Ausgabe 
26.9.1941
 
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Gießen den Volk!

Müller

Schm and t

B.

(alle W.-Steinberg)

Die erste Reichsstraßensammlung des Kriegs-

i

ADOX Fptofilrn

Meermann i (LSV.) Mobs

(W.-Steinberg) Burger Hedderich (beide W.-Stein'berg)

der Gießener Nuder-Gesellfchast *1877.

Am kommenden Sonntag findet aus Anlaß des Ehrendienstes des Sports für das Kriegs-Winter­hilfswerk auf der Rennstrecke der Lahn das Ab- ri^ern der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 statt. In zehn Rennen finden vereinsinterne Wettkampfe statt. Auch ein Achter-Rennen über 1000 Meter ist vorgesehen.

(DfB.-R.) Ziegler

Lustwaffe und Heer im Kampfe

Ein Vortrag von General der Flieger Quade in Gießen.

(LSD.) Jansen (LSV.)

Stadtmannschaft:

Die Llmfassungskämpse bei Kiew in der neuen Wochenschau.

zulernen.

Die Hörer dankten General der Flieaer Quade mit herzlichem Beifall für seine aufschlußreichen Darlegungen. Das große Erleben, der Front, das aus seinem fesselnden Vortrage hier wiederum zu den Hörern sprach, hat die tiefe Dankbarkeit der Heimat für unsere Kämpfer aller Waffen noch weiter vertieft und erneut zu der Verpflichtung aufgerufen, auch in Zukunft in der Heimat alles 311 tun und alles einzusetzen für den vollen deutschen Sieg. C.

Ehmann

(DfB.-R.)

Habeth (1900)

(Kl-Linden)

Harnisch Fett

Volkert Pausch H (beide Kl.-Linden)

Ebert Schelle Bruhn

(1900) (LSV.) (LSV.)

Winkelmeier

Der deutsche Sport sammelt für das KWHW

Oie ASRL.-Gemeinschafien Gießens zum Einsatz bereit.

(VfB.-R.) Gruchmann

(LSV.)

Abrudern

belohnen.

Landmannschast: Knapp

(Klein-Linden)

Die neue Wochenschau gibt einen Eindruck von den Umfassungskämpfen bei Kiew, wie man ihn in dieser Eindringlichkeit bisher noch nicht gehabt hat. Das Zusammenklingen von Dokumen­taraufnahmen, den belebenden Worten des Spre- chers und der Kartenzeichnungen fetzt jeden Be- chauer in die Lage, sich zu vergegenwärtigen, daß >ie Leistungen, die unsere Wehrmacht im Osten voll- iringt, nicht nur einmalig sind, sondern auch eine stetige und klare Entwicklung der deutschen Kriegs­kunst dokumentieren. Die ungeheuren Räume, die bei diesen Kämpfen überwunden werden müssen, spielen anscheinend nur für die Technik und die Or­ganisation unserer Truppen eine Rolle. Die schein­bare Einfachheit der Planung wird 311 ungeheuren Aufgaben bei der praktischen Durchführung, so daß bet' Filmstreifen zugleich Bericht ist, aber auch der Heimat wieder einmal vor Augen führt, welche un­geheueren historischen Entwicklungen wir gerade jetzt erleben, so daß die Pflichten der Heimat jedem einzelnen gering erscheinen müssen, der miterlebt, was die Front, die eine starke und freudig arbei­tende Bevölkerung zu Hause bvsucht, täglich immer wieder leistet.

Mut zur Kolportage und zum Radau, zu einer Dildwestromantik, die sich über sich selber lustig macht gaben einem Abenteuer in dem Phantasie- iündch'en Pellargonien seine eigentümliche Würze, Wen das etwas unbekümmerte Spiel mit Leben und Tod der Steppenhirt Pedro soll gehängt werden, weil er nach einem Streit in der Kneipe einen um­gebracht hat verdrießen sollte, wird doch lachen müssen, wenn er sieht, wie alles auf Parodie und ^paß gerichtet ist, und wie am Ende der vermeintlich Tmgebrachte wieder aufsteht. Das Ganze hat nicht viel Tiefgang, aber es ist mit draufgängerischem Witz und ironischem Schwung gedreht. Den Darstel- icrn bereitete es offenbar Vergnügen, sich über Dinge .ruftig machen zu können, die in> den Anfängen des Films im wahrsten Sinne des Wortes blutig ernst genommen wurden: das Abenteuer ist in jener rauhen Landschaft angesiedelt, wo die Messer verdammt ocker sitzen und die Revolver beinahe von selber osgehen, wo jedermann und jedes Mädchen ein Paprika-Temperament hat und, besonders wenn der Alkohol in den Gauchokneipen in Strömen flieht, bei erstaunlich geringen Anlässen zu explodieren ge­neigt ist. Eine interessante Gegend. Die schauspiel^ irisch bedeutendste Leistung sieht man von Heinrich 3 e o r g e, der, etwas überraschend in dieser Um­welt, fast halblaut den melancholischen und philo- oph'ifchen Schankkellner Manuel gibt. Gustav Knuth ist der unbekümmert-verwegene Pedro, ein gewalttätiger Don Juan, Jakob T i e d t k e derherr- ich scheinheilige Schurke von einem Wirt, Maria Landrock und Charlotte Witthauer zwei wild verliebte Mädchen. Im Beiprogramm laufen äie Wochenschgu, ein aktueller KulturfilmDer Prisenhof tagt"- und ein Tobis-Trichter mit Szenen Don volkstümlichen Bühnen des Berliner Ostens.

Hans Thyriot.

Verdunkelungszeit

26. September von 19.11 bis 7.11 Uhr.

von zuständiger Seite durch das DRB. besonders darauf hingewiesen, daß nur am Samstag und Sonntag gesammelt werden darf.

WHD.-Spiel Stadtmannschast ließen Landmannschast.

Auch der Fußball wird am kommenden Sonntag in Gießen im Rahmen der Veranstaltungen zu- gunsten des WHW. zu Wort kommen. Da m letzter Zeit in Gießen der Fußball pausierte, hofft man, daß zu dem festgesetzten Spiel die Zuschauer zahl­reich erscheinen werden. Sie beweisen damit nicht nur ihr Interesse an den Spielen, sondern darüber hinaus ihre Opferfreudigkeit.

Vor längerer Zeit hat Stadt gegen Land gejpielt, dieses Spiel endete mit einem eindeutigen siege der Stadtmannschaft. Das damals erzielte Eraeb- nis ist irreführend, wenn man es als Grundlage für die tatsächliche Spielstärke der Landmannschaft werten wollte. Die Landmannschaft war damals gezwungen, mit stark ersatzgeschwächter Mannschaft anzutreten. Wie die jetzt angekündigte Mannschafts­aufstellung beweist, hat man aus der Niederlage die notwendige Lehre gezogen. Auf dem Papier ist die Landmannschaft sehr stark und geht nicht ohne Aussicht auf Erfolg in dieses Spiel. Beson­ders die Aufstellung des Sturmes weist darauf hin, daß die Landmannschaft von dem Grundgedanken beseelt ist, daß der Angriff zugleich die beste Der- teibigung barstellt. Bei bem Siegeswillen, ben man bei jedem Spieler der Landmannschast voraussetzen kann, wird die Stadtmannschaft auf einen schwer zu schlagenden Gegner stoßen. Die Stadtmannschaft ist in ihrer Aufstellung verändert, wenn man auch versucht hat, möglichst die Einheitlichkeit der Mann- schaftsteile zu wahren. Man erwartet von beiden Mannschaften, baß sie sich bewußt sinb, an diesem Tage einer höheren Sache zu dienen. Insgesamt dürfte von den Mannschaften ein guter Fußball ge- zeigt werden, und es liegt nun an den Zuschauern, dieses Wollen durch einen finanziellen Erfolg zu

(Klein-Linden)

Sittner

SchariachbergMeisterbranS

^^p^i^i-Q^d/der hält/was fein, Name yerfpriclit

Aus der Stadt Gießen.

Eine von vielen.

Jeden Tag geht Frau Margret ins Büro. Der )ienst beginnt erst gegen acht, aber vorher hat sie iod) ihren Haushalt in Ordnung zu bringen, wes- , olb sie früh aufstehen muß. Sie tut es mit selbst- ; «rstcindlicher Gelassenheit, als habe es nie eine < andere Dränung in ihrem Leben gegeben. Ehe sie ; ^och zu wirtschaften beginnt, liest sie noch einmal - en letzten Feldpostbrief ihres Mannes. Der Ge- : tanfc, vor der Arbeit des Tages noch für einige 1 Augenblicke stille Zwiesprache zu halten mit dem . cbenstameraden, hat immer etwas Beglückendes ir sie. Der Brief mag noch so oft gelesen sein, er galtet nicht und wandert erst dann in das Schub- ^ch zu den übrigen, wenn ein neuer eingetroffen t. Rach der Lektüre des Briefes aber geht Frau Margret emsig daran, den Kreis ihrer Pflichten I ruszufüllen.

Wenn in der Nachbarwohnung der Wecker rasselt ,nd Schmidts von nebenan sich allmählich erheben, ,at Frau Margret bereits gescheuert und gewischt. Iann geht es daran, das Essen vorzubereiten, und wischendurch muß Hannelore geweckt werden, vannelore ist zwölf Jahre alt und ein verständiges Mbchen, aber eine Frühaufsteherin ist sie nicht. Deshalb muß die Mutter wenigstens noch einmal M Schlafzimmmer erscheinen.Nun aber fix, es it höchste Zeit!" Tatsächlich geht es dann rasch, und Denig später sitzen Mutter und Tochter am Kaffee- iisch. Das Kaffeetrinken ist immer eine Erholungs- _ auje für Frau Margret, die sie gern auskostet. 5ie bespricht mit Hannelore die Dinge des Tages, , Lnb Hannelore, die sich schon sehr nützlich zu machen ersteht, hat bereits ein erstaunliches Verständnis iir die Fragen des Alltags. Wenn aber der Zeiger er Uhr entsprechend vorgerückt ist, gehen beide ein Ztück des Weges gemeinsam. Hannelore muß in ; je Schule, und für Frau Margret winkt das Büro.

Im Büro gilt es Lohnlisten auszufüllen, Rech- tungen aufzustellen und Buchungen vorzunehmen. Die Arbeit reißt nie ab, es gehören flink? Hände inb geistige Beweglichkeit dazu, sie zu bewältigen. Uber Frau Margret versteht ihre Sache, obwohl je vor dem Kriege nur ihre Hausarbeit kannte.

allen Dingen des Lebens gehören eben guter Dille und ein bißchen Energie, dann läßt sich schon manches schaffen. Mit diesem Grundsatz hat Frau Margret alle anfänglichen Schwierigkeiten beseitigt. =0 schafft sie Tag für Tag. Am späten Nachmittag ; nbet der Dienst. Zu Hause hat Hannelore unter­essen den Tisch gedeckt und ihre Aufgaben erledigt, llm Abend gibt es wieder allerlei zu tunfber Haus- alt kennt keine ruhenden Hände. Darm ist vielleicht

Tod) ein Brief zu schreiben oder eine Näharbeit u verrichten, und wenn Frau Margret das Bett rufsucht, dann hat sie ein gerüttelt Maß an nütz- icher Arbeit geleistet. Aber sie ist froh darüber, sie diese Leistung vollbringen kann, und doch ft sie nur eine von vielen, die heute ebenso ver- | nntroorhingsfreubig wie selbstverständlich den Platz nusfüllen, auf den sie durch die Zeitverhältnisse ge- ! teilt worden sind. H. W. Seh.

Die Deine M «Wont

VortragsreiheDer llebergewinn nach § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung".

noch einmal die gewaltigen kriegerischen Ereignisse in Polen, Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, auf dem Balkan und schließlich die jüngsten großen Kämpfe im Osten vorüber.

Dabei trat insbesondere der Kampf unserer Luft- wasfe um die Luftüberlegenheit und die völlige Luft­herrschaft gegenüber dem Feind al$ eine der wichtig­sten Voraussetzungen für den siegreichen Vormarsch unseres Heeres in den Vordergrund. Die Hörer konnten sich ein lebhaftes Bild machen von der überragenden Bedeutung, die dem Einsatz unserer Luftwaffe bei diesem Abschnitt ihrer Kämpfe zukam. Darüber hinaus erhielten sie aber auch klare Vor­stellungen über die große Rolle, die der Luftwaffe bei ihrem Eingreifen in den Erdkampf als Helferin der stürmenden Infanterie bei der direkten Nieder- kämpfung des Feindes am Boden bisher immer Vor­behalten war. Auch der Einsatz der Luftlandetrup- pen, die Kampfhandlungen der Stukas und die viel­seitigen Aufgaben der Luftaufklärungsverbände, der Luftnachrichtentruppe, der Bodenorganisation usw. in ihrer weitreichenden Bedeutung für das Gesamt­geschehen traten bei dieser umfassenden Uebersicht über den Kampfeinsatz unserer Luftwaffe klar vor das geistige Auge der Hörer. Die bis in den Tod getreue Kameradschaft der Kämpfer in der Luft und auf der Erde, die das Verhältnis zwischen Luftwaffe und Heer wie auch zur Kriegsmarine so wunderbar auszeichnet, kam im Rahmen der Schilderungen der bisherigen Kämpfe eindrucksvoll zum Ausdruck. Zum Schluß hatten die Hörer noch Geleaenheit, einiges über die Führung der Luftwaffe zu hören und deren vielfältige Aufgaben in großen Umrissen kennen­

soll selbst ein wenig mittun. Er kann praktisch aus­probieren, wie man einenElfmeter" tritt, wie tük- kisch es ist, beim Korbball und Basketball in den Korb" zu werfen. Bei den Schützen, die tn der Stadt ihren Scheibenstand aufbauen, wird mancher versuchen wollen, ob er nochins Schwarze trifft". Für einen Groschen in die Dollen" lautet die Pa­role der Kegler, die auf der Straße ihre Bahn bauen. Das mag ein kleiner Ausschnitt fein aus der Fülle der Veranstaltungen.

Zur Büchfensammlung treten alle Gießener NSRL.-Gemeinschaften an. Im Bereich der Orts­gruppe Mitte sammeln die Bezirksführung mit den bekannten Turnern und Sportlern, der Tv. 1846, der Ski-Klub und die Gießener Ruder-Gesellschaft! in der Ortsgruppe Ost der Männerturnverein, die Spielvereinigung 1900, der Gießener Schwimmver- ein, der Deutsche Alpen-Verein, der Oberhessische Gebirgsverein und die Gießener Radfahrer-Vereini­gung; in der Ortsgruppe Nord die Postsportge­meinschaft, der Schützenverein und die Schützenge­sellschaft, der Westerwaldverein, die Frauengemein­schaft für Körperkultur und der Gießener Tennis- Club; in der Ortsgruppe Süd der Gießener Ru- derclubHafsia", der DfB.-Reichsbahn, der Vogels­berger Hohen-Club und die Paddlergilde Gießen.

Als der Sportkreisführer zum Schluffe der Füh- rertftgung darauf hinwies, daß der deutsche Sport am nächsten Sonntag nicht nur sammelt, sondern daß dieser Tag gleichzeitig derDpfertag des deut­schen Sports" sei, wurde dieser Appell gleich in die Tat umgesetzt. Der von den Anwesenden gespen­dete Betrag, mit dem diese als die Führer ihrer Gemeinschaften die Sammlung eröffneten, ergab ein über Erwarten hohes Ergebnis.

Jiur am Samstag und Sonntag.

Die obige Vortragsreihe wird am 30.9. und 1.10. 1841, jeweils um 19.30 Uhr, in Gießen, Hotel hln- tenbutg, Seltersweg 68, durchgeführt. Die Teilneh­merkarte ist am Saaleingang vorzuzeigen.

Zulassung zu den Vorträgen nur nach vorheriger Anmeldung in der Dienststelle der DAF. und Ge- : ührenentrichtung. 3991D

Lichtspielhaus:Pedro soll hängen".

Es ist außerordentlich aufschlußreich, gerade an 'diesem Filmstreifen festzustellen, was der Film eigentlich vermag. Durch ein einziges Bild, in dem etwa ein Schnellboot im Einsatz gezeigt wird, ist sehr viel mehr ausaedrückt, als ein langer Wortbericht geben könnte. Allein die Tarnung des Schiffes, das sich von der Wasserfläche kaum ab­hebt, gibt einen Eindruck wieder, der sich für eine Sekuräe zum Kunstwerk formt und lange im Ge­dächtnis haftet.

Und wer Gelegenheit hatte, die Wochenschau, wie das z. B. in Venedig auf der Filmkunst schau der Fall war, einmal mit fremdsprachigem Text versehen zu erleben, der weiß, welche große Be­deutung auch der fein abgewogene und gut gespro­chene Begleittext für die bestmögliche Wirkung hat.

Die Wochenschauen werden, durch die immer stär­ker werdende Prägnanz des Schnittes und den un­vergleichlichen Zusammenklang zwischen Wort und Bild jeweils zu einem so geschlossenen Werk, daß wir glauben müssen, daß sich von hier aus ganz neue Erkenntnisse auf filmdramaturgischem Gebiet ergeben werden. H. H. G.

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 19 bis 22.15 UhrDie Zauberflöte". Gloria-Palast, Settersweg:Immer nur ... Du!' Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Pedro soll hängen".

Gieken-Wieseck.

Am morgigen 27. September wird Bäckermeister Karl P 0 st 70 Jahre alt. Herr Post, der seit 1. März 1898 in unserer Gemeinde eine Bäckerei betreibt, ist noch sehr rüstig und versieht die Bäckerei, da sein Sohn zum Heeresdienst einberufen ist. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch.

♦♦ D ie Deutsche Arbeitsfront teilt mit: Die Vortragsreihe mit Prof. Dr. Auler überDer Uebergewinn nach § 22 der Kriegswirtschaftsver­ordnung" findet in der kommenden Woche statt. Genaue Angaben über Termin und Ort der Durch­führung bitten wir in der heutigen Bekanntmachung der DAF. nachzulesen.

Gcheunenbrand durch spielende Kinder.

* L i ch, 26. Sept. Am gestrigen Donnerstugmittag brannte die in der Nähe unseres Stadtrandes un­weit der Landstraße von Gießen gelegene Feld­scheune des Bauers Hermqnn Zimmermann vollständig nieder. Mit der Scheune wurden auch die bisherige Ernte sowie einige Maschinen und landwirtschaftliche Geräte ein Opfer der Flammen. Die Ermittlungen über die Brandursache ergaben, daß mit Feuerzeug spielende Kinder das ver­heerende Schadenfeuer verursacht haben.

Dieser Vorfall sollte allen Ettern eine neue drin­gende Mahnung sein, ihren Kindern bas Spielen mit Streichhölzern ober anderen Zündgegenständen strengstens zu verbieten, besser noch mit größter Ge­wissenhaftigkeit darauf zu sehen, daß die Kinder der­artige gefährliche Sachen überhaupt nicht in die Hände bekommen. Auf diese Weise bewahren die Ettern sich selbst vor der Pflicht zum Schadenersatz, und der Volksgemeinschaft helfen sie kostbares Ernte­gut erhalten.

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Flieger Quade tn einem Vortrage über das ThemaLuftwaffe und Heer im bisherigen Kriegs­verlauf" zu hören. Der Vortragsabend hatte so viele Interessenten vereinigt, daß das Theater fast völlig ausverkauft war.

KdF.-Kreiswalter Schemel begrüßte im Na­men des am Erscheinen verhinderten Kreisleiters die große Hörergemeinde, insbesondere den Gene­ral der Flieger Quade, und verzeichnete mit Ge- nuytuung die Herstellung des persönlichen Kontaktes zwischen dem bisher nur im Rundfunk gehörten Dorttagenden und feinen interessierten Gießener Hörern.

Hierauf sprach General der Flieger Quade in außerordentlich fesselndem Dortrage über den Kampf feiner Kameraden der Luftwaffe an allen Fronten des Krieges und über die enge kamerad­schaftliche Verbundenheit von Luftwaffe und Heer in dem Ringen um Großdeutschlands Freiheit und Zukunft. Zu Beginn seines Vortrages machte er auf den gewaltigen Wandel der heutigen Kriegführung gegenüber dem Kriege von 1914/18 aufmerksam und stellte dabei in klarer Weise dar, daß die deutsche Wehrmacht in dem jetzigen Ringen überall neue Wege einschlug, insbesondere die Luftwaffe und die Panzertruppe die beiden großen Heber» raschungen für unsere Feinde waren und dem Kampfverlauf auf den Schlachtfeldern ein völlig neues Gesicht gaben. In packenden Darlegungen schilderte er sodann das Zusammenwirken von Luft­waffe und Heer im bisherigen Verlaufe des Krieges an allen Fronten, wobei er den mit größter Span­nung lauschenden Hörern die mit keinerlei früheren Begriffen vorstellbaren Bedingungen des Kampfes der Luftwaffe im Raum gegenüber dem Ringen des Heeres auf der Fläche des Landes klarzumachen verstand. Vor dem geistigen Auge der Hörer zogen nun an Hand der Schilderungen des Vortragenden

Das Deutsche Dolksbildungswerk der NS.-Ge- meinschaftKraft durch Freude" hatte am gestrigen Donnerstagabend im Theater der Universitätsstadt "" 1 * '^genossen aus unserer Stadt und

der Umgegend die Möglichkeit geboten, den aus dem Rundfunk als Kommentator bekannten General der

Daß die erste Reichsstraßensammlung des neuen Winterhilfswerkes ein weiterer Beweis der Bereit­schaft der inneren Front zum freiwilligen Opfer werden wird, wissen wir; daß der deutsche Sport, dem vom Führer der ehrenvolle Auftrag erteilt wurde, diese erste Schlacht eines Winterfeldzuges, den die Heimat führen wird, siegreich bestehen wird, unterliegt bei der den deutschen Turnern und Sport­lern eigenen Zähigkeit keinem Zweifel. Seit Wo­chen rüsten die einzelnen Gemeinschaften des NSRL. eifrig für diesen großen Auftrag. Die Vorbereitun­gen sind nunmehr zum vorlausigen Abschluß ge­kommen. Der Sportkreisführer Pg. Stein hatte seine Amtsträger und die Führer der Gießener Turn- und Sportvereine zu einer abschließenden Besprechung zusammengerufen, um die letzten Orga­nisationsfragen zu klären und die geplanten Son­deraktionen endgültig festzulegen.

Neben der eigentlichen Büchsensammlung wird der Sportbezirk Gießen ein umfangreiches sport­liches Programm abwickeln, um mit den dabei er­zielten Einnahmen das Sammelergebnis wesentlich zu erhöhen. Die Einzelheiten dieser Darbietungen haben wir gestern bereits berichtet. Die Sportler machen es diesmal ben Zuschauern besonders be­quem. Der Weg zum Sportplatz fällt weg. Die Straßen und Plätze unserer Stadt werden 3®et Tage lang Spiel- und Sportplatz sein. Alle Sport­arten, Fußball, Faustball und Handball, sind ver- treten. Besonders reichhaltig ist das Programm der Turner. Frauen- und Kinderturnen, Gymnastik, Spiel und Tanz, Reck-, Barren- und Bodenturnen geben in bunter Folge eine vielseitige Schau turne­rischer Leibeserziehung. Auch die Ruderer, die Ka­nuten, die Tennisspieler und Rollsportler fehlen nicht. Die Skiläufer können verständlicherweise akttv nicht in Erscheinung treten. Deshalb führen sie die Schönheuen ihres Sports im Film vor. -- , - , . - - _ .

Aber nicht nur kommen, sehen und spenden sol- Winterhilfswerkes 1941/42 wird am Samstag, 27., I len diesmal die Volksgenossen, sondern der Zuschauer und Sonntag, 28. September, durchgeführt. Es wird