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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)
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Aus dem Reiche der Krau
Die Frauen-Heserve
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Zeitgemäßer Hefekuchen I
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ont stehen, weil sie glauben, daß man ihrer un- Sernten und ungeschulten Kräfte nicht bedürfe.
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ier, hoAl durch di nisdiung
Seit Beginn des Krieges hat sich die deutsche ''au in vorbildlicher Einsatzbereitschaft auf allen „ ' i in die Lücken gestellt, die durch die i nberufung der Männer entstanden waren Nicht rir im Rahmen sozialer Betätigung, in der Nach-
Lßrecken. Darum dürfen heute die deutschen Frauen, sweit sie nicht schon in kriegswichtiger Arbeit ■Ben, mit Recht auch zu dieser Form des vctter- Mdischen Dienstes gerufen werden, zu dem jeder |lqelne Deutsche, ob Mann oder Frau, verpflich-
Dorsicht auch noch hineingestreut worden, deckt man das Ganze wiederum mit mehreren Lagen Papier zu, schließt den Koffer, ohne ihn während des ganzen Sommers wieder zu öffnen. Es muh also als Mottenkiste ein Koffer benutzt werden, der im Sommer nicht gebraucht wird Jedes Deffnen, jedes Herumsuchen im Koffer bietet den Motten neue Möglichkeiten, einzudringen um ihr Zerstörungswerk zu beginnen.
Wollsachen, wie Dirndljacken, Pullover usw.. die auch während des Sommers getragen werden sollen, verbleiben im Kleiderschrank, müssen aber des öfteren ausgeklopft oder wenigstens ausgeschüt-
Das Faltenkleid rechts mit dem jäckchen - artigen Blufenteil hat lange, weite K i - monoärmel mit schmalem Aufschlag und zu einem kräftig blauen Rock eine rote Schärpe und ein rotes W e st ch e n. Die Bluse ist weih und hat kleine G 0 l d k n ö p s e. Material: stumpfer Seidenkrepp. H.
lei ist.
Irin technischer Hinsicht sind heute die großen Be- Irrbe weitgehend dahin verbessert, daß die Auto» in tifierung der Arbeitsgänge und die Unterteilung ir Arbeit nicht nur den Einsatz erst anzulernen- k weiblicher.Kräfte erleichtert, sondern diesen die ttfceit ermöglicht, ohne daß ihnen die geringsten h^ädigunqen daraus erwachsen. Durch eine ärzt- he Untersuchung, die der Einstellung von Frauen in Rüstungsbetriebe vorangeht, wird ihre körper- liqie Eignung feftgefteUt und der Arbeitsplatz ihr Wepaßt. Der Betriebsarzt und die Soziale Be- tiLbsarbeiterin sorgen, falls sich die Notwendigkeit MausfteUt, für einen Arbeitsplatzwechsel. Die Ar- b tszeit beträgt acht Stunden! sie darf nur aus» nljmsroeiie und nur bei freiwilliger Meldung verengert werden Nacht- und Sonntagsarbeit ist in feiern Falle untersagt Aus die besonderen Notwen- iyteiten der weiblichen Gefolgschaft, soweit sie I usliche Pflichten hat, nimmt die fast in allen s»ßen «Betrieben schon selbstverständliche Maß- i hme eines freien Tages Rücksicht Werkeigene o*r NSB -Kindergärten und Kindertagesstätten ntijmen der arbeitenden Frau und Mutter die cnrgc um die Unterkunft der Kinder während ihrer 8 beitszeit ab, die Nachbarschaftshilfe unterstützt fi durch Einkaufshilfe usw Es gibt vor allem für ir- bisher berufslosen Frauen und Mädchen keinen T'und, sich von der großen Front des „Unbefann» Id Heeres", das an Werkbank und Schraubstock litten stillen, aber wichtigen Dienst tut, fernzuhal- l(i. Deutschland braucht alle Kräfte und alle schaf- joden Hände. 0.8.
n der damals gegründeten Frauenarbeitszentrale l!- Buch über die Erfahrungen jener Jahre betitelt fcl kam aber verspätet und ohne irgendwelche s o^anisätorische Vorbereitung, ja gegen den Wider- ft nb der Industrie selbst zustande, die die unbe- litgte Notwendigkeit des verstärkten Frauenein-
Zwei Frühjahrskleider 1941 für junge Mädchen schlagen wir heute vor.
Das Modell links ist aus hellblauem Seidenkrepp gearbeitet, der weit eingelesene Rock und die kurzen, angeschnittenen Aer- me l sind mit einer dunkelblauen Schräg bl ende belegt, der breite, im Rücken zur Schleife gebundene Gürtel und das Halsbündchen sind ebenfalls dunkelblau.
as sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
teil werden, damit Mottenbrut vernichtet roirb. Dasselbe gilt für Pelze, die im Frühjahr noch angenehm wärmen und auch später nicht weggepackt werden, da sie an kühlen Sommerabenden willkommen sind Diese darf man in der ganz heißen Jahreszeit ja nicht vergessen! Zwei- bis dreimal in der Woche klopft man sie mit einem Rohrstock vorsichtig aus, damit sich keine Motteneier im Fell entwickeln können Stoffe, die bereits an Motten krankten, verpackt man gesondert, damit sie die mottenfreien Stücke nicht „anstecken" können. Gleiche Vorsicht ist für Hüte aus Filz angebracht.
Bonbons ober süße Sachen sind ein wenig rar geworden, denn der dazu nötige Zucker wird für andere, wichtigere Zwecke gebraucht. Das ist etwas hart für Menschen, die solche Dinge nun mal gern essen. Die Liebe zu süßen Sachen ist ja auch nicht immer nur Naschhaftigkeit, sondern oft ein natürliches Bedürfnis des Körpers nach Zucker; denn Zucker ist fein Genußmittel, sondern ein Nahrungsmittel. Wenn Sie also von Ihrem Zuckerquantum etwas erübrigen können, so pfuschen Sie dem Zuckerbäcker oder Bonbonfabrikanten ein wenig ins Handwerk und bereiten Sie selbst ein paar süße Sachen für ihre kleinen und großen Leckermäuler oder ein paar liebe Gäste.
Pfefferminz-Fondants. 100 Gramm Puderzucker, knapp 2 Eßlöffel Wasser, 5 Tropfen Pfefferminzöl (in der Apotheke zu haben). Sieben Sie den Puderzucker in eine kleine Schüssel, geben Sie das Wasser und das Pfefferminzöl in die Mitte hinein und rühren Sie, von dort aus beginnend, einen Zuckerteig. Wenn sich der Puderzucker nicht mehr darunterrühren läßt, so kneten Sie ihn mit den Fingerspitzen leicht ein. Formen Sie auf einem mit Puderzucker bestreuten Brett eine glatte Rolle aus dem Teig, von der Sie kleine Stücke abschneiden. Lassen Sie die Fondants auf einem Teller, den Sie ebenfalls mit Puderzucker bestreut haben, trocknen. — Sie können die Fondantsmasse auch mit Eiweiß (an Stelle von Wasser) bereiten, dann wird sie etwas geschmeidiger; sie läßt sich dick ausrollen, und Sie können bann kleine Farmen ausstechen.
Kanbierte Orangenschalen. Apfelsinenschalen, Zucker. Wässern Sie normal abgeschälte Apfelsinenschalen mindestens 24 Stunden in reid)- lich Wasser, welches Sie mehrere Male erneuern. Kochen <5ie bann bie Schalen in frischem Wasser weich. Schneiden Sie die gekochten Schalen in feine Streifen und wiegen Sie sie ab. Kochen Sie die gleiche Menge Zucker mit etwas Wasser auf, geben Sie die Apfelsinenschalenstreifchen hinein und kochen Sie das Ganze im offenen Topfe unter ständigem Rühren, bis alle Flüfsigkeit verkocht ist. Breiten Sie die kandierten Drangenftretfd>en auf Pergamentpapier einzeln aus und lassen Sie sie warm gestellt, später an der Lust trocknen
Falsche Marzipankartoffeln. 1'/- Tassen Milch, 2 Tassen feinen Grieß, 3 Tassen Zucker, 1 Fläschchen Bittermandelöl oder etwas Bitter» mandelpulver. Etwas Kakao aber Puderzucker. Kochen Sie bie Milch auf. Streuen Sie unter Rühren Grieß unb Zucker hinein und gießen Sie bas Bittermandelöl dazu. Kochen Sie das Ganze 7 bis 10 Minuten. Formen Sie aus der noch warmen Masse kleine Bällchen, bie Sie in Kakao ober etwas gesiebtem Puderzucker rollen.
Nußkugeln. 125 Granrm Puberzucker, 125 Gramm geriebene Nüsse ober Manbeln, ein roemg Rumaroma ober Vanillezucker, etwas Rosenwasser, ein wenig Wasser. Etwas Kakao oder Puderzucker zum Bestreuen. Sieben Sie den Puderzucker und vermischen Sie ihn mit den Nüssen. Geben Sie das Rofenwasser, Rumaroma oder Vanillezucker dazu und verrühren Sie das Ganze nach unb nach mit etwas Wasser. Sie dürfen nur so viel Wasser dazu- Seben, daß die Zutaten eben zusammenhalten. Der >ig wirb genau wie bei den Pfefferminzfonbants nachher leicht geknetet. Formen Sie kleine Kugeln baraus, bie Sie in Kakao ober Puderzucker wälzen. Falls Sie genügend Kakao haben, können Sie auch etwas m den Teig geben. I. M.
ji;ee nicht einsehen wollte.
Wie anders liegen die Dinge heute. Schon vor I n Kriege, schon bald nachdem die Arbeitslosig- 5 Int dank der nationalsozialistischen Wirtschaftspo- tf überwunden war, nahm die Einstellung von N auen in fast allen industriellen und gewerblichen beitsgebieten zu und wuchs ständig. Im seloen
Winterkleidung mottensicher oufbewahren?
Nicht nur wir Menschen freuen uns der zurück- körenden warmen Jahreszeit, sondern auch unsere Unterkleidung atmet sozusagen erleichtert aus, denn ll" sie tritt nun die Zeit der Ruhe ein. Da aber w'llene und andere Wintersachen für uns wahre ft ftbarfeiten bedeuten, haben wir die Pflicht, all bm warmen Sachen eine sorgenlose Sommerruhe ii bieten Und bie Sorglosigkeit liegt für alle wm- leIIid)en Stoffe in dem Schutz gegen Die l e i b e r m o t te Währenb der ganzen Heber- Ilngs- sowie warmen Jahreszeit sind aber unsere vinterkleider ein beliebtes Futter für die gefräßige vEe. Daher heißt es für die Hausfrau alle Klei- bl', die während des Sommers nicht gebraucht vrden, mottensicher aufzubewahren.
Da ist zunächst einmal eine gründliche N e i - n g u n q notwendig, denn die Motte interessiert fh besonders für schmutzige und fleckige Stoffe. Uu einem sonnigen Frühjahrstage bangt man aue Lintersachen auf dem Hofe auf, laßt sie tüchtig birch lüften, klopft und bürstet ausgiebig. Vor U$m müssen die Taschen, die Nahte, Stulpen an hirrenhosen usw. beachtet werden, denn m ihren Hinteln nistet bie Motte besonbers gern, außer- bmi haben sich in allen Falten und Winkeln des ikslbungsstückes Staub unb Schmutz besonbers an. |<ammelt Pelzkragen an Mänteln klop nm vorsichtig mit einem Rohrstock unb schüttelt ll3Ranabr™d7t5cin6 richtige Mottenkiste fein eigen i> nennen, um bie Kleiber »u schützen. Ein gut tiiefcenber fReifetoffer ober «ine ebenfold)e Stifte »Men ben gleichen Zweck Mit hechem Sobo- Mer wirb sie ausgewaschen unb d'cht^tt frischem Jiitungspapier aufgelegt ehe an Verpack b.- Sachen gehen kann F r i s che s Zeitungspapier f unbedingt notwendig, da tue Motte ber duckerschwärze Reißaus nimmt Ist alles fauver Mb glatt hineingelegt, ein gutes Mottenpulver zur
richstr.ün 11941. r.,, Behörden
Nie liebe Eitelkeit.
Stoßt es uns nicht alle ab, wenn ein junaes Mädchen nichts weiter im Kopf hat als Puh und otaat? Meist geben bie Erzieher an baß biefcr Hang <ur Eitelkeit angeboren fei. unb man bagegen nichts unternehmen könne Gewiß — bagegen anfämpfen, wenn ein Mädel erst groß ist, läßt sich wohl nur in den seltensten Fällen Ein solck)er junger Men Ich bleibt oberflächlich sein Leben lang, und bereits an Backfischalter holt das Mäbchen verstohlen die Puderdose hervor!
Jedoch solange ein Kind noch klein ist, kann die Mutter gegen diese Untugend erfolgreich ankärnpsen, vor allem sie nicht noch züchten, was leider oft der Fall ist Begeisterte Mütter suchen eine Ehre darin, ihr Kind so hübsch wie nur möglich anzuziehcn. Warum auch nicht? Nur muß es so geschehen, baß das Kind nichts von ber Wichtigkeit bes Kleibens und des ganzen äußeren Menschen merkt. Leiber wird aber von ben Eltern in vielen Fällen über jedes neue Kleid ein Freubenruf ausgestoßen, ja man führt das Kind sogar noch vor ben Spiegel, damit es sid) selbst bewundere! Dann kommen liebe Verwandte und Bekannte und empfangen das Kind bereits mit den Worten: „Wie sieht es doch süß aus!" und „Wie reizend steht ihm das Kleidchen!' Kleine Eoatochter aber merken sich die Ausrufe der Begeisterung, und ihre Kleiderinteressen steigern sich zu sehr. So kann aus dem bisher unbefangenen und natürlichen, wirklich reizenden kleinen Mädchen ein geziertes Putzäffchen werden. Der Gedanke an Aeußerlichkeiten beherrscht das Kind, es findet sich hübscher als seine Kameraden und wird damit überheblich.
Also müssen wir Mütter uns bemühen, nicht ähnliche Zierpuppen zu erziehen, die uns in anderen Familien so unangenehm berühren. Zunäd)st madjen mir dem Kinde klar, daß es weit wichtiger im Leben sei, ein artiges als ein hübsches Kind $u sein; daß ferner auch' das aufgeputzteste Kind nicht anziehend wirkt, wenn es sich nicht sauber hält, 'on- dem mit schmutzigen Händen und Flecken herum- rennt. Dor allem aber lassen wir das Kind in Kleiderfragen und Haartracht nicht zu Worte kommen. Die Mutter bestimmt, was angezogen wird und wie die Haare gekämmt werden. Natürlich denkt eine vernünftige Mutter auch nicht daran, für festliche Gelegenheiten das weiche Kinderhaar ondulieren zu lassen. Kinder haben den großen Vorteil ber Jugend, die weitaus mehr schmückt, als alle Kunst. Selbstrebend kann unb wirb jede Mutter ihr Kind liebevoll und hübsch anziehen, nur darf das Kind von der Wichtigkeit, mit ber auf fein Aeußeres gesehen wird, nichts merken. Vor allem aber sorgt die Mutter dafür, daß ihr Kind sauber und nicht zer- rissen herurnläust und für jede Gelegenheit praktisch angezogen ist. Wie bedauernswert sind doch Kinder, die, weil sie ein schönes, aber empfindliches Kleid anhaben, nicht nach Herzenslust herumtollen können..Es ist ja im Grunde genommen so unwichtig, was man anhat. Nicht Kleider machen Leute, sondern allein auf den Charakter kommt es im Leben an! H. v. L.
GüßeGacheN/selbst zu machen
fr tfdjreitenben Maße wurden bie Maßnahmen ber friedlichen Sozialpolitik ausgebaut, der Arbeits- Kutz verbessert, sozrale Betriebsarbeiterinnen und Leiterin der Werkfrauengruppen wachten im b anderen über die weiblichen Gefolgschaftsmitglie- Ibic, das Amt „Schönheit in der Arbeit" der DAF.
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hrfchaftshilfe, ber Tätigkeit im Roten Kreuz, im rcb/1 frauenhilfsbienft u. ä. hilft sie die vermehrte Last, wWv der Krieg diesen Einrichtungen bringt, tragen, ly.-i! end) in Handel und Gewerbe im öffentlichen Dienst nb nicht zuletzt in der Industrie ist sie an die ra£ (deUe der Männer getreten und hilft mit ihrer
- ' jebeit den Sieg vorbereiten und gewinnen.
Wie aber die Wehrmacht immer wieder neue Jänner zu ben Waffen ruft, bebarf auch das roirb hiastliche Leben immer wieder neuer Kräfte, um |2 stetjg wachsenden Aufgaben, die der Krieg ihm f llt, zu bewältigen. Die Wirtschaft muß darum timet wieder an die Frauen appellieren, die noch loßerhalb der Reihen der arbeitenden Heimat-
schrumpft und der vorher abgetropfte fehlende Saft ben Geschmack wesentlich beeinträchtigt.
Sehr gut läßt sich eingemachtes Ob st verwenden, wenn wir einen Puddingguß vor dem Backen über das Obst geben. Wir können so auch äu Hefekuchen weniger geignete eingemachte Obstsorten, besonders Stachelbeeren und Johannisbeeren unb nicht zu süße Preiselbeeren, Rharbarber und Erdbeeren verwenden und ebenso alle Mar- melabenforten. Aus 3/< Liter Milch unb 1 Pubdingpulver stellen wir mit etwas Zitronenschale und Zucker einen kremeartigen Pudding her, ber halb erkaltet über das auf dem Hefeteig ausgebreitete, abgetropfte Obst gegossen wirb. Backzeit etwa 30 Minuten. Mit Hilfe von Apfelmus, nicht zu süßem Zwetschenmus unb Aprikosenmarmelabe stellen wir einen auch gut schmeckenben Gitterkuchen her. Der Boden für den Hefekuchen wird recht dünn ausgerollt, das Mus darüber gegeben, gitterartig mit dünnen Teigftreifen belegt und diese mit verdünntem Eigelb ober gezuckerter Milch bestrichen. Mit Hilje eiher beliebigen Marmelabe stellt man einen Marmelaberollkuchen her. Wir rollen ben Teig von 500 Gramm Mehl aus, bestreichen mit Marmelade unb rollen roieber zusammen unb lassen biefe Rolle entroeber so auf bem Blech nochmals gehen ober teilen sie in 7 Stücke, die wir aufrecht in eine Springform setzen. Allerdings muh die Form in dem Fall vorher einen Boden aus dünnem Hefeteig haben, damit die Marmelade nicht ausläuft. Beide Arten bekommen nach dem Backen einen dicken Zitronenzuckerguß.
Rezepte.
Hessischer Eintopf: 250 Gramm Fleisch, 250 Gramm Graupen, 750 Gramm Kartoffeln, Salz, Suppengrün, Petersilie, 2 Liter Wasser. — Wasser, Graupen, Suppengrün zum Kochen ansetzen, das in Würfel geschnittene Fleisch zugeben, nach etwa einer Stunde bie Kartoffeln, beim Anrichten Petersilie zufügen.
Graupenpubbing: 250 Gramm Graupen, 1 Liter Milch, 1 Ei, 2 Eßlöffel Zucker, Salz nach Geschmack, Marmelabe. — Man läßt bie Graupen in ber Milch, der man ben Zucker unb etwas Salz zugesetzt hat, ausqellen unb ein wenig abkühlen. Dann wirb das verquirlte Ei untergezogen und
ter. .
B -au in uorbi
* i-bensgebieten
» Jjs ist ebenso ein Trugschluß, wie so mandje ver- bildliche „Unabkömmlichkeit" aus bem häuslichen Ali;:, jreis ober aus einem wehrwirtschaftlich unwichtigen Irruf. Viele Frauen werben auch noch beherrscht ««wgsii rn her „Angst vor dem Betrieb" Sie haben ein» raiithfj pj DOn ben schweren Verhältnissen gehört, ober Will dben noch eigene Erinnerungen daran, unter denen RAnFw*» ~ grauen in den Jahren 1916—1918 in ber Inh?' iiegsinbustrie von bamals gearbeitet haben. Der riM% kmsatz bieses „Unbekannten Heeres", wie die Leite-
Ostern steht vor ber Tür. Wenn auch in Anbetracht bes Krieges große Feiern sich von selbst verbieten, so wollen wir es boch uns möglichst festlich machen. Dazu gehört der Fefttadskuchen. Hefekuchen ist am vorteilhaftesten, weil mir dazu nur wenig Fett oder Del unb zu vielen guten Kuchen gar keine Eier benötigen. Andererseits fehlen uns im Augenblick manche Zutaten, die den Hefeteia üblicherweise schmackhaft gestalten, z. B. frisches Obst, Rosinen, Fett zu Streuseln, genügend Quark für Ouark- kuchen. Trotzdem können wir allerlei gute Hefekuchen mit anderen Mitteln Herstellen. Wenn wir auf 500 Gramm Mehl 50 bis 60 Gramm Fett ober Del nehmen, ist das ausreichenb. Es ist besser, bas Fett nicht flüssig zu machen, sonbern in „Flöckchen" ober gerieben (bei Rinberfett) auf ben „Mehl frans", in bem wir bas Hefestück ansetzen, zu geben. Der Kuchen wirb bann mürber Viel zarter wirb er wenn wir ben Teig nur mit soviel Mehl, baß man ihn eben kneten ober schlagen kann, Herstellen. Diesen einfachen Hefeteig, ben man noch mit Zltro- nenschale ober ein paar Tropfen Bittermanbelöl chmackhafter gestalten kann, verwenben wir zu ben althergebrachten Zöpfen, Kränzen, Osterwecken unb Osterbroten Der nach bem Backen aufgestrichene Zuckerguß, mit Zitronensaft hergestellt, macht alle biefe Gebäcke schmackhafter unb festlicher
Aus bem gleichen Teig backen wir in einer Kastenform für 1 Kilo Mehl einen „rheinischen Plön" Wie einen Topfkuchen läßt man ben Teig in ber Form nochmals gehen. Man kann ben Platz erst am 1 ober 2. Tag nach bem Backen aufschneiden Er wirb im Rhemlanb mit Vollkornbrot unb Apfelkraut ober Gelee besonbers gern gegessen. Mit ein paar geschälte unb feingeriebenen Manbeln ober Kürbiskernen hergestellt — bie es gerabe nach Weihnachten hie unb ba gab — wird er noch feiner Rheinischer Mandelpkatz ist besonders beliebt Diesen einfachen Hefegrundteig verwenden wir auch zu allen Plattenkuchen. An Stelle von Streuselkuchen versuchen wir es einmal mit Zwiebackkuchen Hier- zu rollt man den Teig auf dem Blech aus und bestreicht ihn mit etwas flüssiger Margarine. Dann bestreut man ihn mit einem Gemisch aus geriebenem Zwieback, Zucker und Zimt. Auch mit Hilfe von eingemachtem Obst und Marmelade lassen sich .
gute He'sekuchen zubereiten. Allerdings ist das ein» Ine Masse lagenroeiie nnt steifer Marmelade m eine fache Belegen wie mit frischem Obst weniger anzu- Puddingform gefüllt. Der Pudding wird eine raten, da das schon erhitzte Obst sehr stark ein-> Stunde im Wasserbad gekocht.


