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Krauen in den Betrieben helfen mit
Oie Betriebsfrauenwalterin sorgt für gute Betreuung der Arbeitskameradinnen
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o-jun niannjvy jivgrem/e -oui l iji juyiunut Hüfingen, weil sinnlos satte Menschen auf ihren ! chwuchs verzichtet haben. Der Sieg der Massen
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sich sehr, daß Mutti bei der »Maizena« die »Briefe eines Arztes an seine Tochter« angefordert hat, denn er kennt dieses wertvolle Buch,
far Euch, Rena and Claus. Vati schreibt ros dem Feld, daß er bald auf Urlaub kommt und sich auch mächtig freut, das kleine Baby zu sehen. Vati fragt, wem es denn ähnlich sieht und ob es denn schon tüchtig schreien kann. Auf jeden Faß ermahnt er Euch, ja immer tüchtig zu essen, auch wenn Claus, der ja nun schon seit Ostern die Schule besucht, keine Maizena-Suppen oder Maizena-Puddinge mehr bekommen kann, denn Maizena ist ja während des Krieges nur für kleine Kinder bis zu 6 Jahren. Rena soll Claus man immer etwas abgeben von ihrer Maizena-Speise, wenn Claus in der Schule besonders gut aufgepaßt hat Vati freut
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! '
in seiner Gesamtheit zuteil wenden. Bei zahlreicher^ großen Veranstaltungen des früheren Mittelrhein- kreises der einstigen Deutschen Turnerschaft war er als unermüdlicher Mitarbeiter an führender Stelle mit tätig. Ganz besondere Verdienste erwarb er sich bei der Vorbereitung und Durchführung des großen Mittelrheinischen Kreisturnfestes im Jahre 1925 in Gießen, wo er neben dem verstorbenen Georg Kling, dem damaligen Leiter der Veranstaltung, mit zum Mittelpunkt der Führung gehörte. Der Turnverein von 1846 ernannte Wilhelm Erle in dankbarer Anerkennung seiner vielfachen Verdienste zum Ehrenmitglied und bei seinem Scheiden aus dem Amt des ersten Sprechers zum Ehrenvorsitzenden. Als weitere turnerische Ehrun» aen wurden ihm als äußere Merkmale der dankbaren Würdigung der Chrenbrief des früheren Mittelrheinkreises der DT. und der Ehrenbrief der Deutschen Turnerschaft selbst überreicht, der zu-
an ihrer eigentlichen natürlichen Berufung in der Volksgemeinschaft erleiden. Erweist es sich im Laufe der Arbeit, daß eine Frau oder ein Mädchen für den zugewiesenen Arbeitsplatz doch nicht geeignet ist, so wird ein Austausch gegsn eine andere Beschäftigungsart vorgenommen. Werdende Mütter finden natürlich besondere Berücksichtigung! ihnen wird vom gegebenen Zeitpunkt ab nur Halbtagsarbeit aufgetragen, und einige Wochen vor und nach der Gebupt des Kindes werden sie von jeglicher Arbeit freigestellt. Frauen und Mädchen, die das Stehen bei der Arbeit nicht vertragen können, erhalten Arbeitsplätze mit Sitzgelegenheit. Weniger kräftige Frauen und Mädchen verrichten überhaupt nur leichte Arbeiten, andere mit größeren Körperkräften arbeiten in anderen Abteilungen, in denen etwas mehr Kraftaufwand erforderlich ist, aber auch hier wird den Frauen und Mädchen niemals eine Arbeit zugemutet, durch die sie Schaden an ihrer Gesundheit oder an ihrem Kräftezustand nehmen könnten. <5tets gilt als Grundsatz, daß die gebotene natürliche Rücksichtnahme anzuwenden ist.
Bei ihren täglichen Besuchen in den Arbeitsräumen wendet die Betriebsfrauenwalterin den schaffenden Frauen und Mädchen ihre besondere Aufmerksamkeit zu. Dabei unterrichtet sie sich über die Wünsche oder gelegentlich auch Beschwerden der Arbeitskameradinnen. Soweit es nur irgend möglich ist, wird den Wünschen oder Beschwerden Rechnung getragen, sei es hinsichtlich des Arbeitsplatzes, der Freizeit oder auch der häuslichen oder familiären Angelegenheiten usw., falls in letzterer Hinsicht Anliegen vorgebracht werden. Wird z. B. eine Frau oder ein Mädchen krank, so wird nicht nur der Arzt zur Beratung und Hilfeleistung hinzugezogen, sondern es wird auch sofort geprüft, ob und inwieweit familiäre oder Wohnungsverhältnisse eine Rolle spielen und entsprechende Maßnahmen im Interesse der Erkrankten zu treffen sind. Aussprachen zwischen dem Arzt und der Betriebsfrauenwalterin geben dafür mancherlei wertvolle Hinweise. Hat eine Ar- beitskameradin nach einer Krankheit oder nach langer Mitarbeit einen Erholungsurlaub zu ihrer Kräftigung notwendig, so wird sie auf Kosten des Betriebes für eine entsprechende Zeit, meist für vierzehn Tage, zu einem Erholungsheim der Deutschen Arbeitsfront oder auch zu einem anderen geeigneten Erholungsplatz geschickt. Während dieser Zeit zahlt der Betrieb den Lohn weiter, damit die Arbeitskameradin und ihre Familie vor wirtschaftlichen Schäden bewahrt bleiben. Ihr Arbeitsplatz wird in dieser Zeit von Kameradinnen mitversehen, oder Aushilfskräfte übernehmen vorübergehend die Arbeit. In besonderen Notlagen und bei Todesfällen steht weiter ein Unterstützungsverein der Gefolgschaft zur Hilfeleistung bereit.
Zum Besten der schaffenden Frauen arbeitet die Betriebsfrauenwalterin nicht nur mit dem Betriebs- führer, sondern auch mit der Kreisamtsleitung der NSV. in bewährter und glücklicher Weise zusammen. Dabei findet sie stets die großzügigste Förderung durch die NS.-Dolkswohlfahrt, die in der Betreibung der im Kriegseinsatz schaffenden Frauen und Mäd-
gesucht.
6rge und Liebe, die man auf die Kinder verwendet. Schon manches wertvolle Land ist zu einer öden lüfte geworden, weil unsinnige Menschen aus I ubgier Pflanzen und Bäume ausgerottet haben. 6^on manches siegreiche Volk ist zugrunde ge-
chen eine besondere Aufgabe erblickt. Auch bei deck Ortsgruppenleitern der Partei, den örtlichen Dienst« stellen der NSV., der NS.-Frauenschast, bei beit Bürgermeistereien und deren sozialen Einrichtungen wird der Betriebsfrauenwalterin als Wortführerin der betreuten schaffenden Frauen und Mädchen stets alles Entgegenkommen und jegliche Hilfeleistung ge« währt. Auf dieser breiten Grundlage kann oiü Frauenwalterin auch in komplizierten Fällen von häuslichen und familiären Sorgen beratend und helfend wirken. Besonders bemerkenswert ist dis Mitteilung, daß die Betriebsfrauenwalterin in dem von uns besuchten Betriebe sehr häufig auch von: den männlichen Arbeitskameraden zur Beratung und Hilfeleistung aufgesucht wird und diesen selbstverständlich ebenso gern ihre Erfahrungen, KenntnissS und Ratschläge nutzbar macht.
Gestützt auf die umfassende soziale Betreuung und das weitgehende menschliche und kameradschaftlich« Verständnis durch die Betriebsfrauenwalterin sind alle Mädchen und Frauen, ob sie nun aus der Stadt kommen oder auf dem Land wohnen, mit voller Arbeitsfreudigkeit bei ihren Aufgaben an den Maschinen oder an ihrem sonstigen Arbeitsplatz. Viels von ihnen haben an dieser Arbeit so reiche innere Freude gewonnen, daß sie manchmal geradezu um ihren Arbeitsplatz bangen, wenn es sich nur um eine Freizeitgewährung oder um eine kurze Verwendung an einer anderen Stelle des Betriebs handelt. Dabei ist den Frauen und Mädchen nicht der Lohn an sich ausschlaggebend, sondern ihnen gehts um die Arbeit. Sie fühlen sich wohl bei ihrer Arbeit und betrachten sich als Mitkämpferin in dem großen Ringen unseres Volkes um seine Freiheit und Zukunft.
Und so wie in dem von uns besuchten Betriebs ist es überall da, wo deutsche Frauen und Mädchen gerne Kriegshilfsdienst zur Erringung des deutschen Sieges leisten. B.
Oie $rau hinter dem Ladentisch.
Viele Kaufleute, die aus ihren Läden heraus zum Wehrdienst gerufen wurden, haben in ihren Frauen treue Hüterinnen der von ihnen aufgebauten Geschäfte. Tun diese Frauen ihren schweren Dienst, um des materiellen Erfolges willen? Schließlich könnte die Frau ja das Geschäft schließen und roüi^e dann Familienunterhalt bekommen, von dem sie gut leben könnte. Sie würde mit ihren Kindern noch genug Arbeit haben. Aber sie will das Gesck>ift nicht schließen. Nicht um Geld zu verdienen, schafft sie täglich die schwere Arbeit, sondern um das Geschäft aufrechtzuerhalten. Ebenso stark wie die Bindung an die selbst aufgebaute Existenz ist der Gedanke an die Versorgung der Kundschaft. Sie könnte sich vielleicht genehmigen lassen, den Laden nur halbtags zu öffnen. Aber auch das will sie nicht, weil sie weiß, daß ein Teil ihrer Kundschaft nur am Vormittag, ein anderer nur- am Nachmittag oder am Abend kaufen kann. Wenn wir von der Kriegsarbeit der Frau sprechen, dann wollen wir auch den Einsatz der Kaufmannsfrau nicht vergessen!
Verdunkelungszeil
24. Mai von 21.24 bis 5.14 Uhr.
25. Mai von 21.26 bis 5.13 Uhr.
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Die Reichsbahn- oder Straßenbahnschaffnerin, die Briefträgerin oder die Schalterbeamtinnen bei der Reichsbahn und der Reichspost sind Kriegserscheinungen in unserem Verkehr geworden, die für alle zur Selbstverständlichkeit des Alltags im Kriege gehören. Dagegen wird die ebenso tatkräftige und pflichtbewußte unbekannte Mitkämpferin in den kriegswirtschaftlichen Betrieben im Straßen- und Verkehrsbild nicht erkennbar. Don dieser unbekannten Kameradin im Kriegsdienst, die den Ruhm der einsatzbereiten deutschen Frauen im Ringen für unser Volk und Reich der Geschichte überliefert, soll hier einmal die Rede sein. Als Beispiel der Betrachtung haben wir einen kriegswirtschaftlichen Betrieb im Gießener Wirtschaftsbezirk besucht und dort von der Betriebsfrauenwalterin interessante Mitteilungen über die Arbeit der Frauen an den Maschinen und in den Werkstätten sowie über die soziale Betreuung der Arbeitskameradinnen erhalten.
Der von uns besuchte Betrieb hatte vor dem Kriege nur wenige weibliche Arbeitskräfte in seinen Werkstätten. Schon bald nach Kriegsausbruch meldeten sich jedoch zahlreiche verheiratete Frauen und auch eine Anzahl Mädchen zur Mitarbeit, die mithelfen wollten im Abwehrkampfe des Führers gegen die auf die Vernichtung unseres Volkes und Reiches abzielendcn Pläne unserer Feinde. Die Frauen kamen sowohl aus der Stadt als auch aus den Landorten. Viele von ihnen hatten bis dahin nur ihren Haushalt betreut oder sie waren bei landwirtschaftlichen Arbeiten behilflich gewesen. Nun aber sagten sie sich, daß ihre Arbeitskraft in dem kriegswirtschaftlich wichtigen Betrieb doch besser für die Gemeinschaft zur Geltung kommen könne, und darum meldeten sie sich auch ohne Dienstverpflichtung zur Mitarbeit. Zum Teil traten sie an die Arbeitsplätze ihrer zur Wehrmacht einberufenen Männer, zum größeren Teil aber übernahmen sie neue Arbeitsaufgaben, die aus den Verhältnissen der Kriegswirtschaft hervorgegangen waren. Und nun schaffen diese Frauen und Mädchen, etwa 150 an der Zahl, an den verschiedensten Maschinen, darunter auch an komplizierten und schweren, wo sie selbständig zu arbeiten haben, oder sie helfen in anderen Werkstätten, sind im Versandgeschäft tätig oder mit Hilfsarbeiten beauftragt, die an kleineren Spezialmaschinen zu verrichten sind und große Handfertigkeit erfordern, für die gerade eine weibliche Hand sehr geeignet ist.
Bei der Auswahl des Arbeitsplatzes wird im Einvernehmen mit der Betriebsführung sorgfältig darauf geachtet, daß die Frauen und Mädchen nur nach Maßgabe ihrer körperlichen Kräfte eingesetzt werden. Auf Arbeitsplätze, an denen ausgesprochene Männerarbeit notwendig ist, kommt keine der Kameradinnen. Die Betriebsführung läßt in allen bissen Fragen die Betriebsfrauenwalterin entscheidend mit zu Wort kommen, damit die Frauen und Mädchen keinen Schaden an ihrer Gesundheit und
Es genügt nicht allein, gute Helf» mittel zu erzeugen, sie müssen auch schnellstens zur Stelle sein, wenn man ihrer bedarf. Für diese stete Bereitschaft sorgt die »Save*«-Organisation mit eige- nem Flugzeug, wenn andere BAYER) Transportmittel nicht genügen. < E /
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Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 46, neue '/- kg 25, gelbe Rüben '/- kg 12 bis 15, rote Rüben 8 bis 12, Spinat 10 bis 17, Spargel 88 bis 100, Erbsen 40, Zwiebeln 17 bis 18, Meerrettich 40 bis 60, Rhabarber 12 bis 15, Lauch 24, Sellerie 21, Salat 15 bis 22, Salatgurken 50 bis 80, Rettich 20 bis 30, Radieschen, Bund, 12 Rpf.
Wilhelm Erle 20 Jahre alt.
Am heutigen Samstag, 24. Mai, kann der tu weiten Kreisen von Gießen und darüber hinaus bekannte frühere Bürodirektor des Sekretariats unserer Universität W i l h e l m E r l e in bester Frische und Gesundheit seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar stammt aus Dortmund und trat, nachdem er in Gießen im alten Infanterie-Regiment 116 seiner militärischen Dienstpflicht genügt und im Jahre 1896 in Darmstadt die Prüfung I. Kategorie für das Finanzfach bestanden hatte, im Jahre 1898 als Finanzaspirant bei dem Universitätssekretariat ein. Am 25. April 1903 wurde er als Sekretariats- assistent planmäßig angestellt, am 17. Juni 1911 erfolgte seine Ernennung zum Universitätssekretär. Die Amtsbezeichnung wurde später in Obersekretär, dann in Inspektor bzw. Oberinspektor umgewandelt. Mit Wirkung vom 3. Dezember 1928 ab wurde er zum Bürodirektor ernannt. Am 1. Oktober 1933 trat er auf sein Nach suchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste und in besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfevsinnes in den Ruhestand.
Im Kriege 1914/18 diente Wilhelm Erle in einem Landsturmbataillon dem Vaterlands. Viele Jahre lang widmete er seins Kraft neben seinen Berufspflichten mit aller Hingabe der deutschen Turnerei, die in ihm bis auf den heutigen Tag einen ihrer begeistertsten und tatfreudigsten Männer hat. Don 1911 bis zum Herbst 1932 war er erster Sprecher des Turnvereins 1846 Gießen, dem er als Vereinsführer hervorragende Dienste leistete, lieber den Kreis den Turnvereins 1846 hinaus ließ Wilhelm Erle seine fördernde Kraft auch dem Turnen
voll»
und Betreuung der Kinder voll Hingabe gewidmet werden.
Ein herrlich stolzes Gefühl ist es, in den Kindern die eigenen Lebenskräfte fortleben zu sehen. Ein wunderbares Wissen ist es, das, was man selbst erkämpft hat, in Kindern Und Enkeln bis in fernste Zeiten fruchtbar und lebendig zu wissen. Den Kindern unseres Volkes gehört darum unser Lebey. Und alle kommenden Geschlechter werden uns stolz ihre Ahnen nennen.
Sornofigeit.
Tageskalender für Samstag.
Gloria-Palast (Seltersweg): „Ohm Krüger". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ein Walzer um den Stefansturm".
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 15.15 bis 18 Uhr „Paganini": 19 bis 22 Uhr „Die ungarische Hochzett". — Gloria- Palast (Seltersweg) „Ohm Krüger". — Lichtspielhaus (Bahnhofstr.): „Ein Walzer um den Stefansturm". — Artilleristen-Kameradschaft 1895: ab 10 Uhr Schießen. — Oberhessifcher Gebirgsverein: Wanderung, Abfahrt 7.59 Uhr Lang-Göns.-Bereichs- meisterschasten im Radfahren: 14 Uhr in der Turnhalle des Tv. 1846, Steinstraße.
Sladllheater Gießen.
Am morgigen Sonntagnachmittag wird zum 30. Male Lehars Operette „Paganini" als Fremdenvorstellung aufgeführt. —Am Abend wird Nico Dostals Operette „Die ungarische Hochzeit" wiederholt. Die musikalische Leitung beider Vorstellungen hat Arthur Apelt, die Spielleitung Harry Grüneke. Die Bühnenbilder stammen von Karl Löffler, die Tänze sind einstudiert von Irmgard Trömel. Beide Vorstellungen außer Miete! — In der Woche vom 26. bis 31. Mai finden in Gießen aus technischen Gründen und wegen umfangreicher Vorbereitungsarbeiten keine Vorstellungen statt.
Gießener Dochenmarktprelfe.
* Gießen, 24. Mai. Auf dem heutigen Wbchem markt kosteten: Molkereibutter, '/- kg, 1,80 RM.,
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ünden von dem geheimnisvollen Wachsen der jun- pn Seele. Alles kindliche Fragen, Forschen und Hübeln zeigt das Erwachen des menschlichen Gei- । i=s. Schöner als die schönste Blume ist das Antlitz nd die Gestalt des Kindes. Zart und doch voll t rießenden Lebens, einfach und trotzdem voll Tiefe, lichtend klar und zugleich geheimnisvoll, erfüllt nm Freude und Schmerz, in unerschöpflicher Diel- , staltigkeit blühend, ein zapbervoller Wundergarten nd doch voller greifbarer Wirklichkeit, das ist das Innberreid). Unsere Freude und unser Stolz über tiefes köstliche Kinderland können nicht groß genug fm. Wer selber Kinder besitzt oder wer Kinder be= tauen und behüten darf, sott für dieses Glück der tottheit danken. Wem die Sonne der Kinderwelt nr von ferne leuchtet, der soll neidlos sich an die- frn Glanz erfreuen. In jedem deutschen Menschen c er sollen der Stolz und die Freude über die fort es gäbe der Kinder den eigenen Willen zum J nbe stets aufs neue erwecken und vertiefen.
'Der Welt des Kindes gebührt eine natürliche Le- tmsentfaltung. Natürlichkeit ist das erste Wachs- twsgesetz für das Kind. Luft, Licht, Wasser und eßunde Nahrung braucht der Leib der Kinder. Nach ftier, natürlicher Entfaltung, liebevoller, aber kla- r Behandlung, gesunder Aufklärung, nach frohem Diel und frischer Bewegung, nach einer Welt voll ute, Schönheit und innerem Reichtum verlangen "ist und Seele des Kindes. Jede unnatürliche Ver- Ijrrung des kindlichen Wesens, jede läppische Ber- ichlichung und Verwöhnung, jede widernatürliche tneroung, jede unmenschliche Ueberspannung und berbeanspruchung, jede grausame Vergewaltigung 2) Mißhandlung, jede Zerstörung kindlicher Art ein Verbrechen. Eine Knospe bringt man nicht durch zum Blühen, daß man ihre Schale zerreißt it> entblättert. Des Kindes Blüte wird durch jed- ähnliche Brutalität vernichtet. Das Wachstum Pflanze wird nicht dadurch gefördert, daß n sie in die Höhe zerrt und an ihr herumreißt, e Entwicklung des Kindes kann man ebenso durch zerstören, daß man unsinnig an ihm herum- |rrt. Jede Pflanze und jedes Kind farin man durch wc Obsorge vor Feinden und Schädlingen, vor ^fahren und Stürmen, vor Frost und Brand be- hren. Manche harten Naturereignisse und man» Hs schwere Geschehen muß aber jedes Lebewesen i- natürliche Existenzprobe bestehen. Mannigfaltige Ebe Triebe und Verwachsungen müssen Gärtner aö Erzieher bei Pflanzen und Menschen beschneide und korrigieren. Es lohnt sich aber alle Mühe,
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uö des Kindes begleitet sein. Im Frieden können di Völker ebenso ausbluten wie im Kriege. D'e krpflichtung zum Kinde ist eine heilige Berufung fr jeden gesunden Menschen. Wer sich willkürlich tigern göttlichen und völkischen Ruse entziehen s l, handelt unsittlich. Leib, Seele und Geist des Ülnnnes und der Frau müssen zur Bereitschaft für tas Kind erzogen und erhalten werden. Die ganze 8ibenstraft und Einsatzfähigkeit müssen der Pflege
Aus der Stadl Gießen.
Kinder.
Von Anton Holzner.
Wenn wir im Frühling den herrlichen Reichtum >er frischen Blumen, die Pracht der blühenden Zäume, das sprießende Leben der jungen Saat, ; )ie Knospen und grünenden Triche in der gesamten I Lflanzenwelt erleben, dann wissen wir: Diese wunderbare Kindheit in der weiten, schönen Welt ist ein östliches, alle Jahre wiederkehrendes Geschenk der Zottheit für uns Menschen. Und unwillkürlich wer- >en wir dann jedes Jahr aufs neue mit reichern nb tiefem verstehenden Erleben für die noch größere Gottesgabe der eigenen menschlichen Kinder» seit erfüllt.
Der schönste Blumengarten der Gottheit ist die Delt unserer Kinder. Ein zartes Wunder ist ihr :eben. Unendlich reich und vielgestalttg ist ihre Seit Jeder traurige Blick und jedes bittere Schluch» pn, jedes zufriedene Lächeln und jeder frohe Jubel
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