Ausgabe 
27.6.1941
 
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oen, den Forderungen nachzugeben, in anderen Fällen waren die Verhandlungen bei Kriegsaus­bruch noch im Gange.

Zurückweisung aller Verständigungsbemühungen.

Gewohnt, an einem gegebenen Wort festzuhalten, wollte das finnische Volk den Vertrag erfüllen, den wir in Moskau abschliehen mußten. Wir kamen füll überein und erklärten es unzählige Male offiziell, daß wir die Verluste, die durch die Abtretung Kareliens verursacht wurden, durch heimische Erneuerungen innerhalb unserer Grenzen wieder- erobern wollten. Durch kalte Ueberlegung kamen wir zu dieser Erkenntnis. Der Gedanke an Rache ist uns nicht gekommen und hat unsere Handlungen

nicht geleitet. Don finnischer Seite versuchte man, das Unrecht und die Demütigungen zu vergessen, obwohl die Wunden des Angriffskrieges, den die Sowjetunion gegen alle Forderungen des inter­nationalen Rechts und der Moral angefangen hatte, noch im Herzen des Volkes schmerzten. Unser Aus­gangspunkt war, daß das Verhältnis zur Sowjet­union geordnet werden mußte, da wir nun ein­mal in diesem Teil der Erde in unmittelbarer Nach­barschaft mit Rußland wohnen. Wir wollten wie­der, ungeachtet des Geschehens, einen bleibenden Frieden mit der Sowjetunion qufbauen.

Dieser Friedenswille wurde das eine Mal nach dem anderen auf die Probe gestellt, wie man aus den ständigen Forderungen, die ich vorhin nannte, ersehen kann.

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Um unseren Friedenswillen zu zeigen und in der Hoffnung, daß wir durch Erfüllung der Forderun­gen die Sowjetunion endlich befriedigen oder einen offenen Konflikt vermeiden könnten und damit die Beziehungen festigten, haben wir großes Entae- genkommen gezeigt. Aber wir beschränkten uns bei dem Aufbau der Beziehungen nicht nur auf eine passive Nachgiebigkeit, wir strebten auch darnach, aktiv die Beziehungen zu beleben. Auf den ver­schiedensten Gebieten griffen wir nach einem Aus­tausch. Um Kulturbeziehungen zu schaffen und zu pflegen, wurde auch eine Gesellschaft gegründet, Der Ostsee-Kreis". Die Initiative dieses Kreises sowie alle anderen von privater Seite her gemach, ten Versuche wurden von der Sowjetunion zurückgewiesen. Auf dieselbe Weise verhielt sich die Sowjetunion zu den offiziellen Annähe­rungsbestrebungen der Regierung. Die. gründliche Darstellung der Kommission, die zur Förderung der Kulturbeziehungen zwischen Finnland und der Sow­jetunion vom Unterrichtsministerium ernannt war, fand keinen Anklang in der Sowjetunion, die nicht einmal den finnischen Unterrichtsminister, der über die Entwicklung der Kulturbeziehungen verhandeln wollte, empfing.

Auf Grund des Dargestellen stehl man deut­lich die Richtung der Bestrebungen der Sowjet­union mit Bezug auf uns. Die Selbstän­digkeit Finnlands sollte vernich­tet werden, entweder auf dem Wege der inneren Umwälzungen und Schwierigkeiten, oder durch Gewalt, durch die Eroberung des Landes.

Als der Weg der inneren Revolution sich zu ver­schließen schien infolge der starken Freiheitsliebe unseres Volkes und infolge feiner Einigkeit, beschloß die Sowjetunion, den Weg der äußeren Ge­walt einzuschlagen. In dieser Absicht forderte der Haupt- und Außenkommissar der Sowjetunion, Molotow, in den Verhandlungen in Berlin am 12. und 13. November 1940 also nur sieben Monate nach dem Frieden in Moskau von Deutschland freie Hand, seine Rechnung mit Finn­

land abschließen zu können und dieses Land zu liquidieren.

Wir sind dem deutschen Führer zu tiefstem Dank verpflichtet dafür, daß er sich damals enl- schlosfen hal, sich den Forderungen der Sowjet­union zu widersehen.

Seit dem Ausbruch des Großmächtekrieges hat man deutlich feststellen können, welches die Bestre­bungen der Sowjetunion und ihre Einstellung zu diesem Krieae sind. Die Sowjetunion sah gern denBeginn des Krieges, und sie hat die ganze Zeit danach gestrebt, den Kriea zu ver­längern und zu erweitern, so daß die europäischen Völker, und wenn möglich, auch außer­europäische, hierdurch moralisch und materiell ge­schwächt würden, ihre Widerstandskraft verringert und sie auf diese Weise eine leichte Beute für die imperialistischen Bestrebungen der Sowjetunion ge­worden wären.

Rücksichtslos Hal die Sowjetunion die Situa­tionen ausgenüht, und fo geriet Finnland, als der Großmächtekampf an den verschiedenen Fronten raste, in einen einsamen Kampf gegen die fowjetrussifche Uebermacht. Wir hassen nicht die Völker der Sowjetunion, aber wir kleiden uns auch nicht in Trauer, wenn Molotow und mit ihm die verantwortlichen Kreise für die fowjetruffifche Politik jetzt ihrem eigenen Schachspiel zum Opfer fal­len. Da die Sowjetunion im Zusammen­hang mit dem Kampf zwischen Deutschland und der Sowjetunion jetzt durch den Angriff auf unser friedliches Volk die Kklegshand- lungen auch auf finnisches Gebiet ausgedehnt hat, ist es unsere Pflicht, uns zu verteidigen. Und wir tun es entschlos­sen und einig mit allen uns zu Gebote stehenden moralischen und militärischen Mitteln.

Unsere Möglichkeiten, erfolgreich aus diesem zwei­ten Verteidigungskampf hervorzugehen, sind dies­mal ganz andere als zuletzt, als wir einsam gegen den Druck des großen Riesen standen.

Vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer.

Das heutige Großdeutfchland unter der Leitung seines genialen Führers Hitler kämpft erfolgreich an unserer Seite gegen die uns schon bekannten Streitkräfte der Sowjetunion. Außerdem haben einige andere Völker Kriegshandlungen gegen die Sowjetunion begonnen, so daß sich eine einheitliche Front vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer ge­bildet hat. Die Sowjetunion kann uns demnach nicht die erdrückende Uebermacht entgegenstellen, die letztes Mal unseren Verteidigungskampf hoffnungslos machte. Jetzt hat die Sowjetunion einen zahlen­mäßig gleichgestellten Gegner, wodurch das Gelingen unseres eigenen Verteidigungskampfes sicher ist. Un­sere gestählte Wehrmacht kämpft ebenso mutig und aufopfernd, aber besser bewaffnet als im letzten Krieg, für die Freiheit unseres Landes, für den Lebensraum unseres Volkes, den Glauben unserer Väter und unsere freie Gesellschaftsordnung. Unser Vertrauen zu unserer Wehrmacht und ihren Feld- marschall Mannerheim ist unbedingt.

Mitbürger! Die Jahrhunderte haben bewiesen, daß an dem Platz, auf den uns das Schicksal ge­stellt hat, fein bleibender Friede zu erreichen ist.

Der Druck des Ostens stehl uns immer entgegen. Um diesen Druck leichter zu machen, um die ewige Bedrohung zu vernichten, um den kommenden Gene­rationen ein glückliches und friedliches Leben zu sichern, kämpfen wir unseren Verteidigungs­kampf.

Und mir haben dieses Mal viel bessere Möglich­keiten des Erfolges als je früher. Der die Geschichte lenkende Gott sei.mit uns und weise uns den Weg.

Finnland diesmal nicht allein.

Es wird niemanden in Deutschland geben, der die in ihrer unparteiischen Schlichtheit so besonders eindrucksvolle Anklagerede des finnischen Staatspräsidenten R y t i gegen die Erpressungspoli­tik der bolschewistischen Verbrecher nicht mit tief­ster Erschütterung zur Kenntnis nimmt. Ein kleines friedliches Bauernvolk sollte nach dem Willen der moskowitischen Machthaber kaltherzigliqui- diert" werden, nur weil es gewagt hatte, in einem übermenschlichen Heldenkampf seine Heimat gegen einen brutalen Ueberfall zu verteidigen und dann den fortgesetzten weiteren Erpressungen der Sowjets Widerstand zu leisten. Die niederträchtigen Methoden des ständigen Druckes und Der fortschreitenden Vergewaltigung denen Finnland im letzten Jahr ausgesetzt war, ent­hüllen der Welt wieder einmal das wahre Wesen des blutgierigen und gewalttätigen Bolschewismus, derselben Teufelsfratze, die schon in fast allen Län­dern Deutschlands drohend ihr Haupt erhoben hat.

Deshalb wird der mutige Entschluß des tapferen finnischen Volkes, zum zweitenmal in Jahresfrist die Waffen zur Verteidigung seines Hei­matbodens gegen die bolschewistische Barbarei zu erheben, von allen Völkern Europas und darüber hinaus der ganzen Welt soweit sie nock einen Funken nationaler Selbstachtung und völkischen Le­benswillens besitzen mit der ro ä r m ft e n Sym­pathie ausgenommen werden.

Finnland steht, wie Präsident R y t i mit Recht betonte, diesmal in seinem Kampf nicht allein. Reben anderen nationalgesinnten Völkern hat auch Deutschland aus der gleichen Erkenntnis ber g e g e n das Leben Europas gerichteten bolschewisti­schen Gefahr zum Zwecke der Selbsterhaltung zu ben

Waffen gegriffen. Wie richtig dieser Entschluß war, zeigt das erschütternde Schicksal des finnischen Vol­kes, für das auch England, das sich heute in feinem blinden Haß gegen das deutsche Volk mit den geschworenen Feinden aller Kultur verbindet, noch vor gar nicht langer Zeit Mitleidsphrasen heu­chelte. Deutschlands Kampf richtet sich nicht gegen die von der Moskauer Verbrecherclique terrorisier­ten Völker der Sowjetunion, sondern ausschließlich gegen ihre bolschewistischen Verbre­cher. Es kämpft damit den Kampf aller ehrlieben- den Nationen gegen das Regime organisierten Ver­brechertums, das auch die Rede des finnischen Staatspräsidenten vor aller Welt so treffend iy seiner ganzen Niedertracht blohgestellt hat.

OasEchobeimsinnischenBott.

Helsinki, 27. Juni. (Europgpreß.) Die finnt» sche Presse betont in ihren Ausführungen, daß, ob- wohl der Krieg noch nicht erklärt fei, sich Finnland tatsächlich mit Sowjetrußland im Kriege befände.

K a u p p a l e h t i" schreibt:Rußland hat seine Kriegsoperationen gegen Finnland begonnen. Man weiß jetzt, was Sowjetrußland nach dem Friedens­schluß Finnland gegenüber geplant und daß nur die deutsche Intervention die Durchfüh­rung dieser Pläne vereitelt hat. Es besteht fein Zweifel darüber, daß der jetzt begonnene Krieg zum Zusammenbruch der Sowjetmacht und der vollstän- bigen Auflösung des Sowjetsystems führen wird. Dies wird und muß das Schicksal der Sowjettyrannei sein. Finnland wird sich jetzt eben­so tapfer für seine Freiheit und Unantaftbarfeit fchlagen wie 1939/40. Die Armee, die unsere Gren­zen schützt, besteht aus denselben ftahlharten Män­nern, die durch ihre Tapferfeit im letzten Krieg großen Ruhm erworben habe». Der Krieg gegen die Bolschewisten wird uns endlich den wirk- lichen Frieden geben, und diesen Frieden zu gewinnen, ist unser Ziel.

I l t a - S a n o ma t" führt aus:Die Angriffe, die gestern und heute die sowjetrussische Luftwaffe gegen uns unternommen hat, zeigen, welche Absich­ten Sowjetrußland uns gegenüber im Schilde führt." Das Blatt schreibt weiter, die finnische Armee werde diesmal im Verband mit der ruhm­reichen deutschen Armee fämpfen und der Kampf jedes deutschen Soldaten sei zugleich auch ein Kampf für Finnland. Die alte deutsch-finnische Waffenbrüderschaft sei zu neuem Leben erwacht.

Moskaus Wühlereien auf dem Balkan.

Agram, 26. Juni. (DM8.) lieber die hetzerische Agententätigkeit, mit der M o s k a u seit langem den Balkan zu zersetzen versuchte, werden immer mehr Einzelheiten bekannt. Sv haben Agramer K o m m u n i ft e n Flugblätter verteilt, die für ein Zusammengehen mit Sowjetrußland werben soll­ten. Auch in Bulgarien sind weitere sowjet­russische Wühlarbeiten aufgedeckt worden. Hier hatte man unter Führung eines zu fünf Jahren Kerker Verurteilten eine bolschewistische Organisation un­ter Schülern höherer Gymnasialklassen und Jung- bauern geschaffen. Eines der führenden Mitglieder gehörte im spanischen Bürgerkrieg dem Komitee an, das Freiwillige für die Rote Armee ward und nach Spanien sandte.

Sowjelrußland wird gegen Deutschland Wen K

Bereits Anfang Mai provokatorische Kriegshetze in Moskau.

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feierlich bekräftigte Verträge verbunden war. läßt die Ankündigung des Kampfesauf

wieder Dabei

Gefühl beseelt. Aber diesmal führt Finnland sei,' nen Kampf nicht allein. Unter Deutschlands rung kämpft es zusammen mit anderen europäisch«

der beiden jüdischen Internationalen hergestellt.

Ein bemerkenswertes Geständnis.

Berlin, 26. Juni. (DNB.) Ein bemerkens^ eindeutiges, wenn auch unfreiwilliges (Seftänbnis der schon seit Monaten bestehenden «nget Zusammenarbeit zwischen Moskau und Lon, i> o n bringt der Sender Boston (USA.), der in mz> Uscher Sprache über Kurzwelle sich wie folgt aus. läßt:Nachrichten aus London bringen Einzehej, ten über die britische Mission, die sich lenv nächst nach Moskau begeben wird. Es wird dir größte sein, die je in ein fremdes Land gesW worden ist. Die Churchill-Regierung hat tüf( schon seit Monaten vorbereitet?

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feindlichem Boden" die £) f f e n f i ü a b f i djte? der bolschewistischen Verräter mit brutaler Offens erkennen. Bezeichnend in dieser Hetzrede ist auch bii verlogene Behauptung von den anzc' lichen Weltherrschaftsplänen Deutschla^ Dieselbe infame Verleumdung hört man auch innig wieder aus dem Munde der plutokratischen Krieg» Hetzer diesseits und jenseits des Atlantik. Also auij in der Lügenhetze ist bereits die Einkeitsfcv«

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DieGefahr aus -em Osten"

Eine amtliche Erklärung der dänischen Regierung.

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Versetzung, deren Ergebnis entscheidend dazu be­tragen wird, die Länder Europas vor einer Lus' lösung der inneren Ordnung zu bewahren, befiel ein gemeinsames europäisches Interesse.

Wenn Dänemark auch nach wie vor an der Irk gerischen Auseinandersetzung nicht teilnimmt, fi kann ihm aus diesem gemeinsameck europäisches Interesse heraus doch die Entwicklung keinesirep gleichgültig sein. Durch die Z u r ü rf b e r u f iinj! der dänischen Gesandtschaft in Mrs-; kau hat diese Erkenntnis ihren Ausdruck gefunlen Die Beziehungen zwischen Dänemark und btf Sowjetunion sind damit abgebrochen.

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Expeditionskorps derLialiemr gegen die Bolschewisten

Rom, 26. Juni. (DNB.) Am Donnerstag i sichtigte der Duce in einer Stadt der Po-Ebr die erste motorisierte Division des Expedition korps, das an die sowjetrussische Froutl abrücken soll. In Begleitung des Duce befand sich der deutsche Militärattache General von Rin telen, der Chef des Generalstabs General ®o vallero, der Chef des Generalftabs der Lu roaffe General Pricolo und Parteisekretär 6( r e n a.

In einer Ansprache an die Division hob der Diki hervor, daß die Soldaten einem Geschehnis <nl« gegengingen, das ihnen allen für immer in ffiii nerung bleiben würde. Sie würden gegen i»a sowjetische Rußland, den Todfei.nl! der Zivilisation, kämpfen. Der Duce de

Italien und der Krieg m't den Sowjet«.

Von unserem C. M.-Korrespondenten.

, Rom, Ende Juni 1941.

Es erübrigt sich, einen Faschisten zu fragen, wie er über den Krieg gegen die Sowjetunion urteile. 5>at doch der Faschismus als erster den Krieg gegen den Bolschewismus begonnen und führt ihn nun feit 23 Jahren. Er führte ihn in Italien und in Spanien, aber auch in der Welt, wo immer der Bolschewismus den Weg des Faschismus kreuzte. Der Faschismus hat den Kampf gegen den Bolschewismus feit jeher als eine Notwendigkeit empfunden, um welche früher oder später die jun­gen Völker nicht h jnw egge kommen wären. Man sagt in Italien, England sei aus Europa verjagt, nun gelte es, auch den Bolschewismus aus Europa zu vertreiben.

Die ideologischen Gegensäke zwischen den Achsen­mächten und dem bolschewistischen Rußland haben, so erklärt man in Italien, seit jeher bestanden. Den Anlaß zu dem gegenwärtigen Kampf habe aber der zwischen Rußland und England besprochene Plan eines Angriffs auf die Achsenmächte gegeben. Die Beweggründe gingen klar aus den unwider­legbaren Beweisen hervor, die Berlin gegeben habe. In politischen Kreisen Roms erklärte man, das Ereignis müsse im Zusammenhang mit der Aufbaupolitik der Achse zur Schaffung eines neuen und gesünderen Europas gewertet werden, dessen Frieden auf Gerechtigkeit gegründet fei. Die Völ­kerschaften Rußlands würden durch eine barbarische Staatsführung geknechtet; es gäbe in der Ge­schichte kein Beispiel für eine solche Unterjochung. Nun habe das deutsche Heer gemeinsam mit den Heeren zweier kleiner Völker das Befreiungswerk begonnen. Italien stehe, getreu seiner faschistischen Tradition, in dieser neuen Phase des in Europa geführten Krieges in erster Linie. Der Krieg der Achse und ihrer Verbündeten werde nicht gegen das russische Volk geführt, sondern gegen die Streitmacht des Bolschewismus, des Unterdrückers und Vernichters Rußlands. Der Kampf gelte auch der Befreiung der vom Bolschewismus unterdrück­ten Völker: der Weißrussen, ber Ukrainer, der Völker der Baltischen Staaten und vieler anderer.

Die diplomatische Geschichte der Sowjets ist seit den Zeiten von Gens eine dichte Serie von Wider- sprächen, Ränken und Doppelspiel. Es werde Lon­don, so erklärte man in Pom, schwer fallen, Ver­ständnis bei dem Konflikt fernstehenden Völkern dafür zu finden, daß nun ein Staat mit bolsche­wistischer Ideologie mit England eine fo enge Interes seng e rn ei ns cha ft habe. Der deutsche Gegen­angriff, der dem bolschewistischen Einfall vorbeugen sollte, werde die Billigung aller Kulturvölker fin­den, denn nun sähen sie, daß der kommunistischen Gefahr die Spitze geboten werde. Van vielen Sei­ten ist, so erklärt man in Italien, den Völkern vorausgesagt worden, daß nach allen Kriegsan­strengungen der Bolschewismus als tragischer Epi­log folgen werde. Diese Gefahr ist nun beseitigt. Wenn Churchill in seiner Agitationsrede behaup­tete, nun sehe er den russischen Soldaten als Ver­teidiger feiner Felder, die feine Väter im Schweiße ihres Angesichts bebaut haben, als Verteidiger seines Hauses, in dem feine Gattin und feine Mutter um Errettung beteten, so müsse man doch fragen:Wem gehören denn die Felder, deren Eigentümer von den Bolschewisten ermordet und beraubt worden waren?" Zu welchem Gott beteten denn seine Mutter und seine Gattin, wenn nicht zu dem Christengott, denen ihnen der Bolschewis­mus mit allen Mitteln zu rauben suchte, und zu dem sie nur insgeheim beten können, daß er sie von den Mördern der GPU. befreie. England müsse freilich, um den Kamps fortsetzen zu können, den neuen Verbündeten nehmen, möge auch Herr Churchill betonen, daß niemand m den letzten 25 Jahren em unentwegterer Gegner des Kom­munismus gewesen sei als er selbst. England habe

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Toast auf König Georg und Siali«

Genf, 26. Juni. (DNB.) Bei einem Essen britischen Verteidigungsausschusses, so wird aus b don berichtet, brachte der Vorsitzende, M Nathan, einen Toast auf den König ij einen Toast auf Stalin aus. Der anwese v Sowjetbotschafter Maisky bedankte sich für ® Art, in der die Anwesenden den Toast aufnahin^

Abreise der Amerikaner aus der Sowjetunion.

Rom, 26. Juni. (Suropaprefj.) Das Sto°E bepartement in Washington hat, wieLaooro .M scista" von dort meidet, mitgeteilt, es habe für » Abreise einiger hundert Nordamerika»'' scher Staatsbürger aus Sowjetriil land gesorgt, die bisher dort gelebt hätten.

Neuyork, 27. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Agentur Ins, der die Verantwortung für diese sen­sationelle Enthüllung überlassen werden muß, be­richtet aus Bern, daß Stalin bereits am 6. M a i 19 41 (!) in einer Rede vor den Abiturienten der Sowjet-Militärakademie erklärt habe, Sowjet- rußland werde gegen Deutschland kämpfen müssen. Die wichtigste Stelle der Rede, die bezeichnenderweise nicht veröffentlicht wurde, habe gelautet:Unsere ruhmreiche Armee muß jeden Tag gefaßt sein, gegen das faschistische Deutschland zu kämpfen, und zwar auf feind­lichem Boden. Solange Hitler sich mit der Be­seitigung der Ungerechtigkeiten von Versailles be­faßte, konnten wir Deutschland unterstützen. Jetzt erstrebt Hitler die Weltherrschaft. Wir können das nicht dulden. Wir werden bis zum letzten gegen Deutschland kämpfe en."

Es ist ein neuer eindeutiger Beweis für die H i n- terhältigkeit der bolschewistischen Machthaber, wenn der anerkannte Lenker der Sowjetpolitik i n s» geheim kriegshetzerische Reden gegen einen Staat hält, mit dem sein Land durch immer

Mächten für die Verteidigung einer Gt- sellschaftsordnung auf dem Bodenbei europäischen Kultur. An dieser Auseiim,

Kopenhagen, 26. Juni. (DNB.) Die däni- sche Regierung hat durch eine am Donners­tagabend veröffentlichte Erklärung zu der großen Auseinandersetzung im Osten wie folgt amtlich Stel­lung genommen:

Mit dem Krieg, der zwischen Deutschland und der Sowjetunion ausgebrochen ist, ist die große kriegerische Auseinandersetzung in Europa in eine neue Phase eingetreten, die die Aufmerksam­keit Dänemarks in einem ganz besonderen Grade beanspruchen muß, denn Deutschland hat nunmehr im Osten seine Waffen gegen eine Macht ge- richtet, die durch Jahre hindurch eine Bedrohung ber Wohlfahrt und des Gedeihens der nordischen Staaten bedeutete.

Daß im Norden die Front vor einer Gefahr aus dem Osten keineswegs unbegründet war, zeigt der Angriff, den die Sowjetunion Ende 1939 gegen Finnland unternahm, dessen heldenmütige Verteidigung in einem ungleichen Kampf hier im Lande eine Welle von Sympathie für unsere kämp­fenden Brüder im Norden ausgelöst hat. Jetzt, da

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nerte an die schweren Verluste, die die deutsch Kameraden bereits den sowjetrussischen Horden b gebracht haben. Mussolini gab zum Schluß fein Ueberzeugung Ausdruck, daß die italienischen baten in jeder Lage und gegen jeden Feind neu Ruhm an ihre Waffen heften werden.

Oer Wunsch des spanischen Bottes.

Madrid, 26. Juni. (DNB.) Der Chef des plomatifchen Kabinetts des Außenministeriums klärte vor spanischen und ausländischen Press tretern am Donnerstag, daß seit Beginn des Ali griffe auf Sowjetrußland eine unu brochene Flut von Briefen und Telegrammen h Außenministerium einläuft mit der Bitte, *c Kampf gegen d i e Sowjets teilnehnii zu dürfen. Falangistenführer aus allen Provinz ehemalige Frontkämpfer, ehemalige Gefangene Kommunisten-Horden in Spanien, Angehörige falangistischen Jugendvereine, wünschten sich ii11 Rettung der Zivilisation zur VersüD zu stellen. Ganz Spanien billige aus ganzem W zen die Worte des Außenministers gegen Mos! und bitte um die Gelegenheit, zusammen mit ii deutschen Soldaten unter dem glorreichen Na des Alcazar, des Ebro oder Madrids Rache n seine Gefallenen nehmen zu dürfen. D' völlige Zustimmung habe bei der Regierung nughiung ausgelöst, und es erübrige sich festzustell! daß die Regierung geschlossen hinter den des Außenministers vom 24. Juni stehe.