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25.6.1941
 
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Mittwoch, 25. Juni Ml

Metzener Anzeiger

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vrühlscheUniversttairdnnk«ei8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ «ietz«n^chulftr-tzk 7-4

Letzte Tage in Moskau.

die Angriffe der deutschen Luftwaffe geführt und Straßen sowie Eisenbahnen unbenutzbar ^ge­macht worden.

Oer vereitelte Dolchstoß.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Italienischer Journalist über seine Eindrücke.

Italiens Beweggründe

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Kartoffel i Bund üii lischkohl I! . 30 bis jj h 24, & bis 1X i 50, Obt? eschen,

Artillerie und kannte auch ihre Zahl: 160 Divi­sionen, davon 60 gepanzerte, die übrigen beritten. Man wußte, daß die stärkste Ansammlung der sowjetrussischen Armee vom äußersten Norden Finnlands bis nach Rumänien sich an den bei­den Keilen befand, die von der deutschen Grenze südlich Litauens und nördlich der Slowakei gebildet werden, so daß es klar erschien, daß der strategische Plan Rußlands den Ueberfall Deutschlands durch ein Zangen­manöver bezweckte.

Moskau glaubt an den Ernst der Lage.

Stockholm, 24. Juni. (Europapreß.) Moskau sieht sich jetzt schon gezwungen, die Bevölkerung auf den wahren Ernst der Lage vorzubereiten. So bringt diePrawda" in ihrem Leitartikel vom Dienstag zum Ausdruck, daß bej: Gegneraußerordent- l i ch stark und gefährlich" sei, daß der Kampf den Sowjets große Verluste bringen und die gesamte Sowjetunion beträchtliche Opfer werde bringen müssen.

stehen können.

In den litauischen Dörfern wurden die oorruckenden Soldaten neugierig betrachtet: Abwar-

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wußte auch, daß diese Kräfte selbst noch dem nellen Abschluß des Balkanfeldzuges nicht gezogen, sondern vielmehr fortwährend iärkt worden waren. Man war sehr gut ichtet über die angriffsbereite Aufstellung der

ssischen Truppen und der vorgeschobenen

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harten Kampf die Widerstandsnester es gab nichts, wäs diesen gepanzerten Riesen hätte wider-

finel Satan, zialisAi, -- Leb», rabend ii et werb»

oorgetragen.

Die ersten Kämpfe im Hellen Morgen waren maßlos heftig. Einzelne Schützen, Kalmücken, Kir­gisen, kleine hartwangige Asiaten ließen sich über ihren MGs und Gewehren zusammenschießen, ohne an Ergebung zu denken. Jedoch auch sowjettussische Betonbunker, elliche Kilometer von der Grenze abgesetzt, konnten den Vorstoß nicht auf­halten. Dichte Kolonnen schoben sich querfeldein nach Osten. Wege zu suchen hatte keinen Sinn, denn die vorhandenen Straßen waren zermahlene Staubrinnen, lieber die Felder bahnten sich so die Kompanien, Bataillone, Kolonnen, Sturmgeschutze und Panzerjäger einen Weg. Nachrichteneinheiten zogen längs dieser ausgefahrenen Wegschneisen ihre Kabel, und die Dormarschstraße war fertig.

Die feindliche Artillerie schoß unregelmäßig, aber sie zwang zu Umwegen. Querfeldein marschierten die Infanteristen, keuchend, verschmutzt, durstig, erschöpft von der glutenden Hitze bis zu 50 km in der unvergleichlichen Leistungsbereitschaft deutscher Sol­daten. Emsig zogen die Pferde, kochend aber brumm­ten Motoren der Lastwagen und Kübel, die fast aus­schließlich im zweiten Gang langsam inmitten dieser Pferde und Infanteriekolonnen sich bewegen mußten.

Der Kampf der Infanterie, immer wie­der im Gefecht um kleine Waldstücke, um vereinzelte Bauernhöfe, um unfertige Bunker und ausgebaute Feldstellungen hielt den langen Tag über an. Immer wieder aber brachen die Begleitwaffen der Infan­terie häufig auch die Artillerie selbst, den Wider- ' Feindes. Sturmgeschütze zerschlugen im

In der letzten Nacht bombardierte die Luftwaffe Hafenanlagen an der Themsemündung und in Süd­ostengland. Es entstanden Brände.

Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht in Nordwestdeutschland eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben, durch die einige Zivil­personen getötet oder verletzt wurden. Mehrere Wohngebäude wurden getroffen.

Nachtjäger schossen eins, Marineartillerie zwei Kampfflugzeuge ab.

Ein Nachtjägerverband erzielte seinen 200. Nacht­abschuh.

Das Jagdgeschwader unter Führung von Oberst­leutnant M ö l d e r s errang am 22.6. seinen 750. Luftfieg.

-i|i( stütze. Das Ziel des Krieges fei Die -15.. "dang des Kommunismus und die Be -

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Oer Wehrmachtbericht

Führerhauptquartier, 24. 3uni. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Osten nehmen die Operationen der deutschen Wehrmacht unter großen Erfol­gen ihren planmäßigen Verlauf.

Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge ein britisches Vorpostenboot und be­schädigten zwei feindliche Handelsschiffe schwer.

Bei dem Versuch britischer Flugzeuge, am Tage in die besetzten Gebiete einzufliegen, wurden 22 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bei diesen Kämp­fen gingen vier eigene Flugzeuge verloren.

Eine Fernkampfbatterie der Kriegsmarine beschoß feindliche Schiffe im Kanal.

Oie Slowakei an der Seite Deutschlands. Preßburg, 24. Iuni. (DNV.) Der slowakische Ministerpräsident und Außenminister Dr. A. T u k a hat am Dienstagmittag den deutschen Gesandten in Preßburg, Ludin, empfangen und ihm mitgeteilt, daß die Slowakische Republik nunmehr offiziell in den Krieg gegen die UdSSR, eintrete. Zugleich hat die slowakische Regierung folgenden Aufruf an das slowakische Volk erlassen:An das lowakische Volk? In völliger Solidarität nit dem Großdeutschen Reich tritt dos lowakische Volk zum Schuhe der europäischen Kul­tur an seinen Platz. Teile unserer Armee haben die Grenzen der Slowakischen Republik überschritten, um sich der kämpfenden deutschen Armee anzu- chließen."

Der Präsident der Slowakischen Republik, T i s o , hat an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet:Im Augenblick, in welchem sich die Slo­wakei mit der Waffe in der .Hand dem Schicksals­kampf der europäischen Gemeinschaft um die Ret­tung der Gerechtigkeit und Zivilisation anschließt, erlaube ich mir. Eure Exzellenz neuerdings von der Treue und Verbundenheit des slowakischen Volkes und seiner Regierung sowohl als auch von seiner unerschütterlichen Siegesgewißheit zu versichern. Gott segne unseren Entschluß? Der Führer hat darauf wie folgt geantwortet?Eurer Exzellenz danke ich für Ihre telegraphische Mitteilung, daß die Slowakei an der Seite Deutschlands in den Schicksalskampf um die Zukunft Europas eingetre­ten ist, und für die Versicherung ihrer tteuen Ver­bundenheit. In der unerschütterlichen Ueberzeugung von unserem Recht bin ich gewiß, daß unseren Waffen ein voller Sieg beschieden sein wird.

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gereicht. Es sei jetzt Sache der Europäer, diese Mächte Front zu machen. Wenn sich die

Niiland, 24. Juni. (Europapreß.) Unmittel» ,or Kriegsausbruch hat der Sonderkor- ,ondent derGa zetta del Popolo" Moskau noch die deutsche Grenze erreicht. Er rf in seinem Blatt die Ereignisse der letzten n in der Hauptstadt der Sowjetunion. Danach -je Bevölkerung vollkommen ahnungs- unb ging wie gewohnt ihrer Beschäftigung Die Vergnügungsstätten waren überfüllt. Von freigniffen hatten nur die diplomatischen Kreise nis.

italienische Gewährsmann schreibt:Man

So bizarr und grotesk es klingt, das dem Deut­schen Reich durch einen Freundschafts- und Nicht­angriffspakt verbundene Sowjetrußland richtete fein ganzes Bestreben darauf, dem Deutschen Reiche alles andere als Freundschaft zu erweisen und war mit einem schier fanatischen Eifer bemüht, Deutsch­land, mit dem es sich zu einem Bunde der Freund­schaft vereinigt hatte, so lange wie nur möglich in dem ihm aufgezwungenen Kriege festzuhalten, um ihm schließlich selbst den Dolch in den Rücken zu stoßen. Mit einer Doppelzüngigkeit sondergleichen wurde von Moskau aus nicht nur ein Spiel des Verrates, sondern auch der bewußten Kriegsverlön- gerung getrieben, das einzigartig in der Geschichte dasteht.

Diese Doppelzüngigkeit der Moskauer Machthaber war es, die bas Deutsche Reich unb seine militä­rische Führung bisher verhinderte, die Entschei­dungsschlacht gegen England zu schlagen. Der Füh- rer glaubte vom August 1940 ab, es im Interesse des Reiches nicht mehr verantworten zu können, gegenüber dem gewaltigen Äräfteaufmarfd) bolsche­wistischer Divisionen unsere Ostprovinzen ungeschützt zu lassen. Wie er in seiner Proklamation an das deutsche Volk feststellte, trat damit das ein, was die britisch-sowjetrussische Zusammenarbeit beabsich­tigte, nämlich: die Bindung so starker deutscher Kräfte im Osten, daß besonders luftmäßig eine radi- täte Beendigung des Krieges im Westen von der deutschen Führung nicht mehr verantwortet werden konnte.

Vor allem glaubte* die Bolschewistenhäuptlinge, denBalkan als Netz benützen zu können, in dem man die deutsche Wehrmacht festhielt und sie von Aktionen an anderen Stellen ablenkte. Besonders auf Jugoslawien hatte man es abgesehen. So kam es, daß, wie in der deutschen Note an die Sow­jetregierung bargelegt ist, im November 1940 ber sowjetrussische Generalstabschef sich zu Waffen-

Worte zu machen. Die gelange fällt ihren Richter­spruch : Sowjetrußland ist schul di g. Sow­jetruhland war schuldig an unserem Bürgerkrieg, Sowjetrußland war schuldig am Tode Jose An­tonios, Sowjetrußland war ebenfalls schuldig an dem Tode unserer Besten. Kameraden! Seid jetzt gewärtig der Stimme, die euch rufen wird! Seid bereit, sie zu der eigenen zu machen. Die Erledi­gung der Sowjetunion ist die dringende Forderung der Geschichte Europas."

Nachmittag sammelte sich vor der britischen Bot­schaft eine große Menschenmenge, die ihren Unwil­len über die Verschwörung Englands mit den Bol­schewisten in Rufen wieNieder mit Sowjetruß­land!",Nieder mit England!",Mörder!",Gi­braltar!" zum Ausdruck brachte. Die Demonstranten führten Fetzen einer englischen Fahne mit sich. In

I ber britischen Botschaft wurden Fensterscheiben ein-

Die Stellung Frankreichs.

Einheit des Kontinents gegen die Feinde Europas.

Zusammenarbeit des Kontinents verwirkliche, werde Üie französische Einheit gerettet sein. Marcel Deal vertritt imOeuvre" eine ähnliche Meinung. Es sei offensichtlich, daß der im Osten entbrannte Kampf auch die Zukunft Frankreichs entscheide. Der Zu­sammenbruch der Sowjets werde die Zukunft leichter gestalten und sowohl die kommunisttschen als auch die gaullistischen Hoffnungen zerstören, wie er em für alle Mal die Stalinschen Einflüsterungen und die Rückkehr des angelsächsischen Kapitalismus un­möglich machen werde. Es bleibe für Frankreich nur noch eines übrig: Sich ohne Hinterge­danken und Widerspenstigkeit an bie Seite Deutschlands zu stellen, das für die Einheit des Kontinents, für die europäische Revo­lution und für die Verteidigung der gemeinsamen Ideale Europas kämpfe. DerPetit Parisi e n sagt, das Frankreich des Marschalls Petam, das sich für die europäische Zusammenarbeit entscheiden werde, habe alles Interesse daran, daß die, un Dienste des Bolschewismus stehende sowietrusstsche Armee außer Gefecht gesetzt werde.

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Unter großen Erfolgen planmäßiger Verlauf -er Operationen im Osten

22 Feindflugzeuge bei Einflugversuch in die besetzten Gebiete abgeschossen.

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wohl, daß feit dem Beginn des Feldzuges ugoslawien die sowjetrussische Regierung siege ijs -Wili s i e r t e und an ber Grenze starke moto- 18 x» unb Panzertruppen zusämmengezogen hatte.

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Spanien und die neue Lage.

onstrationen gegen England und Moskau. Ansprache des spanischen Außenministers Guner an die Madrider Demonstranten.

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rnzusehen ist. Das Blatt sagt, Spanien erkenne deutschen Unternehmen gegen die Sowjet- seinen eigenen Krieg. Aus * diesem e würde Spanien nicht nur den Sieg wün- sondern auch selber dabei sein. Bisher Hit Deutschland gegen die zersetzende Wirkung des

wismus einen eisernen Schutzwall geboten, aber, ba bas Reich die Offensive gegen die

*v-n Mächte im Osten ergriffen habe, müsse Luropa hinter bem Reich stehen. Das Madriber kolistenorganP u e b l o" unterstreicht die sich leutlich abzeichnende Klärung der Fron- Heute, so sagt bas Blatt, sei für eine Zwi- iellung in Europa kein Platz mehr. Man müsse

ntmeber für bie eine ober die anbere Seite-i-v-.-,----. ,Y ' '

fifeiben. Die Stellung Spaniens als Barrikabe geworfen. Die Polizei versuchte vergeblich, bte Bolschewismus fei bekannt unb ent- Menge zu serftreuen.

Europas verjagt fei, solange könne auch in Europa keine Ordnung herrschen. .

Der Corriere della Sera meint, Sow- jetrußland sei trotz allen heuchlerischen Versicherun­gen immer ber Feind der Achse gewesen. Es habe diese Feindseligkeit bis zuletzt zu verbergen gesucht, um die Achse irrezuleiten und die Lage auszubeu­ten Für Moskau sei ber europäische Kriege sofort als' ein Schlaraffenlanb erschienen, m bem es retch- lidie Beute für den Bolschewismus emheimsen konnte.Regime F a s c i st a" betont, Deutsch- land habe ben aünftigen Augenblick ersaßt, um ben Verrat Rußlands zu bestrafen. Der Krieg hatte nicht mit bem Fortbestehen Sowfetrußlanbs enden können, das für alle Europäer em Feind des Fort­schritts, der Ordnung unb der Zivilisation barfteüc.

Die römische Presse meldet ferner, die ersten Operationen ber deutschen Streitkräfte hatten mit einem vollen Erfolg ihren erwartungs­vollen Verlauf genommen. Beträchtliche Ge­bietsteile im Grenzgebiet feien von ben deut­schen Truppen bereits b es e tz t worden. Auch bie Kriegshandlungen ber deutschen Kn e gs- marine seien erfolgreich gewesen. Heftig, aber ebenfalls erfolgreich sei um bie U c b e r g a n g e Über bie Flüsse im Grenzgebiet gerungen war- fceju Mit furchtbarer, zerjtörenber Mittung jerei;

DNB. ... Im Osten, 24. Juni. (PK.) Der erste Marschtag im Osten geht seinem Ende entgegen. Die Haut ist von glühender Sonne unb beißendem Staub entzündet. Der geringe Winb trieb nur ben Staub von ben Wegen hoch, wenn er von ben tap­penden Schritten ber Infanteristen, ben Hufen der Pferde und ben kreisenden Rädern ber vielen Fahr­zeuge aufgewirbelt wurde.

Der Angriff rollt. Nach ber Ueberwin- bung der sowjetischen Grenzstellungen, bie durch- roeg schwach besetzt waren, aber zäh verteidigt würben, wurde ber Jnfanterieangrifs nach Osten

tenb waren bie Blicke, bann und wann hob sich eine Hanb zum Gruß. In einem Ort manbte sich ein Jude ab, als demonstriere er so seine Meinung. Diele Litauer sind hoch am Vormittag verhaftet worden: sie wurden ber Konspiration mit benNazis" be­zichtigt.

Ein paar Mal nun schon haben wir in diesem Krieg Grenzen überschritten, aber noch niemals war die Differenzierung so stark, wie dieses Mal. Es sollen nicht die Straßen sein, die hierfür ange­führt werden. Aber bie Häuser, die Pferde, bie Kühe sind anbers: das Bild ber Menschen unter­scheidet sich von den Ostpreußen, die uns Wochen hindurch Gastfreundschaft boten so stark, daß wir wirklich glaubten, das Tor z u einer neuen Welt sei uns erschlossen.

Litauer, bie deutsch sprachen, Sowjetarmisten, die als Gefangene verhört wurden, zeigten ihre lieber« raschung über bie deutsche Truppenausrüstung, über die vielen Fahrzeuge und insbesondere über die stattliche Zahl der Pferde, ihr Aussehen, ihr Leder- Z-ug. ,

In ben nächtlichen Stunben, bie jetzt hernieder« sinken, wummert bie feinbliche Artillerie. Die beut­schen Geschütze antworte*. Solange nur ein Schein bes Tages noch sichtbar mar, marschierten auch bie Verbänoe bes Heeres nach Osten. Es gab kein Hal­ten, keine Stockung mehr. Die Sowjetarmisten setz­ten sich ab. Kleine Verbänbe führen bie Nachhutge­fechte, bis bie Dunkelheit alles verhüllte. Nur ber Himel ist silbern hell, als kenne er keine nächtlichen Schatten in biefer Zeit.

Unb nun auch liegen bie3nfanteri|ten nach einem langen, kämpferischen, glutenb heißen Tag mit mehr als 50 Marschkilometern in ben Gräben, unter Weibenbüschen, hinter Bäumen unb wachen trotz ber erschlaffenben, enblosen Mübigkeit, während nur wenige schlafen dürfen. Die Infanterie vor allem führt diesen Feldzug im Osten wieder. Denn ihre.Unermüdlichkeit, ihr zähes Aushalten garan­tiert das Nachkommen aller Verbände. Der deutsche Infanterist, der sich stets gleicht, marschiert mit ver­krusteten Lippen, entzünditen Augen, bie Aermel ber Feldbluse hochgekrempelt, bie Halsbinbe nun ver­staubt aus bem offenen Kragen hängend, beloben mit Waffen unb Gerät, mit brennenben Füßen, und dennoch immer guten Mutes, trotz mancher Flüche, ausdauernd, angriffsmutig unb zuverlässig.

P-ri-, 24. Juni. (Europapreß.) Die Ausdeckunz Dttnterlistigen bolschewistischen Doppelspiels unb ergische beutsche Reaktion haben in Paris vn ungeheuren Wiberhall gefunben. Man begreift L )af3 Deutschlanb für bie europäische Zwmsa- mb Kultur kämpft. Das Vorgehen Deutschlands als europäische Tat empfunden. Die Tatsache, Rumänien und Finnland an der Seite Deutsch- in diesen Kampf eingetreten sind, wirb als ires Zeichen bes neUentstehenden Europas ge- Jn Frankreich, bas sich nach seiner Nieder-

:brib, 24.Juni. (Europapreß.) Die spanische ung ist am Montagabenb zu einem Kabinetts- fammengetreten. In bem Kommunique heißt Beratungen würden am Dienstag fortgesetzt n. Es wurde erklärt, baß bie neue, burch ben uch ber Feinbseligkeiten zwischen bem Groß­en Reich unb ber Sowjetunion entstandene besprochen worben sei. Das parteiamtliche Or- ,Arriba" veröffentlicht eine Stellungnahme, bie tliche Verlautbarung ber spanischen Regie­

re haben |

Je hingegen kenne bas italienische Volk nicht, p Krieg werde ja auch nicht gegen bie russtschen ^nassen, sonbern gegen die Clique im «renn

Oer erste Tag des Sturmlaufes im Oster,

Von Kriegsberichter Dr. Joachim Fischer.

In Madrid veranstalteten Tausende von Stu­denten unb Mitgliedern ber Falange eine große Kundgebung. Es würben Nieberrufe gegen Rußland und Enalanb ausgebracht. Im Parteisekretariat richtete Außenminister Ser« rano Suner an bie Menge folgenbe Ansprache: Kameraden! Dies ist nicht ber Augenblick, viele

5om, 24. Juni. (Europapreß.) Die römische veröffentlicht eine kurze a m tl i a) e Be» t"id tung über bie Beweggrunbe, die Italien iortigen Teilnahme am Kriege gegen Rutz- »estirnrnt haben. Für diese Teilnahme seien ' hundertprozentige Solidarität mit Deutschland u* lEe bem Bolschewismus gegenüber tief femo-

b-ftimmenb

rtiij ** $ fff®- Eine Feinbschaft gegenüber^bem

«uip Anassen, sonbern gegen bie Clique w» Sowjet-Heer geführt, auf das sich d s

* stütze. Das Ziel bes Krieges fei die Ver-

M ' n ittung bes Kommunismus und die B e - l n g der unterdrückten Volke r. Zahl- nlt rech Völker und Volkssplitter seien m verschlede- ,^chchZtttepochen der Geschichte mit Gewalt gezwun- % <'®6fli-nben, im Rahmen bes russischen Staates zu Diese Volkssplitter wollten sich m l t 11) r e m vereinen, und bte unterdruck- ü°raU \ ' Fe Tölter wollten unabhängig werden unv iit ?. L^!Ä?^>ngig leben. Selbst unter den Trainern un hatten separatistische Tendenzen best

in. in Rußland keine Ordnung geschaffen und

Di1)81 ^ȟlschewlsmllZ nicht aus der Nachbarschaf tft"'

auch # der des ? rt $011^. ön Frankreich, bas ncy nacy lemei ^erniP^» »efonbers stark vorn Kommunismus bedroht Jenin $ M, und wo der Kommunismus mit dem aullis- iein irbiiß1 ^anb in Hand arbeitet, sieht man in ber Ak- Mploräcd !cs Führers eine innere Notwendigkeit.

Aujourd'hui" schreibt George S u a r e s , bie die beginne, sei die entscheidende für bte r ft ber europäischen Zivilisation. Im Osten und MM F M Z esten hätten sich Rußlanb unb Englanb gonr^i'^ b:iben ewigen Feinbe ber Zivilisation bte

6-lnebp ber Europ