Ausgabe 
28.4.1941
 
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Montag. 28. AprN Ml

Ur. 100 Zweit« Blatt

Siebener Anzeiger iGeneroi-Anzetger für Vderhefien)

Noch einmalverkauft" im Schaufenster

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rmpfes.

DH", rief das Tanzmädchen mit taktvollem Be-

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lich. Und Sie?

Danke" faate Gerda nicht ohne zia^iuna vut ?w Spitzenrieio zurecyrzurommen. verwaschene.

Lr tüchtigen Person,ich werde es genau so ma- ch- U wollte Gerda sagen, aber sie ent- fanfte5 Erstaunen, 'm Spiegel Monsieur Lwarn j die sie mit kurzs chen wie Sie" _ sch' sich dann, abschwächend zu murmeln, sie sei auftauchte und mit Bestimmtheit agte: ,.Made- ^ie sch

Gleich darauf flog die Tür auf und der Manager, ^J^rcrin. mmselle. Sie werden tue en Mantel Lagern Gewicht zu sein,

siürzte herein. . e,ft Um Gottes willen! Die kleine Nase hinter de , Unter plötzlich einsetzendem beängstigendemClemens, was soll i

Vorwärts, meine Damen, wir fangen an. Ist ^'sselwand runzelte sich entsetzt .zusammen und Schweigen wurde ihr ein großes Cape aus brau-viel Geld ausgeben?"

.Clemens, was soll ich tun? Soll ich wirklich

louerrionen, uie -luu= »hu hs." Er rannte aufgeregt davon.

-- 75 000 Goldfrancs.

Menge nimmt.

sn Sie hei** MieioerlN

Jhr. ritt!

19711

Verdunkelungszeit

28. April von 20.43 bis 5.58 Uhr.

geführt. Von den 33 Spielen wurden 14, davon 11 Verbands- und 3 Gesellschaftsspiele, gewonnen, 14 Verbands-, das einzige Pokal- und 1 Gesell­schaftsspiel gingen verloren. Die 33 Spiele brach­ten 93:94 Tore ein.

Schilling.

Don der Mitte des Weges aus erblickte sie dann auch die Frau mit der gebieterischen Stimme, es

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I Zweiundfechzig Zobel, mit Goldstoff gefüttert, ström­ten einen leisen Geruch nach Wildnis aus, nach

r jmX" Vierzig, die sie mit kurzsichtig zusammengekniffenen Augen anstarrte. Sie schien eine Persönlichkeit von

Generalversammlung der Spielvereinignng 1900 e. V.

Die Spielvereinigung 1900 e. V. hielt imFrank­furter Ho " ihre Generalversammlung ab. Gemein­schaftsführer Muhl erstattete den Geschäftsbericht. Darin wurde ausgesührt, daß der Spielbetrieb auch im verflossenen Kriegsjahr aufrechterhalten werden konnte. Der Mitgliederbestand ist gleichbleibend. Den aus dem Felde der Ehre gefallenen Kameraden wurde ein stilles Gedenken gewidmet.

LuftwaffeBurgsolms 1:2 (0:1).

Trotz veränderter Mannschaftsaufstellung, die rm Verhältnis zum vergangenen Sonntag als stärker anzusehen war, mußte die Luftwaffe auch im Spiel gegen Burgsolms eine Niederlage hinnehmen. Im Ganzen gesehen rft der Sieg der Gäste nicht un­verdient, denn die Leistungen der Burgsolmser in der ersten Hälfte waren derart überzeugend, daß nicht eine 1:0-, sondern eine 3:0-Führung angebracht gewesen wäre. In der zweiten Halbzeit waren es dann die Soldaten, die das Spielgeschehen diktier­ten. Aber auch sie konnten dies nur durch einen Treffer zum Ausdruck bringen, da sich die Gäste­hintermannschaft in nimmermüdem Einsatz den laufenden Angriffen entgegenstemmte. Die Möglich­keit zum Siegestreffer erlangten die Gäste auf billige Art und Weise. Zn wenig bedrängter Loge schlug der rechte Verteidiger den Ball über die Torlinie anstatt über die Auslinie, und den hier« aus entstandenen Eckball nutzten die Burgsolmser prompt zu dem den Sieg bedeutenden Tor aus.

Der ungemein schnelle Beginn des Kampfes ver­setzte die Zuschauer sofort in lebhafte Spannung. Besonders die Leistungen der Burgsolmser gefielen angenehm. Der Sturm wurde von der Läufer­reihe, ganz besonders aber von dem in allen Lagen umsichtig und überlegt handelnden Mittelläufer, aufs beste bedient. In der 8. Minute eröffnete sich dem Mittelstürmer Metz eine günstige Gelegenheit, die er erfaßte und einen scharfen Schuß aufs Tor schickte. In bewundernswerter Art machte der Tor­hüter der Soldaten diese Chance jedocb zunichte. Kurz darauf entstand fast die gleiche Situation. Wieder war es Metz, der mit dem Ball an dem bereits geschlagenen Torwächter vorbei aufs Tor steuerte.'In letzter Sekunde stellte sich jedoch der linke Läufer der Luftwaffe alsrettender Engel ein. Bei einem wenig später erfolgenden guten Angriff der Burgsolmser half jedoch keine Abwehr mehr. Metz ging mit dem gut zugespielten Ball zwischen den beiden Verteidigern hindurch, und ehe diese eingreifen konnten, landete sein wuchtiger Schuß unhaltbar in der linken Torecke. Einigen gut- gemeinten Angriffen der Luftwaffe gegen Ende der ersten Spielzeit fehlte der letzte Schwung, um sie zu Erfolgen zu gestalten. Nach dem Wechsel gestaltete sich'das Spiel der Soldaten etwas plan- voller. Dadurch kam es zu einer Feldüberlegenheit^ die die Gäste vorerst nicht aus ihrer Hälfte heraus- ließ. In der 65. Minute sah es auch bereits nach

Art. 1 tei9erunJ

wertes wirkte in ihrer Gelassenheit so kühl und vornehm, daß man hingerissen sein mußte.

Gerda ging mit sparsamen Bewegungen. Das grelle Licht blendete, dankbar sah sie darum den gerafften Vorhang des Ausgangs wieder näher und näher heranrücken. Zehn Schritte davon ent­fernt wurde sie von einer Hellen Frauenstimme aufgehalten. ~ , .. .

Bitte, noch einmal!"Das Fraulein mit dem Zobel soll noch einmal kommen."

Gerda trat noch ein paar Schritte auf den Dor- Hang zu, aber dahinter stand der Manager und winkte mit beschwörenden erhobenen Armen, sie solle doch, um Gottes willen, umkehren.

Gerda gehorchte. Schließlich war es ja gleich, ob sie sich einmal mehr oder weniger über den roten Läufer schob. Zwanzig Schilling sind zwanzig

JjeAame lmM

Roman von Elisabeth Holt.

dauern.

Im Hintergrund des Ankleideraums brach em Mon ciieu" schrie eine verzweifelte

Aus der Stadl Gießen.

Die neuen Lebensmittelkarten.

Wieder Zuckervargriff für Einmachzwecke.

Die jetzt zur Verteilung kommenden Lebensmittelkar­te für die 23. Zuteilungsperiode vom 5. 5. bis 1. Juni ringen in den Nationen gegenüber der letzten Zu- tilungsperiode keinerlei Veränderungen. Da die cte Reichskarte für Marmelade abgelaufen ist, rirb die neue Reichskarte für Marmelade aus- c geben, die wieder für vier Zuteilungsperioden eit. Wie bisher gibt diese Karte dem Verbraucher je Möglichkeit, sich an Stelle von 700 Gramm Marmelade je Zuteilungsperiode für den Bezug pn 450 Gramm Zucker zu entscheiden. Den Der- srgungsberechtigten, die Marmelade einkochen und löst einmachen und deswegen auf den Bezug von

Marmelade zu Gunsten von Zucker verzichten, wird lielegenheit gegeben, den Zucker in der Zeit vom J Mai bis 24. August zu jedem beliebigen Zeit- yinft unabhängig von der Gültigkeitsdauer der Ein- Mbschnitte zu beziehen. Es ist also möglich, die csamte für die vier Zuteilungsperioden bestimmte jucfermenge von 1800 Gramm zu Beginn der !i. Zuteilungsperiode zu kaufen, wobei sämtliche Bestellscheine für Zucker abzutrennen und sämtliche linzelabschnitte zu entwerten sind. Die Abgabe pn Marmelade darf jedoch nur innerhalb der auf |tn Einzelabschnitten vorgesehenen Fristen erfolgen.

BortwfUen.

Tageskalender für Montag.

schöne künstlerische Gabe. In einem weiteren Laza­rett erfreute die Singgruppe des BDM. die Ver­wundeten mit ihren schönen Gesängen.

Todessturz in der Scheune.

* Lollar, 27. April. Der 56 Jahre alte Land­wirt Heinrich Spuck war am Freitag spät abends, als seine Angehörigen sich bereits zur Ruhe begeben hatten, allein noch in der Scheune auf dem Ge- rüst tätig. Infolge der geringen Beleuchtung ist er offenbar durch einen Fehltritt abgestiirzt, denn man fand ihn am Samstag früh, als er im Haufe und im Hof vermißt wurde, mit einem schweren Schädelbruch tot auf dem Boden der Scheune liegend auf.

Die Unterabteilung Einzel handel bei der Wirt- chafts kämme r Hessen teilt mit:

Die in verschiedenen Tageszeitungen erschienene Notiz über das Verbot des Schildesverkauft" oderunverkäuflich" wurde seitens des Kun­den in zahlreichen Fällen derart falsch ausgelegt, daß eine Klarstellung dringend erforderlich erscheint. Wir weisen besonders auf folgendes hin:

Die veröffentlichte Anweisuna des Leiters der Fachgruppe Bekleidungs-Einzelhandel hat keines­wegs Gesetzescharakter, wie vielfach angenommen wird, sondern enthält eine Aufforderung an die Geschäftsinhaber, alles zu vermeiden, was zur Irre­führung des Verbrauchers führen könnte. Der Kunde kann aber nicht darauf bestehen, daß ihm ein bestimmter im Schaufenster gezeigter Artikel so-

jes In Ordnung? Zuerst die kleinen Sommer- 'nem Zobel um die Schultern gehängt. Ze standen

Li?, dir Wun» Smpnm^r. M-, 1" '

"X* bin Ionierin ohne Engagement natur-' taud)t und bemühte sich, mit einem opatfarbemn ........ ___ _______

b Unb Sie?' . .... Spitzenkleid zurechtzukommen S,e genet^ ,n e>n ££ ^-"verwaschene, magere Blonbin« in den

Spiegel Monsieur L.amn M fur,fi*hn 3U ammenqefniffenen

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4. Fortsetzung. «Nachdruck verboten.)

Passen Sie auf", sagte die Nervöse mit »iber. slredender Anerkennung,ich werde Ihnen letzt leigen wie Sie zu gehen haben. So Sie schob hre dürren Schultern zurück, streckte bas B-cken vor tnb ging mit fließenden Bewegungen in ber engen 8ox auf unb ab. Nebenan verschwanb em bickge- schminkte- Puppengesicht schnell hinter einem -and. loiegel, um nicht loszuprusten.Canglam ge^en, hngfam bewegen, nicht wackeln, kerne Gesichter schneiden--verstanden?"

- - " sagte Gerda nicht ohne Achtung vor

: ' 1 22 , . j. __«r. rtortmi in ma-

Konzert unter dem MottoPerlen der Musik" wurde von Erna Stoll (Sopran), Elsa E h l e r t - Hebermehl (Klavier), Erich Meyer-Stephan (Bariton) und Franz E n ge r t (Cello) gegeben, das die Hörer zu reichem Beifall als Zeichen ihres Dan­kes für die hervorragenden künstlerischen Darbie­tungen veranlaßte. Im Namen der Verwundeten dankte Feldwebel Stumpf den Künstlerinnen und Künstlern mit herzlichen Worten. Am gestriaen Sonntag bereitete ber GesangvereinCäcilia" Lich mit einem deutschen Volks- und Soldatenlieder- ^onzert den Verwundeten eine schöne Sonntags» reute, die von den Hörern mit herzlichem Beifall aufgenommen wurde. Für die Verwundeten und die übrigen Besucher dankte Oberstabsarzt Dr. Neumann-Spengel den Sängern für ihre

Den, Bericht der Leichtathleten und Handball- Abteilung erstattete Sportkamerad R i ch t b e r g. Da die Aktiven unter den Fahnen stehen, haben sich nur die Iugendleichtathleten betätigt, die bei den Bannmeisterschaften in Bad-Nauheim die meisten Siege errangen. Die in der Aktivenklasse gestarteten Jugendlichen Kurt Engel, der den Speer 50 Meter warf, und Otto Jox, der die 400 Meter in 54 Sek. durchlief, errangen bei dem Bezirks- Turn- und Sporttag in Gießen die Bezirksmeister­schaften. Die Handballjugend hat auch nach dem Weggang von guten Kräften, wie Hellmuth Korell, nach einigen erfolgreich verlaufenen Gesellschafts­spielen die Bannmeisterschaft errungen. Die Jugend- I gruppe weist 3 Sportgruppen auf.

Ein allgemeinesAh" wurde Gerda zuteil, als sie die seltene und kostbare Schönheit des Zobels durch den Saal trug. Wahrscheinlich verstanden neun Zehntel der Zuschauer nichts von der be­tonteren Qualität der Felle, wahrscheinlich waren nur ein paar ganz reiche Leute imstande, da einen Maßstab anzulegen, aber diese perlmutterblasse, blonde Frau in der Umhüllung des edlen Pelz-

Ueber die Fußballabteilung berichtete Sportkame­rad Neuweiler. Danach hatte Sportkamerad Karl Säger bie Mannschaftsführung. Der Spielbe­trieb wurde nur im Rahmen des Bezirkes ab ge­rodelt. Die Tabellenstelle der Ligamannschaft ist befriedigend. Die nur mit großen Schwierigkeiten für die jeweiligen Derbandsspiele aufgestellte tiga»

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Ueber eine klein« Treppe ftiep man auW M°m sich ^7"m«hr als mißbrauchte Sklavin

mJ^n^r^bSs'auf dnmal, bas* ®eläd)ter willen ""eines Menschen ber Di°a >st Mal "sollte"'sie" allein"hinaus, ganz oerlM) sesnem'Gesicht eine steinerne Unbeweglich-

ÄÄ«» - in einem kleinen, festen Lächeln. Em an ge »t-r M Minister mit » j(rSchwarzbrauner Zabel, russischer Zabel, Kamtschat-s Herr schoß aus einer Ecke hervor und zerrte an daneben, die Frau des Malers toaji , f Felle, die in solcher Vollendung höchstens

ter Reihe ber hinter bem Vorhang auigeftell en Baromn Donhoff mit 'brem neu n u Jahren auf ben Markt kommen, j

Rädchen herum, als hakte er Puppen vor Mb in der ersten Reche unb -neben mit « gefüttert, ström.

.Sie gehen", zischte er heiser,bann Sie, dann bas eäuk bje Rote, war Pvla Luckn-r cinen leisen Geruch nach Wllbms aus, nach

!3rüne mit dem Silberband. Langsam gehen. Dre Luckner ,ist^^^ 'einmal^zum Umziehen Raubtiere^,mch Bluchch^.^. Zcheiundsechzig Zobel

^toit ^nmmar stand D-rda fenfeits^de^Vor. @erba unb puderte ermüdet

ifcrSfi^e* berichtigte Gerda zerstreut.

torim -^n Mann mar nämlich G-'g--.'

kann also beispielsweise eine grüne Boxkalftasche mit einem bestimmten Bügel im Fenster gezeigt werben, ohne daß genau die gleiche Tasche im Laden selbst zum Verkauf steht. Die Aufgaben der Versorgung und ferne wettbewerbsrechtlichen Verpflichtungen hat ter Einzelhantelskaufmann bann erfüllt, wenn er ohne Rücksicht auf Form unb Farbe ähnliche Boxkaistaschen hzw. überhaupt Taschen b i e er Qualität v e r k a u f s g e ae n w ä r t i g im Laden besitzt. D. h. also, daß der Kund« nicht dar­auf bestehen kann, daß ihm eine bestimmte Tasche, bie ihm gerade gefällt, aus bem Fenster heraus verkauft wirb. Entsprechendes gilt naturgemäß für ein Kleid, einen Anzug oder dergleichen.

Zur Belehrung der Kunden ist in zahlreichen Fenstern der verschiedensten Branchen ein Schild angebracht:

Die im Schaufenster gezeigten Waren kön­nen erst nach Dekorationswechsel abgegeben werten, Anzahlungen werden nicht entgegen­genommen."

Dieses Schild hat sich in der Praxis gut bewährt, wie überhaupt sämtliche in dieser Hinsicht durch die Wir.schastsgruppe Einzelhanbek bisher herausge­gebenen Richllinien. Es besteht deshalb kein Anlaß, diesen Grundsatz abzuändern, sondern vielmehr die Notwendigkeit, daraus hinzuweisen, daß diese An­ordnung nur in dem bargelegten Sinne ausgelegt werben kann.

Bei dieser Gelegenheit darf auch gleichzeitig an bie Verbraucher die begründete Bitte gerichtet wer­den, in größerem Maße als bisher Verständnis für die Schwierigkeiten, denen sich der Einzelhanbel in­folge einzelner Manaelerlcheinungen, insbesondere aber auch durch den sehr großen Entzug von Ge- folgschastsmitgliedern dem täglichen Verkaufsge- schäft gegenübersieht, aufzubringen. Zumal seitens der Kunden heute vielfach größere Ansprüche ge- stellt werden als in der Vorkriegszeit, und darüber hinaus nicht immer eine zwingende Notwendigkeit zum Erwerb der Artikel besteht.

b-angs auf einem erhöhten, von einem i

teppich bedeckten Laufsteg. ranQ,

Langsam", sagte sie sich- -Langsam atmen, lang

lern gehen, Distanz halten."

?um toten Ding berabgebrurft, kam sie sch and war äußerlich sine schone, .bochmutig ou «hende grau, die mit lästig schwingend«^< fifW ind flotraetragenen Schultern ihren Weg Lurch

Stadttheater: 20 Uhr Konzert des Schwarzmeer- losaken-Chors. Gloria-Palast, Selterswea:Der ; Junge". Lichtspielhaus, BahnhofstraßeRivalin |er Zarin". Tierschutzverein für Gießen unb Um­gebung: 20 Uhr imFrankfurter Hof" Jahreshaupt- terfammlung.

Gast-Konzert des Schwarzmeer-Kosaken-Lhores.

Am heutigen Montag findet ein einmaliges Gast- j nzert des bekannten Schwarzmeer-Kofaken-Chores mter Leitung, von Boris Ledkovsky statt. Der khor, ber bei feinem letzten Gastspiel in Gießen I kisgezeichneten Erfolg zu verzeichnen hatte, wird I tieber aus bem reichen Vorräte, russischer Dolks- relobienmusizieren". Außer Miete!

Keine Scheu vor oesa'zener Butter.

Die Kriegsernährungswirtschast hat immer weit­gehend auf bie Verpflegungsgewohnheiten ber ein­zelnen deuffchen Gaue Mcksicht genommen, unb es ist auch oftmals anerkannt worden. Wenige fnb sich darüber vielleicht klar, welch großes Maß ton Organisation dies erfordert. Wenn nun ge- [ igentlich doch einmal etwas zur Verteilung ge­hn gt, was wir bisher weniger gewohnt waren, I kann man sich mit einer solch kleinen Abweichung an seiner Gewohnheit ohne wetterees abfinden. In unserem Gau Hessen-Nassau war die gesalzene $utter früher nicht im Gebrauch. Wenn sie jetzt elegentlid) in Erscheinung tritt, so darf man daran inen Anstoß nehmen und soll sie ruhig verwenden. Untere deutsche Gaue haben sich von jeher teestr $ utter art bedient unb nichts anderes re könnt. Es fbt bei uns bereits viele Haushaltungen, bie sehr jt mit ber gesalzenen Butter zurechtkommen. Es u also zur Aufregung keinerlei Anlaß, wenn man efe Butter an geboten erhält, benn fie rft ein nwanbfreies Probukt, unb man kann sich sttzt n Krieg ohne weiteres daran gewöhnen. Dernuns- iqe Einstellung in dieser Richtung ist auch em Beitrag zmn glatten Verlauf der Volksernahrung md damit zum guten Ausgang unseres Abw«hr-

Frohe (Stunden für unsere Verwundeten.

' Die NS -GemeinschastKraft durch Freude" be- - leitete im Auftrag des Oberkommandos der Wehr- ttackst den Verwundeten in unseren Gießener i^az Mn wieder einige unterhaltsame Stunten^Em

fort ausaeliefert wird.

Die infolge ber Mangellage bei einzelnen Artikeln auf getretenen Versorgungsschwierigkeiten wurden seitens der Organisation des Einzelhandels früh­zeitig erkannt. Der Einzelhandel sah es deshalb als seine wesentliche Aufgabe an, während des Krieges im Sinne der vom Staat erlassenen Bewirtschaf- tungsvorfchriften im Interesse ber Derbraucherver- forgung R a ti o n ie run gsmaßnahrnen vorzunehmen. Die Folge ist bie Tatsache, daß in vielen Fällen wirklichen Bedarfs dem Verbraucher nach wie vor gedient werden kann, was andererseits, so­fern man eine zügellose Hamsterei geduldet haben würde, bestimmt nicht mehr möglich wäre.

In Erkenntnis dieser zwingenden Erfordernisse hat die Wirtschaftsgvuppe Einzelhandel, Bezirks­gruppe Hessen, schon vor mehr als einem Jahr Richtlinien, die sich mit bem Verkauf von Mangel­ware, wie auch mit dem Verkauf von War^n aus bem Schaufenster befassen, an sämtliche Firmen er­lassen. Darin ist u. a. zum Ausbruck gebracht, baß ber Einzelhandelskaufmann im Interesse eines lauteren Wettbewerbs angewiesen ist, nur solche Ware im Schaufenster, Schaukasten unb dergleichen -u zeigen, die in ähnlicher Art und Güte auch gegenwärtig im Laden zur Verfügung steht. Es

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Die Kassenverhältnisse wurden in Ordnung befun. ben. Das Training ter Leichtathleten wirb wie­her als Gerneinschaftstrainina aller Gießener Leicht- athleten burchgeführt. Für bie Fußball- unb Hanb- dalljugend wird sich ein Sportfamerab als Trai­ner zur Verfügung stellen. Nach einer Aussprache wurde bie Versammlung in üblicher Weise gefchws- sen, nachbcm Gemeinschaftsführer M u h l noch be- tont hatte, baß der Sportbetrieb unter allen Um­ständen aufrechterhalten werden wird.

Ergebnisse der Bezirksklasse.

Wetzlar 05 Naunheim 2:1. Luftwaffe Burgsolms 1:2.

In Wetzlar siegte ber Sportverein mit bem knapp- ften aller Resultate oerbient. Dieser Sieg sollte ben Wetzlarern bie Meisterschaft gebracht haben, benn selbst wenn fie bie noch ausstehenden zwei Spiele verlieren unb Steinberg in Wetzlar gegen Sport- freunbe gewinnt, ist bas Torverhältnis so günstig, baß Wetzlar nicht mehr, außer theoretisch, eingeholt werben kann. .....

Die Nieberlage ber Luftwaffe ist eine lieber- raschung, bie jeboch oermeibbar war.

Die Tabelle:

diesen Cape, diesen wunderbaren manteau! Dies Mädchen kann ihn nicht tragen, sie wirkt zu stark, zu laut comprenez?"

Was ist benn los?" wollte Gerda wissen, bekam aber keine Antwort, unb bas Geschrei in der en­teren Ecke ging weiter, bazwischen plärrte bas ge- erlei oaoei . fabelte Mannequin. Eine Weile staub Gerba ab««.

änderte Gerba zweifelnb,Sie sinb auch spannt unb allein vor bem Spiegel sogar bie Jein Mannequin?" . , __________! pflichteifrige Slnfleiterin-^»arsf untog;

«KUNST IckHsch )lt IValdao , Lippi

lieh in be- ?rgeben io iele, viele

"SchließlichUt alles einmal ein Ende. Plötzlich,Jetzt ist er es nicht? Dermutlich> M einem °er- sianb Gerba wieber hinter bem Vochan«. hörte bie nunstigeren Beruf umgeschmenkt. was?

Stimmen unb bas Tan,Orchester gebampfter unbEr ist tot. _ .

erfuhr, baß sie sich flut bewegt unb überhaupt ge- fallen habe. Aber bas Lob bedeutete noch keines­wegs Erlösung, Zwanzig Schilling ^olfe" ^er ten^ [05. Mon dieu" schrie eine verzweifelte

Wea Mieten "^Di^ G^usilbe'rne, die natürlich Männerstimme.Es ist unmöglich, ich nicht werbe So VLba ihre 3-oen «amäleonW wech-, °rl-mben 'Nem ,ch mch. °°^e - -

seit steckte bie Nase über bie Sesiellehne unb lachte.

Ihr erstes Auftreten als Mannequin?

"Ja. Woher wissen Sie cs?"

"Oh Sie schauen so beleibigt aus. 2Iber man soll nicht beleidigt sein - ich Jage immer, Kleibervor­führen ist eine gute Schule für Krauen. Es laßt sich allerlei dabei lernen/ ejß" ÄnSorlo Gerda

IKIll u.r ...... o-. o -Ich würde .zugreifen!" antwortete eine tiefe

>ma (yerua ö" ! alle um sie herum und starrten sie anFabelhast! Männerstimme unb ber vertraute norbteutsche

fuhren ihre Gefühle eine wund erliche Wandlung.! der Manager erschöpft unb holte ein reines Aussprache ließ Gerba aufhorchen. Im

r:-f- **;'t*t vnoVw nU mihbraufbte SHaoi ^s<heMuch aus ber Hosentasche. Dorübergehen warf sie einen schnellen Blick nach

... un "«» ^7nn°'ift Wieber nahm sie ben gewohnten Weg zum Dor- hinten, nach einem großen Herrn. Das Monokel

n Menschen ber entschlossen D va N Dieses Mal sollte sie allein hinaus, ganz verlieh seinem Gesicht eine steinerne Unbeweglich-

fein Publikum erobern will. Ochonaueoene, / * über ben roten Steg roan- feit, aber bie Augen waren voll Leben, voll ge-

' ---------'n Einzelgestalten ba au«n m n . Glanzstück der Kollektion.' händigter Kraft.

die kleine,2----Dnk-k 1 Die Felle sind schön aber fürchterlich teuer,

finden Sie nicht?" antwortete bie Magere.

Das Monokel blitzte zu Gerbas Gesicht hin.Sie sinb bezaubernb", sagte ter Herr ruhig. Sem Blick ruhte auf Gerba, unb eine Setunbe lang schien etwas wie Verständnis darin aufzuleuchten. Dann, knapp vor Schluß ber Modeschau, erfuhr man ix den Garderoben, die Witwe des Industriellen Pa- choven würde den Zobel wahrscheinlich faufen. 60 000 Goldfrancs hatte sie bereits geboten. Die Nachricht löste erhebliche Aufregung aus. Pachoven? Wer ist bas? Kein Mensch hatte den Namen je ge­hört. Besaß die tatsächlich so viel Gelb, um heut­zutage 60 000 ober 70 000 für einen Pelz hin- äulegen? (Fortsetzung folgt)

Verein

Spiele Gew.

Unentfd).

Verl. Pkte.

Wetzlar 05

14 11

1

2 23:5

W.-Steinberg

15 10

1

4 21:9

Naunheim

15 8

1

6 17:13

1900

15 6

3

6 15:15

VfB-Reichsbahn

16 7

1

8 15:17

Burgsolms

15 6

2

7 14:16

Marburg

13 5

2

6 12:14

Luftwaffe

14 3

1

10 7:21

Sportfreunde

13 2

0

11 4:22

Bei ber Tabelle ist bie Neuanfetzung

bes Spieles

Marburg gegen

Wetzlar 05

unb bie Wertung des

Spieles Naunheim gegen Marburg berücksichtigt.