Dienstag, 26. August Ml
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Opfer von Lohn und Gehalt
gegenüberstehen, aber da die eßbaren
ten zu pflücken, die er wirklich genau kennt.
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tsspiel.
rcn von Giften, einmal um ein Toxin aus der
Unter Der Gruppe „'L5er,cyreoenes tragt man ein.- |umöiuii« ; x » De.
Nähmaschine, Fotoapparat, Musikinstrumente, No» andere Exemplar iedoch an einer anderen Stelle De stn, Höhensonne ufw. Eine weitere Rubrik sieht die | paniert. _______________ ___
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das hauptsächlich aus und auch in anderen allem im Fliegenpilz dem es seinen Namen sehr viel gefährlicheren
gibt, so muß es i, nur diejenigen
eine entfernte Aehnlichkeit mit- und es keine allgemeinen Unter»
Unglücklicherweise hat einer unserer bekanntesten ur edelsten Pilze, der Champignon, einen Vetter,
häen, sich erst nach 10 oder 12, manchmal sogar er nach 18 oder gar 24 Stunden im Körper be- lus|einem| nrfbar machen, also zu einer Zeit, wo die
Im Kriege muß jeder Haushaltungsvorstand damit rechnen, daß er durch feindlichen Angriff aus der Luft an feinem häuslichen Besitz Schaden erleidet. Um solche Schäden nachweisen zu können, damit sie ihm von Staats wegen ersetzt werden, ist es nützlich, eine möglichst genaue Aufstellung der gesamten Wohnungseinrichtung, ^Iso Möbel, Ge- chirr, Wäsche, Schmuck und dergleichen in der Hand zu haben. Ein Formular, das jetzt mit behördlicher Genehmigung erschienen ist, trägt die Ueberschrift „Mein Hab und Gut". Bald wird es in allen Papiergeschäften zu haben sein. Durch seine genaue Unterteilung in alle nur denkbaren Positionen ist es ein wertvoller Helfer bei der Aufstellung des gesamten beweglichen und unbeweglichen Besitzes, den man in der Wohnung hat. Man läuft so keine Gefahr, etwas von den vielen Dingen, die man im Hause hat, bei der „Inventur" zu vergessen. Mit
einem Beispiel sei dies gezeigt:
Der Besitznachweis für ein Schlafzimmer sieht die Kennzeichnung des Stiles, der Holzart und der Ausführung vor, außerdem ruft er die Frage auf, wann es angeschafft wurde und was es kostete.
Unter der Gruppe „Verschiedenes" trägt man ein:
verdunkelungszett
26. August von 20.25 bis 6.18 Uhr.
Zu den verschiedenen Sammlungen kommt auch in diesem Jahr wieder das Opfer von Lohn und Gehalt und sonstigem Einkommen. Für diese Spenden bildet die Lohnsteuer — ohne Knegszu- schlag — die Grundlage, von der 10 v. Sy, bei Lohnsteuerfreiheit jedoch mindestens 0,25 RM. in Abzug gebracht werden.
Gewerbetreibende, Inhaber von offenen Han- delsgesellschaften und Kommanditgesellschaften, Angehörige der freien Berufe und sonstige Einkorn- menbezieher, die zur -Einkommensteuer veranlagt werden, erhalten genau wie die Betriebsführungen in diesen Tagen die Richtlinien des Beauftragten für das KWHW 1941/42, nach denen die Fest- jetzung der Spenden vorzunehmen ist.
Wer seine Zähne immer richtig pflegt, erhält sie gesund und dadurch schön.
ine schillern? 0 bis RM. 3t
T ippe des Muskarins, tgen und Darm wirkt 0 tpilzen vorkommt, vor f/nanita muscaria), nach hc. dann aber um einen
ra fand sie unter der kleinen Geldschein, — still und ohne Er-
„Mein Hab und Gut."
Vollständiger Sesitznachtveis bei Fliegerschäden.
Bayerns Bauerndichter.
Ludwig Thoma zum 20. Todestag am 26. August.
Unsere Zeit, die von der Wiederkehr jener Dichtung spricht, die in heimatlicher Landschaft, im deut- chen Bauerntum wurzelt, wird eines Mannes gedenken müssen, dessen Schaffen — wenn er auch vor zwanzig Jahren von uns ging — heute wie ehedem lebendig blieb und auch fürderhin wirksam bleiben wird als das Lebenswerk des deutschen Bauerndichters Ludwig Thoma.
o Thomas Ahnen waren Bauern, fein Vater war Förster: tm väterlichen Forsthaus wuchs er auf und gewann hier die leidenschaftliche Natur- und Heimatliebe, die sein Werden und Wirken bestimmte. Seine Gymnasiastenzeit verbrachte er in München bei Verwandten, Typen bayerischen Bürgertums: Die Ferien verlebte er bei der Mutter auf dem Lande am Chiemsee, wo diese nach dem frühen Tode des Vaters ein Gasthaus gepachtet hatte. Hier fand er besondere Gelegenheit, das Volk in gelösten, und daher um so aufschlußreicheren Augenblicken zu beobachten, ebenso in mehreren kleineren Land- städten, wo er als Referendar tätig war. Immer stärker spürte er den Unterschied zwischen dem Volk und denen, die es regierten. „Hier lebt ein tüchtiges Volk", schrieb er einem hochgestellten Freunde, „das sich Rasse und Eigenart fast unberührt erhalten hat, und ich lernte verstehen, wie sein ganzes Denken und Handeln, wie alle seine Vorzüge begründet liegen in der Liebe zur Arheit und in ihrer Wert- s-hätzung. Arbeit gibt ihrem Leben ausschließlich Wert- schätzung, weiht ihre Sitten und Gebräuche, bestimmt einzig ihre Anschauungen über Menschen und Dinge. Es liegt eine so tiefe, verständige, gesunde Sittlichkeit in dieser Lebensführung eines ganzen
Eintragung von Kunstgegenständen und sonstigem Wertbesitz (Schmuck, Antiquitäten) vor Das Formular fragt auch nach Tafelgeschirr, Kristall, Bestecken, nach Tisch- und Bettwäsche, nach Kleidungsstücken, vom Schuh angefangen bis zum Zylinder-
>is in terniann, j.
Fragen d 1 40 oeti gen, wie d
........... ™|tni dem er trotz bedeutender Unterschiede oft ver- , unser y wchselt wird, den Knollenblätterschwamm. Min- Fr.W.™jbecns dreiviertel der jährlich bei uns vorkommen-
» ersten Rosenblüte stieß Julia beim Aufräumen hi* eine kleine blaue Glasvase, die sie seit langem Bu benutzte, getrocknete Blumen darin aufzube- ta>ren. Entweder waren es die blaßvioletten Blu- Im des Bondestabs, die sie auf den Halligen ge> Rckt hatte, oder Strohblumen und Lavendel aus M Garten ober ein Strauß aus der Heide, Den
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rtCHIj Kleine blaue Vase.
„schiecht^l | Von Hilde Fürstenberg.
enzto™8*1 ätn einem sommerlichen Vormittag um £e,J8ett , dannko^'.; .■ jein, wie klialten V] e Leiden-« isfübruml rrAuny® ucb
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nD », J dr tödlichen Pilzvergiftungen gehen auf diesen ge- x , y:: i ifär(id)en Schwamm zurück. Das hat seinen Grund (SH ennal in seiner Aehnlichkeit mit dem Cham- ' 2,901 pj non, bann aber auch in bem hohen Prozentsatz
un ber Art feiner Giftstoffe, die bie Eigenschaft
auf Nähmittel B für gültig erklärt worden Vom 1. September 1941 ab können sonach sämtliche -öe« zugsrechte nach den auf jeder Zusatzkleiderkarte auf- gedruckten Bestimmungen beliefert werden.
Die zweite Zusatzkleiderkarte für Jugendliche güt nur in Verbindung mit der zugehörigen zweiten Reichskleiderkarte: ihre Gültigkeitsdauer ist — m gleicher Weise wie die der zweiten Reichskleider- karte —bis zum 31. August 1942 verlängert worden.
Welche Heilkräuter des August brauchen wir in größten Mengen?
Eine gute Pilzkarte macht es dem Sammler mög- lich, sich über jeden Pilz zu vergewissern, so daß Verwechslungen eigentlich ausgeschlossen fein mutzten Doch kommen Erkrankungen auch häufig oa- dukch vor, daß an sich gute und eßbare Pilze zu lange aufbewahrt und in verdorbenem Zustand genossen werden. Kaum ein anderes Nahrungsmittel ist so rasch der Fäulnis ausgesetzt wie die Pilze Wer daher Pilze sammelt, pflücke nur die jungen und noch festen Exemplare, trage sie m einem lustigen Korb nach Hause, putze sie dort sofort und koche unh verzehre sie möglichst frisch. K-
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Stukas". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heute abend bei nur .
Zweite Zusatzkleiderkarte für Jugendliche.
Von der tm März d. I. ausgegebenen zweiten Zusatzkleiderkarte für Jugendliche ist bisher nur die Hälfte aller Bezugsrechte gültig. Mit Wirkung vom 1 September 1941 sind nunmehr auch die Bezugs- abschnitte 26—50 der Knabenkarte und die Bezugs- abschnitte 21—40 der Mädchenkarte, ferner (bei bet» den Karten) der Bezugsnachweis für 1 Paar Strümpfe ober Socken II fowie bas Bezugsrecht^
Am 1. September beginnt bas Kriegswinterhilfswerk 1941/42, zu einer Zeit, in ber uns bie Meldungen über große militärifche Erfolge im Osten erreichen. Ganz Europa erhebt sich gemeinsam mit bem beutschen Volk zum Kampf gegen ben Bolschewismus, unb gerade der deutsche Mensch empfindet bei den Nachrichten über die bestialische Kriegführung des Gegners größte Dankbarkeit für den raschen Entschluß des Führers, Rußland anzugreifen, ehe es feine Horden gegen das Herz Europas vorzufchicken vermochte. Das Opfer, das wir im Winterhilfswerk zu geben bereit sind, kann immer nur gering fein neben den gewaltigen Lei- tstungen und Taten nuferer Wehrmacht, in der jeder einzelne bereit ist, die größten Strapazen zu ertragen und, wenn es fein muß, fein Leben in die Schranken zu werfen.
Der Gaufachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung, RsH., Gau Heffen-Naffau und Kurhessen teilt mit:
Lindenblätter (Tilia cordata).
Huflattichblätter (Tussilago farfara). Grüne Blatter ohne Stiele. ror...
Fingerhutblätter (Digitalis purpurea). Die Blatter der blühenden Pflanze. Vorsicht! Giftig!
Schachtelhalmkraut (Equisetum arvense). Die oberirdischen grünen Teile, kein Wald- oder touinpf« schachtelhalm. , . . . m „
Spitzwegerichblätter (Plantago lanceolata). Nur grüne Blätter.
Birkenblätter (Folia Betulae).
Sttcfmütterchenkraut (Viola tncolor). Blau- unö gelbblühendes Feldstiefmütterchenkraut, getrennt ab- ^^Haustee-Kräuter: Brombeer-, Himbeer-, Erdbeerblätter. , v
Alle Mitarbeiter der RfH. werden gebeten, Der Sammlung dieser Arten in größtmöglichen Mengen noch ihren Einsatz zu widmen.
Frohe Stunden für unsere Verwundeten.
In den letzten Tagen erfreute Kreisleiter Ba ck- f) au 5 bie Verwundeten in unseren Gießener Laza- retten wiederum mit seinem Besuch. Er unterhielt sich mit allen verwundeten Kameraden und überreichte ihnen als Andenken das „Kleine Buch von der Lahn", während die betreuenden Frauen un Lazarett, NSD.-Organisationsleiter Hortig und der Lazarettbetreuer der NSKOV. den Verwundeten Zigaretten, Briefpapier, Rasierklingen, Ansichtskarten usw. überreichten, die dankbar angenommen wurden. Ferner besuchte Kreisleiter Backhaus ein Genesungsheim für verwundete Soldaten im Kreise Wetterau und ließ hier von den Beauftragten der NSV. und der NSKOV. ebenfalls Liebes- gaben verteilen. — Studienrat Dr. Quentin aus Dillenburg erfreute im Auftrage des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main die Verwundeten mit einem Vortrag über den schönen Westerwald bei gleichzeitiger Vorführung zahlreicher, meist farbiger Lichtbilder. Die Zuhörer bekundeten lebhaftes Interesse an der ihnen meist unbekannten Landschaft und dankten dem Vortragenden für seine interessanten Darlegungen mit herzlichem Beifall. — Im Auftrage ber NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" brachte Frau Gerda Bachfeld vor den Verwundeten eines Lazaretts ernste Dichtungen und Balladen zum Vortrag. Unter dem Motto „Deutschland Du!" hörte man ostmärkische Bauerngedichte und Arbeitergedichte von Oppenberg, ferner Geschichten von Karl Heinrich Waggerl. — Die Orts
zahlreichen Standes, in dieser Auffassung von Recht und Unrecht, von Pflicht und Ehre, daß mir daneben die höhere Moral der Gebildeten recht verwaschen vorkam." Als er wegen seiner „neuen Ansichten" immer wieder den Kollegen zusammenstieß, schied er aus dem Staatsdienst aus, lieh sich in Dachau nieder als Rechtsanwalt und sah nun noch tiefer hinein in die Nöte und Sorgen des Volkes. So kam er dazu, in Erzählungen dieses Leben festzuhalten: was er chrieb, wurde fast von selbst zur bald schärferen, ;ald milderen Gesellschaftskritik, die in fast allen einen Arbeiten zutage tritt.
Der ersten Schrift „A g r i c o l a" ließ Thoma die Bauernromane „Andreas V ö st" und „D e r Wittiber" folgen, die leider vor seinen sehr volkstümlich gewordenen „Lausbubengeschich- t e n" und „Kleinstadtges chichten" ein wenig in den Schatten gedrängt worden sind. In den * „B r iefe n eines bayerischen Landtags- abgeorbneten" hat er Mißstänbe des damaligen Parlamentarismus gegeißelt: aber selbst hier geschieht dies nicht zynisch, sondern mit jenem „stillen Humor", der heilend wirkt". Thomas sämtliche Bauerngeschichten liegen in dem Bande „Meine Bauern" vor. Es sind tatsächlich „seine" Bauern, die er bei ber Arbeit unb bei ihren Festen fchilbert als natürliche Menschen, bie das Herz auf dem rechten Fleck haben. Wenn er auch nur bayerische Bauern zeigt, so sind die Geschichten dennoch bei- spielhaft für das starke deutsche Bauerntum. Später hat Thoma auf eigenem Hof zwischen seinen Bauern gehaust unb in seinen Erinnerungen geschrieben: „Wenn ich bei ihnen bin, bann ist um mich Heimat!"
Erwähnt seien noch bie Spiele in Thomas Schaffen. Sie werben am besten bargestellt von ber Thoma-Bühne ober von ähnlichen Bauerntheatern unb finb bann hervorragenbe Laienspiele. Sie können jeboch auch von großen Bühnen gebracht werben, weil bie Spieltexte für ben Berufsschauspieler bie Anweisupg zur Verwanblung enthalten. In biefem Sinne dürften die Schauspiele Thomas, man denke an die „Lokalbahn", die „Moral", die „Brautschau" ober an „Magbalena", wichtige Merksteine sein am bem Wege, ber von Hans Sachs ausgeht unb zu einem neuen deutschen Dolksschau«. spiel führt.
In Ludwig Thoma ist einer ber bebeutenbften Dichter unserer Zeit von uns gegangen, ber hinter Scherz unb Satire nur bie Scham eines gläubigen unb unsagbar gütigen Menschen mit einem weichen unb weiten Herzen verbarg, ber sein Land unb sein Volk liebte mit jener Ehrfurcht vor allem Lebenbigen die nur wirklichen Gestaltern eigen ist.
Hans Sturm,
fragte der Vater. „
Ich behalte ja noch Zeit genug zum Ausruhen , antwortete er, „ich möchte eine Sommerreise ver- ^Von da an fand Julia von Zeit zu Zeit einen Geldschein unter ihrer Vase. Nie gluckte es ihr, dem Bruder einen Dank zu sagen, er wich ihr immer aus auch wurde kein Wort von dieser Sache zu Vater ober Mutter gesprochen. Erst am letzten Fe- rientagc sagte der Bruder nach dem Abendessen zum Vater: „Nun bitte ich dich, daß du Julia die Erlaubnis zu dieser Reise gibst, die sie sich Jo sehr wünscht. Das Geld hat sie nun beisammen.
„Das Geld — hat — sie beisammen?" fragte der
CrGinUgro6mütiger Gönner spendete ihr dies um ihres lieben, schwesterlichen Herzens willen , lachte der Bruder, und als der Vater noch immer nicht recht wußte, was dies zu bedeuten hatte, fuhr er fort: „Sieh ihn beschämt errötend vor dir sitzen.
Der Vater lächelte ein menia und räusperte sich, dann sah er mit glücklichen Augen zuerst Die Geschwister uni) bann die Mutter an.
Unb Julia fuhr ans Meer. Vierzehn gleißende Sommertage lang ging sie mit nackten Fußen aus dem weißen schimmernden Sanb ober auf dem kurzen weichen Gras des Vorlandes spazieren, an der fjanö der Freundin, — das junge Herz voll Erwartung und Entzücken dem Leben Angewandt. Als sie heimkam in die Heide, hatte sie den Gefährten fürs ^Jusia kstand mit der Vase in den Händen, als die Türe aufging und ihr Mann ms Zimmer trat.
ein sicheres Unterscheidungsmerkmal, der beim Champignon angenehm unb würzig, beim Knollen- blätterschwamm widerlich scharf ist.
Unser zweithäufigster Giftpilz, der Fliegenpilz, ist durch seine auffallende Färbung so bekannt, daß er mit keinem anderen verwechselt werden kann und Vergiftungen durch ihn höchst selten sind. Es ist aber Tatsache, daß Zigeuner und andere primitive Völker den Fliegenpilz nach Abziehen ber Haut kochen und essen, ohne davon Schaden zu nehmen. Allerdings üben sie wohl die Vorsicht, bas Kochwasser wegzugießen. Es soll keinem beutschen Volksgenossen geraten werden, den Versuch nachzumachen! Wohl aber kennen wir einen anderen Pilz, ber in rohem Zustand giftig ist, dem aber durch das Abkochen die Giftstoffe entzogen werden. Das ist die bekannte Speiselorchel, einer der frühesten Pilze des Jahres und einer der schmackhaftesten. Das Kochwasser ist auch hier sofort wegzugießen. Zu meiden sind ferner noch der Kartvffelbovist, em knollenförmiger Pilz mit lederfarbiger, mit kleinen Warzen besetzter Haut, der Giftreizker, leicht zu erkennen an seiner rötlichen Oberseite, der Satanspilz, der von oben dem Steinpilz ein wenig ähnelt, aber an seiner roten Unterseite und bem rötlich angel aufenen Stiel leicht von ihm zu unterscheiden ist. Auch ber Gallenpilz sieht dem Steinpilz ziemlich ähnlich, ist aber nicht giftig, sondern nur durch seinen bitteren Geschmack ungenießbar.
„Möchtest du es denn so schrecklich gern?" fragte der Bruder. Sie nickte, und ihre Tränen liefen
Diese genaue Besitzunterteilung macht es ber Fest- stellungsbehörbe möglich, einen genauen UeberbUck über bie in einer Wohnungseinrichtung steckenden Vermögenswerte zu erhalten und hilft oermeiDcn, daß ein Geschädigter unterbeurteilt wird.
Zu einem vollständigen Besitznachwels gehören aber auch Rechnungen und Quittungen über bie ge- kauften Gegenstände. Man tut ferner gut daran, den Wert kostbarer Einrichtungsgegenstände durch die Vorlage von Fotos ersichtlich zu machen.
Das Nachweisformular über den häuslichen Besitz ist von zwei Zeugen zu unterschreiben, bie sich auf dem gleichen Formular schriftlich bereit erklären, bei der Feststellung eines eingetretenen Schadens- falles eine eidesstattliche Versicherung abzugeben. Die Pesitzaufstellung fertigt man am heften in Zwei Ausfertigungen an, wobei man eine stets tm schutzkoffer bei seinen Wertpapieren mitfuhrt das
I ...s*.. iohnrfc nn oitipr anderen Stelle De»
immerzu.
Am nächsten Ta> blauen Vase einen Geldschein, — fttll und oyne ^r- fläruna lag er da, und die blauen und weihen Frühlingsblumen neigten ihre Köpfe freudig zu ihm herab. Julia stand und sann darüber nach, was dies wohl zu bedeuten habe, und es wurde ihr nicht eher klar als bis hernach über ben Mittagstifch hinüber der Bruder ihr strahlend in die Augen lächelte und verstohlen den Finger auf den Mund legte Sie wurde rot und schüttelte den Kopf, aber er lächelte immerzu. Als sie ihn nachher suchte, war er nirgends zu finden, — am Abend erzählte er im Kreise der Eltern und Geschwister daß er m diesen Semesterferien den beiden Gutssohnen Nachhilfe- stunden geben und daß er den Küster an den Dann- tagen auf ber Orgel vertreten wolle.
Warum willst bu bich nicht lieber ausruhen?"
«Nichts weiter", h-tt- sie geantwortet, „als daß h mit Johanna eine Sommerreise ans $ tun wollte, aber ber Vater hat es nicht erlaubt, er i(t, es sei zu teuer." nu.
2er Bruder schwieg eine Weile. „Weißt du, Ju^ sagte er dann, ,chu mußt verstand gs • cr
'm Dorfschullehrer sechs Kinder hat, bann kann men nicht jeden Wunsch erfüllen. Johanna :a ein Gut und ist ein reicher Mann.
Sie nickte und bemühte sich, ^^fer zu stm, !t< Tränen wollten sich nicht duruckha ten lasst I»", sagte sie, „ich sehe das ein, und der Somnier t ja auch hier schön. Aber ich bin nun s . fll5 ktgre alt unb bin noch nie weistr fort gew i
v. zur Kreisstadt."
euuiiui |u tun«, «»u
thoufj erneuert werden mußte, bie Strohblumen ’jbiren verblichen und voll Staub.
tls Julia so in Gedanken die alten Blumen zur eie legte und mit dem Staubtuch die Dase ret- hte, erinnerte sie sich plötzlich, wann und woher
! die kleine Glasvase bekommen hatte. Der Brw . n hatte sie ihr in ihren Madchentagen, da er als . «tbent von Hause fort war, mitgebrgcht, als er pen Semesterferien heim kam. Julia betrachstte :e Vase, unb während sie stand und sann, taten sich ie Tage ihrer Äugend vor ihr auf.
!5on dem entlegenen kleinen Bahnhof her kam wn auf einem breiten Sandweg durch -^eiöc “ r ppelfiefem zu dem langgestreckten, strohgedeckten Las, von dem die Hälfte Schule, die ander Halfst iSdhnhaus war - wenig nur vom 3™ne Des togattens entfernt führte eine "
br Heidebach. Julia erinnerte M
da sie mit dem Bruder an diesem H^oebach ang gegangen war und bie erften JB^^afe hptj unb Gänseblümchen für bie Heine blaue ctlndit hatte — sie war ein wenig still unD traun« | srwesen, und er hatte sie nach ihrem Kummer g '
6? ff aus ber Gruppe der Hämolysine, die daher ihn Namen haben, daß sie die roten Blutkörper- d)s auflösen. Die Erkrankungserscheinungen be° einen hier gewöhnlich mit plötzlich auftretenden Grchdurchfällen, bann stellen sich Gliederkrämpfe ' im) Gehirnkrämpfe ein, endlich führen Lähmungen Sfif wi qualvollem Leiden zum Tod
■*** 'm Gegensatz zu anderen Giftpilzen verlieren ober Wmiindern die Knollenblätterschwämme ihr Gift auch
II ti/uticii viji die'Mutstr^von daheick geschickt hatte. Jetzt war r- weder einmal so weit, daß dieser kleine, trockene
Ur. 202 Zweiter Blatt
Ms Aus der Giadi Gießen Le'hj I Giftpilze und Pilzvergiftungen.
ai. Ivar maajen, ui|u zu einer ovu, U1V roorten, ent (tz tstosse schon längst in die Blutbahn eingedrun- du|aniB< sind und ärztliche Hilfe zu spät kommt. Es
ge ngt daher nur sehr selten, eine nach dem Genuß babei b;,: 1 jty. Knollenblätterschwamm erkrankte Person noch 'Fliegemh' »u retten. Dabei handelt es sich hier um zwei N", bie F •
sind gefonbcl Aus ben J
riöt durch Abkochen ober Trocknen, und ein einziger Mz, ja sogar ein Stück davon kann schwere Ver- L ültSatli jungen unb ben Tod herbeiführen. Durch einen
1 einigen Irrtum kann also ein ganzes köstliches ©e» ist, 19.30Champignons dem Menschen zum Verderben
? Mden. Man muß daher allen Sammlern dringend <n»fehlen, sich das Aussehen des Knollenblätter- I f U Dammes genau einzuprägen, wo dies nicht in 11.1] Mi Natur möglich ist, so doch auf einer guten Pilz- Sire. Seine Merkmale sind ganz unverkennbar, in miTefal im; bem wirklichen Kenner erscheint die so häufig : Klein ' ^kommende Verwechslung mit dem Champignon rm egreiflich. Vor allem sind bie Lamellen des - Der Slngür Hvlienblätterschwammes immer ganz weiß, die des ie Orcbeiler Gbtmpignon» rofa, später braun, im Alter schwarz.
2k- Champignon hat einen festen weißen Hut, Dcirenb der gelbliche ober grünliche Hut des Knol- lrrilätterfchwammes sich schwammig und klebrig "iwbßt. Auch ist sein Stiel viel dünner als der des Cl mpignons und steckt ganz unten in ber charak- tintifdien dicklichen Knolle. Endlich ist ber Geruch
stellen bi(|t. K ■ DerfchiM it Humor xM
—
lange. SteExtsÄ' worUich für1 ton: Dr.
Gießen,
„Warum weinst du denn, Julia?" fragte er über- ^Sie hob das Gesicht ein wenig und sah ihn an, ein Lächeln erschien unter ihren Tränen. „Diest Base", sagte sie, ,chabe ich einmal von Friedrich geschenkt bekommen, es war in dem Jahr, da mir beide uns kennenlernten."
„Unb darum weinst du?"
Sie schüttelte sachte den Kopf. „Finde-st du es nicht auch sonderbar, daß ich sie heute gerade ftn- ben muß? Denn morgen ist ein Jahr vergangen, eit er in Frankreich gefallen ift."
„Dann solltest du Rosen m diese Vase stellen, Julia."
। Denn man den Fällen von Pilzvergiftungen nahgeht. so stellt man fast immer heraus, daß bice Pilze von Liebhabern selbst gesammelt und । ijuiereitet worden sind. Zum Verkauf ober auf die Icel von Gaststätten und Hotels gelangen giftige PiZe fast nie, da die gewerbsmäßigen Sammler 1 inner gute Pilzkenner sind. Auch das Landvolk in Den Gegenden, wo viele Pilze gegessen werden, pfigt seine Pilze genau au kennen. Weniger gilt bie- von den Sommerfrischlern, die einen Nach- Snutag halb zum Zeitvertreib, halb der guten Beute ötjen „in die Pilze gehen". Zwar gibt es in un»
il)riln ' <■ (er n Wäldern viele Dutzende von eßbaren und Liu-s.^^Mslt''iackhaften Pilzen, denen nur vier bis fünf gif» Äk-I ttz Sorten g.g. " .........
ur s""gen oft f«*N, ili'eir,nher f’abcn . ■■■■■
ö« Dit» hinein 'Kg Ästchen 5«® er :f«fübungsmertmale zwischen ihnen ।
'Her goryW-obfrfte Pflicht jeden Sammlers sein, öHqueBe i»l ' 11"
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