Ausgabe 
28.7.1941
 
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Rom, im Juli 1941.

Stalins Sohn sagt aus

Oie Auswirkungen der deutschen Umzingelung. - Planlosigkeit der Sowjetführung.

Die Operationen im Osten erfolgreich fortgesetzt

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aus der Londoner Flottenkonferenz aus. Heute be­schließt es die Schaffung von drei neuen Ablauf-

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Ilt Peru - Ecuador ,'wo Washington einer« iiä als unparteiischer Mittler auftrat, auf der an-

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neu in den Kampf geworfener sowjetischer Kräfte unter schweren Verlusten für den Feind. Kampf­flugzeuge erzielten bei einem Tagesangriff Vom- benoolltreffer in Bahnanlagen der Stadt Mos­kau.

Im Seegebiet um England vernichtete die Luft­waffe einen Frachter von 4000 VRT. Andere Kampfflugzeuge warfen in der letzten Rächt Ver­sorgungsbetriebe des Hafens Great Yarmuth in Brand und bombardierten Flugplätze im Osten der Insel. Seestreitkräsle schossen zwei britische Kampf­flugzeuge ab.

In Rordafrika lebhafte Spähtrupplätigkeit vor Tobruk. Deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Rächt zum 26. Iuli abermals militärische An­lagen des britischen Flottenstützpunktes Alexan­dria mit Bomben aller Kaliber.

Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Rächt in Rordwestdeutschland Spreng- und Brandbomben. Rur einzelnen Flugzeugen gelang bis zur Reichshaupt st adt vorzudrmgen. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. An einigen Stellen entstanden Gebäudeschäden. Racht- jäger und Flakartillerie schossen acht der angreifen­den britischen Kampfflugzeuge ab.

flugzeuge au.

Britisches Spähtruppunternehmen bei Tobruk gescheiter!.

Berlin, 27. Juli. (DNB.) An der Front von Tobruk herrschte am 24. und 25. Juli lebhafte Artillerie- und S p ä h t r u p p t ä t i g k e > t. Ein britischer Spähtrupp, der sich den deut­schen Stellungen zu nähern versuchte, wurde unter schweren britischen Verlusten zurückgeschla- gen.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 27. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der gesamten Ostfront werden die Ope­rationen mit Erfolg fortgesetzt. Kampfflugzeuge grif­fen auch in der letzten Rächt Verkehrsanlagen und Versorgungsbetriebe der Stadt Moskau mit guter Wirkung an. .

In Südostengland lombardierte die Luft­waffe in der vergangenen Rächt wehrwirtschaflliche Anlagen. .

Deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Rächt zum 27. Iuli militärische Ziele am Suezkanal mit Bomben. , .

Bei einem im Schuhe der Wolken durchgefuhrlen Tagesangriff einzelner britischer Kampfflugzeuge auf Wohnviertel der Stadt Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Wohngebäuden wurde zerstört und beschädigt. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden in der letzten Rächt nicht statt.

Oer Wehrmachtbericht vom Samstag.

DRB. AusdernFührerhauptquartier.

26. Juli. Das OKW. gibt bekannt:

In der Ukraine wurde örtlicher widerstand feindlicher Rachhuten gebrochen. Die verbündeten Truppen setzten trotz schlechter witterungs- und schwieriger Wegeverhältnisse die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort. Die Sauber u n g Bessarabiens durch rumänische Verbände steht vor dem Abschluß. 3m Raum westlich und b- westlich Wjasma scheiterten Angriffe starker

Zwei Ozeane und vier Kontinente

Von unserem M.P.-Korrespondenten.

gehört. Ob England Hilfe leisten werde, wisse er nicht:Bisher hat England noch niemandem eine Hilfe geleistet". , . .

Jakob Dschugaschwili mußte dann zugeben, daß alle Behauptungen von schlechter Behandlung der Gefangenen erlogen seien. Er selbst sei gut behan­delt worden und könne nicht klagen, er habe auch die feste Ueberzeugung, daß die Gefangenen alle genau so behandelt worden seien wie er. Zum Ab­schluß seiner Vernehmung wurde er noch nach sei­ner Familie gefragt. Er hat eine Frau und eine dreijährige Tochter. Ob sein Vater bei der Flucht der Regierung seine Frau mitnehmen würde, be- C unuqiiuiüu:Vielleicht ja viel- .. Es wurde im angeboten, einige Zeilen an seine Frau zu schreiben. Er dankte für das Ent- Vorläufig ist das

fen Seite mit Ecuador Waffenlieferungen gegen ^Mügpunkte auszutauschen suchte, gegen die >oßzuqiqkeit", mit der man die Überlassung Manischer Stützpunkte an die VSA. als selbst- Mndlich hinstellte, schließlich sind ja auch d^e maischen Reutralitätsoerstcherungen der Minister iw Präsidenten so vieler ideroamerikamscher Staa- ki ebenfalls Proteste gegen das planmäßige her- ni fordern zur Teilnahme am europäischen Ron« jfc, das von Washington ausging.

Leber die Ziele, die man in Washington verfolgt, »man sich in Rom völlia klar Ein aktives Em- jjiilfen, ja auch nur eine klare Stellungnahme für L shington fordert - ja erwartet man gar nicht tiimal. Es genügt für die politischen Kreise des «ißen Hauses vollkommen, daß die lberoamerika- nichen Republiken ihre wirtschastlichen Derbindun- ze mit Europa aufgeben müssen. Dann smd diese Mi der Ein- und Ausfuhr völlig abhängigen Staa- Ir in der Hand ber.USA. Aus USA. werden ste em» jüren müssen, was sie brauchen, abnehmen wird man h.en, was man unbedingt muß, und was man icht aus taktischen Gründen lieber aus dem _br - fyn Empire kaufen will. Dann muß ihre Ochul iettast gegenüber den USA. wachsen mie fatnjelle. ^Man wird die Werte ihrer Substanz, ihen nach dem anderen, als Pfand .^hmen un H letzten ihre politische Unabhängigkeit vom Wet- $n Zaus. Eine Welt, einen eigenen Kontinent Unfalls, der bisher nicht mit der angelsachs chen zoilisation, sondern mit der Kultur der Iberischen r ibinfel verknüpft war, will man auf d s

Oie Seeseflung Malta.

Bon Konteradmiral a. D. Brüninghaus.

Kurz vor dem Weltkriege galt Malta, um mit den Worten eines bekannten englischen Publizisten zu reden, als die stärkste Seefestung der Welt, star­ker als Gibraltar oder Hongkong, da es keine Landgrenzen zu schützen hat und deshalb einer stärkeren Selbstverteidigung fähig ist als die an- leren Bollwerke des Empire. Die geopolitische Lage Maltas auf dem halben Seewege zwischen Gibral­tar und Port Said ist eine denkbar günstige. Sie erkannt zu haben, ist das Verdienst Nelsons, der 1798 mit seinem Geschwader vor der Insel, dre damals auf Befehl Napoleons von den Franzosen besetzt war, erschien. Erft 1800 ergab sich die aus­gehungerte Besatzung. Die diplomatischen Verhand­lungen zwischen London und Paris führten dann zu dem Vertrage von Amiens, in welchem u. a. teht:Die Streitkräfte Seiner Britischen Majestät werden die Insel innerhalb dreier Monate nach Austausch der Ratifikationsurkunden räumen oder auch früher, wenn es sich machen ließe."

Malta sollte dem Orden (den früheren Johan­nitern, später Maltesern) zurückgegeben werden. England dachte selbstverständlich nicht entfernt daran, einen derartig günstig gelegenen Stützpunkt zu räumen oder feine Herrschaft mit jemand an­ders zu teilen. Im Pariser Vertrage von 1814, be­stätigt durch den Wiener Kongreß, wurde Malta notgedrungen als britische Besitzung anerkannt, da sich an der Tatsache als solche nichts mehr andern ließe." lieber der Tür eines maltesischen Verwal­tungsgebäudes findet sich folgende Inschrift:Die Liebe der Malteser und die Stimme Europas ver­trauten 1814 diese Inseln dem großen und unbesieg­ten Britannien an." Ein blutiger hohn, für die Malteser, die von den Engländern über hundert Jahre in übelster Weise drangsaliert worden sind, zugleich auch ein Zeichen dafür, wie die englische Raubpolitik ihre Eroberungen stets nut einem moralischen Mäntelchen zu umgeben versteht.

Die vier Inseln Malta, Gozo, Comino und Fil- fota umfassen einen Flächenraum von 320 qkm, wovon auf die Hauptinsel Malta allein 246 qkm kommen. Ihre größte Längenausdehnung betragt 28 Kilometer, die größte Breitenausdehnung 13 Kilometer. ,

Die Inseln Comino und Gozo liegen nordwestlich von der Hauptinsel. und sind militärisch wie wirt­schaftlich von geringer Bedeutung. Die Insel Co­mino teilt das Fahrwasser' zwischen Malta und

b Es ist gewiß kein Zufall, daß fast gleichzeitig Lord Halifax in San Franzisko iene eigentüm­lich aus Drohungen und freundschaftlichen Ver­sicherungen gemischte Rede an Japan hielt, in der er erklärte, England -beabsichtige nicht, auch nur auf das geringste seiner Rechte im Fernen Osten zu verzichten. Die USA.-Presse hat sich nach dieser Rede gefragt, ob Halifax wohl hier aus eigener Machtvollkommenheit oder im Auftrag feiner Re­gierung gesprochen hat. Daß es ein recht unge­wöhnliches Ereignis war, um nicht zu sagen eine erstaunliche Entgleisung, wenn der Botschafter eines Landes bei der Regierung eines zweiten non einem Platz dieses zweiten Landes eine, Strafpredigt an die Regierung eines dritten Landes ^ar lelbjt der in Taktfragen durch die lange Präsidentschaft Roosevelts nun schon stark abgehärteten USA.-Presse ausgefallen. In Rom hat man keinen Augenblick irgendwelche Zweifel daran gehabt, w e r Die Fa­den gezogen hat, an denen die Puppe Halifax ihre Gesten machte: man glaubte sofort, Roosevelts Spiel zu erkennen. Schon als Beauftragte Roose­velts zu einer Sitzung des britischen Kabinetts ein« geladen wurden, so sagt die italienische Presse, habe man darin erkennen können, daß der Mann im Weißen Haus die Verantwortung für die Poli­tik Englands mitübernehme. Damit ist also tat­sächlich nur ein weiterer Schritt auf dem gleichen Wege getan worden. Der Universalerbe in spe be­gann dem alten kranken Mann in London bei der Verwaltung seiner Besitztümer zuHelsen Die Schafsgeduld, mit der das Volk von USA. mit sich geschehen läßt, was die Roosevelt, Baruch und Morgenthau beschließen und durch Pepper, Stirn- son und Knox ausschreien lassen, stellt mall m Rom mit Bedauern fest. Die stolze Generation der Pioniere, die mit der Büchse und der Bi'del m die Urwälder zog, um eine neue Welt zu erobern, von einem Ozean zum andern, und die in weiser Selbst­besinnung die Monroe-Doktrin zur Richtschnur ihres handelns wählte, i'st ausgeftorben. Man will nicht mehr Werte schaffen, sondern verdienen. Das ist das Los letzter Generationen, und die Vertreter dieserhoffnungslosen Geschlechter" führen augen­blicklich in den USA. das Ruder.Es ist schade darum", sagen die Italiener, von denen so viele USA. aus eigener Erfahrung von früher her ken­nen.Amerika, du hast es besser als unser Kon­tinent, der alte!" hat Goethe einmal gesagt, Goethe, dem alles Junge und Starke so verständlich mar.

121ber das ist über hundert Jahre her.

W Irti

Mittag,28.MMI

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr desVormittags

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Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zellenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrerte

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Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenttaftel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 /o mehr

Berlin, 28. 3uli. (DNB. Funkspruch.) Der 1 älteste Sohn des Sowjetdiktators Stalin, Jakob j Dschugaschwili, der sich, wie bereits berichtet, , bei Ljosno angesichts der Aussichtslosigkeit weiteren Widerstandes und entgegen den ausdrücklichen Be- ; fehlen feines Vaters ergeben hatte macht bei < feiner Vernehmung aufschlußreiche Aussagen über die mangelhafte bolschewistische Organisation tn der sowjetischen heeressührung. Nach Urnen Aussagen waren die Reste seiner Division bereits am 7. Juli zerschlagen und bei der Stadt Ljassowo ümzmgelt Aber erst am 16. Juli, also 9 Tage spater, hat Mob Dschugaschwili den völlia aussichtslosen Widerstand aufgegeben und sich ergeben. .

lieber die Auswirkungen der Umzingelung macht Stalins Sohn folgende Angaben: "Dorgestern Nacht am 16. Juli - 1,5 Kilometer von Ljassowo waren wir umzingelt. Es ent st and eine P a - nif die Artilleristen haben, solange es anging, geschossen. Wohin sie bann verschwanden, weiß ich nicht, ich war von ihnen weggegangen und wartete im Wagen des Divisionskommandeurs, er selbst war nicht da. In diesem Augenblick b e g a n n ö i e B e - sckießun g. Die deutschen Truppen beschossen den Rest unserer 14. Panzerdivision. Ich beschloß, zum Kommandeur zu eilen, um an der Verteidigung teib zunehmen. Bei meinem Wagen versammelten sich versprengte Soldaten, Leute vom Tram. Sie baten mich- Genosse Kommandeur, führe uns m den Kampf." Ich wollte sie zum Angriff fuhren doch haben sie es sicher mit der Angst begonnen. Als ich umkehrte, stand niemand mehr bei mir Zu mein n Leuten konnte ich nicht mehr zuruck' da Ke deutschen Minenwerfer starkes Feuer eröffneten.

wartete einige Zeit und blieb ganz allem, weil iene Kräfte die mit mir zum Angriff vorgehen ollten um einige deutsche MG.-Nester zu unter­drücken dieses war notwendig, um durchzubre- cken - nicht mehr da waren. Es fing -schon. an beU zu werden. Ich wartete auf meine Artilleristen, aber feiner war zu sehen. Ich gmg weiter imh traf auf kleine Gruppen. Aus der motorisierten SWon auVbem Train allerhand Sefinbel. Aber es blieb mir nichts anderes übrig, als M.t ihnen 3U aehen. Da sah ich, daß ich umzingelt war, daß man nirgends mehr hingehen kannte - ich kam und sagte dann:3 d) ergebe mvd). Das

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Was dazu die Iberisch- Halbinsel zu sagen hat folgt man mit gespannter Aufmerksamkeit. Klar . *D deutlich hat der C aubiH 0JefPrDfte"1'attba iWt in Rom, welches Echo diese Worte überall da ieen muhten, wo die spräche Kastiliens nicht üi verstanden und gesprochen wird. I°" . ,

iS ein Grund des Stolzes ist. einen Iropjen (pa lidjen Blutes in den Adern Zu haben; denn cher «Härte einer, das Blut der besten Manin P

ii ns sei vergossen worden von den kampfes. rohen 3 enteurern, die einst für die oaen

u- Eroberung einer neuen Welt ausgezogen B-ren. Niemand sei berufener gewesen als Spamem !° schrieben dazu die römischen Blatter m ineer Eranbe seine Stimme zu erheben, weil niema e hr als Spanien unter den Räubereieni der^Ange !°!hsen gelitten habe. Die Blatter erwähnten dab, IC'toDll, aber unmihverständ ich Kuba Uich d'e liilippinen. die nicht das britische Empire sondern nordamerikanische an sich gerissen h.

Das heutige <P o r t u g a I »»» S* irit einer gewissen Unruhe die neue ^ntwick g- Iie Besetzung Islands goß neues Oel ms Feu^ daß Die Unruhe etwas abgeflaut w J ,on rsint in Rom, es sei beachtlich, daß di g )Mi Kampf gegen den Bolschewismus

IM immer nicht verlassen habe. Der Liss ^«rresponbent desGiornale Italia- s g , hlbe ihm geantwortet, man müsseüber üiibigung und Der Ehre des Landes $ < kchickt sich die Neue Welt °n, die sich erm^rnbe ^te Welt zu überfallen, ihr Gebiete 3U entreiß em W wenn möglich zur Kolonie 3^ m d) - bar man die Werte in Schiffsladungen h > eiaas dafür zu geben? Die Alte

I- sagt man, das Zeitalter Der EntDeckungen, hatte e*ne blühende Kultur und eine Fülle von . r-llern Fortschritt zu bieten. Sie war bereit 3 1 lchren, was sie selber konnte, und das war 9

ifV<Me weitere Frage, wo er zum ersten Male ein Gefecht mitgemacht habe, antwortete er, daß er den Namen des Ortes, 25 bis K^meter von Witebsk entfernt, vergessen habe. hatte tzine Karte mir hatten überhaupt keine laütenl Alles war bei uns ss liederlich, un­ordentlich aufgebaut, unsere Marschweise, Die Or« ^^Al^'er dann gefragt wurDe wie Der Nach­schub funktioniert habe, antwortete er.Ich werde Ihnen offen sagen, die ganze Division mar ein Nachschub.

Und was ist der Grund Des Versagens Der Ar­mee""Dank Der Deutschen Sturzk a m p f - flieaer" so erklärte Stalins Sohn,und Dank der unklugen Befehle unseres Kommandos, der

'^..Jahrgang Ur. 177

%-kcbeint täglich,, außer M IJmttags und feiertags

heuer viel. Was aber haben Die USA. zu bieten? Man kennt genug Davon: Phrasen, Negertänze und eine Jugend ohne Ideale und ohne Lebensziel. Daß pian sich in Washington trotzdem zu einem solchen Versuch für berechtigt hält, lieft man aus Der Entwicklung Der Dinge im Pazifik ab, dem zweiten Ozean, auf Dem Die Abenteurerpolitik Roose­velts gleichzeitig Die AuseinanDersetzung sucht.

Daß Die gleichen Ausgaben Der römischen Blätter Die Nachricht von neuen nordamerikanischen Stütz­punkten in Den bisher von beiden Seiten als neu­tral respektierten Seegebieten unD Die Erklärung des neuen japanischen Außenministers melden, an der japanischen Außenpolitik habe sich nichts ge­ändert, ist ein bedeutsamer Zufall. Auch hier geht es um Inseln, undPopolo Di Roma" schreibt, Roosevelt habe die Lehrsätze des bekannten Manne- Fachschriftstetters, Admirals Maharn, dieses angelsächsischenErsatz-Clausewitz", m die falsche Kehle bekommen. Maharn habe die Theorie ver­treten, Die Verteidigung Der USA. müßte vor Die Küste ihres Hoheitsgebietes verlegt, d. h. der Flotte übertragen werden. Roosevelt habe es wörtlich ge­nommen und suche möglichst weit vorn gelegene Inseln, um auf ihnen und von ihnen aus das, Fest­land Der USA. zu verteidigen. Damit aber fei Der Schritt von Der Verteidigung zum Angriff gemacht.

Die strategische Lage zwischen Japan und den USA. sieht man in Rom bedingt durch die beiden großen Dreiecke der Politik, die sich zum Teil über» chneiden. Die Grundlinie des nordamerikanischen Dreiecks liegt zwischen dem Panama-Kanal und Dutch-Harbour in Alaska, die Spitze im Pazifik auf Cavite (Philippinen): das japanische Dreieck hat seine Grundlinie zwischen Hainan und Sacha­lin, seine Spitze liegt bei Jalit auf den Marschall- Inseln. Im Washingtoner Vertrag von 1922 war nun vereinbart worden, daß keine der vertrag­schließenden Mächte westlich von Hawai oder öst­lich von Singapur neue Stützpunkte anlegen sollte. Nur unter dieser Bedingung hatte sich Japan Da­mals mit Dem Flottenverhältnis 5:5:3 einverstan­den erklärt. Aber dann hat Washington auch m weiteren USA.-Häfen innerhalb Des Raumes Der beiden genehmigten DreieckeAblaufbahnen für Flugzeuge entdeckt. Guam und Pago Pago sollten diese Ablaufbahnen werden. Damals (1934) kündigte Japan den Vertrag von Washington und trat 1936

Mehener Anzeiger

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ran hat sich in Rom Daran gewöhnt, daß sich M jhiäinge an der Ostftontnach Plan" entwickeln. 6en jL die Stelle Der Ungeduld, mit, Der man zuerst Q1X Wt bare Ergebnisse erwartete, und Die vor allem "Ui qroßen Publikum verbreitet war, weil man 3bc: ^cckische Anhaltspunkte für den Verlauf des riefi« 6qi Lx Ringens suchte, ist Die Gewißheit getreten, daß 2.; He Dinge in guter Hand sind und der Sieg nicht "wäfer fern ist.

ttdjt,. hat man die Möglichkeit, sich mit aller Ans­tich, , Lf'lamteit dem sich neu abzeichnenden Fragen« j)Q!t ;frr3le; zuzuwenden, Den Die Krie g sspie le- Durb; xe des Weißen Hauses heraufbeschworen leoro !|m' Man sieht jetzt über Die Teilaktton hinweg das fc.e OefamtbilD. Und man muß es der italieni« Mi Presse lassen, daß sie es ausgezeichnet ver-

Kii- jtrDen hat, das Material für Dieses Gesamtbild zu lentis lErn. Will man den Eindruck auf eine kurze For- Rinqt fe bringen, so stellt es sich so Dar: Roosevelt hat h, G ertiggebracfjt, auf zwei Ozeanen glei^ch - UJutigDie Streitfragen von vier Kon-- R- R enten zu entfesseln. Denn Das ist Die Er- Sir lixmng, die bei einer Prüfung Der italienischen js!»' Mchauung am stärksten in Die Augen fällt: neben hier MOpa und Asien treten Nord- und Jbero- >en i erit a als zwei getrennte, selb ständig e teÄmtine nte auf. Es ist, als habe eines der in 1 krr Gegend so häufigen Erdbeben die Erdbrucke in N Mchen Nord und Süd verschlungen. Sieht man Pmir teuer hin, so wirkt das Bild von Dem Erdbeben

Hr ährend. Nicht eine entfesselte Naturgewalt, son- ||er, eine Reihe planmäßig geführter Hammer- ge brechen die Bresche. UnD Der Mann, Der Den lEimer führt, sitzt im Weißen Haus unD glaubt, erigier>red>e Bausteine für Das zukünftige panamen« mSr» kölsche Heim.

?n uti i :er Protestschrei aus einem halben Dutzend uns ^amerikanischer Hauptstädte, Der Den letzten fei- ißt.-n Die Veröffentlichung Der Schw arze n jfQer ßit e n mit Den Namen von 1800 Firmen begleitete, Llljl tine Der vielen Bestättgungen, Die man m Rom waren« diese Anschauung m Der letzten Zett gefunden den WM Man stellt diesen Protest in Die Reihe Der an« w'Kn, Die sich in fast täglicher Reihenfolge gesagt ^ 5 En gegen Den Versuch Der öffentlichen Meinung, L;;-^toamerifa Die Augen mit Dollarnoten zu ver- 2 1 -len, gegen Die zweideutige Haltung tm Kon- Ofno..fRr / m . rc , a h n r mn ^Rnlhinaton einer«

Dummen Befehle idiotischen kann man schon sagen waren Die Divisionen direkt ms Feuer geschickt worden."

Stalins Sohn hatte seinerzeit noch keine Mit­teilung über Die neubeftätigten Machtbefugnisse Der politischen Kommissare. Er selbst war noch Der Meinung, Daß die politischen Kommissare die Gehilfen Der Kommandeure seien. Entweder war die Verbindung zu Den unteren Sowjetstäben außerordentlich schlecht oder man hatte bewußt Die Offiziere nicht von Den entscheidenden Verände­rungen in Kenntnis gesetzt. Er sprach sich aber ein­deutig gegen diese politischen Kommissare aus. ... v , .... - ,

Denn Die Führung Der Truppe könne nur ein Korn- anworteteer unbestimmt. manDeur innehaben. Nicht der Kommissar, sondern -leicht nem E«

Der Kommandeur müssedie erste Person Jein." an seine Fr^.- u- 1-7- - - -

Heber die Englandhilfe äußerte er sich sehr gegenkommen, erklärte aber, skeptisch. Er habe tm Rundfunk von dem Bündnis nicht notwendig.