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in Unterhaus und Presse die Stimmen heftiger Kritik an den Maßnahmen der Regierung, und wenn auch Churchill als alter parlamentarischer Routinier wendig genug ist, als Schuldige an den so eklatanten Mißerfol-gen dieser ganz seinem wie einst im Weltkrieg unruhig umherdilettierenden Geist entsprungenen Politik andere in den Vorder­grund zu schieben, so hat er für die immer dring­licheren nervösen Forderungen nach Aufklärung nur die Entgegnung, daß es oazu noch nicht an der Zeit sei. Aber man scheint sich mit dieser dreisten Taktik des Schweigens nicht zufrieden geben zu wollen. Man nennt Eden, den Außen« und frühe­ren Kriegsminister, General W a v e U, den Ober­kommandierenden der britischen Airika-Truppen und des Expeditionskorps in Griechenland und General Dill, den Chef des Reichsgeneralstabs als die Schuldigen des Unglücks auf dem Balkan und in der Cyrenaika, das man in seinem Zusammenhang sehr wohl erkannt hat. Das ewigeZu spät", das über allen Feldzügen in diesem Kriege von Polen und Norwegen bis Griechenland steht, ist die schärfste Anklage eines Systems, das sowohl in der Politik wie in der Kriegführung mit überholten und daher untauglichen Methoden die Initiative an sich zu reißen sucht, aber dabei stets erleben muh, daß ihm die Waffen, die es wo auch immer am Rande des europäischen Kontinents gegen Deutschland aufbietet, von einem auf alles gefaßten und prompt reagierenden Gegner aus der Hand geschlagen werden. Griechenland war Britanniens letzter Festlandsdegen. Nun steht es allein dem europäischen Kontinent gegenüber; die letzte Hoff­nung ist Amerika. Aber das Echo, das die letzten Ereignisse auf dem Balkan in den Bereinigten Staaten gefunden haben, schallt den britischen Kriegs­machern nicht sehr freundlich in den Ohren. Denn der völlige Mißerfolg der britischen Politik und Kriegführung auf dem Balkan gibt denen recht, die Englands Sache für verloren halten und vor einem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg für sie das gleiche Unheil erwarten, das bisher alle Ver­bündeten Englands ereilt hat. Dabei hört man auch die Stimmen von Leuten, die sehr wohl erkannt haben, daß es die ebenso unverbindliche wie un­verantwortliche Einmischungspolitik Roosevelts war, die die wesentlichste Ursache für die Katastrophe all der kleinen europäischen Völker gewesen ist, deren Machthaber sich von den amtlichen Botschaftern Washingtons wie von den persönlichen Vertrauens­leuten des amerikanischen Präsidenten aufhetzen und gum Widerstand ermutigen ließen, tm Vertrauen <iuf die Hilfe der allmächtigen Vereinigten Staaten den angelsächsischen Rattenfängern nach der Pfeife tanzten.

Das ist natürlich keine Entschuldigung für die Kurzsichtigkeit und Arroganz all dieser Herren in Warschau und Oslo, in Amsterdam, Brüssel und Paris, in Belgrad und Athen. Sie hätten sich samt ihren Generalstabschefs bei nüchternem Abwägen aller Möglichkeiten sagen müssen, daß England nur schwer, aber schon garnicht die Vereinigten Staa- ten überhaupt in der Lage waren, ihnen recht­zeitig Hilfe zu leisten, wenn ihre herausfordernde Politik es auf einen Zusammenstoß mit dem deut­schen Nachbarn ankommen ließ. Und die Schuld dieser Herrschaften wächst, je mehr sie mit der Dauer des Krieges Gelegenheit hatten, ihre Er­fahrungen zu machen und nachdenkliche Betrach­tungen darüber anzustellen, welches Schicksal alle die Staaten erwartete, die sich auf angelsächsische Hilfe verliehen. Aber jeder dieser politischen Hasar- deure und militärischen Ignoranten meinte, für seine Person es schlauer anzustellen als seine un­geschickten Vorläufer. Vertrauten die Polen noch m kindischem Größenwahn auf die Ueoerlegenheit ihrer Reiterdivisionen im Kampf gegen die im pol­nischen Sand stecken bleibenden deutschen Panzer und allenfalls noch auf eine französisch-englische Entlastungsoffensive im Westen, die Norweger auf die Nähe der unüberwindlichen Grand fleet Bri­tanniens, Holländer und Belgier auf den großen Kriegsapparat, den die Weftmachte an ihren Gren- gen zum Vorstoß ins Ruhrrevier bereitgestellt hat­ten, so verließen sich Serben und Griechen schon mehr auf die Unzugänglichkeit ihrer Länder für die modernen Waffen in der Hoffnung, so lange Widerstand leisten zu können, bis die Hilfe Eng­lands oder gar die der ^Bereinigten Staaten sie entlasten werde. Aber Serbien bekam keine Ge­legenheit, auch nur einen englischen Soldaten auf feinem Kriegsschauplatz begrüßen zu können und von Roosevelt gingen in Belgrad ein paar tausend Dollar für das serbische Rote Kreuz ein, eine etwas magere Geste der Solidarität im Vergleich zu den großsprecherischen Phrasen, mit denen Herr Dono­van, Roosevelts Balkanreisender, die serbischen Ver­schwörer um Simowitsch zu ihrem Staatsstreich aufputschte und Präsident Roosevelt in höchsteigener Person sie zum Zerreißen des Paktes mit den Dreier-Mächten ermunterte. Die Griechen freilich durften ihren britischen Verbündeten ihr Land als Aufmarschgebiet zur Verfügung stellen und selbst die'Deckung des Aufmarsches übernehmen. Sobald allerdings die Sache sich anders zu entwickeln drohte, als es sich die Herren Eden, Wavell und Dill ge­dacht hatten, räumten die Verbündeten nach gut britischem Brauch schleunigst das Feld, nahmen König und Regierung, die ihren Lockungen allzu willfährig ins Garn gegangen waren, mit auf die Schiffe und überließen es der griechischen Armee und dem griechischen Volk, mit dem Unglück fertig Zu werden, das ein grundsätzlich treuloser Verbün­deter und eine ebenso leichtgläubige wie gewissen­lose Regierung über das Land heraufbeschworen hat trotz aller ähnlichen bitteren Erfahrungen im Weltkrieg und trotz der noch nicht geheilten Wun­den aus dem kleinasiatischen Abenteuer, in das gleichfalls England die Griechen hineingehetzt hat, um sie nachher ebenso skrupellos im Stich zu lassen. Der Jubel, mit dem die griechische Bevölkerung in Saloniki die deutschen Truppen nach ihrem überraschend schnellen Stoß durch die Metaxas- Linie begrüßt hat, und die Freude, die vor wenigen Tagen die Bevölkerung der Stadt Lamia in Thessalien über den Einzug deutscher Truppen bezeigte, sind Beweise für den gesunden Sinn des griechischen Volkes, das anscheinend zu erkennen be­ginnt, wie England stets der böse Geist in der griechischen Geschichte gewesen ist und nun seiner Perfidie die Krone aufgesetzt hat.

Mit Griechenland hat Großbritannien seinen letz­ten Kriegsschauplatz auf dem europäischen Kontinent verloren. Das britische Volk ist wiederum um eine Illusion ärmer geworden und um so sehnsüchtiger wenden sich seine Blicke über den Atlantik in bangem Zittern, ob es gelingen wird, diese Lebenslinie so lange offen zu halten, bis die Hilfe der Vereinigten Staaten wirksam zu werden verspricht. Die Völker des europäischen Kontinents, durch das deutsche Schwert von unerträglicher britischer Bevormundung für alle Zeiten befreit und unter deutscher Führung vor die Aufgabe gestellt, ihr Verhältnis zueinander und zur Welt neu zu ordnen in harmonischem Aus­gleich ihrer natürlichen Lebensrechte und Fähig-

DeutscheMarineartillerie übernimmt den Schuh der griechischen Küste.

Bon Kriegsberichter Helmut Schreck

DNB. ..., 25. Avril. (PK.) Die lange Reihe der Wagenkolonne zieht unermüdlich südwärts durch die weiten, saftigen Ebenen Nordgriechenlands Eine mühsame und beschwerliche Fahrt liegt hinter uns, über Paßstraßen, durch tiefe Täler, durch Dörfer, die fernab vom großen Geschehen des Krieges liegen, durch Städre, Deren Namen wie Visionen aus einem klassischen Zeitalter vor unse­rem geistigen Auge erstehen. Es ist nicht viel, was der unerbittliche Gang des Schicksals übrig ließ. Wie Grabsteine einer großen Zeit gleiten die ver­fallenen Mauern von Burgen, Bergfesten und Tempeln vorüber und offenbaren uns die Größe und auch die Tragik eines Volkes, das wiederum auf dem Wege war, all das, was noch vorhanden war, für Englands Interessen zu verzetteln. Die endlosen Kolonnen deutscher Soldaten, die nun durch dieses Land ziehen, garantieren mit ihrem Leben neben dem Bestand unseres Reiches auch den Griechenlands.

Noch geht der Kampf weiter. Unsere Wehrmacht ist unaufhaltsam im Vormarsch begriffen, große Teile der griechischen Armee haben die Wai­sen gestreckt und sich ergeben. Aber weite Strek- ken der griechischenKüste stehen nun ohne Schutz gegen Uebergriffe Englands von See aus. Diese Teile zu besetzen und zu schützen ist Aufgabe der deutschen Kriegsmarine, die mit ihren in Norwegen und am Atlantik bewährten Männern den kämp­fenden Kameraden vom Heer auf dem Fuße folgt. Es war besonders schwierig für uns, denn die Er­füllung unserer Aufgabe war zum großen Teil ab­hängig von dem Können und der Leistung des einzelnen Mannes, an den bei der Bewältigung solcher Strecken zu Lande ungewöhnliche und so­mit um so höhere Anforderungen gestellt werden mußten. Diesen Anforderungen ist er im weitesten Maße gerecht geworden, und jeder Kilometer, der uns der Küste näherbringt, steigert in uns das Bewußtsein der Freude und des Stolzes.

Bald müssen wir am Ziel fein. Wir vermeinen

schon den würzigen Geruch der See zu vernehmen. Eine Gebirgskette vor uns nimmt uns noch die Sicht. Die Wagen ächzen mühsam die starke Steigung hinauf, schlängeln sich an den Hän­gen hoch, doch von der Höhe aus bietet sich uns ein Bild herrlicher Schönheit, ganz anders als es in unserer Vorstellung lebendig war. Wir kennen wohl die graugrünen Wasser der Nordsee, des Eismeeres und' auch die des Atlantiks Hier jedoch erstrahlt die See in einer Bläue, die fast unser Auge blen­det. Strahlende Helle liegt über allem und jede Einzelheit der Ferne tritt klar und deutlich in Er­scheinung.

Wie ein Mosaik liegt am Fuße des Berges die Stadt mit ihren zahlreichen, hellen Bauten vor uns aus denen sich vereinzelt die Minaretts der Moscheen zum Himmel recken. Im Rücken der Stadt, hoch über ihr, stehen große und mächtige Ruinen einer ehemals starken Feste, die in früheren Zeiten wohl gut die Stadt zu schützen vermochte. Von den rückwärtigen Gebirgen her wird das Tal vor uns von einer alten Wasserleitung überbrückt, die sich in kühnen, gewaltigen Bogen hinüber zur Feste zieht und von einer, auch für unsere heutigen Begriffe hochstehenden Baukunst zeugt. Am Hori­zont, der Küste vorgelagert, erkennen wir die massi­ven Umrisse einer G e d i r g s i n s e!, die im sanf­ten Blau der Ferne fast unwirklich und schemenhaft anmutet.

Lange stehen wir in Betrachtung dieses herrlichen Bildes versunken. Vergessen sind alle Beschwerden und Mühen der langen Fahrt, und schon das Be­wußtsein, wieder an der See zu stehen, an unserem ureigenen Element, erfüllt uns mit neuem Taten­drang. Hier sind wir recht am Platze, und in Gedanken ziehen die Küsten Norwegens, des Kanals und die Gestade des Atlantiks an uns vorüber. Mit ihnen bilden wir nun ein Ganzes, und wir fühlen uns wieder eingereiht in die Front unserer Kame­raden der Marineartillerie, die bereitsteht, England zu begegnen, wo immer es sich zeigt. '

Der Staatsstreich in Belgrad

Sofia, 25. April. Einem Sonderberichterstat« ter der bulgarischen ZeitungUtro", erklärte der ehemalige jugoslawische Ministerpräsident Zwet­kow i ts ch , der wie schon gemeldet in Nych aus seiner Haft befreit wurde: Eine geistesverwirrte Gruppe von zwanzig Ossizieren habe über Nacht: den Staat in den Abgrund gestürzt und ein gan^ zes Volk dem Untergang preisgegeben. Er fei durch den Polizeidirektor in der Nacht des Umsturzes telephonisch verständigt worden, daß sich vor dem Mlnisterratsgebäude viel Militär anfammle. Als er im Begriff gewesen sei, den regierungstreuen Kom. manbeur der Garde anzurusen, seien in sein Schlaf, zimmer drei Fliegeroffiziere mit einigen bemaff, neten Soldaten eingedrungen und hätten erhärt, der Umsturz sei vollzogen, worauf Zwetkowitsch und feine Frau in ein Zimmer gesperrt morden seien. Nach Dreitägigem Worten fei er mit feiner Frau in Begleitung eines Hauptmanns und einb gen Soldaten nach Nisch gebracht und dort in seiner Villa interniert worden. Am 7. April seien die deutschen Panzerwagen in Nisch aufgetaucht. Das habe feine Wache zur Flucht veranlaßt, doch habe sie ihn und seine Frau mitgenommen in der Absicht, sie mit der zurückflutenden Armee fortzu­schleppen. Unterwegs sei es einem anderen Offizier gelungen. Den Hauptmann zu veranlassen, Zwetko« witsch und seine Frau freizugeben. Jetzt lebe er in seiner Villa in Nisch in voller Freiheit; die deutschen Behörden seien sehr korrekt. Der frühere jugoslawische Außenminister, Cincar Markowitsch, der nach dem Rückzug ebenfalls aufgefunden war« Den fei, habe sich noch Belgrad zurückbegeben.

Griechische Selbsthilfe.

Herzliche Begrüßung der deutschen Truppe« in Lamia.

Berlin, 25. April. (DNB.) Die Bevölkerung der griechischen Stadt Lamia hat zur Verhinderung sinnloser Zerstörungen durch fliehende englisch, Truppen zur Selbsthilfe gegriffen. Englische Pio. niere hatten ohne Rücksicht auf die in der Näh, liegenden Wohnhäuser Sprengladungen an Eisenbahnanlagen, Brücken und Straßen angebracht. Als die Spitzen der deutschen Verfolgungstruppen in Lamia einrückten, meldete eine Anzahl Ein« wohner dem befehlsführenden Offizier, daß sie bi<

BMW!

U-Boot-Helden.

Kapitänleutnant Schepke. (Scherl-M.)

Wie der Wehrmachtbericht meldete, sind die beiden U-Boot-Kommandanten Korvettenkapitän Kretschmer und Kapitänleutnant Schepke von ihren letzten Feindfahrten nicht mehr zurück­gekehrt; der eine ist anscheinend mit seinen Kame­raden Den Seemannstod gestorben, der andere mit einem Teil seiner Besatzung in Feindeshand ge- fallen. Beide Offiziere waren zusammen mit Prien, mit dem vor allem Kretschmer in heftigem Wett­streit lag, als die erfolgreichsten deutschen U-Boot- kommandanten weltbekannt. Als die neue deutsche U-Bootwaffe am 27. (September vergangenen Jah­res ihr fünfjähriges Bestehen begehen konnte, waren Kretschmer und Schepke unter den sieben U-Bootkommandanten, die schon damals je über 100 000 t feindlichen Schiffsraums versenkt hatten.

feiten, sehen den Kampf gegen jede Einmischung raumfremder Mächte, wie es England und die Ver­einigten Staaten sind, nunmehr über Die Küsten Europas vorgetragen auf Den Kriegsschauplatz, auf Dem Die Entscheidung fallen wird. Es gibt für Die Londoner Kriegsmacher keine Ablenkung, kein Aus­weichen, keine Verzögerungstaktik mehr, möge sie so schlau erdacht und angelegt sein wie sie wolle, sie werden ttotz aller Ausflüchte eines Tages selber Dem deutschen Schwert Rede und Antwort stehen müssen.

Dr. Fr. W. Lange.

Dicke Lust in London."

Die Eindrücke eines spanischen Beobachters.

Madrid, 25. April. (Europapreß.)Dicke L u f t in London", so charakterisiert der Londoner ABC"- Korrespondent Calvo die politische Atmosphäre in der britischen Hauptstadt in diesen \ Tagen. Man wirft der Regierung vor, daß sie in Griechenland wieder einmal zu spät ge­kommen sei und ungenügend Hilfe ge- schickt habe. Mittelpunkt des Aergers Der Eng­länder ift der australische MinisterpräsiDent Men- zies, Der im Londoner Rundfunk in einer An­sprache sagte, daß es eineNiederträchtig­keit gewesen wäre, die Griechen im Stich zu lassen".England", so antwortet DaraufNews Chronicle",hat genug an seinen eigenen Lasten zu tragen." DieDaily Mail" schreibt ganz offen:Die Regierung soll sich ruhig darüber Rechenschaft oblegen, Daß Die letzten Ereignisse im Mittelmeer eine ft a r f e Beunruhigung im Lande hervorgerufen haben". Diese Beunruhi­gung rühre daher, daß man nicht mehr getan und nicht schneller gehandelt habe. So- gar die diplomatischen Bemühungen seien viel zu spät gekommen. Deutlich ist Der Vorwurf aus Die­sen Worten eines englischen Blattes zu lesen:Man schickte ein ExpeDitionskorps nach GriechenlanD, weil es ,niederträchtig gewesen wäre keines zu schicken" England auch an Kanada verschuldet.

Genf, 26. April. (DNB. Funkspruch.) Die zu­sätzliche Verschuldung Englands an Kanada allein

Korvettenkapitän Kretschmer. (Scherl-M.)

Wie der Wehrmachtbericht feststellt, liegt die letzte Versenkungszisfer der beiden U-Boothelden über 313 000 bzw. über 233 000 t. Beide zusammen ha­ben Dem Gegner also weit über */2 Million t Schiffs­raum für Kriegszwecke entzogen.

U-Bootfahrer wissen bei jedem Unternehmen ge­gen den Feind, Daß ihr Leben im Dienste Deutsch­lands ständig in äußerster Gefahr steht. Opfer sind gerade bei dieser Waffe unvermeidlich. Und Der Perlust zweier Der besten U-BootskommanDanten I trifft das ganze deutsche Volk auf Das schmerzlichste, I wenn auch Der eine von ihnen wenigstens am Le­ben geblieben ist. Aber wie schon im Weltkriege, so sind auch Diesmal solche Schicksale eine An- feuerung für Die U-Bootwafse, sich ihrer Kame­raden würdig zu zeigen.

wird für 1941 auf 880 Millionen kanadische Dollar geschätzt. Davon können 260 Millionen Dollar durch Rückübertragungenglischer Guthaben an kanadischen Werten aufgebracht werden. Die Daily Mail" rechnet deshalb mit einem baldigen Aufruf der kanadischen Effekten in u g l i s ch e m Besitz, ganz ähnlich, wie schon die USA.=9Berte zur Gewinnung von Devisen für die Rüftungskäufe beschlagnahmt wurden. Die Churchill- Regierung steht allo vor der Notwendigkeit, den ge­tarnten englischen Besitz in Kanada für die kanadi- schen Rüstungslieferungen zu veräußern.

Engbscke Intrigen im Irak.

Rom, 25. April (Europapreß.) Die Polizei des Irak ist einer Verschwörung gegen die neue Regie­rung auf die Spur gekommen Zahlreiche Personen, die in englischen Diensten standen, sind verhaftet worden. Sie unterhielten Verbindungen zu der ab­gesetzten Regierung. Die neue Regierung plant em Gesetz zur Unterdrückung aller Machenschaften gegen die Sicherheit des Staates. Eine Liste der Personen, Die bei nächster Gelegenheit zum Ver­lassen des Landes veranlaßt werden sollen ist in Vorbereitung. Um das Schicksal der Petro'le Um­leitung aus Mossul herrscht größte Besorg­nis. Trotz des verstärkten Schutzes, den die Regie­rung für diese Anlagen aufgestellt hat, befürchtet man Die Tätigkeit englischer Agenten. Der Polizei soll eine große Zahl von Schriftstücken über eng­lische Sabotagepläne in Die HänDe gefallen sein.

tische Aaenten «'n Valencia verkästet

M a D r i D , 26. April. (Europapreß.) Die spani­schen BehörDen in Valencia sahen sich genötigt, zwei führenDe Angestellte der englisch-nordamerikanifchen Bank wegen staatsgefährdender Pro- paganDa im Auftrage Des britischen Geheim­dienstes zu verhaften. Es besteht Der VerDacht. daß man einer umfangreichen britischen Unterminier

von Den Engländern gelegten Sprengkabel d u rch schnitten hätten. Auf Die gleiche Weiss hatte Die Bevölkerung Die EntzünDung Der engli­schen Tanklager unD MunitionsDepots verhinderj unD führte Die ersten Deutschen zu Diesen Depots, Die sofort sichergestellt rourDen. Bei Dem Einzug Der Deutschen Truppen spielten sich Begrüßunas- szenen ab, Die in einDrucksvoller Weise Die wahre Stimmung Des griechischen Volkes zum Ausdruck brachten. Männer, Frauen unD Kinder umsäumte« Die Einzugsstraßen unD warfen Den Deutschen Sol« Daten, Die nach Den schweren ©ebirgsfämpfen in Lamia einrückten, Blumen und Zigaretten zu. Wiederholt ertönte aus Der Menge Der Ruf: ,Lato i Agglia" (Nieder mit England).

Der italienische Bericht.

Rom, 25.April. (DNB.) Der italienische Wehr« Machtbericht vom Freitag hat folgenDen Wortlaut:

In Griechenland sind unsere Truppen im Begriff, Die Besetzung von NorDepirus zu voll« enDen. Luftformattonen haben in Der Suda« Bucht (Kreta) zahlreiche vor Anker liegen« Flotteneinheiten bombarDiert. In Den gestrigen frühen MorgenstunDen haben feindliche Flugzeuge BombarDierungsakttonen gegen Die Insel Rhodos Durchgeführt.

In NorDafrika Tätigkeit unserer Patrouillen an Der Tobruk-Front. In Der Nacht zum 24. April hat Der FeinD einen neuen Einflug auf Tripoli s Durchgeführt, Der keine Opfer unD et« nigen SchaDen zur Folge hatte.

Än O st a f r i f a haben starke feindliche Kräfte südlich von D e s f i e durch energische Gegenan­griffe unserer Truppen und heftiges Feuer unferet Artillerie starke Verluste erlitten. Oestttch von Gam« b e l a und in der Gegend Der Seen kam es zu Zusammenstößen, die für uns günstig verliefen.

Englische Balkonflüchtlinge auf dem Wege nach Kairo.

Ankara, 25. April. (Europapreß.) Der Sfrotri englischer Flüchtlinge aus Dem Balkan, Der über Syrien und Palästina nach Aegypten führt, war tn Den letzten Tagen besonders groß. Der Taurus-Expreß kam mit englischen Fa« mitten stets überfüllt in Aleppo an. Den Eng« ländern wird jedoch nur eine begrenzte Aufenthalts« bewilligung für Syrien gewährt. Die Zahl des englischen Flüchtlinge beziffert sich auf mehrere Hundert. Der jugoslawische König Peter traf in der transjordanischen Hauptstadt Amman ent, wo er einige Tage als Gast Des Emirs Abdullah weilen wird. Der Emir gab für ihn ein Essen, an Dem zahlreiche englische Persönlichkeiten teil« nahmen. Wie verlautet, beabsichtigt König Petes als Toürist" auch Dagbad zu besuchen.

Juden in palüflina packen ihre Koffer.

Ankara, 25. April. (Europapreß.) Die Ent- Wicklung der Kriegslage im östlichen Mittelmees hat i n P a l ä st i n a unter Dem jübischen Beoölke« rungsteil eine wahre Panik ausgelöst. Die jüdi­schen Geschäftsinhaber bemühen sich, ihre Geschäfts zu liguibieren. Viele Juben haben um Die Aus« reisegenehmigung nachgesucht. Sie versuchen auch zum Teil, heimlich über Die Grenzs ZU entweichen, nachDem Die ManDatsbehorDen eins Ausreisesperre verhängt hoben, um Der Panik Herr zu werden. Eine weitere Verordnung macht Grundstücksüberttagungen von einer Spezialge- nehmigung abhängig. Aus Palästina Ausreisende Dürfen, soweit sie überhaupt die Genehmigung da« für bekommen, nur noch zehn palästinensische Pfund mit sich führen. Unter Der arabischen Bevölkerung wächst von Tag zu Tag Der passive WiDerstand gegenüber Den AnorDnungen Der britischen Man­datsverwaltung.

Kleine politische Nachrichten.

rungsarbeit auf die Spur gekommen ist Im Zu­sammenhang damit soll mit der Ausweisung sämtlicher britischer Staatsangehöriger aus Valencia zu rechnen fein.

Mit dem Clipperflugzeug ist Hauptmann James Roosevelt, Der Sohn des Präsidenten Der USA., in Manila auf Den Philippinen eingetroffen. Er beabsichtigt über Hongkong nach Tschungking zu fahren. *

Das englische Kolonialministerium gibt bekannt, Daß General LorD Gort, Der Oberbefehlshaber von Dünkirchen, zum Gouverneur in Gibraltar ernannt worden ist Sein Vorgänger, Sie (lliot Liddell, ist zum Chef Des Erziehungswesens M England ernannt worden- - -------