Ausgabe 
27.3.1941
 
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Donnerstag, 27. Mär; Ml

GietzenerAnzeiger

OieNeichshauptstadtbegrüßtIapansAußenmimster

BotschaftMaisuokas an das deutscheVolk

Jugoslawien nach der Entscheidung

Oie jugoslawischen Staats männer wieder in Belgrad.

en-grün, blühende Frühlingssträucher und Blumen, Zahnen und Embleme verbergen völlig den «auchgeschwärzten Bau. Noch außerhalb der Halle beginnt bereits die grüne Wand der Tannen und sichten, die sich den ganzen Bahnhof entlang zieht, l*r ebenfalls mit einem roten Teppich belegt und rem den Fahnen dicht verhängt ist. Den Bahnsteig Sat das Geviert der Fahnen zu einem geschlossenen Raum verwandelt, dessen Wände Tannen- und Lor- ikerkränze bilden, vor denen weißer Flieder, Spiräen und Schneeball, Goldregen und blaue Hortensien eine zauberhafte Farbensymphonie er- ssben. Beherrschender Mittelpunkt ist die aus d»eißen Astern und rotem Mohn gebildete auf» kshende Sonne Nippons, die, von Scheinwerfern mrgestrahlt, die Stirnwand fast vollkommen ver- stckt und dem Ganzen einen strahlenden und fest- lchen Schimmer gibt.

Reiä, ist auch der Schmuck der Straßen. Festlich ^präsentiert sich vor allem die Wilhelm st raße. Jas strahlende Weiß der japanischen Fahnen hellt i e dunklen Häuserfronten auf. An markanten Punk- i n des Anfahrtsweges, so auf dem Askanischen Natz, dem Wilhelmplatz, am Brandenburger Tor, lnterbrechen die Fahnen des verbündeten Italiens

Belgrad, 26. März. (DNB.) Ministerpräsident Zwetkow itsch und Außenminister Cincar- Markowitsch trafen Mittwoch vormittag in Be- aleitung des deutschen Gesandten von Heeren im

als Erbe vermachk wurde und auf dem der Grund­stein des Kaiserreichs ruht. Dieses Ideal kommt in der Präambel des Dreimächtepaktes klar zum Aus­druck, ja, es ist tatsächlich die Grundlage des Paktes.

Unser Volk vertraut darauf, daß auch das deutsche Volk dem Geist und dem Ziel des Dreimächtepaktes die Treue wahrü Ich brauche kaum hinzuzufügen, daß die Herzen unseres Volkes für die deutsche Nation schlagen in dem gigantischen Kampf, der gegenwärtig geführt wird: es betet, daß die Kraft und der Mut der tapferen deutschen Nation zu einem raschen Sieg seiner Sache führen möge.

Ich komme auf Einladung der deutschen und der italienischen Regierung und hoffe, durch meinen Aufenthalt in den beiden Ländern zu lernen und daraus Nutzen zu ziehen, so daß es mir vergönnt ist, noch besser zur engeren Zusammenarbeit der verbündeten Nationen beizutragen."

schafter Ritter und Ott, der Chef der Ordnungs­polizei Daluege, die ff Obergruppenführer Heih- meyer und Lorenz, General der Kavallerie Freiherr von Dallwick der Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Admiral Förster.

Nachdem Reichsaußenminister von Ribbentrop den japanischen Gast aufs herzlichste willkommen ge­heißen hatte, stellte ihm Außenminister Matsuoka die Herren seiner Begleitung vor. Der Reichsminister des Auswärtigen machte sodann den Gast mit den zu seiner Begrüßung erschienenen Missionschefs der verbündeten Großmächte und ihren angeschlossenen Staaten, den Mitgliedern der Reichsregierung, Reichsleitern, führenden Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht und den Abteilungsleitern des Auswärtigen Amtes bekannt. Darauf geleitete der Reichsaußenminister den japanischen Außen­minister auf den Vorplatz des Bahnhofsgebäudes, wo er unter den immer wieder aufbrausenden Heil- Rufen der Berliner Bevölkerung mit dem Reichs­außenminister die Front der Ehrenformationen der Wehrmacht und der Partei abschritt. Dann fuhren die beiden Außenminister durch ein Spalier der Wehrmacht und der Formationen der NSDAP, zum Gästehaus der Reichsregierung, dem Schloß Bel­levue. Während der Fahrt durch die fahnen­geschmückten Straßen der Reichshauptstadt wurden

ein, wo sie vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr.' M a t s ch e k und den in Belgrad anwesenden Regierungsmitgliedern begrüßt wurden. Weiter waren der italienische und der rumänische Gesandte,

die Geschäftsträger von Ungarn, Bulgarien und der Slowakei sowie die Mitglieder der deutschen Ge­sandtschaft-zugegen. Ministerpräsident Zwetkowitsch begrüßte seinen Stellvertreter Dr. Matschet mit den Worten:Jetzt ist alles in Ordnung!"

Die Sonderausgaben derPolitika" und der Breme" wurden durch Extraflugzeuge in die ser­bischen Landesteile gebracht. Aus allen Berichten geht hervor, daß die Rundfunkübertragung der Un­terzeichnung des Dreimächteabkommens sowie die Nachrichtensendungen des jugoslawischen Rundfunks beruhigend und aufklärend gewirkt haben, so daß es im ganzen Lande trotz der Hetzarbeit der englischen Agenten zu keinerlei Zwischenfällen gekommen ist. Vetsche" stellt fest, daß die Bedeutung des feier­lichen Aktes in Wien vielfacher Natur sei. In erster Linie sichere er Jugoslawien seine jetzige Stellung und verhindere, daß das Land die Schrecken eins furchtbaren Kampfes erfahre. Alle Pläne, die auf ein Hineinziehen Jugoslawiens in den Krieg abzielten und aus den tapferen jugoslawischen Soldaten Söld'° ner für fremde Truppen machen wollten, seien ge-

Berlin, 26. März. (DNB.) Der japanische Außenminister M a s u o k a, erließ folgende Bot- fchaft an das deutsche Volk:

Nun, da der Dreimächtepakt Tatsache geworden ist, wird die japanische Nation mit Luch sein in Freude und Leid. Sie hat einen unbeding­ten Glauben an die große Persönlichkeit des Füh­rers und die hervorragenden Eigenschaften des deutschen Volkes. Sie wird nicht hinter Euch zurück st eh en an Treue, Mut und fester Entschlossenheit, die Welt auf Grund einer neuen Ordnung aufzurichken. Wir müssen i n d e r Zukunft und nicht in der Vergangenheit leben. Laßt uns vorwärts und nicht rückwärts schauen!

Das Ideal, das dem japanischen Volk über alles teuer ist, wird inhakko Ichiu" verkörpert, jener harmonischen Weltgemeinschaft mit Raum für alle Völker zur Verwirklichung ihrer Wünsche und Erfüllung ihrer Sendung, ein Ideal, das der japanischen Nation seit undenklichen Zeiten

sich ihnen damit bot, und sie haben die Freundes­hand, die ihnen entgegengestreckt wurde, ergriffen.

Zwetkowitsch an den Führer.

B e r l i n, 26. März. (DNB.) Der Königlich-Jugo­slawische Ministerpräsident Zwetkowitsch hat an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet:Im Augenblick, wo ich das Reichsterritorium verlasse, habe ich die Ehre, Eurer Exzellenz die Ausdrücke meines besonderen Dankes für den freundschaftlichen Empfang, den Sie uns in Deutsch­land zuteil werden ließen, zu übermitteln. Ich bin überzeugt, daß sich in dieser Ihrer Aufmerksamkeit der Ausdruck der Freundschaft spiegelt, welche Eure Exzellenz Jugoslawien und dem jugo- slawischen Volke entgegenbringt. Ich bitte Sie, Herr Reichskanzler, auch bei dieser Gelegenheit die Ver­sicherung meiner tief ft en Hochachtung entgegennehmen zu wollen.

«panischer, deutscher und italienischer Flaggen ge- laucht. Don hohen weißen Masten, von allen

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Oie Begrüßung.

Zur Begrüßung hatte sich der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop eingefunden, ferner waren u. a. erschienen: der Chef des Ober» klnnmandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall k eitel die R e i ch s m i n i st e r Dr. Frick, Dr. Svebbels, Lammers, Graf Schwerin von Krosigk, [Coneforge, Funk, Dr. Todt, Reichsorganifattonsleiter kr. Ley, Reichsführer ff Himmler Stabschef !Lrutze, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichs- !«lbeitsführer Hier!, Reichsleiter Korpsfuhrer Hühnlein, zahlreiche Staatssekretäre, die Bot-

M-Jahrgang Nr. 73

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Europas wirkliche Lage mißverstanden"

Oie nordamerikanischen Störungsversuche in Jugoslawien.

£» ft I BwäSeflsi

5 efon-bers prächtig ist der PariserPlatz ausge« fömücft. Auf hohen Säulen sind die Fahnen der r-rbündeten Mächte gebündelt. Im Mittelportal des $ randenburger Tores weht, vom Abendwind ge» foroeüt, eine riesengroße japanische Flagge, wäh- x nd die vier anderen Durchfahrten mit Hakenkreuz- f hnen geschmückt sind. Auf der O st w e st a ch s e fintieren soweit das Auge reicht, bis hin zur -vle- k'ssäule, rechts und links die Farben der beiden t-rbünbeten Mächte die Straße. Vor dem Schloß Bellevue ist ein großes Rund geschmückt mit den iranischen Fahnen.

dem japanischen Gast durch die Berliner Bevölke­rung, die dichtgedrängt hinter dem Spalier der Wehrmacht und der Partei auf die Ankunft Mcttsuo- kas gewartet hatte, begeisterte Kundgebungen be­reitet. Am Schloß Bellevue wurde der japanische Gast im Auftrage des Führers vom Chef der Prä­sidialkanzlei des Führers, Staatsminister Dr. Meiß­ner, begrüßt.

Begeisterung auf dem Wilbelm-plah

Berlin, 26. März. (DNB.) Nachdem die^Auto- kolonne vorüber und der japanische Gast im Schloß Bellevue angekommen war, strömten die Mensä-en- massen zum Wilhelmplatz vor die Reichs­kanzlei. Immer wieder hörte man Rufe, wie W i r danken unserem Führer!" In Sprechchören wurde der Wunsch laut, den geheuten Führer auf dem Balkon zu sehen. Das Ausharren der Menge wurde belohnt. Plötzlich öffnete sich die Tür zum Balkon der Reichskanzlei und unter un­beschreiblichem Jubel der Tausende erschien der Führer, um die Grüße seiner begeisterten Ber­liner zu erwidern. Der weite Platz wogte von den Fähnchen, die begeistert geschwungen wurden, und der Jubel schallte in die Nebenstraßen, aus denen heraus immer neue Menschenmassen dem Wilhelm­platz zuströmten.

Nach der feierlichen Unterzeichnung des Beitritts Ju­goslawiens zum Dreimächtepakt beglückwünschte der Reichsaußenminister vonRibbentrop Minister­präsidenten Zwetkowitsch und unterhielt sich herzlich mit ihm über die mit dem Pakt zusammen­hängenden Fragen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

General der Flieger Löhr in Sofia.

Sofia, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Am Mittwoch traf General der Flieger, Löhr, Befehls­haber eine Luftflotte, in Sofia ein, um die in Bul­garien eingesetzten deutschen Fliegerverbände zu be­suchen. Der Oberbefehlshaber der königlich-bulgari­schen Luftwaffe, Generalmajor B o j d e f f empfing ihn auf dem Flughafen, wo eine Ehrenkompanie der bulgarischen Luftwaffe Ausstellung genommen hatte. Später wurde General der Flieger Löhr von König Boris empfangen. Die Unterredung verlief sehr herzlich. Am Nachmittag gab der ita­lienische Gesandte Graf Magistrati einen Empfang, bei dem führende Persönlichkeiten des bulgarischen öffentlichen Lebens, sowie der deutschen Fliegerverbände zugegen waren. Nach verschiedenen Besuchen wird sich General der Flieger Löhr auf eine In s p e k t i o n s r e i s e zu den deutschen Lust- wajfenoerbänden begeben.

||Die Empfangshalle am Anhalter Bahnhof prangt bereits im Schmuck der japanischen Farben (roter hßonnenbaü auf weißem Grund), die in Harmonie imit Hakenkreuzfahnen das Bild umrahmen. Im Vordergrund des festlich geschmückten Raumes das Symbol Japans, die aufgehende Sonne, die hier in

I linem wundervollen Blumengebinde dargestellt ist. (Scherl-Bilderdienst-M.)

: Dächern und Häusern wehen fie; die Fenster sind mit Tüchern ausgele-gt. Der Bahnhofsausgang zur Röckernstraße ist ganz mit Tannengrün überdeckt :nd von Lorbeerbäumen flankiert. Hinter den ff= Abfperrmannschaften stehen bereits seit Stunden die ,-Menschen in unabsehbaren Scharen. Zu beiden Sei- Ln des Ausganges in die Möckernstraße sind im Inneren kleine Tribünen errichtet. Auf den Podesten -er mit roten Teppichen belegten Treppe stehen Hortensienbüsche in den japanischen Farben, von )ien Decken, an gestrahlt von Scheinwerfern, wehen Vie Fahnen der im Dreimächtepakt zusammenge- »chlossenen Nationen. Zu einem in allen Frühlings- larben leuchtenden Garten aber ist die Bahnhofs­halle geworden, die nach den Entwürfen von Pro­zessor Benno von Arents gestaltet wurde. Tan-

Belgrad, 26. März. (Europapreß.) Ue-ber die Einmischung der Vereinigten Staaten in die deutsch- jugoslawischen Verhandlungen erfährt man von best­unterrichteter neutraler Seite, daß der nordameri­kanische Gesandte in Belgrad, Lane, in den ver­gangenen vier Wochen Höch st aktiv war, um die jugoslawische Regierung sowie die Parteiführer des Landes dazu zu bewegen. Widerstand gegen den Beitritt des Landes zum Dreimächteabkommen zu leisten. Lane hat in den vergangenen vier Wochen täglich Nicht weniger als fünf bis sechs Regierungs­mitglieder und Oppositionelle ausgesucht, um ihnen zu versichern, daß die Vereinigten Staaten bereit sind, jeder Nation, die gewillt ist, sich selbst zu verteidigen und an der Seite Englands in den Krieg einzutteten, alle nur erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen. Am vergangenen Sonntag hat Lane schließlich eingesthen, daß feine Bemühungen zwecklos waren. Schon zu diesem Zeitpunkt habe er die Sperrung der jugoslawischen Guthaben in den Vereinigten Staaten seiner Regierung vorgeschlagen.

Oer japanische Gast.

Von unserer Berliner Schristleitung.

Tage der Entscheidung sind in Europa und in Asien angekündigt worden, eine neue Epoche im Weltgeschehen meldet sich an, deren Kommen un­vermeidlich und unaufhaltsam ist. Der Besuch des japanischen Außenministers in Berlin und in Rom ist als eines der Ereignisse zu werten, die dem Um­schwung im Weltgeschehen vorausgehen, und deren Bedeutung bald hervortteten wird. Äosuke Pogu Matsuoka trat zum ersten Male auf dem inter­nationalen Felde als Hauptdelegierter Japans auf der Völkerbundssitzung im Jahre 1932 hervor, er war es, der Japans Austritt aus dem Genfer Bunde verkündete. In feine Heimat zurückgekehrt, trat er öffentlich mit einem großen Reformprogramm für oie innere und aus­wärtige Politik feines Landes hervor: er forderte die Auflösung der bestehenden Parteien und strebte, wie auch der heutige Erstminister, Fürst Ko- n o y e, eine nationale Bewegung zur Stützung des Thrones und zur Schaffung einer einheitlichen Or­ganisation an. In seiner Erinnerung an die Genfer Erfahrungen empfahl Matsuoka ein Zusammen­gehen mit Deutschland, dessen Aufstieg un­ter Adolf Hitler er schon 1933 vor aussah. Nach Ausbruch des europäischen -Krieges bekannte er sich als entschiedener Verfechter eines deutsch-italienisch-' japanischen Bündnisses gegen England. Fürst Ko- noye, der diese Ueberzeugung teilte, beauftragte ihn im Jahre 1940 mit der Leitung des Außenministe­riums.

Außenminister Matsuoka ist ein ausgezeichneter Kenner westlichen Wesens und westlicher Denkungs­art. Ebenso wie sein Chef, Fürst Konoye, hat auch er in seiner Jugend lange Jahre in den Ver­einigten Staaten verbracht und dort feine Studien vollendet. Er hat die Universität in Oregon absolviert und beherrscht die englische Sprache wie feine Muttersprache. Das Schicksal nun hat es ge­wollt, daß die Amtsperiode Matsuokas gerade mit der schweren Spannung zwischen Washington und Tokio zusammenfällt, ein Konflikt mit dem ' Lande, in dem der Minister seine Jugend verbrachte, und wo er feine Studien vollendete. Es sind nur wenige Wochen darüber vergangen, daß ein neuer Botschafter mit ganz bestimmten Aufträgen von Roosevelt nach Tschungking gesandt worden ist, um dort mit einem großen Stab von Beamten dem Marschall Tschiangkaischek bei her Verwendung der 08-4.-Dollar gegen Japan behilflich zu sein. Tschung­king hat sich ganz der anglosächsischen Dollardiplo-

Oer Anhalter Bahnhof im Festschmuck.

Berlin, 26. März. (DNB.) Arn Mittwoch, kurz aach 18 Uhr, traf im Sonderzua der Kaiserlich-Ja­panische Außenminister Matsuoka zu einem Staatsbesuch in Berlin ein, wo er auf dem festlich zeschmückten Anhalter Bahnhof von Reichsaußen- «linister von Ribbentrop herzlich begrüßt wurde. Die Berliner Bevölkerung bereitete dem Aast einen begeisterten Empfang. Die Umgebung , tes Anhalter Bahnhofes ist in ein einziges Meer

vröhlscht Untoerfttätsb ruderet 8. tauge General-Anzeiger für Oberhessen ^eiefttibSdtHlfttaht 7-9

Unter der ÜberschriftDer Balkan und die Ver­einigten Staaten" erinnert das StockholmerAston- bladet" daran, daß die Englandhilfe der USA. den besonderen Zweck haben sollte, Jugoslawien für England zu retten. Um dieses Ziel zu erreichen, habe auch Roosevelts Sondergesandter in Belgrad Vorspiegelungen und besondere ameri­kanische Versprechungen gemacht.Astonbladet" stellt fest, daß die Bestrebungen oer USA., zugunsten Englands in die europäische Politik einzugreifen, mißlungen seien, eine Tatsache, die in ähnlichen Situationen wahrscheinlich auch anbererorts Rückwirkungen haben werde. Der größte Teil der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staa­ten sei äußerst verwundert, daß dieDemokraten-- unterstützungspolitik" Roosevelts nicht eine unmittel­bare und radikale Wirkung auf den Gang der Er­eignisse gehabt habe. Man habe sich in USA. ein­gebildet, daß schon allein auf Grund der Milliarden­demonstration eine Veränderung der Lage eintreten werde. Sehr wahrscheinlich habe die offizielle ame­rikanische Psyche in hohem Grade die augenblickliche wirkliche Lage Europas mißverstanden.

scheitert. Ein friedlicher Aufbau in vollkommener Freiheit, in Uebereinftimmung und enger Zusam­menarbeit mit jenen Mächten, die das Gesicht des neuen Eurc^a bestimmten, seien dem Lande und seinem Volke gesichert.

H r o a t s k i D n e o n i k", das Agramer Zentral­organ der vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Matschek geführten kroatischen Bauernpartei, stellt fest, daß der Paktbeitritt für Jugoslawien einen Gewinn bedeute. Die kroatische öffentliche Mei­nung sei schon längst für eine solche Lösung ge­wesen. Die klar unb feierlich abgegebenen Erklä­rungen sind ein überzeugender Beweis für die freundschaftlichen Absichten gegenüber uns und un­serem Lande. Es gibt keinen verantwortlichen Staatsmann, der eine so angebotene Freundschafts­hand ausschlagen würde. Wir haben sie genom­men, und die Ereignisse werden zeigen, daß wir da­mit keinen Fehler begangen haben.

Das in Neusatz erscheinendeDeutsche Volksblattt", das Zentralorgan der deutjchen Volksgruppe in Jugoslawien, schreibt: Durch den Beitritt Juaoslawiens sind jetzt auch die letzten Un­klarheiten, _oie da oder dort noch bestanden hoben mögen, beseitigt und jene Gesichtspunkte, unter denen die Teilnahme Jugoslawiens am Neuaufbau Europas sich vollziehen soll, unzweideutig heraus­gestellt worden. Vor allem das eine steht unwider­leglich fest: Jugoslawien hat den Pakt als völlig gleichberechtigter Partner abgeschlossen. Jugoslawien sind außerordentlich günstige Voraussetzungen für seine weitere ungestörte Entwicklung und die Sicher­heit feiner Zukunft zugestanden worden Deshalb haben auch die verantwortlichen Staatsmänner Jugoslawiens die einmalige Chance erkannt, die

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