Ausgabe 
28.2.1941
 
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

ft. 50 Zweites Blatt

hat.

Vom Kaisermanöver zum Englandflug

SCHAUMPON

c.K.

Unser Bild zeigt, welche gewaltige Entwicklung der Flugzeugbau in Deutschland durchgemacht Eine Anzahl der gewaltigen Ju 88-Bomber z um Einsatz bereit. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Freitag, 28. Zebruar 1941

das Muttertier im Augenblick einer Gefahr seine Jungen auf dem Rücken davon trägt. Nach der Sage von Aeneas, der seinen Vater Anchises auf seinem Rücken aus dem brennenden Troja heraus­trug, werden diese Ratten Aeneasratten genannt. Es gibt auch tropische Ameisen, die gegenseitig ihre Rücken zu einer Art lebendiger Leiter benützen, um auf diese Weise von einem Blatt zu einem an­deren zu gelangen. Eine Ameise hebt eine zweite empor, an diesen beiden klettert eine dritte hoch usw, bis die auf einander reitenden Ameisen in langer Reihe ein lebendige Leiter bilden.

Doch die Kunst des Reitens ist in der Tierwelt noch weiter ausgebildet. Manche Tiere lassen sich von anderen zu einer weit entfernten Beute tragen. So benutzt zum Beispiel der Polyp, der als söge- nanntes Pflanzentier keine richtigen Beine hat und daher allein in der Fortbewegung ziemlich hilflos ist, Krabben und Krebse als Reittiere. Er setzt sich auf die Krabben oder das Schneckenhaus eines Ein­siedlerkrebses und reitet so der Beute zu, die diese Tiere aufspüren Allerdings ist dieses Reiten in­sofern unvollkommen, als der Reiter an seinen

Eine Prophezeiung vor 40 Zähren.

Aus unserem Leserkreis erhalten wir fol« gende Zuschrift:

Ein zur Zeit in Kassel im Ruhestand lebender Pfarrer hatte vor 40 Fahren ein merkwürdiges Er­lebnis, von dem er in einer großen Berliner Zei­tung berichtet, das aber wichtig genug ist, um soviel wie möglich verbreitet zu werden. Als er Pfarrer im nördlichen Hannover war, besuchte ihn Ibaa ein Pfarrer der englischen Hochkirche. Dieser war ein aufrichtiger Freund Deutschlands im Gegensatz zu seinen Amtsbrüdern. Als Abkömmling der vor 1500 Fahren nach Britannien übergesiedelten Angeln und Sachsen wollte er gern die Ursitze dieser seiner angelsächsischen Vorfahren an der unteren Elbe und in Holstein kennen lernen sowie deren heutige Be­wohner, die er als seine Stammesvermandten an­sah. Er stammte aus der Gegend von Liverpools war 40 Fahre alt und hatte- in Oxford studiert. Da er den besseren Kreisen Englands angehörte, war er über die in diesen Kreisen herrschenden politischen Ansichten genau unterrichtet. Er kannte die aus Reid und Habgier geborene Verblendung seiner Landsleute gegen das seit 1870 so mächtig und wohlhabend gewordene Deutschland und sein Gemüt war dadurch so bedrückt, daß er auffallend ernst war. Er hieß Fr. Tudsbery und war Pfarrer

f Blondes Haar be­te M / darf wegen seiner y X) n Jtflßfl'l Empfindlichkeit be-

sonderer Pflege. Man wäscht es daher nur JAM U mit Mitteln, die

kein Rikali und keine Kalkseife im Haar zurücklassen und dafür sorgen, daß es nicht nachdunkelt, also mit SchwarzköpfExtra-Blond*

imstande. r<_ ..

Wo bin ich denn? Sieh da, man schließt die Türen. Die Töne drunten sind verstummt, die Ge­spräche auch. Das Dunkel sinkt weich herein. Gegen einen unbestimmten Schein von unten sehe ich einen erhobenen Arm, der den Taktstock hält. Der Platz n<@5n mat schön,^voll^ Erwartung zu sein, verliebt Träger gebunden ist und nicht nach Belieben aufx in das Kommende. Aber es muh alles fein Ende und absteigen kann. C.K«

tet, ferner das Einschietzen der Artillerie. Fn Amerika entwickelte man dasMehrzweckeflug, zeug": Aufklärer, die auch als Jagdflieger oder Hilfsbomber zu verwenden waren. Einen ganz be. sonders weitgreifenden und mit einer Reihe tech- nifcher Hilfseinrichtungen gekoppelten Ausbau er­fuhr die Lichtbilderkundung, namenthd) nachdem die optische Technik Fernsehkameras ent­wickelt hatte. Heute ist dieser Zweig der Aufklä­rungsstrategie zu besonderer Bedeutung gekommen. Auch in der Zuteilung der einzelnen Staffeln zu Bodenformationen haben sich die Ansichten in den verschiedenen Ländern wiederholt geändert: be- greiflich, da mit neuen technischen Konstruktionen sich auch neue Verwendungsmöglichkeiten ergaben.

Wenn man auf diesem einen Sondergebiet der Luftwaffe den Aufbau innerhalb weniger Jahre beobachtet, so wird man unschwer erkennen, welche Summe an technischer und militärischer Leistung hier aufgebracht werden mußte, um die Luftwaffe zu ihrer heutigen Bedeutung zu entwickeln.

in der Grafschaft Wetzex.

Obwohl damals zwischen England und Deutsch­land Friede herrschte und der deutsche Kaiser der Enkel der englischen Königin war, war Tudsbery fest überzeugt, daß dies äußerlich gute Verhältnis nur Trug und Schein sei und daß eines Tags das Schlimmste geschehen werde. Vierzehn Tage war er Gast bei dem deutschen Pfarrer und fast jeden Tag kam er auf die hohe Politik zu reden und schloß ungefähr so:Ich prophezeie es gibt einmal ein großes Unglück zwischen England und Deutschland! Meine Landsleute sind zu dumm: sie reisen wohl durch Deutschland, um berühmte Gegenden zu sehen, aber für die Hauptsache, f ü r das deutsche Volk, haben sie keine Augen. Sie wollen nicht sehen, wie fleißig und friedlich die Deutschen sind, sie verachten und hassen sie nur. Sie sind so dumm, daß sie auch die deutsche Sprache nicht lernen wollen. In den deutschen Theatern werden die Dramen Shakespeares aufge­führt, wenn aber in London, was sehr selten vor­kommt, Goethes Faust aufgeführt wird, bann, blei­ben gerade die vornehmen Leute zu Hause."

Wie geringschätzig, ja wie wahrhaft stumpfsinnig die Abneigung der vornehmen englischen Kreise gegen deutsche Sprache und deutsches Geistesleben sei, dafür erwähnte er ein sehr bezeichnendes Er-

st^^dHichlani.deutlich «-worden: von Düften, die einem die Nüstern wetten. Ach, diese erregenden Düfte! Mit ihnen habe ich immer wieder eine sonderbare Muhe. Natürlich weih i* genau wenn ich an einer leibhaftigen Rose rieche, daß sie, wenn überhaupt, noch Rosen riecht. Aber kaum riecht die Lust um eine schone Krau Ijerutn nad) unsichtbaren, in ihre ätherischen Oele «rs uchtigten Rosen so muh ich mir scharf und lange überlegen, ob es nicht am Ende doch Maiglöckchen l'nd^Und wenn es Maiglöckchen sind, ob nicht eher doch Veilchen, und wenn Veilchen, ob nicht vielleicht Flieder oder jänazinthen oder was weih >ch! Man sagt, es gäbe Tewrüfer die nicht nur schmecken oder riechen, wÄr eine Sorte stamme, sondern auch wie beim Wein die genaue Lage und den Wgong daraus 15u bestimmen wissen. Sollte es auch den Beru, des Duftschmeckers geben zugegeben, ich komme da

nidit in Betracht. Es geht meiner Nase mit bieten Mischdüften wie meinem Kopf mit Witzen: Ich habe schon am nächsten Tag nur noch mibe- stimmte Erinnerungen daran und der selbe Mensch kann sie mir also immer wieder neu erzählen. Das oll weder heihen. dah ich für Witze, "Och daß ich für den Re , solcher Düste unempfänglich biw Ich meine nur immer: wer gut riecht, sollte auch gut aUfieutn'ift daran kein Mangel. Die Reihen haben

npfüQt- ringsum summt es von halblauten Ge Köchen Nur der Platz neben mir ist noch leer. ^Schö'n^ett "einer" W^ile ist "»-h -twas anderes rxriib^e"^

^ Bewußtsein Von dorther, wo zwischen Buhne mb Zusthauerraum ein Schacht sich einsenkt kommt un° ^tomadien Ahnung von Licht zugleich ein Schwall v!n Tönen herüber: die Musiker drunten

WAch eine ^wunderliche Seligkeit den erregten der Geige, die plötzlich abbrechen, zuzu- S.^ch^n d g ßJ^en einer Klarinette, m ?-OrChprbfräftiae %Iu5 einer Trompete hineinfährt.

^rnn?en Schall der Kesselpauke, die vor lauter j Gespanntheit zu explodieren scheint und die glerch-

Die hervorragende Bedeutung der Flugzeuge in der strategischen Aufklärung ist eines der bedeutend­sten Kennzeichen des gegenwärtigen Krieges. Dis Erkundungsflieger haben heute, lriegs- wissenschaftlich gesehen, eine Aufgabe übernommen, dir jahrhundertelang der Kavallerie zugewiesen war: Damals zwar in vergleichsweise räumlich bescheidenen Grenzen, aber in ihrer strategischen Bedeutung ebenso wesentlich und unter Umständen entscheidend. ,

Llls man im Jahre 1911 in Deutschland Militar- fluazeuge zu entwickeln begann, sahen nahezu alle militärischen Fachleute die Aufgabe der neuen Waffe im wesentlichen in einer taktischen Einglie­derung zu Ncchaufklärungszwecken. An eine Be­waffnung vonAeroplanen", an Bomber oder gar an Schlachtslieger dachte damals noch kein Mensch, außer einigen optimistischen Zukunfsstrategen, da­mals belächelt, heute längst gerechtfertigt. Wu a_le Neuerungen, fand auch das Flugzeug m jemen Anfängen auch unter den Theoretikern der iQitir und Strategie manche skeptische Beurteiler. Aber die e r st e n praktischen Versuche im Kcussr- manöv->r von 1912 gaben den jungen deutschen Fli"ae-n Gelegenheit, ihre militärische Bedeutung zu beweisen. Die Folge war dann ihm Fahre 1913 dieGeheime Dienstvorschrift für das gesamte Militärflugwesen". Hierin blieb die operative Fern­aufklärung und der strategische Weitflug den Luftschiffen vorbehalten, in die damais weite Kreils große Hoffnungen setzten. Dem Flugzeug dagegen traute man höchstens einen Radius von 250 Kilometer zu, bei einem Raum von ^0 bis 1200 Meter Höhe. Die Hauptaufgabe für die Mili­tärflieger fei.die taktische Aufklärung bis in oie Schlacht hinein" auszuüben.

Als im folgenden Jahre der W e l t k r i e g au5= brach, erwiesen sich die wenigen vorhandenen Mili- "stieaer während des Vormarsches im We^en als wertolle Aufklärer leider wurden ihre Be­obachtungen infolge des mangelnden Verständnisses für bis neue Waffe felbft an hohen Stellen damals nicht immer genügend ausgewerteh Eine größere Bedeutung kam den seinerzeitigen Aufttarungsflie-

schäftigen. « , .

Infolge des VersaillerVertrages" war nach dem Krieg eine weitere Entwicklung der Luftwaffe in Deutschland nicht mehr möglich. Erst mit der Rück­nahme der deutschen Wehrfreiheit durch den Füh- rör und mit dem Aufbau der neuen deutschen Luft­waffe durch Generalfeldmarschall Göring wurde die Bahn auch für deutsche Flieger frei. Mit wel­chem Erfolg, wissen wir heute! Inzwischen hatten aber alle übrigen Staaten aus den Erfahrungen des Weltkrieges ihre Folgerungen ziehen können und dementsprechend ausgerüstet. Dabei waren allerdings in' verschiedenen Ländern die taktischen Auffassungen geteilt. Sa bevorzugte Frankreich für Aufklärungsflüge das Einzelflugzeug, wäh­rend die Engländer zu dem gleichen Zweck den Geschwaderflug entwickelten. Als eigentliche Aufgaben der Aufklärungsflugzeuge wurden vor allem Nah-, Gefechts- und Fernerkundung betrach- wohl den Sternenfchauer nicht auszulöschen ver­mag, den eine unsichtbare Harfe in einen imagi­nären Himmel hinausfprüht. Es ist im Grunde gar nicht zu fassen, wie alle diese Tongeräte, die nur ihre eigne Sache betreiben ohne Rücksicht auf die andern, dennoch eine so beglückende lieberem« stimmung und das Gefühl freudevollster Erwar­tung hervorbringen. Aber es ist nicht anders als im Wald, wenn alle Vögel durcheinander fingen, und etwas von Frühilng scheint uns auf diese be­sondere Weise auch im Theater ausgebrochen eh die Fiedler und Tirilierer da drunten mit einem Schlag verstummen, der Herr Kapellmeister herein­tritt, das Haus weich im Dunkel versinkt und das Vorspiel in seiner unerbittlichen Tonfolge anhebt das Vorspiel, da unweigerlich das Aufgehn des Vorhangs den Beginn des Spieles nach sich ziehen wird.

Halt ein! denkt man da wohl. Noch nicht, ich bitte. Allzu herrlich ist es, voll Sehnsucht und Er­wartung zu sein und dem entfesselten Frühlings­sturm der Instrumente zu lauschen? Gewiß, alle Verliebtheit ist ein vorläufiger, zum Vorübergehn verurteilter Zustand. Was dauern soll wenn es gut geht, ein Leben lang, ja Übers Grab hinaus, ist ja die Liebe. Verliebheit soll zur Liebe hinfüh- rcn, sich in Liebe verwandeln, in ihren noch tiefe­ren Entzückungen, aber auch selbstloseren Opfern oufgehn. Zwar kann sich der Mensch, dank der Freiheit seines Willens, solcher Liebe entziehen, die ihn auf einen Menschen festlegen möchte. Aber der im Vorläufigen gleichwie in einer schöneren Erfüllung verharrende, der ewig neu Verliebte, der zuletzt mehr ins Verliebtsein selber als in ihren Gegenstand Verliebte, er entdeckt eines Tages, daß er zu wahrer Liebe nun nicht mehr von Herzen

gern im Osten zu. Die weit größeren Räume der Ostfront erlaubte die Aufteilung in strategische Auf- klärungszonen, aus denen Meldungen überhaupt nur durch L u f t e r k u n d u n g herbeigebracht werden konnten. Mit Recht konnte der Generalfeld- ma.rschall von Hindenburg später schreiben: Ohne Flieger, fein Tannenberg!" Meldungen zweier Aufklärungsflieger haben später auch den in der Kriegsgeschichte einzig dastehenden D u r ch d r u ch bei Brzeziny und damit die Rettung des völlig eingeschlossenen XX. Armee­korps überhaupt erst ermöglicht. Als dann die Stra­tegie durch die Erstarrung der Fronten vor neue Auf­gaben gestellt wurde, entwickelte sich dte N a h a u f - k l ä r u n g und mit ihr die taktische Zusam - menar_beit mit d e r Infanterie und Artillerie. In raschem Tempo ging die Ent­wicklung und mit ihr eine Spezialisierung ter Luftwaffe vorwärts. Mit den neuen Aufgaben entstanden auch die neuen Typen für besondere Zwecke: Heute unterscheidet man im wesentlichen vier Arten von Kriegsflugzeugen: Aufklärer, Jagd­flieger, Bomber und Schlachtflieger. Hier soll uns indessen im folgenden nur die weitere Entwicklung der speziellen Aufklärungsflugzeuge be-

Ehe der Vorhang anfgehi...

Von Hanns Brann

Der Vorhang Ist noch nid)t aufgegangeir Er vird es bald tun; aber ich mochte e'9"ntl >»be sich Seit. Das tzaus funkelt im Lichterglanz, i'ie Lichter spiegeln sich im Schmuck schon F ^- ton denen zu allen Türen immer neue, g ü£)r kreintommen, während ihre ob

i-rer Sesselreihe erst verneigen um lestzustellem,ov <5 auch die richtige ist. Trotzdem gibt ftbaren Mißverständnisse. Die Same mit bem .cL[0«cn ftelz um die Schulter, die schon sreihinerschloß Klien, den leeren Platz neben d°m memen e>nz^ nehmen, kehrt noch einmal um; dönn ihr fli«^ itt o fenbar gesonnen, die Platze vor d ü Inr die richtigen anzusehen. Dort sitzt allerdings ll)on eine andere Dame, die, als j bleibt iün paar gemurmelten Worten ^Zr ihrs d teleiöigt den Mund verzieht und darauf $ - t li ihr Platz. Worauf sich, der Herr heuchlerischen^ huldigt, ein paar Schritte zurück tu lilter heranwinkt, ihm die Emtr ttskar n Y.ny nd auf jene Same - nicht allzu auffällig ut> ragens hindeutet. Das Ende vorn^Ll 1 '

ne hartnäckig Sitzende aufstehn und. 9 m *m der uniformierte kleine ^nauzbarttg h ad) Einsicht in ihr umständlich °us dem Täschchen -eholtes Sitzkärtlein nachgewiesen, sie faße G Jber sie hätte links. . .. ber

Sie Damc hat sich aufgerafft ul 9cb . Unredjt JRiene eines Mensche» dem soeben «chw-r-s U "getan worden, nach links hmuben T> Jt noch eine kleine bedauernde Schutteroe^w ach und nimmt den warmen Platz ,maeschrie> peinigenden Gefühl, gegen baben Er

>enes Gesetz der tzöslichkett o-rstotzen zu d°°e airb es noch bis weit m den ersten an )

icht los werden. .fxfHaen Er-

Ä aber habe nun also S" meine'' Afa

Atzung einen kunstvoll ausgefuhrten ock _ uene leinen Augen, darunter einen weitz schlingt. ?al5, um den sich eine erlesene Perlenkette schims

Samit nicht genug, ist auch die Lujt klng-umyer

haben; wer möchte im Ernst, daß es nie anfinge? Der Taktstock da vorn senkt sich. Das Vorspiel beginnt!

Reitende Tiere.

Daß ein Tier das andere zum Reiten benützt, ist keine zoologische Fabel, sondern eine naturwissen­schaftlich mehrfach festgestellte Erscheinung, lieber die Frage, ob die Geschichte in Freiligraths bekannter BalladeDer Löwenritt" von dem Löwen, der die Giraffe zu Tode reitet, wirklich möglich oder eine reine Phantasie des Dichters fei, ist feiner Zeit viel gestritten worden. Einer der besten Kenner der afrikanischen Tierwelt, der Forscher C. G. Schillings, hat aber erklärt, daß die Geschichte durchaus denkbar sei. Doch gibt es, besonders in der kleineren Tierwelt, eine ganze Anzahl Ge­schöpfe, denen das Reiten Gewohnheit ist. So gibt es in Amerika eine Art von Beutelratten, bei denen

Zum Tag der deutschen Lustwaffe.

Der 1. März ist zum Tag der deutschen Luft­waffe bestimmt worden. Ganz Deutschland wird die- sis Tages jetzt mit besonderer Genugtuung geben» L beim unsere jüngste Waffe hat sich in biefem Hege ebenbürtig an bie Seite ber beiben älteren Vhrmad)tteile gestellt, sie hat alle Fortschritte ber 2-chnik erlebt und in dem gigantischen Ringen um putsche Freiheit eine einzigartige Rolle übernom» nan. Die deutsche Luftwaffe ist nicht nur technisch, j ibem auch durch den Geist ihrer Ossiziere und Mannschaften zur tödlichen Schwertspitze der deut- stien Wehr geworden. Unverwelklicher Lorbeer r nkt sich seit dem Blitzfeldzug gegen Polen, seit der Wegnahme aller Positionen der englischen Pluto- |.itie in Norwegen, den Niederlanden, Belgien Vil> Frankreich um sie.

Als der Weltkrieg zum selbstverdammenden Ur» isfprud) über die Lebenskraft der Demokratien fhrte, hat schnöde Selbstsucht uns diese Waffe ge= Linmen, die sich so überraschend schnell entwickelt Hte. Uns wurde die Fliegerei verboten. Die Fran­ken pochten aus ihre Luftwaffe und bauten sie riter aus, die Engländer ahmten die Franzosen sich. Wer den Luftraum in künftigen Kriegen be» lösche, so meinten sie mit Recht, der habe den kidsieg in der Hand. Aber was die Feindeswut scht dämpfen konnte, war der Geist, der die auf f,cheiß der Entente abgelieferten Flugzeuge des Weltkrieges überdauerte. Die Bölke und Jmmel- icmn und Richthofen waren die heroischen Vor- lder unserer Besten geblieben, und Hermann Öring, ein Weltkriegsflieger, der nach dem Flieger- d Manfred von Richthofens dessen berühmte Jagd- jffd kommandiert hatte, übernahm es, die Grund­gen einer neuen Luftwaffe zu schaffen und diese 5 elbftänbigcn Wehrmachtteil so zu entwickeln, ß sie die erste der Welt geworden war, als es nft wurde.

Das mar das Ueberraschende. Frankreich war ich dem Scheindiktat von Versailles auf seinen bügeln eingeschlafen, England hatte mit der ge­ahnten britischen Saumseligkeit allerlei versäumt, ir nicht, das Maul über seine angeblich unschlag- ire Luftrüstung aufzureißen. Wir hatten dagegen irt und schwer gearbeitet, unsere Technik und den rfinbungsgeift unserer Ingenieure einem Ziel un- raeorbnet: so schnell unb so flut wie nur eben »glich bie beste Luftwaffe der Welt herzustellen id dazu bie erforderlichen Kämpfer zu schulen, ermann Göring vollbrachte das Unmögliche auf (5 Führers Befehl, aber nur, weil sich gleichzeitig ie deutsche Jugend willig in den Dienst des gro- en Gedankens stellte, Deutschland auch m der Luft i!d)lagbar unb allen Feinben überlegen zu machen. ' Der in 18 Tagen beenbete Blitzkrieg gegen Polen l iate zum erstenmal bie vernichtende Wirkung deut- yr Bomber. Im Westen arbeiteten die deutschen Xugzeuge in unmittelbarem Zusammenwirken mit ! n Streitkräften auf der Erde, und so präzis war deses Zusammenarbeiten der deutschen Waffen, daß Frankreichs traditionsschwere Armee glatt über den Raufen gerannt wurde, und bie Briten verzweifelt ihre Insel flüchteten. Dann aber zeigte sich, diß bie gerabezu unbegrenzten Möglichkeiten ber ruen Waffe von uns immer vollkommener aus» c-nutzt wurden. Die Luftwaffe schon beim Nor- ' regenunternehmen aufs höchste bewahrt rief U zur See eine wahre Revolutionierung aller runbfähe für' Angriff unb Verteibigung hervor.

Zusammenwirken mit der beutschen ^otte unb dein haben unsere Bomber, denen bann die Fern- hmber folgten, die Zufuhren Englands weit von

Jnselküste entfernt versenkt, Englands Nerven- fränge durchschnitten und so manches st^ze Kriegs- |t-)iff auf den Grund des Meeres geschickt. Und als Ihurchill mit einer unterlegenen Luftwaffe den iifinnigen Fehler beging, die deutsche Zivilbeoolke- ring zu bombardieren, kam die Vergeltung tausend- ich Englands Werften unb Hasen, Englanbs Ru- fungsinbuftrien unb Verkehrswege, Englanbs Vor^ rite und Lagerhäuser sanken m krummer. Stands tingt die deutsche Luftwaffe am Feind, sie Zermürb inmer stärker (eine letzten Anstrengungen und auch in Mittelmeer und Nordafrika haben unsere Flug^ ,1uge bas Wort bes Führers wahrgemacht baß wir de Engländer überall schlagen, wo sie ßch stellen.

Der Frühling dieses Jahres wird den Endkamps pifdien dem neuen Deutschland und dein englische Aratenstaat cinteiten. Deutschland ift b°r°>t, und i ite Adler Hermann Görings werden voranstteg^

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