Nr. 228 Zweites Blatt
GIchener Anzeiger iSeneral-Anzeiger für Gberheffen) vonnerstag. 25. September VH.
Aus dem Reiche der Krau.
A. B. nt auf jeb
AUS ZWEIERLEI MATERIAL
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MAGGI5 SUPPENWÜRFEL da?
Wohl jeder Kaufmann sagt gern ja Und sagt er nein, nehmt den Verzicht vernünftig hin und grollt ihm nicht!
Aus braunem Wollstoff ist ba»
und samtfarbenem SV leib rechts mit den langen, dem kleinen ')l o 11 f r a g e n.
Aus zweierlei Material sind Heute die beiden schlichten, eleganten H e r b ft 11 e \ b e r.
Dav kleid links ist aus d u n k e l b I a u e m u n d Hellgrauem, weichem W a l l st o s s gearbeitet, — statt einem Gürtel Hält ein Schlauch (aus dem dunkelblauen Material) die Taille zusammen. 3ni Rücken ist das Kleid mit kleinen 6 f o f | F ii o p- fen geschlossen. die Halskette ist aus Hellgrauen Pers e n.
eine gerade Fläche entsteht Man stellt bao Ul oji|; es ergibt den Stamm be*\ 'IMUttiv Die halbe o« mate mlrb oben hinaus gestülpt als Pilzkops und mit ben seingeschnittenen Oiweissreslen bestreut VI b* grüner Doldbodon eignet sich gehackter Schnittlaml) ober Petersilie.
Zu einer Tomaten sülze treibt man geschmorte Tomaten bnrch ein Sieb, würzt mit < "lz, Osslg nmb eotl. Zucker, gibt gehackte, gowgelb ne- bünstete Zwiebel» dazu, nerlängerl ben entstände- neu Brei durch Wasser mib nerrtlhrt Ihn mit ge> niigenb (Gelatine ober einem anderen WellermlHel, nm eine feste Sülze zu erreichen Die Sülze wird nach dein Orkallen gestürzt und s.hmeckt ausgezeichnet zu Brot-, Pell- ober Salzkm tosseln
Doch nicht alle Tomaten sollen nie Id) verzehrt werden. Wir sind |n froh, Im in ter on.h nltamln« reiche Kost zu haben. 11 mb daher mlrb T a in n I e n - drei e Inne Tod) t, bellen Herstellung sehr leicht und bequem ist. Gewaschene und zerkleinerte 'To. malen kocht man langsam aus, rührt sie bnrd) ein festes Sieb, lässt den entstandenen Brei einkochen, nm Ihn bann In kod)endeni Zustand In Ftaschen ul füllen und sofort zu oerschllessen Vluf die al eiche Weise kann man fld) Tomate n mark Herstellen, r»।»11> list » hierbei ratsamer, den besonders ibn r elnnefodden Brei In Einmachgläsern unteruibrlnneit und darin bis aus 75 Grad zu erhissen. Diese« Oin- mad)gut hält viele Monate und man kann fld) während des ganzen Winters bnmll schmackhafte Suppen und Tunfen zubereiten. Vlnd) als BlÜrzä VI kaltem Fleisch mundet Tomatenmark, wenn mau es besonders pikant abschineckt, und zwar mit etwas Ossig, geriebener Zwiebel und einem winzigen hiss- dyen geriebenen Meerrettich. II. v. L.
Nezepie
Waschen ohne (Scifcnforfe.
Ach, ich komme |o Ichlechi mit meinen Waich- Mitteln aus! Bel der Sparerei ist der Waschtag wirklich keine Freudel" Das ist so ein Stoss euszer der Hausfrauen, den man ost hören kann. Gewiss, wenn man alles, also Weisswäsche, Buntwäsche und Feinwäsche mit den zu geteilt en Waschmitteln wascht, dann muss man |d)on genau aufpassen und eintci- len Aber es gibt einen guten Ausweg. Feinwäsche, Strümpfe, auch Wollstriimpfe, Pullover, Backe, Handsd>uhe, ja sogar Buntwäsche, wie z.B. Kuchen- schürzen, muss man gar nicht in einer «eifenläsung waschen. Alle diese Dinge wäscht man in — K a r • tosfelwasser —, und zwar kann man sowohl bas Abkochwasser geschälter Kartossel.1 als auch Kartoffelwassei benussen, bas man (Id) durch Ab- fodien der rohen, sauber gewaschenen Stnrto fe fd)n. len herstellt. Diese handwarme Flüssigkeit hat ein Schmusslösungs- und Reinigungsvermögen, bas dem
as sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
K ü r b I o fl e m ü f e: I kg Kürbla. 1 bis 5 grosse, möglichst saure Aepsel, 30 Speck, Zwiebel aber Vnnd), Salz, ein Achtel Liter Wasser, fanre Gurke Die Zwiebelwürfel dünstet man In Fett an, gibt ben vorbereiteten geschnittenen Kürbis bazu, ebenso bie geschnittenen Aepsel, lässt alles bräunen, füllt mit heissem WaHer ans, lässt gar kochen mib mischt bie in Würfel geschnittene Gurke barunter.
600 d Kürbis, 1 a Zwiebel
— — >ine
Kürbiosuppe: l. „ .
ober Land), Suppengrün, 20 y Fett, 40 g h ....... lvoiser, Salz, Petersilie Fein-
engen Aermeln und . ...
- ist ebenfalls (mit Stoffknöpfen) Im Rücken geschlossen, ber Gürtel mit ber Sd) leife ist aus bem braunen Material geschnitten.
B eibe Formen eignen fld) gut zum Verändern und (£ r fl ä n z e n getragener KleiderI
Tomaten.
Zunächst einnuil von der sofortigen Verwendung, von der roh zu geniessenden Tomate über die geschmorte zur Suppe, 1 unke und dem erfrischenden Salat Dav olle sind Berwenbungssormen, bie jede Hausfrau kennen wird. Bemerkt sei hierbei nur, bah bie r o h e n T o m a teuf d> e I b e n als Brotbelag je mod) Geschmack Mit roher Zwiebel ober Schnittlauch und Salz gewürzt werden können, wenn man es nicht vorzieht, den süsslichen Gefchmack zu betonen und etwa» Streuzucker darüber zu streuen. Ein wohlsd)meckenbes Blittagessen ist bie gefüllte la m o I e. Dazu höhlt man feste Früchte halb aus, nachdem man einen dicken Deckel abgeschnitten hat. Das ausgesihabte Mark wird nun mit eingeweid)ten Semmeln, etwas 0 iaustausd)inlt« lei, Salz, gebockter Pehrsille und etwas seingeriebe- ncn, getrockneten Pilzen zu einer Fülle nennischt, die man in die aiioflehöblte» Früd)te hineingibt. And) kann man statt ber Semmeln gargekochte- Graupen verwenden imb ein wenig geriebene Zwiebel unter die Fülle mischen. Den obgeschnitteneni Deckel der Tomate deckt man nun wieder darüber und dünstet die Tomaten ganz langsam eine gut» halbe Stunde lang in etwas Fett meld). Auch Hierbei schadet die Beigabe von vorher angebraunter Zwiebel nicht. Rur wenig Wasser bars beim Dün- len angegossen werden, um keine zu lgnoe Tunk» Vi erhalten. Diese wirb mit etwas Mehl sämig ge- macht. Dazu reicht mau am besten Reis, Kar tos sein ober Graupen.
0 in appetitliches Abendbrot für die Kinder, das Ihnen wegen des hübschen Aussehens and) noch niet Freude bereitet, ist der „Fliegenpilz". Hierin benötigt man ein hartgekochtes 01, eine halbe leite Tomate und etwas Schnittlaml) oder grüne
Graupen, 1 / Liter '2*,.., —„, , - , geschnittene Zwiebel und Suppengrün werden in Feit angedünstet, den gewürfelten Kürbis und die Graupen gibt man zu, mit Wasser auffüllen, falzen und garkochen Die gehackte Petersilie wird kurz vor dem Anrichten darübergestreut.
H e r z h a s t e o M o h r e u g e m ü s e. ff bin 1 l<j* Mohren, ’/» Liter Buttermilch, 30 p Mehl, 3 Oss- li'ssel geriebener Meerrettid), 20 g Fett, Salz Die geschabten Mahren werden in Scheiben oder Stifte geschnitten und unter Hinzufügung von sehr wenig Wasser gedünstet. Au» Buttermild) und Mehl stellt mau eine Tunke her, die man mit Meerrettid) und
Gefahren der Llebergangszeit.
Der Abschied vom Sommer fällt uns in diesem Jahr besonders sd)wer, weil er uns so gar nicht mit Sonnensd)ein und Warme verwöhnt hat. Wir hoffen im stillen noch immer auf ein paar schone Spätsommertage, auf ein paar aufimiiiternbe Son- neirstrahlen, auf ein roeniq Warme und können uns baher nur schwer entichliessen, unsere schöne leichte und Helle Sommerkleibung abzulegen, um sie bereits gegen die dunkleren Winterkleider ei 11311- tauschen. Mond) einer friert da lieber morgens und abends ein bisschen, als bass er schon in seine eintönige Winterhülle schlüpst. Er vergisst allerbings habet dass das Zugeständnis, welches er damit seiner Eitelkeit bringt, gemessen an den Folgen, wohriid; viel zu gross ist.
Gerade die llebergangszeit zwischen Sommer und Winter mit dem stark wechselnden Wetter birgt oftmals schwere gesundheitliche Gefahren in sich, und ein kräftiger Schnupfen ober ein leichter Magen- und Darmkatarrh vernichtet oftmals mit einem Schlag die ganze Erholung, die wir vorher in uns aufge(peid)ert haben und von der wir dod) den ganzen Winter über zehren wollten.
Der strahlende Sonnenschein am frühen Morgen, wenn mir uns zur Arbeitsstätte begeben, Ist meistens trügerisd) und schon gegen Mittag kann es draussen bereits in Strömen giessen. Zn unseren grossen Büroräumen hat fid) bie Kälte auch jetzt schon viel zu sehr eingen'tstet, und bio Sonnenstran, len verfügen nicht mehr über genügend Kraft, sie richtig burchzuwormen. Und zum Heizen ist es doch wirklid) nod) etwas zu srühl
Es ist ja nun nicht notwendig und oud> nicht ein» mal ratsam, sich, schon jeszt völlig in seiner Kleidung auf den Winter umzustellen. Die dicken wollenen Sachen haben nod) Zelt', aber eine Jacke, einen Umhang ober einen Schal sollte man Immer bei ber Hanb haben, and) wenn wir bas eine ober andere Kleidungsstück einmal umsonst mitsd)leppen müssen. Bor allem aber ist tu ärmere Unterwäsche unbedingt zu Empfehlen, aud) wenn dadurch bei uns Frauen die schlanke Linie etwas gemildert wird. Gewiss, man stirbt nicht sogleid) an einer kleinen Erkältung, aber ein richtiger „ausgewachsener Schnupfen" birgt meistens bi'11 Keim zu vielen nod) solgenben Erkältungen in sich und bedeutet zumindest vorübergehend einen Ausfall an Arbeitslust und Spannkraft. Und flevabe das können mir uns in ber heutigen Zeit, wo es auf jeden Handschlag antommt, nicht leisten. P- St.
Die Ausstattung unserer Jüngsten.
der Selsenlosung saft gleichkommt. Besonders Wall- fachen werden bnrd) eine Wäsche mit Kartosselwas- er auffallend meid) und schön. Für verschmutzte Küchenschürzen kann man das Wasd)wasser selbst- versländlid) heisser Dermeinben als für Feinwäfd-e. Sollten bie Kartoffeln fid) schlecht kod>en, b. I). Im Abkochwasser kleine Kartoffelteilchen herumfchmim- men, so giesst man es zweckmässig vor der Benutzung als Waschwasser öurd) ein gesäubertes Tnd), in bem bann die Kartoffelslückchen zurück- bleiben. Das Abkochwasser eines Tages wird nun nicht für bie ganze „kleine Wäsche" auoreichen, ba muss man eben sammeln. Allerdings sei ermähnt, dass man das Abkochmasser nicht langer als zwei Tage aufheben kann. Wer die wöd-entliche „kleine Wäsche" mit Kartofselwasser wäscht, bem verblei- bei) reid)lid) Waschmittel für öle grosse Hauohalts- wäsche, und die Sorge vor blefem Tage Ist damit verschwunden.
einen Teil ber Wäsdie aus Antrag durch besondere Bezugscheine. Auch bie Bettwäsche des Kindes gibt c\> auf Bezugichefne Beim Einkauf ber Bettwäsche empfiehlt es sich, Fertigware zu nehmen, bie für Kinder in besonders guter Dualität hergestellt rollt. And) sonst sind die Kleinen bevorzugt. Moltonware z B gibt es nur auf Karten, damit ihr Berbrauch auf jeden Fall sldxrgestellt ist Die Auspussung des Körbchens stosst and) auf keine Schwierigkeiten Oo hat sich bei den Müttern allmählich der Braud) gebildet, dazu Hellen, waschbaren Sommerstoff zu nehmen. der in Falten gelegt am Rande des Körbchens befestigt wird. Rad) einem halben Fahr, wenn das Kleine aus dem Korb kommt, nimmt die Mutter diesen nicht verschnittenen Stoff wieder zurück und arbeitet sich eine Bluse daraus, so dass Ihr ihre Punkte nicht verloren geben. So kann die Mutter ohne Sorgen ber Ankunft des Kindes entgegensehen und alles vorberetten. Der kleine Säugling aber kann „sich freuen", denn eine fertige und komplette Aussteuer erwartet ihn. E. v. S.
Salz abschmeckt und über die Möhren gibt.
Denken Sic an Jhrc Sp.irbücbfcl So mancher Eitra Groschen bann hinein# kommen, wenn Sie beispielsweise zmn Fähnepntzen die gnteBivea Zahnpasta be- nahen. Die grobe Tube kostet nur 40Vfg,
beiden Wolljäckchen und das Müsschen lassen fld) mit kleinen Wollresten — evtl, räufelt man etwas unnötiges auf — selbst Herstellen Für irgend etwas ri'idyt aud) der kleine Rest, und hdt man wirklid) kaum mehr als einen langen Faden, bann gibt es immer noch ein Paar Fäustlinge. Die Wickeltücher ind Gegenftäubc. die man nur bie ersten 0 bis 8 Wochen benötigt, upb sich deshalb leicht von einer anderen Mutter borgen kann. Auch mit Jäckchen und Hemdchen kann man sid) leicht behelfen. Alte Flicken von Haus- und unmoderner Leibwäsche lassen fld) gut verwerten. Die Reste von Herrenunterhosen eignen fid) besonders gut für die Zäckchen, und wie tolz wird ber Bat er fein, wenn er aud) etwas bazu beiträgt. Kein Flicken ist zu klein, um nicht Immer nod) eine Verwendung zu finden, und zu guterletzt ergibt es noch ein Lätzchen.
Der Mutter fallt es ausserdem leicht, ein paar Punkte für das Kind zu neben. Denn sie, bie in diesen Monaten keinen Aufwand an Garderobe zu mad)cn braucht, bekommt das Umstandskleid und
So bitter im einzelnen das Bezugfchelnfystem manchmal ersd)eint, so tröstlid) ist es zu wissen und 'zu merken, dass im Rahmen des Möglichen alles a-»tan wird und uidito vergessen ist. And; für das Kleinste sogar für das Ungeborene, wird gesorgt. Fünf Monate vor ber voraussichtlichen Geburt be- kommt die Mutter bereit« dl.' Kleiderkarte für den Säugling. Immer wieder beklagen es liebe Grossmütter und Tanten, dass sie nid>t das winzigste und niedlldiste Stück „ohne" kaufen können. Um den wirklid)en Bedarf zu decken und gerecht zu verteilen, hat es fid) Über als richtiger erwiesen, alles pnnktpfllchtig werden zu lassen und ber Mutter die Auswahl und praktische Verwertung zu überlassen. 150 Punkte, wie ein Erwachsener, bekommt der kleine Erdenbürger. Aber ausserdem ist die Punktwertung bei ihm bedeutend günstiger, während beim Erwachsenen die Kleiderkarte nur zur notwendigen Ergänzung seines Verschleisses gebadjt ist, bedarf der Säugling einer vollkommenen Ausstattung und Einkleidung. So braucht er zu einem Wintermantel keine 75 Punkte zu opfern, sondern sein Mäntelchen kostet nur 12 Punkte. Die beste Vergleichsmöglichkeit ist die Meterware, hier gilt ein Punkt der Säuglingskleiderkarte nicht weniger als der ber anderen Kleiderkarten, nur lässt sich für ben um ein vielfaches kleineren Reugeborenen erheblid) mehr aus einem Meter Herstellen als für einen ausgewachsenen Menschen. Das wld)tigste und notwendigste Ausstattungsstück des Säuglings, die Windel, ist besonders entgegenkommend bewertet und kostet nur einen Punkt.
Die Säuglingskleiderkarte mit ihren 150 Punkten sieht eine M i n d e st a u s st a 11 u n g vor. Dazu rechnet man gewöhnlich 6 Semdchen, 6 Jäckchen, 24 Windeln, 12 kleine Moltoneinlagen ober auch Fleckchen genannt, 3 grosse Wickeltücher, 1OJBaum- mollhäschen, 2 Wolljäckchen mit einem Mützchen zur Ausfahrt und 2 Badehandtücher. Alle anderen not- wendigen Sachen wie Rabelbinden und Gummiunterlagen gibt es extra. Fast jeder Mutter stehen irgendwelche Restbestände einer Saugt ngoaus tat- jung, sei es von ihrer Mutter, Schwiegermutter, älteren Schwester, Schwägerin oder Freundin, zur Verfügung. Sollte aber wirklich der seltene Fall eintreten, dass sie ganz auf fid) selbst angewiesen Ist, so braucht sie sich auch Hann nicht m.t der obenerwähnten Ausstattung zu begnügen. 22 Punkte lassen sid) zum Beispiel leicht einsparen wenn ma auf die kleinen Babehandtücher verzidstet und statt dessen je zwei eigene Frottierhandtücher zusammen' näht. Glaubt man, dass der eigene Haushalt nid) für eine Weile vier Handtücher nnssen kann so kauft die Mutier auf ihre - oder warum nicht gar auf die Kleiberkarte des Vaters — die Tncher. Die


