Die SeWostenpreiserrechlnmg nach den LSS
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toeJbfttoften und dem -°-kuI°t°ri,chm G-wmnaus. Pr°x>-^u. ln 6en n8(f,ften Iaflen
*$2ie EkmentTbeTselblttoften waren Gegenstand in Alsfeld und Lauterbach ebenfalls vor Betriebs, »innphorthpr 9^ph*üfhtunaen Neben dem Mengenansatz Führern und Mitarbeitern aus dem Rechnungswesen und^der^Ben^ertung"d^er"von auswärts ^bezogenen ^urchgeführt und dürfte auch dort lebhaftem Inter- und der felbft b-ra-ftellten Werkstoffe wurden bei effe b-gezn-n.
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1 I>l W dW d ■ Uhl nur im Orangefrtutel
(Nachdruck verboten.)
34. Fortsetzung.
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erreichen.
15.
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Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
Ende Karin
Betriebsappell bei Andreas Euler.
In Anwesenheit des Parteigenossen Schmidt von der Kreiswaltung Wetterau der Deutschen Ar- beitsfront wurden in einem Betriebsappell die neu
und der selbst hergestellten Werkstoffe wurl den Fertigungslöhnen die Ansetzung der Fern-
Karin Grunelius
Roman von Guido K. Brand
Dieser Tag schien ein schicksalhaftes nehmen. Oder war es ein Anfang, als Hause mit der Nachricht empfangen wurde, Gunther habe vom Hotel aus angerufen und bäte sie, ihn
aufzusuchen? ...
„Warum kommt er denn eigentlich nicht zu uns? erkundigte sich die Tante mit leicht gerunzelter Stirn. „Es wäre gar nicht so uninteressant, den Mann kennenzulernen, der einmal meine Nichte heiraten will? Sag ihm, daß ich ihn morgen zu sehen hoffe. Lade ihn zum Mittagessen ein, liebes Kind!
Obwohl sie seit Tagen darauf gefaßt sein mußte, daß Günther nach München kam, machte sie die Vorstellung unruhig, ihn vielleicht in einer Mertel- 1 stunde in einer nüchternen Hotelhalle begrüßen zu
Mele Stunden des Beisammenseins waren schon wieder vorübergegangen, ohne daß Bröger etwas anderes gesprochen hatte als von seiner wissenschaftlichen Arbeit, mit einer Nüchternheit unD geradlinigen Zweckhaftigkeit, die sich wie em Schukwall um sein Inneres aufbaute. Aber auch das Idjum Karin zu irritieren. Schließlich wußte sie selbst nicht, was ihr an ihm gefiel oder mißfiel, was er tun oder lassen sollte. In dieser halbverzweifelten «Stimmung schrieb sie an Günther, von dem sie bis letzt nur die Berliner Adresse wußte, und bat ihn fast hilfeflehend, er möge bald nach München kommen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, daß sie durch eine Aussprache mit ihm auf den rechten Weg zurück- gebracht würde. Aber dann wünschte sie wieder, daß er noch nicht käme, damit sie Zeit habe, sich allem zurechtzufinden.
Mit diesen Gedanken war sie beschäftigt, als sie sich dem Odeonsplatz näherte und einen Ausgang aus einer Verwirrung suchte, der sie durch übermenschliche Arbeit Herr zu werden glaubte Sie muhte lächeln, als sie sich einredete, in das Luit- pold-CafS zu gehen, um sich abzulenken. Da sind wieder andere Menschen, sie höre andere Stimmen, sieht fremde Gesichter und begegnet vielleicht durch Zufall irgendeinem Bekannten.
Aber wie unter einem magischen Zwang ging sie daran vorbei und blieb plötzlich wie angewurzelt vor den Auslagen einer Kunsthandlung stehen. Für Sekunden strömte das Blut heftiger aus dem Herzen.
müssen, unter fremden Menschen halb schuldbewußt, halb widerspenstig ihm gegenüberzustehen. Wie ab- wesend konstatierte sie, daß es beinahe halb zehn wat. Vielleicht aber würde sie dieses Ereignis nicht so aufgewühlt haben, wenn sie nicht vor zehn Mi- nuten mit fast niederschmetternder Wucht an «Sam- pieri erinnert worden wäre.
Es hatte gewiß nichts gegeben zwischen ihr unb Thomas Bröger, was sie nicht vor ihrem Innersten hätte verantworten können. Daß er sie damals in der Trattoria skizziert hatte, am Strand nach einer kurzen Unterhaltung ein Gemälde anfing, dessen Ende sie nie erlebte jetzt aber mit erschreckender Deutlichkeit vor sich sah, konnte wohl niemand als ein Vergehen bezeichnen. Nur das Zusammentreffen dieser seltsamen Umstände verwirrte sie.
Als Karin die gold und braunrot getönte Halle des Hotels betrat, erkannte sie Günther sofort. Er war anscheinend freudig erregt aufgesprungen und ihr lebhaft, mit großen Schritten entgegengegangen. Merkwürdigerweise war sie in diesem Augenblick keines anderen Gedankens fähig, als den, daß sie sich sehr klein und in dieser Atmosphäre bedrückt vorkam, wogegen sie Günther in seinem Element sah. Diese große Welt, in der Gelb keine Rolle spielte, weil es im Ueberfluß vorhanden war, lag ihm, und als er so elegant und mit großzügigen Bewegungen auf sie zukam, schien er nichts vor ihr zu verbergen.
„Karin! Donnerwetter! Gut siehst du aus!" rief er ihr entgegen.
Sie wußte nicht recht, ob er es ernst meinte oder ob er aus irgendeiner Erinnerung heraus einen Vergleich zog. Denn sie konnte einfach nicht gut aus- sehen nach der anstrengenden Arbeit und nach den schlafverkürzten Nächten, die sie an ihre Aufgabe verschwendete. Melleicht meinte er aber auch nur das hellgraue Kostüm, das sie anhatte.
„Guten Tag, Günther!" Das war alles, was sie herausbrachte, ein wenig gepreßt. Aber sie hatte nicht lange Zeit darüber nachzudenken, wie sie sich natürlicher geben konnte.
Günther nahm sie beim Arm unb führte sie an seinen Tisch: „Entschuldige, daß ich ohne jegliche - Beachrichtigung eingetroffen bin. Aber es wickelte . sich alles fo schnell ab, das heißt, ich muh rasch noch i nach Darmstadt fahren! Wie geht es dir denn? Ar
den letzten Jahren geben.
♦♦ Schnell wieder erwischt. Nach einer Mitteilung der Kriminalpolizei wurden am Donnerstag hier zwei junge Bürschchen festgenommen, die in der Nacht zum Mittwoch aus einem Erziehungsheim in Mühlheim a. M. ausgerückt waren. Mit den beiden Ausreißern war noch ein Dritter heimlich abgerückt, wobei besonders bemerkenswert ist, d-aß das Trio nur mit dem Hemd bekleidet unb je eine Schlafdecke übergeworfen sich auf die Flucht- Wanderschaft gemacht hatte. Die drei zogen zunächst nach Sprendlingen, von wo der eine stammt, unb dort versahen sich alle mit Straßenkleidung, so daß sie wieder unter die Leute gehen konnten. Zwei Ausreißer, von denen der eine aus Gießen stammt, wollten unsere Stadt „beglücken", wurden aber sofort aufgegriffen und am gestrigen Freitag unter sicherem Geleit in das Erziehungsheim zurückge- bracht.
Amtsgericht Gießen.
Eine Frau in Gießen hatte einen Strafbefehl über 20 RM. erhalten, weil am 11. «September noch gegen 22 Uhr die nicht verdunkelten Fenster ihres Schlafzimmers in schönster Beleuchtung weithin in die Dunkelheit erstrahlten. Gegen den Strafbefehl hatte sie Einspruch beim Amtsgericht erhoben, da- mit aber keinen Erfolg. Sie wurde vielmehr zu einer Geldstrafe von 20 RM. verurteilt. Dazu kam- men nun noch die Gerichtskosten. Wirklich: eine kost-
beitest du denn immer fo lange? Gott, natürlich. Du hast es mir ja einmal geschrieben. Ist es wenigstens interessant? Komm, fetz dich! Trinkst du etwas? Herr Ober! Einen Augenblick! Nimmst du ein Glas Sekt mit Pfirsichen? Schmeckt herrlich! Also zwei!" bestellte er, als Karin mit dem Kops nickte.
Während er sich mit dem Ober unterhielt, streifte sie ihn mit einem kurzen Blick. Irgend etwas an ihm gefiel ihr nicht Seine Fragen und sprunghaften Sätzewechfel hatten etwas Nervöses und Unsicheres. Auch feine Hände waren lebendiger als sonst.
Das war also die erste Sekunde, vor der sie Angst gehabt hatte! Aber das war ja dumm von ihr. Sie spürte ja ganz deutlich, daß auch Günther einen Weg suchte, um über diesen unsinnigen Zustand hinweg- zukommen. Vielmehr wahrscheinlich, hinwegzutäu- schen.
„Ich komme direkt von Rendsburg, Karin. Bißchen lange Fahrt, aber ganz interessant. Fabelhaft« Schule da oben, sage ich dir. Da werden die zukünftigen Farmgehilfinnen aber wirklich systematisch nach allen Regeln der Kunst ausgebildet. Wenn diese jungen Mädchen hinauskommen, können sie nicht nur etwas, sondern sie bringen den anderen draußen noch etwas bei. Ich habe ein paar dafür gewinnen können ... Aber du hast mir ja noch gar nicht gesagt, wie es dir geht?"
„Danke, Günther! Ich habe dir ja noch nicht antworten können, weil du allein gesprochen hast, sagte sie, immer ein wenig beengt. Sollte das mit Rendsburg eine Spitze gegen sie fein, weil sie ihm diesen Dienst abgeschlagen hatte?
„Entschuldige! Natürlich. Aber erzähl du jetzt mal! Uebrigens, um gleich die Angelegenheit mit deiner Ausreißerei zu bereinigen ... da wollen wir weiter kein Wort verlieren. Ich fjabe mich nicht so recht damit abfinden können, so am Anfang, als ich deinen Brief erhielt. Ich habe es dir wohl geschrieben. Aber bann, als ich mir die Sache doch besser überlegte, habe ich mir gesagt: Mein Gott, natürlich ist es Karin maßlos langweilig, und ich liege da in dem oben Krankenhaus, und wir beide haben voneinander nichts. Also wird es schon so recht fein, wie sie es gemacht hat. Und du bist nun zufrieden? Aber ... jetzt rede ich schon wieder eine Weile "
(Fortsetzung folgt.)
Die Bemühungen der staatlichen Wirtschaftslen- hing unb die Auffindung des volkswirtschaftlich gerechtfertigten Preises für Güter und Leistungen führten dazu, daß die Organe, der Wlrtschaftsst^ie- rung ihr besonderes Augenmerk der betrieblichen Kostenrechnung zuwandten. Durch eine Reche von Verordnungen unb Leitsätzen griff der Staat m die Kostenrechnung unb Preisbilbung em. Für ben seiner Bedeutung und seinem Umgang nach ständig wachsenden Sektor der öffentlichen Auftraggeber ergingen die Sonderoerfügungen der RPÖ. und der LSS. (Leitsätze für die Preisermittlung auf Grund der Selbstkosten bei Leistungen für öffentliche Auftraggeber) vom 15.11.1938.
Zur Klärung der Zweifelsfragen wurde m einer Dortrasreihe, die von der Hauptftelle für Berufserziehung unb Betriebsführung in der Kreis- waltung Wetterau der DAF. durchaeftihrt wurde, zu dem ganzen Fragenkomplex der LsO. Stellung genommen. Referent war der Fachvertreter der Betriebswirtschaftslehre der hiesigen Universität, Parteigenosse Prof. Dr. A u l e r.
Nach einer kurzen Einleitung über die Formen her Selbstkostenpreisermittlung, die Beschaffenheit des Rechnungswesens, die Selbstkostenpreis^rüfung durch die öffentlichen Auftraggeber unb die Auskunftspflicht des Auftragnehmers wurde der Auf- bau der Selbstkostenrechnung mach den LnO. behandelt. Aus ben Darlegungen des Redners ging hervor, daß der Selbstkostenpreis der LSO. sich aus
Freude" und stattete den Verwundeten den Dank der Heimat ab für ihren heldenhaften Einsatz und ihr persönliches Opfer. Die hierauf abrollende Vor- tragsfolge umfaßte ein Wunschkonzert „Beschwingte Weisen", unter Mitwirkung der Kapelle Schlllinger und der Sängerin Gerda Brühl, sowie Auftreten des Musikalclowns Arnoldi. Überleitende Worte sprach Herr Kratz vom Theater der Universitätsstadt (Sie- jen. Der Werkchor erfreute durch Liedvortrage. Alle Darbietungen fanden lebhaften Beifall. In der Paufe wurde Bier und Rauchbares gereicht.
Nach einem Dankeswort einer der begleitenden Aerzte im Namen der Verwundeten sprach der Betriebsobmann des Werkes das Schlußwort mit dem Gruß an ben Führer. Mit rührender Fürsorge hatten sich die Werksangehörigen um die Verwundeten bemüht und ihnen am Schluß^noch Die übrig gebliebenen Kuchen eingepackt. Die Feier kann als eine in jeder Beziehung wohlgelungene Veranstaltung echter Volksgemeinschaft gewertet werden. H.K.
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♦♦ Eine Achtzigjährige. Am kommenden Montag, 24. November, kann die frühere Lehrerin Fräulein Bertha Landmann, Hindenburgwall7 wohnhaft, in bester Frische 'Ujren 80. Geburtstag begehen. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herz- liehen Glückwünsche dar.
** Frau Anny Assion, die wahrend mehrerer Spielzeiten am Theater der Universitätsstadt Gießen tätig gewesen ist, ist, wie uns geschrieben wird, für drei Jahre als Zwischenfach-Sängerin an die Dolksoper Berlin verpflichtet worden.
♦♦ Zum Reichstierfchutztag 1941. Der Leiter des Reichstierfchutzbundes, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. K r eb s, spricht anläßlich des Reichstierschutztages am Montag, 24. November, vormittags 11 Uhr, über den Reichssender Frankfurt a M. In feiner Ansprache wird der Reichstierschuhfuhrer auf die kulturell und volkswirtschaftlich wichtigen Aufgaben der Tierfchutzarbeit Hinweisen und einen Ueberblick über die Erfolge der Tierfchutzarbeit in
Or. Scheibe nach München berufen. ।
Der Führer hat den Dozenten an der Universität < Gießen Dr. rer. techn. habil. Arnold Scheibe - unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Le- ; benszeit zum ordentlichen Professor ernannt unb : mit Wirkung vom 1. August 1941 als Nachfolger , von Geheimrat Professor Dr. Kießling mit der Leitung des Instituts für Ackerbau unb Pflanzenzuch- tung an der Technischen Hochschule in München ; unter gleichzeitiger Ernennung zum Direktor dieses Instituts beauftragt. - .
Professor Dr.Scheibe, der aus Greiz in Thüringen stammt unb in München und Göttingen Landwirtschaft studiert hat, weilte im Sommer 1926 als Begleiter von Geheimrat Appel auf einer Studienreise in den Vereinigten Staaten unb in Kanada. Sodann war er von 1927 bis 1930 an der Biologischen Reichsanstalt in Berlin als Leiter des Laboratoriums für Getreiderost-Forschung tätig. Dom Sommer 1931 bis zum Winter 1934 war er als Sachverständiger für Pflanzenbau und Pflan- zenzüchtung im Dienste des türkischen Landwirtschaftsministeriums mit dem Aufbau unb der Leitung der türkischen Landes-Saatzuchtanstalt in Es- kischehir (Anatolien) beschäftigt. Vom März 1934 bis Februar 1935 arbeitete er als Sachbearbeiter der Sortenregisterstelle des Reichsnährstandes in Gießen. Anschließend ging er im Auftrage des Reichsforschungsrats, des Reichsernährungsministeriums und des Reichsnährstandes als Leiter der deutschen Hindukusch-Expedition im Jahre 1935 nach Nordwestindien, Afghanistan- und Persien. Nach Rückkehr der Expedition im Frühjahr 1936 wurde er mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung und praktischen Auswertung der Sammlungsergebnisse betraut, und dabei war er in Gießen im Rahmen des Forschungsdienstes in Fragen der Züchtling von Getreidearten, Futter- und Oelpflanzen tätig. Im Jahre 1935 habilitierte er sich an der Universität Gießen für das Fach Pflanzenbau und Pflan- zenzüchtung. Durch die Heranzüchtung einer neuen ’ Oelpflcmze, des Saflor, und durch feine Vorträge über die Hindukusch-Expedition und die anschlie- ' ßende wissenschaftliche Auswertung ist Dr. Scheibe ' weithin bekannt geworden. Im jetzigen Kriege hat ' Professor Dr.Scheibe den Feldzug im Westen mit- . gemacht und ist dort mit dem Eisernen Kreuz
II. Klasse ausgezeichnet worden.
In der Mitte einer hohen Wand, dem Beschauer gegenüber, hing, von kleineren Bildern umgeben, Landschaften, Skizzen und Aquarellen, in einem silberhellen Rahmen, von hundertkerzigen Lampen angestrahlt, ein seltsames Gesicht vor einer südlich glühenden Landschaft. Sie strich sich mehrere Male über die Augen, aber es änderte sich nicht das geringste in dem Raum. Die schwermütigen dunklen Augen blieben, das braune Haar, die hangenden
Die Firma Heyligenstaedt & Comv. lud über hun- bert verwundete Soldaten unserer Lazarette in Begleitung ihrer Rot-Kreuz-Schwestern und Aerzte in das geschmückte Kameradschaftsheim zu einer ge- meinfamen Feierstunde mit Gefolgschaftsmitgliedern ein. Vorher besichtigten die Verwundeten in kleinen Gruppen das Werk und gewannen dabei einen Einblick in das Schaffen der Heimat. Dann vereinigte man sich an einer Kaffeetafel. Die Schwerverwundeten waren inzwischen in einem Omnibus herangeholt worden. Kaffee und Kuchen waren von den Gefolgschaftsmitgliedern gestiftet worden.
Unter dem Leitspruch: „Soldaten der Front und Soldaten der Heimat in froher Gemeinschaft" verlebte man ein paar gemütliche Stunden bei einem auserlesenen „Kraft-durch-Freude"-Programm. Um die Ausgestaltung der Feier hatte sich der Kreisamtsleiter der NSKOV., Gravelius, besonders verdient gemacht. An den Tischen sahen mit den Verwundeten die Weltkriegsteilnehmer, die Kriegsbeschä- bigten, die Urlauber von der Front, die Arbeitsver- mundeten und -invaliden des Werks. Direktor Maas begrüßte die Gäste, darunter den Kreisleiter, den Kreisobmann der DAF., die Kreisfrauenschafts- leiterin. Den Vertreter der Industrie- und Handelskammer und den Kkeiswart der NSG. „Kraft durch
geschaffenen Aufenthaltsräume der Firma Andreas Euler, Zigarrenkiftenfabrik in Gießen, an die Gefolgschaft übergeben. Gleichzeitig wurde das 25jährige Arbeitsjubiläum des Gefolgschaftsmitglie- des Heinrich F a b e r aus Großen-Linden in schlich' ter Form gefeiert. Der Betriebsführer, Partei- genösse W. Jung, übergab dem Jubilar einige sinnvolle Geschenke. Parteigenosse Schmidt von der Kreiswaltung der DAF. überreichte das Ehren- diplom der DAF. für 25jährige treue Dienste, und die Gefolgschaft bedachte ihren Arbeitskameraden mit Aufmerksamkeiten, die sie durch den Vorarbeiter Rudolf Weil, der schon nahezu 30 Jahre bei der Firma beschäftigt ist, übergeben ließ. Anschließend prach Parteigenosse Schmidt zur Gefolgschaft. Er wies darauf hin, daß jeder Gefolgsmann in Dem großen Freiheitskampf des deutschen Volkes restlos eine Pflicht erfüllen müsse. Aus jeden einzelnen komme es an, und jeder müsse da sein Bestes geben, wo er hingestellt worden sei. Parteigenosie Schmidt empfahl noch, über kleine Mißlichkeiten des Alltags hinwegzusehen und nur das große Ziel, die (Erringung des Endsieges, im Auge zu behalten und sich hierfür jederzeit voll und ganz einzusetzen.
Arbeiter imi> Frontsoldaten in fchrne- Aemeinfchaff.
Weihnachtssendungen frühzeitig zur Post.
Die Deutsche Reichspost empfiehlt dringend Weih, nachtspaketsendungen und -päckchen möglichst schon in der ersten Dezemberwoche, spätestens aber bis Ende der zweiten Dezemberwoche einzuliefern. Wenn Pakete nicht vor dem Fest geöffnet werden sollen, wird angeraten, auf ihnen zu vermerken: „Erit Weihnachten offnen!" Wer seine Sendungen nicht spätestens bis Ende der zweiten Dezemberwoche ein- geliefert hat, kann nicht damit rechnen, daß sie rechtzeitig zum Fest zur Stelle sind. Haltbare Verpackung und genaue Anschrift sind Vorbedingung für richtige Ankunft. In jede Sendung ist ein Doppel der Aufschrift einzulegen.
Gießener wochenmarktpreise.
* G i e ß e n, 22. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, gelbe Rüben 7 bis 9 rote Ruben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Grünkohl 6 bis 10, Meerrettich 50, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, lho 10, Endivien 10 bis 17, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 6 bis 10 Rpf.
Seltersweg: 2, 4.30 und 7.30 Uhr „Alkazar". — < Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 2.30, 4.45 und 7.30 Uhr „Das Recht auf Liebe". — Oberheffischer Kunst- verein: 11 bis 13 Uhr Weihnachtsausstellung ober- hessischer Künstler im Turmhaus am Brand. )
Theater der Universitätsstadt Gießen.
Aus dem Dramaturgischen Büro wird uns ge- j schrieben: Die mit großem Erfolg eingeführten „Fest- i abende dramatischer Bühnenkunst" finden mit 6er ! Uraufführung des Trauerspiels „Ariadne ihre würdige Fortsetzung. Es dürfte gerade im Krieae ein besonderes künstlerisches Verdienst sein, ein so schwieriges ernstes Werk, das sich um Erfüllung des alten Stoffes mit modernem Gedankeninhalt bemüht,, in einer festlichen Inszenierung zur Uraufführung zu bringen. Der Autor des Werkes wird der Uraufführung beiwohnen. In der Titelrolle wird Blanca B l a ch a zum erstenmal auf der .Gießener Buhne stehen. Die Schauspielmusik komponierte Otto Sollner, Der auch selbst Dirigieren wird. Tanzleitung. Andreas Volpert. Bühnenbild: Karl ßof er
Am Freitag, 28. November, kommt Alben Lort- zings komische Oper „Der Wildschütz" in der Neuinszenierung von Max S ch w a r z e zur Aufführung. Das Libretto, das dieser Oper zugrunde liegt, ist in freier Bearbeitung nach KotzebuesLustspielDer Rehbock" geschaffen worden. Die musikalische Le tung hat Otto Göllner, Tanzl-itung Andreas Solpert, Chore Gerhard Hergert, Bühnenbild Karl Löffler.
Eugen Roth liest in Gießen.
Eugen Roth hat mit seinen heiteren Büchern auch in unserer Stadt eihe große Leser-und Hörer- gemeinde gefunden. Diese wird sich sicherlich freuen, daß es gelungen ist, zum erstenmal den Dichter nach Gießen zu einer Lesung aus eigenen Werken au verpflichten. So wird auch fein Gießener Vor- toagsaÖ ben der Goethe-Bund, die Kulturelle Vereinigung und die Volksbildungsstatte Gießen am 26. November veranstalten, viel Freude bereiten.
ÄS-GeMMM M statt öütd! Stenöe
An alle Theater-Abonnenten im lOer-Rlng!
Die für Sonntag, 23. November vorgesehene 3. Veranstaltung mit dem Schauspiel „Veit Stoß ist auf Sonntagg, 30. November, verlegt. 4805D
Besprechung zur Kohlenlage.
Beratung vorsorglicher TNahnahmen.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger'hatte am Freitagnachmittag die zuständigen Vertreter der Partei-, Wehrmacht- und Behörden- Dienststellen Des (Baues Hessen-Nassau zu einer Besprechung über Die Kohlenlage emgelaDen. Die Tagung führte zu einer eingehenDen Ueberprufung Der gegenwärtigen Situation auf Dem Gebiete Der Kohlenversorgung und erarbeitete verschiedene ver- sorgliche Maßnahmen, mit denen möglichen Schwierigkeiten begegnet werden soll.
bare Beleuchtung.
Ein Mann in Watzenborn-Steinberg hatte sich an Dem Kartoffelkäfer-SuchDienst, zu dem er auf« gefordert worben war, nicht beteiligt und auch feine Bertretu -g geschickt. Er hatte seine Mitwirkung sogar kurzerhand abgelehnt in der Meinung, zu dieser Mitarbeit nicht verpflichtet zu fein. Das Ge- richt belehrte ihn eines anderen und verurteilte ihn zu 20 RM. Geldstrafe.
Der K. M. in Gießen hatte vom Juni bis September an feiner Arbeitsstelle einige halbe und Mertelllafchen Weinbrand, sowie vier halbe Krüge Steinhager gestohlen. Der geständige Angeklagte routbe entsprecyend Dem Strafantrag zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.
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Ein Mann aus Großen-Bufeck war in Der Nacht zum 3. August in alkoholisiertem Zustand in die Wohnung einer fremden Frau eingedrungen und hatte sich Dort ungebührlich benommen. Das Nach-
(Bärten von Sampieri, und wie mit flackernder Schrift strömten Die Buchstaben auf sie zu ... „Deut- sches MäDchen in Italien".
Eine Blutwelle schoß ihr ins Gesicht — sie sah sich selbst, lebendiger als in einem Spiegel, Der kalt unD seelenlos jede Regung roieDergab unD nichts BleibenDes bewahrte. Sie erschrak |o tief, daß sie nicht einmal spürte, daß sich jemand ganz nahe an sie herandrängte und mit ihr auf das gleiche Bild schaute. „Ausstellung Thomas Bröger, Sampieri, Sizilien", las sie und wandte sich hastig um, als ein Herr meinte: „Finden «Sie nicht auch — em wunderbares Bild. Das könnte ich stehlen, wenn s mir der Prackner net verkauft! «Schauen Sie sich mal die Augen von dem Mädchen an!"
Wie betäubt schwieg er, als Karin sich mit weit- aufgerissenem Blick abwandte. Er hatte, wie von einem Blitz überhellt, das Urbild erkannt, starrte noch sekundenlang auf das Gemälde und rief, rücksichtslos die neben ihm Stehenden beifeite schiebend, die Straße hinab: „Sie, Fräulein ...!"
Karin überquerte wie eine Gehetzte die Ludwig- straße, riß das Türengitter an der Hinteren Plattform der abfahrenden Trambahn hoch Und ließ sich in Den Wagen hineinfallen.
„Sic, Dös kost fei zwanzig Mark! schalt Der Schaffner unD zerrte sie in Die Höhe.
Als sie sich umfaß, erkannte sie in Dem fahlen Schlußlicht einen laufenden Mann, Der sich vergeblich abmühte, Die immer schneller werDende
gungszeiten und Die Bemessung des Wertes Der Arbeitsleistungen aufgezeigt. Von Den Gemeinkosten' waren Die Werkstoff-, Fertigungs-, Verwal- tungs- unD Vertriebsgemeinkosten, ihre Kostenar- ten, ihre Verrechnung nach Der direkten und der indirekten Zurechnungsmethode Gegenstand Der Ve- handlung. Besonders eingehend wurde Die verbrauchsbedingte Abschreibung Der Anlageteile an Hand praktischer Beisviele dargestellt, wobei die kalkulatorische Regelabschreibung von Der genehmi- güngspflichtigen SonDerabschreibung getrennt wurde. Nach« einem Ueberblick über Die verschieDenen Arten Der Sonderkosten, ihre Erfassung und Verrechnung wurde der kalkulatorische Gewinn mit fernen Bestandteilen, der Wagnis-, Zins- und Lelstungs- spanne, untersucht. Die Errechnung Des betriebe notwendigen Kapitals wurde an einem praktischen Beispiel gezeigt. Weiter wurden Die Verzinsung Des Kapitals, Die Berechnung Der Unternehmerwagnisprämie, Der Ertragssteuern auf Die Zins- unD Wagnisfpanne sowie Die Umlegung Der 2t fuhrförderungszahlungen und der öffentlichen Spen- den durchgefiihrt. Zum Schluß wurde die Verrechnung Des kalkulatorischen Gewinns und feiner (Elemente auf die Leiftungseinheit auf Grund von praktischen Unterlagen dargestellt.
Die Ausführungen des Vortragenden zeichneten sich außer durch ihre Klarheit Durch eine glückliche Verbindung der Erkenntnisse Der theoretischen For- schuny mit geschickt gewählten Beispielen aus Der Praxis aus.


