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Nr. 120 Zweite; Blaff

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefien)

Aus dem Reiche der $rau

DREI

DIRNDLKLEIDER.

chaffen imstande ist.

E.

ungen

und Kleiderkarten ober nicht unbeaufsichtigt in

tigkeit, Geld. Lebensmittel- sonstige Ausweise gehören

langen Aermeln, der rot-grün z e (mit ringe-

lerztin

tim Felde

Mai 1941 ation)

i ersten nJungen, i'reude an

Freitag hei

Orr Badeanzua ist zu klein!

Wenn der wollene Badeanzug zusammenge- schnurrt ift und sich absolut nicht mehr in die rich­tige Länge ziehen lassen will, schlleidet nuin ihn eii,fach in her Taille auseinander, so daß man ein Löschen und ein Oberteil erhalt. Dann zieht man diele beiden Stöcke an und mißt ab, wieviel Zentl- Meter Zwilchenraum (zwischen dem Oberteil und der fjofe) sind. 3eftt kramt man einen in der Farbe hübsch passenden Wollrest hervor und strickt einen Streifen non der bereite gemessenen Breite (die Lunge ist der Taillenumsang). Beispiel: die vordere Breite ist 10 Zentimeter, die Hintere 5 Zentimeter, cs werden 200 Matchen angeschlagen 3n der Mitte vorne kann man den Streifen spitz auslausen lassen und den BruOteil des alten Oberteil» einhalten, so, daß eine nette Form entsteht. Auf diese Weite kann man auch einen eintönigen Badeanzug geschmack­voll beleben und ohne Punkte und Geld hübsch aus- sehen.

des Dirndls (links unten) mit den den weißen K rauschen und changierenden T a f t s ch ür

IN.

» 'Betriebs, erhalt emp- dungen un) r Emilien, oberes bar. Stadt Qie.

Zucker für das Frischobst.

Die neue lila Reichskarte für wahlweise Zucker ober Marmelade, die von Mai bis August reicht, sichert uns wiederum unseren Bedarf an Einmach zucker so daß mir uns darum keinerlei Sorgen zu machen brauchen Doch steigt unser Zuckerbedar merklich an, wenn das Frischobst auf den Markt kommt und wir zu Kompotts und Puddings, Dbft- fäften, roten Grüßen ufro. greifen, um unserer Fa­milie vitaminhaltiae erfrischende Kost vorsetzen zu können. Infolgedessen muß von dem täglichen Zuckerverbrauch etwas zurückgelegt werden, um den Mehrbedarf zu decken. 3n erster Linie greift die

webten Tupfen).

(0 e b l ü m ter W o l l m u s s e l i n e ist zum Rock des Dirndls rechts verwendet, schwarzer Taft (mit Stepp arbeit) zu seiner Schürze und rotes, schwarzes und grünes T u ch zu feinem g e \ ch n ü r t e n M lebe r. Die Aerrnel sind aus w c I ft e m Batist. II.

Hausfrau bn zu dem Süßstoff als Helfer, der für alle süßen Getränke auonahrnsloa in Frage kommt Da ober Zucker nicht nur ein Genuß-, säubern auch ein wichtiger Aufbaustöss für den menschlichen Kör­per ist, soll man einen Unterschied in her Bertel- lung der gesüßten Getränke machen: Kinder machen eine Ausnahme und erhalten ein mitechtem" Zucker gesüßtes Morgengetränk. Allerdings nicht so, baß sie nun mit kleinen, ungeschickten Fingern in ber Kaffeetasse herumrühren, Den Zucker nur man­gelhaft auflösen, so baß ein großer Teil am Wrunbe ber Tasse hängenbleibt und in die Abwaschschüssel luonbert, sondern Mutter süßt bereits den ganzen Inhalt bes Kaffeetopfes für die Kinder. Dav spart Zucker. Wir Erwachsene dagegen begnügen uns mit Süßstoff. Ferner kommt es daraus an, was zum Kaffee gegessen werden soll. Fett- und Butterbrote erfordern ein süßeres Getränk als Kuchen und Mar­meladebrot. Ferner darf man Zucker nicht In Papier- tüten aufheben, denn durch deren Zerreißen ging schon manches Pfund Zucker im Laufe eines Jahres dem Haushalt verloren. Wo man glaubt, nicht ge­nügend Zucker zu sich nehmen zu können, hilft man sich mit dem überall erhältlichen und sehr nähr- haften Traubenzucker, her zwar weniger stark süßt, aber dafür um so mehr Aufbaustoffe besitzt Mit lleberlegimg und Vorsicht kann man auf diese Arten täglich ein kleines .Häuflein Zucker einsparen, das einem 3iir Zubereitung von Speisen aus frischem Obst willkommen sein wird. Es ist so hier auch wie überall: Viele Wenig geben ein Viel! H. v. L.

i ;S

Geduld.

Zu keiner Zeit merkt der Mensch so seine Ge­bundenheit durch das Schicksal wie im Kriege, der den freien Willen des einzelnen beschränkt und sein ehernes Gesetz über die Gemeinschaft erhebt Wir können diesem Stunn, der dahinbraust. nicht ent­laufen, wir können nur unsere Standhaftigkeit be­weisen. Diese -Standhaftigkeit aber, die gewaltiger ist als das Schicksal, sie findet ihr Rückgrat in der Ge duld. Weißer sagt zwar in einem Sinngedicht,Ge­duld ist eine Kunst und eine von den schweren die Weiber können sie nicht lernen aber lehren ...", doch diese Bosheit gegen die Weiblichkeit enthält nebenbei eine tiefe Wahrheit: Geduld kann man überhaupt nicht lernen Geduld ist Temperament­sache. Damit ist aber nicht jeder Ungeduldige als talentlos vom Schicksal entlassen. Auch hier liegt manches Talent verschüttet und es braucht langer Hebung, ehe die Natur sich selbst und ihre Fähig­keiten entdeckt.

Die Geduld, das Abwartenkönnen, das stete ruhige Bereitsein für die endlich einmal dock) be­ginnende Schicksalswende vom Niedergang zum f)od)ftrrben hin, ist eine Eigenschaft, die dem mensch­lichen Charakter und vor allem dem weiblichen Cha­rakter den schönsten Reiz der Reife gibt. Geduld gibt Ueberlegenheit, gibt Harmonie, gibt Selbstbe­herrschung, gibt Macht über andere Geduld ist eine der grundlegenden Führereigenschaften bei Mann und Frau. Geduld hat durchaus keine IVerroanbt- schäft mit Phlegma. Phlegma ist stets schlafmützig, Geduld ist stets wach. Geduld hat keine Verwandt­schaft mit Dickfelligkeit. Dickfelligkeit ist empfindungs- los. Geduld aber ist feinfühlig Der wahrhaft ge­duldige Mensch ist der wahrhaft beherrschte, fern- peranientvolle Mensch. Er wartet ab, aber er war­tet eben, er schläft nicht. Er ist feinfühlig, wieder­um aber ist er nicht überempfindlich und verbittert nicht, wenn des Schicksals Schläge ihn treffen.

Wer wäre wohl so berufen zur Geduld wie die Frau? Ihr Leben ist ein ständiges Wartenmüssen und Wartenkönnen. Die vielen Monate, in denen sie ihr Kind unter dem Herzen trägt, die Jahre, in denen unter ihren Händen die Kinder heranwachsen, sind ein Warten von einem Tag zum andern. Sic. kommt kaum zum Genuß der Erfüllung in ihrem Leben. Ja, sck>on wenn wir ihre tägliche Arbeit an- ehe», behende, aber ohne Ende, wie das Sprichwort agt, dann wissen mir, daß nur Geduld dies zu

M n,t=n. *

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Heute zeigen wir Vorschläge für drei Dirndl­kleider aus allerlei R e st e n.

Das Modell in der Mitte hat zu einem kräftig- blauen K attun rott (mit breiter schwarz er Blende am Saum) ein rotes Mieder mit schwarzem Trägerteil, ein gekraustes, weißes LeIne'nblüs chen und eine hellgraue Satinschürze.

Aus r o t - fl r ü n tariertem und grüne m Wäschst off ist die hochgeschlossene Form

den Kinderwagen. Nicht allein, daß die Kinder im Spiel danach greifen und die Papiere sortwerfen, wenn nicht gar zerreißen oder die Börse offnen und das Geld in den Mund stecken könnten, bedeutet Gefahr, sondern auch, daß schlechtdenkende Menschen sich an diesen Dingen vergreisen. Es ist doch be­kannt, daß für abhandengekommene Karten kein Er­satz geleistet wird, wenn es sich, wie hier, um Fahr­lässigkeit handelt. Ein Kinderwagen ist nun einmal kein Geldschrank, und dämm sollte keine Blutter ihre Wertsachen unbeaufsichtigt in ihm liegenlasse.

Mas fallen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

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RESTEN

KleineGardinenpredigt"

Beim Frühjahrsputz kommen die Gardinen in erster Linie an die Reihe. Sie müssen gewaschen unü> neu ausgemacht werden. Hierbei wäre unser Bestand einmal genau daraufhin anzusehen, was lediglich als Staubsängerballast und unnötige Tagesverdunkelung" an unseren Fenstern herum- hängt. Wir müssen uns überlegen, wozu unsere Gardinen dienen sollen: Sie sollen das Hinein- sehen Unberufener verhindern, übermäßige Sonnen­einstrahlung im heißen Sommer unmöglich machen unb sebstverständlich unsere Wohnung auch mit frischen, Hellen Farben gemütlicher gestalten. Was brauchen wir nun, um diese Zwecke zu erreichen? In Schlafzimmern, Baderäumen usw. kann man zweckmäßig einen Teil der Fenster mit Scheiben­gardinen behängen, so daß kein Hereinsehen mög­lich ist. An den anderen Räumen braucht man bei offener Bauweise (z. B. auf dem Lande und in ] Vororten) nur schlichte, frischfarbige waschbare Gardinen aus dichterem Gewebe, die lobiali 1) Iabends zugezogen werden und tagsüber alles Licht and Sonne hereinlassen. Bei viel Einsichtmöglich­keiten könne«! mir immer noch in den Wohnräumen mit kleinen Raffgardinchen unseren Zweck erreichen. Sie lassen den oberen Teil der Fenster frei und so Cintrittsmöglichkeit für Sonne und Licht. Man braucht wenig Stoff und kann sie öfters bequem waschen. Natürlich lassen sich Stores nicht immer vermeiden. Bei sehr großen Fenstern in dicht be­baute« Stadtgegenden sind sie das gegebene. Doch wähle man sie möglichst leicht und schlicht. Kleine Rass- und Scheibengardinen lassen sich übrigens auch ausgezeichnet aus alten schlichten Stores, die jo nicht mehr brauchbar find, Herstellen. Besonders glatter Volle und Etamine eignen sich dazu vor­züglich. Ich arbeitete aus zwei glatten Voileschlaf, zimmergardinen kleine Raffgardinchen für drei Wohnzimmerfenster, aus 2 kleinen zartgeblümten Vorhängen aus Voile solche für das Zimmer des Haushaltlehrlings, die mit alten Nesselsonnengar­dinen mit bunten Abschlußstreifen, die abends vor- gezogen werden, gut zusammen passen. Imtt** zimmer sollte man nur ganz Helle, leicht waschbare Gardinen mit lustigen Blumen- und Tiermusiem zum abendlichen oder hochsommerlichen Zuziehen onbringen. Wie oft sieht man hier total verrutschte und angeschmutzte Gardinen, da unsere Kleinen alle gerne aus dem Fenster gucken und niemand so wie jie Licht und Sonne brauchen.

Noch ein Wort über die Gardinenleisten. Am schönsten sind solche aus einfachem gebeiztem Holz. Bei den Schleudergardinen, die sehr dicht an die Leiste schließen, braucht man keinen Behang. Bei Zuggardinen wähle man einen kurzen mag- lichst leichten Behana, der oberhalb des Rahmens Dufhört. Wenn wir uns heute hier und da unbe- dingt Notwendiges an,chaffen müssen, fliehen wir natürlich auch Farbe und Muster der Gardinen in Rechnung, da gut gewählte Gardinen einen Raum sehr schmücken, schlecht gewählte dagegen einen unharmonischen Eindruck Hervorrufen. Die Gardinen sollen zweckentsprechend zur Topete und den Möbeln in den Farben passend sein. Für Schlaf- und Kinderzimmer passen solche aus be­drucktem, indanthrenfarbigem Stoff besonders gut, im Wohnzimmer sind solche aus leichtem Handweb. stoss zu empfehlen. Die Farben seien licht und fröh­lich, aber nicht ausfallend und schreiend. Alles über­flüssige Stoffwerk ist aus Schönheits- und Gesund­heitsgründen immer, jetzt aber ganz besonders aus volkswirtschaftlichen Gründen zu vermeiden.

Ein Kinderwagen ist kein (Seidschrank.

Als ich vor einigen Tagen einige Besorgungen er- kedigte, stand vor dem Geschäft, in dem ich meine Einkäufe tätigen wollte, ein Kinderwagen. In ihm saß ein kleines, vielleicht einiahnges Madel, das sich jedenfalls gerade in dem Alter befand, in dem <s ein herrliches Vergnügen bereitet, feine Spiel- lachen an die Erde zu werfen. Der Laden, den ich

Rhabarber.

Der Rhabarber sollte von der Hausfrau in viel stärkerem Maße für die Vorratswiitfchaft aus genutzt werden. Wie schon ist im WEiter ein leckeres Rhabarberkompott ober gar eine Rhabarbertorte, die auch ohne Fettzutaten vortrefflich mundet. 'Richt zu vergesfen Rhabarberfüßmost als sommerliches Erfrischungsgetränk! Diese neuzeitliche Art der Saftgewinnung durch Dampfentfaften ermöglicht der Hausfrau, die Auswertung auch größerer Rha­barbermengen durchzuführen, ohne viel Zucker da- ür aufwenden zu muffen. Für dieses wohl- chmeckende Getränk, das beim Gebrauch gegebenen- alls noch mit Wasser ober Sprubel oerbiinnt wer­den kann, genügen 100 bis 125 g Zucker auf ein gunzes Kilogramm Rhabarber, und bei der Her- ftellunfl von Rhabarberkompott für den Winter kann man in ber heute üblichen Weise Zucker sparen, indem man nur die Halste des sonst benötigten« Zuckers nimmt und die andere Hälfte durch Süß­stoff ersetzt. Des weiteren kann der Rhabarber auch gut zur Marmeladenbereitimg herangezogen werden. Wer keine ausgesprochene Rhabarermormelade liebt, der man durch Zusatz eines dunkelfarbigen Frucht- faftes, wie Holunder- oder Schwarzem Johannis- beersüßmost, Farbe geben kann, oermenbe R ha bar- bermarf zu anderen Früchten, wrbbeeren, Him­beeren Kirschen ober Pfirsichen unb Pflaumen. Da­bei kommt zustatten, baß ber Rhabarber burch feinen unaufbringlichen Geschmack unb fein geringes Eigenaroma ben Früchtegeschmack nicht verbeckt, fon- bern burch feine angenehme Saure die Marmelade noch ansprechender macht. Um den Zucker für die Verarbeitung des belfpielsweise beim Dampfen!- saften zurückbleibenden Rhabarbermarks zu erfpo- ren kann man dieses ungesüßt in kleinen Gesäßen sterilisieren, um es späterhin ber Marmelade zum Strecken zuzusetzen. E K

betrat, war ziemlich voll. Zufällig wählte ich meinen Standort gerade neben ber Mutter bes Kinde», die chon von einem Verkäufer bebient würbe. Als die $rau bann ihre Ware bekam unb bezahlen wollte, griff sie vergeblich in die Manteltasche unb sagte Einen Augeblick bitte, mein Gelb liegt wohl noch im K I n b e r w a g e n." Tatsächlich kam sie einige Sekunben später mit ber Gelbbörfe unb ihren Lebensmittelkarten wieder zurück, bie unter ber Wagenbecke gelegen hatten. Das ist eine Unvvrsich-

voMer5iaq.22.Mal VHI

Der kleine

und der große Bruder.

Zuerst taucht der flehne Bruder auf, bas runde, rosenrote Rabie scheu, ein Frühlingsbote, wie man ihn sich nicht lorfenbet vorstellen kann. Daß r« so früh erscheint unb aleidjuvohl ben onuner burch- halt, liegt baran, das, es Jin Lauf von zwei bl» drei Wochen vom Samenkorn zu ber Kngehvurzel wirb, bie so gut unb erfrische vtd schmeckt unb die da­her Immer wieder gesät und geerntet werden kann. Radieschen enthalten Rohelwalß, Zucker unb eine Spur Fett sowie reichlich Bltamiln B. Ihre Nähr- substanzen können fiel) jedoch eigentlich erst bann auswirken, wenn man bie Radieschen mit Brot in­fam men verzehrt. Schwarzbrot ist nämlich Immer murereich, wogegen In den Mlneialstosfen des Ra­dieschen die basischen Bestandteile überwiegen. Durch biofes Ueberwlegen der Basen gegenüber den Sauren wirb aber der Nährwert einer Speis« we­sentlich gesteigert Ißt man also feine Radieschen ui einem Stuck Schwarzbrot, so neibinben sich die Säuren des Brotes mit den alkalisch reagierenden 'Dlineraälltoffen des Radieschen, neutralisieren sich gegenseftig zu Salzen unb machen bie kleine Mahl­zeit bamlt zu einer Nährstosfguelle Auch das Kochsalz bars dabei nicht vergessen werden, weil ba-> Radieschen' bind) das Salzen an Wasser verliert, wodurch sich seine Nährstosse verdichten unb e * leich­ter verdaulich wird. Wenn ber eigene (harten gute Ernte fpenbei, kann man die Radiesrlien in Scheib­chen geschnittwi unb zusammen mit Gartenkresse zu einem wohlschuieckenben Salctt hernehmen. Später im Sommer, iixmn sie sck)vn größer unb nicht mehr so zart fleischig Jinb, lassen sie sich auch zu einer Suppe verkochen^

Richtig groß isf brrgroße Bruder" des Radies­chens, ber Rettich, um diese Zelt zwar noch nicht, aber dafür .um so schmackhafter, denn ber Malrettich, der früheste Sommerrettich, mit seinem butterzarten, schmelzenden Fleisch ist unbedingt ein Feinschmecker-Essen. 'Vas den Nährwert des 'Kel- tichs und bie Auswirkung seiner Nährstoffe anbe­langt, so gilt für Ihn tw aleldje wie für bas Ra- bieschen. Auch ber RetticZ soll Immer mit Schwarz­brot gegessen werden, daß sich die in Ihnen ent­haltenen Sauren unb Baßen zu ben Mineralstoffen verbinden können, die erst ben Gesundheitswert der Nahrung bedingen Unb ated) ben maijungen Ret­tich schmaust der Kenner erst bann, wenn bie fein* wrtonlttenen cheiben in tränen schwimmen äm allgemein en enthalt ber Rettich weniger 'lUaffer als das Radieschen unb ungleich mehr Zucker und mehr Vitamine. Sein Geschmack, beruht, ebenso mie beim Radieschen, auf seinem Gewalt an ensol, ber in ben einzelnen Arten indes ß>')r verichleden ist. Früher bleit man bie Scharfe eines Rettichs als gutes Mittel, ben Ber ft and zuschärfen", weshalb man den Kindern auf ben ersten ^Schulgang Ret- t chschnitlen aufs Brot legte, damit Ifxr Verstand bas ®e(tt nti gut vehaltz n könnt Ritt

chen verspeist man am besten nad) bem Essen, was auch unsere Vorfahren schon wußten, als sie die Regel aufftellten,Ein Rettich macht beut Ve h fer­tig und senkt die Speisen hinab" Vonaussetzung hierzu ist jedoch, baß er sehr gründlich gekaut wird, und baß man dabei nie vergißt, baß cittMvlel uns gesund ist. M- v. f..

Rezepte.

Gefüllter Kartoffelauflauf. I l<tf Pellkartoffeln, 40 bis ßO k ftvtt, ßOO k Gemüsereste, 1 Zwiebel, , bis X Liter Flüssigkeit (GemüsebEe ober Sauermlld)), 30 y Riehl, Salz, Petersilie, 1 Ei, Liter saure Milch, evtl, geriebener Käse "bei g^ röftete Hefeflocken, geriebene Semmel, Fettflöckchen. Die gekochten Kartoffeln pellt man, schneidet sie in Scheiben und gibt bie Halste davon In eine Aus laufform. In dem Fett dünstet man die Zwiebel unb schwenkt die Geniüsereste burch, ft reut Mehl, darüber, gibt die Flüssigkeit dazu und schmeckt ab Diese Füllung wird auf bie Kartoffelfchelben ge­geben. Darauf legt man bie restlichen M'artolfel- scheiben. Da * Ganze wird mit dem In Innrer Milch verquirlten Ei übergossen, mit geriebenem Käse unb geriebenen Semmeln überstreut unb mit Fettsläck- djen belegt. Das Olerldjl wird etwa 20 Minuten überbacken. Dazu Tomatentunke ober Salat

'.H I) a b a r b c r | u f 11 e. ßOO g Rhabarber, nach Belieben etwas Zitronenschale, I 1« Liter Wasser, 100 g Zucker ober halb Zucker halb Süßstoff, 120 L Stärkemehl ober Gries, ober Sago Der geschnittene Rhabarber wird mit dem Gewürz In dem Wasser ausgekocht, bann gibt man das Bindemittel dazu, läßt gar werden und sd;meckt ab. Man reicht dazu Mild) ober Vanilletunke

Gedämpfte Scholl e. Die Schotte wird von Kops und Flossen befreit, dann gibt man sie ganz kurz in Efsigwafser. Der anhaftende Schleim färbt sich blau und kann bann mit der Hand abgestreift wer­den. Dann wird sie gut gewasd)en und mit Salz und etwas Essig ober Zitronensaft eingerieben Man gibt den Fi Id; mit dem klelngeschnltlenen Gemüse, wie Land), Möhren ober Sellerie, in den Dämpfet und dämpft Ihn gar.

Scholle In her Tunke garmachen. Die vorbereitete Scholle wird mit Salz, Ossig oder Zi­tronensaft eingerieben und kurze Zelt siehengelaisen. Dann breitet man aus 20 g Fett, 30 g Meist, % Liter Brühe und Geschmackszutaten eine Peter­silien-, Dill-, Tomaten- ober Senftunke, gibt den Fisch in die kochende Tunke und läßt ihn darin 10 bh 15 Minuten garziehen.

Apfelleberragout: 300 Gramm Veber, 23 Aepsel, 25 Gramm Fett, 40 Gramm Mehl, Salz. - Die enthäutete Leber wirb In Stücke ge­schnitten unb in dem Fett angeln annt. Das Mehl verrührt man mit Wasser und gießt es dazu, gibt bann die geriebenen Aepsel dazu und fodjt noch einmal auf.

Ist einer mit Hühneraugen dabei? 5

ELASTOCORN

Der hfllifi nichts zu lochnnl Aber er könnte es ja bmsar haben er braucht« nur Llatlo com mit dem Filzring auf zulegen - dann wär« nr seine Hühneraugen bald los