht. Anderer- leite hat England in alten Zeiten,, selbst bis in das erste Viertel des 19. Jahrhunderts, das eine Inseln umspülende Meer bis zum Kap fiinifterre in Spanien als feine Domäne be­zeichnet und dort von fremden Schiffen sogar den erften Gruß gefordert.

Aber wichtiger als solches Zeremoniell ist die Iwirtschaftliche Bedeutung dieses Meer- qebietes, das England als die westlichen Zufahrts- traßen bezeichnet. Nimmt man eine Derkehrskarte bes Atlantischen Ozeans zur Hand, bann wird der Sinn dieser englischen Bezeichnung klar, denn alle Schiffahrtswege vom Westen und vom Süden des Atlantik her laufen in diesem Meeresgebiete zusam- nen und führen zu den Häfen Englands und Nord- -uropas. Um die auf diesen Schiffahrtswegen heran- Geführten Zufuhren wird im Atlantik gekämpft, denn Englands Leben hängt davon ab, ob sie oie

worden sei. Es habe sich hierbei sogefügt", daß Australier und Neuseeländer diegeeignetsten und am schnellsten verfügbaren Truppen" gewesen seien. Nur die Hälfte des Expeditionsheeres in Griechen­land habe aus Soldaten des Mutterlandes bestan­den.Wir wußten, daß unsere Kräfte allein nicht ausreichen würden, um den deutschen Angriff av- zuschlagen", erklärte Churchill, um dann in aller Deutlichkeit einzugestehen, daß Großbritannien im­mer wieder Hilfsvölker für seine Ziele sucht; die Hilfe der Nachbarn Griechenlands habe hinzu- femmen müssen. Churchill verwies auf Juzosla- wien, das zunächst eine Regierung gehabt habe, die sich dem Naziwillen habe unterwerfen wollen. Die neue Regierung habe die Seele Jugoslawiens gerettet; ober es sei zu spät gewesen, auch das jugo­slawische Gebiet zu retten. Jugoslawien habe nicht einmal Zeit gehabt, die Armee zu mobilisieren. Die Griechen feiert Überwgltiyt worden, die siegreiche Albanienarmee habe kapitulieren müssen. Zynisch erklärte Churchill, es sei den Australiern unb Neu­seeländern und ihren britischen Kameraden über­lassen geblieben, sich allein den Weg zur See zu erkämpfen. Kein Dankeswort fand Churchill für die denerfolgreichen Rückzug" der Briten deckenden unb tapfer kämpfenden Griechen.

Angesichts der zunehmenden Verstimmung in einigen Dominien teils über die englische Bericht­erstattung, teils über den gewissenlosen Verschleiß wertvollen Blutes der Dominien durch England sind diese beschwichtigenden Worte reichlich dünn, cs ist begreiflich, wenn solche Arroganz lärmende

Oie Wandlung des Atlantiks

Von Kapitän zur See a. D. D. Wideman«.

Pelops den Göttern zerstückelt zum Mahle vor. Die Götter fanden aber das Verbrechen heraus unb dank ihrer Allgewalt wurde Pelops zu neuem Leben erweckt. Tantalus wurde in die Unterwelt verbannt, wo er seither die sprichwörtlichen Qualen erleidet. Pelops aber gründete ein Geschlecht, bas ben Peloponnes beherrschte. '

Der Peloponnes würbe im Mittelalter auchM o - r e a" genannt, was manche Forscher auf bas sla­wische Wort More (Meer) zurückführen. Denn wie überhaupt in Griechenlanb, so ist auch auf bem Pe­loponnes von ben alten Griechen wenig übrig ge­blieben. Dinarisch-albanesische unb slawische Stämme zogen am Ausgang ber Völkerwanberung hierher unb grünbeten Zupanschaften (Grafschaften), welche später von ben wenigen übriggebliebenen Stäbten, vor allem mit Hilfe ber Geistlichkeit, gräzisiert wür­ben. Im Mittelalter spielte ber Peloponnes noch einmal eine Rolle: als Stützpunkt für bic Teil­nehmer an ben Kreuzzügen. Es entstauben mehrere fränkische" Fürstentümer, die von Rittern aus Flan­dern und Nordfrankreich gegründet worden waren. Dann kam ein mehrhundertjähriger, oft durch lange Friedenszeiten unterbrochener Kampf um den Pelo­ponnes zwischen Venedig unb ben Türken. Heute gehört ber Peloponnes zu ben fruchtbarsten Gebiete Griechenlanbs. Auch Baumwolle wirb gepflanzt. Das Land ist im allgemeinen gebirgig, hat ober auch weite Talbecken, unter benen bic Lcmbschaft bes Eurotas-Flufses, am Fuß bes fast 2500 Meter hohen Taygetos, eben bas alte Lakebämon mit Sparta als Hauptstabt, burch ihre Größe hervor­sticht. Erst in neuerer Zeit finb die unhygienischen Einflüsse der versumpften Gebiete wirksam be­kämpft worden. Sehr fruchtbar ist ferner ber Westen ber Halbinsel, wo sich in bas Kalkgestein Schiefer- formationen mit ihrer Neigung zu guter Humusbil- bung vorschieben. Dr. Ho.

Szenen, wie etwa im australischen Parlament, verursacht. Währenb bes ganzen Krieges hat England auch nicht in Frankreich ober in Nord­afrika noch nicht ein einziges Mal ein Heer ausschließlich englischer Herkunft für feinen eng­lischen Krieg eingesetzt. Den Hilfsvölkern aber, die auf dem Baikals für England verbluten durften, sagt Churchill, man habe in London gewußt, daß ihre Anzahl ohnehin zu gering sei genau so wie einen Tag vorher Lord Halifax in Washington öffentlich erklärte, man habe gemußt, daß man den Griechen nicht genügend helfen könne. Nachdem nun also auch Serbien und Qkiedjcnlanbvon mechanisierten Hunnen niebergefdjlagen" worden finb, wie ber Londoner Scharlatan behauptet, sal- viert er sich auf jeden Fall für alles Unheil, was die Zukunft noch bringen kann, indem er plötzlich behauptet, er habe niemals Prophezeiungen aufge- stellt vergleiche dyzu den offenen Brief des Reichspressechef Dr. Dietrich an Churchill unb er habe auch niemals Niederlagen Siege genannt. Churchill weiß selbst sehr genau, daß er längst gestürzt worden wäre, wenn er dem englischen Volke von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte. Aber da es sich hier nicht um einen Krieg bes eng­lischen Volkes, sondern um einen Krieg ber eng­lischen Plutokratie handelt, so ist Churchill noch im mer Ministerpräsident, unb so wirb England die Suppe auszulöffeln haben, die seine regierende Schicht ihm zum zweifellos letzten Male eingebrockt hat.

Auf' die militärische Lage in Nordafrika ein­gehend, erklärte sich der Premier überrascht von dem schnellen deutschen Vorstoß in Libyen. Eine einzelne Tankbrigade habe man für ausreichend gehalten, um bis Mitte Mai die englischen Stellungen zu halten, sie sei teilweise aufgerieben worden. Die Infanterie sei weniger stark als eine Division gewesen; sie habe zurückgenommen werden müssen. Man müsse er­warten, daß der Krieg in der Wüste, zur See und in ber Lust schwerer unb ausgedehnter werbe. Die Ausgabe bestehe barin, die Cyrenaika von ben Deutsä-en zu säubern. Man müsse mit Rückschlägen rechnen. Nur ein Ding sei im Kriege sicher, bah er nämlich voller Enttäuschun­gen unb Fehler sei. Es bleibe abzuwarten, ob ber beutsche Feldzug in Norbafrika oder auf dem Balkan nicht auch Fehler gewesen seien.

Der Verderber des britischen Weltreiches ging so- dann in allgemeinen Redewendungen aus die Schlacht im Atlantik" ein.Obwohl ihr Ausgang durchaus noch nicht entschieden ist", sagte er dabei wörtlich,ist sie zwar in eine unheim­lichere, aber wie mir scheint, viel günstigere Phase getreten." Die englischen Hörer werben ihren Ohren nicht getraut haben. England werde jede Woche stärker werden. Wenn er die yeutige Lage mit der Lage im vorigen Sommer vergleiche, dann habe England vieles getan, für das er dankbar fein könne. Selbst wenn er in Betracht ziehe, was ber Gegner bisher getan habe. Was würbe geschehen,

mglischen Häsen sicher erreichen.

In biesem riesigen Seeraum spielen fid) bah er bie .'kampfhanblungen ber deutschen U-Boote unb beut Heu Kreuzer, neuerdings auch ber beutschen Schlachtschiffe ab, alle unterstützt burch bie Auf Ilärungs unb Kanzpstätigkeit ber beutschen Flieger, für England ist biefes Kampfgebiet unb auch ber kampfpreis, um ben es bort geht, nicht neu, benn in den hundertjährigen Kämpfen gegen Frankreich 1 nb gegen bas mit ihm verbündete Spanien haben mglifche Segelschiffflotten auf feindliche Handels­schiffe dort Jagd gemacht, die manchmal in ganzen Flotten bis zu hundert Schiffen und mehr vereint ilon französischen oder spanischen Kriegsschifsflotten Ieleitet wurden. Damals galt es, Frankreich aus- uhunqern. Noch heute gilt in England der Sieg es Admirals Lord Howe über den französischen Admiral Villar et, dessen Unterführer der Ad- miral von Stabe! war, als eine ber glänzend- fien Waffentaten. Der Tag besglorious first of June 1794 (so ist die Seeschlacht westlich von Sreft von den Engländern genannt), hatte Zwar

Oer Sprung auf den Peloponnes.

Das war ein sehr buchstäblicherSprung", mit dem erst einmal bie beutschen Fallschirmjäger unb bann bie fieibftanbarte bes Führers auf ben Pelo­ponnes gelangten, bie einen aus bem Flugzeug, bie anberen durch eine improvisierte Uedersetzung des trennenden Meergolses. Der Peloponnes ist der südlichste Teil Griechenlands, mit dem er nur durch eine Landdrücke zusammenhängt. Auch hier sind es zwei Stichworte, die bic Landschaft dem deutschen Leser näherbringkn: Sparta unb Olympia. Der Peloponnes wurde im ersten Jahrtausend vor Ztw. von Dorern erobert, die aus dem Norden kamen. Das einzige Staatswesen, das die urfprüng- l'.che dorische Volks- unb Heeresverfassuna beibe- hielt, war bas kriegberühmte Sparta. Ebenfalls auf borifdje Einflüsse zurück geht bie Entwicklung der berühmten Wettspiele von Olympia, bereu Vorbild

k fmit hp- ausaeieidinet ihre Angelegenheiten trotz gelegen!- rni> ° lick ^unvermeidlicher kleiner Rückschläge stehen, muß

so ,.mahd>en r iel Xben baft Englands Sache ohne direkte ländern we - er.lefet 3U0«en, DerIorcn ift! Aber er

biejem See Än g nächste Lüge bei der Hand mbem

Neues,'er es so hinstellt, als wenn Amerika bereits emen 1 uxrtXirion Strom von

fahrt, womit ben Engländern künftig ber Zu­tritt zu den Darbanellen, bem Bosporus unb bem Schwarzen Meer abgeschnitten ist. Im übrigen habe Großbritannien biete Lage schon erkannt, ba eine Mitteilung ber Admiralität befanntgebe,daß

ongefünbigt. Will man verstehen, was ber bort ge­führte Kampf bebeutet, so muß man sich über bic Frage klarwerben, was ber Meeresraum, ben wir gewohnt finb, als Atlantik zu bezeichnen, im poli- tischen unb wirtschaftlichen Leben Europas vorstellt.

Dieser gewaltige Seeraum, der sich zwischen EuropaAfrika im Osten und den beiden Teilen

eher der aus nicht weniger als 130 Sd) i ff en be- . flehende, in Frankreich sehnlichst erwartete Konvoi erlangte unter der Führung von Stabe! sicher nach irrest. Der Hauptzweck, von dem die cflerbinigs nicht gerne reben, war burch geschicktes Nanöver bes französischen Admirals erreicht; benn das in Norbamerika an gekaufte unb nun in Brest tngeliefcrte betreibe rettete Frankreich, das eine schlechte Ernte gehabt hatte, vor Der Hungersnot.

? Heute ist es umgekehrt. Heute wartet

Cnglanb sehnlichst aus die Ankunft semer Ge-, ja wohl selbst auf diese traurige

lützüge, unter denen deutsche Kriegsschiffe lm At , cinaebilbet haben. Nachdem er den

fentif Beute machen. Waren cs bisher bie deutschen n $ heute nur immer erzählt hat, m>c li-Boote, bie bort Tausenbe von Tonnen laufend ^ngianoernj...... ........

v-rsenkten, ohne baß ber von England ^^aut ge--

I kihmte Geleitzug Sicherheit bot, fc

lcngern die deutschen Kreuzer den Engländern mel- hre Sorge und zuletzt sogar die in £/'.*** G'biet aufgetretenen deutschen Schlachtschiffe.

Das bedeutet für England etwas ganz .

hatte bisher geglaubt, mit feiner weit über- I hgenen Schlachtflotte eines Tages die wenigen ' dlutfchen Schlachtschiffe stellen und vernichten zu kinnen. Dann würde es diese Sorge los sein uno lnt den leichteren deutschen Seestreitkraften auch bilb fertig werden. Die kühne deutsche ^mtiattoe Mingt dahingegen England, für den Schutz seiner Geleitzüge alles, was es an toce- stteitkräften aufbieten kann, Zerstörer, Kreuzer und Schlachtschiffe einzustellen. Darüber hinaus früher oen cuivu«» ------------ . .

aertvolle Schlachtschiffe, Flugzeugträger und Kreu- oas rr g darauf, dem Feuer des Feindes

ur im Mittclmeer ftatio- uno |ie ici p . firnen ober sterben