Ausgabe 
22.8.1941
 
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(ft. Jahrgang Nr. (99

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Duff Coopers Ausgabe

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Der Waräger-Weg von Nowgorod nach Kiew

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Oie Waffenbrüderschaft im Jloröen

der die schöne Stadt besetzen, ihre Fabriken und Werke und deren Produktion in die Hand bekom­men wolle. Die Sowjetarmee verteidige die Zu­gänge zu Petersburg, das von den Bolschewisten durch den Namen Leningrad geschändet wurde. Wir haben", so schreibt Woroschilow,die schöne Stadt nicht gebaut, damit sie in die Hände der Faschisten falle, wobei Woroschilow angstschwitzend eine geradezu klassische Lüge von sich gibt, denn die Bolschewisten haben alles getan, um die einst glän­zende Hauptstadt an der Newa zu verproletarisie- ren. Wenn aber die Bevölkerung aufgefordert wird, den Boden dieser Stadt zu verteidigen und gleich­zeitig der Befehl gegeben wird, Saboteure und Feiglinge auszumerzen undeine feste revolutio­näre Ordnung" zu schassen, dann muß man doch

bahnstrecken im Raum südlich Petersburg wurden fortgesetzt. Bei Narwa wurden mehrere Panzer und zahlreiche Lastkraftwagen zerstört. Im Finnischen Meerbusen wurde ein Handelsschiff von 1500 BRT. durch zwei Treffer in Brand ge- etzt, so daß es sehr bald Schlagseite zeigte und sank. Insgesamt wurden von der deutschen Luftwaffe, in diesem Raum 14 Panzer, 294 Lastkraftwagen, fünf Lokomotiven, zwei Eisenbahnzüge und vier Brük- ken vernichtet, sowie drei Flakbatterien zum Schwei­gen gebracht. Neun Sowjetflugzeuge wurden in Luftkämpfen abgeschossen und zehn weitere am Bo­den zerstört.

Im mittleren Teil der Ostfront wurden am

lsfeld, M sowie den Ziehen.

931 Britenflugzeuge seit der Entlastungsoffensive vernichtet

Meer fuhren. Darum nannten auch die damals in diesem Gebiet vorherrschenden finnischen Stämme die Waräger Rus, das aus dem altfinnischen Wort Routsie, dieRuderer", entstanden war.

Wie aus der Erzählung der Nestorchronik hervor­geht, waren die Waräger zahlenmäßig schwach und nahmen als herrschende Oberschicht sehr bald sla­wische Namen art Schon Ruriks Sohn, der eigent­lich Helgi hieß, tritt in der alten osteuropäischen Geschichte unter dem slawisierten Namen Oleg auf. Wenn sich Rurik in Nowgorod und von Nowgorod ausgehend in einem weit gespannten Quadrat des nördlichen Raumes festsetzte, so war es sein Sohn, der als Oleg der Weise gestorben 912 in die altslawische Geschichte einging, der jene große Völ­kerbrücke zwischen Witebsk und Orscha überschritt, den Dnjepr aufwärts bis Smolensk vordrang und den Dnjepr abwärts nach Kiew kam, wo er ein mächtiges Fürstentum aufrichtete. Er unterwarf die benachbarten slawischen Stämme, darunter die Se- werier, belagerte sogar im Jahre 907 Byzanz und zog erst ab, als er das oströmische Kaiserreich zur Zahlung eines Tributs und zum Abschluß eines vor­teilhaften Handeltsvertrags gezwungen hatte. Der po­litische Mittelpunkt dieses ersten geschichtlichen Reiches in Osteuropa wurde Kiew, wogegen der urspüng- liche Sitz Ruriks Nowgorod am Ilmensee, politisch ab­hängig blieb, aber ein reiches wirtschaftliches Eigen­leben entfaltete. Daher kommt es, daß an diesem ganzen Weg von Nowgorod bis nach Kiew die ältesten Städte in Osteuropa entstanden. Es werden erwähnt in Urkunden: Smolensk 1054, Tschernigow 907 (als unmittelbare Gründung von Oleg), Mo- gilew etwa um dieselbe Zeit und das in der Son­dermeldung vom 20. August genannte Gomel 1142. Keine andere osteuropäische Stadt nimmt es an Alter mit diesen Waräger-Städten auf.

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Berlin, 21. August. (DNB.) Im Nord teil der Ostfront richteten sich die Hauptangriffe deutscher Kampfflugzeuge in Zusammenarbeit mit den Verbänden des Heeres am 20. 8. gegen bolsche­wistische Truppenansammlungen im Raum südwest­lich und südlich Staraja-Russa, sowie ostwärts Nowgorod. Eisenbahnstrecken wurden mehrfach un­terbrochen und zahlreiche Bahnhöfe zerstört. Die

Unter den östlichen Slawenvölkern gab es kein Recht. Sippe stand auf gegen Sippe. Es waren un­ter ihnen Fehden und sie begannen wider einander zu kämpfen. Und sie sprachen zu einander: .Wir wollen uns einen Fürsten suchen, der über uns herrsche und gerecht richte.' Und sie gingen über das Meer (die Ostsee) zu den Warägern. Sprachen zu ihnen: .Unser Land ist groß und reich: doch es ist keine Ordnung in ihm: so kommt über uns herrschen und gebieten.' Und drei Brüder wurden erwählt samt ihren Sippen. Rurik (der hoch­deutsche Name Roderich) war der Aeltere und ließ sich in Nowgorod (in wörtlicher Übersetzung: Neustadt) nieder. Nach diesen Warägern wurde das Land um Nowgorod russisches Land genannt. Nach zwei Jahren starben die Brüder Ruriks und er bekam die ganze Herrschaft und teilte an seine Mannen Städte aus, an den einen Polock, an den anderen Rostow, an den dritten Bjeloozero. Und in diesen Städten sind die Warägerankömmlinge, die ersten Ansiedler aber in Nowgorod sind die Slo­wenen, in Polozk die Krivitschen, in Rostow die Merier, am Beloozero (= Weißensee) die Besen, und über alle herrschte Rurik."

So erzählt dieNestorchronik" aus dem Jahre 6370. Denn die altslawische Zeitrechnung be­ginnt mit der ... Sintflut! Nach unserer Zeitrech­nung handelt es sich um das Jahr 872/ Das ist der berühmte geschichtliche Beleg für die Heerfahrt der Waräger" (wörtlich varingr), derFah­renden" im Sinne vonGefolge"! Die Waräger sind Ostwikinger und die Erzählung derNestor­chronik" hat zum Hintergrund, daß die Waräger seit Jahrhunderten schon die Düna aufwärts fuhren, dann ihre leichten Boote über den 100 Kilo- meteribreiten Landrücken andenDnjepr trugen und fiun flußabwärts bis zum Schwarzen

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Cherson, Nowgorod und Narwa in deutscher Hand.

iefangenenzahl in der siegreichen Schlacht bei Gomel auf 84 000 erhöht. siegreiches Vordringen zwischen Jlmen- und Peipus-See. Luftwaffe ver­folgt flüchtende Sowjettruppen im Schwarzmeergebiet.

in Fernosi.

Von Professor Dr. Karl Heinz Pfeffer.

Churchill wirft viele Traditionen des englischen Lebens rücksichtslos über Bord. Er verkauft nicht nur das Erbe des britischen Weltreichs an die Ver­einigten Staaten, sondern er bricht auch mit der englischen Ueberlieferung im Innern. Nach dem ungeschriebenen Gewohnheitsrecht der englischen Verfassung war es ebenso unmöglich, daß ein Mit- alied des Kabinetts einen Botschafterposten in einer fremden Hauptstadt übernahm, wie daß ein Aus­länder an einer Kabinettssitzung in London hatte teilnehmen dürfen. Als Lord Halifax zwar aus London wegging, aber doch in der Regierung blieb, und als Roosevelts Sonderbeauftragter Hopkins im englischen Kabinett erschien, hatte das Kabinett seine fast zweihundertjährige Geschichte aufgegeben, es war zu einer anderen, neuen Einrichtung ge-

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. geschlagen, vernichtet oder gefangengenommen. Die billigen Verluste des Feindes find wieder sehr schwer. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf rund 84000, die Beute an Geschützen auf 848 erhöht.

Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe an der Nord­front und in Finnland, Generaloberst Stumpf, bei einem Besuch im finnischen Hauptquartier des Marschalls Mannerheirn.

(PK.-Winkel. Scherl-M.)

Berlin, 21. Aug. (DNB.) Angriffsversuche der britischen Luftwaffe im Raum von C a la i s Boulogne und an der holländischen K ü st e wurden am Donnerstag abermals unter heftigen Verlusten für den Feind ab gewiesen. Deutsche Jäger schossen in heftigen Luftkampfen 21 britische Jagdflugzeuge des Musters Spitfire und eine Bristol-Blenheim ab. Flakartillerie brachte eine weitere Spitfire zum Absturz, so daß nach bisherigen Meldungen die Gesamtverluste des Gegners 2 3 Flugzeuge betrageü. Zwe, eigene Jagdflugzeuge werden vermißt .

Alle Versuche der Luftwaffe Großbritanniens, über die deutsche Sperrmauer an der Kanalküste hinweqzukommen, brachen ebenso im konzentrischen Neuer der deutschen Waffen zusammen wie die Durchbruchsversuche der verbündeten Bolschewisten, zu deren Entlastung ja diese Demonstrationsfluge unternommen wurden. Seit dem Beginn der Ent­lastungspersuche der Briten für ihre sowjetischen Bundesgenossen v e r l o r die britische Luftwaffe bei Tag- und Nachtangriffen 931 F !. "6 3 e ug e. Da­bei sind die ebenfalls verhältnismäßig starken Ver­luste der Briten in Nordafrika nicht ersaßt. Eine stattliche Zahl britischer Piloten in deutschen Gefangenenlagern sind lebende Zeugen dieser schwe­ren Niederlagen. Wenn man bei jedem Flugzeug nur eine durchschnittliche Besatzung von drei Mann annimmt dann haben die Briten allem seit dem 22 Juni 1941 etwa 2800 Flieger nur bei ihren Einflügen im Westen verloren. Neben einem gro­ßen Teil dieser britischen Flieger, die lebend in deutsche Gefangenschaft fielen, wurden viele tot geborgen.

Wirkungsvoller Einsatz im Osten.

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sagen, daß das Beispiel Warschaus sich wiederholen wird, wenn die Einwohner so nihilistisch denken und die Stadt und die Grundlagen ihrer Existenz zer­stören. ., £

Die große Überraschung des Wehrmachtberichts vom 21. August ist die Meldung, daß nach mehr­tägigen heißen Kämpfen eine vom Feind schwer be­festigte und überaus hartnäckig verteidigte Stel­lung zwischen Ilm en- und Peipussee durchbrochen ist. Die Städte Nowgorod (am Nordende des Ilmensees), Ki n g i s e p p oder Jam­burg (am Ufer der Luga) und Narwa (etwa 10 Kilometer vom Finnischen Meerbusen entfernt) sind genommen. Narwa ist bedeutsam durch die Eisenbahnbrücke über die Narowa, Jamburg durch die Eisenbahnbrücke über die Luga. Da die Sonder­meldung vom 6. August bereits berichtete, daß der linke Flügel der zwischen Jlmen- und Peipussee vorgehenden Kräfte bis dicht vor Narwa vorge­trieben werden konnte, so wird man wohl anneh­men. dürfen, daß diesmal die heftigsten Gefechte auf dem rechten Flügel zwischen dem Oberlauf der Luga und dem Ilmensee stattgefunden haben sowie bei der Eroberung von Narwa selbst. Sehr bedeutsam ist, daß Jamburg am östlichen Ufer der Luga liegt. Erst in diesem Zusammenhang erhält der Satz des Wehrmachtberichts vom 21. August sein volles GewichtUnsere Truppen befinden sich in weiterem siegreichen Vordringen".

Mzerdem fielen 144 Panzerkampfwagen und zwei pmzerzüge in unsere Hand.

Zwischen Jlmen- und Peipussee wurde I nach mehrtägigen heißen Kämpfen eine vom Feinde schver befestigte und überaus hartnäckig verteidigte Skttimg durchbrochen. Die Städte Nowgorod, ßlngisepp und Narwa sind genommen. Unsere Truppen befinden sich im weiteren siegreichen Vor­lagen.

verbände der Luftwaffe fügten den von O d e s s a iunb Otschakow über See flüchtenden Sowjet- tappen sowie feindlichen Kolonnen o st w ä r t s des Dnjeprbogens wieder schwere Verlüste zu. Sie lrersenkten im Schwarzen Meer einen Transporter tm 6000 BRT. und beschädigten drei weitere große

il Handelsschiffe.

Bei einem Vorstoß gegen die britische K ü st e griffen Schnellboote einen slarkgesicherten feindlichen Eeleitzug an und versenkten ssinen Tanker ton 5000 BRT. und einen FrachtTümpfer von 4000 MT. Kampfflugzeuge vernichteten im Seegebiet um Ägland bei Tage aus einem Geleilzug heraus einen

1 Frachter von 3000 BRT.

] An der Kanalküste verlor die britische Luft- Mffe in Luftkämpfen vier Jagdflugzeuge. Vier wei-

! tne britische Flugzeuge wurden durch Rlinensuch- ! Vorpostenboote abgeschossen. Ein Versuch ein­zelner Sowjetbomber, in der letzten Rächt das nord- -elltsche Küstengebiet anzugreifen, blieb wirkungslos.

Llnaufhörlicher Druck.

worden. ,

Nach diesem Traditionsbruch waren die anderen Umwälzungen im Kabinett nicht mehr verwunder­lich. Die jüngste Neuerung besteht in der Entsen­dung des neu ernanntenKanzlers für das Her­zogtum Lancaster" nach dem Fernen Ostern Das formelle Amt D u f f C o o p e r s ist ein Posten, der nur repräsentative Bedeutung hat, er ist im Grunde Minister ohne Geschäftsbereich. Seine Auf­gabe in Asien aber ist alles andere als eine Sine­kure. Warum werden die politischen und militäri­schen Stellen in Singapur mit ihren Ausgaben nicht fertig? Warum soll ausgerechnet Duff Cooper, der weder als Kriegsminister noch als Marineminister noch als Jnformationsminister besonders erfolgreich war, dort Ordnung schaffen? '

Es ist nötig, in Singapur Ordnung zu schaffen. Einmal muß der Minister sich an Ort und Stelle um die Zusammenarbeit derVerbünde­ten" bemühen, das heißt, er muß schlichten, ver­mitteln, verbinden zwischen den Amerikanern, der niederländisch-indischen Regierung in Batavia, Tschungking und der englischen Führung. Dann aber, und hier scheint seine Hauptaufgabe zu liegen, muß er sich um eine bessere Zusammenarbeit zwi­schen den verschiedenen Vertretern des britischen Weltreichs bemühen. Denn Singapur ist nicht nur. eine Festung, sondern auch ein politischer Knotenpunkt, und politisch ist die britische Front dort nicht ganz so einheitlich, wie es die Eng­länder wohl wünschen möchten.

Da ist einmal d i e Flotte, der die austra­lische und neuseeländische Flotte unterstellt ist. Zwei- tens sind britische Truppen anwesend. Drit­tens ist die indische B e r u f s a r m e e mit ihren Eingeborenentruppen stark vertreten. Viertens stellt die britische Luftwaffe eine selbständige Einheit dar. Und schließlich sind im Laufe des Frühjahrs geschlossene australische Einheiten gelandet worden, die unter ihrem eigenen Befehlshaber an der Nordgrenze der malaiischen Halbinsel vor dem Territorium Thailands stehen. Diese fünf verschiede­nen militärischen Gruppen sind sämtlich dem Ober­kommandierenden im Femen Osten, dem General­obersten Sir Robert Brooke-Po,pham, unter­stellt. Mit diesem Oberbefehlshaber 'muß also Duff Cooper in erster Linie eine fruchtbare Zusammen­arbeit zu finden versuchen.

Außer der Wehrmacht sind aber auch die ver­schiedensten politischen Stellen an der eng­lischen Politik im Fernen Osten interessiert. Der englische China handel mit dem Hauptort Schanghai ist noch immer da, auch Hong­kong will noch in Betracht gezogen sein. Wichtiger aber als diese nördlichen Außenposten, fast schon verlorenen Posten der englischen Stellung, sind die Verwaltungsbehörden der großen Gebiete, die in [ Singapur den stärksten Punkt ihrer Wehrkraft sehen. : Die Regierung des Dizekönigs von Indien will nicht mir indische Truppen schicken dürfen, sondern ' sie will auch über die Vorgänge unterrichtet und - vielleicht sogar zu Rate gezogen werden. Sie ist . insbesondere im Interesse jler indischen Textilin-

20. August von der deutschen Luftwaffe im Raum von Wjasma Truppenansammlungen, Kolon­nen, und Batteriestellungen der Sowjets angegrif­fen. Die Eisenbahnstrecke Gomel Snowsk wurde mehrfach unterbrochen, wobei drei Truppentransporter Volltreffer erhielten. Außerdem wurden die Unterkünfte eines bolschewistischen Truppenstabes vernichtet. Die deutschen Flieger konnten in ihren Zielen überall schwere Explo­sionen und starke Rauchentwicklung beobachten. Ein Zerstörergeschwader unter Führung des Ritter­kreuzträgers Oberstleutnant Schalk zeichnete sich im Kampf gegen die Sowjet-Luftstreitkräfte und durch Eingreifen in die Erdkämpfe besonders aus. Das Geschwader vernichtete bisher 806 feindliche Flugzeuge, hiervon 185 im Luftkampf. Außerdem setzte das Geschwader 47 Panzerkampfwagen und 43 Batterien außer Gefecht, zerstörte 46 Geschütze, schoß 967 Lastkraftwagen in Brand, brachte 106 Lokomotiven zur Explosion, vernichtete 20 Kessel­wagen und zerstörte zwei Flugzeughallen.

Britisches Stohtruppunternehmen vor Tobruk gescheitert.

Berlin, 21. Aug. (DNB.) In der Nacht zum 18. August versuchte sich ein britischer Infan­terie st oßtrupp gegen die deutsch-italienische Umklammerung um Tobruk vorzuarbeiten. Noch ehe die Briten in die Nähe der Stellungen der Achsen­truppen kamen, wurden sie vom zusammengefaßten Feuer der deutschen und italienischen Waffen zu­rückgewiesen.

Annahme von Ameisen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags

Ameigen-Preiie:

Anzeigenteil79töf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nackläsie:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenllaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 /o mehr

Von unserer Berliner Schriftleitung. I Die Zertrümmerung des Bolschewismus nimmt - mn Entsetzen Londons und der Washingtoner Kriegshetzerkreise ein geradezu atemberaubendes Tempo an. Nach der Einkesselung oon DbeHa, iem Fall von Nikolajew am Zusammenfluß

Bug und der Jugul, ist nunmehr auch mit dem Fell von Cherson, der Hauptstadt des Chersones, : töt die Mündung des gewaltigen Snjepr von uns » bezwungen worden. Der Strom ist bei Cherson das mlerisch auf einem Hügel °m fruchtbaren rechten Ufer liegt, nicht weniger als 7 Kilometer breit. Die Smdt wurde im Jahre 1778 von dem Fürsten Po- j Iemfin angelegt, 1787 kamen dort die Kaiserin Carina II. und Kaiser Joseph II. zusammen sie Sossen ein Bündnis, das aber weiter feine polv ' lishen Auswirkungen hatte. Mit dem Fall von Cher- f ft ist die ganze westliche Ukraine in deutschem «Witz. Der Verlust ist so schwer, daß sogar London feinen TrostEs macht nichts!" aufgegeben hat und l - ien weiteren Auswirkungen der Kampfe bänglich ! ^Mgegensieht. Es ist bemerkenswert, daß man letzt I , dl England und fogar in der amerikanischen Kriegs- ^erpresse befürchtet, alle Roosevelt-Church llschen 1 ' ktlastungsaktionen der Worte kamen 3u spat. Sta- ' \w oll sich, wie die feindliche Presse meldet, flef)ent- i|l:c) an Churchill und Roosevelt gewendet haben.

Ni er Roosevelt und Churchill sind in der gleichen . Lege wie nach ihrem Hilfsversprechen gegenüber 'Lirbien und Griechenland ... Die

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Cchlach > nördlich von Gomel ist gewon. len unb Teile van 27 bolschewistischen Dim wnen Arden vernichtend «efdjtogen Der bolsch-wchische «utzoll ist außerordentlich hoch,

j Z.'hl der (Befangenen, die sich aus rund 84 000 be läuft Die Schlacht bei Gomel war die dritte i! Üirnichtungsschlacht im Zentrum Die erste mar s fe Bialystok-Minsk westwärts der B"°sma h,e -»eite bei Smolensk am Oberlau des Dniepr ti, dritte bei Gomel wurde b - re I t s ° st w a r h5 Dnjepr geschlagen ^Zwischen den Aussen S,sh und Sput Während dw. semdliche Presse mn saselte, im Zentrum fei Stube « liten die deutschen Truppen auch hier rastlos oe

Der Wehrmachiberichi.

MV. Aus dem Führerhauplquarlier, Hpuguft. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Mannf:

A tn der Südukraine nahmen Verbände der Mffen-^ die Hafen- und Industriestadt Cherson in ter Mündung des Dnjepr.

I hie Schlacht im Raum und nördlich Gomel Molele wie durch Sondermeldung bekannlge- 3en mit einer schweren Niederlage der Sowjet- Dlv-frmacht. Infanterie-, motorisierte und Panzer- Msionen haben im Zusammenwirken mit bet Luft- Hnffe Teile von 17 Schützen-, fünf Kaval­lerie-, zwei Panzer- und einer molo- riiierten Division sowie zwei im Land- Dmrsch herangeführle Luftlandebrigaden