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Hongkong in japanischer Hand

hätten japanische Seeleute viele Ueberlebende

habe.

Der Führer mit General Dietl am Kartentisch

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Abwehr feindlicher Angriffe kam es an Stellen der Ostfront zu harken Der Feind erlitt schwere Verluste. Die bekämpfte trotz schlechter Wetterlage

der Ad­der des

Reichsminister Or. Goebbels spricht.

Vertin, 20. Dezember. (DAV.) Reichsminister Dr. Goebbels spricht am heutigen Samstag, 20 Uhr, vor dem Rachrichtendienst des Rundfunks über alle deutschen Sender zum deutschen Volk.

Bei der mehreren Kämpfen. Luftwaffe

3m RNttelmeer versenkte ein Untersee­boot unter Führung von Kapitänleutnant Driver vor Alexandria einen britischen Kreu­ze r der Leander-Klasse.

Der Versuch eines starken Verbandes britischer Bomber und 3äger, einen Hafen in den besetzten Deskgebielen anzugreifen, brach gestern unter schwe­ren Verlusten für den Feind zusammen. Deutsche Jäger und Flakartillerie schossen zwölf bri­tische Flugzeuge ob, darunter fünf vier­motorige Bomber. Ein eigenes Flugzeug wird ver­mißt.

Oer Wehrmachtbericht.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 19. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Das andere Gesicht.

Die Darlegungen der japanischen Regierung auf der soeben abgeschlossenen Sondersitzung des Reichs­tages, die mit der einmütigen Billigung des Mili- tärhaushalts durch das Parlament eine klare Be­kundung des Siegeswillens des japanischen Volkes war, haben noch einmal die Verantwortlichkeiten für den Krieg in Ostasien eindeutig sestgestellt. Japan ist, um den Frieden zu erhalten, in seinen Verhandlungen mit den USA. bis an die äußerste Grenze dessen gegangen, was eine ehrliebende Na­tion aus sich zu nehmen vermag, ohne ihre Zukunft zu verraten. Ebenso wie der Führer immer wieder versucht hat, die Sicherung der vitalsten deutschen Interessen in freundschaftlichem Einvernehmen mit England KU erreichen, das seinerseits von den deut­schen Forderungen in keiner Beziehung berührt wurde, vielmehr durch einen Ausgleich und ein enges politisches und militärisches Zusammenwirken mit Deutschland, wie es der Führer vorgeschlagen hatte, nur die größten Vorteile für die Sicherung seines eigenen Empire gehabt hätte, so strebten auch die japanischen Staatsmänner in ihren Verhand' hingen mit den USA. einen Modus vivendi an, der durch eine reinliche Scheidung der Jnteressenzonen jedem das Seine gegeben und dem japanischen Volk nur den ihm von Natur und Geschichte zuge- wiesenen Lebensraum und den Zugang zu jenen Rohstoffquellen gesichert hätte, die die japanische Wirtschaft braucht, um leben zu können. In Washington hat man sich in einer Mischung von Überheblichkeit und Habgier, die den kapitalistischen Imperialismus amerikanischer Prägung von jeher ausgezeichnet hat, allen Gründen die Vernunft und Billigkeit stur verschlossen und eine Liste von For­derungen aufgestellt, deren Erfüllung nicht nur Japans Verzicht auf seinen Führungsanspruch in Ostasien zugunsten raumfremder Mächte, sondern seine Abdankung als Großmacht Überhaupt be­deutet hätte. Wenn sich einst Japan nach dem Welt­krieg, von dem furchtbaren Erdbeben selbst schwer erschöpft, auf der Flottenkonferenz von Washing­ton im Jahre 1922 einer Front der Sieger gegen­übersah, denen es sich zähneknirschend fügen mußte, als sie ihm in der Seerüstung den zweiten Platz zuwiesen und ihm den Verzicht auf seine Vormacht­stellung in Nordchina aufzwangen, so hat sich die weltpolitische Konstellation seitdem entschieden ge­wandelt, nicht zuletzt dank der engstirnigen Un­nachgiebigkeit, die die USA. sowohl wie England gegenüber den damals ach so bescheidenen Forde­rungen derHabenichtse" unter den Völkern an den Tag gelegt haben. Weder in USA. noch in England haben die leitenden Staatsmänner trotz mancher ernster Warnungen klarblickender Män-

dazwischen liegen die Villen der reichen Engländer und vieler fremder Konsuln.

Der Freundlichkeit unseres deutschen Vertreters verdankte ich eine schöne Rundfahrt mit der Aus­sicht auf das Meer, die zerrissene Felsküste des Fest­landes, die vielen Sunde voll winziger Inselchen und die hohe Insel Lantau, westlich von Hongkong, die mit zur Kolonie gehört. Auf dem Gipfel des Pics liegt ein Luxushotel, zu dem man nach der in den englischen Tropenkolonien herrschenden Sitte zumSundown" hinauffahren kann, um einen Whisky-Soda, einen Gin mit Bitters oder ein paar Cocktails zu nehmen und sich über die Politik oder das Geschäft zu unterhalten.

Alle nach Ostasien verkehrenden Schiffahrtslinien, außer den englischen auch die deutschen, französi­schen, italienischen, amerikanischen und japanischen, liefen bis zum Ausbruch des Krieges Hongkong an und hatten hier ihre Hauptagenturen. Immer, wenn es in China Unruhen gab, nahmen reiche Chinesen, denen die Banken in der Internationalen Niederlassung von Schanghai noch nicht sicher genug schienen, ihren Wohnsitz in Hongkong oder depo­nierten dort wenigstens ihre Kapitalien. Viel ost­asiatischer Reichtum ist bis heute in den Hong­konger Bankinstituten aufgehäuft. Niemandem kam der Gedanke, es könnten sich einmal japanische Kanonen von Kaulun her gegen das menschenwim­melnde Victoria, gegen die Kriegsschiffe unter dem Union Jack im Hafen und gegen die Batterien am Strand und an den Abhängen des Pic richten. Japans Entschluß, mit seiner ganzen modernen Waffenrüstung den Engländern und Amerikanern im Fernen Osten zu begegnen, muß dort wie ein Donnerschlag gewirkt haben. Die Eroberung Hon­kongs durch japanische Truppen klingt wie ein Signal zum Umbruch der Weltlage zwischen der Behringstraße und den Pforten des Indischen Ozeans.

Neue Laudunaen auf den Vh'lip"inen.

Rio de Janeiro. 20.Dez.(DRV. Funkspruch.) Rach Mitteilungen des nordamerikanischen Kriegs­ministeriums nahmen die Japaner am Freitag auf den Philippinen neue große Landungen vor. Heftige Luftangriffe richteten sich gegen Manila und Jlo Jlo.

Oie Treffer von Hawai.

Tokio, 19. Dez. (DNB.) Auf Grund besonderer Informationen meldetJomiuri Schimbun" Einzel­heiten über die Verluste b e r USA. - Pazi°

|. Zahrqana Nr. *02

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versenkten englischen Schnellboote aufgefischt, schließend stellt der Korrespondent fest, daß Widerstand der englischen Truppen im Laufe Freitagnachmittag allmählich nachläßt und glaubt, daß Hongkongs letzte Stunde bald geschlagen

für die Mittagsnummer biSS'^Uhr desVormittags

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Iruppenanfammlunaen, Artilleriestellungen, pan- zerkräfte und Nachschubwege des Gegners. An der Kola-Bucht wurde ein Handelsschiff mittlerer Gröhe durch Bombenwurf schwer beschädigt.

Tokio, 19. Dez. (DNB.) Wie die Agentur Do- mei aus Kaulun meldet, befand sich der größte leil der Insel Hongkong am Freitag um 11 Uhr japanischer Zeit (4 Uhr deutscher Zeit) i n japanischer Hand. Die Fahnen mit der auf- zehenden Sonne wehen über dem Hasen und flat» rem von den Höhen der Insel. Die noch verbliebe- ittn feindlichen Truppen haben sich auf den Dikto- NlpHügel zurückgezogen, während die Stadt V i k - lvria selbst bereits von japanischen Truppen besetzt wurde.

Die Befestigungen an der Ostküste der Insel la­gen seit -Freitag NWWen unter schwerem Feuer der japanischen ArtilleV, die von den Deobachtungs- posten auf dem Jardine-Hügel den Gang der Kämpfe verfolgte. Die englischen Truppen leisteten erbitten en Widerstand, der von Stellung zu Stellung im Nchkampf gebrochen werden mußte. Die Hälfte )er Insel kam am Freitagnachmittag in japanischen Benfe. Von den Landungsstellen der japanischen truppen, wo Benzintanks und Fabriken in Brand geschossen waren, leuchten noch immer hohe Feuer- [aulen herüber.

Hin Korrespondent beschreibt b i e Landung auf der Insel, die durch ein zMölfstündiges Bom- vardement vorbereitet wurde. Als die Landung der japanischen Truppen in vollem Gange war, hätten die Engländer Schnellboote eingesetzt. Die ja­panische Artillerie hätte den Schnellbooten die ersten Verluste zugefügt. Endgültig wurde der An- jedoch durch japanisch eStukas abge- jchlagen, die die restlichen Boote zum Sinken brachten. Trotz des starken Feuers der englischen Abwehr

Hongkong, mgiischeWirischastsmeiropole des Ostens

Von Dr. Paul Rohrbach.

Im Friedensschluß von 1842, nach dem Opium- Iritg, in dem England die Chinesen zwang, die kivjuhr des verderblich wirkenden, in Indien auf malische Rechnung massenhaft erzeugten Giftes zu gestatten, mußt? China die kleine Felseninsel Hong- ! on g, unmittelbar vor der Mündung des Perl- jlustes, an England abtreten. Auf dem Perfluß konnten Seeschiffe bis Kanton, damals dem vichtigsten Hafen Chinas, hinaufgehen. Zunächst »ahm das unmittelbar an der Jangtsemündung gelegene Schanghai einen starken Aufschwung, int Hongkong bl;eb bis in die sechziger Jahre un- n-chtet liegen. Mit der Entwicklung der Darnpf- chssmhrt wurde es aber zu einer Hauptstation für )tn gesamten aus- und eingehenden ostasiatischen Mehr. Auf Hongkong wurden große Kohlen- )epot5 angelegt, meist mit englischer Kohle auf- gefüllt, dazu ausgedehnte Dorfanlagen und Re­paraturwerkstätten für Schiffe, so daß zu Anfang liefe5 Jahrhunderts Hongkong an der Menge aus- ijnb einlaufender Tonnage nur noch von London MiHrtroffen wurde.

1860 nötigte England nach einem weiteren Krieg lhina zur Abtretung der Halbinsel Kaulun, die, mr durch einen schmalen Sund getrennt, Honkong 'gegenüber auf dem chinesischen Festland liegt. 1898 vuide dieser englische Festlandsbesitz durch eine Pachtung auf 99 Jahre bedeutend erweitert. Hong- MW und Kaulun werden seitdem einheitlich durch iinm Gouverneur, der in der Stadt Victoria uff der Insel seinen Sitz hat, verwaltet. Die ge- iwe Zivilbevölkerung von Hongkong und Kaulun si etwa eine Million Köpfe stark, davon kaum JOfniO Europäer, meist Engländer.

f i k - F l o 11 e. Danach erhielt von den versenkten Schiffen das Schlachtschiff derCalifornia"-Klasse direkte Treffer in den Munitions- raum und sank in einer Minute. Das Schlacht­schiff derMaryland"-Klasse wurde von Torpedo- unb Bombentreffern in zwei Teile zerrissen. Das Schlachtschiff berArizona"-Klasfe ereilte das gleiche Schicksal. Don den beiden anderen Schlacht­schiffen, die noch versenkt wurden, ging das eine nach direkten T o r p e b o t r e f f e r n in einer Minute unter, und bas anbere infolae verschiedener Torpedotreffer. Die schwer beschädigten USA.- Schisse erhielten durchweg direkte Treffer von Tor­pedos oder Bomben.

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Mit dem ersten Tag der Feindseligkeiten im Pazi­fik setzte auch die B i l d d e r i ch t e r st a 11 u n g ber Japaner an allen Kriegsschauplätzen ein. Einbrucks- voll waren bie Luftaufnahmen vom Angriff auf die britischen Schlachtschiffe an der Ostküste Malayas. Man sieht den ersten Treffer auf derP r i n c e o f Wales" und kann beobachten, wie dieR e - pulse" abdreht und in voller Fahrt im Zickzack­kurs den Bomben und Lufttorpedos der japanischen Maschinen zu entgehen sucht. Die Zeitungen brach­ten packende Aufnahmen von dem Durchbruch durch die Hauptverteidigugnslinie Hongkongs bei Kaulun.

Em schwerer Gchlog gegen Tschungking.

Tokio, 19. Dez. (Europapreß.) Die Besetzung des wesentlichsten Teils von Hongkong durch die Ja­paner ist von besonderer Bedeutung für die angel­sächsische Chinahilfe, da die Materialliefe­rungen nach Tschungking über Hongkong und Schanghai in der Zeit von Januar bis September dieses Jahres größer als diejenigen über die Bur­mastraße gewesen sind. Unter dem Gesichtspunkt der möglichen Rückwirkungen auf den weiteren Verlauf des Chinakonflikts untersuchtNichi Nichi Schim- oun" die Bedeutung ber Erstürmung von Hong­kong und kommt dabei zu der Feststellung, daß die Besetzung Hongkongs nicht nur den Zusammen­bruch des britisch-nordamerikanischen st r a t e g i schen Dreiecks HongkongTschungkingSin­gapur darstelle. Die Gesamtverschiffungen an Ma­terial für die Tschungking-Regierung beliefen sich auf einen Wert von 2,6 Milliarden chinesischer Dol­lars, wovon Material für nur 600 Millionen Dollar über die Burma-Straße geliefert wurde. Durch das japanische Vorgehen in Malaya sei auch die Burma- Straße gefährdet, und bie geplante neue Zufahrt­straße aus Jnbien verspreche keinen Erfolg. #

General ber Gebirgstruppen Dietl berichtet im Führerhauptquartier bem Führer von den Operationen an ber Norbfront. Rechts ber Chef des Oberkommandos ber Wehrmacht General- felbmarfchall Keitel. (Aufnahme: Presse-Hoffmann. sSch.j.)

Harle Kämpfe an mehreren Stellen der Ostfront bei Atwehr feindlicher Angriffe.

vrühksche Ilniverfitätrdruckerek 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ ®ie&en3$uIftr«8e?-9

jl kie Befestigungsanlagen waren bis zum Enve bes vorigen Jahrhunderts nicht bedeutend, da iriii in England keine Sorge vor irgendwelchen griffen trug. Der chinefisch-japanische Krieg im 95 und noch mehr der russisch-japanische im 05 gaben Anlaß, ihnen mehr Aufmerksamkeit Wiwenden. Als ich 1908, von Schanghai kom- iwrb, Hongkong zum erstenmal besuchte, wurde mir ib eine beachtliche Neuheit erzählt, daß die Ein­sen t in den Hafen zwischen der Nordspitzenbatterie

IN der Insel und der Hunghom-Batterie auf ber K:i lun-Seite beiberfeits mit in ben Felsen ein* htbaiiten Torpebo-Ausstohrohren versehen worben |ei Diese Torpebo-Batterien konnten da- iralj als eine formidable Sperranlage gelten. An

I Wuqzeugangriffe aus der Luft dachte noch kein K Mensch, ebenso wenig daran, daß ein ernsthafter ilncriff, wie ihn jetzt die Japaner führten, von der fcröfeite her auf Kaulun stattfinden könnte. Das Us« Hongkong ftationierte Ostasiengeschwader per epischen Flotte, dessen 20 Meter tiefer Ankerplatz unmittelbar östlich ber von Victoria nach Kaulun Wefyrenben Fähre liegt, bestaub aus Kreuzern ht anderen, leichteren Einheiten. 1931, bei Men Besuch, war schon viel davon die Rebe, dch die Festungswerke eigentlich v e r ft ä r f t wer- bm müßten, aber bamals galt noch ber Vertrag ütc- bie Flottenabrüftung von 1921, ber ben An- litp.'rn des Stillen Ozeans neue Befestigungsbauten iunbrfagte. Erst nach feinem Ablauf, 1936, fing man mit der Arbeit an, Hongkong zu einer bedeutenden ßeftung mit vielen in den Fels gehauenen Wer- | kn, zu machen. £ ,

tu Stabt Victoria baut sich vom Hafen her Abhang des granitenen Victoria-Pics, dem i Insel kulminiert, in die Höhe. Die untere otabt

V enge Straßen unb hohe Häuser, wegen der A vhittenwirkung Das im Sommer sehr heitze a ?ina ist nicht gesunb. Der Gouverneurpalast, das

Acdthaus, das Hauptpostamt und das §encht sind 4 Hklchtbauten, entsprechend den reichen Mitteln, die sie verwandt werden konnten. Auf den o60 1er hohen Pic führen eine Drahtseilbahn uno jn? rundum laufende Autostraße mit prachtvollen »^blicken. Die ursprünglich kahlen Flanken des re'ges sind jetzt zum Teil mit Anlagen bepflanzt;

fsT Q Samsfaa. 20 SottnftM. 21 Dezember 1041

Gietzener Anzeiger

Di? Wochenschauen bringen gleichfalls Aufnahmen von dem Geschützfeuer gegen die letzten Stellungen Hongkongs.

Rur noch acht Großkampfschiffe".

Tokio, 19. Dez. (DNB.) Die japanische Presse verzeichnet die vernichtende Niederlage der nord- amerikanischen Pazifik-Flotte.Nachdem die ge­samte nordamerikanische Pazifik-Flotte am 8. 12. im wahrsten Sinne des Wortes zertrümmert wurde", schreibt Domei,ist der USA.-Traum eines transpazifischen Angriffs auf das eigentliche Japan verflogen." Nordamerika fei mit diesem Schlag von einer erstklassigen z u einer drittklassigen Seemacht herabaesunken. Noch vor knapp zehn Monaten habe Marineminister Knox behaup­tet, Nordamerika allein sei den kombinierten Flot­ten mehrerer möglichen Feindländer gewachsen. Heute habe sich wieder einmal bie Wahrheit des alten Sprichwortes gezeigt, daß Hochmut vor dem Fall kommt. Nach ber Seeschlacht bei Hawai be­säßen die USA. nur noch acyt Großkampf­schiffe, von denen je drei 30 bzw. 26 Jahre alt und lediglich zwei neueren Datums sind.Asahi Schimbun" stellt fest, daß die USA. zum Neubau der verlorenen Schiffe 4 bis 5 Jahre brauchten.

Die Insel penong von den Briten geräumt.

Stockholm, 20. Dez. (Europapreß.) Der bri­tische Nachrichtendienst gab in ben Freitagabend- ftunben die Räumung ber zur britischen Kronkolonie Straits Settlement Gehörenden Insel P e n a n g an ber Norbwestküste Malayas bekannt. In ber Mit­teilung wurde weiter gesagt, baß sich bie britische Garnison ohne Verluste habe zurückziehen können. Die Insel Penang ist rund tausend Quadratkilo­meter groß und hat über 400 000 Einwohner. Die Hauptstadt Penangs (Georgetown) zählt 170 000 Menschen. Die britische Garnison auf ber Insel Penang ist evakuiert worden. Soweit bekannt, ist jedoch die Zivilbevölkerung dort zurückgeblieben. In London wird betont, daß die Gefahr, die dieser Insel drohe, durch ben schnellen Vorstoß ber Ja­paner auf dem Festland gegenüber ber Insel in ben letzten Tagen bedeutend zugenommen habe. Man nimmt an, daß bie Evakuierung ber Penang-Garni- son zur selben Zeit vorgenommen mürbe, zu ber die britischen Truppen auf bem Festland zurückge­zogen wurden. Der Verlust Penangs wird als ernst bezeichnet, da die Japaner bie Insel als Flug- basis für Angriffe auf bie Schiffahrt in ben um­liegenden Gewässern verwenden können unb bie britischen Schiffe jetzt gezwungen werben, einen Umweg um Sumatra zu machen. Der neugebackene Minister für ostasiatische Angelegenheit, Duff Cooper, mußte als erste amtliche Aeußerung er­klären, baß bie britischen Truppen gezwungen wur­den, im Nordwesten von Malaya zurückzugehen unb Penang zu räumen. Er wolle offen zugeben, baß bie Japaner bisher äußerst erfolgreich gewesen seien.