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weise und unerreichbar die Qualität unserer Waf­fen. Diese Komponenten vereint, bedeuten den Sieg!

Sprechen wir zunächst von der F ü h r u n g, die in ihrem operativen und taktischen Können, der Ent­schlußkraft und ihrer organisatorischen Fähigkeit unvergleichlich ist. Reibungslos arbeitet die gewal­tige militärische Maschinerie auch in diesen Räu­men. Rädchen greift in Rädchen, vom höchsten Be­fehlsstab bis zur vordersten Gruppe am Feind, lenkt die Operationen, befiehlt den Einsatz der Waf­fen, sorgt für den Nachschub von Munition, Brenn­stoff uno Verpflegung und läßt dennoch der klein­sten Einheit die verantwortungsvolle Entschlußkraft des Handelns, um selbst Entscheidungen zu erzwin­gen. Dieser Tatkraft, die General und Stoßtrupp­führer in gleichem Maße beseelt bei dem einen wirkt sie sich im großen, bei dem anderen im kleinen Raume aus, steht die Schwerfälligkeit des feindlichen militärischen Apparates gegenüber, die aus der heillosen Bürokratie der totalen Zwangswirtschaft entspringt. Das Bild der zaristi­schen Dampfwalze lebt auch heute noch in der Vor­stellung der sowjetischen Führung, die sie auf den gleichen Straßen und Eisenbahnen, die nur wenig verbessert sind, bewegt. Dazu tritt die Verantwor­tungsscheu der höchsten militärischen Instanzen der Bolschewisten, die lieber einen Befehl aus dem Kreml abwarten, als um irgendeines Mißerfolges wegen ihr Haupt auf den Block legen zu müssen. Jetzt rächt sich es sich, daß gerade der höhere Kom­mandobestand der sowjetischen Armee noch vor wenigen Fahren furchtbar dezimiert wurde, als den bekannten Terroraktionen der GPU. die höchste Ge­neralität bis zu 80 v. H. zum Opfer fiel. Es rächt sich auch, daß durch die bolschewistische Revolution die alte Intelligenz der höheren Schichten des Vol­kes radikal ausgerottet wurde, und daß das bolsche­wistische System an sich überhaupt den Grundsatz der rassischen Auslese, der allein zur wirklichen Führung befähigt, ablehnt.

So kamen die Sowjets trotz der gewaltigen aggressiven Kräfte, die sie an der deutschen Grenze hatten aufmarschieren lassen, von vornherein zu keiner geschlossenen Dp&ation, mußten sich das Ge­setz des Handelns von der deutschen Führung auf- zwingen lassen, verloren den Zusammenhang und die Uebersicht. Wie im großen, so spielt sich der Kampf im kleinen ab. Wenn es zum Kampf kommt, ist bald nicht mehr die militärische Einheit die Zelle des Widerstandes, und auch nicht der Einzelkämpfer das Kriterium. Es ist die Horde, in der der Bol­schewist sich als Glied einer durch Zwang gestalte­ten Gemeinschaft verteidigt. Daß er zähe und ver­bissen kämpft, davon soll noch gesprochen werden.

Die schweren materiellen Verluste, die der Feind erlitt, zwingen auch zu einem Vergleich der beider­seitig eingesetzten Waffen. Schöpfend aus unoer­siegenden Rohstoffquellen hatte die Sowjetarmee 24 Fahre Zeit, sich Waffen großer Schlagkraft in riesiger Zahl zu formen. Sie glaubte auch, es in ausreichendem Maße getan zu haben. Und doch zerbrachen diese Waffen an denen, die das natio­nalsozialistische deutsche Heer/nach einer Entwick­lung von nur acht Fahren dem Feinde gegenüber- stellte. Auch hier erwies sich eindeutig die deutsche Ueberleaenheit. Während man bei uns schöpferisch neue Weg ging, verfiel der Bolschewik, dem dieses Können fehlt, der Kopie. Der Mangel jeder eigenen konstruktiven Fähigkeit mußte sich rächen. Geschütze, Panzer und Flugzeuge, im Aeuheren eine impo­sante Zahl, versagten gegenüber der Qualität des deutschen Materials. Und wenn die Heimat jetzt voll Stolz die Tapferkeit ihrer Soldaten bewun-' dert, so freut es den Soldaten, durch feine Waffen­erfolge dem deutschen Rüstungsarbeiter und Kon­strukteur den Dank abstatten zu dürfen für die Kampfmittel, die deutscher Geist und deutsche Ar­beitskraft ihm schufen.

Neben Führung und Waffen ist auch in diesem Feldzug gegen einen mächtigen Feind die kämpfe­rische Moral der Truppe letzten Endes entscheidend. Die Schwierigkeiten, vor die das deutsche Heer sich gestellt sah, als es am 22. Funi zum Kampfe an­trat, waren unvorstellbar. Außer der Masse mate­rieller Kampfmittel und einem zähen Widerstand glaubte der Feind, auch die natürlichen Hindernisse der Landschaft uns entgegenstellen zu können. Auf sie setzte er wahrscheinlich noch größere Hoffnungen als auf die Bunker und anderen Grenzbefestigun­gen, die schon in den ersten Kampftagen dem An­griffsgeist unserer Soldaten erlagen. Stalin be­schwor Napoleon, und er täuschte sich. Die wenigen befestigten, holprigen Landstraßen wurden zur sich immer weiter ins Land dehnenden Roll­bahn der Panzer und der anderen motorisierten Ein­heiten. Die bespannten und marschierenden Trup­pen aber muhten sich unter größten physischen An­strengungen, gequält von Staub und Hitze, ihren Weg durch das waldige oder oft versumpfte Ge­lände längs dieser spärlichen braßen erkämpfen.

In weiter der Marsch nach Osten ging, um so mehr schwand das Gesicht der europäischen Land­schaft. In einem schwach besiedelten, fast menschen­leeren Raum liegen weit auseinandergezogen die armseligen Holzhütten und Dörfer der in die Kol­chose (kollektive Zwangswirtschaften) gepreßten, ihres Eigentums beraubten sowjetischen Bauern. Während an der Straße der bolschewistische Soldat immer wieder vergeblich versucht, aus gut ausge­bauten Feldstellungen heraus die Rollbahn mit sei­nen MGs. und schweren Waffen bestreichend, den Durchstoß der motorisierten Einheiten zu hemmen, während sich dort ein gleichmäßiger Rhythmus zwi­schen Marsch und Kampf entwickelt, ein Halt nur bis zum Niederkämpfen und dann ein Vorwärts- bringen, entfpinnt sich in den kilometertiefen Räu­men links und rechts der Straße, auf Wiesen, in Sümpfen und Wäldern, ein Kleinkrieg, wie ihn der deutsche Soldat in dieser Form noch nicht erlebt hat. Ueberall hockt und nistet der Gegner. Seine Kampfesweise ist unberechenbar. Einmal gerät die Spitze in einen Feuerüberfall hinein, dann wieder läßt der Bolschewik sie vorüberziehen, um aus der Flanke heraus anzugreifen, ober aber er richtet seine ganze Feuerkraft auf ben Troß und die Ko­lonnen des Nachschubs.

Der deutsche Soldat hat bald gelernt, daß dieser Gegner nicht zu unterschätzen ist. Der Sow- jetarmist kämpft mit großer Zähigkeit, bewegt und tarnt sich, mit der Natur vertraut, geschickt in dem Gelände und hat ein gutes Auge. Er ist verbissen und gefährlich, vereint in sich Die Anspruchslosig­keit, das Entbehrenkönnen und die Ausdauer einer primitiven, noch nicht vollentwickelten Rasse. Und er kämpft, angetrieben und vom Terror gehetzt.

24 Fahre lang hat das bolschewistische System ben Arbeiter und Bauern mit einer chinesischen Mauer umgeben, ihn hermetisch von allen äußeren Einflüssen abgeschlossen und diesen Menschen ohne Vorstellung und Urteil eingeimpft, in dem Deut­schen, in demfaschistischen" Soldaten den leibhaf­tigen Teufel zu sehen. Der Sowjetrusse ergibt sich nicht und tämpjt um fein Leben, aus der Angst

Abschnitt von Nikolajew ein unvorstellbares Sius- ; 1^6^01 maß erreicht haben muß, denn der Fall dieser wich. I ".«ur zu Pa m Artwi ff arw am SY)a

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Das Hirn der Roten Armee"

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Tuchatfchewski im Mai 1937 abermals (Beneralftabs- chef der Roten Armee. Mitte August 1940 bean­tragte er mit Rücksicht auf feine schwache Gesund­heit seine Enthebung vom Amt. Mit Kriegsaus­bruch übernahm er jedoch die Gesamtleitung Operationen wieder. Er ist Vollblut-Bolschewist

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Zwei bolschewistische Armeen eingekreist und vernichtet. Erbitterte Kämpfe südlich von Kiew. Verzweifelte Durchbruchsversuche im ukrainischen Raum.

Von Kriegsberichter Karl Bollhardt.

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heraus, als Gefangener totgeschlagen zu werben. So wurde es auch typisch für die bolschewistische Diktatur, daß diese ganze Vorstellungswelt des öfte­ren mit einem Schlag zusammenbrach, als Flug­blätter und Mundpropaganda mit diesen Lügen aufräumten. Es ist eben nicht die Tapferkeit des Soldaten, der aus tiefem Glauben heraus für eine Fdee ficht, sondern Verzweiflung und Todesangst, entstanden aus brutalster Verhetzung, die ben sow­jetischen Soldaten zum erbitterten Gegner werden ließ und ihn zu zahlreichen Oreuettaten verleitete. Aus einen Nenner gebracht: Glaube steht gegen Zwang! Und allein deshalb muß diese weltgeschicht­liche Auseinandersetzung uns ben Sieg bringen.

Das Ritterkreuz für tapfere Truppenführer.

Berlin, 19. Aug. (DNv.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene- ralfeldmarfchall von Brauchllsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: General der Infanterie von Obstfelder, Generalmajor Zorn, Oberst, leulnanl Simon, Major Köhler, Oberleutnant Specht und Oberfeldwebel Bl» ich.

General von Ob st selber sperrte mit seinem Korps nach dem Durchbruch durch die feindliche Bugstellung tief im Rücken des Feindes die Straße Luck-Mod imierz und erreichte dadurch, baß die von Luck vorgetriebenen sowjetischen Berstärkungen nicht mehr in die Schlacht von Wlodimierz eingrei­fen konnten. Mit ber vordersten Angriffsspitze ging er am 25.6. über den Styr und schlug alle hart­näckigen Gegenangriffe des Feindes ab, in einer

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Oie neuen Erfolge.

Bon unserer Berliner Schriftleilung.

Die Zertrümmerung der Streitkräfte des So», jctmarschalls Budjenny hat so große Fortschritte ge. macht, daß ein erster zusammenfassender Bericht über, das Ergebnis dieser Verfolgungskämpfe vo^, OKW. herausgegeben werden konnte. Und wahrli^' er enthält Ueberraschendes. Wir haben jetzt dax ganze Gebiet we st lich des Dnjepr in her Hand, wir haben zusammen mit den rumänischen, ungarischen und italienischen Verbänden den Kampf gegen die Stadt Odessa begonnen und mit ber Eroberung der Stadt Nikolajew auch die dort liegenden Sowjet-Kriegsschiffe erbeutet Die Statt Nikolajew, der Ausfuhrhafen des von uns besetz, ten größten Erzgebietes der Sowjetunion, war für die bolschewistische Schwarzmeerflotte von beso«. derer Wichtigkeit, weil sich dort Wersten für ben Kriegsschiffbau befanden. Sie sind genommen wer.! den, damit fielen die auf Stapel liegenden bolsche. wistischen Kriegsschiffe, ein großes Schlachtschifi pOn * nicht weniger als 35 000 BRT., ein Kreuzer von 10 000 BRT., vier Zerstörer und zwei Unterseeboote den Deutschen als Beute anheim, während ein Kg, nonenboot versenkt, eins schwer beschädigt und ein mit Lokomotiven beladener Schwimmdock erbeutet

Die Weltöffentlichkeit wird über diese konkreten Angaben des deutschen Wehrmachtberichtes ebenso verblüfft sein wie über die allerdings von auslän« dischen Militärs schon geahnte Tatsache, daß sich im Kampf um Odessa ein wahres Drama des Bob schewismus entwickelt. Wie in Dünkirchen die fluch, tenben Engländer durch unsere Bomber die schwer­sten Verluste erlitten, haben jetzt die Bolschewisten in Odessa die furchtbare Wirksamkeit unserer Bom­ber kennengelernt. Für die bolschewistischen Truppen in Odessa gab es nur ein Mittel, sich der drohen« den Vernichtung zu entziehen, nämlich die Flucht auf d i e Schiffe, die Sowjets hatten zu diesem Zweck in Odessa alle erreichbaren Schiffe zusam« mengezogen, um Truppen und Kriegsmaterial auf dem Seewege abzutransportieren. In diese flüchten­den Massen hagelten deutsche Bomben. Bis jetzt wurden nicht weniger als neun große Truppen« transporter durch schwere Bombentreffer unbrouch. bar gemacht, drei bolschewistisch^ Kriegsschiffe, dar­unter ein Schwerer Kreuzer, beschädigt. Ein neues Dünkirchen größten Ausmaßes zeich­net sich ab. Die Verluste der Bolschewisten bei dem Angriff auf den Hafen von Odessa Müssen ganz ge« wattige fein, denn nicht nur Bomben schlugen in ihre Reihen, sondern die deutschen Bordwaffen tra­ten in Aktion und richteten gewaltige Derheerun« gen an.

Fn der Süd-Ukraine nähern sich unsere Truppen dem riesigen Industriegebiet von Dneprope- t r o w s k, womit die Prahlereien des Kreml, die Erreichung dieser wichtigsten Versorgungskammer ür die bolschewistische Armee sei nurein Wunsch" der deutschen Kriegführung, gründlich ad absurdum geführt werden. Was sich in der Ukraine vollzieht, ist eine Vernichtung größten Stils. Die ersten Beuteziffern beuten bereits an, wie hart die deutsche Faust zuschlägt. Aber auch im Rau m.e von Kiew und Koro st en finb die Verluste ber Sowjets schwer. Die Fabeleien der plutokratischen Nachrichtenquellen erleben wieder einmal durch diese deutschen Schläge eine bezeich­nende Enthüllung. Der Londoner Nachrichtendienst hatte noch, während Nikolajew schon gefallen war urtb die deutschen Stukas im Hasen von Odessa ein ukrainisches Dünkirchen inszenierten, gemeldet: Die deutschen Streitkräfte in dem ukrainischen Frontabschnitt sind um 6 bis 8 Meilen zurückge- drängt."Die Einnahme Nikolajews ist ein Erfolg zweiten Ranges", heißt es in der englischen Nach- richtengebung am gleichen Tage, aber derDaily Telegraph" hält sich nicht an diese Linie ber eng­lischen Agitation, sondern gibt zu, daß esden Deutschen leicht fallen wird, die feindlichen Haupt- treitträfte aufzurollen". Der Zeitungsleser, der mit Betrübnis hieraus erkennt, wie die sowjetischen Felle wegschwimmen, bekommt aber im gleichen Augenblick vom englischen Rundfunk die entspre­chende Ermunterungsspritze, indem ihm gesagt wird:Budjenny ist befähigt, einen geordneten Rückzug zu unternehmen." Dieses Sammelsurium von Nachrichten ist die Blütenlese eines einzigen Tages! Man kann es verstehen, wenn der Eng­länder für die Dinge dieser Welt keinen klaren Blick mehr hat. Aber er müßte, wäre er auch mir etwas noch nachzudenken in ber Lage, doch den eindeutigen Schluß ziehen, daß irgend etwas bei der ganzen Sache nicht stimmt ...

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regiment und wurde im Weltkrieg mit 36 Fahren Oberst. Heute ist er 60 Fahre alt. Er gehört zu ben ehemals zaristischen Offizieren, die sicherlich aus teilweise ehrenhaften Beweggründen in ber Sowjetarmee weiter Dienst taten, widmete sich aber ganz ber fachlichen Arbeit und stand für die größere Öffentlichkeit immer im Hintergrund. Trotzdem hatte er als Generalstabschef ber Sowjetarmee, zu dem er erstmals 1929 ernannt wurde, alle Annehm­lichkeiten des Sowjetdienstes auszukosten. Schon 1930 wurde er seines leitenden Postens im General­stab enthoben und Gouverneur des Wolgadistrikts. Wir erinnern an Tuchatfchewski, ber kurz vor seiner Erschießung ebenfalls als Gouverneur in einen ent­legenen Militärdistrikt abgeschoben wurde. Eine solche Versetzung war schon immer ein halbes Todesurteil und wurde auch im Fall Schaposchni- kow schon deshalb so gedeutet, weil er im Jahre 1930 also ein Jahr vor seiner Maßregelung formell der Kommunistischen Partei beigetreten war. Seine Zurückhaltung rettete ihn. Er wurde Kommandeur ber sowjetischen Militärakademie, 1935 als Armeekommandeur Oberbefehlshaber des Bezirkes Leningrad und nach dem Sturz von

Die bolschewfitfich-offiziösePrawda" stellt uns basHirn ber Roten Armee" vor; ein anderes schmückendes Beiwort ist:Der Schatten Timo- schenkos". Als dieseGraue Eminenz" der Sowjet­armee entpuppt sich ihr ... Generalstabschef, Mar­schall Boris Schaposchnikow. Nun, das ist keine Ueberraschung. Wenn Schaposchnikow jetzt plötzlich von ber bolschewistischen Presse in bas Rampenlicht ber Oeffentlichkeit gestellt wirb, so zeigt das lediglich ben kolossalen Verschleiß von Män­nern in ber Sowjetunion an. Er begann damit, baß an bis Stelle des Rats ber Volkskommissare ein Kriegsrat trat, der die gesamte vollziehende Ge» malt iy sich vereinigte; bann, als sich die schweren Niederlagen bei BialystokMinsk und Lemberg nicht mehr verheimlichen ließen, wurden die Hoff­nungen neu belebt durch die (Ernennung ber Mar­schälle Woroschilow, Timoschenky und B u b j e n n i für die drei Abschnitte der Sowjet­front, bann wurde die Selbsternennung Stalins Äum Höchstkommandierenden bekanntgegeben. Wenn jetzt auf Boris Schaposchnikow ^urütfgegriffen wirb, so ist bas ein klarer Verlegenheitsakt. In der jetzt so akuten Krise ber Sowjetkriegführung sott ein neuerRetter" präsentiert werden, nachdem auch Stalin persönlich nichts gerettet hat.

In Wahrheit war. Boris Schaposchnikow feit Kriegsanfang der verantwortliche Leiter ber sowjetischen ©eneralftabsarbeit. Aehnttch wie Tschi­tscherin stammt er aus einem alten Adelsgeschlecht und begann seine militärische Laufbahn mit dem Besuch ber Alexander-Kriegsschule und der Nikolaj- Kriegsakademie, diente in einem feudalen Garde-

befonbers kritischen Lage mit ber einheitlichen Füh­rung aller Truppen um Dubno beauftragt, machte er diese Schlacht zu einer schweren Niederlage ber Sowjets. Der Durchbruch durch die Stalin-Linie öffnete einem Panzerkorps ben Weg. General­major Zorn bildete mit feiner Jnf.-Div. nach schweren Kämvfen auf dem jenseitigen Ufer ber Düna einen Brückenkopf, ben er gegenüber allen Gegenangriffen ber Sowjets hielt. Die Inbesitz­nahme und bas Halten der Eisenbahnbrücke in-Wi- tebsk, geschützt durch ben Brückenkopf, waren von ausschlaggebender Bebeutung für die Weiterführung ber Operationen ber Panzergruppe. Oberstleut­nant Simon hat an der Spitze feines Schützen- Regiments in schwerem Ringen gegen einen über­legenen Gegner die tiefgeftaffelte starke Bunker­stellung nordwestlich Minsk durchbrochen unb ost­wärts Nepel den sich hartnäckig wehrenden Gegner auf die Düna zurückgeworfen. Major Kühler gelang es mit seinem Schützenbatl. am 4.7. den Uebergang über die Düna bei Dzisna zu erzwingen und somit den einzigsten Brückenkopf des Armee­korps über die Düna zu bilden. Am 8.7. stieß er mit seinem Bataillon und einer Panzerabteilung auf eine Bunkerstellung, nahm unb hielt diese bei stärkster feindlicher Gegenwirkung. Oberleutnant Specht schlug mit seiner Inf.-Kompanie überle­gene feindliche Angriffe auf den Brückenkopf bei Strab'la am Narew ab. Oberfeldwebel Blaich stieß mit dem Spitzenzug einer Panzerabteilung bis zur Jasiokda vor, wobei er trotz heftigen feindlichen Widerstandes 26 Panzer, 16 Geschütze und einige Pak allein mit seinem Wagen niederkämpfte. Die Brücke über die Jcfiiolda unversehrt in seine Hand bringend, stieß er weit über bas befohlene Ziel hinaus und trug so dazu bei, daß feine Division an diesem Tage in den Verfolgungskämpfen drei wich­tige Flußabschnitte überwand und tief in den Feind hineinstoßen konnte.

tigen Stadt kam gewissermaßen über Nacht, und 1 die Bolschewisten hatten nicht einmal Zeit, ihre son­stige Zerstörungstaktik anzuwenden. Unsere tapfe­ren Truppen haben hier gezeigt, daß ihre Schnel­ligkeit und Präzision der moskowitfichen Vernich« tungsluft überlegen fit.

DNB......,19. Aug. (PK.) Die große Ver-

nichtungsfchlacht in der Ukraine ist beendet. Nach echstägigem erbitterten Ringen und iach Kämpfen, wie sie in ber ereignisreichen Ge- chichte deutscher Gebirgstruppen einmal sind, wurde )er in einem riesigen Waldkessel eingeschlossene Gegner auf gerieben und vernichtet. In vorbildlicher Zusammenarbeit legten Panzer, Jn- anterie unb Gebirgsjäger in einem großangelegten .Imfassungsmanöver einen riesigen Ring um die eindlichen Verbände. Am rechten Flügel zweier bolschewistischer Armeen vorbei stießen deutsche Kampfwagen südlich von Kiew nach Osten vor. Kurz vor dem Dnjepr schwenkten sie nach Süden ab und schoben hier einen eisernen Riegel vor die eindlichen Kolonnen, denen der Rückzug über ) e n Dnjepr damit abgeschnitten war. Zur gleichen Zeit trieben deutsche Truvpen, die frontal die Stalin-Linie durchstoßen unb durch, stetiges Nachdrängen ein Festsetzen des Gegners verhindert batten, von Westen und Süden kommend die Bol- chewisten langsam zurück. Schließlich saßen die ein­geschlossenen Verbände im Waldgebiet west­lich von Podwyssokoje fest. Mit einer Ver­bissenheit, die ihresgleichen sucht, rannten die Bol- chewisten gegen die deutsche Umklammerung an. deiner dieser verzweifelten (Entlaftunasangriffe ührte jedoch zu einem Erfolg. Unter schwersten Blutopfern für den Feind wurden sämtliche Durch­bruchsversuche abgeschlagen oder im Keime erstickt.

Nachdem sie in langen Märschen mehr als 1000 Kilometer auf schlechtesten Straßen zurückgelegt hatten, lagen sie Tag und Nacht im schwersten eindlichen Artillerie- unb MG.-Feuer. Nur unter chwierigsten Verhältnissen konnte oft der unbedingt notwendige Nachschub an Munition und Verpfle­gung in die vordersten Stellungen gebracht werden. Dennoch gelang es unseren Truppen, die verzwei- eiten Angriffe des Gegners abzuwehren und den Feind Schritt für Schritt zurückzudrängen. Als der Feind längst erkannt hatte, daß er die ei ferne beut- che Umklammerung nicht mehr durchbrechen konnte, als jeder Widerstand längst sinnlos geworden war, weil dem Feinde die Munition für die schweren Waffen ausgegangen war, hetzten die bolschewfiti- chen Kommissare immer neue Jnsanteriedataillone in das Feuer der deutschen Maschinengewehre. In der Nähe einer von deutschen Truppen besetzten Straßenkreuzung lagen Hunderte von Leichen dol- chewistischer Soldaten. Zwei Tage lang ließ der Gegner bei Tag und Nacht seine Soldaten gegen die deutschen Stellungen anrennen. Immer wieder brachen die bolschewistischen Angriffe im deutschen Abwehrfeuer zusammen. Als später ein deutscher Spähtrupp vorgehen wollte, mußte er im freien Gelände förmlich über die Leichen der Sowjefiol- bäten hinwegklettern.

Fahrzeuge sind in unsere Hände gefallen. Die Beute an übrigem Kriegsmaterial läßt sich noch nicht an­nähernd überblicken. Kilometerweit bedecken bie Trümmer zweier geschlagener Armeen die Straße» und Felder.

Der italienische Bericht.

Rom, 19. August. (DNB.) Der italienische Mhr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden WortlauU

In den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages warfen feindliche Flugzeuge in der Nähe von Ca­tania einige Bomben. Es gab weder Opfer noch Schäden. Die Verluste unter der Bevölkerung Ca- tänias 6ei den Luftangriffen vom 15. und 16. be­laufen sich auf insgesamt 25 Tote und 37 Verletzte.

In Nordafrika wurden an der Front von Tobruk durch Artilleriefeuer unterstützte Angriffe der britischen Infanterie abgewiesen. Der Fei"d hatte beträchtliche Verluste, auf unserer Seite einige Verwundete.

Deutsche und italienische Sturzkampfverbände, die von italienischen Jägern begleitet waren, griffen mit bestem (Ergebnis und trotz heftigen feindlichen Ab­wehrfeuers Munitions- und Materiallager, Hafen­anlagen und Barackenlager von Tobruk an. Cm feindliches Schiff wurde schwer beschädigt. Alls unsere Flugzeuge kehrten, obwohl sie zum großen Teil getroffen waren und einige Verwundete art Bord hatten, an ihre Stützpunkte zurück. Andere italienische Kampfflugzeuge richteten ihr Feuer auf britische Kraftfahrzeuge in der Oase Giarabub. Englische Flugzeuge griffen Tripolis und Ben­gasi an. Drei feindliche Flugzeuge wurden von unserer Abwehr abgeschossen und stürzten ins MeeL

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einmal einen großangelegten Versuch, durch die deutsche Umklammerung durchzubrechen. Unter dem Schutze von 20 schweren Panzerkampfwagen und zahlreicher Flak- und Pakgefchütze stieß eine kilo- meterlange Kraftwagenkolonne aus ihren Wald­stellungen hervor. In breiter Front durchbrachen bie Panzer die vordersten deutschen Linien und überrannten eine Batterie deutscher Geschütze. Dann geriet der Durchbruchsversuch bereits ins Stocken. Im Feuer unserer Pakgeschütze blieben fünf Panzer brennend liegen. Die übrigen 13 Pan­zerwagen fuhren in wilder Flucht in verschiedenen Richtungen davon und überließen die Transport» kolonne ihrem Schicksal. Don den auseinanderge­sprengten Panzerwagen hat keiner das gesteckte Ziel erreicht, sie gerieten sämtlich in das Feuer un­serer Pak-, Flak- und Artillerieaeschütze und wur­den, teilweise nach hartnäckiger Gegenwehr, restlos erledigt. Unter den Gefangenen befand sich der Oberbefehlshaber der 6. sowjetischen Armee. Der bolschewistische General hatte im letzten Augenblick den Versuch gemacht, in einem Panzerkampfwagen zu fliehen. Auch das Schicksal der Transportkolonne war bald besiegelt. Etwa 150 Fahrzeuge gingen im heftigen deutschen Abwehrfeuer in Flammen auf; der Rest der Fahrzeugkolonne, mehrere hundert Lasttkraftwagen, Raupenschlepper und Zugmaschinen, fiel unversehrt in deutsche Hände.

Trotz der schweren Niederlagen, die die Bolsche­wisten am frühen Morgen erlitten haben, unter­nahmen am Nachmittag noch einmal fünf Panzer- kampfwagen den Versuch, mit einer Transport­kolonne durchzubrechen. Diesmal kamen die Bolsche­wisten nur einige hundert Meter weiter. Vier Panzer, darunter zwei Panzerspähwagen, wurden von der Pak mit schweren Granaten in Brand ge­schossen. Ein Panzerwagen rollte einen Abhang hinab und gegen ein Bauernhaus, das sofort in Flammen aufging. Der fünfte Panzer, der den 23er- such gemacht hatte, den Gesechtsstanb eines Regi­mentsstabes anzugreifen, blieb an einer Böschung hängen. Pioniere setzten mit geballten Ladungen den Kampfwagen außer Gefecht. Die Besatzung, die aus sechs Männern unb zweiFrauen in Uni- form bestand, setzte ihrer Gefanaennahme erbit­terten Widerstand entgegen. Eines der beiden Wei­ber tötete einen deutschen Soldaten durch einen Revolverschuß ins Herz. Erst nach heftigem Feuer- gesecht gelang es schließlich, die bolschewistische Kampfwagenbesatzung unschädlich zu machen. Auch in der Nacht kam es noch an mehreren Stellen zu kleineren Ausbruchsversuchen. Sie scheiterten sämt­lich an der Wachsamkeit der deutschen Truppen. Am Mittag wanderten endlose Kolonnen Gefangener aus den Wäldern ins Tal. Die Zahl der Gefange­nen beträgt im Bereich einer Division bereits mehr als 12 000. Sie wächst von Stunde zu Stunde. Lm MorseMMev mitewMn der GtzLyLk JSteöw# hundert Geschütze und einige tausend