Ausgabe 
23.5.1941
 
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Gießener Anzeiger

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der Engländer, in unsere

Italienische und deutsche Malta einen Flugplatz

ließen.

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Boden drei Flugzeuge ii im Gebiet von Gall

:iel wir wissen, verboten. Dafür schlagen sie lesens- k»erte Bücher vor, die in der Regimentsbibllothek zu liiben sind, oder sie machen einen besonders guten rilrn namhaft und wo und für wieviel Geld er zu ist. Oder sie helfen ihnen aucts bei der Korre- vondenz an die Lieben daheim; denn nicht alle amerikanischen Soldaten sind der englischen Sprache mächtig, und mancher Pole, Tscheche oder Serbe b-rnt erst aus dem Kasernenhof die Zunge des adop-

der ersten Jahrgänge ließ sie sich in unmittelbarer Nähe der vielen neuen Lager nieder, so daß um die einzelnen Feldlager und Kasernen auf Befehl der Bundesbehörden in Washington Bannzonen von dreißig Meilen Durchmesser gelegt werden mußten, nachdem die Geschlechtskrankheiten unter den Soldaten enorm angestiegen waren. In Pensa- cola am Golf von Mexiko, wo sich die größte Aus­bildungsstätte für Marineflieger befindet, mußten kürzlich ganze Straßenblocks unter Quarantäne ge­stellt werden.

Sonntag verbringen konnten. In anderen Orten wird die weibliche Jugend durch öffentliche Auffor­derungen in Presse und Rundfunk ersucht, sich im Interesse der Sache sonnabends in rauhen Mengen auf den Tanzveranstaltungen der Garnison einzu­finden. Die Erfolge dieserGestellungsbefehle" sind bisher allerdings recht zweifelhaft, und in den mei­sten Fällenerfreut" sich das Militär im wahrsten Sinne des Wortes einer erdrückenden Mehrheit. Immerhin steht fest, daß weder Geld noch Mühe gescheut wird, um dem wehrhaften jungen Ameri­kaner das Soldatenleben so angenehm wie möglich zu machen. Es wäre jedoch falsch, aus dem Bor­hergesagten zu schließen, daß der Amerikaner ver­weichlicht ist und keine Anlagen für einen guten Soldaten besitzt. Schon die große Anzahl der vie­len Deutschstämmigen in diesem Lande würde diese Annahme Lügen strafen, und auch der Amerikaner

JnRordafrika vor Tobruk lebhafte Späh- lrupptäligkeit. Bei Sollum schossen deutsche Jagd­flieger von sechs angreifenden britischen Kampfflug­zeugen fünf ab.

Bei dem Versuch des Feindes, am Tage in das besetzte Gebiet an der Kanalküste einzufliegen, wur­den ohne eigene Verluste fechsbritische Jagd­flugzeuge und ein Kampfflugzeug im tuftkampf abgeschosfen. Einzelne feindliche Flug­zeuge warfen Sprengbomben auf die I n f e l Hel­go l a n d. Es entstanden lediglich Schäden in Wohn­vierteln. Die Zivilbevölkerung hat einige Verluste an Toten und Verletzten. INarine-Artillerie schoß zwei der angreisenden britischen Flugzeuge ab. Sonst fanden keine weiteren Einflüge des Feindes in das Reichsgebiet statt.

Zn der Zeit vom 18. bis 21. Mai verlor der Feind zusammen 37 Flugzeuge, hiervon wur­den 22 durch die Luftwaffe, drei durch Marine­artillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen elf eigene Flug­zeuge verloren.

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Berlin, 22. Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im östlichen Mittel­meer erzielte am heutigen Tage die Luftwaffe im Kampf gegen die britische Kriegsmarine beson­dere Erfolge. Durch Bombenvolltreffer wurden vier britische Kreuzer und einige Zer- störer versenkt, ein Schlachtschiff und zwei weitere Zerstörer schwer getroffen.

Oer Wehrmachiberichi

Berlin, 22. Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage mit großem Erfolg britische Seestreitkräfte im östlichen Mittelmeer an. Bomben schweren und schwersten Kalibers trafen ein Schlachtschiff, sechs Kreuzer und einen Zerstörer. Auf vier Kreuzern entstanden Brände, ein Kreuzer zeigte Schlagseite. An den Angriffen beteiligten sich auch italienisch»e Torpedoflugzeuge. Im gleichen See- gebiet wurde ein feindliches Unterseeboot von einer Bombe getroffen und ein Handelsschiff schwer be­schädigt.

Oer italienische Bericht.

Rom, 22. Mai. (DND.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort­laut: _

2n Nordajrjka ag der Tobruk-Frost

uerstag, -oen.

l Frische begehen, it Gluck-

(eiter der Faschistischen Partei, Graf Ruggeri« befanden. An dem Empfang nahmen der Reichs- Minister des Auswärtigen von Ribbentrop und der Reichspressechef Dr. Dietrich teil. Aus dem gleichen Anlaß waren Botschafter Alfieri und seine Begleitung am Donnerstagmittag Gäste des Reichsaußenministers im Landhaus Fuschl.

Hohe italienische Auszeichnung für General Rommel.

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haben sich i Meister Mersiche» n, in G!ei- uelen ober sieges mr- Sonntags ingen, eine dann niog- oder mehr MögKchleit

General Gariboldi überreicht hier dem Führer des Deutschen Afrikakorps General Rommel (Mitte) das Eomtur-Kreuz des Ordens vom häuf- Savoyen

schossen.

Eines unserer Unterseeboote ist nicht zu feinem Stützpunkt zurückgekehrt.

Botschafter Alfieri beim Führer.

Am zweiten Jahrestage des deutsch-italienischen Paktes.

Obersolzberg, 22. Mai. (MB.) Anläßlich des zweiten Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnis­paktes empfing der Führer am Donnerstag au dem Obersalzberg den kgl.-italienischen Botschafter Dino A l f i e r i, in dessen Begleitung sich Botschafts­rat Zamboni, Militärattache Mar ras, Ma- rineaUache Kapitän z.S. de Angelis, Lustfahrt- aüache Oberst Loucci mrd der Landesgruppen-

' liten oder Behaglichkeiten des Privatlebens zu sollen. Die einen sagten, die in den Feldlagem ein- I z stellenden Damen sollten die Mutter ersetzen, inniit die Jungen kein Heimweh bekämen, aber der merifanifcben Heeresleitung kam diese Begründung - b-nn doch zu unsoldotisch vor. Sie klang zu sehr k mch Verweichlichung. Amerikas künftige Landes- i-rteibiger, so sagte man, brauchten nicht wie Säug- Inge betreut zu werden. Was andere sagten, die ins Muttermotiv von vornherein ablehnten, ge­engte nicht bis in die breite Öffentlichkeit, und io rTilgte man sich schließlich auf die neutrale Bezeich­nunghoste ß".

In der angelfächsischen Welt wird unter dem Be- pffHosteß" alles verstanden: Von der Gast- | Oberin in einem guten Privathaushalt bis hin- | imter zur Animierdame in einer Bar mit Samen« - bbienung. Jrn Einvernehmen mit Kriegsminister Mimfon (dieser ist mehr als siebzig Jahre alt!) wurden die hostesses in Senior- und Junior-Ho- sfscs eingeteilt. Das Mindestalter der Senioren i itt 35, das der Junioren 25 Jahre. Die Aufgaben ler Angehörigen beider Klaffen bestehen darin jj, darüber find sich die Gelehrten auch heute noch licht einig, obwohl bereits zahlreiche hosteffes un- 1 r großem militärischem Pomp eingestellt wurden. Me ihr zugeteilte Kompanie tritt an, präsentiert \qs Gewehr und nach dem BefehlRührt Euch erfolgt die Vorstellung durch den Kompaniechef. Bei Irsonders gut aussehenden hostesses, die übrigens Iieutnantsrang haben und gut bezahlt werden, läßt is sich unbeftätigteii Meldungen zufolge manchmal Iiigar der Bataillonskommandeur nicht nehmen, die Vorstellung persönlich zu überwachen. Jede Ka- 'rne, jedes Truppenlager verfügt je nach Größe iflber eine oder mehrere dieser hostesses, deren erste unter großem publizistischem Aufwand auch einer breiteren Öffentlichkeit in Wort und Bild gezeigt werden. Keine Mutter und keine Braut brauchte 'ch zusätzlich Sorgen zu machen? Außerdem ist eine chsolut einwandfreie Vergangenheit erste Voraus-

Stellungen einzudringen, vereitelt worden. Gegen weitere feindliche Abteilungen richteten sich Gegen­angriffe unserer Kavallerie-Abteilungen, die den Feind zurückschlugen. Eine hurricane wurde südlich von Pantelleria von der Marine-Flak abge-

bombardiert, wobei am Brand gerieten.

In Ostafrika ist

Sidarno ein Versuch

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Futzball» nntag be« i Enkjchü« Ls, die am :eigtn. Es

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Vier britische Kreuzer im Ost-Mttelmeer versenkt

Besondere Erfolge der deutschen Luftwaffe.

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der im letzten Wehrmachtbericht gemeldete Luftan­griff auf Malta in der Nacht zum Donnerstag in mehreren Wellen erfolgt sei. Bald habe man ein riesiges Flammenmeer als Wirkung der vielen abgeworfenen mittleren und schweren Bomben feststellen können. Die mittleren Kaliber der feindlichen Flak in der Nähe der Arsenalstraße seien sicher sehr schwer getroffen worden, denn schon beim Anflug der zweiten Welle hätten diese nichtmehr gefeuert. Nur mit Maschinengewehren sei noch eine Abwehr versucht worden. Das Feuer vom Fort Angelo aus habe aber angehalten, bis Die Scheinwerfer erloschen seien. Ueberaus heftig fei auch das Abwehrfeuer vor dem Hafen von Malta gewesen. Der Flughafen von M i t a b a fei schwer beschädigt worden. Ein Stuka habe zwei englische Flugzeuge durch Brandbomben vernichtet. Ferner sei ein großes Gebäude in Brand geraten, das als Unterkunft gedient haben dürfte. Nach den großen Erfolgen des bis drei Uhr morgens dauernden An­griffs feien sämtliche Flugzeuge zu ihren Stutz­punkten zurückgekehrt.

Ein ausaewdmetes Luftbild, das von einem italienischen Bombenflugzeug während eines Auf- klärungsstugcs aufgenommen wurde und deullich Hafenanlagen und Schiffe des hauptftutzpunktes

9 9 der britischen Luftwaffe auf Malta zeigt. (Atlantic-M.)

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Goldatenleben mit,,sex appeal"

Von unserem A. L.-Berichterstatter.

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuyork, im Mai 1941.

Als der jüdische Verleger einer großen Neuyorker (jitung, der Pseudo-Obeft Ochs Adler, vor Jahr nd Tag als erfter Amerikaner öffentlich die Ein- i hrung der allgemeinen Wehrpflicht , rlangte, um den bereits strauchelnden Engländern puen Mut zu machen, tauchten in der hiesigen »treffe sofort alle möglichen Vorschläge auf, die dar- df abzielten, einer widerstrebenden amerikanischen fugend den Gedanken an das bevorstehende Dienst- ilhr schmackhaft zu machen. Wer die moderne ame- !kanische Jugend kennt, weiß diese kluge Doraus- M zu würdigen. Disziplin und Enthaltsamkeit sind , hie Begriffe, die imWebster", dem amerikani- fen Standard-Wörterbuch nachgeschlagen werden Innen. Im übrigen ist ungezügelte Lebensfreude ? Stumpf.

DerJitterbug" (in freier Uebersetzung dieZit- I prwanze") ist beispielsweise aus dem heutigen ? sreizeitleden der jungen Amerikaner beiderlei Ge­flechts einfach nicht himvegzudenken. Er ist der srototyp einer jener Formen, die mit der hierzu- ttnde seit einigen Jahren in wildem rhythmischen ichütteltanz das Leben bejaht wird. Man sieht ihn df allen Tanzböden von Neuyork bis San Fran- isfo, ob er nun noch im schulpflichtigen Alter sicht oder bereits mehrere Semester ernster hoch- Mlstudien auf dem Rücken hat. Sogar in den Ge­schäftsräumen der berühmten, von dem preußi- f fen General von Steuden gegründeten Kadetten- ciftalt West Point ist er durchaus keine Seltenheit, t leer junge Amerikaner ist intelligent und sehr auf« klärt, aber außerhalb des Ballsaales beschränken pH seine Interessen vielfach auf Baseball und Foot- L liU, die beiden amerikanischen National-Sport- I cten. Die Ausnahmen bestätigen natürlich die Re- | 0, die, wie gesagt, plötzlich ein Ende finden sollte, i is Mr. Ochs Adler aus Neuyork die Wehrpflicht u t rlangte. Das soll nicht etwa heißen, als wollte ^Uisgerechnet Mr. Wer die männliche Jugend fhmeritas auf den rechten Pfad der Disziplin und i Ldatischen Einfachheit lenken, nein, seine Beweg- cünde als Verleger einer interventionistischen Zei- i ng waren andere. Aber die Tatsache bleibt be- ichen, daß die hiesige Jugend die Wehrpflicht zu- itchst als eine unbillige Zumutung und als einen Ersuch empfand, die zwölf Monatechres Lebens- ichalts" zu berauben.

Was lag angesichts dieser Situation für die Macht- hber näher, als in den Kasernen und Feldlagern I r Armee einen Ersatz für die Vergnüglich-

DI. Jahrgang HH2( ttfcbetnt tägltch, außer Sonntags und Feiertags Aeilageu:Die Illustrierte SießenerFamilienblatter feetmat imBilü DieScholle »!.95 LbneJllustrierte . 1.80 Zustellgebühr. -.25 wd) bei Nichterscheinen ,on einzelnen Nummern k,solge höherer Gewalt ->rrnsvrechansch! 2251 Vrabtanscyrist:Anzeiger" Sostscheckl16s6Franks.-M

l'bung für jede Anstellung.

Eine der Ausgaben wir kommen um Die Er- * iA2:L hrterung dieses Themas nicht herum besteht dar- rM 'n, den jungen Soldaten bei der Gestaltung

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8rettag,23.Mai,y4l

Annahme von Anzeigen für die Rtittagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittags

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Änzeigemeil 7 Rvf. te mm bei 22 mm ZeilenbreNe, Terueü 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite

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Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel S Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr

Oie Pipe-Lines.

Die irakischen Truppen haben in diesen Tagen die britische Erdölleitung von Kerkuk nach 5)aifa gesperrt und die ergiebigen Oelfelder von Mossul besetzt. Der französische Strang der großen Oel- leitung zum Mittelmeer ist nach der Niederlage Frankreichs Anfang Juli des vergangenen Jahres chon von britischen Agenten zerstört worden, cheute ließt also kein Mossulöl mehr nach dem Mittel­meer, und die ölhungrige britische Mittelmeerflotte muß künftig ihren Bedarf ays dem ferner liegenden persischen Golf über den Sueztänal herbeischaffen, o lange diese Verbindungslinie ungestört funktio­niert. w

Diese Oellinien, für die sich die englisch-amerika­nische Bezeichnung Pipe-Lines eingebürgert hat, ind schon von Anbeginn an ebenso ein Streitobjekt gewesen wie das Mossulöl selbst Unter türkischer Herrschaft hatte das Gebiet lange in seligem Schlum­mer gelegen, bis 1902 das erste Del gefunden wurde. Wie es derZufall" wollte, machte diese unbiblische Entdeckung der britische Missionar H a r- w o o d. Die großen Erdölinteressenten begannen sich zu schlagen, und als die Türkei im Weltkrieg zusammenbrach, frohlockten die Sieger von damals über die leichte Beute. Aber bald lagen sie sich selber in den Haaren; Frankreich wollte das Del, und die Briten wollten es erst recht. Sie hatten den von den Franzosen aus Syrien vertriebenen Araberscheich Feisal zum König des Irak gemacht. Er besetzte Ende 1922 das Mossulgebiet und vergab die Oelkonzession, die rechtlich noch den Türken ge­hörte, an die Briten.

Frankreich und die Vereinigten Staaten verzich­teten jedoch ebenfalls nicht auf ihre Rechte. Die Genfer Liga sollte den Konflikt schlichten. Inzwi­schen hatten die Engländer die Griechen gegen die Türken in den Kampf geschickt, jedoch unterlagen die Griechen gegen Kemal Pascha. Schon damals hatten die Griechen die zweifelhafte Ehre, für die britischen Oelinteressenten zu sterben. Auf der Kon­ferenz von Lausanne wurden Die Türken im No­vember 1922 endgültig um das Mossulöl betrogen; Den Löwenanteil erhielten die Briten, Den Rest die Franzosen und Nordamerikaner. Das Delgebiet wurde im Jahre 1926 endgültig dem Irak zuge­schlagen, und London hoffte, in König Feisal einen ausgezeichneten Vertreter seiner Sache zu haben. Die Franzosen machten gute Miene zum bösen Spiel, weil ihnen die Engländer nun endlich Den Einmarsch ins Ruhrgebiet gestatteten. Die Briten nutzten ihre Machtposition im Irak weidlich aus, zumal 1927 die erste sehr ergiebige Quelle erbohrt worden war: sie gab schon in drei Jahren 36 000 Tonnen Del. Bis Feisal im Jahre 1932 die Unab- jängigfeit des Irak ertrotzt hatte, flössen die bnti- chen Delquellen schon reichlich, politische und mili­tärische Reservate hatte man sich ausbedungen, und als Feisal gelegentlich Widerstand leistete, ließen ihm dieHerren des plötzlichen Todes" die letzte Tasse reichen ...

Um das Jraköl auf dem billigsten Wege über die unwirtlichen Gegenden zum Mittelmeer zu bringen, wurde die Verlegung von Pipe-Lines be­schlossen. Es mußtest zwei fein, weil die französischen Interessenten sich nicht den britischen Freunden aus­liefern wollten. Unter Feisals Nachfolger Ghazi I. wurde das Werk beschleunigt. Die Franzosen woll­ten ihre Leitung in ihr syrisches Mandat haben, die Briten nach dem in Nordpalästina gelegenen großen Hafen Haifa. Der Bau wurde 1927 begon­nen, und im Juli des Jahres 1934 konnte das erste grüne Gold" durch die Rohre gepumpt werden; die feierliche Eröffnung fand erst im Januar 1935 statt.

Bei dem Bau der Pipe-Lines galt es, enorme technische Schwierigkeiten zu überwinden. Man daf sich also iricht wundern, daß die annähernd 1900 Kilometer langen Leitungen 15 ^Millionen Pfund Sterling in Gold oder 300 Millionen RM. kosteten.

23 S0N. tSjähij. Heinrich Geschäft ber zwei seinlom« Siebener Bewirt.

Iah. öelbstrase ichts ließ ebene« - Buller, Familie [fen. Der teilet für Mangel- lensmittel lit feinem ch Slus- Schleich« is wieher« darben.

Werten Landes. ,

Die Hostesies haben, um es kurz zu machen ,n Amerika viel Staub aufgewirbelt. Taufende luhlten sch berufen, aber nur wenige wurden auserwaytr «m der Armeeleitung drohte ob Der Zweckmäßigkeit s idber Unzweckmäßigkeit dieser hochmodernen Matz- whme eine ernste Meinungsverschiedenheit auszu- k Rechen, und schließlich wurde ein Kompromiß ge- n unben, der in Den beiDen vorerwähnten zllte - | ! assen beredten Ausdruck findet. Aber trotz aller Deit- und Voraussicht hat eines nicht verhrnder werben können: Die amerikanische Prostitution ,olgt her in der Bildung begriffenen neuen Volksarmee ; Ächt ach Den Fersen. Bereits nach der Anshevuns

vrStzlsche UntDerfttätsbrxderei H. tauge General-Anzeiger für Oberhessen

Völlig neue Wege schlug vor einiger Zeit Die

Chikagoer StaDtverwaltung ein. Man vermittelte,------,o . . -

blinDe" Bekanntschaften zwischen jungen Chikagoer irischer, schottischer und englischer Abstammung hat Mädchen und Soldaten einer benachbarten Garni- manche guten soldatischen Eigenschaften. ailerDings. son, Die für sechs Dollar unD einigen Cent einenHostesses" könnten mir uns m Der deutschen mit Film, Tanz und Boxkampfbesuch angefüllten Armee nicht Dorfteilen!

/ .. Artillerietätigkeit. Italienische und deutsche Flug

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Rom, 23. Man (Europapreß.) Em Knegsbe- Bomber abgeschossen. ...........

richterstatter desGwrnale d Italia berichtet, daß F^gzeuge haben auf

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r e r Freizeit zu helfen. Selbst nut denan- tzie oiil' Izsoerteibigern auszugehen, ist ihnen allerdings, fo-

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